Das Gespensterschloß

Der alte Lord saß auf der Terrasse um seinen Morgen Kaffee zu genießen, als der Briefträger Mr. Al verschwitzt mit seinen alten Postraht, ganz außer Atem den Berg zum Schloss herauf kam und rief Lord Milton, ich habe ein Einschreiben für sie. Ein Einschreiben, für mich, sagte der Lord erstaunt. Ja my Lord es ist von der St, James Bank. Die St, James Bank, sprach Lord Milton, na da geben sie es einmal her. Wenn sie bitte hier unterschreiben würden, my Lord! Aber sicher doch, sagte der Lord mit betrübter Stimme, und öffnete den Brief. Ist es also soweit, dachte der Lord, der Wechsel ist fällig. Es war zwar den Lord gelungen, genügend aus den Nachlass seines Vaters zu veräußern um den Wechsel zu begleichen, aber es rettete ihn nicht dauerhaft vor dem völligen Ruin. Sein Verwalter hatte Recht, Geld muss in die Kasse kommen und da der Lord bereits alles verkauft hatte was er verkaufen konnte, blieb ihn nur noch sein Schloss. Schloss Milton ist seit über achthundert Jahren der Familienbesitz der Lords of Milton. Und voller Wehmut dachte der alte Lord schon daran es zu veräußern, aber wer wollte schon ein altes Schloss auf denen ein Fluch lag und wo es spukte? Rudolf der Verwalter hatte Recht, man müsse das Schloss an Touristen vermieten um so wenigsten das Geld für den Unterhalt des Schlosses zuhaben. Lord Milton wohnte ja sowieso schon lange in London und der Verwalter war mit dem restlichen Personal allein auf Schloss Milden, und die Sache mit den spukenden Ahnen Lord Henry Milton müsse man ja den

 

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Touristen nicht unbedingt auf die Nase binden. Lord Milton läutete das kleine Tischglöckchen nach dem Dienstmädchen Rupy. Her Lord hat noch einen Wunsch, fragte sie? Ja, holen sie mir bitte Rudolf den Verwalter. Ja My Lord, sagte das Dienstmädchen mit aufgeweckter Stimme und eilte von der Terase.

 

 

Nach kurzer Zeit betrat der Verwalter die Terase wo der alte Lord noch immer mit dem Brief in der Hand saß und sagte, My Lord haben mich rufen lassen! Ja, Rudolf kommen sie her, sind sie immer noch der Meinung das die Touristische Erschließung des Schlosses die Lösung für unser Problem seien würde? Ja, My Lord, wenn ich ihnen einmal die Studien und Berechnungen zeigen dürfte die ich mir erlaubt habe anzufertigen. Mein lieber Rudolf, sprach der Lord, verschonen sie mich mit dem

 

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Einzelheiten und zeigen sie mir nur die Resultate. Veranlassen sie das nötigste und halten sie mich auf dem Laufenden. Ach, Rudolf, lassen sie doch meinen Wagen vorfahren, ich wünsche abzureißen. Der Verwalter rief sofort das gesamte Personal zusammen um die Neuigkeit zu verkünden.Da war Tante Polly die Haushälterin, sie war die gute Seele des Hauses und schon siebenunddreißig Jahre auf dem Schloss. Sie war eine etwas Korpulente Dame in den besten Jahren. Tante Polly war sehr Kinderlieb und warmherzig, sie mochte Blumen und besaß einen Blick fürs ganze. Nun kam auch James der Butler der Treppe herunter um die frohe Kunde zu erfahren. James war ein sehr alter Mann mit den besten Manieren und kannte sich am besten auf dem Schloss aus, denn er war schon über fünfzig Jahre im Dienst der Lordschaften und hatte so einiges mitbekommen.Nun war er alt und konnte seinen Dienst nicht mehr richtig verrichten und wirkte dadurch etwas vergesslich und trottelig. James war ein sehr großer hagerer Herr und eine sehr elegante Erscheinung auf die man sich in jeder Situation verlassen konnte.Anny die Köchin kam herbeigelaufen und fragte schon vom Weiten, was gibt es denn so wichtiges das ich meine Töpfe mit den Speisen ohne auf sicht lassen muss? Anny war eine kleine dicke Frau in den besten Jahren, sie wohnte in dem nahegelegenen Dorf und war sehr Neugierig, aber das machte sie durch ihre Kochkunst wieder weg, denn sie war eine vorzügliche Köchin und auch sehr Kinderlieb. Paul der Gärtner wohnte in einen kleinen Haus an der Schlossmauer, er war ein wahrer Meister seines Faches und kannte im Garten jeden cm.

 

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Erde, er war klein und freundlich und besaß das Talent, das man ihn im Garten nur sah, wenn er es wollte.An sonsten machte er seine Arbeit gerne im Verborgenen und spielte auch dem Personal gerne den einen oder anderen Streich.

 

 

Das Dienstmädchen Rupy war erst gerade neunzehn Jahre alt und liebte ihren Beruf vom ganzen Herzen, sie stammte aus ärmlichen Verhältnissen aus dem Dorf.Der Vater war Schuhmacher und die Mutter schon seit längerer Zeit an das Bett gebunden. Die Geschäfte liefen schlecht und die Einamen blieben karg. Doch was auch immer geschah konnte sie nicht erschüttern, denn sie waren stolze Schotten und ein karges Leben gewohnt. Rupy unterstützte ihre Eltern mit ihren kleinen Gehalt und behielt nur das Nötigste für sich. Sie

 

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War ein sehr hübsches Mädchen und in einen Jungen von einen Gut aus der Nachbarschaft verliebt. Rudolf Mc. Finnen der Verwalter, gab die Nachricht bekannt und forderte das gesamte Personal auf das Schloss auf Hochglanz zu bringen, denn es müsste von einem Fotografen für den Reiseführer abgelichtet werden.

Das Schloss hatte auch schon einmal bessere Tage gesehen und besaß damals noch viermal so viel Personal. Nun mussten sie die aufwendige Putzarbeiten und was so noch anfiel unter sich aufteilen und aus dem Dorf für ein paar Tage Hilfskräfte einstellen. Sie putzten und wienerten das gesamte Schloss vom Boden bis zum Keller, selbst die Folterkammer wurde entrümpelt und als eine Art Museum umgestaltet. Der Verwalter hatte die Idee auch Führungen durch einen Teil der Schlossanlage für die Touristen die jetzt gerade Scharenweise in das Land einvielen zu veranstalten. Das Schloss wurde in den Schottischen Reiseführer aufgenommen und man erzielte einen Rießen erfolg mit den Rundgängen, aber die Hotelgäste reisten zum teil mitten in der Nacht voller Panik wieder ab. Lord Henry trieb als durchsichtige Lichtgestalt um Mitternacht bis 1°° sein Unwesen. Mal wurde er nur gehört wie er schrie oder stöhnte, mal wurde er gesehen als ein Lichtschein mit einer Nebeligen Gestalt wie er durch die Wände durchdrang und vor einer dicken Opernsängerin am Bett stand und sie anstarrte. Lord Henry war zu Lebzeiten ein Seeräuber und befuhr mit seinem Kaperschiff, Sea Eagle die Sieben Weltmeere. Als Kapitän black devil verbreitete er Angst und Schrecken unter den Seefahrern. Er machte keine Gefangenen und

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Gnade war für ihn ein Fremdwort. Seine Schreckenherrschaft dauerte Sieben Jahre in denen er die Schiffe der Handelsleute ausraubte und sie mit Mann und Maus auf den Grund des Meeres schickte bis eines Tages Eine Ungarische Hexe an Bord eines Schiffes den Ozean überquerte. Black devil war ein erbarmungsloser Seeräuber und verschonte auch dieses Schiff nicht und lies es mit Mann und Maus verbrennen.

Da geschah es die Hexe schwebte über dem brennenden Schiff und stieß einen fürchterlichen Fluch aus, der den Kapitän noch bis nach seinen Tote verfolgen sollte. Ich Helena von Pest, verfluche dich black devil. Du sollst für alle Zeiten keinen Menschen mehr trauen können und der Verfolgungswahn soll dich bis in dein Grab bekleiden. Eines Tages wirt dich der Hänger auf deinen Schloss in einen Gewölbe einmauern, und du wirst verdammt sein auf immer und ewig als ruheloser Geist durch dein Schloss zu streifen. Sei dem es geling dir Sieben gute Taten zu vollbringen bevor das Jahrtausend sich seinen Ende neigt. Als Zeichen meiner Anerkennung sollst du nach jeder guten Tat etwas mehr von deiner Gestalt annehmen bevor du die Erlösung erfahren wirst. Die Mannschaft bekreuzigte sich und sah zu wie das tosende Meer das brennende Schiff mit Mann und Maus auf seinen Grund zog und die Hexe ihn noch immer fluchend folgte. Doch Black devil packte ein eigenartiges Gefühl, er schloss sich in der Kapitänskajüte ein und bewachte eigenhändig seine geraubten Schätze. Er misstraute seiner alten Mannschaft und glaubte dass sie ihn alle bestehlen

 

 

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Wollten um seine Schätze unter sich aufzuteilen. Ab sofort wurde das Schiff nur noch von Misstrauen gesteuert und lief wie von Geisterhand im Haven von Kings Lynn ein. Die Gerichtsbarkeit nahm sie all im Empfang und nur black devil gelangte die Flucht mit seien Schätzen. Die gesamte Mannschaft hatte sich der Piraterie schuldig gemacht und wurde zum Toten durch den Strang verurteilt und vollstreckt. Der Maat kannte den wahren Namen von black devil und nannte ihn den Richter im Tausch gegen lebenslänglichen Kärger. Die Häscher der Königin konnten ihn auf Schloss Milton habhaft werden. Es war den Lord gelungen seine geraubten Schätze zu verbergen. Der Lordrichter ließ ihn in einen Kellergewölbe einmauern um seine Rabenschwarze Seele zu läutern in dem er das Verseck

 

 

 

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Des Schatzes breißgäben würde. Als die Handwerker ihre Arbeit beendet hatten, stellte der Lordrichter zwei Wachen vor dem Gewölbe auf und hoffte auf die Läuterung, bis eines Tages der Spuk begann und bis Heute andauern sollte. Unzählige Gäste wurden von Lord Henry Milton in Angst und Schrecken versetzt die seinen Schatz suchen Wollten, der Heute noch auf dem Schloss im Verborgenen liegt. Rudolf Mc. Finnen ist der Ansicht dass man sich die Geschäftsschädigungen des Geistes zu Nutze machen könne und lässt ihn im Touristikbüro in London mit in den Reiseführer eintragen. Wenn ein jeder weiß dass sie ein Geist erwartet könne er seine Hotelrechnung nicht ablehnen und war zur Zahlung verpflichtet. Einige Zeit später in Amerika. Ban Miller wohnte mit seiner Frau Mildritt und den Kindern Jim, Elly und Casy am Rande von New Jorg. Ban war ein Beamter der Regierung und liebte in seinen Ferien die Abgeschiedenheiten des Schottischen Hochlandes und hatte eine Reise nach Schottland gebucht. Fröhlich und ausgelassen kam er nach Hause um die Neuigkeit seiner Frau Mildritt und den Kindern mitzuteilen. Nach Schottland, sagte Mildritt aufgeregt. Ja erwiderte Ban, wir werden sogar in ein richtiges Schloss wohnen, das sein eigenes Gespenst hat! Das ist natürlich Unfug, lachte Ban, denn er glaubte nicht an Geister. Komm wir wollen es den Kindern sagten, meinte Mildritt, sie war ganz aufgeregt und ging in den Garten, wo die Kinder an ihren Fahrrädern bastelten. Schottland finde ich Doof, sagte die sechzehn jährige Elly, denn sie wär viel lieber bei ihren Freund Maik zuhause geblieben. Toll ein richtiges Schloss, freute

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Sich die kleine Casy, mit einen Gespenst, wiederholte sie die Worte der Mutter.Jim der zwölfjährige Sohn war begeistert von der Idee seines Vaters und freute sich schon riesig darauf.

 

 

Lynn Parker die sechzehnjährige Nichte die für gewöhnlich ihre Ferien bei dem Millers verbrachte, sollte auch mit nach Schottland reisen und mit den Millers und ihren Kindern die Sommerferien auf dem Schloss verbringen. Die Kinder breiteten sich voller Freude auf die großen Ferien vor und packten ihre Koffer, die man schon mit der Post voraus schickte, damit man am Tag der Anreise nicht mit dem Gesamten Gepäck überfordert war und die Ferien vom Anfang an in vollen Zügen genießen Konnte. Als der Tag der Abreise kam fuhren die Millers in aller Ruhe zum

 

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Flugplatz und Buchten sich in ihren Flug nach Schottland ein. Sie Würden von New Jorg bis London nonstop fliegen und sich am Flughafen in London ein Wagen leihen um nach Milton zum Schloss zu fahren. Gespannt saßen die Kinder in den Jumbojet und schauten aus dem Fenster, es würde ihr erster Flug sein und den wollten sie genießen. Im Schloß dagegen waren die Vorbereitungen abgeschlossen und das Personal, konnte wieder aufatmen. Noch nie hatten sie so viel Arbeit in so einer kurzen Zeit erledigen müsse.Anny die Köchin saß erledigt mit dem Personal im großen Gesinderaum um eine wohlverdiente Tasse Tee zugenießen, hoffentlich ist Sirr Henry nicht erbost über den Besuch und spukt wieder durch das Schloß sagte der alte Butler James voller Ehrfurcht und sorgte sich um die Besucher. Die Kinder der Millers waren einfach fasziniert von dem Flug, sie sahen den Ozean mit seinen Schiffen, sie Überquerten die Berge und flogen weit über den Wolken, wobei die kleine Casy einschlief. Vater Ban, rauchte in aller Ruhe seine Pfeif und sprach mit seiner Frau noch einmal die Anreiße durch um so schnell wie nur Möglich in das Schloß zugelangen. Er wusste das die Zeitverschiebung den Kindern zuschaffen machen würde und verplante aus diesen Grund die ersten zwei Tage nicht mit irgendwelchen Ausflügen oder Reißen. Er dachte sich das so die Kinder ausschlafen konnten und würden auch sofort die Gelegenheit haben das Schloß kennen zulernen. Schatz, wie lange fliegen wir noch, wollte Miss Miller von ihren Mann wissen? Noch sehr lange, Liebling, du kannst beruhig etwas schlafen. Vater Ban sah aus dem Fenster

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Und grübelte nach ob er irgendetwas vergessen haben könnte, denn er war ein Perfektionist und hasste es wen etwas von ihnen vergessen wurden währe. So nach und nach schliefen auch die Restlichen Kinder ein. Das ist gut, sagte sich Ban, da sind sie In England wenigsten etwas ausgeschlafen, er sah auf die Uhr und begann auch zu gähnen. Im Schloß war alles zur besten Zufriedenheit, das Personal schlief und der Schlosshund wachte und versah seinen Dienst. Pünktlich landete die Maschine in London. Die Millers stiegen aus und schauten sich genau um, denn sie waren noch nie in England. Schau sagte Vater Ban dort ist auch schon die Autovermietung, wo ich für uns einen Wagen angemietet habe. Miss Miller holte solange mit den Kindern das Gepäck, während Mister Miller den bestellten Wagen vom Servis des Flughafens abholte und sie sich vor der Eingangstür wieder trafen um das Handgepäck im Kofferraum zuverstauen. Vater Miller hatte sich extra einen Kleinbus geliehen um alles mit einen mal auf das Schloß zu transportieren. Es stellte sich als eine schöne Fahrt heraus, quer durch England bis in das Hertz von Schotland zu fahren. Unermüdlich und noch immer aufgeregt saßen die Kinder im Kleinbus und schauten die Fenster hinaus damit ihnen ja nichts entgehen würde. Vater Ban Fuhr schön langsam um von erstem Augenblick an das Land und seine Ferien zugenießen. Die kleine Casy drängelte wieder, Papa ich muss mal. Einen Moment mein Schatz, mischte sich Mutter Mildritt ein, Papa darf hier nicht anhalten, weil die Straße zu schmal ist und auf beiden Seiten Leitplanken besitzt. Da vorn ist ein Pub, sagte der Vater und steuerte den Buss genau dort hin. Pause,

 

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Sagte Vater Ban und stieg aus dem Fahrzeug, er regte und streckte sich nach allen Seiten und vertrat sich die Füße, bevor sie in den Pub gingen. Hier können wir unser zweites Frühstück (Was sich in England Brunsch) nennt, einnehmen. Der Pub hatte gerade geöffnet und sie Waren die ersten Gäste. Ich möchte Pfannkuchen mit Blaubeeren, rief die kleine Casy schon vom Weiten, als sie von der Toilette kam! Hast du dir auch schön die Hände gewaschen, mischte sich die Mutter ein? Natürlich, Mama, das weißt du doch, erwiderte die kleine genervt, und setzte sich mit an den großen runden Kneipentisch wo schon die anderen saßen und ihre Bestellungen aufgaben. Eine junge freundliche Kellnerin bediente sich rasch zu ihrer Zufriedenheit. Als sie den Pub verlassen hatten, sagte Ban, Kinder geht euch noch einbischen die Füße vertreten bevor wir weiter fahren. Er wollte noch in aller Ruhe sein Pfeifchen rauchen, denn das vermiet er während der Fahrt in dem engen Bus.Daddy ist es noch weit? Löcherte die kleine Casy ihren Vater. Nein mein Schatz, mischte sich die Mutter wieder ein und studierte die Landkarte dabei. Vater Ban nahm die kleine auf den Arm und erklärte ihr das sie noch tanken müssten und dann sei es nicht mehr weit, er überlegte kurz und sagte allerhöchsten eine Stunde, und setzte die kleine wieder ab. Jim und Elly stritten schon wieder auf einer Bank darum wer den Rest der Fahrt am Fenster sitzen darf. Jim du kannst meinen Platz haben, mischte sich die Nichte Lynn dazwischen um den Streit zu schlichten.Die Millers setzten ihre Fahrt fort um pünktlich zum Mittagessen am Ziel zu sein. Auf dem Schloß liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren, die

 

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Ersten Gäste würden bald eintreffen und das sollte etwas besonderes sein. Das gesamte Personal, übte auf der großen Eingangstreppe die Aufstellung und den Empfang der Gäste.Wie soll ich den bei so einen Theater mein Essen fertig bekommen, beschwerte sich die Köchin Anny? Erst als alles wie am Schnürchen klappte, lies der Verwalter Mc. Finnen, das Personal wieder in Ruhe.Mister Mc. Finnen stieg mit dem Fernglas bis auf den hohen Schlossturm, von wo aus man das gesamte Umland und die Straße einsehen konnte. Es war sein Lieblingsplatz, von hier aus konnte er immer sehen was wann und wo passierte. Rudolf Mc. Finnen war ein sehr korrekter Mann und immer wissbegierig was sein Umfeld anbelangte. In der Küche liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren und das Dienstmädchen Ruby deckte bereits den Tisch ein. Sie kommen, sie kommen, kam Mc. Finnen schreiend vom Turm gelaufen, schnell, schnell, alles aufstellen wie wir das geübt haben! Wie soll ich denn das wieder machen, schimpfte die Köchin und zog schnell alle Töpfe vom Herd. Die Millers waren begeister, wurden sie doch wie Adlige empfangen. Die Kinder staunten und Mutter Mildritt bekam einfach den Mund nicht wieder zu, so sehr war sie überrascht. Der Butler James, brachte das Handgepäck auf die Zimmer und der Verwalter, bat die Millers zu Tisch. Auf geregt aasen die Kinder ihre Mahlzeit und schauten sich heimlich im großen Rittersaal um. Ich bin fertig, schrie die kleine Casy und sprang auf um den Tisch zu verlassen. Nicht so voreilig,kleine Dame, lachter der Vater ihr noch hinterher. Die kleine war einfach zu süß in ihren Wesen und ein jeder schloss sie sofort in sein Herz. Neugierig

 

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Ging die kleine durch den Rittersaal und schaute Waffen und Rüstzeug an. Jetzt war auch der Rest der Familie mit dem Essen fertig und der Butler bekleidete sie auf ihre Zimmer wo sie sich erst einmal einrichten Konnten. Elly und Lynn Waren von den Großen Himmelbetten angetan und legten sich sofort hinein um sie auszuprobieren. Himmelbetten kannten sie ja nur aus dem Fernsehn, und jetzt lagen sie wie zwei richtige Prinzessinnen in ihrem eigenen Himmelbett. Bruder Jim durchstöberte die Schränke und sprang im Bett herum wie auf einen Trampolin. Mutter Mildritt kam einfach aus dem Staunen nicht mehr heraus, das übertraf alle ihre Erwartungen. Vater Ban hatte es sich im Kaminzimmer bequem gemacht und rauchte genüsslich sein Pfeifchen zu einen uralten schottischen Whisky. Trotz der Zeitverschiebung, waren die Kinder Putz munter und wollten erst am Abend zu Bett.Mutter Mildritt hatte es sich bequem gemacht und schlief eine Stunde in ihren Himmelbett, und träumte hervorragend. Die kleine Casy, stellte das gesamte Schloß auf dem Kopf, sie war wissensdurstig und nichts sollte ihr entgehen. Sie sah sich die Bibliothek an mit den vielen Büchern und Kronigen, ging in die Gemäldegalerie und blieb wie magisch angezogen vor dem Bild von Lord Milton stehen. Wie hypnotisiert starrte sie das Bild an und konnte ihren Blick nicht abwenden bis der alte Butler James kam und ihr die Geschichte des grausamen Piraten Lord Henry Milton erzählte. Nun wusste sie dass der Geist Lord Milton erlöst werden konnte wenn er gewisse Bedingungen erfüllen würde. Sie schaute das Bild noch ein Weilchen an und sagte, armer Lord Milton und setzte ihren Rundgang durch das

 

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Riesen Schloß fort. Elly und Lynn, hatten sich auf dem Weg gemacht um die Parkanlage zubesichtigen und trafen dabei den Sohn des Nachbarn, Ronny Kent Er fragte die zwei, na ihr seit wohl auf Besuch hier, ich habe euch noch nie in der Gegend gesehen? Guten Tag, sagte Lynn, wir sind auf Besuch auf dem Milton Schloß, das ist meine Kusine Elly. Erschrocken fuhr der Junge zusammen, auf dem Miltonschloss, fragte er noch einmal, wobei ihn der Eiskalte Schauer über dem Rücken lief? Ja natürlich, sagte Elly, oder siehst du hier noch ein anderes Schloß, fragte Lynn? Nein, sagte Ronny, aber da Spukt es doch! Spuken, lachten die Mädchen darüber, denn an Spukgeschichten glaubten sie schon lange nicht mehr.

 

Ronny erzählte von dem grausamen Piraten, den man überall nur hinter vorgehaltener Hand black devil nannte, denn niemand hätte es gewagt seinen Namen offen auszusprechen. Er war der grausamste Pirat den

 

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Die sieben Weltmeere je erlebt haben, bis er von einer Hexe verflucht wurde, sagt man. Seit dem spukt er als rastloser Geist in den Mauern herum bis er so viele gute Taten vollbracht hätt das der Fluch aufgehoben wird und seine schwarze Seele erlöst ist und in den Himmel fahren kann. Du spinnst ja, sagte Lynn, denkst du nur weil wir aus Amerika kommen, dass wir dumm sind und an deine Ammenmärchen klauben. Die Mädels lachten ihn aus und fragten ob der Ort noch etwas anderes zu bieten hat als wie Geister? Wir haben einen Pub, eine Bücherei und ein Kloster, zählte der Junge alle Sehenswürdigkeiten und interessante Orte auf. Ist das alles, fragte Lynn? Ja erwiderte Ronny. Ach wie langweilig, gähnte Elly. Sie gingen zusammen in den Nahegelegenen Ort und Ronny stellte sie seinen Freunden vor und zeigte ihnen ihr Pub und die Diskothek, wo sie zweimal in der Woche sich trafen. Sie gingen in ihr Pub und Ronny erklärte ihnen das Dartspiel und zeigte ihnen wie man am besten mit den Pfeilen umgehen könne.Jim ging in den Rittersaal und spielte mit den Rüstzeug und nahm den Säbel des Piraten in die Hand, erschrocken lies er ihn zu Boden fallen. Seine Hände waren plötzlich voller Blut, aber wie konnte er sich nur daran geschnitten haben? Er hatte doch den Säbel nur am Griff angefasst, erschrocken lief Jim in das Badezimmer und wusch sich das Blut von den Händen, und schaute sie wie gelähmt an, das war keine Wunde. Noch nicht einmal ein Mückenstich, aber wo kam das Blut her, wollte er wissen und lief zurück in den Rittersaal. Im Rittersaal war alles wieder an seinen Platz und an dem Säbel war auch nichts zu sehen. Jim nahm den Säbel von der

 

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Wand und schaute ihn genau an, aber da war kein Blut. Was war geschehn, fragte er sich und sah auf dem Fußboden wo das Blut hingetropft war. Alles sauber, aber wie kann denn das sein? Er ging zurück in das Badezimmer wo das gesamte Waschbecken mit dem Blut bespritzt wurden war. Aber auch hier war alles in bester Ordnung. Vater Ban Lag auf der Terrasse in einen Liegestuhl und genoss die schöne warme Englische Nachmittagssonne bei einer Tasse Tee und Mutter Mildritt machte es sich mit einen Buch in der Bibliothek bequem.Ihr taten schon die Augen weh vom Lesen als sie einen kalten Luftzug spürte, merkwürdig, dachte sie, die Türen und Fenster sind doch geschlossen und dann so ein eiskalter Hauch der mitten durch sie durchging. So etwas hatte sie noch nie erlebt, ein kalter Schauer lief ihr über dem Rücken und lies ihren Atem gefrieren, erschrocken lief sie aus der Bibliothek ohne sich noch einmal umzudrehen. Als sie auf der Terrasse ankam, wagte sie es nicht mit Ban darüber zu sprechen, denn der würde sie auslachen. Oder hatte sie es sich doch nur alles eingebildet, das sie in Wirklichkeit nur übermüdet von der Langen Reiße war, ja das wird es sein, dachte sie und begann darüber zu lächeln. Die kleine Casy war in der Küche bei Anny der Köchin, die ihr einen schönen großen Becher süßen Kakao bereitet hatte und ihr Geschichten über das Schloß mit seinen Geist erzählte. Da der Abend langsam hereinbrach, beschlossen Lynn und Elly zum Schloß zurück zugehen. Sie wollten, so lange es noch hell ist zurück sein um nicht im dunkeln einen ihn unbekannten Weg nehmen zu müssen. Je näher sie zum Schloß kamen de so dunkler wurde es.Lynn sagte, schau einmal dort, was

 

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Ist das? Ich weiß nicht, sagte Elly, bestimmt ein Lichtschein von irgendetwas! Es sah aus wie ein kleiner glühender Nebelschwaden der sich über die Schlossmauer bewegen würde. Das ist Jim mit einer Taschenlampe, da möchte ich wetten, sagte Elly, der soll nur warten bis ich zurück bin. Lynn lachte und sagte, der Spinner denkt bestimmt das er uns angst machen kann, und wir anGeister glauben, so ein Idiot. Als sie sich dem Schloß bis auf ein paar Schritte genähert hatten, bemerkten sie einen Kleinbus der auf dem Weg zum Schloß angefahren kam, Vater Ban saß hinter dem Steuer und Bruder Jim auf dem Beifahrersitz. Die Mädchen staunten nicht schlecht, als sie die beiden sahen. Aber wer war da mit dem Licht auf der Mauer? Sie wollten ihren Vater das gleisende Licht zeigen um zu erfahren was das seien könnte, doch es war wieder weg. Mutter Mildritt ging in ihr Zimmer um sich für den Abend umzuziehen, als sie bemerkte das, das Buch was sie in der Bibliothek gelesen hatte auf ihrem Bett lag. Mein Gott bin ich durch den Wind, jetzt habe ich doch vergessen das Buch an seinen Ort zutun, sie nahm es und brachte es in die Bibliothek zurück. Das Dienstmädchen läutete zum Abendessen und die Millers versammelte sich wieder im großen Rittersaal, wo sie immer die Mahlzeiten einnehmen würden. Sie nahmen Platz und wurden bedient wie Fürsten, ein angenehmes Leben, sagte Mildritt, man kann sich wirklich einmal richtig erholen von der Hausarbeit und dem Alltagsstress. Während sie noch aasen, ertönte wieder dieses kleine zarte Stimmchen, ich bin fertig, und die kleine Casy machte sich wieder unermüdlich auf Endeckungsreiße. Und wie habt ihr

 

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Den Rest des Tages verbracht, fragte Vater Ban die Mädchen? Wir waren im Dorf und wir haben ein paar Jungs und Mädels kennengelernt, mit denen waren wir im Pub zum Dartspielen, redeten die zwei durcheinander. Als sich der Vater, Jim zu wannte, sagte er, ich habe nichts Besonderes gemacht. Vater Ban ging in das Kaminzimmer um bei einen Whisky und einen Pfeifchen den Tag ausklingen zu lassen. Da es auf dem Schloß weder Fernsehen oder Radio gab, wussten die Kinder nicht viel mit sich anzufangen und gingen zu Bett als sie von der Müdigkeit übermannt wurden. Mutter Mildritt setzte sich zu ihren Mann in das Kaminzimmer um mit ihnen über ein paar Dinge zusprechen. Nach einem Weilchen, sah Ban auf sein Glas, da es wieder voll war, sagte er zu Mildritt, danke Schatz und trank es wieder aus. Sein Pfeifchen ging zu ende, und noch während er es ausklopfte, bemerkte er das sein Glas schon wieder voll war. Danke Liebling, sagte er zu seiner Frau, aber soviel wollte ich gar nicht trinken! Sie sah ihn mit großen Augen an und sagte, dann schenk dir doch nicht soviel ein, und ging auf ihr Zimmer. Ban zog die Schultern hoch und grübelte einen Moment, der Stress, dachte er und trank sein Glas noch im stehen aus und ging auch zu Bett. Mildritt betrat ihr Zimmer und sah das Buch auf ihr Bett liegen, nanu, dachte sie, das habe ich doch zurück gebracht, oder wollte ich es nur, und habe es doch vergessen? Sie nahm es und stellte es an seinen Platz in der Bibliothek zurück. Als sie im Bett lagen, sprach sie noch mit ihren Mann über ihre Vergesslichkeit und das Buch. Ein lauter Schrei kam aus Jim’s Zimmer, was war das, sagte Ban und rannte sofort los zu seinen Jungen um zu sehen

 

19.

Was passiert war. Jim hatte einen gar fürchterlichen Albtraum. Der Pirat black devil hatte ihm im Schlaf verfolgt und wollte ihn enthaupten, weil er sein Säbel angefasst hatte. Schweißgebadet saß Jim im Bett und war plötzlich hell wach. Gegen Mitternacht waren alle wieder fest eingeschlafen, als Lynn und Elly die zusammen in einen Zimmer schliefen frierend auf wachten, es war eine Eiskalte helle Erscheinung durch ihr Zimmer gewandelt und hinterließ diese Neblige Kälte, die sich sofort wieder verflüchtigte als die Erscheinung verschwunden war. Erschrocken krochen die Mädchen unter die Bettdecken und versteckten sich bis zum frühen Morgen. Welch eine Nacht, sagte Ban, ich habe geschlafen wie ein Baby. Nach der Morgentoilette, traf sich die Familie zum Frühstück wieder im Rittersaal. Alle saßen da und verloren kein Wort. Sie Aasen ihr Frühstück in aller Ruhe. Plötzlich wurde diese friedliche wunderbare Stille von einem Schrei beendet, bin fertig, rief die kleine Casy und verschwand in Richtung Küche, wo sie sich mit dem Dienstpersonal angefreundet hatte. Die kleine wollte wissen wann sie den Geist sehen kann und wo er sich am Tag aufhält, sie stellte eine Frage nach der anderen? Paul der Gärtner zeigte ihr die Familiengruft und den Kerker mit der zugemauerten Kammer wo der schreckliche Pirat sein gerechtes Ende fand. Wenn man seine Ohren an die Wand hält, kann man ihn manchmal mit den Ketten rasseln hören, sagte der Gärtner voller Ehrfurcht. Sie gingen zurück in den Park wo er ihr das gesamte Parkgelände mit dem Kräutergarten der Küche zeigte. Lynn und Elly waren wieder mit dem Jungen aus der Nachbarschaft in das Dorf herunter gegangen um

 

20.

Mit ihnen Dart zu spielen und um noch mehr Leute im Dorf kennen zu lernen. Alle sahen sie merkwürdig an und einige fragten sie nach der ersten Nacht und ob sie wieder abreisen würden? Die Mädchen fragten, warum sollen wir denn wieder abreisen? Na wegen des Geistes, sagten sie ängstlich mit zurückgehaltener Stimme. Ach ihr spinnt, sagte Lynn und lachte, Geister, warum will uns eigendlich jeder einreden das es im Schloß Geister gibt? Geister, so ein Blödsinn, lachte Elly, wer glaubt denn schon noch an Geister? Die Jungs aus dem Ort wurden ganz still und wechselten das Tema. Sie spielten weiter Dart und Schach gegeneinander. Vater Ban hatte es sich wieder auf der Terrasse bequem gemacht und genoss die schöne warme Sonne bei einen Tabak’s Pfeifchen. Er schaute sich von hier aus die schöne Schottische Landschaft an und sein Blick fiel dabei auf das kleine Tischchen das neben ihm auf der Terrasse stand. Er war erstaunt, einer der Dienstboten, musste ihn ein Glas von dem schönen alten Whisky hingestellt haben, Ban nahm es und trank es langsam mit ganz kleinen Schlückchen genussvoll aus und stellte es wieder ab. Ban begann gerade die Tageszeitung zu lesen als er einen eiskalten unangenehmen Lufthauch bemerkte, der ihnen durch Mark und Bein fuhr. Er schüttelte sich wie ein nasser Hund und fuhr zusammen. Auf dem kleinen Tischchen war das Whiskyglas wieder gefüllt. Ein gutes Dienstpersonal, dachte Ban, sie lesen einen jeden Wunsch von den Lippen ab und sind nie zu sehen. Mildritt sah sich mit Jim das Schloß an und sie gingen in die Bildergalerie um sich die Gemälde anzusehen. Wie hypnotisiert blieb Mildritt vor dem Bild von Henry Milton stehen und starrte ihm minutenlang

 

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in die Augen. Erst als Jim sie am Arm zog und sagte, komm wir wollen weiter gehen, erwachte sie aus der Hypnose und erschrak fürchterlich und schrie laut los und konnte sich erst nach einer Weile wieder beruhigen. Was ist Mama? Fragte Jim seine Mutter, der auch zu tote erschrocken war. Ganz entsetzt schaute Mildritt

 

Und sagte, ich habe ihn gesehen. Wem, fragte Ban? Lord Henry Milton den Piraten, den sie black devil nannten. Natürlich Mutter, du standest ja auch eine Ewigkeit vor seinen Bild, lachte Jim, und sie setzten den Weg durch das Schloß fort. Das Dienstmädchen läutete zum Mittagessen, und alle bis auf Lynn und Elly fanden sich dort ein um ihr Mahl zu sich zunehmen. Still saßen sie am Tisch und warteten dass der Butler die Speisen auf dem Teller legen würde. Bin schon fertig, ertönte wieder das Stimmchen, ich hab schon in der Küche gegessen. Und weil das so vertraut und fröhlich klang, war das Eis gebrochen und alle mussten wieder über die kleine lachen und redeten

 

22.

durcheinander. Die Jugendlichen aus dem Dorf, waren mit Lynn und Elly zu Bruder Wyljam in die Abtei gegangen um ihn über das Miltongespenst auszufragen. Der Mönch erzählte die sonderlichsten Geschichten und versuchte sie an Hand alter Schriften zu belegen, was ihm auch gelang. Mr. Braun der Kronist kann euch auch noch einiges erzählen, sagte der Mönch. Wie aus alten Schriften überliefert wurden ist, wurde der Schatz des Piraten, nie gefunden. Die Mädchen kamen auf dem Gedanken den Schatz zu suchen, doch das hatten schon andere vor ihnen vergeblich versucht. Lass es uns doch einfach versuchen, sagte Lynn! Ja wir gehen zum Kronisten Mr. Braun, vielleicht kann der uns noch einiges über die Geschichte erzählen antwortete Ronny. Die anderen Jugendlichen, hatten viel zu viel Angst und wollten das Böse nicht heraufbeschwören, und wendeten sich wieder dem Dart und Schachspielen zu. Auf dem Schloß waren alle Bediensteten in der großen Gesindekammer zusammen gekommen und sprachen über die letzten Beobachtungen im Schloß, denn noch nie zuvor hatte Lord Henry Milton sich am Tag gezeigt. Das kann kein gutes Zeichen sein, sagte der alte Butler James und alle anderen stimmten ihm zu. Mutter Mildritt ging auf ihr Zimmer um sich noch etwas auszuruhen, als sie die Tür öffnete, spürte sie wieder diesen unangenehmen kalten Hauch im Nachen und sie drehte sich schnell um. Es war keiner zu sehen und sie ging weiter in das Zimmer. Erschrocken fuhr sie zusammen, das Buch lag wieder auf dem Bett. Hier machte sich offendsichtlich jemand einen Scherz mit ihr und sie verbrachte es wieder in die Bibliothek und stellte es wieder im Regal an seinen Platz. Vater Ban, der wieder

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Im Kaminzimmer seine Pfeife rauchte, ließ sein Glas nicht aus den Augen, denn er wollte unbedingt sehen wer es füllte. Mildritt betrat das Kaminzimmer um ihren Mann von der Geschichte mit dem Buch zu erzählen und er wannte seinen Blick vom Glas um seine Frau anzusehen, und im selben Moment, füllte es sich wieder. Der Abend brach an und die Dunkelheit ließ nicht lange auf sich warten. Komm wir müssen zum Schloß, sagte Elly und sie schauten auf die Uhr. Was so spät schon, erwiderte Lynn. Bei Mr. Braun, war die Zeit im Flug vergangen und die Mädchen machten sich auf dem Weg. Ronny bekleidete sie noch bis zur Weggabelung und verabschiedete sich mit den Worten, bis Morgen. Nach ein paar Metern, gab der Wald den Blick zum Schloß frei.

 

Da war es wieder, das gleisende Licht, was sich über der Schlossmauer bewegte. Die beiden wurden ganz

 

24.

Still und standen wie angenagelt da um das Licht zu beobachten. Es gab Geräusche im Wind, die sich wie das wimmern von Klageweibern anhörten. Sie starrten die gesamte Zeit auf das Licht bis es wieder erlosch. Schnell rannten sie zum Schloß um alles ihren Eltern zuerzählen. Doch ihr Bruder Jim sagte, das ist alles nur ein Trick und ich komme schon noch dahinter wer das wie macht. Beruhigt setzten sie sich hin und erzählten vom Mönch und dem Kronisten. Ban begann nun auch zulachen und sagte, wahrscheinlich sitzen sie jetzt alle im Pub bei einen Gläschen Ginnis oder Whisky und halten sich die Bäuche vor lachen, weil sie wieder einmal ein paar dumme Touristen reingelegt haben. Beim Abendessen fehlte die kleine Casy, sie war in der Küche bei der Köchin eingeschlafen und das Dienstmädchen brachte sie zu Bett wo sie wie ein kleiner Engel schlief. Der Butler tat die Speisen auf die Teller und schenkte die Gläser voll. Die Millers nahmen wie gewohnt ihre Mahlzeit ein und Vater Ban ging wieder in das Kaminzimmer um zu rauchen. Als er so dasaß und sein Pfeifchen rauchte, zog sich der Himmel draußen zusammen. Oh es sieht nach einem Gewitter aus. Ban beschloss das Naturschauspiel zu genießen und ging in die Bildergalerie um sich dort an das Fenster zu setzen, denn von hieraus hatte man den schönsten Blick über das Tal. Der Himmel wurde immer dunkler und in der Ferne waren bereits die ersten Blitze wahrzunehmen. Jim, der, der Sache auf dem Grund gehen wollte, war wieder im großen Rittersaal um sich den Säbel des Piraten etwas genauer anzuschauen. Mit einen Vergrößerungsglas, untersuchte er jeden Zentimeter, aber er konnte nichts finden. Das

 

25.

Gewitter kam immer näher und die Blitze erhellten die Räume im Schloß für Sekunden. Die aufgestellten Rüstungen im gesamten Schloß warfen ihre unheimlichen Schatten für den Bruchteil einer Sekunde in die Räume, und niemand konnte feststellen, ob es wirklich nur Schatten waren. Jim erschrak gar fürchterlich und rannte schreiend in das Zimmer seiner Mutter. Mildritt saß gerade auf ihrem Bett und las in dem Buch, was wieder auf ihrem Bett lag. Was liest du da, wollte Jim wissen? Das Buch habe ich am ersten Tag in der Bibliothek aufgehoben und in das Regal zurückgestellt wo die Lücke zwischen dem Büchern war, und sei dem liegt es jeden Abend bei mir, auf dem Bett! Was steht darin, wollte Jim neugierig wissen?

 

 

Es ist voller Zeichnungen von irgendwelchen Grundrissen und Rätzelhaften Sprüchen. Was es auf

 

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Sich hat mit dem Buch muss ich erst herausbekommen, sagte die Mutter und schaute und blätterte weiter in dem

Buch. Lynn und Elly waren auf dem Turm gestiegen, von wo man das gesamte Schloß mit seinen Mauern von oben sehen konnte. Das Gewitter kam immer näher und wurde immer laute. Die beiden Mädchen bekamen es mit der Angst zu tun, als sich die gemeinen Schatten im gesamten Turmzimmer abzeichneten und ein leichtes gleisendes Licht das Turmzimmer erhellte und nach einem kurzen Moment wieder verschwand. Erschrocken standen die Mädchen da, als habe man sie am Fußboten angenagelt, sie hielten beide den Mund offen als ob sie etwas sagen wollten, aber sich kein Wort Formoliren ließ. Nach ein paar Sekunden der Regungslosigkeit, rannten die zwei kreischent der Turmtreppe herunter und nahmen den Kürzesten Weg zu ihrer Mutter in das Schlafzimmer, wo auch schon Jim Gelandet war. Elly wollte nicht mit der Mutter darüber reden, solange ihr Bruder Jim dabei war, denn sie hatten Angst wieder ausgelacht und verspottet zu werden. Ban sah dem Gewitter zu und bemerkte plötzlich wieder ein Glas Whisky auf der Fensterbank. Er lächelte, und dachte, ihr Scherzbolde. Ban nahm das Glas und trank es genüsslich mit kleinen Schlückchen aus und stellte es zurück, mit den Worten, ich erwische euch noch und ließ das Glas nicht mehr aus den Augen.Beim nächsten Blitz war Ban für eine Sekunde geblendet und zwinkerte einmal, und in der Zwischenzeit, war das Glas wieder voll. Das kann doch nicht sein, sagte sich Ben, so schnell kann doch keiner ein Glas einschenken, oder haben sie es nur vertauscht? Aber wie sind sie an mir vorbei gekommen, fragte sich Ban. Die einzige die

 

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Schlief und nichts mitbekam, war die kleine Casy, die wie ein Engel in ihren Bettchen lag und träumte. Der Rest der Familie war bis in die frühen Morgenstunden wach und überlegte, wie es möglich seien konnte sie so hereinzulegen,ohne das sie dahinter kamen. Ban beschloss am kommenden Tag nach London zu fahren, dort kannte er einen früheren Studienfreund, der Historik studiert hatte und in London sein Büro hat. Bereits nach dem Frühstück machte er sich auf die Reise. Jim kam mit Lynn und Elly mit dem das Dorf, er wollte sehen ob er etwas herausbekommen würde. Mutter Mildritt ging auf die Terrasse und legte sich in einen Liegestuhl um das Buch weiter zu lesen.

 

Casy war wieder unermüdlich auf den Beinen und ging mit Tante Polly, der Haushälterin auf den Markt um ein paar Besorgungen zu erledigen. Jim durchstöberte das

 

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Gesamte Dorf, aber er konnte keine brauchbaren Spuren finden. Lynn und Elly gingen wieder zu dem geheimnisvollen Mönch und erzählten ihm was sie letzte Nacht im Turmzimmer gesehen hatten. Ban war mittlerweile in London eingetroffen und begrüßte seine Studienkollege. Ban begann ihm von den Ereignissen auf dem Schloß zu berichten, doch sein alter Freund war kein bisschen überrascht, denn er kannte das Phänomen und wusste das es schon mehrmals wissenschaftlich untersucht wurden war. Er ließ sich von seiner Säkreterin die nötigen Unterlagen aus dem Archive holen und sie blätterten darin um zu sehen ob die Sache mit dem Whisky Glas, bereits Urkundlich erwähnt wird. Ban war erstaunt, was es schon auf dem Schloß für Vorfälle gegeben hat. Wenn das ein Schwindel ist, sagte Ban, dann ist es aber ein guter, denn Wissenschaftler aus aller Welt waren immer mit der modernsten Technik angereist und konnten das Geheimnis nicht lüften. Aber es ist nie jemanden etwas Böses wiederfahren, und wenn man wie das Dienstpersonal, die Geschehnisse einfach ignoriert, lässt es sich auf dem Schloß ganz gut leben. Ban verabschiedete sich von seinen alten Freund, mit den Worten, es hat mich sehr gefreut, dass wir uns einmal wieder gesehen haben, und trat die Heimreise an. Die kleine Casy war mit Tante Polly, der Haushälterin wieder vom Markt zurück und half der Köchin beim Kakao trinken und löcherte das gesamte Dienstpersonal, nach dem Geist, den sie immer noch nicht gesehen hatte. Mildritt lag noch im Liegestuhl und versuchte aus dem Buch schlau zu werden, doch egal wie sie es drehte und wendete, es ergab keinen Sinn. Ob das Buch ein

 

29.

Scherz ist oder das Werk eines Verrückten, konnte sie nicht beurteilen und legte es an seinen Platz zurück. Elly spielte nach dem Besuch bei dem Mönch wieder im Pub Dart und sprach mit den Jungs aus dem Dorf über die Lichterscheinung. Lynn dagegen hatte sich mit Ronny, dem Jungen aus der Nachbarschaft zurückgezogen und saßen händchenhaltend auf einer Bank vor dem Pub. Jim war noch keinen Schritt weiter gekommen mit seinen Untersuchungen, und gab die Sache auf. Da die Kinder nicht zum Mittagessen kommen würden, hatten sie der Köchin gesagt, und das Dienstmädchen deckte für drei Personen weniger ein. Ban war gerade noch pünktlich zum Essen erschienen und berichtete seiner Frau was er neues erfahren hatte. Nach dem Essen, ging Ban wie gewohnt in das

 

 

 

 

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Kaminzimmer um eine Pfeife zu rauchen. Als er sich

Umsah, erblickte er wieder das Whiskyglas und trank genussvoll daraus. Als er keinen Whisky mehr mochte, ignorierte er das Glas und es verschwand. Mildritt ging in ihr Zimmer und sah das Verrückte Buch wieder auf ihren Bett. Sie ignorierte es und es verschwant nach ein paar Minuten. Sie ging hinüber zur Bibliothek um nachzusehen und es stand wieder im Regal. Die kommende Nacht verlief reibungslos und es war so eine Stille im Schloß, das es schon wieder beängstigend war. Noch nie war das Schloß nachts so ruhig, das Gebälk knarrte nicht, die Türen und Fenster gaben keine Geräusche ab, ja noch nicht einmal das Kaminfeuer war zu hören. Die beängstigende Stille lies die Millers kaum schlafen, sie lagen mit offenen Augen in ihren Betten und horchten in die Nacht, doch es blieb still. Zum frühstück, sagte Ban, was für eine himmlische Ruhe war das heute Nacht! Ich habe geschlafen wie ein Baby, gähnte Ban noch vor sich hin und versuchte zu verbergen, das er in Wirklichkeit kein Auge zu gemacht hatte und vor Müdigkeit auf der Stelle einschlafen konnte. Langsam brachte der Morgenkaffee die Lebensgeister zurück und Ban war gerade dabei sein Frühstücksei aufzuschlagen, als er die Stimme deutlich kören konnte. Bin schon fertig, schallte durch den Rittersaal und man konnte noch deutlich hören wie sich ein paar kleine Trippelschritte entfernten. Das war wieder so putzig von der kleinen, das alle wieder lachen mussten. Offensichtlich war die kleine Casy die einzige die noch nichts von dem Geist bemerkt hatte und völlig unbeschwert die Tage genoss. Sie hatten gerade das Frühstück beendet, als die Kinder sagten, wartet mit

 

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Dem Mittagessen nicht auf uns, wir gehen in das Dorf. Dort soll am Samstag eine Feier stattfinden und wir helfen mit bei den Vorbereitungen. Ban legte sich wieder mit einer Decke in den Liegestuhl um in der warmen Morgensonne sein Pfeifchen zu genießen. Mildritt ging noch einmal in die Bildergalerie um sich die Bilder noch einmal genauer anzusehen.

 

 

Sie blieb wieder wie unter Hypnose vor dem Bild von Lord Henry Milton stehen und starrte es für eine sehr lange Zeit an, es hatte etwas Magisches, und sie konnte ihren Blick nicht davon lassen. Als sie nach einer Weile sich für einen Moment abgewandt hatte und dann ihr Blick wieder auf das Bild fiel, sah es für einen Moment aus, als ob der Lord weinen würde und auf dem Bild konnte man zwei nasse dünne Streifen sehen. Mildritt berührte die nassen Streifen mit der Fingerspitze und

 

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Stellte fest, dass es wirklich Tränen waren. Erschrocken lief sie aus dem Raum. Der alte Butler James kam gerade dem Gang entlang und sie erzählte ihm aufgeregt von dem Bild mit den Tränen. Ganz durcheinander lief der Butler so schnell er es noch konnte in die große Gesindestube, um allen von dem jüngsten Vorfall zu berichten. Ich will auch den Geist sehen, rief Casy und rannte in die Bildergalerie, doch da war nichts. Enttäuscht und mit hängenden Köpfchen kam die kleine mit langsamen schlürfenden Schritten zurück und sagte, schade. Ban war im Liegestuhl fest eingeschlafen und überhörte sogar das Mittagsleuten und musste von dem Butler geweckt werden. Jim war mit seiner Schwester und Lynn wieder bei dem Mönch, denn der hatte aus dem Archive, des Archivars Bob Grand die original Grundrisse und Bauzeichnungen des Schlosses besorgt. Nun konnten sie vergleichen ob sie mit den Schloß übereinstimmen würden. Sie mussten jetzt nur noch alle Räume im Schloß vermessen. Das ist ein riesen Stück Arbeit, sagte Lynn, und am besten fangen wie mit den Kellergewölben an. Sie machten sich auf dem Weg zum Eisenwarenhandel um sich die fehlenden Messgeräte zu beschaffen. Mildritt saß mit ihren Mann auf der Terrasse und sie überlegten, ob sie die Ferien nicht lieber abbrechen sollten! Aber da hätte der Geist gewonnen und das wollte Ban auch nicht zulassen und außerdem wollte er keine Entscheidung treffen ohne die Kinder vorher gefragt zu haben, denn es waren ja auch ihre Ferien. Als sich die Familie zum Abendessen zusammengefunden hatte, sprach Vater Ban mit seiner Familie über den Vorschlag der Mutter.Ohne zu überlegen, sagten die Kinder, wir

 

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Wollen hier bleiben, und dem Geist werden wir es schon zeigen. Erleichtert lehnte sich Ban zurück und Atmete auf, denn ihm gefiel es hier sehr gut. Als Ban am Abend wieder im Kaminzimmer saß und sein Pfeifchen rauchte, füllte sich wieder sein Whiskyglas von Geisterhand. Ben sprach den Geist an, aber er erhielt keine Antwort, Stadtessen verrückte der Geist nur Gegenstände wie den Aschenbecher, das Whiskyglas oder er spielte mit dem Feuer im Kamin. Was wollte der Geist ihm damit sagen? Ban überlegte noch die halbe Nacht und sah keinen größeren Sinn, oder sollte es heißen, wer raucht und trinkt, spielt mit dem Feuer. Leise sagte Ban den Satz vor sich hin. Mildritt die nicht schlafen konnte, hörte dies und fragte, was sagst du da, das habe ich in dem verrücktem Buch gelesen, aber das ergibt keinen Sinn. Ban sagte, so vielleicht nicht, aber wen man vielleicht die Zusammenhänge kennt ist es alles logisch und Sinnvoll, es ist vielleicht ein Rätsel was gelöst werden Mus. Am kommenden Morgen, machte sich Jim, gleich nach dem Frühstück mit Lynn und Elly an die Arbeit, sie begannen im Weinkeller der am Ende der Kellergewölbe lag, mit ihren Vermessungsarbeiten. Langsam arbeiteten sie sich Raum für Raum vor, bis sie auf eine verschlossene Tür stießen die sie nicht aufbekamen. Die Tür hatte einen Türknauf aber es war kein Schloss zu sehen, egal wo sie auch suchten und probierten, die Tür blieb zu. So kommen wir nicht weiter, sagte Lynn. Wir müssen zu dem Mönch um in den Plänen zu schauen was hier dahinter ist.Gegen Mittag waren sie bei Bruder Wyljam und sahen das der Kerker des neuen Schlosses und die Folterkammern hinter dieser Tür sein musste. Sie machten sich an die

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Arbeit um die Grundrisse zu kopieren, damit sie nicht jedes Mal in das Dorf herunter mussten wenn sie eine Frage hatten. So konnten sie ihre Messdaten immer mit den Grundrissen vergleichen. Es war später Nachmittag die kleine Casy war wieder mit dem Gärtner Paul im Park unterwegs, als sie ein Merkwürdiges Licht zwischen den Bäumen bemerkte. Was ist das für ein Licht, fragte sie den Gärtner, aber als der in die Richtung sah, war es erloschen.

 

 

Ich kann nichts sehen, erwiderte Der Gärtner und sie gingen weiter um im Park die Blumen zu gießen. Zum Abendbrot, sagte Ban, ich habe eine Überraschung! Morgen werden wir alle nach London fahren und die Stadt besichtigen, ich wollte schon immer einmal in das berühmte Wachsfigurenkabinett, mischte sich Mildritt in das Gespräch ein. Ich würde gern die Kronjuwelen

 

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Sehen, meinte Ban. Die Kinder möchten auf dem Jahrmarkt an der Temse, sagte Mildritt. Nach dem Abendessen ging Ban wie üblich in das Kaminzimmer, er setzte sich wieder in den bequemen Ohrensessel und zündete seine Pfeife an um genussvoll den milden Englischen Tabak zu rauchen. Er sah sich um und erblickte wieder sein Glas Whisky. Guten Abend, sagte Ban um damit den Geist anzusprechen. Der Geist erwiderte, in dem er einen Stuhl verrückte. Ban fragte, wer bist du? Es war ein Moment ruhe, und dann fiel ein Bild von Lord Henry Milton von der Wand.Wie geht’s ihnen, fragte Ban? Und plötzlich erlosch das Feuer im Kamin und ein eiskalter nebeliger Hauch war zu spüren.

Ban stand auf und verließ das Kaminzimmer. Mildritt lag auf ihren Bett und versuchte weiter hin den Sinn des Buches zu ergründen. Casy spielte dem Schatten von dem Dienstmädchen und folgte ihr überall hin, und sie hatten dabei einen riesen Spaß. Jim Lynn und Elly waren wieder dabei im Keller die letzten Vermessungen durchzuführen und auszuwerden. Sie hatten alle Gewölbe vermessen und mit dem Original Grundrissen verglichen, bis auf dem Kerker, da bekamen sie die Tür nicht auf. Die Dunkelheit brach wieder herein und es wurde Zeit zum schlafen. Sie kamen aus dem Keller und überquerten den Schlosshof. Erschrocken blieb Jim stehen und breitete seine Arme aus, damit die anderen nicht weiter gehen konnten, schaut einmal da, sagte er und zeigte zur Schlossmauer. Ein kleines Lischt bewegte sich auf der Mauer entlang, Lynn rief, hallo wer ist da? Das Lischt erlosch und ein paar Geräusche, die wie Kettenklirren klangen, drangen zu ihnen herüber. Kreidebleich, standen die drei Kinder auf dem

 

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Hof und wagten es nicht sich nur einen Zentimeter zubewegen. Sie standen minutenlang in dieser Position eher sie gereichend weiter rannten um in das Haus zu kommen. Die kleine Casy wurde gerade von dem Dienstmädchen Ruby in ihr Bettchen gebracht. Ruby setzte sich noch auf die Bettkante und las ihr ein Märchen aus einen Buch vor bis sie eingeschlafen war.Ruby verließ das Zimmer und bald darauf erschien ein gleisendes Licht über ihr Bett und wachte über sie. Am Morgen waren alle pünktlich am Frühstückstisch versammelt. Ban ging mit Mildritt die Tagesordnung noch einmal durch, als sie Casy unterbrach und sagte. Ich will bei Tannte Polly bleiben, wir gehen in den Park zu den Enten. Na gut, sagte Vater Ban und die Mutter nickte dazu. Die Familie machte sich sofort auf dem Weg nach London.

 

 

 

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London war eine wunderbare Stadt, sie waren als erstes im Herold’s und im Wachsfigurenkabinett bevor sie sich versahen war es schon wieder Mittag und die Kinder hatten Hunger und wollten unbedingt nach Lessengrove um in der berühmten Seashell fish and ships zu essen. Anschließend sahen sie den Wachwechsel der Königlichen Garte und gingen in dem Tauer und besichtigten die Englischen Kronjuwelen. Die Kinder wollten nun zur Temse auf dem Jahrmarkt und Mildritt ging shoppen. Ban wollte sich eine neue Tabakspfeife und Tabak kaufen, wir treffen uns alle wieder um acht auf dem Parkplatz am Bus, sagte er und alle gingen ihres Weges. Mildritt war begeistert von den vielen Geschäften und kaufte für sich einen Schottenrock und ein paar Blusen. Ban machte mit einen Reiseveranstalter eine Stadtrundfahrt und genoss die Sehenswürdigkeiten der Englischen Hauptstadt.Die Kinder fuhren mit dem Riesenrat, und konnten über halb London schauen und amüsierten sich den Rest des Tages auf dem Jahrmark. Ban durchstreifte den berühmten Haytpark, setzte sich auf eine Bank und weihte seine neue Tabakspfeife ein. Er rauchte langsam und genoss den Tag mit vollen Zügen. Es war ein wunderbares Wetter, dabei heißt es doch immer auf der ganzen Welt, das in London immer Nebel sei und nur selten die Sonne scheine,dachte Ban und schaute auf die Uhr. Oh, so spät schon, da muss ich mich langsam auf den Weg machen, damit ich nicht der Letzte bin, dachte Ban und ging langsam los. Mutter Mildritt, stand schon mit einer Menge Tüten beladen am Bus, sie hatte soviel eingekauft, dass sie es kaum noch tragen konnte. Da sie keinen Schlüssel hatte, stand sie nun da und wartete auf

 

38.

Ihren Mann und die Kinder, die ja auch jeden Moment kommen müssten, denn es war bereits kurz vor acht. Ban hatte im Schloss angerufen und gesagt, dass sie das Dinner heute später einnehmen würden. Die kleine Casy wurde wieder von Ruby in ihr Bett gebracht und schlief wieder bei einer Geschichte ein. Als sich die Millers mit dem Bus, dem Schloß näherten, sahen sie einen merkwürdigen Lichtschein aus eines der Zimmer scheinen, sie maßen dem keine besondere Bedeutung zu und fuhren weiter bis auf dem Parkplatz des Schlosses. Sie gingen auf ihre Zimmer und zogen sich um für das Dinner, was schon im Rittersaal beim Kerzenschein auf sie wartete. Während des Esens erzählten die Kinder was sie alles auf dem Jahrmark erlebt hatten. Mildritt, berichtete über ihren Einkauf und Ban lehnte sich zurück und hörte allen aufmerksam zu. Ein Fenster sprang plötzlich auf und die Gardienen wehten wie Fahnen im Wind. Ein eiskalter Luftzug fuhr durch das Gemäuer und ließ allen dem Atem gefrieren. Der Butler ging und schloss das Fenster wieder, mit der Bemerkung, komisch, draußen ist überhaupt kein Wind, verließ er den Rittersaal. Die Kinder gingen nun auch zu Bett und Mildritt vertrieb sich in der Bibliothek die restliche Zeit des Tages. Ban rauchte wie immer im Kaminzimmer und trank seinen Whisky. Als der Butler vorüber kam, fragte Ban, von wo beziehen sie den hervorragenden Whisky, ich würde mir gern ein paar Flaschen mit nach Amerika mitnehmen? Aber der Butler versicherte ihnen, dass sie schon seit Jahren keinen Whisky mehr im Schloß hätten und er könne sich es nicht erklären wo das Getränk herkomme.

 

39.

Merkwürdig, dachte sich Ban, ich trinke jeden Tag Whisky und keiner weiß wo er herkommt? Denn hat bestimmt ein Geist gebracht, lachte er und trank danach das Glas aus.

 

Gegen Mitternacht begann es im Gebälk zu knarren und die Türen klappten langsam auf und zu, Fenster sprangen auf und ein lautes Stöhnen war im gesamten Schloß zu hören. Mein Gott, der Lord, sagte der Butler James, hinter vorgehaltener Hand, zu Tante Polly, die gerade schlafen gehen wollte. Das gesamte übrige Dienstpersonal, war aufgewacht. Erschrocken saßen die Millers in ihren Betten und hielten dem Atem an. Bis auf Casy, sie schlief wie immer und verpasste alles, dabei war sie doch die einzige die den Geist gerne gesehen hätte. Jams Schaldette im gesamten Schloß die Lichter an, und nach ihm, machte sie ein boshafter Geist wieder aus. James war fertig mit seiner Runde und

 

40.

Erschrak auf dem Rückweg, der Schatten eines Piraten zeichnete sich auf der Wand ab und bewegte sich weg von ihnen. Noch nie hatte er den Lord so deutlich gesehen, und das hielt er für ein schlechtes Ohmen. Polly die mit einem Kerzenleuchter auf dem Gang stand, erschrak zu tote. Sie sah den Lord wie er mit Ketten gefesselt und ganz durchsichtig auf sie zu kam und durch sie hindurch lief. Sie hatte nur einen unangenehmen kalten Luftzug dabei gespürt und stand regungslos da wie eine Statur. Den Rest der Nacht, hat kaum jemand geschlafen, und sie legten sich gegen Morgen auf die Liegestühle die auf der Terrasse in einer Reihe angeordnet waren. Das war eine Nacht, sagte Ban zu Mildritt. Aber was war eigendlich passiert? Niemand war zu Schaden gekommen aber alle bis auf die kleine Casy waren ordentlich erschrocken und keiner konnte beweisen was er gesehen oder gehört hat. Sie gingen zum Frühstück und bemühten sich, nicht vor der kleinen darüber zu sprechen, denn man wollte nicht dass sie sich ängstigt. Sie aasen ihr Frühstücksei und tranken Kaffee. Ban war gerade dabei noch ein Brötchen aus der Schale zu nehmen. Bin schon fertig, ertönte es im Raum, und Casy verschwand wieder in den Wirtschaftsräumen des Schlosses. Lachend schauten ihr alle hinterher und freuten sich über ihre Lebenslust. Nun machte Ban mit Mildritt einen ausgedehnten Spaziergang durch die Schottische Landschaft und sprachen über den Geist. Lynn, Jim und Elly waren wieder dabei die Räume des Schlosses zu vermessen und gaben sich große Mühe dabei keine Fehler zu machen. Bruder Wyljam der Mönch hatte eine Beratende Rolle eingenommen und Mr. Braun der

 

41.

Kronist, verfolgte die Sache mit großem Interesse. Bob Grand der Archivar hatte alle unterlagen hauausgesucht, die er über das Schloß und dessen Bewohner finden konnte.

 

 

42.

Hinter dem Schloß gab es noch einpaar Ruinen, die Ursprünglich mit zu dem Schloß gehörten. Hier machten die Kinder sich jetzt an die Arbeit und begannen mit der Vermessung, denn der Teil war noch nie vermessen wurden und wurde erst nach dem Tot von Lord Henry Milton dem Verfall breiessgegeben. Laut Urkundlicher Erwähnung wurde der Geist hier am meisten gesehen und niemand wagte es sich die Ruinen zu betreten. Die Ruinen waren in einen guten Zustand und man konnte sie Gefahrlos betreten, es gab viele eingestürzte Wände und sehr viel Bauschutt lag herum. So können wir nicht arbeiten, sagte Lynn, der Bauschutt muss weg, damit wir genaue Messergebnisse bekommen. Aber wie sollten sie diese große Menge beseitigen? Lynn ging zu dem Verwalter, Rudolf Mc. Finnen und sprach mit ihnen. Da er die finanzielle Lage von Lord Harry kannte, wusste er das es nur von Vorteil seien konnte, wenn sie den Piratenschatz finden würden und stimmte den Vorschlag zu. Jim und Elly, mobilisierten die Jugend im gesamten Dorf und Lynn besorgte mit Mc. Finnen das nötige Werkzeug und organisierten den Abtransport des Bauschuttes. Da es mittlerweile schon wieder später Nachmittag war, beschlossen sie am kommenden Morgen mit der Freilegung der Ruinen zubeginnen. Die Kinder gingen bereits nach dem Abendessen zu Bett und Ban beschloss mit Mildritt, in das Dorf herunter zugehen um einen Besuch im Pub vorzunehmen, um ein paar Läute kennen zu lernen und soviel wie nur möglich über das Schloß in Erfahrung zu bringen. Als sie gegen Mitternacht wieder zum Schloß zurück fuhren, sahen sie wieder das merkwürdige Lischt durch das Fenster,

 

43.

Und da sie das Fenster keinen Raum zuordnen konnten, ignorierten sie es wieder. Als sie das Schloß betreten hatten gingen sie zu Bett und verlebten eine reibungslose Nacht. Als Ban erwachte, staunte er nicht schlecht. Mildritt lag noch neben ihm und schlief, die Uhr dagegen zeigte bereits zwei Uhr an. Sollten sie so lange geschlafen haben, fragte sich Ban? Nein, sie war nur stehen geblieben. Er nahm seine Armbanduhr und wollte sie wieder aufziehen und genau stellen, als er bemerkte dass seine Armbanduhr auch genau um zwei stehen geblieben war, stand er auf um die Uhr seiner Frau zu holen, und auch sie war genau um zwei stehen geblieben. Wie konnte das denn bloß sein, ein Zufall? Ban ging in das Bad und erledigte seine Morgentoilette und zog sich an um im Schloß irgendwo die genaue Uhrzeit festzustellen. Es war gerade acht Uhr und das Dienstmädchen deckte den Frühstückstisch ein und läutete diskret die Glocke. Schon nach kurzer Zeit war die Familie am Tisch versammelt und begann mit ihrem Tagewerk. Casy verschwand wie immer als erste vom gemeinschaftlichen Frühstückstisch und rannte zu Tante Polly. Polly hatte die kleine in ihr Herz geschlossen und auch beim übrigen Dienstpersonal war sie sehr beliebt, denn sie war freundlich und gut erzogen. Casy war für ihre jungen Jahre schon ziemlich hilfsbereit und wollte überall mit anpacken und jeden bei seinen Aufgaben helfen. Mit dem Gärtner goss sie die Blumen, mit Polly ging sie auf dem Markt einkaufen und mit dem alten Butler James, polierte sie das Tafelsilber. Ban wollte mit Mildritt in das Dorf heruntergehen, damit sie einen Frisiersalon aufsuchen konnte und er wollte bei dem hiesigen

 

44.

Eisenwarenhändler schauen ob er dort ein Taschenmesser bekommt, denn Jim hatte bald Geburtstag und er wollte ihm ein Andenken aus Schottland schenken. Elly, Lynn und Jim trafen sich mit den anderen Jugendlichen aus dem Dorf um mit Hilfe des Verwalters den Bauschutt wegzuräumen. Bruder Wyljam und Mr. Braun, waren auch mitgekommen um zu sehen was sich alles unter den Schutt befinden Würde. Sie hatten in der Nähe der Abtei einen Platz eingerichtet, wo sie den gesamten Bauschutt lagern wollten um ihn noch einmal genau zu untersuchen, und um die Sandsteine und Ornamente zu archivieren,für den Fall das Lord Harry den teil des Schlosses wieder Sanieren würde.

 

Lynn, Jim und die anderen waren bereits damit beschäftig, langsam den Bauschutt abzutragen und zu untersuchen. Sie fanden alte Holzbalken und Eisenrete,

 

45.

Glas und Porzellanscherben so wie Knochen, die sie extra legten um zu sehen von was sie waren. Lynn dokumentierte und fotografierte jede Fundstelle genau um später alles noch einmal zu rekonstruieren zu können, was wo lag. Langsam aber genau gingen die Arbeiten von statten und sie förderten so manche längst vergessene Sache wieder zum Vorschein, wie alte Staturen und Steinmetzarbeiten, Mittelalterliche Waffen und Rüstungsgegenstände, Weinkrüge und Kelche. Der Butler James hatte mit Ruby dem Dienstmädchen einen Tisch auf der Terrasse aufgestellt und eingedeckt, wo sie die Jungen Leute zum Mittagessen hinbaten. Bruder Wyljam, der Verwalter und Mr. Braun aasen mit in der großen Gesindekammer und sprachen mit dem Personal, über den Stand der Ausgrabungen. Fein, da mache ich mit, meldete sich ein Stimmchen zu Wort. Nun war Casy nicht mehr zu halten, sie holte sich ein Schäufelchen vom Kamin und den dazugehörigen Handfeger und machte sich auf dem Weg, um bei den Ausgrabungen zu helfen. Tante Polly, lächelte und lies sie gewähren. Lachend schauten die anderen ihr nach wie sie mit kleinen schnellen Schritten die Gesindekammer verließ. Ban der mit seiner Frau im Pub essen ging, spielte mit den Einheimischen Dart und sie sprachen über das Wetter und was es so noch alles Neues gab. Ban fiel auf das die Leute im Dorf gerne und lange über das schottische Wetter sprachen. Bevor er sich versah, war es schon wieder Tea time und für sie Zeit zum Aufbruch zurück zum Schloß. Dort waren die Jungs und Mädels gerade damit beschäftigt, die Tagesfunde noch einmal zubegutachten und den

 

46.

Feierabend einzuläuten, denn sie waren alle müde von der vielen Arbeit und ruhten sich jetzt auf der Terrasse in den Liegestühlen aus und James servierte ihnen eine kalte Limonade.

Langsam neigte sich der Tag seinen Ende zu, und Ban kam mit seiner Frau den Schlossberg herauf gelaufen und sie genossen die schöne Umgebung. Sie liefen besonderst langsam und schauten sich laufend um. Einmal zeigte Ban in die Richtung und ein anderes Mal zeigte Mildritt in eine andere, und sie unterhielten sich dabei. Auf dem Schloß angekommen, nahmen sie auch mit auf der Terrasse Platz und ließen sich über den Stand der Ausgrabungen unterrichten. Das Dienstmädchen kam mit dem Glöckchen um das Abendessen einzuläuten. Oh, ist es schon wieder soweit, sagte Ban und schaute auf seine Uhr. Nach dem Essen ging er wie gewohnt, in das Kaminzimmer

 

47.

Um seine Pfeife zu rauchen, er hatte sich ein Buch aus der Bibliothek geholt um so die Zeit bis zum schlafen gehen zu überbrücken. Mildritt spielte mit ihren Kindern und Lynn ein Gesellschaftsspiel und die kleine Casy war von der harten Arbeit, mit der Schaufel bereits wieder eingeschlafen, und lag schon lang in ihren Bettchen. Am Tor klopfte es, nanu, wer kommt denn uns noch besuchen, sagte der Butler und ging öffnen. Es war der Junge aus der Nachbarschaft. Hallo Ronny, sagte Lynn, komm herein. Sie sprachen noch über die Ausgrabungen und Ronny teilte ihnen mit das er am kommenden Tag nicht daran teilnehmen konnte, da er mit seinen Vater nach London fahren musste um auf einen Baumarkt etwas abzuholen. Ist schon in Ordnung, sagte Elly und brachte ihn ein Glas Cola. Jim zeigte ihn dem bewussten Säbel im Rittersaal und erzählte dass seine Hände plötzlich voller Blut waren als er ihn in seinen Händen gehalten hat. Cool, sagte Ronny und nahm auch den Säbel in die Linke Hand und prüfte mit der rechten sie Schärfe der Schneide. Ganz schön scharf, sagte er und hängte ihn wieder auf seinen Platz. Du hast dich geschnitten, sagte Jim! Ronny schaute nach und bemerkte dass seine linke Hand voller Blut war. Aber er hatte doch den Säbel in der linken Hand, und prüfte mit der rechten, wie konnte da die linke Hand nur bluten, obwohl er keine Wunde hatte? Erschrocken lief er nachhause, wo er von seinen Vater die Hand verarzten ließ, doch auch der wusste nicht wo das Blut herkam. Im Schloß kehrte langsam Ruhe ein, die Kinder schliefen und Mildritt lag im Bett um noch in den verrückten Buch zu lesen, das immer und immer wieder auf ihren Bett lag und dessen Sinn sie nicht verstand. 48.

Aber genau das ließ sie immer wieder in das Buch schauen, denn irgendwie wollte sie das Rätsel lösen. Ban der noch immer im Kaminzimmer saß und sich mit einen Buch befasste, hörte plötzlich einen seltsamen leisen Gesang. Wo kommt das denn her, fragte er sich? Er legte das Buch zur Seite und folgte, der leisen Melodie. Die Tür zur Kapelle stand etwas offen, und ein Lichtschein war zusehen. Ban ging hin und öffnete die Tür, in der Kapelle war ein merkwürdiges Licht, das erlosch als Ban die Tür geöffnet hatte.

 

Regungslos stand Ban da und schaute, das Licht war weg und auch die Melodie war wieder verstummt. Er schloss die Tür und ging zurück in das Kaminzimmer, er stopfte sich noch eine Pfeife, und zündete sie an. Mein Gott, was ist denn das, schrie er und spuckte. Sein Tabak war plötzlich ganz feucht und moderig. Er schmeckte und roch furchtbar, wie konnte das denn nur

 

49.

Sein, er hatte doch den ganzen Abend den Tabak aus derselben Dose genommen? Am nächsten Tag waren alle wieder bei der Arbeit, ein Schrei hallte durch die Ruine, eins der Mädchen aus dem Dorf hatte einen Beinknochen ausgegraben der noch in einer eisernen Fußfessel mit einer Kette daran steckte, ob das Lord Henry Milton, der Pirat black devil wahr? Sie holten Bruder Wyljam und zeigten ihm den grausigen Fund. Sucht weiter Kinder, wenn wir alles haben was dazu gehört, und es wirklich der Lord ist, dann haben wir auch seinen Geist. Langsam und behutsam gruben die Jungs und Mädchen weiter und brachten einen Fund nach den anderen zu Tage. Bruder Wyljam hatte inzwischen die Polizei von dem Fund unterrichtet. Sie schickten Inspektor Adkins zum Schloß, das er den Fall untersuchen konnte. Der Inspektor, nahm den Beinknochen mit der Fußfessel, und den restlichen Knochen, die sie bereits gefunden hatten, und brachte alles nach London in ein Kriminallabor, zur Untersuchung. Im Schloß und in der gesamten Umgebung, sprach man über diesen Fund und stellte die wildesten Spekulationen an, wer das seien könnte? Die einen sagten, es könnte der verfluchte Lord sein und andere meinten das es eine arme Seele sei die man vor tausend Jahren zu tote gefoltert habe.Schon am anderen Tag, stand das Ergebnis fest, die Knochen waren über Tausend Jahre alt und an Hand der Erdanhaftungen und den Rückständen, stammten sie vom alten Friedhof, den man vor einiger Zeit umgebettet hatte. Offensichtlich, hatte sich hier jemand einen schlechten Scherz mit den Jugendlichen erlaubt, aber wer? Sie ließen sich nicht beirren und setzten die Ausgrabungen fort um der Sache

 

50.

Auf den Grund zugehen, denn offendsichtlich wollte sie jemand erschrecken und die Ausgrabungen verhindern.

 

 

Sie hatten bereits wieder einige Schupkarren mit Bauschutt durchsucht und auf die Halte gefarhen, wo Bruder Wyljam alles noch einmal gründlich unter die Lupe nimmt. Was ist das, fragte Meggy, ein Mädchen aus dem Dorf? In einer Ecke, bewegte sich die Erde. Jim nahm einen Spaten und machte sie vorsichtig zur Seite um zu sehen was dort die Erde bewegte. Schreiend liefen die Mädchen davon, denn aus der Ecke kamen jetzt eine menge Ratten herausgelaufen und rannten auf sie zu. Jim schlug mit dem Spaten nach ihnen, konnte aber keine treffen. Bis auf Jim waren alle weggelaufen und er stand allein da und sah der großen fetten Ratte in die Augen die da groß und breit auf dem Schutthaufen saß und ihn anschaute mit ihren

 

51.

Knopfaugen. Sie lies ihnen nicht aus den Augen und ihr breiter hässlicher Bart bewegte sich, während sie schnüffelte und ihn mit aufgerissenen Augen ansah. Jim stand da und war ganz regungslos, warte nur, dachte er und hob langsam einen Stein auf. Als sich die fette Ratte für einen Moment umdrehte, warf Jim mit dem Stein nach ihr. Volltreffer, schrie er, und die Ratte sprang in die Luft und zerplatzte zu tausende kleine Sternchen, die sich in Luft auflösten. Jim nahm noch ein paar Steine in die Hand und folgte den anderen Ratten, die seine Freunde und Geschwister verfolgten, aber sie waren alle plötzlich wieder verschwunden, Langsam gruben sie jetzt an der Bewussten Stelle weiter,konnten aber nichts finden. Lynn schaute auf ihre Uhr und sagte, Genug für heute, morgen ist auch noch ein Tag. Es war schon wieder Abend und die Dorfbewohner mussten nachhause, und auf dem Schloß wurde das Dinner bald serviert. Kommt, sagte Elly, wir gehen duschen und machen uns für das Abendessen fertig. Als Ruby mit dem Glöckchen läutete, gingen sie wie gewohnt zu Tisch. Zwei Wochen, waren sie schon hier, und es gefiel ihnen. Über lange Weile, konnten sie nicht klagen, denn es gab jeden Tag etwas anderes zu erleben. Die kleine Casy war auch sehr glücklich hier und verfolgte Tannte Polly bis in den Schlaf, die zwei waren unzertrennlich geworden. Überall wo man Polly sah, war Casy nicht weit weg, oder es war Umgedreht. Ban war auch sehr zufrieden, so konnte er endlich einmal seine Ferien von Anfang bis zum Ende genießen. Seine Frau Mildritt fühlte sich besonderst wohl hier, das Personal, las ihr einen jeden Wunsch von den Lippen ab, und verwöhnte sie den ganzen Tag. Endlich konnte

 

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Auch sie sich einmal richtig erholen, denn zuhause machte sie die gesamte Hausarbeit und kümmerte sich um die Kinder, machte mit ihnen die Schulaufgaben und brachte bzw. holte sie von der Schule ab, erledigte den Einkauf. Sie hatte noch so manschen Nebenjob und bügelte öfters bis tief in die Nacht. Hier war sie einmal nur sie selbst und konnte es sich leisten, sich einmal nur um sich selbst zu kümmern, und zu entspannen. Lynn war auch sehr froh, das sie mitgefahren war, zuhause hätte sie nur herumgehangen und den ganzen lieben langen Tag Löscher in die Luft gestarrt.

 

Langsam und ohne Hasst, genoss die Familie ihr reichhaltiges Dinner, bis Vater Ban, anfing zu lachen. Casy war mit dem Besteck in der Hand eingeschlafen. Mildritt brachte sie zu Bett und kehrte zu Tisch zurück, wo die Familie noch saß und sich über den Tag unterhielt. Die Kinder waren alle müde und wollten zu

 

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Bett gehen. Ban ging wieder in das Kaminzimmer um seine Pfeife zu rauchen, war er doch extra im Pub, um sich neuen Tabak zu besorgen. Als er so dasaß und grübelte, bemerkte er wie sich sein Glas wieder füllte, na. Geht doch, dachte er und trank es langsam, und genußvol aus. Er nahm das Buch was er vor kurzen begonnen hatte und vertiefte sich wieder darin. Die Turmuhr im Dorf, schlug Mitternacht, und weil der Wind so günstig stand, trug er den Glockenklang zum Schloß herüber. Elly hörte wie sich etwas am fenster zuschaffen machte. Es war ein leises kratzen, langsam kroch sie wieder unter ihre Bettdecke und zog sie über ihren Kopf. Lynn blinzelte ganz verschlafen, und das Fenster sprang auf ein großer hässlicher Schwarm Vampirfledermäuse kamen herein in Bekleidung eines Lichtes, das in der Zimmermitte verharrte. Kreischend, flogen die Dämonen der Nacht in Gestalt von bösartigen, blutrünstigen Vampirfledermäusen um das Licht. Lynn versteckte sich auch unter der Bettdecke und kreischte bis sie feuerrot wurde. Ban der das Kreischen hörte, lief sofort in das Zimmer der Kinder, um nachzusehen, was dies für einen Grund habe. Er klopfte kurz an und riss mit einem Ruck die Tür auf und drehte das Licht an. Was ist Mädels, fragte er? Ganz aufgeregt erzählte Lynn, was sie gesehen habe. Ban schaute sich im Zimmer um und kontrollierte die Fenster. Aber er konnte nichts finden, die Fenster waren von innen geschlossen, aber am Fußboden lag ein kleines Häufchen Fledermauskot, wo das bloß herkommen mag, fragte sich Ban und wünschte den Beiden eine gute Nacht. Da es schon spät genug war, legte er sich auch schlafen und grübelte im Bett nach,

 

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Warum die Kinder so einen Unsinn träumen konnten, erst das mit den Ratten, am hellen Tag und jetzt das. Die zwei Mädchen lagen noch immer im Bett und horchten in die Nacht.

 

Elly war wieder fest eingeschlafen, nur Lynn lag noch wach in ihrem Bett und überlegte ob es nur ein Traum war oder nicht. Sie streckte die Hand aus um den kleinen Wecker vom Nachtschrank zunehmen, Ih, was ist das, sagte sie, denn sie hatte plötzlich etwas Kaltes, Klitschiges in der Hand. Erschrocken konnte sie im Mondschein, der durch das Fenster fiel erkennen, das es eine garstige fette Kröte war die an der stelle gesessen hatte, wo sonst immer der Wecker war. Schreiend, warf sie die Kröte vor die Wand, wo sie zu tausenden kleinen Sternchen zerplatzte und sich in nichts auflöste. Elly war von dem Schrei wieder aufgewacht und auch Ban kam wieder angelaufen, um zu sehen was da wieder los

 

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War. Es war wie immer nichts zu sehen, die Mädchen dachten schon das sie spinnen würden, als sie plötzlich den Geist ganz deutlich vor sich sahen, wie er sie anstarrte und durch die Wand verschwand.Die Nacht würden sie so schnell nicht vergessen. Am morgen saßen sie am Frühstückstisch und sahen sich gegenseitig an, Ban gab ihnen ein Zeichen, das sie nicht vor Casy über die Vorkommnisse sprechen sollten.Es dauerte wie gewöhnlich nicht lange bis Casy aufsprang und mit den Worten, ich bin fertig, das weite suchte. Nun konnten sie über die Geschehnisse reden. Ban sagte, je mehr ihr von dem Bauschutt entfernt, des so mehr spukt es im Schloß. Wahrscheinlich will der Lord nicht dass ihr dort Ausgrabungen macht, sagte Mildritt! Stimmt, meinte Lynn, aber das würde doch heißen dass wir auf dem richtigen Weg sind, mischte sich Elly ein. Der Butler kam und meldete dass die Jungs und Mädels aus dem Dorf eingetroffen waren, und sie Arbeit fortsetzten wollten. Wir kommen, sagte Lynn und die Mädchen gingen sich umziehen. Ban dagegen war gleich mit seinen alten Sachen zu Tisch gegangen und konnte sofort hinaus gehen. Sie begannen wieder mit ihren Tagewerk und arbeiteten sehr gründlich, denn es sollte ihnen nichts entgehen. Jede Kleinigkeit, wurde mehrfach begutachtet und archiviert. Sie hatten sich bereits bis zum dritten Raum vorgearbeitet, als sie eine Treppe bemerkten die nach unten führen musste. Die müssen wir freilegen, sagte Jim und begann damit Stein für Stein aus dem Schutt zu bergen. Das lose kleine Gestein und der alte Baumörtel wurde durchgesiebt und dann erst zu Bruder Wyljam transportiert, wo alles noch einer strengen Nachkontrolle unterzogen wurde. Bruder

 

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Wyljam, barg noch so manches Geheimnis, aus dem Schutt und archivierte es. Ban fuhr mit Mildritt wieder nach London um seinen Freund zu treffen, um ihm auf dem laufenden zu halten.

 

Gegen Mittag, setzte ein starker Regen ein und die Arbeiten mussten unterbrochen werden. In kurzer Zeit verwandelte sich der Schutt zu einer schlammigen Masse und klebte zusammen, das man nichts mehr sieben konnte.Feierabend, sagte Jim und sie beschlossen sich alle in einer Stunde im Pub zum Dartspielen wieder zu treffen. Casy schaute Tante Polly bei der Handarbeit zu und versuchte auch ein kleines Deckchen zu häkeln. Sie saßen vor dem großen Fenster in der Gesindestube und nutzten das Tageslicht für ihre Handarbeit aus. Von hier aus konnte man über das gesamte Tal schauen, und das gefiel Casy sehr. Schon

 

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Nach kurzer Zeit hörte es wieder auf zu regnen und ein laues Lüftchen ließ die Erde wieder trocken werden, so dass man am kommenden Tag die Arbeiten fortsetzen konnte. Ban saß am späten Abend wieder im Kaminzimmer, rauchte und las in dem Buch weiter. Der Rest der Familie schlief bereits, als ein Lichtschein durch das Schloß schwebte. Der Geist von Lord Henry war wieder rastlos unterwegs, er musste etwas unternehmen, damit die Ausgrabungen aufhören würden, denn er hatte Angst um seinen Schatz. Noch nie war jemand seiner Beute so nahe gekommen wie die Kinder. Mit seinen Geschöpfen der Nacht und ein paar Illusionen kam er nicht weiter. Das hatte es noch nie gegeben das die Leute keine Angst vor im hatten und ihn einfach ignorierten. Was war er doch für ein armer alter Geist, den es noch nicht einmal gelang ein paar Kinder zu vertreiben. Früher war sein Name wie Donnerhall und die Menschen wagten noch nicht einmal ihn auszusprechen, und diese Kinder lachten über ihn. Was sollte er noch tun, um sein Gold zu schützen, war er doch untrennbar mit ihm verbunden.

Er musste alles aufbieten was er konnte und schlich Kettenrasselnt durch das Schloß und stöhnte das es jedem eiskalt dem Rücken herunter lief.Er hinterließ überall einen moderigen Geruch und verschwand im Mauerwerk. Erschrocken schrien die Kinder, sogar die kleine Casy wurde wach und fragte, Mama, war das der Geist? Wo ist er hin? Sie wollte ihn unbedingt sehen. Als alle wieder schliefen, kam der Geist leise wieder zurück, verschwand im Zimmer der kleinen und stand lange vor ihrem Bettchen und schaute sie an. Sie

 

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Erinnerte im an seine Tochter, die schon in jungen Jahren an einer Lungenentzündung verstorben war.

Er sah sie an und wurde ganz traurig und er musste zum ersten Mal weinen. Schluchzend verließ er das Zimmer.Gegen Morgen kam die Sonne heraus und schaute durch das Fenster, und kitzelte Casy an ihren kleinen Näschen bis sie munter war, und aufstand. Sie ging in das Badezimmer, um sich zu waschen und putzte ihre kleinen Zähnchen. Mutter Mildritt kam und half ihr beim anziehen und kämmte ihre goldenen Locken. Da tönte auch schon das kleine Glöckchen und sie gingen in den Rittersaal um ihr Frühstück einzunehmen.

Ban und Mildritt, wollten heute mit Casy in den Zoo nach London, und sie brachen nach dem Frühstück auf. Jim, Lynn und Elly gingen zur Ruine um zu schauen ob alles wieder trocken war und sie mit ihrer Arbeit fortfahren konnten. Sie hatten gerade die Ruine

 

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Betreten, als ihnen ein Schwarm Spinnen entgegen kroch und sie vor lauter Ekel davon liefen. Beim wegrennen, vernahmen sie ein lautes und scheußliches Lachen. Der Geist dachte schon, die bin ich los und sie kommen nicht wieder. Da kannte er den einfallsreichen von Jim noch nicht, denn der hatte sich beim Gärtner eine Lötlampe geborgt und rückte damit den widerlichen Spinnen auf den Leib, und schlug sie in die Flucht. Nun kamen auch die anderen Kinder aus dem Dorf, und die Ausgrabungen gingen weiter. Casy fand den Zoo wunderbar und streichelte die Ziegen, sie bewunderte die Affen und fand die Tiger toll. Sie lief unermüdlich von einen Gehege zum anderen. Sie stand vor einen kleinen Hügel, wo die Erdmännchen darauf standen und zu den Erdkaninchen schauten. Es war ein wunderschöner Tag und sie aasen Eis in den kleinen Kaffee beim Bärenfelsen. Die Kinder hatten die Treppe bereits freigelegt und man konnte schon mit einer Lampe in das Gewölbe leuchten. Morgen sind wir durch, sagte Elly. Jim legte sein Werkzeug zur Seite, und sie durchsuchten noch den schon geförderten Schutt und machten danach Feierabend für den heutigen Tag. Denn sie wollten noch mit in das Dorf gehen und bei den letzten Vorbereitungen für das Dorffest helfen. Vater Ban hatte bereits, mit Mildritt und Casy den Zoo verlassen, und sie machten sich mit dem Bus, auf den Weg zurück zum Schloß. Die Kinder halfen mit beim Blumenbinden, und ausschmücken der Straßen. Sie fegten die Gehwege und hängten Laternen auf. Danach spielten sie im Pub noch Dart oder Schach. Bruder Wyljam kam angelaufen und zeigte ihnen eine goldene Anstecknadel, Jim hatte sie für ein Stückchen

 

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Messingdraht gehalten und deshalb ist sie bei Bruder Wyljam gelandet. Wyljam, sagte das es eine Anstecknadel für einen Umhang ist, wie ihn früher die Adligen getragen haben.

 

Da es bereits anfing dunkel zu werden, beschlossen die drei auf das Schloß zurück zu kehren bevor es völlig dunkel werden würde. Auf halben Weg kam Ban mit dem Bus und dem Rest der Familie dem Schlossberg herauf und nahm sie, das letzte Stückchen mit. Im Schloß wieder angekommen, zogen sie sich um für das Dinner und warteten geduldig bis das Glöckchen erklang, und das Personal die Speisen auftrug. Die kleine Casy war geschafft, und wollte nach dem Essen sofort in ihr Bettchen, und schlief ohne Gutenachtgeschichte sofort ein. Jim berichtete Ban davon, wie er die Ekeligen Spinnen in die Flucht geschlagen habe, und das sie bereits den Durchbruch zum

 

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Kellergewölbe gemachte haben und Morgen das Gewölbe betreten würden. Ban hörte aufmerksam zu und ging danach wieder in das Kaminzimmer, wo er sich so wohl fühlte und rauchte seine Pfeife und las in den Buch. Lynn und Elly waren sehr müde und gingen auch sofort in ihr Bett. Jim lief noch im Schloß herum und schaute sich alles genau an und hoffte dass er hier noch irgendwelche hinweiße finden würde. Denn irgendwo musste der alte Pirat doch seine Beute versteckt haben. Jim untersuchte mit einer Kerze die Wände, und einen jeden Ritz, um festzustellen ob es Geheimgänge gab. Nach einer Stunde der Sucherei, wurde auch er müde, und da er bis jetzt nicht fündig geworden war, beschloss er Morgen weiter zu suchen. Mildritt war auch bereits zu Bett gegangen und draußen begann es wieder zu blitzen und zu donnern, geistesgegenwertig lief Jim zur Ruine und deckte die Ausgrabungsstelle mit Plastikplanen ab, damit die Ausgrabungen nicht wieder von dem Regen gefährdet werden würden. Immerhin wollten sie ja Morgen in das Gewölbe. Jim lief zurück und begab sich auch in sein Bett. Ban las in aller ruhe und genoss das brasselnte Kaminfeuer. Das Gewitter nahm an Intensivität rasch zu und die Blitze umschwärmten das Schloß auf seinen Berg. Der Donnerhall wurde im Tal noch verstärk, so das es fürchterlich krachte auf dem Schloß. Ban legte sein Buch auf die Seit und ging, um zu sehen was seine Kinder machten. Cays schlief ganz fest und Ban fragte sich, wie sie das nur konnte bei dem Lärm? Lynn und Elly waren zusammen in ein Bett gekrochen, und trösteten sich gegenseitig. Mildritt stand mit einer

 

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Umgehängten Decke am Fester, sie sah den Naturschauspiel zu. Ban stellte sich dazu, und umarmte sie, knallt ganz schön, sagte er und ging zurück zum Kaminzimmer.

 

 

Das Gewitter hatte bereits seinen Höhepunkt überschritten und verlor wieder deutlich an Intensivität. Ban sah noch ein Weilchen zu und bemerkte dass es gar nicht regnete, es war ein trockenes Gewitter, das ist selten aber sehr gefährlich, dachte Ban und setzte sich in den bequemen Ohrensessel zurück. Er stopfte sich noch einmal seine Pfeife und trank seinen Whisky. In der Zwischenzeit, war das Gewitter schon wieder abgeflaut, und entfernte sich rasch. Die Turmuhr im Dorf schlug wieder Mitternacht. Im Schloß, begann es wieder laut im Gebälk zu krachen, Türen knarrten und Fenster sprangen auf, als wieder ein lautes

 

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Fürchterlichen Stöhnen die Hallen erfüllte und das Ohrenbetäubende Kettenrasseln die Bewohner in Angst und schrecken versetzte. Der Geist war erwacht! Er ging durch die Wände und versetzte alle in Angst und Schrecken, bis er am Bettchen von der kleinen Casy ankam. Da verstummte sein fürchterliches Stöhnen und Rasseln, er blieb stehen und sah sie an. Was war das? Der Geist begann zu lächeln, und setzte sich auf die Bettkante, er sah sie lange an. Die Tränen flossen ihm über sein Gesicht, und er verschwand ohne ein Geräusch zu machen wieder in der Wand. Am kommenden Morgen, war es soweit, Jim entfernte die Planen und warf ein Sicherungsseil durch das freigelegte Loch, auf die Treppe, und kroch mit einer Lampe hindurch. Er kam nicht weit, denn es war noch zu viel Bauschutt, der den Weg versperrte, er kehrte um und sie begannen, weiter den Schutt abzutragen. Mr. Al der Briefträger kam wie immer Pünktlich mit seinen Fahrrat dem Schlossberg herauf und brachte die Post und neusten Zeitschriften. Guten morgen Mr. Al, sagte Anny, die Köchin und bat ihn herein. Sie kochte Kaffee und bot im Kuchen an, was gibt es neues im Dorf Mr. Al, fragte sie? Da der Briefträger und der Friesöhr zusammen mit dem Gastwirt die Nachrichten zentrale im Ort bildeten wusste ja ein jeder, denn sie waren die Personen die mit den meisten Leuten zusammen kamen und so den neuesten Klatsch erfuhren. Wenn man etwas wissen wollte, war man bei diesen Arttressen immer gut beraten. Sie tauschten den neusten Klatsch aus während sie ihren Kaffee tranken. Tante Polly war schon bei Zeiten mit der kleinen Casy zum Großmarkt gefahren um frische Lebensmittel für

 

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das Schloß einzukaufen. Sie ließen sich dabei wieder sehr viel Zeit und besuchten auf dem Nachhauseweg noch ein Eiskaffee, und ließen es sich so richtig gut gehen. Jim hatte mit seinen Freunden und Elly, seiner Schwester, bereits soviel Schutt weggeräumt, dass er es noch einmal versuchen wollte. Er ging wieder am Seil gesichert mit einer Lampe durch die freie Öffnung der Kellertreppe herunter. Klasse, rief er, der Bauschutt geht nur bis hierher und dann ist alles frei. Langsam ging Jim weiter und erblickte, die alte Folterkammer. Ban erschrak zu tote, in der Folterkammer bewegte sich ein merkwürdiges Lischt.

 

Eine Riesenschlange kroch auf im zu. Jim stand still und traute sich für einen Moment nicht zu bewegen, dann warf er vor lauter Schreck die Taschenlampe nach der Schlange und traf sie am Kopf. Die Schlange zerplatzte, zu tauende kleine Sternchen die sich in nichts

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Auflösten, und das sonderbare Lischt, erlosch.Noch immer erschrocken und Kreidebleich um die Nase, kam Jim wie benommen wieder nach oben, an das Tageslicht. Er setzte sich auf einen Stein und atmete erst einmal richtig durch und füllte seine Lungen mit frischem Sauerstoff bis es ihm wieder besser ging. Die anderen befreiten die Treppe vollkommen von dem Schutt und der Verwalter Mc. Finnen brachte ein paar Bauscheinwerfer und verlegte Kabel, damit sie das gesamte Gewölbe ausleuchten konnten. Wartet noch bis ihr hinein geht bis alles ausreichen belüftet ist sonst bekommt ihr auch Halluzinationen wie Jim, sagte er. Oder waren es gar keine? Bruder Wyljam und Mr. Braun hatten von Mc. Finnen gehört, dass sie jetzt das Gewölbe betreten konnten und kamen zum Schloß um dabei zu sein. Es war alles ausreichend belüftet wurden und sie gingen der steilen Wendeltreppe herunter in die Gewölbe. Hier gab es einen Käfig und verschiedene Folterbänke und Geräte, Schandmasken und Nagelzangen hingen an der Wand, so wie einige Folterwerkzeuge. In der Ecke befand sich eine eiserne Jungfrau, und eine Streckbank befand sich mitten im Raum. Das ist ja furchtbar, sagte Bruder Wyljam und bekreuzigte sich. Mr. Braun machte Fotos und drehte eine Videoaufnahme für sein Archiv. Sprachlos besichtigten die Kinder den Kerker. Mr. Mc. Finnen, hatte im Dorf bescheid gesagt und alle wollten den Kerker einmal sehen, denn sie kannten ihn nur aus alten Überlieferungen. Sie stellten sich an der Wendelteppe in einer Reihe an, und Bruder Wyljam ließ nicht mehr wie fünf Leute mit einmal herunter, denn sie würden sich sonst nur gegenseitig die Sicht verstellen und

 

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Würden nicht alles sehen können. Es dauerte den ganzen Tag eher alle den Kerker besichtigt hatten und in der gesamten Umgebung, wurde von nichts anderen gesprochen.

 

 

So erfuhren es auch die Leute aus den Nachbargemeinden und sie kamen in Scharen um den Ort der Gewalt mit eigenen Augen zusehen. Der grausame Ort übertraf alle Erwartungen, die sie hatten und ließ sie sprachlos werden, denn so viel Grausamkeit, hatte noch keiner von ihnen gesehen. Hunderte wurden hier zu tote gefoltert, und so manches Geständnis erpresst. Hexenprozesse führte man hier und so manche Grausamkeit die nie bekannt wurde. Mr. Mc Finnen, beschloss mit den Einverständnis des Grafen die Folterkammer in den Tourismus mit einzubeziehen und als sich der erste Besucheransturm gelegt hatte,

 

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Begannen sie mit der Säuberung der Werkzeuge und Geräte. Jim kehrte mit einem Reisigbesen die Wände und Decken ab, um sie vom Staub der Jahrhunderte mit all ihren Spinnenweben zu befreien.Bruder Wyljam konservierte die alten Lederteile mit Lederfett um deren Verfall aufzuhalten. Mr. Braun übernahm die Konservierung des Holzes und Mc. Finnen kümmerte sich um das Metall. Die übrigen Jungs und Mädels übernahmen die weiteren Putzarbeiten und machten Kleinreparaturen. Ein Bauunternehmer aus dem Dorf kam mit ein paar seiner Arbeiter zum Schloß hinauf um seine Hilfe anzubieten, sie hatten ein Sandstrahlgebläse dabei und strahlten das Gesamte Gewölbe ab und verputzten die Fugen zwischen den Sandsteinen. Beim Sandstrahlen wurde der alte Putz entfernt und man legte eine Stelle frei, wo einmal eine Tür gewesen sein musste. Der Bauunternehmer bohrte vorsichtig ein kleines Loch zwischen den Steinfugen, und führte eine Sonde hindurch, womit er in das innere des dahinter liegenden Raumes schauen konnte.Erschrocken zog er die Sonde heraus, und stand regungslos im Raum, er brachte kein Wort heraus. In dieser Position verharrte er für eine ganze Weile, bis er sagte, ich habe ihn gesehn. Er ging nach oben und setzte sich auf eine Bank, und wiederholte seine Worte, ich habe ihn gesehen, er sitzt mit Ketten gefesselt an einem Tisch und schärft sein Endersäbel. Ganz verstört ging der Bauunternehmer nachhause. Seine Arbeiter die mit der Arbeit bereits fertig waren, packten ihre Werkzeuge ein, und folgten ihm.Die Kinder aber brachten das abgestrahlte Sand und Schutzgemisch aus dem Gewölbe und reinigten es gründlich. Feierabend, rief Lynn, und erst jetzt

 

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Bemerkten auch die anderen dass es bereits angefangen hatte dunkel zu werden. Sie räumten ihre Werkzeuge zusammen und machten sich auf den Nachhauseweg. Gerne hätten sie am kommenden Tag die Tür durchbrochen, aber da war das große Heimatfest.

 

 

Sie hatten sich gewaschen und umgezogen, als Elly sagte, kommt mit, wir gehen noch ein Weilchen auf die Terrasse zu Papa, bevor Ruby mit dem Glöckchen ruft. Sie legten sich mit in die Liegestühle, neben ihre Eltern und berichteten davon wie sie den Tag verbracht hatten und wie weit die Arbeiten voran gekommen waren. Mr. Mc. Finnen, will ein Museum in der Ruine einrichten und wir dürfen dabei mithelfen, sagte Lynn. Jim meinte das er am liebsten noch heute die zugemauerte Tür durchbrochen hätte, das der Raum bis übermorgen belüftet werden könne und sie ihn dann

 

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Sofort betreten könnten.Ban war erstaunt, denn so fleißig kannte er seinen Jungen gar nicht. Zuhause musste man ihm alles dreimal sagen, und hier hatte er das gesamte Kommando, an sich gerissen und ging unermüdlich mit einem guten Beispiel voran, er arbeitete für zwei. Das Glöckchen erklang, und die Familie ging zu Tisch, wo Casy schon saß, sie war fast fertig mit ihren kleinen Teller. Als Jim sie sah, musste er wieder lachen und die gesamte Familie lachte mit. Sie setzten sich hin und Ban sagte wie immer , guten Appetit und Casy antwortete, bin schon fertig und rannte schnell zu ihrer Freundin, Tante Polly, um mit ihr die begonnene Handarbeit zu beenden. Das ist schon eine süße Maus, unsere Casy, dachte Ban und hielt Ruby seinen Teller hin, damit sie ihm die Speisen auf tun konnte. Lynn wollte nach dem essen sich noch mit Ronny, auf der Terrasse treffen, Jim wollte mit Elly noch einmal in aller Ruhe das Gewölbe mit seinen Schrecklichkeiten anschauen, und eine Gedenkminute für al die armen Opfer einlegen. Ich komme mit, sagte Ban, ich auch, mischte sich Mildritt ein, denn sie hatten beide das Schreckliche Gewölbe noch nicht gesehen und folgten ihren Kindern. Auf dem Weg dorthin, trafen sie den Verwalter Mc. Finnen, er war auch gerade in den Begriff sich alles noch einmal anzuschauen, denn erst jetzt wurde ihm das volle Maß der Grausamkeiten bewusst und er fühlte mit den armen Menschen die hier der Pein ausgesetzt waren. Er hatte bereits das Lischt eingeschaltet und stand noch vor der Treppe, als die Millers kamen. Gemeinsam gingen sie in das Gewölbe und ihnen stockte de Atem, sie wurden so still das vor lauter entsetzen, sie, ihr eigenes Herz hörten wie es

 

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Schlug. Eiskalt lief es ihnen dem Rücken herunter als sie die Vielfalt der Folterinstrumente sahen, und sie hatten das Gefühl den Folterknechten gegenüber zu stehen.

 

Sie verbrachten noch eine ganze Stunde an diesen scheußlichen Ort, bevor sie wieder das Gewölbe verließen und auf der Terrasse noch eine ganze Weile darüber sprachen. Es war bereit zehn und Mildritt ging mit den Kindern zu Bett. Ban ging natürlich an seinen Lieblingsort, das Kaminzimmer wo sein Tabak auf ihn wertete, wo er sich sofort eine Pfeife stopfte und genüsslich seinen Whisky trank. Es war ein schöner lauer Abend und Ban hatte das Große Ornamentfenster im Kaminzimmer geöffnet und sah über das Tal. Die Turmuhr im Dorf verkündete wieder Mitternacht, Ban wusste das jetzt die Geisterstunde begann und war auf der Hut. Er lauschte in die Nacht, doch alles blieb

 

71.

Still. Langsam und leise kam der Geist durch die Wand und durchstreifte das Schloß ohne irgendwelche Geräusche zu machen. Es hatte dem Anschein, als hätte der Geist das spuken aufgegeben, denn es setzte sich wieder traurig bei Casy auf das Bettchen und schaute sie an und weinte dabei. Der geist wusste das man bald die Tür öffnen würde und man ihn von seinen Fesseln befreien würde. Dann musste er nur noch die guten Taten mit Hilfe eines reinen Kinderherzens, was ihn liebt vollbringen und er würde endlich in Ruhe das Zwischenreich verlassen können. Aber wie sollte er die kleine dazu bewegen ihn zu lieben, denn sie wachte ja noch nicht einmal auf wenn er kam und was er für gute Taten vollbringen sollte, wusste er auch nicht. Traurig verschwand er weinend und schluchzend in der wand mit den Worten, ich bereue meine Taten und bitte um Vergebung. Ban stand noch immer vor dem offenen Fenster und lauschte. Es war so still, das es schon wieder unheimlich war, bis die Turmuhr wieder einmal schlug und die Geisterstunde beendete. Ban ging zu Bett und schlief auch sofort ein. Jim blockierte wie immer als erster das Badezimmer und machte sich fertig. Lynn und Elly klopften an die Tür, denn sie wollten ja auch das Bad benutzen. Casy war schon lange auf ihren kleinen Beinen und holte mit Tante Polly die Milch aus dem Dorf, das Anny den Kakao für die Kinder kochen konnte. Heute machten sich alle fein heraus putzen, denn sie wollten alle zu den großen Heimatfest, was schon in den Morgenstunden mit einen Baumstammwerfen begann. Eine Marchformation von Dudelsackpfeiffern marschierte durch die Straßen und

 

72.

Spielte die alten schottischen Volkslieder. Nach dem Frühstück gingen die Millers und das gesamte Schlosspersonal in das Dorf herunter um an den feierlichen Wettbewerben teilzunehmen.

 

 

Auch Ban hatte sich für das Armbrustschießen eingetragen, und Jim machte bei dem Langbogenschießwettbewerb mit. Lynn war ehr für das Seiltanzen zu begeistern, und Elly nahm am Dart spiel teil. Tannte Polly ging mit Casy überall hin, damit die kleine alles sehen konnte. Es gab Stände mit Süßigkeiten und bunter Zuckerwatte, kandierten Äpfeln oder gebrannten Mandeln, heiße Maronen oder Eis. Ja sogar ein ganzer Ochse wurde an einen Spieß gebraten. Für die Kinder, gab es ein Karussell und viele andere Fahrgeschäfte, wo sie sich vergnügen konnten. Die Millers und Lynn nahmen an den verschiedensten

 

73.

Wettbewerben teil und fanden neue Freunde, mit denen sie voller Freute den Tag verbrachten. Es war ein gelungenes Volksfest auf denen sie so manschen Schottischen Brauch kennen lernten. Es war eine schöne Kultur, und die Schotten sind ein fröhliches ausgelassenes Volk. Sie tanzten und feierten bis in die späten Abendstunden zusammen. Das Dienstpersonal war schon lange wieder auf dem Schloß und hatte seine Arbeit wieder aufgenommen und Casy schlief auch schon seit einer Stunde. Immer wenn es am schönsten ist, sollte man gehen, sagte Ban und verabschiedete sich, mit seiner Familie bei den Bewohnern des Dorfes.Langsam und mit müden schritten, machten sie sich auf den Weg zum Schoß, wo sie alle gleich zu Bett gehen wollten. Es war Mitternacht, als auch Ban zu Bett ging und das Lischt löschte. Er schaute noch einmal auf die Uhr und horchte ob er etwas vernehmen könne. Es war ruhig und Ban schlief beim lauschen ein. Rastlos erschien der Geist aus dem Gemäuer, durchstreifte das Schloß und blieb schließlich wieder bei Casy auf dem Bettchen sitzen, er streichelte zärtlich durch ihr welliges Haar, stellte mit der linken Hand eine kleine goldene Vase mit ein paar Gänseblümschen auf ihren Nachtschrank, und verschwand schluchzend wieder im Gemäuer, als die Turmuhr einmal schlug. Am kommenden Morgen, bemerkte Casy die Blümchen in der goldenen Vase und lief mit ihr durch den Flur, und rief, Tante Polly, Tante Polly, hast du mir die Blümchen gebracht? Polly sah die Vase mit den Blümchen an und wusste sofort, das sie nicht aus dem Schloß seien konnte, denn sie kannte alle Gegenstände aus dem Schloß. Sie nahm die Vase und schaute sie an,

 

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Nein die Blümchen sind nicht von mir. Polly hatte bemerkt, dass die Vase sehr Kostbar war, und dass sie mit Brillanten besetzt war. Sie fragten einfach alle im Schloß, aber keiner wusste etwas davon oder hatte die Vase schon einmal gesehen.

 

 

Sie gab den Blümchen frisches Wasser und stellte sie wieder auf ihren Nachtschrank zurück. Die anderen saßen bereits am Tisch und nahmen ihr Frühstück ein als Casy kam und die Sache mit den Blümchen und der Vase erzählte. Der Geist hatte das erste Stück aus seinen Schatz verschenkt, und es tat ihnen noch nicht einmal leit, sondern er empfand sogar Freude daran. Jim schlang sein Frühstück herunter und rannte zu den anderen in die Ruine. Denn heute war der große Tag. Sie öffneten langsam die Tür, trugen die Steine Schicht für Schicht ab, bis die Tür völlig freigelegt war.

 

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Mr. Mc. Finnen kam mit ein paar neuen Scheinwerfern, die er gerade auf dem Baumarkt erworben hatte, in das Gewölbe und legte Lischt. In den Raum. Da saß ein Skelett in Ketten an einen Tisch. An Hand der noch erhaltenen Kleidungsgegenstände, war es Lord Henry Milton, den mann früher black devil nannte, er saß an einen Tisch und sein Ändersäbel lag frisch geschliffen vor ihnen auf dem Tisch. Was für ein grausames Schicksal musste er ertragen für seine Verbrechen, die er als Pirat begangen hatte. Bruder Wyljam, befreite ihn von seinen Fesseln und begrub ihn, in geweihter Erde. Doch die verschlossene Kammer aber wurde gründlich gereinigt und mit in das Museum integriert. Aber den Schatz oder einen Hinweiß, hatten sie immer noch nicht finden können. Aus diesem Grund entschlossen sie sich die Restliche Ruine auch noch vom Schutt der Jahrhunderte zu befreien um das Geheimnis zu Tage zu fördern. Gegen Abend saßen sie wieder alle auf der Terrasse, sie tranken kalte Limonade. Sie sprachen über den heutigen Tag und Mr. Braun, reinigte den Ändersäbel des Kapitäns und legte ihn in eine lange Schachtel die mit roter Seite ausgeschlagen war und verschloss sie mit einem Glasdeckel. Er wollte das Instrument des totes am Fundort auf dem Tisch, für die Nachwelt ausstellen, und machte den Vorschlag, da ein künstliches Skelett an die Stelle zu setzen, wo black devil saß. Eine gute Idee, sagte Mc. Finnen, der darauf bedacht war den Tourismus an zukurbel damit Geld in die Schlosskasse fliesen würde und das Schloß nicht den Bänkern in die Gierigen Hände fallen würde. Sie überlegten sogar wie es wäre wenn sie den nicht bewohnten Teil, des Schlosses dem Museum hinzu

 

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Fügen würden. Aber darüber musste er erst mit Lord Harry Milton sprechen. Denn so eine Entscheidung, konnte er unmöglich allein treffen. Es ist schon spät, sagte Bruder Wyljam und stand auf um sich für den Nachhauseweg zu rüsten, als Mr. Braun sagte, einen Moment, Bruder Wyljam, ich komme mit.

 

 

Die zwei machten sich auf den Weg und Mc. Finnen sagte, ich gehe auch nach dem essen gleich zu Bett, und stand auch auf und ging in das Haus. Ban sah auf die Uhr und sagte, wascht euch die Hände Kinder, Ruby klingelt gleich zum essen. Schnell machte sie sich auf den Weg, um noch schnell zu tuschen, bevor es das Dinner gab. Ruby läutete und alle gingen zu Tisch. Casy kam herein und brachte ihre Blumenvase mit, stellte sie beben sich auf den Tisch und aas mit den anderen zu Abend. Ruby brachte sie später zu Bett, alle anderen

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Waren auch müde und legten sich mit hin. Mildritt lag in ihr Bett und las immer noch in den Buch,aber sie fand einfach keinen Sinn darin, es war als habe man alle Wörter herausgeschüttelt und in einer Lostrommel gemischt und wieder eingesetzt und mit den Bildern war das durcheinander perfekt. Ban ging wieder in das Kaminzimmer, stopfte sich seine Tabakspfeife, er zündete sie an und setzte sich mit dem Sessel vor das offene Fenster wo er den Blick über das Tal schweifen ließ. Er lauschte in die Nacht und genoss die frische Abendluft. Im Schloß, kehrte langsam Ruhe ein und auch das Personal legte sich schlafen. Ban wartete wieder bis die Turmuhr die Geisterstunde einläutete, und horchte gespannt auf jedes Geräusch im Schloß, doch es blieb still. Der geist hingegen wandelte auf leisen Sohlen durch die Räume im Schloß, wie jede Nacht seit einer Ewigkeit. Er war des spugens müde und wollte mit allen Mitteln das Zwischenreich verlassen. Langsam durch drang er die Wände, bis er wieder in Casy’s Zimmer war und sich auf ihr Bettchen setzte. Er fuhr ihr wieder mit der Hand durch ihr lockiges Haar und stellte frische Gänseblümchen in die kleine Vase. Bevor er wieder in dem Mauerwerk verschwand, legte er ihr drei spanische Goldduplonen auf den Nachtschrank, neben die Vase.Schluchzent und traurig hatte er sich zurückgezogen und überlegte dabei, wie er die Zuneigung der kleinen gewinnen könne. Am folgenden Morgen, sah die kleine die Goldmünzen, und war ganz aus dem Häuschen, Tante Polly, Mama , Papa,Jim, sie war so aufgeregt, das sie gleich alle rief. Geschwind kamen auch alle angelaufen um zu sehen

 

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Was passiert war und sie sahen die kleine mit den Goldmünzen in ihren Bettchen sitzen. Ban sah sich die Münzen an und sagte, die müssen wir Mr. Braun und Bruder Wyljam zeigen.

 

 

Mr. Braun sagte, so kostbare Goldmünzen habe ich noch nie gesehen, und auch Bruder Wyljam kannte sie auch nur aus dem Münzkatalog, für Sammler. Sie waren groß und funkelten in der Sonne. Casy nahm sie und legte sie in ihren Nachtschrank Sie war überglücklich über das Wertvolle Geschenk, sie fragte sich, wer ihr solch ein Geschenk gemacht hatte, und warum? Jim und die anderen waren schon wieder fleißig dabei die Ruine vom Schutt zubefreien. Sie fanden jede Menge alte Dinge wie Schlüssel Essbesteck und Zinnteller so wie Zinnbecher oder Krüge. Mr. Braun säuberte alles in ein Säurebad und trocknete es nach den spülen in klaren

 

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Wasser gut ab, das waren alles sehr gute Funde, die sie für ihr Museum brauchen konnten. Bruder Wyljam zimmerte Regale und Ablagen, wo sie die Stücke darauf ausstellen konnten.Elly legte eine alte Rüstung frei, die mit Goldornamenten verziert war, die musste zu einen wohlhabenden Ritter gehört haben. Mr. Braun erkannte deutlich das Wappen der Tempelritter auf der Rüstung. Die Tempelritter waren einst einmal ein großer Reicher Orden, der über all in Europa ansässig war. Mein Gott, sagte Bruder Wyljam, ein Templer auf Schloß Milton, das war ganz was neues, oder war es nur eine Beuterüstung aus der Zeit der Kreuzzüge? Diese Frage würde wohl für immer unbeantwortet bleiben. Sorgfältig reinigte Mr. Braun das Metall der Rüstung und staunte über den sehr guten Zustand. Ban fuhr wieder nach London und unterrichtete seinen Freund, über den seltsamen Fund. Mildritt überredete ihren Man, wieder mit ihr in der Seashell zu Mittag zu essen, sie war einfach begeistert von fish and ships. Nach dem essen gingen sie noch shoppen und Ban besorgte sich neuen Tabak und kaufte sich ein paar Reiseandenken so wie ein paar Geschenke für seine besten Freunde und Verwanden in Amerika. Gegen Abend machten sie sich wieder mit ihren Einkäufen auf den Weg zum Schloß. Casy war noch immer ganz aufgeregt und wollte die kommende Nacht aufbleiben um zu sehen wer ihr die Blümchen und das Gold gebracht hatte, aber sie schlief beim warten auf dem Sessel ein und Tante Polly brachte sie zu Bett. Lynn und Elly gingen mt Jim in das Dorf herunter, da sie bei Freunden eingeladen waren mit ihnen den Geburtstag zu feier, Hatten sie um Erlaubnis

 

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Gebeten, bei ihren Freunden schlafen zu dürfen. Ban hielt im Dorf an und ging mit seiner Frau in’s Pub, um ein paar Biere zu trinken und um sich mit den Leuten zu unterhalten.

 

 

Im Pub ging es hoch her, die Leute organisierten einen Angelwettbewerb, wo auch Ban sich einschrieb. Ban war ein leidenschaftlicher Angler, der schon des öfteren in Kanada mit seinen Freunden zum Fischen war. Sie fingen manchmal, den Vorrat eines halben Jahres, den sie in Porzionen einfroren, und mit nachhause brachten. Hier hatte Ban keine Angelausrüstung, und beschloss sich in der Eisenwarenhandlung, die auch sonst alles andere führte wie es auf dem Dorf so üblich war, eine Ausrüstung zu kaufen. Da der Wettbewerb schon am kommenden Tag in aller Herrgottsfrühe stattfinden sollte, beschloss Ban jetzt lieber nachhause zu fahren, er

 

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Gab seiner Frau den Wagenschlüssel, mit den Worten, fahr du Liebling, ich habe was getrunken. Sie verabschiedeten sich und brachen auf zum Schloß. Dort angekommen, stellten sie den Bus ab und gingen sofort zu Bett, denn die Uhr zeigte bereits elfuhrdreißig und alle Schlossbewohner schliefen bereits seit Stunden. Mildritt schlief sofort ein und Ban machte sich Gedanken, wie er seine Ausrüstung zusammenstellen sollte. In Kanada fingen sie vorwiegend Lachse und Forellen, aber hier wusste er noch nicht einmal was es für Fische gab.Während Ban grübelte, schlief er ein und bemerkte noch nicht einmal, das die Turmuhr die Geisterstunde anzeigte.Der Geist erschien wie immer pünktlich mit dem letzten Glockenschlag. Er wandelte durch die Räume und sah dabei sehr müde aus, er ließ den Kopf hängen und ging lustlos durch die Wände. Sein Spuk war so schlecht, dass es ihn noch nicht einmal gelang, die Katze des Gärtners zu erschrecken.Traurig zog er weiter und durchquerte die Wände bis er im Zimmer der kleinen Casy angekommen war. Da hob er sein Haupt und ein Lächeln fiel auf sein Gesicht, er setzte sich wieder zu ihr, sah sie lange und intensiv an, er streichelte wieder ihr Haar und stellte frische Gänseblümchen in die kleine Vase. Schluchzend legte er ihr wieder Goldmünzen auf dem Nachtschrank. Er legte sie so hin dass dabei das Wort Help zu lesen war, und verschwand mit dem Einuhrgong wieder traurig im Gemäuer. Am morgen war Ban schon sehr Früh aufgestanden, denn er musste ja noch zur Eisenwarenhandlung, bevor er zum See konnte.Er war etwas laut und tollpatschig gegen eine Rüstung gestoßen, und dessen Lärm weckte die kleine auf. Sie

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Saß in ihr Bettchen und rieb sich den Schlaf aus den kleinen Äuglein, als sie plötzlich die Goldmünzen entdeckte. Sie sammelte alle ein, da sie nicht lesen konnte, ist ihr das kleine Wörtchen Help nicht aufgefallen und sie schrie wieder aufgeregt, Gold, ich habe wieder Gold. Ban der das hörte lief sofort in ihr Zimmer und sah nach.

 

 

Ban konnte sich es nicht erklären, aber das Gold war da und echt. Vierundzwanzig Goldduplonen lagen auf ihrer Bettecke. Ban sagte, Schatz lege sie zu den anderen. Casy fragte den Vater wo er so früh hin wolle? Er erklärte es ihr, und sie sagte fein, ich frage Tante Polly ob sie Zeit hat, dann können wir zusehen. Ban machte sich auf dem Weg, denn er war schon späht dran. Casy stand auf und machte so einen Lärm das alle im Schloß aufwachten. Sie wollte natürlich jeden von den neuen

 

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Münzen erzählen. Später am Frühstückstisch, ging sie zu Jim und sagte, für das Museum. Sie legte fünf blanke Golddukaten auf den Tisch. Das ist aber nett, mischte sich Mutter Mildritt ein. Jim aber sagte, da muss Bruder Wyljam eine Auslagevitrine dafür zimmern, denn die sollen den Ehrenplatz im Museum bekommen. Bruder Wyljam machte sich sofort an die Arbeit, als er davon erfuhr.Er schlug die Auslage mit roten Samt aus und fertigte ein Schildchen an, worauf man lesen konnte.Fünf spanische Golddublonen aus dem Jahre 1682, gestiftet von Casy Miller. Die gesamte Familie machte sich auf den Weg zum See, denn der alljährliche Angelwettbewerb war schon etwas besonders. Casy kam mit Tannte Polly und sie schauten sich die schon gefangenen Fische an. Es waren große schwere Fische, und ihr Vater hatte den zweitgrößten von allen gefangen. Casy besichtigte das Becken wo die schon gefangenen Fische aufbewahrt wurden. Ihr viel ein ganz kleiner Fisch auf der zwischen den großen kaum zusehen war. Armem kleinem Fisch, sagte sie, ich helfe dir, sie fing ihn heimlich, und setzte ihn unbemerkt in den See zurück und tat als ob nichts währe. Heimlich winkte sie den kleinen Fisch nach und freute sich das er wieder frei war und zurück zu seiner Fischfamilie schwimmen konnte. Gegen Mittag war der Wettbewerb beendet und die Sieger sollten ermittelt werden, sie wogen und vermaßen die Fische und bemerkten nicht das der kleine Fehlte. Er gehörte Mr. Braun, und der war froh, dass er weg war. Denn dieser Winzling, hätte ihn mit Sicherheit nur den letzten Platz gebracht und ihn den Hohn und spott der anderen ausgesetzt. Da war es schon besser überhaupt keinen zu haben. Nach der Siegerehrung,

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Feierten die Leute ausgelassen und bereiteten die Gefangenen Fische zu einen Mahl zu, was von allen gemeinsam verspeist wurde.Es war bereits am spähten Nachmittag, als Polly mit der kleinen auf dem Nachhauseweg war und am Wegrand eine angefahrene Katze fand. Armes Kätzchen, sagte sie und trug Polly auf den Tierarzt zu verständigen. Vorsichtig legte sie das Tier auf die Seite und erkannte, dass es sich um den Kater Mauz handelte, der dem Gärtner gehörte. Polly hatte Mc.Finnen von dem Fest geholt, der mit seinen Auto half den armen Kater zum Tierarzt zu bringen.

 

 

Der Tierarzt Dr. Shaltne röntge den Kater und sagte, sein Bein ist gebrochen. Das schienen wir und in ein Paar Wochen, ist er wieder der alte freche kleine Kater wie vorher. Ich behalte ihn ein paar Tage hier, um ihn zu beobachten. Du kannst ihn ja jeden Tag besuchen

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Kommen, sagte der freundliche Arzt. Ja das mache ich, sagte Casy und streichelte noch einmal den Kater Mauz über sein Köpfchen und ging mit Tante Polly nachhause. Die gesamte Familie war noch am See, sie hatten ein Lagerfeuer und ein Paar Männer im Kilt spielten mit ihren Dudelsäcken alte schottische Volkslieder und sangen dazu amazing crazy, und andere Lieder der Kelly Family. Sie feierten bis tief in die Morgenstunden. Und Casy die im Schloß schlief bekam wieder Besuch. Lächelnd kam der Geist aus der Wand und setzte sich wieder zu ihr hin, er sah sie an und sah wieder die Ähnlichkeit mit seiner kleinen Tochter, die er gerne wiedersehen wollte. Er wurde wieder ganz traurig und wusste nicht was er ihr noch für Zeichen geben sollte, die sie auch verstand.Er stellte wieder neue Blümchen in die Vase und setzte eine mit Diamantenbesetzte Krone auf ihr kleines Köpfchen und küsste sie auf die Stirn. Auf den Fußboden aber schrieb er mit Goldmünzen in großen Buchstaben wieder, Help, bevor er wieder im Mauerwerg verschwand. Am folgenden Tag, wollten die Kinder mit dem Bauschutt fertig werden und trafen sich wie immer in der Ruine. Es war nicht mehr viel und sie kamen gut vorrann mit der Arbeit. Nun konnte Jim endlich alles mit Elly und Lynn vermessen. Mit Hilfe von Bruder Wyljam und Mr. Braun, untersuchten sie jeden Stein im Mauerwerk, aber einen brauchbaren Hinweiß, konnten sie nicht finden. Mr. Braun, hatte in der Eisenwarenhandlung ein Metallsuchgerät gekauft, und damit suchten sie jetzt mit modernster Technik die Ruine ab. Ban und Mildritt, die erst späht nachhause kamen, wollten heute etwas länger schlafen und gingen nicht zum Frühstück. Tante Polly

 

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Aber ging die kleine wecken und sah am Fußboden das Wort Help, was Hilfe bedeutet in Goldmünzen ausgelegt. Casy dagegen lag in ihren Bettchen mit dem Krönchen einer Prinzessin auf ihr Köpfchen. Sie sah aus wie eine Prinzessin im Märchen die Morgensonne schien durch das Fenster und brachte das Gold auf ihren Köpfchen zum leuchten, die Diamanten und Perlen funkelten in der Sonne.

 

 

Polly wusste aus alten Überlieferungen das der geist durch ein Kind was ihn lieb gewinnen konnte erlöst werden kann. Und sie wusste auch dass der Geist gutes tun müsse, damit ihm verziehen wurde. Ob Casy dieses Kind war, wusste sie nicht, aber sie hoffte es, von ganzen Herzen. Denn die Inschrift Help, wies darauf hin, und warum sollte der Geist ihr sonst auch Geschenke

 

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Machen, denn das hatte er ja noch nie getan. Bis zur heutigen Zeit war der Geist nur für seine Boshaftigkeit bekannt und gefürchtet, und in der letzten Zeit war er ja auch so ungewöhnlich ruhig. Mr. Mc. Finnen lud Jim und dessen Vater Ban zur Fasanenjagd ein, sie nahmen jeder eine Flinte und den Jagdhund Bello, anschließend gingen sie durch den Park und über die Wiesen, immer wenn der Hund die Vögel aufscheuchte, schossen sie. So verging der Tag und sie hatten genug für ein großes Festmahl, was Mc. Finnen, anlässlich der Museumseröffnung geben wollte. Bruder Wyljam und die anderen, stellten Überall Tische und Stühle auf, sie bauten sogar eine kleine Bühne, wo Tante Polly, mit ihren Flügel ein Konzert geben wollte. Mc. Finnen hatte bereits wie immer für die richtige Beleuchtung gesorgt und die Gäste eingeladen. In der Küche liefen die Vorbereitungen auf vollen Touren und Tante Polly hatte mit Casy soviel eingekauft wie noch nie. Als sie am Parkplatz des Lädchens im Dorf den Lieferwagen beluden, saß ein kleiner Junge auf einer Bank. Er trug eine schwarze Brille und einen weißen Stock. Was ist mit dir, fragte Casy, denn sie hatte so etwas noch nie gesehen. Der Junge ist blind, mischte sich Polly ein. Wie blind, fragte Casy? Und der Junge erzählte das er eine Krankheit hatte die sich grüner Star nannte, wo ran man langsam erblinden tut. Als Casy fragte warum er nicht zum Arzt gehen würde? Sagte der Junge, meine Eltern sind zu arm und die Operation ist zu teuer für uns. Casy schaute ihn an und wurde ganz traurig, Tannte Polly, fahr mich zum Schloß, sagte sie. Casy holte zusammen mit Polly ihre Goldmünzen und

 

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Brachten sie nach London, wo sie auf einer Augzion meistbietend versteigert wurden. Vom Erlös, gab Casy den Jungen genug Geld das er in London Operiert werden konnte und sein Augenlicht zurück gewann.

 

 

Das große Einweihungsfest war schon im gang, als die letzten Besucher kamen, um den Fackelzug zu bewundern, den Mc. Finnen anführte, sie zogen den Berg hinauf bis zur Ruine, wo sie die Fackelreste benutzten, um das große Lagerfeuer zu entzünden. Die Herren im Kilt, spielten wieder was die Dudelsäcke hergaben und eine Volkstanzgruppe aus dem Dorf, tanzte zu der alten Keltischen Musik. Geheimnisvoll klangen die alten Melodien und breiteten sich über die sanften Hügel und Täler aus. Die Turmuhr verkündete Mitternacht, und Polly begann mit ihren Klavierspiel. Es wurde still in den Ruinen und alle lauschten ihren

 

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Spiel. Casy stand in einen weißen Spitzenkleidchen mit am Flügel und auf ihren Köpfchen trug sie das Krönchen. Was von allen keiner bemerkt hatte, war das kleine seltsame Lischt auf dem Mauervorsprung, was am Konzert teilnahm und mit dem Einuhrschlag der Turmuhr wieder verschwand. Sie gingen alle nach dem Konzert in Bekleidung des Fackelzuges in das Dorf zurück. Die Kapelle führte den Zug an und die Fackelträger leuchteten den Leuten den Weg aus. Gemeinsam sangen sie wieder das alte schottische Volkslied amazing crazy. Als sie das Tal erreicht hatten, zündete Mr. Braun auf dem Schloß mit dem Butler das Feuerwerk an, was den Höhepunkt der Feier bilden sollte. Casy stand noch am Fenster, denn das musste sie unbedingt sehen. Die silbernen und goldenen Sterne faszinierte sie und von den Fontänen, Raketen und Blumen am Himmel war sie begeistert und verfolgte alles mit sehr großer Interesse bis zum Schluss. Die Jugendlichen aus dem Dorf, wollten am See ihr Jährliches Zeltlager aufschlagen und einen Teil der Badesaison wieder am See verbringen, sie Fragten ob Jim, Elly uns Lynn mitkommen möchten? Vater Ban erlaubte es und auch Mildritt war nicht gerade abgeneigt wenn etwas mehr Ruhe in das Schloß einkehren würde. Sie hatten genug Zelte und Liegen, nur decken und Schlafsäcke mussten sie selbst mitbringen. Sie errichteten das Lager und sammelten Holz im nahe gelegenen Wald für das Lagerfeuer. Die Mädchen schmückten nach alter Tradition die Boote auf dem See, denn die Eröffnung des Camp’s wurde immer mit einen Lichterfest auf dem See eröffnet. Lynn und Elly, halfen dabei die Boote mit Birkenzeigen und

 

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bunten Schleifen auszuschmücken. Sie behingen die Boote mit Lampions und befestigten Kerzen in ihnen. Dieser Brauch wurde von den Schotten in der Gegend schon seit hunderten von Jahren zelllibriert und sollte die Herrin vom See milde stimmen, damit sie niemanden ertrinken lässt. Es war ein alter aber schöner Brauch. Nach Einbruch der Dunkelheit, ruderten sie mit ihren brennenden Laternen auf den See hinaus. In jeden der Boote befand sich ein Dudelsackpfeifer und sie spielten die alten Keltischen Volkslieder, die sie seit Jahrhunderten spielten.

 

 

Casy lag in ihren Bettchen und schlief wie immer ganz fest als es Mitternacht schlug. Der Geist erwachte und strich fröhlich durch das Schlossgemäuer. Denn er war sicher das die kleine ihn auch ohne Worte verstand und in seinen Nahmen gute Taten vollbringen würde. Er

 

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blieb wie immer auf ihr Bettchen sitzen, stellte Frische Blümchen in die Vase und stellte ihr ein kleines Kästlein , angefüllt mit den herlichsten Perlen auf ihr Nachtschränkchen. Er fuhr wieder mit seinen Händen ihr über ihr Köpfchen und verschwand mit dem Einuhrschlag der großen Turmuhr im Gemäuer. Mc. Finnen kam ganz traurig daher. Guten Morgen Mc. Finnen, rief Bruder Wyljam, der gerade mit Mr. Al dem Briefträger dem Schlossberg herauf kam. Ich habe einen Brie von der Bank, sagte Al. Ich weiß es schon, erwiderte Mc. Finnen, sie haben schon heute Morgen angerufen. Jetzt ist es soweit, der Lord kann nicht mehr Zahlen und das Schloß wird versteigert werden. Ich befürchte dass sogar alle angestellten gekündigt werden, und das ist für sie eine Katastrophe. Wo soll nur die alte Polly hin? Sie ist im Schloß geboren und hat ihr ganzes Leben dort verbracht, oder James, der Butler, der bereits im Rentenalter war, wer würde ihn noch anstellen? Sie bemerkten nicht dass sie unter Casy’s Fenster standen, als sie ihre Sorgen sich von der Seele redeten. Casy aber wusste genau was sie tat. Tante Polly, rief sie und ging in die große Gesindestube, wo Polly ihre Handarbeit erledigte. Tannte Polly, wir müssen das Schloß retten, sagte die kleine Casy und stellte das Perlenkästlein auf dem Tisch und erzählte von dem Gespräch was sie ungewollt belauscht hatte.Polly zog sich an und sie machten wieder einen Ausflug nach London. Sie verkauften die Perlen samt Kästchen an einen bekannten Juwelier und überwiesen das Geld an die Bank und lösten die gesamte hypothek ab, den Rest des Geldes, brachten sie zu einen bekannten Bauunternehmer im Dorf und ließen die so nötigen

 

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Dachreparaturen im Schloß durchführen. Als Mr. Mc. Finnen davon hörte, war er überglücklich und Sante sofort ein Telegramm, nach London um Lord Harry von der Freudenbotschaft zu unterrichten.

 

 

Casy ging nach dem Abendessen in die Küche, sie hatte durst und hätte gern einen Kakao, aber Anny, die Köchin war nicht da und auf der Warmhalteplatte befand sich eine Kanne. Casy holte sich einen Becher aus dem Schrank und schenkte ein. Oh, das ist kein Kakao, sie roch daran und merkte das es Kaffee war und trank den großen Bescher aus. Sie ging zurück in den Rittersaal und wanderte im gesamten Schloß herum. Der starke Kaffee hatte sie munter gehalten und ließ sie nicht mehr einschlafen. Fröhlich und aufgedreht sprang sie singend durch das Schloß. Was ist denn nur

 

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Mit Casy los, fragte Tante Polly? Sie konnte es sich nicht erklären, denn normalerweise schlief die kleine schon lange um die Zeit, aber heute? Polly brachte sie in ihr Bettchen und sagte leg dich hin mein Kind und versuche zu schlafen. Casy tat was ihr gehißen wurde und versuchte zu schlafen, doch so sehr wie sie sich auch anstrengte, der Kaffee hielt sie einfach wach. Sie lag in ihren Bettchen und schloss die Äuglein um ganz fest einzuschlafen, aber es ging einfach nicht. Als die Turmuhr die Geisterstunde verkündete, kam der Geist wieder langsam durch die Mauer und schaute Casy an. Sie riss ihre Augen auf und sagte, ich kann dich sehen, wer bist du? Erschrocken verschwand das Gespenst wieder in der Mauer. Denn Lord Henry Milton, auch black devil genant, konnte noch nie von jemand gesehen werden. Langsam schaute er wieder aus der Mauer heraus, komm heraus und habe keine Angst, sagte Casy. Ich tu dir nichts, fügte sie ihren Worten noch hinzu. Der Geist verließ das Gemäuer und kam wieder in ihr Zimmer. Casy fragte ihn. Hast du mir die Blümchen und das Gold gebracht? Der Geist nickte und lächelte dabei. Warum, wollte sie wissen, und der Geist sah zum Himmel hinauf und verschwand wieder in der Mauer. Casy aber schlief fest und tief ein. Als sie am Morgen erwachte, lag eine Spur Goldmünzen auf dem Boden. Sie rief Alle zusammen und sie folgten der Spur, die bis in die Ruine reichte.Genau in der kleinen kammer, wo der Lord eingemauert war, hatte jemand den Fußboden aufgebrochen und das Versteck des sagenumwobenen Piratenschatzes freigegeben. Casy aber lies den Schatz im Museum ausstellen, wo man ihn

 

 

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Noch heute bewundern kann. Der geist aber war fei und seine Seele stieg endlich in den Himmel auf, wo er sein Töchterlein wiedersah und ihr fortan ein guter Vater wurde.

 


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