Der Panzerschreck

 

Hans Schmidt, von al seinen Kameraden nur Hänschen klein genannt, leitete gerade die Panzerabwehrausbildung auf dem Oderufer Truppenübungsplatz,

Als ein Kübelwagen über die Anhöhe kam.

Hans sah den Wagen auf sich zu rollen und ging auf die Seite um den Weg frei zu geben.

Zu seinen erstaunen, hielt das Fahrzeug auf seiner Höhe an und es stiegen zwei gestandene Feldwebel aus und der eine meldete,

Feldwebel Stark und Hansen als Panzerabwehrausbilder hier her abkommandiert, her Oberleutnant und sie schlugen zackig dabei die Hacken zusammen wie es sich für die Deutsche Wehrmacht gehörte.

Rühren sie meine Herren und seien sie mir willkommen, ich bin dankbar für jede Unterstützung die ich kriegen kann um diese Hammelherde zu schleifen.

Er ließ die gesamte Einheit antreten und stellte die neuen Feldwebel vor und übergab ihnen das Kommando über die Ausbildung.

So konnten sie die faulen Hunde besser in den Griff

 

 

 

 

1.

Bekommen. Für die Gesamte Truppe schien die Ausbildung nur ein Riesen Spaß zu sein,

Denn die meisten von ihnen hatten noch nie Pulverdampf gerochen, denn sie kamen direkt von der Schulbank,

Und einige waren sogar von hier und kannten sich besten aus, denn sie hatten schon als Kinder hier Räuber und Gendarm gespielt.

Deshalb war es Hans auch nie gelungen einen von den Sauhunden zu erwischen wenn sie nachts heimlich nach

Wechmar oder Mühlberg schlichen um ihren Alkoholvorrat wieder aufzufüllen. Die neuen Feldwebel, machten sich mit ihren ihn zugeteilten Einheiten bekannt und erzählten von Fronteinsätzen und wie dankbar sie dabei waren eine so gute

Ausbildungen genossen zu haben, denn sonst würden sie schon lange das Gras von unten wachsen hören. Angespannt hörten die Jungs ihnen zu und starrten auf die Auszeichnungen die die Brust der Feldwebel zierten.

Hier sahen sie zum ersten mahl

Nahkampfspangen in Silber und das Eiserne Kreuz erster Klasse so wie massenhaft Panzervernichtungsorden und das Kriegsverdienstkreuz in Gold usw.

Die Jungs waren hellauf begeistert von dem ganzen Lametta und sie machten sich die Feldwebel zum Vorbild, denn spätestens jetzt sahen sie ein dass ihr Leben von einer guten Ausbildung abhängen würde.

Werner Zeigte ihnen in aller ruhe wie sie mit der Panzerfaust umgehen müssen und lernte ihnen auch warum niemand etwas hinter einen

Panzerfaustschützen zu suchen hatte. Sie markierten mit Hilfe eines Stockens den Bereich hinter dem Schützen,

 

 

 

2.

Damit sich die Kameraden an den benötigten Abstand gewöhnen würden, denn wer würde schon gerne in den Feuerstrahl einer Panzerfaust gegrillt werden. Werner Hansen zweiundvierzig Jahre alt,

War ein Berufssoldat mit Leib und Seele. Er war Junggeselle und Kam aus dem schönen Hamburg. Feldwebel Dieter Stark,

War ein Schausteller aus Gotha und ein Luftikus wie er im Buche stand.

Am spähten Nachmittag ließ Hans die Übungen abbrechen und sie rücken ein in die Kaserne.

Als sie wieder in Gotha angekommen waren ließen sie die Kameraden zum Stubenreinigen wegtreten und Hans lud die zwei Feldwebel in die Tanne ein.

Das war eine kleine

Aber Urige Bierkneipe gleicht schräg rüber der Bürgeraukaserne. Beim Bier und einer frischen Rostbratwurst machte man sich bekannt und freundete sich an. Kommt Kameraden,

Ich zeige euch die Stadt. Spaßvogel, lachte Dieter, denn der stammte aus dem Ortsteil Siebleben und zog es vor lieber nach Hause zu Frau und Kind zu gehen,

Denn die wussten ja noch nicht, das er hierher abkommandiert wurden war und vermuteten ihn noch in Russland.

Denn den letzten Brief hatte er vom Kursker Bogen abgeschickt.

Werner sagte zu Hans, der will sich erst einmal wieder so

Richtig ausvögeln. Das klaube ich auch,

Antwortete Hans mit einen lachen und sagte zu ihnen, hau schon ab und vergiss nicht vor zehn wieder da zu sein.

 

 

3.

Das lies sich Dieter nicht zweimal sagen und sprang in die Straßenhahn. Werner war ein eingefleischter Junggeselle und kein Kostverächter. Hans der sich genau in der Gothaer Damenwelt auskannte,

Führte Werner in diese ein. Als man gegen Zehn den Abend in Böhms Weinschenke ausklingen ließ,

Traf man auf dem Weg zur Kaserne wieder auf Dieter,

Der mit seiner Frau schon vor dem Tor stand und sie zum Abschied noch einmal küsste.

Oberleutnant Hans Schmidt war sechsundvierzig und Schlosser vom Beruf. Er stammte aus den kleinen Städtchen Oberhof, was mitten im Thüringerwald lag.

Er war noch ledig,

Denn er hätte am liebsten alle Frauen, und so lange er noch unverheiratet war, konnte er sie auch haben. Mit Werner hatte er einen guten Fang gemacht,

Denn der funkte auf derselben Wellenlänge,

Und er merkte schon in den ersten Stunden,

Damit das der Anfang einer wunderbaren Freundschaft war. In den frühen Morgenstunden war ein Fahnenappell angesetzt,

Wo Oberst von Weißhagen und General Model die schon Längst fälligen Auszeichnungen verteilen würde und die anstehenden Beförderungen durchführen würde.

Hans stand bei Zeiten auf und ließ die Mannschaften wecken, kurz danach ertönte auch schon wie gewohnt das Kommando, alles raustreten zum Frühsport.

Hans ging mit seinen neuen Kammerden in die Offiziersmesse und machte sie beim Frühstück mit einander bekannt.

 

 

 

 

4.

Nach dem Essen gingen sie noch ein paar Schritte über den Kasernenhof und überwachten den reibungslosen Dienstablauf der Rekruten bis es endlich hieß,

alles

Heraustreten zum Fahnenappell. Sie Sonne schien schon wieder schön warm vom Himmel und es war noch eine Himmlische Ruhe in der Stadt.

Schnell und reibungslos nahmen die Mannschaften Aufstellung auf dem Kasernenhof und der OVD (Offizier vom Dienst) machte Seine Meldung bei General Model, der sofort danach mit der Ordensvergabe begann.

Hans wusste schon lange aus sicherer Quelle,

Das er heute zum Hauptmann befördert werden würde, und konnte es kaum noch abwarte,

So angespannt war er. Und plötzlich fiel ihm ein Stein vom Herzen, als sein Name aufgerufen wurde und er nach vorn ging und die Beförderung und das Kriegsverdienstkreuz entgegen nahm.

Nach dem Appell, sagte er zu Werner, Dieter geht sicherlich in seiner Freizeit immer nach Hause,

Aber wir lassen heute so richtig die Puppen tanzen.

Hans saß in seiner Stube und machte die neuen

Schulterstücke und Hoheitszeichen an seine Uniform die einen Hauptmann auszeichneten. Nun mussten sie nur noch warten, bis es Mittag war,

Denn nach dem Essen konnten sie in den Ausgang gehen. Sie machten einen Bummel durch den Schlosspark und setzten sich an die Wasserkunst unterhalb des Schlosses Friedenstein,

Wo sie einen wunderbaren Blick über den gesamten

 

 

 

5.

Hauptmarkt hatten. Es war ein Wunderschöner Sommertag und die Sonne knallte gnadenlos auf das Kopfsteinpflaster herunter und heizte die Straßen erbarmungslos au, so das die Kameraden anfingen zu schwitzen. Komm wir gehen in das Kaffee Lösche auf dem Buttermarkt,

Und schauen einmal nach was es dort schon für Gäste gibt. Denn für den richtigen Damenverkehr ist es noch zu früh, sagte Hans.

Aber irgendwie mussten sie ja die Zeit totschlagen. Im Kaffee setzten sie sich hinten in eine übersichtliche Ecke und studierten die Damen,

Die dort ihr Nachmittagskaffee einnahmen. Es handelte sich leider nur um Pärchen oder alte Weiber.

Ich bin so spitz, sagte Werner in seinen Hamburger Dialekt,

Ich könnte jetzt sogar in ein altes Gesangbuch lesen, denn das stehen auch noch schöne Lieder drin.

Hans lächelte vor sich hin und stellte sich bildlich vor wie Werner mit der Dicken Frau am Ecktisch,

Wo er immer hinschaute,

Sich von hinten bedienen würde. Komm das bringt uns keine Punkte hier, sagte Hans. Ich kenne da noch andere und bessere Stellen als das Kaffee hier.

Dort vorn in der Schwabhäuserstraße, ist der Brauhof, da geht abends die Post so richtig ab, aber es ist ratsam sich schon jetzt einen Tisch zu bestellen,

Sagte Hans. Langsam schlenderten sie durch die engen und verwinkelten Straßen und Gassen von Gotha. Überall herrschte ein reges Treiben auf den Straßen und in den

 

 

 

 

6.

kleinen Tante Emma Läden,

Die es hier in Überfluss gab. Gotha war eine Handwerkerstadt und verfügte über Hunderte kleine Betriebe unternehmen und Werkstätten.

Es handelte sich um eine schöne gediegene alte und gemütliche Stadt wo man sofort mit jeden per du war und sofort das Gefühl vermittelt bekam dazu zugehören.

Noch nie hatte man so eine gastfreundliche Stadt mit so offenen Bürgern kennen gelernt. Im Brauhof angekommen,

Setzten sie sich wieder hinten in eine Ecke, wo sie das gesamte Geschehen unter Kontrolle hatten und bestellten sich erst einmal eine Lage Bier und reservierten sich den besagten Tisch für den heutigen Abend.

Sie zahlten gleich und setzten ihren Stadtbummel weiter fort und durchstreiften die Innenstadt und liefen in Richtung Bahnhof,

Wo sie in der Höhe des Orangeriegartens noch einmal in das Hotel Stadt Coburg einkehrten um sich zwei Doppelzimmer für die kommende Nacht zu reservieren. Da die Bar noch geschlossen war,

Gingen sie weiter zum Bahnhof, wo es im Bahnhofshotel im Keller eine urige Bierkneipe gab mit den schönen Namen Biertunnel,

Dort konnte man schön hausen unter Kastanienbäumen im Schatten sitzen und ein gutes Glas Stutzhäuser trinken. Gleich auf der Ecke gab es eine Bratwurstbraterei, die eine Spitzenwurst anbot.

Das Domizil wurde gerne von Reisenden angenommen und brachte den Wirt täglich einem vollen Umsatz. Hans

 

 

 

7.

Hatte schon des Öfteren hier gesessen und kannte bereits alle Kellner und Kellnerinnen per du und eine Kellnerin noch etwas intimer. Langsam aber sicher rückte der Uhrzeiger in Richtung acht,

Komm wir gehen jetzt in den Brauhof, sagte Hans und bezahlte die Rechnung. Sie stiegen in die Straßenbahn und fuhren bis in die Innenstadt. Sie stiegen beim Kaufhaus aus und gingen gleich durch die

Waisengasse, die von den Einheimischen das Polizeigässchen genannt wurde, weil hier die Gestapo untergebracht war. Sie überquerten die Mönchelstraße und durchritten die Stiftsgasse,

Und schon konnten sie den Brauhof sehen. Es waren ein paar Fenster geöffnet und der Kneipenlärm drang bis auf die Straße hinaus,

Es war zwar noch früh am Abend, aber hier ging bereits die Post ab. Hans betrat mit Werner die Gaststube und ginge zu dem von ihnen bestellten Tisch in der Ecke.

Sie legten ihre Sachen ab und nahmen Platz.

Zwei Bier bitte,

Rief Werner der Bedienung entgegen, die sofort umkehrte und vom Tresen das bestellte Bier zu holen

Meine Herren, ist der Platz noch frei,

Fragten zwei leichte Mädchen. Der Platz und noch viel mehr, sagte Werner lächelnd,

Und die Mädchen nahmen Platz. Hans verwickelte sie sofort in ein intimes Gespräch und die zwei signalisierten Bereitwilligkeit.

Hans hatte sich sofort in die blonde Anna verguckt und starrte auf ihren Überdemenzionisierten großen Busen.

 

 

 

 

8.

Als die zwei zusammen zur Toilette gingen,

Schaute Hans ihnen nach und sagte dabei zu Werner,

Mein Gott die hat einen Arsch so prall und rund wie eine Bahnhofsuhr.

Da hast du dir was vorgenommen, sagte Werner, die hat eine Pflaume so groß wie ein Vierpfundbrot.

Die andere war ehr klein und etwas Zierlich aber freizügiger.

Als sie von der Toilette zurückkamen, bestellte Hans eine Flasche Moselwein nach der anderen und so kamen sie sich langsam näher und beschlossen im Hotel auf das Zimmer weiter zu machen.

Hans und Werner hatten ja Ausgang bis zum Montag früh und heute war erst Freitag.

Mann war das eine heiße Nacht, sie verbrachten sie zu viert in einen Doppelbett. Und damit keine Langeweile aufkam,

Wechselten sie öfters einmal die Damen unter einander aus. Sie frühstückten am kommenden Sonnabend zusammen im Bett und verließen anschließend das Hotel. Komm wir gehen auf den Seeberg,

Sagte Hans, dort ist ein schönes Ausflugslokal. Langsam schlenderten sie der Bahnhofsstraße herunter und durchquerten den Viadukt,

Wo sie anschließend in den Wald abbogen. Langsam gingen sie mit den Damen den Wanderweg entlang und setzten sich schließlich auf eine Bank die da am Wegrand stand und von fast allen Seiten von Büschen umgeben war. Es dauerte nicht lange und die Hand von Hans,

Fand sich in der Bluse von Anna wieder,

Denn von den dicken Dingern konnte er nicht genug

 

 

 

9.

Bekommen.

Werner verschwand auch mit seiner Partnerin hinter den Büschen und man konnte die kleine schon nach kurzer Zeit wieder stöhnen hören.

Es hatte den Anschein als ob sie ein gutes und erfolgreiches Wochenende verleben würden. Und so setzten sie nach Ca.

Einer Stunde ihren Weg fort und kamen gegen elf Uhr an der Sternwarte an, wo sie unter den Linden im Biergarten platz nahmen und Kaffee mit Kuchen bestellten. Es war einfach wieder ein wunderschöner Tag,

Doch die vielen Wespen, die über ihren Kuchen herfielen, waren verdammt lästig. Komm wir gehen in das Lokal, bevor alle Plätze besetzt sind,

Sagte Hans und sie gingen hinein. Da es bereits halb zwölf durch war, gab es bereits warmes Mittagessen und sie langten tüchtig zu.

Sie tranken nach dem Essen noch genüsslich ihren Wein aus und machten sich wieder auf den Weg. Langsam bummelten sie wieder in Richtung Stadt.

Heute ist Sonnabend, sagte Anna, da ist im Hotel zum Mohren Tanz. Ja warum nicht,

Sagte Werner und Hans stimmte ihnen zu. Sie hatten aber noch Massenhaft

Zeit bis die Veranstaltung losgehen würde und deshalb beschlossen sie den Hiesigen Heimattiergarten zu besuchen und schlugen so die Zeit tot.

Hans der einfach seine Hände nicht von Annas Brüsten lassen konnte, verschwand mit ihr hinter dem Affenkäfig und wurde für die nächste halbe Stunde nicht mehr

 

 

 

 

10.

Gesehen.

Werner saß mit seiner kleinen auf einer Bank und sie beobachteten die Affen und fummelten an einander herum. Gegen sechs,

Schloss der Tiergarten und sie gingen langsam in die Stadt zurück Um in alten Brauhaus zu Abend zu essen, denn da gab es eine fantastiges hausgemachte Sülze mit Essig und Öl zu Bratkartoffeln.

Sie verdrückten eine Riesen Portion Und baten den Gastwirt darum im Hotel zum Mohren einen Tisch für sie zu Reservieren. Langsam liefen sie an der Bisingmühle vorbei und gingen durch das Heuthal in Richtung Mohren. Hier stand bereits eine Menschentraube die versuchte in das innere zu gelangen,

Da Hans in weißer Voraussicht vorbestellt hatte, ließ sie der Türsteher hinein und ein Kellner geleitete sie zu ihren Tisch. Werner bestellte sofort eine Flasche Moselwein und sie unterhielten sich miteinander bis die Tanzkapelle begann zu spielen. Mein Gott,

Sagte Hans, spielen die schlecht, das ist ja eine Beleidigung für meine Ohren,

Und dafür sollen wir noch einen Musikaufschlag bezahlen. Um Gotteswillen,

Sie bezahlten und machten den nächsten Opfern Platz. Sie zogen es vor im Biergarten des alten Brauhauses zu sitzen und mit den Damen unter den Tischen zu fummeln als sich diese Musik den gesamten Abend lang an zu tun. Schritt für Schritt füllte sich der Biergarten und auch ein paar leichte Mädchen fehlten nicht.

So wurde es ein abgerundeter und vollkommener

 

 

 

 

11.

Abend,

Denn die Blaskapelle ließ die richtige Stimmung aufkommen. Und zu fortgeschrittener Stunde als alle so richtig feucht und fröhlich wurden auch die Damen musikalisch und gaben den zweien unter dem Tisch ein gehöriges Flötenkonzert wie es seines gleichen suchte.

Den Rest der Nacht von Sonnabend zum Sonntag, verbrachten sie mit bei Anne,

Die in der Gerbergasse in einen Eckhaus wohnte. Am Sonntagvormittag gingen sie wieder durch die Stadt um die Zeit totzuschlagen.

Es waren schon haufenweise die Leute unterwegs und genossen ihren Sonntagsspaziergang,

Der sie für gewöhnlich in die umliegenden Ausflugslokale führte. Gestern waren wir auf dem Seeberg,

Sagte Hans, und heute gehen wir in den Berggarten auf dem Kranberg, die

Haben dort ein sehr gutes Essen. Langsam machten sich die Vier auf den Weg und durchquerten die Stadt bis zum Brühl,

Wo sie in die Eisenacherstraße abbogen und ihr in Richtung Westen folgten, bis sie schließlich auf den Kranberg einbogen.

Hier standen einige Bänke an den Wanderwegen die zum Verweilen einluden. Sie setzten sich und genossen die schöne Landschaft.

Es wäre so himmlisch schön gewesen, wenn nicht so viele Spaziergänger an ihnen vorbei gezogen wären. Kommt wir müssen uns beeilen, sonst stehen wir vor der

 

 

 

 

 

12.

Tür und müssen warten bis ein Tisch frei wird,

Und das kann dauern.

Werner schaute auf die Uhr und sagte, kommt wir nehmen lieber die Beine in die Hand,

Und so begann ein Wettrennen. Sie liefen in einen scharfen Schritt dem Berg hinauf und überholten scharenweise die Spaziergänger unterwegs.

Am Berggarten angekommen,

Waren sie ganz außer Atem und hatten einen riesigen Durst Hans ließ sofort für jeden einen halben Liter Fassbrause bringen,

Und sie kippten das Zeug mit einem Zug herunter. Langsam bekamen sie wieder die nötige Luft zum leben und wischten mit ihren Taschentüchern sich den Schweiß aus dem Gesicht.

Das Mittagsgeschäft war schon in vollem Gange, und sie beschlossen Gänsebraten mit Apfelrotkohl und echten Thüringer Klößen zu bestellen.

Werner war begeistert, denn Thüringer Klöße kannte er nur vom Erzählen und bestellte sich noch zwei Klöße nach. Eine Flasche süßer Moselwein rundete die Sache noch ab. Nach dem Essen,

Setzten sie sich raus in den Biergarten, von wo sie bis zum Schloss Friedenstein schauen konnten.

Die Kastanienbäume spendeten ihren Schatten und machten den Aufenthalt erträglich.

Hier trank man gemütlich sein Stutzhäuser und aas zu fortgeschrittener

Stunde seine Bratwurst frisch vom Holzkohlegrill. Hier verweilten sie bis die Dämmerung hereinbrach und sie beschlossen den Rückweg anzutreten.

 

 

 

13.

Ich kenne eine kleine Abkürzung, sagte Anne und führte die Gruppe vom Hauptweg quer durch die Büsche. Sie hatte leider nicht bedacht,

das sie diesen Weg immer nur am Tage

Gegangen waren und nun war es dunkel wie in einen Affenarsch und sie sahen die Hand vor den Augen nicht mehr und liefen sauber im Kreis herum bis sie die Lichter des Berggartens wieder sahen.

Über eine Stunde waren sie hier herumgeirrt und nun saßen sie wieder im Biergarten und gaben eine Bestellung auf. Erstaunt schaute Hans auf die Uhr,

Als der Kellner sagte, meine Herren wir schließen jetzt, wenn sie wünschen bringe ich noch etwas,

und sie

Lassen die Gläser dann einfach auf dem Tisch sehen.

Es war bereits zwei Uhr, ja bringen sie uns noch zwei Flaschen Moselwein und vier Gläser,

Sagte Hans. Der Kellner servierte alles in einer Windeseile und kassierte sofort ab,

Denn auch er freute sich auf den Feierabend.

So nach und nach wurden die Lichter im Berggarten gelöscht und sie saßen nun allein mit den Frauen und ihren Moselwein auf der Terrasse und beschlossen hier den Sonnenaufgang zu beobachten,

Bevor sie wieder in der Kaserne seien mussten.

Nach und nach verschwanden sie abwechselt in einer dunklen ecke,

Wo sie die Frauen auf einen Tisch vernaschten. Das spiel setzten sie bis zum Sonnenaufgang fort und gingen nun bei anbrechenden Tageslicht zurück in die Stadt.

 

 

 

14.

Am Brühl verabschiedeten sie sich von den zwei Frauen und gingen direkt in die Bürgeraukaserne,

Die keine dreihundert Meter von hier entfernt war.

Sie gingen auf ihre Stuben,

Nahmen ihr Waschzeug um unter einer kalten Dusche für den Tagesdienst wieder fitt zu werden.

Pünktlich traf man sich zum Frühstück während die Rekruten bereits ihr Frühsport absolvierte.

Heute sollte es wieder lustig werden,

Denn es ging wieder auf den Truppenübungsplatz bei Wechmar.

Wo die Pioniere einige Beutepanzer der Russen in Position gebracht hatten. Hier sollten die Rekruten lernen wie die Panzer fachgerecht geknackt werden und wie man sich am besten heranschleicht und in Position bringt. Gegen sieben,

War die Einheit bereits auf dem Weg zum Übungsplatz. Hans der mit den zwei Feldwebeln im Kübelwagen saß, fuhr eine andere Strecke,

Denn er wollte noch seine Stiefel beim Schuster in der Schwabhäuserstraße abholen.

Die gesamte Kolonne war

Vorausgefahren und sie hielten noch kurz an der Bahnhofswirtschaft an um auf die schnelle noch eine Bockwurst zu essen.

Sie schlenderten den Bahnsteig entlang und warteten, denn die Wirtschaft öffnete erst in einer halben Stunde.

Es war langweilig auf dem Bahnsteig,

Der eine Zug war gerade abgefahren und bis zum nächsten dauerte es noch fast eine Stunde,

 

 

 

 

15.

Aus diesem Grund waren keine Reisenden auf den Bahnsteigen.

Endlich kam der Gastwirt aus der Tür und winkte, mit den Worten, kommen sie meine Herren,

Womit kann ich dienen. Eine schöne Fleischbrühe mit Ei und eine Bockwurst für jeden, sagte Hans.

Der Gastwirt brachte alles was die Herren bestellt hatten und setzte sich mit an den Tisch um sich mit den Kameraden

Zu unterhalten. Sie bezahlten ihre Rechnung nach dem Essen und machten sich auf den Weg.

Sie fuhren direkt hinter Schwabhausen auf den Truppenübungsplatz auf und waren dadurch noch vor den anderen am Bestimmungsort.

Hans ließ den Rekruten Stellungen ausheben und die schweren 8,8 Cm Pak Geschütze einbauen und gefechtsmäßig tarnen.

Die Feldwebel erklärten wie man was am besten machen konnte und wofür es gut war.

Hans hatte die Anweisung gegeben, keinen harten sinnlosen Drill sondern ruhigen sachlichen Anschauungsunterricht durchzuführen.

Sie lernten wie die Geschütze reibungslos funktionierten und wie die Zieleinrichtungen genau Kalibriert werden mussten und ging dann danach über im scharfen Schuss zu testen, wo die Russenpanzer ihre Schwachstellen hatten. Sie kamen schnell dahinter dass ein T34 mit einen gezielten Kernschuss zwischen Turm und Wanne am leichtesten zu knacken sei.

Ein gezielter Schuss und der Panzerturm flogen durch die Luft. Aber solch einen gezielten Schuss im Gefecht

 

 

 

16.

Anzubringen, wo sie beweglich waren und nicht nur still da standen wie hier,

War gar nicht so einfach. Sie feuerten den gesamten Tag aus allen Positionen auf die Russenpanzer und werteten jeden Schuss aus, so kamen sie schnell dahinter mit welcher Granate sie auf welche Stelle schießen mussten. Die größten Erfolge stellten sich ein als sie die Motoren der Panzer mit Kernschüssen bearbeiteten.

Und mit Sprenggranaten die Ketten zerfetzten. Sie übten mit allen verfügbaren Pak Geschützen der unterschiedlichsten Kalieber und Geschütztypen bis sie im Schlaf damit umgehen konnten. Von den Beutepanzern aber ließen sie nur einen Haufen wertlosen Schrott zurück. Hans wurde zum Funkgerät gerufen. Oberst von Weißhagen wollte wissen wie die Ausbildung voran ging und Ordnete an, dass anschließend eine Feldübung von einer Woche angesetzt werden sollte um die Rekruten auf den Nahkampf vorzubereiten.

Ihnen wurde eine Brigade nagelneuer Jagdtiger mit unterstellt die mit zwei Hetzer Brigaden

(Hetzer ist ein Jagdpanzer Typ der 79 Tonnenklasse) mit in die Übungen eingebunden werden sollten. Wunderbar, dachte Hans,

Das hatte uns gerade noch gefehlt. Eine verdammte Woche ohne Frauen. Werner ärgerte sich genauso wie Dieter oder die anderen,

Aber ein Befehl war nun einmal ein Befehl und musste ohne wenn und aber ausgeführt werden.

Sie gaben den Befehl die Nachtlager vorzubereiten und

 

 

 

 

 

17.

Hans ließ aus der Kaserne die Logistik anrollen,

Damit die Versorgung der Kameraden aufrechterhalten werden konnte. Beim eintreffen die Feldküchen,

Ließ Hans sie

Sofort befeuert, damit die Jungs ihre warme Mahlzeit bekommen würden, denn sie hatten den gesamten Tag nur eine Kaltversorgung.

Werner belagerte das Funkgerät und fand heraus, das die Panzer nicht vor dem Morgengrauen hier seien Würden, denn die Jagdtiger kommen direkt aus dem Werk

In Kassel und werden mit der Deutschen Reichsbahn nach Ortruf geschickt.

Die Hetzerbrigaden waren jetzt erst in Marsch gesetzt wurden und sie kamen über die Straße.

Vom Truppenübungsplatz bei Weberstedt bis hierher waren es etwa fünfzig Kilometer und das würden sie unter drei Stunden auch nicht schaffen.

Als gegen neun im Lager Ruhe eingekehrt war, fuhr Hans mit seinen Feldwebeln nach Wechmar,

Um im Wirtshaus zu Abend zu essen.

Als sie auf den kleinen Marktplatz vorfuhren und das Hasthaus betraten,

Standen doch zwei Rekruten am Tresen und ließen sich die Rucksäcke mit Bierflaschen füllen. Achtung,

Sagte Hans und sie gingen zurück um sich zu verstecken, bis die Rekruten abgezogen waren.

Dann gingen sie in das Wirtshaus und bestellten ihr Abendessen. Ich versuche schon lange herauszufinden wer der Truppe immer den Alkohol besorgt und lag so mansche Nacht auf der Lauer.

 

 

 

 

18.

Eins muss man den Jungs lassen, sie sind gut. Warum hast du sie nicht gleich hier auf frischer Tat geschnappt, fragte Werner?

Nein, denk doch einmal etwas weiter,

An der Front waren wir immer glücklich wenn wir einen hatten der gut Organisieren konnte und wer weis wie wir sie noch brauchen können.

In den nächsten Tagen, beobachteten sie die zwei besondern gut und mussten feststellen,

Dass sie ein unschlagbares Organisationstalent besaßen. Der ein war Horst Leise,

zweiundzwanzig Jahre alt und kam aus Kassel,

Vom Beruf her war er Schmied und war ein

kräftiger großer blonder Typ.

Der andere hieß Max Müller und kam aus Weimar und war noch ein Student.

Er sah aus als ob er nicht bis drei zählen könnte und man konnte glauben dass er ruhig und harmlos sei,

Doch das war ein bedauerlicher Irrtum.

Hans beschloss die zwei in seiner Umgebung anzusiedeln und gab ihnen die passenden Posten dazu.

Max wurde sein Fahrer und Horst seine Ordonnanz.

Er schlug sie bei Oberst von Weishagen zur Beförderung vor und sie knüpften engere Kontakte zu den beiden. Noch ahnte weder Max noch Horst was davon,

Dass sie aufgeflogen waren und sahen ihre neuen Aufgaben als einen Zufall an,

Denn einer musste sie ja erledige.

Warum dann eben nicht sie. In den Morgenstunden, wurden sie von lauten

 

 

 

 

19.

Motorengeräuschen aus dem Schlaf gerissen,

Die Hetzer waren eingetroffen und ließen ihre Motoren noch einmal richtig aufheulen,

Bevor sie sie abstellten.

Ihre gesamte Logistik folgte ihnen und ging am Waldrand in Ruhestellung.

Hans ließ die Panzerbesatzungen wecken und setzte sie mit LKW s nach Ortruf in Marsch,

Wo sie die neuen Jagdtiger bei Eintreffen sofort in Empfang nehmen sollten.

Oberst von Weishagen, hatte bereits zwei Tankwagen abgestellt, damit die Panzer bedankt werden Konnten, denn Im Kasseler Werk wurde immer nur soviel eingefüllte,

Das sie den Bestimmungsort erreichen konnten. Hans hatte sich noch einmal hingelegt um noch etwas Schlaf zu finden, als er wieder von Motorengeräuschen geweckt wurde. Was ist dass denn schon wieder,

Fragte er sich?

Etwas weiter von ihnen entfernt gingen Flakbatterien in Stellung und machten ein Heiden Lärm beim aufbauen der Geschütze. Sie haben Stellungen aus und bauten Geschütze ein.

Werner kam zu Hans in das Zelt und sagte, hör einmal genau hin, ich höre immer Weiberstimmen.

Ich glaube das sind Flakhelferinnen.

Sofort machten sich die zwei auf den Weg um der Sache auf den Grund zu gehen.

Es waren wirklich Weiber die vom BDM (Bund Deutscher Mädels) zu Flakausbildung abgestellt wurden

 

 

 

20.

Waren. Ihr Kompanieführer war ein gewisser Oberleutnant Harald Fuchs,

ein sehr umgänglicher Typ mit einer Neigung zum Weiblichen Geschlecht.

Wenn es nach ihnen ginge würde er sie viel lieber in an deren Dingen ausbilden als sie an der Flak auf den Tot vorzubereiten.

Denn die Weiber hatten noch nicht im Traum daran gedacht, dass Flugzeuge auch zurück schießen konnten. Hans machte sich mit dem Oberleutnant bekannt und stellte ihnen seine Feldwebel vor.

Mit den Worten, wenn sie etwas benötigen Herr Oberleutnant, dann können sie sich an uns wenden, verließen sie die Flakstellungen.

Ich bin einmal gespannt wie die Weiber bei Tag aussehen, sagte Werner, denn bis jetzt hatten sie ja noch nicht viel von ihnen gesehen.

Langsam füllte sich der Truppenübungsplatz immer mehr mit Einheiten der verschiedensten Waffengattungen. Gerade traf wieder eine Einheit schwerer Panzerhaubitzen ein.Nun wurde es immer schwerer in dieser Gegend Schlaf zu finden.

Denn am anderen Ende des Übungsplatzes schossen schwere Artillerieeinheiten eine Salve nach der anderen ab. Von Ortruf kamen jetzt auch die neuen Jagdtiger.

Sie waren sofort die Stars auf dem Übungsplatz,

Denn sie waren bereits Tiger der zweiten Generation und wurden bis heute noch nicht eingesetzt.

Das machte sie mit ihrer 105Cm Kanone besonders interessant.

Sie waren auf alle

 

 

 

21.

Fälle besser als die schwerfälligen Panzerhaubitzen von Ferdinand Porsche die schon den Namen Elefant trugen. Es war wie ein Wunder das bei der Fülle des Übungsplatzes alle Übungen präzise wie ein Schweitzer Uhrwerk abliefen. In den Gebieten wo es besonders eng wurde, lief die Ausbildung im Schichtbetrieb rund um die Uhr. Hans und Werner drückten sich in ihrer Freizeit immer mehr bei den Flakhelferinnen herum. Sie flirteten was das Zeug hergab und hatten auch Erfolg damit. Oberleutnant Fuchs der selber kein Kostverächter war, drückte beide Augen zu und verschwand regelmäßig mit einer der Damen im Kommandopunker.

So nach und nach waren sie alle an die umliegenden Einheiten vergeben und der BDM hieß Bald Deutsche Mutter statt Bund deutscher Mädels.

In den nächsten Tagen ging es heiß her auf dem Truppenübungsplatz bei Ortruf.

Als die Übungen beendet waren, setzte die Oberste Heeresleitung ein kleines Manöver an,

Wo General Kesselring, so wie General Model daran teilnahmen. Mit Abschluss des Manövers,

Gab es wieder Auszeichnungen und zwei Mann wurden zum Unterfeldwebel befördert.

Die Kameraden waren auf ihren Stuben und brachten ihre Persönlichen Dinge in Ordnung und schrieben Briefe nach Hause. Hans wurde zu Oberst von Weishagen befohlen, wo er erfuhr,

Dass sie an die Ostfront in Marsch gesetzt werden sollten. Schon am Montag in der Frühe sollten sie in Gotha Ost auf dem Bahnhof verladen werden.

Der Oberst gab aus diesem Grund der Gesamten Einheit

 

 

 

22.

Stadtausgang bis zum Sonntagabend zehn Uhr.

Da es heute Donnerstagnachmittag war, machten sich Hans und Werner gleich wieder Auf den Weg zu ihren Freundinnen um mit ihnen

die nächsten drei Tage zu verbringen. Sie wussten ja dass sie in Gotha Ost bei Messerschmitt arbeiteten und um fünf aus dem Werk kamen.

Sie stellten sich am

Ostbahnhof an den Bahnübergang und warteten darauf das sie kommen würden. Es ist gleich halb fünf,

Sagte Hans zu Werner, komm wir gehen noch schnell in die Bahnhofswirtschaft und trinken ein schnelles Bier, denn ich habe fürchterlichen Durst.

Sie tranken schnell ein Bier und stellten sich wieder vor das Flugzeugwerg, denn man wollte sie auf keinen Fall verpassen.

Es dauerte nicht lange und sie kamen aus dem Werk. Als sie Hans und Werner sahen, kamen sie auf die zwei zu gerannt und umarmten sie,

Als ob sie sie seit Jahren nicht mehr gesehen hätten. Sie beschlossen mit der

Straßenbahn zur schönen Aussicht zu fahren und in dem Gasthaus zur schönen Aussicht zu Abend zu essen bevor sie zu fortgeschrittener Stunde mit den Frauen nach Hause gehen würden um wieder eine heiße Nacht mit ihnen zu verbringen.

Da die zwei am nächsten Morgen wieder in die Fabrik mussten, wurde nur eine kurze Kür daraus,

Und sie vertagten es auf Sonnabend, denn da hatten sie Zeit bis zum abwinken. Am Sonnabend war im Schützenhaus eine Tanzveranstaltung mit Sara Leander,

 

 

 

23.

Wo sie unbedingt hin wollten um den großen Ufa Star einmal aus der nähe zu sehen.

Doch leider gab es keine Eintrittskarten mehr. So verbrachten sie den meisten Teil des Wochenendes wieder zu viert in einen Bett und hatten einen Riesen Spaß dabei. Sonntagnachmittag,

Machten sie sich auf dem Weg zurück in die Kaserne und begannen zu Packen was sie alles mitnehmen wollten.

Der Rest der Einheit ahnte noch nichts davon,

Dass sie an die Ostfront versetzt werden sollten.

Wohn genau, wusste noch nicht einmal Oberst von Weißhagen. Sie legten sich bei Zeiten schlafen,

Denn sie wussten dass es eine sehr kurze Nacht werden würde. Punkt vier ertönten die schrillen Pfiffe der Trillerpfeifen zusammen mit dem Wegruf,

Alarm, alles feldmarschmäßig heraustreten. Und nach weiteren zwanzig Minuten,

Rollten bereite die Jagdpanzer vom Kasernengelände und die Pak Einheiten folgten ihnen in einen kurzen Abstand. Zum Schluss kam die gesamte Logistik und sie bildeten eine Warteschlange vom Ostbahnhof bis zum Schwellenwerk, wo sie verladen wurden. Langsam ging das Verladen der Panzer und Fahrzeuge voran,

Und die Waggongs wurden einzeln zu einen Abstellgleis rangiert und dort zu einem Zug zusammengestellt. Hans und noch andere Offiziere

Überwachten das Geschehen abwechselnd. Die Mannschaftswaggongs wurden vorn am Ostbahnhof zusammengestellt und die Kameraden suchten sich schon einmal einen geeigneten Platz,

Denn Russland war weit und keiner wusste wie lange sie

 

 

 

24.

In den Viehwagen eingesperrt sein würden.

Gegen Mittag, war es endlich soweit. Alles war verladen und die Waggongs waren zu einem langen Zug zusammengestellt.

Die Kameraden hatten sich alle einen guten Platz in das Stroh eingerichtet, was man ihnen in die Waggongs gelegt hatte. Hans hatte seinen Platz mit Werner an der Tür gewählt, denn da waren sie immer auf dem Sprung, wenn der Zug irgendwo hielt.

Sie saßen so da und redeten miteinander, als Die Kameraden einen leichten Schlag spürten,

Die Lock wurde bereits angehängt. Nun konnte es nur noch Minuten dauern. Hans schaute der Tür heraus und sah dass es nur eine kleine

Werkslok von Messerschmitt war. Sie zog die Kameraden zum Hauptbahnhof,

Wo sie einen Lockwechsel vornahmen. Da die Signale noch auf rot standen, stieg Hans aus und ging zum Fahrdienstleiter um zu erfahren wann es losgehen würde. Da müssen noch drei Munitionszüge vor euch durch und die haben, wie ich schon jetzt weis über eine Stunde Verspätung.

Hans winke Werner und Dieter heran und sie gingen in die Bahnhofswirtschaft.

Hans ließ von dem Wirt fünfzig Bockwürste heiß machen, und sie tranken in der Zwischenzeit in aller Ruhe jeder zwei Biere.

Der Wirt hatte die heißen Würste in Papier eingewickelt und gab ihnen ein schon in Scheiben geschnittenes Brot mit obendrauf.

Hans bezahlte die Rechnung und sie gingen wieder in

 

 

 

25.

ihren Waggong und teilten die Bockwürste unter den Kameraden auf,

Denn keiner wusste wann sie wieder etwas Warmes in den Bauch bekommen würden.

Es war bereits Nachmittag, die Sonne brannte gnadenlos auf die Waggongdächer und die Kameraden hatten bereits die Türen auf beiden Seiten geöffnet.

Doch es bewegte sich kein Blatt an den Büschen, die an der Bahnlinie standen.

Es war Windstille und die Waggongs heizten sich immer weiter auf, so das die Kameraden bereits alle wieder ausgestiegen waren und unter der Überdachung der Bahnsteige herum lungerten bis endlich die Munitionszüge durchfuhren,

Nun rannten sie alle in ihre Waggongs, denn sie wussten dass es gleich so weit war.

Hans kam als letzter und sprang gerade noch auf, als der Fahrdienstleiter den Zug schon abgepfiffen hatte und sich die Räder in Bewegung setzten. Ganz außer Atem setzte er sich in die Tür neben Werner und Dieter,

Sie ließen die Beine heraus hängen und genossen jetzt den

aufkommenden Fahrtwind. Dieter hatte einen Schreibblock und sagte,

Ich habe meinen Sohn versprechen müssen, jeden Ort aufzuschreiben wo wir durchfahren.

Er schrieb Seebergen, Wandersleben, Neudietendorf und der Zug wurde hier bereits wieder auf ein Abstellgleis geleitet.

Hans Ging zum Fahrdienstleiter und erfuhr, dass sie erst frühesten am nächsten Mittag weiter können. Sie

 

 

 

26.

Brauchten die Lock um in Kassel einen

Wichtigen Zug mit Tigerpanzern für die Ostfront abzuholen, und wann er eine neue Lock für die Panzerjäger bekam,

Wusste er auch noch nicht. Aber die Sache hatte auch etwas gutes, hier gab es eine kleine Bahnhofswirtschaft. Hans ließ die Feldküchen auf dem offenen Waggongs und Rungenwagen befeuern, damit die Kameraden am Abend eine warme Mahlzeit und genügend Tee hatten. Die Kameraden waren alle wieder

Ausgestiegen und lungerten wieder auf den Bahnsteigen im Schatten herum. Hans hatte strickte Anweisung gegeben das Bahngelände nicht zu verlassen. Ein Stückchen abseits, gab es einen Wasserturm,

Der dazu diente die Loks zu befüllen.

Hier bildete sich gerade eine Traube,

Und die Kameraden nahmen darunter eine erfrischende Dusche um ihren überhitzten Körper auf Normaltemperatur wieder herunter zu kühlen.

Zusehends, kamen immer mehr junge Frauen auf den Bahnhof um zu schauen was dort so los sei.

Und auch ein paar ältere konnten sich nicht an den jungen nackten Männern unter der Dusche satt sehen.

Als die Dämmerung langsam herein brach,

Saß Hans noch mit Werner auf einer Bank, mitten auf dem Bahnsteig, ihnen war aufgefallen,

Das sie schon seit längeren von zwei Frauen in den besten Jahren angestarrt wurden waren.

Sie standen auf und gingen zu ihnen herüber und suchten ein Gespräch. Sie setzten sich mit ihnen auf eine andere

 

 

 

27.

Bank, die etwas mehr Abseits lag und redeten eine Weile miteinander,

Bis ihre Hände unter deren Röcke verschwanden. Als die Damen Bereitwilligkeit signalisierten,

Rückten sie die Bank weiter in eine dunkle Ecke und begannen damit die zwei zu vernaschen. Es war eine schöne laue Sommernacht,

Die Sterne leuchteten vom Himmel und sahen zu wie sie die beiden Weiber so richtig durchorgelten. Gegen Morgen wurde es etwas kühl und die frisch beglückten Damen traten den Nachhausweg an.

Hans und Werner holten sich eine Decke und schliefen in den kleinen Warteraum noch ein paar Stunden,

Bis die ersten Reisenden kamen und sie durch den Krach geweckt wurden. Sie standen auf und gingen zu ihren Waggong, wo die Kameraden bereits beim Frühstück waren. Es gab heißen frischen Tee mit

Kommissbrot und eine Thüringer Knackwurst dazu. Sie saßen wieder in der Waggongtür und verputzten ihr Frühstück, als der Fahrdienstleiter und ihnen mitteilte das er eine andere Lock für sie habe und sie bereits in wenigen Minuten weiter fahren können.

Nach einer Viertelstunde setzte sich der Zug in Bewegung, und Dieter konnte bald Bischleben und Erfurt in seinen Block eintragen.

Ich habe die Schnauze voll, sagte er, da kommen bestimmt noch hungerte von den kleinen Nestern.

Ich trage nur die größeren Städte ein, den Rest,

Kann er ja auch in den Landkarten nachsehen,

Wenn er mit dem Finger der Bahnlinie folgt. Den gesamten Tag fuhren sie über Schienen und Weichen,

 

 

 

28.

Sie wurden durchgeschüttelt und schwitzten wie die Schweine. Wenn einer einmal seine Notdurft verrichten musste, pissten sie gleich aus dem Waggong oder hielten den Arsch heraus,

Wenn es um mehr ging.

Die Teekübel waren alle bereits ausgesoffen und die Kameraden machten Luftsprünge als sie in Beelitz wieder auf ein Abstellgleis Rangiert wurden.

Die Lok war nur geliehen und muss zu dem Versorgungszug zurück, wo man sie abgezogen hatte. Nun musste der Fahrdienstleiter von Beelitz versuchen eine neue Lok für sie aufzutreiben. Es war bereits abends und die Sonne ging schon unter,

Die Küchenbullen heizten die Feldküchen tüchtig ein um eine warme Mahlzeit zu zaubern. Hans untersagte ihnen Hülsenfrüchte zu kochen, denn es sollte Erbsensuppe geben.

Den Gestank von den Blähungen in den Vollen Waggongs wollte sich Hans nicht auch noch antun. Er gab seinen Kameraden die Weisung, das Bahngelände nicht zu verlassen. Er ging mit Werner los und suchte eine nahe gelegene Kneipe auf und trank mit den Einheimischen Stammgästen ein paar Bier.

Der Gastwirt machte die Göpelschnauze lauter und sie hörten den Wehrmachtsbericht.

Die Russen drückten mit starken Verbänden heftig auf die Polnische Grenze. Was da sind die schon,

Da müssen wir doch gar nicht mehr bis Russland,

Ehr wir bei dem Tempo an der Front sind,

Haben die bereits halb Polen überrannt.

 

 

 

 

28.

Sie diskutierten mit den Wirt und den Gästen über die Lage an der Front.

Sie hörten Täglich den Wehrmachtsbericht ab und steckten mit Nadeln die Frontlinie auf der großen Landkarte ab die sie im Gastzimmer an die Wand gemacht hatten.

Hans war erstaunt das sie besser im Bilde waren als ehr, aber sie hatten ihre Weisheiten nur aus dem Radio und Fronturlaubern. Hans wusste allerdings nur all so gut was die Propaganda des Herrn Göpels wert war.

Sie bezahlten ihre Rechnung, und da der Wirt Himbeerfassbrause im Angebot hatte,

Fragte er ob er ein

Ganzes Fas davon haben könnte. Nein sagte der Wirt, denn er müsse die Fässer an die Brauerei zurückgeben.

So beschlossen sie ein paar Rekruten mit Teekübeln loszuschicken um das Fas umzufüllen.

Hans bezahlte gleich alles und sie gingen zum Bahnhof zurück um ein paar Stunden zu schlafen.

Die Kameraden machten sich über die Brause her und Hans stieg in ihrer Achtung wieder ein paar Sprossen höher.

Am Kommenden Morgen wurde die nächste Lok angekoppelt um sie bis nach Frankfurt Oder zu bringen, denn der Fahrdienstleiter konnte wieder nur eine Werkslok auftreiben und die hatte gerade eine Leerfahrt nach Frankfurt Oder um dort Gleisbaumaterial abzuholen.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen,

Sagte Hans zu Dieter. Da werden wir in zwei drei Stunden dort sein, wenn wir durchfahren können. Denn

 

 

 

30.

Auf allen Gleisen die in Richtung Front führten war die Hölle los und man

Bevorzugte im Moment die Truppenteile der Waffen SS und deren Versorgung mit Munition usw.

Hans war das egal, denn er wusste wie es an der Front aussah,

Denn er War schon öfters dort im Einsatz und hatte so mansche Panzerabwehrschlacht miterlebt.

So lange wir hier auf irgendwelchen Abstellgleisen herumlungern müssen, werden die Kameraden wenigstens nicht irgendwo sinnlos von irgendeinem inkompetenten Offizier verheizt.

Sie fuhren in einen Zug durch und hatten in Frankfurt Oder keine Einfahrt.

Der Lokführer ging zum Streckentelefon und erfuhr das sich zweiunddreißig Züge vor ihnen auf stauten,

Da eine Widerstandsgruppe die Oderbrücke mit einer Sprengladung stark beschädigt hatte,

Und das musste erst wieder instand gesetzt werden. Das soll mindesten zwei bis drei Tage dauern bis die Pioniere die Brücke wieder so stabilisiert hatten bis sie wieder schwere Züge tragen konnte.

Das bedeute für die Kameraden, dass sie in den nächsten Tagen sich nur neben den Gleisen aufhalten konnten. Hans organisierte einen Wassertransport und ließ Brennmaterial für die Feldküchen besorgen.

Das war das kleinere Übel, sie fällten ein paar Baume am Waldrand und erleichterten die Lok um ein paar Eimer Steinkohle, die sie stückchenweiße mit in die Feldküche schoben.

 

 

 

 

31.

Das Wasserholen, war da schon ehr eine Herausforderung,

Denn sie hatten nur ein paar Kanister und Teekübel und die mussten sie vom Bahnhof Rosengarten bis zu ihren Zug schleppen,

Damit die Küchenbullen kochen konnten. Hans ließ die Kameraden Gruppenweise zum Bahnhof gehen, damit sie sich an der Wasserpumpe Waschen konnten,

Denn sie waren alle samt durchgeschwitzt und man wollte ja keine Sackratten oder Flöhe in den Waggongs züchten. An der Pumpe herrschte ein reges

Treiben, da standen die Kameraden in einer paar hundert Meter langen Schlange an um an das begehrte Nass zu gelangen.

Hans ging mit Werner einen Feldweg entlang und gelangten an einen kleinen See,

Das ist ideal, sagte er und schickte Werner zurück um die Kameraden in zwanziger Gruppen zum Baden und Waschen an den See zu schicken.

Gegen Abend waren alle durch und frisch gewaschen. Hans gab ihnen die Anweisung das Bahngelände nicht mehr zu verlassen, und er ging jetzt mit Werner auch noch eine Runde schwimmen. Es war ein wunderschöner Abend, die Sonne ging langsam am

Horizont verloren und an dem Badesee kamen ein paar Frauen.

Sie hatten Hans und Werner nicht gesehen und zogen sich deswegen ganz ungeniert aus und gingen schwimmen. Komm sagte Hans zu Werner,

Wir gehen zu

den Weibern hin. Sie setzten sich genau da hin wo die Frauen ihre Sachen abgelegt hatten,

 

 

 

32.

Und die Frauen kicherten und lockten sie in das Wasser. Am Ufer konnten sie die sich deutlich vom Horizont abhebende Silhouette einer brächtigen Frau sehen,

Und sie rannten damit sie auch in das Wasser kamen.

Sie schwammen sofort an die Stelle wo sich die Frauen aufhielten und alberten mit ihnen im Wasser herum. Werner berührte aus Versehn (ganz gerne) die Brüste einer Frau und als sie nichts dazu sagte,

Packte er mit beiden Händen kräftig zu. Sie zog ihn an sich um zu verhindern dass die anderen etwas davon mitbekamen.

Hans war bereits mit einer wieder am Ufer und sie trockneten sich gegenseitig ab und legten sich auf eine Decke und beobachteten wie sich die Körper der anderen am Horizont abzeichneten.

Hans verabredete sich mit der heißen Braut und sie kam später zurück als die anderen die Badestelle verlassen hatten. Werner Dummmelde sich noch wie ein Fisch im Wasser mit einer älteren Bäuerin deren Mann in Stalingrad gefallen war.

Sie hatte Riesen Brüste und da fühlte sich Werner besonders wohl. Sie verbrachten die halbe Nacht mit den zweien am See, bevor sie wieder zu ihren Zug zurückgingen.

Mann hatten wir wieder ein Schein, sagte Werner in seinen Hamburger Dialekt. Die kommen Morgen wieder, und wenn wir noch hier sind, was ich stark vermute,

Dann geht es rund.

Am Zug wieder angekommen, lagen die Kameraden mit ihren Decken auf der Wiese neben dem Zug und schliefen lieber im Freien, denn der Küchenbulle hatte heute die

 

 

 

33.

Erbsensuppe gemacht und tat zum Scherz besonders viel Knoblauch hinein.

Hans, sagte, ich lege mich auch mit hausen hin und nahm seine Decken und legte sich gleich neben die

Gleise in das hohe Gras und schlief fest ein.

Mittlerweile standen die Züge bereits Kilometerweit an um über die Oderbrücke zu gelangen. Werner der nicht schlafen konnte, ging zum Bahnhof vor um zu sehen ob es etwas Neues gab.

Hier standen sie noch immer an der kleinen Pumpe an und Werner lächelte, wenn ihr wüstet, dachte er. Aber er sagte es niemanden,

Sonnst wäre der kleine See morgen überfüllt und das könnte ihnen die Tour vermasseln.

Werner sah in der Bahnhofswirtschaft noch Licht und ging hinein. Hier saßen einige Offiziere beim Bier und vertrieben sich die Zeit mit Skat spielen.

Werner nahm Platz und bestelle sich ein halben Liter und hörte zu wie sich verschiedene Offiziere darüber unterhielten, dass sie an der Polnisch Russischen Grenze eine neue HKL (Hauptkampflinie) aufbauen wollten um die Russen dort

Zum stehen zu bringen um sie wieder in das Landes innere zurück zu treiben.

Werner hörte sich das Gespräch an und ging ohne sich einzumischen wieder aus der Wirtschaft,

Denn er wusste wie die Russen Kämpfen konnten, denn er hatte es am Kursker Bogen miterlebt.

Ihn lief schon ein kalter Schauer dem Rücken herunter

 

 

 

 

 

34.

Wenn er nur an die besoffenen Muschkoten dachte,

Wie sie im Vollrausch todesmutig zu dritt mit einem Karabiner und jeder mit fünf Schuss nach vorn stürmten und Hurra schrien dabei.

Wenn der erste gefallen war übernahm der nächste den Karabiner und stürmte weiter bis auch er in das Gras bis, und der nächste an seine Stelle sprang,

Und weiter Hurra scheinend nach vorn stürmte,

Bis auch er hin war.

So hatte Werner einmal miterlebt wie sich die die Russen vor ein Maschinengewehrnest warfen bis die Schützen mit ihren Garben nicht mehr durchkamen und Stellungswechsel machen mussten und sich zurückzogen. So stürmten sie Meter für Meter nach vorn und opferten sich für eine Hand breit Heimatland.

Werner kam wieder bei seiner Einheit an und legte sich jetzt auch schlafen, denn in wenigen Stunden würde die gute alte Sonne wieder aufgehen und ihnen einen neuen wunderschönen Tag am Badesee bescheren.

Abends kam die Bäuerin mit ihren Mägden wieder zum Baden und es wurde wieder ein himmlisches Vergnügen zwischen den Beinen der Frauen.

Gegen Morgen hörten sie Drillerpfeifen und gingen zurück zum Zug.

Die Brücke war wieder befahrbar und der Zugstau löste sich langsam auf. Sie wurden mit ihren Zug vor den Bahnhof Rosengarten auf ein Abstellgleis geschoben und der Fahrdienstleiter hatte nicht die geringste Ahnung wo er eine neue Lok herbekommen sollte. So mussten sie noch die ganze Woche hier

 

 

 

 

35.

Aushalten und gingen regelmäßig jeden Abend mit den Frauen Baden und hatten ihren Spaß dabei. Morgens wurde Hans vom Fahrdienstleiter geweckt,

Es geht weiter Herr Hauptmann,

Ich habe eine Lok für sie. Hans ließ alle Kameraden wecken die noch nicht wach waren und sie machten sich für die Weiterfahrt fertig.

Es dauerte noch eine gute Stunde bis die Lok endlich eintraf und angekoppelt werden konnte.

Nun Rangierten Sie bis zur Weiche vor und blieben vor einen Haltesignal wieder stehen und warteten geduldig auf das Ausfahrtssignal. Hans hatte es sich mit Werner wieder in der offenen Waggongtür bequem gemacht und ließen die Beine heraus hängen. Sie Sonne war bereits aufgegangen und sendete ihre warmen Strahlen auf die Dächer der Waggongs und lud sie wieder gnadenlos auf, das die Kameraden wieder anfingen zu schwitzen. Hans hatte

Ihnen erlaubt der Oberkörper zu Endblößen um die Fahrt so angenehm wie nur möglich zu gestalten.

Langsam zog die starke Lok den schweren Zug an und nahm immer mehr Fahrt auf bis sie mit voller Geschwindigkeit die Oderbrücke nach Polen überquerten. Jetzt waren sie in Polen,

Was man auch sofort an den Häusern und den Menschen sah. Sie fuhren durch Dörfer Städte und an kleinen Seen vorbei.

Dieter saß wieder mit seinen Schreibblock in der Tür und notierte einen jeden Ort den sie durchfuhren.

Er hatte es seinen Sohn ja versprochen, und so hatte er

 

 

 

 

36.

doch eine willkommene Abwechslung.

Mittlerweile schauten auch andere Kameraden mit aus dem Waggong wenn sie sich einer Ortschaft mit Bahnhof näherten und lasen die Nahmen laut vor.

Mit den Polnischen Ortsnamen war es eine Sache für sich, wer nicht weis wie man sie ausspricht,

Geht Gefahr sich die Zunge beim reden zu brechen.

Sie durchquerten die schöne Polnische Landschaft und sahen doch kaum was von ihr.

Hans kletterte einen Waggong weiter,

Wo die Funker ihren Platz hatten und ließ sich eine Verbindung zu General Model herstellen um seine Meldung abzusetzen.

Nun erfuhr er auch den momentanen Bestimmungsort. Es war Suwalki in Ostpreußen,

etwa einhundert Kilometer hinter der Wolfsschanze, die bei Rastenburg lag.

Hans kletterte wie zu seinen Waggong zurück und teilte seinen Kameraden den Bestimmungsort mit.

Werner schaute auf die Karte, und sagte,

Das ist ja am Arsch der Welt. Die anderen lachten alle kurz und verstummten wieder.

Der Zug wurde langsamer und Hans schaute warum. Sie liefen in einen Bahnhof ein und Dieter notierte den Namen Poznan auf seinen Block.

Der Zug hielt und Hans stieg aus um sich die Beine zu vertreten. Er

Lief ein kleines Stückchen hin und her, als er bemerkte wie ihre Lok abhaute. Was ist denn jetzt schon wieder los, schrie er und ging zum Fahrdienstleder

 

 

 

 

37.

Sie brauchten die Lok unbedingt für einen Verwundetentransport,

Der schon über eine Woche auf dem Abstellgleis stand und dringen in die Heimat musste um den Kameraden die nötige Behandlung zu kommen zulassen die sie so sehr Benötigten.

Das geht in Ordnung, sagte Hans, aber wann bekommen wir eine neue Lok? Der Fahrdienstleiter zog die Schultern hoch und sagte das liegt in Gottes Hand, hier kommen so viele unangemeldete Züge an,

Da haben wir den Überblick schon lange verloren. Ich verspreche ihnen aber hoch und heilig dass es wenigsten ein paar Tage dauern wird

Da wir für den Verwundetenzug schon über eine Woche benötigt haben, und sie sind bei mir als zweitrangig eingestuft wurden.

Ja wer macht denn hier,

Die verdammten Einstufungen, fragte Hans den Bahnhofsvorsteher. Die Oberste Heeresleitung in Berlin stellt die Züge zusammen.

Horst verließ das Büro mit den Worten, aber geben sie mir rechtzeitig bekannt, wenn sie Aussicht auf eine Lok haben, denn ich lasse meine Leute in die Stadt gehen. Hans ließ die Kameraden in die Stadt,

mit der Auflage nicht weiter wie zwei Kilometer vom Bahnhof sich zu endfernen und alle zwei Stunden sich wieder am Zug zu Melden.

Er aber fuhr zur Örtlichen Feldgendarmerie und sprach mit den Diensthabenden Offizier,

Denn seine Leute hatten ja weder Marschbefehl noch Ausgangsschein und damit sie nicht alle einkassiert

 

 

 

38.

Werden würden, brachte Hans die Sache rechtzeitig in Ordnung und sie vereinbarten ein Losungswort,

Was jeder wissen musste, das die Feldgendarmen sie zuordnen konnten.

Hans hatte ihnen das Wort Adlerhorst schon vorher eingeimpft. Werner hatte sich mit Dieter in die Bahnhofswirtschaft zurückgezogen und tranken in aller Ruhe das ekelige warme Polnische Dünnbier.

Nicht zu saufen, schimpfte Werner und bestellte sich lieber eine Flasche Wein. Der wirt brachte ihnen die bestellte Schinkenplatte mit Brot und die gewünschte Flasche wein. Mit den Worten,

Wohl bekommst stellte er alles auf den Tisch und ging zurück zu seiner Theke,

Wo er weiter die Gläser polierte. Hans machte einen Stadtbummel und sah dass einiges los war in den Kaffees und Kneipen,

Da es ihnen wieder im Schritt juckte sprach er gleich zwei junge Frauen in einen Straßenkaffee an und traf mit ihnen eine Verabredung für den heutigen Abend.

Die Damen wollten ihn und seinen Kameraden Werner vom Bahnhof abholen.

Hans hatte mit ihnen bereits die gesamte Zeit mit den Damen über seinen Kameraden

Werner gesprochen, und sie waren bereits ganz neugierig auf ihnen. Als Hans, Werner in der Hahnhofswirtschaft aufsuchte und mit ihnen über die geilen Weiber sprach, war der sofort ganz aus dem Häuschen.

Sie brachten ihre Uniformen in Ordnung, Rasierten sich gründlich und trugen eine Unmenge Kölnisch Wasser auf,

 

 

 

 

39.

Denn sie hatten ja nicht mehr fiel Zeit bis es so weit war, denn sie wollten ja noch in der Bahnhofswirtschaft vorher zu abends essen.

Während sie auf der Bahnsteigsbank saßen,

Kamen schon wieder Flüchtlingszüge aus Richtung Osten, wie es aussah war man schon dabei Teile von Ostpreußen zu evakuieren.

Als der Zug kurz hielt, sprach Hans mit ein paar Flüchtlingen über die Lage an der Front.

Sie kamen aus Sokolka an der Russischen Grenze. Sie erzählten das dort die neue HKL (Hauptkampflinie) entstehen sollte und sie die Russischen Geschütze bereits bis dorthin

Hören konnte. Auf anderen Gleisen konnten sie jede Menge Truppentransporte sehen die in Richtung Front unterwegs waren,

oder Verwundetentransporte die von der Front kamen. Und wir sitzen hier ohne Lok, sagte Hans und war eigentlich ganz zufrieden über diesen Zustand,

Die von der Oberstenheeresleitung werden schon wissen was sie tun, sagte er mit einen lächeln im Gesicht,

Denn er sag die zwei Weiber der Bahnhofstraße heraufkommen. Als sie etwas näher kamen,

Sagte Werner, mein Gott wo hast du denn die bloß aufgetrieben.

Denn es waren große stramme Frauen mit Riesen Titten, genau meine Kragenweite, sagte Werner zu Hans und fasste sich dabei in den Schritt. Hans machte sie mit einander bekannte und sie schlenderten langsam und gemütlich in die Stadt.

Es gab da einen schönen Biergarten unter Lindenbäumen,

 

 

 

40.

Der mit bunten Lampen ausgeleuchtet war.

Dort setzten sie sich nieder und bestellten eine Flasche Wein, denn das beschissene Polnische Bier wollten sie sich nicht um das verrecken antun,

Viel zu groß war da die Angst, dass ein saftiger Durchfall ihnen die Nummer versauen könne.

Es spielte eine Blaskapelle zum Tanz auf und es herrschte eine gute Stimmung.

Sie tanzten mit den Frauen und Werner presste seinen Kopf fest zwischen die Riesentitten seiner Tanzpartnerin und sie zog ihn dabei fest an sich heran.

Hans knutschte schon ein Weilchen mit der anderen herum bis sie in einer dunklen Ecke verschwanden. Werner setzte sich mit der Dame wieder an den Tisch zurück und schenkte die Gläser wieder voll.

Herr Oper bringen sie uns noch zwei Flaschen von der Sorte, rief er quer durch den Biergarten. Nach einer Weile fragte ihn seine Dame, wo ist denn dein Kumpel mit meiner Freundin bloß abgeblieben?

Na wo

Schon, sagte Werner und versuchte dabei mit seiner linken Hand unter ihr Rock zu kommen. Was ihm auch mit Leichtigkeit gelang.

Es verging über eine Stunde, bevor Hans erleichtert mit der Dame wieder den Tisch betrat.

Die Frauen gingen zusammen auf die Toilette,

Und die Kameraden konnten im Klartext mit einander reden. Ich möchte doch zu gerne einmal wissen,

warum die Weiber immer zusammen auf das Scheißhaus

 

 

 

 

41.

Gehen müssen, sagte Werner mit einer nachdenklichen Miene im Gesicht.

Als die Frauen zurückkamen, taten sie als sei nichts geschehen und sprachen über das Wetter.

Werner schaute auf die Uhr und musste dabei feststellen dass der Zeiger bereits auf Mitternacht zu wanderte und er noch nicht zum Schuss gekommen war.

Er bequatschte sein Mädel und verschwand kurz darauf mit ihr im dunkel der Nacht.

Als gegen zwei der Biergarten schloss, war er wieder Pünktlich und zufrieden mit der Dame zurück,

Und sie ließen sich zum Bahnhof bekleiden.

Der Fahrdienstleiter stand schon wartend vor dem Bahnhofsgebäude und rief vom weiten schon,

Es geht weiter Herr Hauptmann,

Die Lok muss nur noch Wasser und Brennmaterial bunkern. Sie verabschiedeten sich und überprüften sofort die Anwesenheit der Kameraden auf Vollzähligkeit.

Alles da, sagte Werner erleichtert und setzte sich mit auf die Bahnsteigsbank vor dem Zug.

Die Lok wurde angekoppelt und bekam sofort das Ausfahrtsignal, Die Kameraden sprangen auf und setzten sich wieder in die weit geöffnete Waggongtür,

Wo sie die gesamte Zeit schon gesessen hatten.

Vor dem Bahnhof,

Standen noch die zwei Frauen und winkten ihnen nach. Hans versuchte etwas zu schlafen, doch er war zu aufgeregt, denn er wusste nicht was die Zukunft ihnen noch so alles bringen

Würde. Deshalb ließen sie nichts aus und nahmen aber auch ohne Ausnahme alles mit von sechzehn bis sechzig,

 

 

 

42.

Gab es für sie keine Tabus.

Das ewige holpern des Zuges regte sie mörderisch aus, denn das eine Rad hatte eine Unwucht,

Es musste irgendwann einmal blockiert haben,

Wobei sich etwas davon abschliff und diese Stelle löste jetzt regelmäßige Schläge aus.

Mit jeder Radumdrehung gab es ein Bum Geräusch.

Das ewige Bum- Bum zerrte an den Nerven und hämmerte sich in die Köpfe der Kameraden ein.

Gegen Morgen, konnte Dieter Warschau in seinen Block eintragen, der Zug allerdings rauchte mit einer Affengeschwindigkeit durch die Großstadt und sie sahen kaum etwas davon.

Die Küchenbullen kochten während der Fahrt Kartoffelsuppe mit Speck für die Einheit und hatten alle Hände voll zu tun, um auf dem offenen Rungenwagen nicht auf die Schnauze zu fallen wenn sie über die Weichen geschleudert wurden.

Pünktlich Zehn Uhr Abends erreichten sie den Bahnhof in Suwalki und begannen mit den entladen Panzer, Geschützschlepper usw. Hans bekam den Marschbefehl nach Poszeszupie,

Wo sie in ein kleines Waldstück in Ruhestellung gehen sollten bis sie ihren endgültigen Einsatzort erfahren würden. Sie setzten die Fahrzeuge in Bewegung und fuhren zu dem Ort, dessen Name kein Schein richtig aussprechen konnte. Sie begannen im Wald die Fahrzeuge und Geschütze zu Tarnen und stellten die Zelte auf.

Die Sonne stand schon wieder hoch am Himmel als die Kameraden mit der harten Arbeit fertig waren.

Hans ging mit Werner ein Stückchen den Feldweg

 

 

 

43.

Entlang, der so einladend vor ihnen lag,

Bis sie an einen Bauernhof angelangten. Hier ist das Paradies, sagte Werner lächelnd zu Hans.

Sie sahen eine ganze Menge

Frauen, die all in einer gebückten Haltung Kartoffeln aufsammelten.

Wo sie die großen dicken Hintern sahen, schlug ihr Herz doppelt so schnell. Komm das sehen wir uns näher an, sagte Hans,

Und sie gingen dicht an den Frauen vorbei und grüßten sie höflich, das machte Eindruck bei den Polenweibern. Als sie in den kleines verlaustes Polendorf angekommen waren, gingen sie in das Gasthaus,

Wo ein paar Volksdeutsche sich zum Skat versammelt hatten und ließen sich von ihnen über die Lage und die Menschen hier aufklären.

Als sie erfuhren, das es nur ein paar alte Männer im Dorf gab und selbst da kämen Ca.

Zwölf Frauen auf einen Mann, waren sie überglücklich. Sie tranken ein paar Gläser Wein und machten sich zurück auf den Weg zu ihrer Einheit,

Wo ihnen Tigerpanzer entgegen kamen die neben ihn in Stellung lagen und nun an die HKL abkommandiert wurden.

Hoffentlich müssen wir nicht so schnell nach vorn, sagte Hans, und Werner stimmte ihnen zu. Sie gingen in ihre Ruhestellung zurück und legten sich in ihre Zelte um etwas auszuruhen.

Als die Sonne im Begriff war gerade unter zu gehen, machten sie sich wieder auf den Weg über den Feldweg.

 

 

 

44.

An einer Wiese wendeten zwei Frauen gerade das Heu, und die Sprachen sie an.

Es waren zu ihrem Glück zwei Volksdeutsche deren Männern beide bei Stalingrad gefallen waren.

Sie hatten schon lange keinen Mann mehr im Bett und sie kamen ihnen gerade recht.

Sie gingen mit auf den nahe gelegenen kleinen Bauernhof und setzten sich im Hof auf eine Bank,

Während die Frauen die Schweine fütterten. Danach gingen sie im Garten in einer alten großen Zinkwanne baden und zogen sich frische Sachen an,

Da es noch sehr warm war, waren es nur dünne Sommerkleider. Sie aasen mit den zweien Abendbrot und sie machten sich besser miteinander bekannt.

Sie hatten noch ein paar Polinnen mit auf dem Hof,

Die hier zwangsverpflichtet waren und in der Scheune wohnten.

Sie flirteten mit den Polinnen genauso wie mit den zwei Volksdeutschen, denn denen auch einen zu verbrummen, war für sie Ehrensache.

In den nächsten Tagen kamen sie regelmäßig auf den Hof und bürsteten wer gerade da war. Leider dauerte die Herrlichkeit nicht lange und sie wurden an der Vordersten Front mit eingebunden.

Sie erwarteten eine Panzerabwehrschlacht in den nächsten Tagen.

Hans wies seine Feldwebel an genausten darauf zu achten das bei den Frischlingen, aale glatt gehen würde. Die Kameraden waren voller Zuversicht,

Lag doch die SS Division das Reich vor ihnen um den

 

 

 

 

45.

Feind gebührend zu empfangen.

Die meisten von den hier liegenden Einheiten hatten noch keine Fronterfahrung und kannten die Russen nur das der Propaganda des Herrn Göpels.

Einig klaubten sogar das die Russen keine richtigen Menschen seien und sich von jungen Hunden und Würmern ernähren würden.

Sie hatten einfach ein abscheuliches Feindbild von ihren Ausbildern eingehämmert bekommen und klaubten fest daran.

Denen kann noch nicht einmal ein Doktor helfen, sagte Werner zu Hans als sie die Frontlinie abschritten.

Der Geschützdonner war noch weit weg und sie mussten genau hinhören um die Granateinschläge mitzubekommen. Noch schien die vorderste Front noch zu halten und sie konnten in aller Ruge an der Festung Europa weiter herum basteln und hier und da noch ein paar Lücken schließen.

Ihre Stellungen waren perfekt gewählt und eingerichtet, nun machte sich die lange Weile breit und die Kameraden wurden zusehends

unruhig. Versucht zu schlafen, sagte Hans immer zu ihnen, denn wenn es erst einmal hier so richtig losgeht, findet ihr vielleicht Wochenlang keinen Schlaf mehr und ihr würdet euch an diese Ruhe zurück erinnern und jede Minute bereuen die ihr nicht geschlafen habt.

Die beiden Unterfeldwebel Max und Horst machten sich ausgezeichnet,

Sie hatten die Truppe voll im Griff und nahmen Hans die gesamte Arbeit ab, das kam ihn sehr Recht,

Denn so hatte er ein bisschen mehr Zeit für sich und

 

 

 

46.

Konnte so manche anderen Dinge erledigen.

In den Morgengauen wurden sie aus dem Schlaf gerissen, die Russen hatten eine Großoffensive gestartet und sie wurden mit Fernfeuer eingedeckt.

Vereinzelte Granaten flogen sogar bis zu ihnen in die letzte Linie. Voll Deckung rief Werner,

Und lasst mir bloß euere Köpfe unten, sonst werden sie euch wegrasiert. Schon nach kurzer Zeit geriet die gesamte Front in Panik und es gelang den Russen sie bei Niemirow aufzureißen.

Nun schickte die Oberste Heeresleitung alle verfügbaren Truppen zur Verstärkung dort hin, und sie Zogen auch die SS Division das Reich hier ab um sie mit bei Biata Polaska einzusetzen.

Als sie abgerückt waren, wurde es wieder ruhig in der Gegend, die Hauptstoßrichtung ging an ihnen vorbei. Verlassen und allein lagen sie an der Font,

Bis auch für sie der Befehl für den Rückzug kam. Sie sollten sich nach Ojcowizna in ein Waldstück absetzen und auf weiter befehle Warten.

Sie machten sich fertig und begannen mit den gesamten Abmarsch zuerst fuhren wie immer die Jagdpanzer, gefolgt von den Geschützschleppern mit der Pak. Plötzlich brach hinter ihnen die Hölle los,

Das Fernfeuer setzte wieder ein und schoss in kürzester Zeit ihre gesamte Logistik zusammen.

Sie konnten nur gas geben um aus dem Feuerbereich der Russen zu kommen.

Hans sah gerade noch wie es die Tankwagen mit dem Sprit erwischt hatte und die eine Kettenreaktion auslösten

 

 

 

47.

Die auch die Munitionswagen und die Feldküchen mit erwischte. So ein Scheiß, sagte Werner,

Zum Glück hatte Hans alle Fahrzeuge vor Fahrtantritt noch einmal betanken lassen.

Jetzt hatten sie weder Verpflegung noch genügend Kraftstoff für die Panzer.

Hans ließ sich eine Verbindung zu General Model herstellen und machte Meldung, der

Versprach ihnen einpaar Tankwagen entgegen zu schicken mit zwei LKWs Kaltversorgung, damit sie für das erste über die Runden kommen würden.

Sie mussten es auf alle Fälle schaffen ihren Bestimmungsort bis zum Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.

Sie fuhren auf einer staubigen Landstraße zwischen Weiden und Büschen entlang, als eine laute Stimme rief, voll Deckung, Tiefflieger.

Im selben Moment sahen sie schon die IL2 der Russen mit ratternden Bordkanonen auf sich zu rasen.

Sie sprangen aus den Fahrzeugen und hörten auch schon die Bomben krachen. Die Russen machten sich mit zwei Staffeln über die Jagdpanzer her und schossen sie alle zusammen bis sie brennend auf der Straße standen,

Dann griffen sie auch die Geschützschlepper an und schossen ein paar von ihnen in Brand,

Bevor sie genau so schnell wieder verschwanden wie sie gekommen waren. Hans ging mit Werner die Fahrzeuge ab und sie sahen massenhaft die toten Kameraden zum teil sogar noch brennend herumliegen.

Neben dem Kommandofahrzeug lag Dieter, eine Garbe

 

 

 

 

48.

Aus der Bordkanone hatte ihn die Brust zerfetzt.

Er musste sofort tot gewesen sein. Leichenteile hingen bis in den Kronen der Kopfweiden, die Wucht der Bombenexplosionen hatte sie dahin geschleudert.

Eine unsagbare Wut auf die Russen machte sich unter den Kameraden breit, denn für sie war das ein feiger Überfall, und kein Soldat sollte sterben ohne sich wehren zu können. Das war einfach nur feige,

Aber sie kannten die Russen auch nur als hinterhältige feige Lumpen,

Die man alle samt an die Wand stellen sollte.

Tief war de Schmerz bei den Kameraden,

Unzählige verwundete lagen herum und schrien vor Schmerzen,

Und sie hatten noch nicht mal mehr einen Sani.

Und es blieb ihnen nichts anderes übrig als die transportfähigen verwundeten auf die noch in takten LKWs zu laden und zu hoffen dass sich eine gute Seele den armen Schweinen annehmen würde die sie zurücklassen mussten.

Der Hohlweg in den sie standen, war in beide Richtungen hin blockiert und sie hatten kein schweres Räumgerät.

Mit den letzten Geschützschlepper versuchten sie den Schrott

Auf die Seite zu ziehen um eine Gasse zu bilden. Hans war mit Werner etwas oberhalb auf den Berg gegangen um nach Tieffliegern Ausschau zu halten,

Als sie eine Brigade russischer T34 Panzer ausmachten die sich noch in der Ferne befand,

Aber auf sie zu steuerte. Denen bereiten wir einen

 

 

 

 

49.

Gebührenden Empfang, sagte Hans.

Denn es war ihnen noch nicht gelungen den gesamten Schrott auf die Seite zu ziehen.

Hans gab Gefechtsalarm

Und machte eine Kurze Lagebesprechung. Sie luden ein paar Kisten mit Panzerfäusten und Haftmienen ab und bauten auf die Schnelle gute sichere Stellungen für die Panzerfaustschützen aus.

Die zerstörten Pak Geschütze stellten sie gut sichtbar am Waldrand auf, die sollten der Köter sein.

Hans befahl einigen Kameraden kleine Löcher auszuheben und wieder zu zuschütten.

So wollte er den Eindruck eines frisch angelegten Mienenfeldes erzeugen um die Russischen Panzer in eine gute Abschussposition zu zwingen.

Sie legten das Feld Trichterförmig an, so dass ihnen zum Schluss nur noch eine schmale Gasse ohne Wendemöglichkeit blieb.

An der linken Flanke brachten sie in Windeseile die noch intakten Geschütze in Stellung und stellten die nötige Panzerbrechende Munition bereit.

An der rechten Flanke lagen die Panzerfaustschützen gut getarnt in ihren Stellungen und lauerten hasserfüllt auf die verdammten Muschkoten.

Noch waren sie weit weg und man hatte genügend Zeit die Panzerfalle weiter auszubauen,

Die zerstörten Geschütze bemannten sie mit toten Soldaten und ein paar leicht verwundete hatten die Aufgabe sich zwischen den Geschützen zu bewegen bis die Russen nahe genug waren und das Feuer eröffneten. Dann sollten sie gut sichtbar die Flucht nach hinten

 

 

 

50.

Antreten und sie hinter sich her locken.

Die Panzer kamen immer näher und in den Kameraden stieg das Adrenalin immer weiter nach oben. Angespannt, lagen sie mit der Panzerfaust im Anschlag regungslos in ihren Stellungen und lauerten auf sie wie ein Kater vor dem Mäuseloch.

Hans lag mit Werner in einer guten Position, wo sie das gesamte Geschehen gut Koordinieren konnten. Hoffentlich fallen sie auf den Trick mit den Mienen herein, sagte Werner zu Hans. Ich denke doch,

Erwiderte

Hans, denk dich doch einmal in die Lage der Panzerkommandanten, würdest du freiwillig durch ein Mienenfeld fahren,

Denn dass da keine liegen, wissen nur wir, und ich glaube kaum dass es jemand mit der Panzerkette herausfinden will. Stimmt, sagte Werner, denn dann sind sie Futter für unsere Scharfschützen.

Langsam kamen die roten Hund immer näher und nahmen Witterung auf.

Sie eröffneten das Feuer auf die defekten Geschütze, und die verwundeten Kameraden rannten schnell weg.

Nun folgten sie ihnen um ihnen den Rest zu geben.

Sie handelten genau so wie es Hans vorausgesagt hatte, sie schluckten den Köter mit dem Mienenfeld und fuhren in die vorherbestimmte Gasse ein und lagen plötzlich wie fette Enten auf einen Teich vor ihnen. Hans verschoss eine Leuchtkugel,

Und die Kameraden eröffneten Zeitgleich das Feuer auf die Hunde. Es brach

Die Hölle los, Panzertürme flogen durch die Luft und

 

 

 

51.

Andere explorierten oder brannten einfach nur aus. Brennende Russen die das weite suchen wollten bekamen den Gnadenschuss von den Deutschen Scharfschützen. Das gesamte Gefecht dauerte nur wenige Minuten,

War aber ein voller Erfolg ohne eigene Verluste zu haben. Langsam machten sie sich wieder an die Arbeit,

die Intakten Fahrzeuge wieder flott zu machen.

Gegen Abend war es dann so weit. Hans beschloss ab sofort nur noch nachts zu fahren und die Tage lieber in irgendwelchen Wäldern zu verbringen.

Unterwegs sammelten sie einige Versprengte Kameraden auf, die sich ihnen für das erste anschlossen. Langsam aber sicher,

Nahmen die Flüchtlings Trecks zu und verstopften die Straßen mit ihren Pferdefuhrwerken.

 

Als sich das Kaos wieder langsam auflöste, wurde die Font wieder stabil und hielt.

An verschiedenen Stellen war es gelungen den Feind wieder zurück zuwerfen.

Hans hatte seinen Bestimmungsort erreicht, und seine Verluste wurden wie mit General Model besprochen wieder ausgeglichen. Jetzt hatten sie wieder eine Feldversorgung,

Sanitäter und genügend Sprit.

Was ihnen fehlte waren die Jagdpanzer wo sie den Sprit einfüllen konnten und die Geschützschlepper,

Von den Pak Geschützen ganz zu schweigen

Da die Einheit nicht Kampffähig war,

Sollten sie sich in das Hinterland nach Rumin in ein

 

 

 

52.

Waldstück absetzen und auf weitere Befehle warten. Werner schaute auf der Karte nach und sagte,

Da ist ein kleines Dorf, Wald und ein kleiner Fluss zum Baden, was wollen wir noch mehr.

Werner ließ die Fahrzeuge alle Einsatzbereit machen, und bei Einbruch der Dunkelheit setzte sich die Kolonne in Bewegung.

Langsam und schwerfällig

Bewegten sie sich durch die Flüchtlingstrecks und schoben sich Kilometer um Kilometer ihrem Ziel entgegen.

Gegen Morgen erreichten sie bei Tagesanbruch Teresin, wo sie unweit der Kleinstadt in ein größeres Waldgrundstück in Ruhestellung gingen.

Da Russische Aufklärer am Himmel sich dummelten und ungehindert ihre Bahnen zogen, ließ Hans die Feldküchen nicht befeuern, und die Küchenbullen,

Gaben nur Kaltverpflegung aus.

Die Kameraden tarnten die Fahrzeuge und legten sich mit ein paar Decken in den Schatten.

Hans hatte die halbe Nacht auf dem Fahrzeug geschlafen, und war immer noch hundemüde.

Ich hau mich auch noch eine Stunde auf das Ohr,

Sagte er zu Werner, wenn was ist,

Dann wecke mich. Werner würde am liebsten in der Stadt auf die Jagt gehen,

Aber am Tag versprach er sich keinen Erfolg, und im Puff wollte er sich nicht den Schwanz verbrennen.

Er nahm sich ein Fernglas und ging dem Waldweg entlang um die Zeit etwas tot zu schlagen.

Als er am Waldrand angelangt war,

 

 

 

53.

Sah er einen Hochstand.

Hier setzte er sich drauf und beobachtete die gesamte Umgebung. Außer ein paar alten Weibern die auf dem Feld vor ihnen die Rüben hackten

Konnte er nichts ausmachen. Als beobachtete er sie und versuchte immer wieder einen Blick unter ihre Röcke zu erhaschen, als sie sich bückten.

Doch er saß zu hoch und sie bückten sich einfach nicht tief genug.

Nun stieg er leise und langsam wieder von dem Hochstand um sein Glück von unten zu versuchen,

Doch hier waren niedrige Büsche und hohe Gräser hinderlich, und so schlich er sich auf dem Bauch bis an den Feldrand und beobachtete sie.

Doch irgendwie hatte eine der Frauen sein Fernglas in der Sonne aufblitzen sehen und wurde auf ihn aufmerksam, und beobachtete ihn heimlich um zu sehen was der da treiben würde.

Die Frauen setzten sich zusammen und machten eine Pause, sie tranken Tee aus einer Steinflasche und aasen wurst und Brot dazu.

Sie steckten die Köpfe zusammen und tuschelten leise mit einander. Als sie die Pause beendet hatten,

Zogen sie einige Bekleidungsgegenstände aus,

Denn die Sonne stand jetzt hoch am Himmel und ihnen wurde warm. So standen zwei vor ihnen und hatten den Oberkörper nur mit einem BH bekleidet.

Und irgendwie schienen ihre Röcke jetzt kürzer zu sein und sie bückten sich auch mit weit gespreizten Beinen viel

 

 

 

 

 

54.

tiefer als vorher. Werner schlich sich immer weiter nach vorn um mehr von ihnen zu sehen.

Nun bückten sie sich alle wieder und hoben die Röcke hoch und zeigten ihm den Arsch,

Lachten ihn aus und gingen weiter ihrer Arbeit nach. Jetzt hatte auch Werner begriffen dass seine Tarnung aufgeflogen war und ging zum Angriff über.

Er setzte sich jetzt direkt an den Feldrand auf einen Grenzstein und schaute ihnen weiter unter die Röcke,

Bis er ihre Gesicht im Glas hatte. Erschrocken trat er den Rückweg an, zusammen bringen die ja zweihundert Jahre Lebenserfahrung mit,

Sagte er so vor sich hin. Und das

War selbst ihn zu viel. Als er wieder im Lager zurück war, saß Hans mit einer Tasse kalten Tee im Schatten und aas ein Stück Brot dazu. Werner setzte sich neben ihn und sagte, du ahnst nicht was ich gerate erlebt habe!

Drei alte Weiber und noch scharf wie ein Rettig. Sind es Polen oder Volksdeutsche, fragte Hans?

Keine Ahnung, ich glaube Volksdeutsche,

erwiderte Werner. Komm zeig mir die alten Möbel einmal, sagte Hans und stand auf.

Zusammen gingen sie jetzt zu dem Feld, setzten sich an den Feldrand und schauten ihnen zu. Mit einer Hacke bewaffnet arbeiteten sie sich bückend und die Rüben hackend auf die zwei zu.

Von vorn konnten sie ihre Riesen großen Titten baumeln sehn. Hans gefiel was er das sah und sagte na warum nicht und begann ein Gespräch anzufangen.

Sie umgarnten die alten Weiber den gesamten Nachmittag

 

 

 

55.

Und schafften es doch tatsächlich sie alle drei durch zu vögeln. Mit Einbruch der Dunkelheit setzten sie ihren wen fort und wurden nie wieder in der Gegend gesehen.

Hans sagte zu Werner,

Die Pflaume einer alten ist mir lieber als der Tripper einer Junge Hure. Stimmt,

Sagte Werner und sie waren sich wieder einig, und wenn sie auch ihr selbst gesetztes Limit von sechzig überschritten hatten, eine Erfahrung war es auf alle Fälle wert. Sie waren gerade ein paar Kilometer gefahren,

Als ein Regulierungsposten sie Stoppte und and en Straßenrand tränkte.

Eine schwere Panzereinheit der Waffen SS war auf dem Weg zur Front und hatte Vorrang,

So waren sie bis in die frühen Morgenstunden festgenagelt und mussten ihre Fahrt doch am Tage weiter fortsetzen. Da sie schon genügend Platz zwischen sich und der Front geschaffen hatten war das Risiko nur minimal aber noch lange nicht null.

Da sie gegen Mittag bei Szubina wieder ein Waldstück sahen, gingen sie Hier für den Rest des Tages in Ruhestellung, denn Hans wollte kein Risiko mehr eingehen, denn er hatte bereits genug Kameraden fallen sehn. Er weißt sie Küchenbullen an beim kochen nur Brikett zu verwenden,

Denn die nahmen immer lieber Holz und das war oft noch zu nass und qualmte.

Eine Rauchsäule die aus einem Wald zum Himmel stieg war für die Russischen Jäger eine Einladung,

Doch essen wollten sie lieber allein.

Sie tarnten wie immer alles und legten sich im Schatten

 

 

 

56.

Hin um noch etwas Auszuruhen, besonders die Fahrer hatten es nötig,

Denn sie mussten bei Nacht mit den Tarnscheinwerfern fahren und das ging stark über die Konzentration. Werner saß mit Hans und Max an einen Baumstamm und sie vertrieben sich die Zeit mit Skatspielen.

Die Küchenbullen füllten heißen Tee in die Kübel und bereiteten das Mittagessen,

Was es heute erst am Abend gab vor. Andere Kameraden Rasierten sich oder schrieben Briefe nach Hause. Am Waldrand hatte ein

Kamerad eine Obstplantage ausgemacht, und hier standen ein paar Kornapfelbäume, wo der Wind schon einige Äpfel heruntergefegt hatte.

Sie ernteten die gesamten Äpfel für den Besitzer ab und der Küchenbulle gab sie mit als Nachtisch heraus.

Die Kameraden hatten an ihr Skatspiel keine Freude mehr und gingen lieber im Wald Beeren pflücken,

Denn hier gab es jede Menge Preiselbeeren. Am Abend gab es dann endlich eine Warmverpflegung und pünktlich mit Anbruch der Dunkelheit,

Setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung. Langsam kamen sie nur voran, denn die Flüchtlinge von der Russischen Grenze nahmen immer mehr zu. Teilweise fuhren sie neben den Straßen über die Felder um etwas schneller voran zu kommen.

Gegen neun Uhr Morgens, erreichten sie endlich ihren Bestimmungsort bei Rumin. Hundemüde tarnten sie die

Fahrzeuge und hörten Stimmen die von dem kleinen Fluss herüber schallten.

Neugierig schaute Hans, seinen Kameraden Werner an

 

 

 

57.

Und sie gingen der Sache auf den Grund.

Am Fluss, war ein kleines Wehr mit einer tiefen Stelle, hier badeten Kinder und junge Mädchen so wie auch ältere Semester.

Werners Augen begannen zu leuchten, denn hier würden sie für längere Zeit bleiben.

Denn das Kunststück mit der Panzerfalle, hatte sich im Generalstab herumgesprochen und sie hatten beschlossen den Hans mit seiner Fronterfahrung hier Panzernahkampfeinheiten ausbilden sollte.

Pioniere waren gerade dabei für sie die Unterkünfte zusammen zu schustern. Ständig rollten die Material LKWs an und brachten Nachschub,

Pioniere legten ein Übungsgelände auf einer Waldlichtung an und spickten sie mit schrottreifen Beutepanzern der Russen, um die Ausbildung so authentisch wie nur möglich zu gestalten.

Sie haben einen Munitionsbunker aus und lagerten Panzerfäuste und Pak Munition dort ein.

Die Küchenbullen bezogen eine feste Baracke und selbst Duschbaracken wurden in Windeseile aus dem Boden gestampft. Überall herrschte ein reges Treiben,

Doch das interessierte Werner kaum, er beobachtete lieber die jungen Dinger beim Baden,

Bis Hans ihn wegholte und mit einer Aufgabe betraute. Werner musste die Einteilung der Posten übernehmen und einen Wachplan erstellen,

Denn in so einer Gegend waren Partisanenüberfälle möglich.

Aus diesem Grund musste hier alles bewacht werden, denn ein Teil der Kohlen hatten schon den Besitzer

 

 

 

58.

Gewechselt.

Denn die Polen klauten alle wie die Raben. Was die Deutschen bei ihnen am Tag wegnahmen, holten sie bei Nacht zurück Es dauerte noch

Tage bis so einigermaßen Ordnung im Lager herrschte. Sie bekamen neue Rekruten und auch alte Frontkämpfer zur Panzernahkampfausbildung überstellt.

Hans teilte sie in Zwölfergruppen auf und nahm sich jede Gruppe gesondert vor.

Werner und die zwei Unterfeldwebel Müller und Leise unterstützten ihn dabei und so lief die Ausbildung reibungslos. Da es an Ausbildern noch mangelte,

Suchte sich Hans die Besten unter en alten Frontkämpfern aus und unterrichtete sie gesondert,

Um sie später mit als Ausbilder einzusetzen.

Sie brachten eine gewisse Fronterfahrung mit und das war eine sehr gute Voraussetzung.

Hans wusste dass Werner morgen seine 43 Geburtstage hatte, und wollte ihn eine spontane Überhaschungsfeier ausrichten.

Er fuhr am späten Nachmittag mit den Kübelwagen und den zwei Unterfeldwebeln los um die benötigten Dinge zu besorgen.

Auf einen nahe gelegenen Bauernhof, ließ sich Hans absetzen um ein kleines Schwein zu kaufen und was er so noch alles brauchte, damit die Küchenbullen einen Geburtstagskuchen backen konnten. Die zwei aber schickte er los um genügend Getränke und bunte Lampen oder wenigsten ein paar Kerzen aufzutreiben.

Hans saß auf dem Hof unter eine Linde auf einer Bank

 

 

 

 

59.

Und wartete auf die Bauerin,

Die noch in der Scheune war und von zwei Kindern geholt wurden. Hans sah sich um und sah wie üblich für diese Zeit, keine Männer.

Alle an der Front, der bereits gefallen, dachte er sich. Aber jede Menge Weiber gab es hier die den Hof in Schwung hielten.

Hans beobachtete sie und kam auf acht Frauen, und auf den Feldern, mussten ja auch noch welche sein.

Was machen die nur alle ohne einen Mann,

Hätte doch Hans zu gerne gewusst. Die Bauerin kam aus der Scheune,

Es war eine

Frau so um die Vierzig, groß gewachsen mit einer Üppigen Oberweite und weit ausladenden Hüften.

Man die ist dach genau das was der Stabsarzt verschreibt gegen den Frontkoller.

Er stellte sich vor und erzählte vom Geburtstag seines Feldwebels und besten Freundes.

Ich bin auf der suche nach einen kleinen Schwein, was schon etwas größer ist als ein normales Spanferkel.

Sie gingen zusammen in den Schweinestall und suchten ein Tier heraus. Ich bringe es dann morgen früh zu ihnen in das Lager, sagte sie. Ja erwiderte Hans,

Geben sie es beim Küchenbullen ab, der weis dann schon bescheid. Da Hans noch auf die beiden Unterfeldwebel warten musste,

Hatte er noch viel Zeit und unterhielt sich mit der Bauerin über alles was gerade an der Tagesordnung war.

 

 

 

 

60.

Er fragte sie direkt ob sie ein williges weibliches Wesen kennt, was er Werner zur Geburtstagsversüßung mit übergeben könne.

Acht das ist sicherlich kein Problem, schauen sie sich doch nur einmal um, hier gibt es genügend Frauen,

Und die meisten von ihnen würden so gar betteln um wieder einmal einen Mann in ihr bett zu bekommen.

Man merkte sofort dass sie alle schon seit längerer Zeit ohne Männer auskommen mussten,

Und Hans lud sie kurzer Hand alle zu der Feier ein. Am Fluss bei dem Wehr wo sie abends immer noch ein Bad nahmen, ließ Hans heimlich eine Tafel aufbauen und sie bereiteten ein Lagerfeuer vor.

Die zwei Unterfeldwebel sorgten dafür dass es auch an nichts fehlte, Vom Eierlikör bis zum Rotwein hatten sie alles organisiert und heimlich angeliefert.

Damit Werner nichts von all dem mitbekam, hatte ihn Hans mit zur Ausbildungsüberwachung raus geschickt.

Es war ihnen sogar gelungen eine kleine Blaskapelle die aus drei alten Männern bestand zu besorgen. Die Unterfeldwebel hatten

Ein paar Fässer Bier zum kühlen in den Fluss grollt und mit zweigen gut abgedeckt. Als gegen Abend die Kameraden von der Ausbildung hereinkamen,

Wollte Werner wie gewohnt eine Runde schwimmen gehen. Doch vorher musste er bei Hans seine Meldung machen, doch er fand sie nicht.

Er durchsuchte das gesamte Lager und fragte jeden, bis jemand sagte, der ist mit den anderen am Wehr.

Als Werner dort ankam, war die Überraschung groß.

 

 

 

 

61.

Er hatte doch seinen eigenen Geburtstag vergessen und war umso mehr erfreut dass seine Kameraden an ihn dachten, und so eine schöne Feier für ihn ausrichteten.

Er hatte gerade die Kerzen ausgeblasen,

Als die Frauen alle kamen und ihn mit einem Feldblumenstrauß in der Hand gratulierten.

Die älteren Herren spielten mit ihren Blasinstrumenten auf, und zwei Rekruten zündeten das Lagerfeuer an.

Der Rest der Einheit war im Lager und ahnte nichts von der Sause die hier gerade stattfand.

Es hätte ja auch nicht für alle gereicht und so feierte man wie üblich nur im Kleinen kreise.

Es war ein lauer warmer Sommerabend,

Kein Blatt bewegte sich an den Bäumen.

Ein paar Kameraden hatten das gesamte Wehr mit brennenden Kerzen und Fackeln ausgeleuchtet.

Sie machten sich über das Spanferkel her und tranken ausgiebig Bier und Schnaps dazu.

Nach fortgeschrittener Stunde,

Kamen die ersten auf die Idee sich auszuziehen um im Fackelschein ein kühles Bad zu nehmen.

Die Frauen machten mit und im nu waren sie alle im Wasser.

Hans saß mit der Bäuerin noch an der Tafel und knutschte mit einander, bis die ersten wieder aus dem Wasser kamen. Dann verschwanden sie im Dunkel der Nacht und machten noch mehr.

Werner fühlte sich sichtlich wohl im Wasser, hatte er doch in jeden Arm eine

nackte Frau. Alle kamen in dieser Nacht gehörig auf ihre Kosten und die Blaskapelle spielte bis in die frühen

 

 

 

62.

Morgenstunden.

Hans hatte sie gar Fürstlich entlohnt für ihre Dienste, und so vergasen sie sogar was sie in dieser Nacht gesehen und gehört hatten. Als die Sonne wieder ihren Dienst antrat, lag noch so manche Schnapsleiche in der Gegend herum und versuchte seinen Kater zu vertreiben.

Werner der kaum etwas getrunken hatte, beschäftigte sich immer noch mit dem Weiblichen Geschlecht. Hans hatte für die gesamte Einheit heute Dienstfrei angeordnet.

Es war wieder eine verdammt heiße Nacht,

Obwohl der Sommer sich dem Ende neigte,

Die Kameraden lagen in ihren Unterkünften und hörten den sich nähernden Geschützdonner zu,

Die Front war wieder in Bewegung geraden und die Schlacht um Warschau war seit Tagen

Schon verloren, und wo die HKL zurzeit sich befindet, wussten sie nicht.

Also konnten sie nur spekulieren. Die schwersten Geschütze der Wehrmacht, konnte man bei Nacht höchstens dreißig Kilometer weit hören,

und das auch nur wenn absolute Stille herrschte und der Wind aus Richtung Front wehte.

Die Geschütze schossen in etwa noch einmal dreißig Kilometer weit und so ahnten sie dass der Feind höchstens sechzig bis achtzig Kilometer in diesen Abschnitt noch entfernt war. Da sie nur den ungenauen Wehrmachtsbericht täglich im Radio hören konnten, waren sie auf jede Information Angewiesen die sie kriegen konnten. Hans setzte sich mit Werner in den Kübelwagen und sie fuhren damit zur nächsten Hauptstrecke um sich mit zurückziehenden Truppen zu

 

 

 

63.

Beraten Bzw. herauszufinden wo eigentlich die Front sich im Moment befindet. Sie trafen Posten der Feldgendarmerie, doch die waren ahnungslos wie immer. Eine Artillerieeinheit der Waffen SS war auf dem Weg zur Front, und dessen Einsatzpunkt lag bei Kutno in einen Waldstück. Sie schauten auf der Karte nach und berechneten die Entfernung. Sie kamen auf Ca. neunzig Kilometer. Und wie ihnen der Gruppenführer der Waffen SS versicherte, sollte die Front dort noch halten,

Sie wären nur als Verstärkung angefordert und würden bei Kutno in Ruhestellung gehen. Sichtlich erleichtert, bedankte sich Hans für die Information, und sie bestiegen wieder den Kübelwagen um in das Lager zurück zu fahren. Unterwegs kam Werner auf die Idee die frohe Kunde auch auf dem Bauernhof mitzuteilen,

Denn die Weiber bereiteten schon seit Tagen einen Flüchtlingstreck vor und beluden die Pferdewagen mit ihrer Habe. Wenn sie die Treckerlaubnis schon hätten, wären sie auch schon lange

weg. Sie fuhren durch das weit geöffnete Tor auf den Hof und Hans drückte auf die Hupe um alle zu wecken.

Die Bäuerin schaute aus ihren Kammerfenster und fragte wer da ist und was los sei.

Die zwei traten aus dem Dunkel in den Lichtschein des Kammerfensters und Hans sagte, willst du uns nicht erst einmal rein lassen. Ach ihr seid es,

Erwiderte sie. Einen Moment ich schicke Eva zum Öffnen an die Vordertür.

Eva öffnete die Tür und als sie Werner sah, sagte sie, du willst wohl zu mir? Aber immer wenn du auch willst,

 

 

 

 

64.

Sagte er und fasste sie dabei an ihre großen dicken Möpse.

Sie nahm ihn an die Hand und zerrte ihn förmlich hinter sich her bis in ihr Zimmer. Hans ging zu der Bäuerin,

Die mittlerweile in einen Morgenmantel im Flur stand und ihn in die Küche winkte.

Sie kochte eine Tasse

Kaffee für jeden und sie sprachen über den vermuteten Frontverlauf. Sie hatte noch einiges Vieh auf dem Hof was sie nicht mitnehmen konnte,

Und das machte ihren großen Sorgen. Sie wollte es nicht ungefüttert für die Russen stehen lassen,

Und zum sinnlosen Abschlachten war es auch zu schade. Du kannst es ja an die Wehrmacht verkaufen,

Sagte Hans, ich rede gleich morgen früh mit unseren Logistikoffizier Major von Langenhagen.

Sie tranken in aller Ruhe ihren Kaffee aus und gingen zusammen in das Bett der Bäuerin um zu schlafen,

oder so. Als die kühle Herbstsonne durch die Fenster schaute, stand Hans am Fenster der Bäuerin und sah gegen den Himmel, schau sagte er und sie sahen zu wie ein großer Schwarm Graugänse am Himmel vorüber zog. In den nächsten Tagen wurde es zusehends kälter und man konnte nicht mehr im Fluss baden gehen. Der Pilzhauptseissong hatte begonnen und die Frauen waren vermehrt in dem Wald anzutreffen.

Sie hatten bestimmte Stellen wo sie sich fast regelmäßig mit den Frauen trafen und ihnen beim Pilze sammeln halfen. Zusehens wurden die Mischwälder lichter und es viel ihnen immer schwerer eine geeignete stelle zum Pilz

 

 

 

 

 

65.

Sammeln zu finden, bis sie Einästages sagte,

Ich habe die Treckerlaubnis, wir hauen morgen früh ab. Wo wollt ihr hin, fragte Hans. Meine Schwester hat ein Gehöft in Slubice.

Das liegt auf der anderen Oderseite bei Frankfurt Oder. Sie tobten sich noch einmal so richtig aus und verabschiedeten sich dann von einander. Sie drückte Hans einen Zettel in die Hand, wo die Adresse ihrer Schwester draufstand. Als Hans in das Lager zurückkam,

Herrschte da ein Riesen durcheinander. Gefechtsalarm, schrie Werner schon vom weiten. Hans rannte zur Kommandobaracke um zu

Erfahren was genauer los war.

Die fünfte Russische Panzerarmee war durchgebrochen und bewegte sich langsam auf sie zu.

Hans hatte die Befehle sie mit allen Mitteln aufzuhalten so lange er nur konnte.

Damit die Waffen SS neue starke Panzerverbände heranführen Konnten.

Ca. fünfunddreißig Kilometer von hier bei dem kleinen Ort Lesnica, hatten schon die Pioniere mit dem Bau von Schützengräben begonnen.

Hier wollte sich Hans auf eine Panzerabwehrschlacht einrichte. Bereits am Mittag war die gesamte Einheit dorthin verlegt worden.

Hans ließ Mienen auslegen, dass sie nicht genügend davon hatten, ließ wieder einige Attrappen mit anlegen. In früheren Einsätzen hatten sie Löscher gegraben,

Wo die Männer mit Haftmienen darin saßen, und während sie die Panzer überrollten.

Hafteten sie die Mienen am Boden der

 

 

 

66.

Panzerwanne an.

Doch diesen Trick hatten die Russen schnell durchschaut, und sie drehten auf der Stelle über den Löschern und zermalmten die sich darin befindlichen Kameraden mit ihren Panzerketten und brachten die Löscher zum Einsturz.

Diesmal wollte Hans sich das zum Nutzen machen, er ließ die Löscher nur flach ausheben und sie füllten sie mit Sprengstoff auf und legten eine Panzermiene als Zünder darauf, deckten alles mit den Stahlhelmen von gefallenen Kameraden ab und tarnten alles so schlecht,

Das selbst ein blinder die angeblichen Schützenlöscher sehen musste.

Sie brachten die Pak in Stellung und die Panzerfaustnahkampfschützen haben ihre Stellungen da aus wo sie keiner vermutete.

Sie lagen in den Kartoffelforschen mit einer Plane und Erde abgedeckt und gut von einen Mienenfeld gegen anrollende Panzer gesichert.

Die verfügbaren Jagdpanzer hielten sie in der Linken Flanke im Walt versteckt,

Sie sollten durch das angebliche Mienenfeld auf Befehl erst eingreifen wenn es nötig wäre.

Da Hans wusste,

Das die Russen am liebsten im Morgengrauen mit der Sonne im Rücken angreifen würde,

Ließ er die Pak gut sichtbar auf freies Feld aufstellen,

Bis die Russischen Aufklärer sie ein paar Mal überflogen hatte. Erst nach dem Einbruch der Dunkelheit,

 

 

 

 

67.

Ließ er einen Stellungswechsel durchführen und brachte die Geschütze in die richtige Position.

Er tat alles um die Russen wieder in eine vorbestimmte Position zu zwingen.

Am morgen gegen vier, ließ er die Stellungen besetzen und sie machten sich feuerbereit. Nun begann der Nervenkitzel wieder,

Minuten wurden zu Stunden und die trügerische Ruhe vor dem Sturm war ihnen unheimlich. Angespannt, hörten sie auf ein jedes Geräusch, bis kurz

Nach fünf ein gehöriges Trommelfeuer hernieder ging. Dank Hans, gingen die Granden an den Stellen nieder wo vorher die Pak gestanden hatte und richteten keinerlei Schaden an.

Eine unheimliche Stille machte sich wieder breit, bis sie das heulen der Panzermotoren vernahmen.

Volle Deckung, befahl Hans, es feuert keiner ohne meinen ausdrücklichen Befehl. Sie beobachteten die anrollenden Panzer schon vom Weiten.

Sie fuhren in den Korridor zwischen den Mienenfeldern ein und merkten erst zu spät dass der sich immer weiter verengte. Als sie die ersten Schützenlöscher sahen,

Fuhren sie bromt darauf zu um sie mit ihren Ketten zu zermalmen und brachten die vorbereiteten Sprengladungen zur Explosion.

Schon nach ein paar Sekunden, hatten sie die ersten sieben Panzer eingebüßt und hielten an.

Ein Kommandant, schaute mit einem Fernglas aus dem Panzerturm um die Lage aufzuklären.

Einer der Scharfschützen hatte ihn im Fadenkreuz und schickte ihnen einen Gruß genau zwischen die Augen.

 

 

 

68.

Leblos sackte er zusammen und rutschte in den Panzerturm zurück.

Nun versuchten sie im Rückwertsgang aus dem Mienenfeld wieder herauszukommen.

Hans ließ nun das Feuer der Pak eröffnen und sie knackten sofort zwei weitere von den Burschen.

Die Restlichen sechs wurden von den Panzerfaustschützen im Nahkampf ausgeschaltet.

Nun mussten nur noch die Scharfschützen die Muschkoten umlegen die die Panzer verlassen sollten.

Die Schlacht, war wieder ein voller Erfolg ohne eigene Verluste.

Die Jagdpanzer kamen wieder nicht zum Einsatz und ärgerten sich das sie nicht einmal einen Abschuss verzeichnen konnten. Weiter russische Panzereinheiten der fünften

Armeen zogen sich zurück und am Himmel zog eine Bomberflotte auf und warf ihre Todesladung mitten in ihr Zielgebiet, was wie ein Wunder immer noch die Stellen

Waren wo die Pak gestanden hatte.

Als sie wieder weg waren, stellte Hans die Geschütze wieder dahin und die Kameraden legten sich daneben, damit ihre Aufklärer ein befriedigendes Bild bekamen und sie keine zweite Welle starteten.

Sie lagen in aller ruhe neben ihren Geschützen, die zum Teil auf der Seite lagen, ein paar leere Munitionskisten, hatten sie in brand gesteckt. Von oben sollte alles nach einem erfolgreichen Angriff aussehen.

Die Aufklärer kamen und zogen ihre Bahnen. Hans ließ die Geschütze wieder in die Stellungen einbauen, und sie bereiteten die Abwehr des nächsten Angriffes vor.

 

 

 

69.

Er machte hier und

Da noch ein paar Verbesserungen einbauen, und bezog die ausgebrannten T34 mit in die Verteidigungsmaßname ein. Die Panzerfaustschützen,

Legten ihre Schützenstellungen direkt unter den Panzern an um so noch näher an die Feindespanzer heran zu kommen. Hans überwachte alles mit Werner zusammen, und sie sendeten Spähtrupps aus um die Russen aufzuspüren. Nach Stunden, kamen sie zurück und hatten keinen Russenpanzer ausgemacht,

Sie waren alle abgehauen. Unweit von hier stand ein defekter Munition’s LKW, wo sie gerade dabei waren die Kisten auf einen anderen zu verladen. Das könnte ihnen so passen, sagte Hans zu Werner,

Und sie schickten sofort zwei Panzerfaustschützen die ihnen den Gar ausmachten. Die Kameraden schlichen sich leise heran, setzten mit ihrer Panzerfaust an und zielten. Einer hatte sich den LKW Motor vorgenommen und der andere die schon auf dem LKW aufgestapelte Kisten mit der Panzermunition.

Die Russen, machten gerade eine Zigarettenpause. Zwei von ihnen saßen auf den Blanken des LKWs ein anderer saß dahinter und machte seine Morgentoilette.

Er hockte da und hielt sich dabei mit der einen Hand an den Reifen fest, in der anderen hatte er ein Stückchen Zeitungspapier.

Warte nur dich soll der Blitz beim scheißen treffen, ertönte eine Stimme, und sie feuerten zeitgleich ihre Panzerfäuste ab.

Es folgten zwei aufeinander folgende Explosionen und eine Stichflamme schoss in den Himmel. Von den Russen

 

 

 

70.

Aber war nichts mehr zu sehen,

Sie hatten sich einfach aufgelöst und schwebten nun auf Wolke sieben. Die Restliche Munition Exportierte und veranstaltete ein schönes Feuerwerk.

Die zwei Kameraden gingen zu ihrer Einheit zurück. Hans versuchte bereits seit Stunden Verbindung mit dem Generalsstab aufzunehmen

Und erst jetzt konnte er den Erfolg der Abwehrschlacht melden. Er bekam den Befehl zum Rückzug, die gesamte Front, war zusammengebrochen.

Es war der fünften Panzerarmee gelungen fünfzig Kilometer weiter Westlich auf breiter Front durchzubrechen.

Sie sollten sich im Eilmarsch nach Posen zurückziehen und sich beim Kommandanten der Zitatelle melden.

In Posen, bauten sie gerade die gesamte Stadt zur Festung aus, und konnten Panzerabwehrspezialisten brauchen.

Hans ließ die Stellungen räumen und die Fahrzeug Kolonne machte sich auf dem Weg.

Die Jagdpanzer fuhren wie immer zuerst, dann folgten sie und zum Schluss der Tross mit der gesamten Logistik. Panzer schrie Werner, über die Anhöhe kamen Panzer und griffen sie sofort in der Flanke an.

Die Hunde erwischen uns auf dem linken Fuß, sagte Hans und befahl den Jagdpanzer sie

Anzugreifen. Die Wendigen Tiger und Hetzer Panzer griffen sie verlustreich an, einige Panzerfaustschützen gingen eilig in eine günstige Position und halfen sie zu knacken.

Es war eine kurze aber heftige Schlacht, die sie mit

 

 

 

71.

Vierzig Prozent Verlust bezahlen mussten. Besonders die Jagdpanzer hatten sie einbüßen müssen,

Es blieben zum Schluss nur noch zwei lächerliche Hetzer, die sie nur in der Rüchzugsgeschwindigkeit hinderten. Sie sammelten ihre Verwundeten ein und setzten den Rückmarsch fort.

Sie waren kaum zwanzig Kilometer gefahren, als sie mit den Bordkanonen zweier Tiefflieger angegriffen wurden und sie ihnen hilflos ausgesetzt waren.

Zu ihren Glück waren die Jäger bereits auf dem Rückflug und ihr Sprit reichte nicht mehr aus für ein längeres Gefecht. Hans ließ die Kameraden wieder auf sitzen und sie setzen die Fahrt fort. Am liebsten würde Hans in irgendeinen Wald die Nacht abwarten,

Aber die Treckrussen waren ihnen zu dicht auf den Fersen wie ein paar bösartige alte Köter die einen Katze jagten. Sie fuhren was die Motoren hergaben,

Doch die Panzer überhitzten bei ständiger Höchstgeschwindigkeit, so waren sie gezwungen öfters einmal das Tempo zu drosseln.

Sie hielten nur an um nachzutanken selbst ihr Notdurft verrichteten sie während der Fahrt. Hans saß mit Werner in seinen Kübelwagen,

der an der Spitze fuhr, und sie studierten gerade die Landkarten, als vor ihnen ein Posten auftauchte und ihnen meldete das die Brücke zerstört ist und sie einen Umweg von sieben Kilometern fahren mussten.

Das hatte ihnen gerade noch gefehlt. Hans bog ab und sie fuhren zähneknirschend den verdammten Umweg. Ständig mit dem Blick in den Himmel schweifend,

Fuhren sie so schnell sie nur konnten. Mit jeden

 

 

 

72.

Kilometer denen sie

Vorwärts, nahmen die Flüchtlingstrecks wieder zu und andere sich zurückziehende Einheiten blockierten die Straßen.

Vom Himmel her stürzten sich regelmäßig die russischen Aasgeier vom Typ IL2 auf sie und ließen ihre Eier fallen. Sie beharkten die Flüchtlingstrecks bis die Bordkanonen keine Munition mehr hatten.

Hilflos waren sie den Jagdfliegern ausgeliefert,

Aus Verzweiflung schossen sie mit den Karabinern und Mg’s nach ihnen, mansche hatten sogar ihr Glück mit einer Panzerfaust versucht,

Doch es gelang ihnen nicht die Hunde vom Himmel zu fegen. Die Panzerabwehreinheit war bereits auf fünfundzwanzig Prozent geschrumpft und schrumpfte mit jedem Angriff schutzlos weiter. Als sie bei

Einbruch der Dunkelheit endlich den kleinen Ort Stupca erreichten, hatte sich die Front wieder stabilisiert und es kehrte wieder etwas Ruhe ein,

Sie übernachteten und fuhren bereits im Morgengrauen weiter und erreichten gegen Mittag Posen. Sie hatten noch eine Kampfstärke von achtzehn Mann und einen Jagdpanzer vom Typ Hetzer, die LKWs mit den Waffen und die gesamte Logistik,

Hatten sie wieder verloren. Hans machte Meldung beim Stadtkommandanten und erhielt den Befehl seine Leute nach seinen Ermessen in die Stadtverteidigung mit einzubeziehen. Posen glich einen Trümmerfeld,

Sie hatten ganze Häuserfronten gesprengt um ein freies Schussfeld zu haben. Hans inspizierte mit Werner die

 

 

 

73.

Gesamte Stadt und sie postierten ihre Leute an den wichtigsten Punkten und sorgten dafür dass alle verpflegt wurden und dass sie mit neuen Panzerfäusten ausgerüstet werden würden.

Posen war bereits von der gesamten Zivilbevölkerung geräumt worden und das Militär herrschte in der Stadt. Hans hatte sich gerade frisch Rasiert und gewaschen,

Als ein Melder mit einem schriftlichen Befehl zu ihnen kam. Er sollte mit seinen Ausbildern in die Heimat zurückkommen um wieder in Gotha Rekruten auszubilden, Seine Bravourstückchen waren bis nach Berlin durchgedrungen,

Und man war der Ansicht, dass sie als Ausbilder an der Heimatfront nützlicher waren. Lächelnd legte er den Befehl zusammen und ließ sich in der Schreibstube die Marschbefehle für alle Aushändigen.

Er lief langsam durch die Stadt, denn sie konnten ohnehin erst am kommenden Morgen losfahren. Zuerst traf er Werner und teilte ihnen die frohe Kunde mit, dann suchten sie die zwei Unterfeldwebel Leise und Müller. Sie gingen alle zurück in ihr Quartier

Und machten sich reisefertig. Schon mit Einbruch der Dunkelheit, legten sie sich schlafen um bei Tagesanbruch wieder fit zu sein.

Die anderen Kameraden hatten davon gehört und gaben ihn ihre Feldpostbriefe mit nach hause

, denn da würden sie schneller ihr Ziel erreichen.

Schon am frühen Morgen saßen sie auf dem Zug und bewegten sich in Richtung Heimat.

Sie hatten es sich auf einen offenen Rungenwagen bequem gemacht und genossen die Warme Herbstsonne.

 

 

 

74.

Langsam verließen sie den Güterbahnhof in Posen,

Einiger Kameraden winkten ihnen noch nach,

Und sie winkten zurück. Hans wusste,

Es würde ein Abschied für immer sein,

Und er war froh den Hexenkessel Polen entsprungen zu sein. In der Heimat wollten sie die ersten drei Tage einfach nur schlafen, denn das fehlte ihnen,

Wieder einmal in aller Ruhe in ein weiches Bett mit frischer Bettwäsche nach einen ausgiebigen Wannenbad zu schlafen.

Hier kannten sie meist nur Strohsäcke oder Hängematten. Sie freuten sich

Und sprachen die gesamte Zeit nur davon, was sie alles machen wollten. Doch nach ein Paar Stunden wurden sie erst wieder einmal aus ihren Träumen gerissen.

Der Zug hielt in Miedzyrzecz, und ihnen wurde die Lock abgehängt, denn die ging mit einen Munitionszug zurück nach Posen. Scheiße,

Sagte Werner und ging zu dem Fahrdienstleiter, doch der Hatte nur einen Leeren Kohlenzug anzubieten.

Egal sagte Hans, wir nehmen ihn. Er informierte die anderen und sie ergriffen ihre Habe um damit zu den anderen Bahnsteig zu gehen.

Ach du Schreck, sagte Werner, der Kohlenzug war bereits mit Flüchtlingen überfüllt. Sie suchten sich noch eine freie Stelle und ließen sich häuslich nieder. Kaum hatten sie sich etwas zu essen zu Recht gelegt,

Starrten sie auch schon einige Kinderaugen hungrig an. Werner schmierte für sie ein paar Leberwurstbrote und reichte sie den Kindern herüber,

 

 

 

 

75.

Bis ihre Vorräte erschöpft waren. Hans hatte noch eine halbe Dose Fliegerschokolade, die gab er den Kindern. Endlich rollte der Zug an und sie setzten sich in Bewegung, immer wenn sie sehen wollten,

Wo sie gerade waren, musste einer hoch klettern und über die Bordwand des Kohlenwaggongs schauen.

Durch den aufgewirbelten Kohlenstaub,

Sahen sie alle wie die Neger aus,

Und auch die Uniformen wurden zusehends schwärzer. Wenn das so weiter geht,

Sagte Unterfeldwebel Leise, denken die bei unserer Ankunft noch wir seien von der SS. Stimmt,

Sagte Werner und alle mussten wie auf Kommando loslachen. Nach weiteren drei stunden Schleichfahrt über die Zahlreichen Abstellgleise,

Standen sie wieder auf einen kleinen Bahnhof in Sulecin. Hans sagte leise zu Werner mit dem kleinen Zettel in der Hand auf dem die Adresse der Bäuerin aus Rumin stand. Die sind hier ganz in der

Nähe, und für einen Abstecher nehmen wir uns die Zeit, da können wir erst einmal unsere Klamotten waschen. Gute Idee, sagte Werner und holte die Landkarte hervor. Stubice hat sogar einen Bahnhof,

Sagte er. Als die Gegenzüge in Richtung Front durch waren, setzten sie sich wieder in Bewegung.

Hans kletterte zum Lockführer vor und wies ihnen an in Stubice auf dem Bahnhof langsam zu fahren,

Damit sie abspringen konnten.

Kaum auf dem Bahnhof angekommen, sprangen sie alle vier ab und folgten den weg in das Dorf. Hans fragte ein kleines Mädchen nach dem Weg und sie ging vorne weg,

 

 

 

76.

Und zeigte ihnen das Bauerngehöft.

Die Wiedersehensfreude war groß und die Frauen wuschen ihnen ihre Uniformen und was sonnst noch alles gewaschen werden musste.

Sie heizten in einem

Waschhaus den Kessel, und machten Unmengen von Wasser heiß.

Sie stellten zwei große Zinkwannen auf und die Kameraden konnten erst einmal ein Bad nehmen,

Denn so einen Treckmatz wollte keine von ihnen in ihren bett haben.

Sie schruppten sich gegenseitig die Rücken ab und gossen sich warmes Wasser über die Köpfe um die Seife aus den Haaren zu spülen.

Die Frauen hatten in der Zwischenzeit den Tisch gedeckt, damit sie erst wieder einmal zu Kräften kamen,

Denn die brauchten sie für die kommende Nacht.

Die Kameraden hauten ordentlich hinein und brachten ihre Sachen wieder in Ordnung,

Denn der Kohlenstaub war sogar bis in das Magazin ihrer Luger herein gekrochen.

Sie saßen am Küchentisch und reinigten ihre Waffen und ölten sie gründlich wie sie es in ihrer eigenen Ausbildung gelernt hatten.

Werner umgarnte schon wieder die Weiber und klopfte ihnen auf dem Hindern.

Die Unterfeldwebel waren zurückhaltend und mussten regelrecht von den Weibern verführt werden eher sie begriffen warum sie auf dem Bauernhof gelandet waren. Sie verbrachten den Rest des Tages auf dem Hof und schauten den Frauen bei der schweren Stallarbeit zu und

 

 

 

77.

Während sie die Kühe molken,

Übte Werner das Melken an der Melkerin, bis sie zwischen den Strohballen erst einmal ihren trieben freien lauf ließen.

Der Tag verging nur schleppend, und die Nacht wurde besonders lang. Die gute alte Sonne ging ja jetzt auch bedeutend ehr unter und wesentlich später wieder auf. Die dazu gewonnene Zeit nutzten sie in ihren Betten sinnvoll aus bis sie am frühen Morgen alle noch hundemüde am Frühstückstisch saßen.

Noch eine Stunde und sie würden schon wieder in den nächsten Zug sitzen. Die Bauerin erzählte ihnen,

Das sie schon wieder den Antrag auf eine

Treckerlaubnis gestellt hatte und mit Allem was sie hatten auf die Deutsche Seite herüber zu wechseln. Aber der Stadtkommandant von Frankfurt Oder hatte ihnen die Erlaubnis verweigert.

Hans beschloss zu Fuß über die Oderbrücke zu gehen und stattete den Stadtkommandanten einen Besuch ab.

Es war ein sehr netter offener Mann mit viel Verständnis für sein anliegen.

Er wie seinen Atjutanden an sich persönlich der Sache anzunehmen und die Treckerlaubnis mit den Ziel Thüringen noch heute zu überbringen.

Da der Kommandant einen Transport nach Dessau in eine Munitionsfabrik zusammengestellt hatte,

Bot er Hans an mit seinen Leuten als Bekleidung bis dorthin mit zufahre.

Da es ohnehin auf der Strecke nach Gotha lag, willigte er ein. Sie saßen beide am Fenster und tranken in aller Ruhe

 

 

 

78.

Ihr Gläschen Wein aus und sprachen über die angespannte Lage an der Front.

Hans verabschiedete sich, als sein Gläschen leer war, und ging zu seinen Kameraden und sagte.

He Werner, wir haben eine Mitfahrgelegenheit bis Dessau, sag es den anderen, ich will noch etwas zu Saufen für Unterwegs besorgen.

Wir treffen uns in zwei Stunden vorn am Haupttor. Hans wusste dass es Zeitverschwendung war erst alle Kneipen nach Flaschenbier abzuklappern,

Deshalb ging er gleich in die nahe gelegene Brauerei, und bekam dort nicht nur seine drei Kästen Bier,

sondern auch noch einen Lehrling,

Der sie ihnen zum Haupttor der Kommandozentrale brachte. Hans verstand sich brächtig mit dem Braumeister. Sie Experimentierten dort heimlich,

Und destillierten Bier zum Schnaps um. Das Teufelszeug hatte über siebzig Prozent und hatte einen leicht Malzigen Geschmack.

Hans luchste ihnen fünf Flaschen davon ab.

Er bezahlte sie mit guter Deutscher Reichsmark

Und verabschiedete sich von dem Braumeister.

Wieder am Haupttor angekommen,

Zeigte Hans seine Aktentasche und sagte dabei,

Ihr ratet nicht was ich hier habe. Die zwei Unterfeldwebel, hatten sich eine Feldkiste besorgt und sie

Bei dem Küchenbullen des Stadtkommandanten auffüllen lassen. Sie hatten ein paar Eiserne Kreuze dagegen eingetauscht.

Die wiederum nahmen sie den toten Kameraden ab, damit sie der Iwan nicht als Andenken mit nach Moskau

 

 

 

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Nimmt. Die Küchenbullen hatten nie eine Gelegenheit sich so ein Ding zu verdienen,

Und waren deshalb ganz wild darauf. Denn sie schindeten auch gerne Eindruck zuhause bei den Weibern.

Auf den Dörfern wo sie manchmal wohnten,

Gab es ja auch keine Streife und sie wurden so auch nicht dabei erwischt. Die LKWs rollten an,

Die Kameraden machten es sich auf der Ladefläche bequem. Sie klappten die Bordwandbänke herunter und,

Benutzten die Mittelbank als Tisch,

Soweit das möglich war. Sie saßen unter einer Plane wo ihnen der schon etwas kühle Herbstwind nichts anhaben konnte. Die LKWs kamen kaum voran,

Denn es waren einfach zu viele Flüchtlinge auf den Straßen, und so kam es das sie mehr standen als fuhren. Hans war nach vorn in das Führerhaus des Fahrers geklettert, um mit ihnen über eine Nebenstrecke zu sprechen, denn er war der Ansicht,

Dass sie dann schneller vorankommen würden. Nein sagte der Fahrer, wir haben den Eindeutigen Befehl,

Nur diese Straße zu benutzen, denn die Nebenstrecke ist den Fahrzeugen die zur Front fahren vorbehalten.

Das wusste Hans nicht,

Da der Fahrer sichtlich müde war, ließ er ihnen sich auf die Ladefläche legen und setzte Unterfeldwebel Leise an das Steuer.

Hier gab es wenigsten noch keine Tiefflieger und sie hatten auch keine Panzer oder Granaten zu befürchten. Hans hatte sich im Führungsfahrzeug eingenistet und trank gemütlich seine Flasche Bier.

Als sie wieder standen weil ein Pferd auf der Straße

 

 

 

80

Zusammen gebrochen war, stieg Hans aus um sich kurz die Beine zu vertreten.

Er sah den bedauernswerten Gaul an und zog seine Luger, um ihnen den Gnadenschuss zu geben,

Als ein paar Frauen ihn umringten und ihn anflehten es nicht zu tun. Sie wussten sonst nicht wie sie mit den schweren Leiterwagen und den Kindern weiter kommen sollten.

Hans sah den Gaul an und dachte nur das arme Vieh ist schon von Ostpreußen bis hierher gelatscht und soll nun auf der Landstraße sterben.

Er steckte seine Luger wieder ein, denn er hatte ja auch keine Ahnung von Pferden und die Frauen versicherten dass der Gaul nur etwas Ruhe brauchen

Würde. Sie spannten ihn aus,

so das er sich wieder

Hochrappeln konnte und führte ihn von der Straße auf

Ein Stoppelfeld, nun mussten sie nur noch den Leiterwagen von der Straße an den Rand zwischen den Bäumen schieben.

Da die Frauen zu schwach dazu waren, fassten alle mit an, damit die Straße endlich wieder frei werden würde und sie ihre Fahrt fortsetzen konnten.

Werner sehnte sich nach Gotha, und konnte es kaum abwarten seine Freundin wieder zu sehen.

Es machte immer einen Riesen Spaß wenn sie zu viert unterwegs waren und dabei die Kneipen unsicher machten. Er konnte es kaum abwarten.

Wenn sie doch wenigsten erst einmal in Dessau wären, dann könnten sie ja den Zug nehmen.

 

 

 

 

81.

Aber jetzt waren sie erst einmal in Seddin am See, da es

Bereits schon dämmerte und sich auf den Straßen sowieso nichts tat, beschlossen sie die Nacht hier zu verbringen. Sie sammelten Feuerholz und machten ein Lagerfeuer, denn die Nächte waren schon höllisch kalt und nicht selten unter der Nullgradgrenze.

Sie saßen um das Feuer herum und aasen ihre Konservenwurst mit Kommissbrot.

Hans hörte ein leises knacken aus dem Gebüsch herüber schallen und wendete seinen Blick in die Richtung. Zwei Kinder sahen ihnen beim essen zu,

Hans winkte sie zu sich und sie setzten sich mit an das wärmende Feuer und bekamen eine große Wurststulle von ihnen in die kleinen Händchen gedrückt.

Ihre Augen begannen zu leuchten und sie hauten ordentlich rein. Nach kurzer Zeit hörten sie wie eine Frau die Kinder rief. Die sind hier antwortete Werner,

Und die Frau kam herüber.

Sie war nur mit einen Handwagen beladen und den zwei Kindern von Königsberg bis hierher gelaufen.

Dem entsprechen zerlumpt und heruntergekommen sahen sie auch aus. Wo wollte ihre hin, fragte Hans?

Nach Ismaning, das ist bei München.

Da habt ihr euch ja etwas vorgenommen,

Sagte Hans, ein Stückchen könnt ihr mit uns mitkommen. Wir fahren mit dem LKWs nach Dessau und dann mit dem Zug nach Gotha.

Von dort aus ist es bis München mit dem Zug doch leicht möglich. Nein sagte sie,

Man hatte ihr unterwegs ihr gesamtes Geld und einen

 

 

 

 

82.

Großen Teil der Lebensmittel gestohlen.

Das lassen sie nur mal meine Sorge sein, sagte Hans. Sie hatten schon lange keine Gelegenheit mehr ihren Wehrsold auszugeben, und so machten sie eine kleine Sammlung und schon reichte es für Fahrkarten und etwas zu essen für die kleinen.

Als sie bei Sonnenaufgang wieder die Fahrzeuge bestiegen, kamen sie ganz gut voran und waren am Mittag bereits in

Wittenberge, nun würde es nur noch ein paar Stunden dauern. In Wittenberge lag eine Versorgungseinheit der Wehrmacht, hier Organisierten Hans frischen Proviant und es gelang ihnen sogar einen ganzen Kübel voll heißer Graupensuppe mit Hammelfleisch und Brot zu organisieren.

Sie hatten genug gekocht, und eine ganze Kompanie war nicht zum essen erschienen, und nun sollten sie alles wegschütten. Hans mauschelte noch ein bisschen mit den Küchenbullen und bekam ein paar Salami in einer Zeitung eingewickelt zugesteckt.

Sie bedankten sich, und füllten alle ihre Kochgeschirre noch einmal auf, bevor sie die Fahrt fortsetzten.

Wie zwei Engel, lagen die Kinder auf der Ladefläche auf den Rucksäcken und schliefen.

Sie waren alle satt und zufrieden, die warme Herbstsonne sorgte für die nötige

Beharrlichkeit und die Fahrer für ein schnelles vorankommen. Es war gegen drei Uhr,

Als sie alle am Hauptbahnhof von der Ladefläche kletterten. Hans studierte mit Werner den Fahrplan und

 

 

 

 

83.

Riefen den anderen zu, schnell,

Der fährt in zwanzig Minuten vom Bahnsteig vier.

Sie schleppten ihre Habe auf den Hahnsteig und sahen den Zug auch schon einfahren.

Sie stiegen alle ein und suchten sich einen gemütlichen Platz. Wir müssen in Leipzig umsteigen, sagte Hans, wenn ein Schaffner kommt,

Dann denkt einmal mit daran zu erfragen auf welchen Bahnsteig wie wann einen Anschluss nach Gotha haben. Die zwei Unterfeldwebel reichten ein paar Flaschen Bier in die Runde und Werner fütterte die Kinder mit Fliegerschokolade.

Mann konnte der Frau ansehen, dass sie sichtlich erleichtert war.

Ihr Mann zählte schon seit langen als vermisst. Sie hatten einen Hof in der Nähe von Königsberg vor ein paar Jahren übernommen, und den mussten sie jetzt wieder aufgeben. Sie hatte von anderen Frauen und Kameraden gehört,

Dass die Russen mit allen kurzen Prozess machten und die Frauen vergewaltigten,

und nicht selten bis der tot eintraf. Sie hatte viele der Gräuelgeschichten von sich zurückziehenden Soldaten und sich auf der Flucht befindlichen Frauen gehört.

Eine der Frauen war selbst betroffen und gerade noch mit dem Leben davongekommen.

Sie Erzählte was die Muschkoten mit ihr alles angestellt hatten und sie mit ihnen machen musste,

Damit sie am Leben bleiben durfte.

Mit Sex hatte das nichts zu tun, das War einfach nur

 

 

 

 

 

84.

Horror und Sadismus der schlimmsten Art.

Das wollte sie nicht auch erleben und nahm lieber die beschwerliche Reiße von Königsberg bis München auf sich. Gespannt hörten die

Kameraden zu, Hans und Werner hatten ja auch schon einiges gehört, aber da sie immer an der vordersten Front im Einsatz waren,

Wussten sie nur vom hören und sagen was in den von den Russen besetzten gebieten so alles los war.

Die Stimmung sank auf den Nullpunkt und ein unheimlicher Hass auf die Russen machte sich unter den Kameraden breit, sie schworen sich den ersten Russen den sie treffen würden eine Panzerfaust zwischen die Rippen zu jagen oder sie an den Schwänzen aufzuhängen. Sie hatten so manche Schlacht miterlebt,

Aber wo blieb da die Ehre eines Soldaten. Spätestens jetzt waren sie der Ansicht, das ein Herr Göppels recht hatte damit, wenn er die Russen als Polschewistiche Untermenschen deformierte.

Seit Jahren bekamen sie ein Feindbild eingehämmert, und wollten es nicht klauben. Doch nun lieferten die Russen die Beweise selber dazu,

Und sie mussten es klauben. Stück vor Stück näherten sie sich Leipzig, oder das was noch davon übrig war. Hans wechselte das Thema, um die Gedanken der Kameraden in andere Bahnen zu lenken.

Sie erzählten von zuhause und aus Friedenszeiten. Werner ging seiner Lieblingsbeschäftigung nach und stierte der jungen Frau in einen fort nur noch auf die Brüste.

Die Frau machte eventuell Mitte dreißig sein und hatte

 

 

 

 

85.

eine wunderbare Figur,

Er schloss die Augen und träumte davon wie es mit ihr wäre, bis ihn Hans anstieß und sagte, Leipzig oder willst du lieber weiter fahren.

Erschrocken fuhr Werner zusammen, viel zu kurz war sei Traum, denn die Letzten Minuten wurden zu Sekunden. Sie standen jetzt alle zwischen den Trümmern,

Was vorher der Bahnhof war und setzten sich auf ein paar verbogene Eisenträger.

Hans sprach mit dem Bahnhofsvorsteher und kam zurück mit den Worten, Jungs, das ist der blanke Anschiss,

Wir haben hier acht stunden Aufenthalt, aber es gibt wenigsten eine beheizte Baracke wo wir warten können. Sie setzten sich in die alte Holzbaracke die vorher das Schraubenlager der Gleisbauarbeiter war.

Und öffneten das Fenster, um erst einmal frische Luft hereinzulassen,

Denn es stank hier gar fürchterlich nach Diesel, Schmieröl und anderen Konservierungsmitteln der Weichen und Schrauben. In der Ecke, stand ein kleiner Kanonenofen mit einer Holzkiste voller Kohlen.

Die Fensterscheiben waren alle mit Sperrholzplatten vernagelt wurden da sie samt herausgesprungen waren.

Es gab ein paar Bänke,

Die vorher auf den Bahnsteigen gestanden hatten, und die boten den nötigen Platz um sich

Hinzusetzen, oder auch einmal hinzulegen. Hans ging mit Werner in die Stadt, um sich umzusehen. Nach einer halben Stunde, waren sie zurück.

 

 

 

 

86.

Hans sagte egal wo man hinschaut sieht alles gleich aus, alles nur noch ein Trümmerfeld.

Sie setzten sich mit in den stinkenden Warteraum und versuchten noch etwas zu schlafen.

Hans dachte an die Bombentrichter die gerade die Straßen von Leipzig zierten, und Werner starrte wieder der Frau auf die Brüste, bis ihnen die Augen zufielen.

Die Frau hatte es bemerkt und es war ihr sichtlich unangenehm. Hans der schon lange wusste wie der Hase lief, sagte zu ihr, mach dir nichts daraus,

Der ist harmlos. Schleppend verging die Zeit bis endlich der Zug kam, ärgerlich war nur das sie in Erfurt noch einmal umsteigen mussten. Sie

Quälten sich in den überfüllten Zug,

Wo ihnen im ersten Augenblick die Augen tränten vor lauter Zigarettenrauch. Hans sagte,

Macht doch jemand einmal ein Fenster auf,

Das hält ja kein Hund aus hier. Bromt kam eine Stimme zurück, erfroren sind schon viele,

Aber Erstunken ist noch keiner.

Hans sah in die Richtung aus der die Stimme kam,

Es war ein Oberstleutnant, da musste Hans kuschen und sagte nur jawohl, Herr Oberstleutnant.

Der begann zu lachen und lies für einen Moment alle Fenster öffnen bis der Qualm abgezogen war.

Jetzt konnten sie sogar bis an das Ende des Waggongs schauen und sahen dass hier jede Menge Kameraden mit einen kleinen Fresspaket ausgestattet waren,

Und das bedeute in aller Regel, Fronturlaub. Dementsprechend war die Stimmung unter ihnen

 

 

 

87.

Ausgelassen. Hans setzte sich mit zu dem Oberstleutnant der Infanterie und sie machten sich bekannt.

Ich heiße Paul, sagte er. Und ich bin Hans,

Auch nach Hause, fragte Hans?

Ja, Mutter wartet schon. Wo musst du hin, wollte Hans wissen? Nürnberg, sagte er. Ich habe hier eine junge Frau mit zwei Kindern, die müssen nach München,

Kannst du dich bis Nürnberg ihrer annehmen,

Fragte Hans? Aber ja doch, sagte er,

Das mache ich gern. Hans sagte dass sie in Erfurt umsteigen müssen und in Gotha bereits ihr Ziel erreicht haben. Der Oberstleutnant sagte,

Ich steige auch in Erfurt um, und bis Gotha fahren wir ja zusammen, bis wir über Eisenach, Fulda weiter fahren.

Er holte eine kleine silberne Taschenflasche aus der Innentasche seiner Jacke und bot Hans einen Weinbrand an. Hans nahm dankend an,

Und sagte wir haben Bierbrand. Was fragte er noch einmal, Bierbrand, was ist denn das.

Hans ließ sich von Max eine Flasche bringen und gab sie den Oberstleutnant. Er

Probierte uns sagte, gar nicht so übel, es hat eine leichte Malznote und schmeckt doch irgendwie nach Weizenkorn. Hans gab ihn die Flasche mit auf dem Weg und er nahm sie auch dankend an.

Werner war schon im Gedanken in Gotha und machte die Kaserne unsicher.

Als der Zug dann in Erfurt eingefahren war, hatten sie wieder fast drei Stunden Aufenthalt.

Sie gingen mit der Frau in die Bahnhofsgaststätte und bestellen für alle eine Erfurter Warme mit Senf und

 

 

 

88.

Brötchen. Es war ein reines Wunder,

Dem die großen Dinger überhaupt in die Kinder hinein passten. Es gab fische Fleischbrühe mit Ei und einen Brötchen, da hatte Hans schon lange wieder Appetit

Drauf, denn das hatten sie immer in Gotha in der Bahnhofswirtschaft bestellt.

Das gab es in den Wintermonaten in jeder Thüringer Kneipe zu kaufen, und wurde an kalten Tagen auch sehr gerne angenommen.

Langsam rückte der Uhrzeiger weiter und der Zug wurde bereitgestellt. Werner sagte, kommt wenn ihr nicht stehen wollt, denn der Bahnsteig war gerammelte voll von Reisenden und Militär.

Langsam gingen sie bis zu dem Anfang des Bahnsteiges, weil da noch keine Leute standen, nun hoffte man dass der Zug auch bis hier vor fahren würde.

Sonnst müssten sie ihr Marschgepäck und den Handwagen wieder zurück bringen. Sie hatten Glück, der Zug fuhr bis zu ihnen,

Und sie erreichten sogar den zweiten Waggong. Da der Zug erst hier eingesetzt wurde,

War er noch leer und sie hatten einen Guten Platz. Nach Auskunft des Zugschaffners, würde der Zug bis München fahren, und die Frau brauchte mit ihren zwei Kindern nicht noch einmal umsteigen.

Der Zugführer pfiff den Zug ab und er setzte sich langsam und schnaufend in Bewegung. Sie schauten aus dem Fenstern und sahen nach einer Zeit den Bahnhof von Bischleben, Neudietendorf, Wandersleben.

Hier begann ihr Frontabenteuer, wo Dieter Stak aus

 

 

 

89.

Siebleben noch die Stationen für seinen Sohn aufschrieb. Nun hatte Hans den Block mit den Namen in seinen Marschgepäck und musste ihn an seiner Stelle den kleinen bringen. Er hatte schon lange darüber nachgedacht, wusste aber nicht, wie er einen Elfjährigen klarmachen sollte dass

 

 

Sein Vater gefallen war.

Er hatte sogar ein schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber zu treten. Denn irgendwie fühlte er sich mitschuldig, obwohl er nichts dafür konnte,

Hatte er aber die Verantwortung für seine Kameraden. Doch wie er es auch drehte und

Wendete, hätte er den feigen Tieffliegerangriff nicht abwenden können.

Aber wie sollte er es seiner Frau klar machen, fragte er

 

 

 

90.

sich noch immer?

Es kam der Bahnhof von Seebergen und sie verabschiedeten sich von dem Oberstleutnant und er Frau mit ihren Kindern.

Der Zug lief in Gotha ein und sie stiegen aus.

Die Frau winkte mit ihren Kindern noch so lange bis der Zug den Bahnhof verlassen hatte.

Endlich wieder in Gotha, sie atmeten auf und verließen den Bahnhof. Sie setzten sich in das kleine runde Wartehäuschen der Straßenhahn,

Was gegen über vom Hauptbahnhof lag. Es hatte angefangen zu schneien und in Windeseile waren die Straßen schneeweiß.

Die Bäume und Büsche in den Vorgärten, zogen ihr winterliches Kleid an. Die Kameraden hatten nur den einen Gedanken,

ab in die Bürgeraukaserne und ein heißes Bad. Die alte gute Straßenbahn der Linie eins, hier kam sie angerumpelt und hielt mit quietschenden Rädern vor dem Häuschen. Der Schaffner stieg aus und rief,

Gotha, Hauptbahnhof, alles aussteigen. Der Fahrer der Straßenbahn ging zum anderen Ende und besetzte den an deren Führerstand um die Bahn in die andere Richtung wieder zurück zu bewegen.

Die Kameraden nahmen ihr Feldgepäck und stiegen in die gut geheizte Straßenbahn ein und warteten bis die Abfahrtsglocke ertönte.

Da setzte sich die gute alte Straßenbahn in Bewegung. Sie hatten sie schon vermisst,

Wie sie mit quietschenden Rädern durch die Innenstadt von Gotha fuhr. An der Bürgeraukaserne stiegen sie aus,

 

 

 

91.

Überquerten die Straße und meldeten sich beim Torposten an. Der OVD (Offizier vom Dienst) kam ihnen sofort entgegen gelaufen und begrüßte seinen alten Kameraden Hans persönlich.

Er zeigte ihnen die schon vorbereiteten Zimmer und bekleidete sie bis in die Kleiderkammer,

 

 

Wo sie sich neue Wäsche und Uniformen geben ließen, bevor sie für eine Stunde in die Wanne stiegen. Sie schruppten sich und verpassten sich eine neue Rasur, bevor sie in die Bahnhofstraße zu Meister Knopf gingen um sich einen neuen Haarschnitt abzuholen.

Sie gingen auf dem Rückweg gleich um die Ecke am Marschstall endlang und folgten die Parkstraße bis zum Schloss, wo sie nach rechts einbogen und an der

 

 

 

92.

Wasserkunst über den Marktplatz gingen,

Das war zu Fuß immer der kürzeste Weg in die Kaserne zurück. Es war kalt geworden und sie gingen in ihre warmen Zimmer und verdunkelten die Fenster. Die Kameraden waren alle hundemüde und schliefen bis zu nächsten Morgen ungestört durch.

Am Morgenappell, der ihn zu Ehren abgehalten wurde, mussten sie nach vorn

Treten. General Model war mit General non Bock persönlich angereist um die Auszeichnungen zu verleihen. Die beiden Unterfeldwebel wurden zum Feldwebel befördert und bekamen das Eiserne Kreuz erster klasse in Verbindung mit der Nahkampfspange in Silber.

Werner wurde Leutnant und bekam auch das EK1.

Hans stieg zum Major auf und bekam das EK1 und den Kriegsverdienstorden.

Sie bekamen obendrein alle noch zwei Wochen Sonderurlaub. Die frisch gebackenen Feldwebel machten sich mit ihren Auszeichnungen sofort auf den Weg nach

Hause

Am Bahnhof, trennten sich ihre Wege,

Denn Horst kam einen kleinen Ort bei Kassel und der verschlagene Max musste nach Weimar,

Was in der anderen Richtung lag. Hans rappelte sich mit Werner auf,

Und sie gingen nach Siebleben, zu Dieters Frau. Sie wusste zwar schon dass ihr Mann gefallen war,

Aber nicht wie, und sie wollten seine persönlichen Dinge mit dem Ehering und der goldenen Taschenuhr seiner

 

 

 

 

 

93.

Frau persönlich überbringen.

Es war sehr wichtig für den Jungen,

Das er den Block mit den Bahnstationen bekam, denn sein Vater hatte es ihnen versprochen.

Sie verbrachten den gesamten Nachmittag in Siebleben, bevor sie ihre Freundinnen an der Flugzeugfabrik von der Arbeit abholten.

Sie waren viel zu früh am Ostbahnhof,

Deshalb gingen sie in die Bahnhofswirtschaft, und tranken heiße Fleischbrühe.

Es war wirklich lausig kalt geworden und sie waren einfach nur Glücklich,

Das sie jetzt nicht in Polen waren um in einen zugigen Erdloch bei Minusgraden auf russische Panzer warten mussten.

Sie saßen am Fenster und schauten zu wie die Schneeflocken tanzten.

Der Bahnhofsvorsteher schippte Schnee und ein Lehrling hielt die Gleise frei. Da endlich konnte er die Weiber sehen.

Werner rannte heraus und nahm sie in Empfang.

Sie kamen mit in das Wirtshaus und begrüßten sich innig. Die Kameraden zogen ihre Mäntel an und gingen mit den Frauen nach hause,

Denn das war hier nicht der Angemessene Ort um Wiedersehen zu feiern. Sie gingen zum Abendessen ganz fein aus. Hans hatte einen Tisch im Hotel Maar bestellt, wo sie den gesamten Abend blieben.

Gegen elf, gingen sie, denn die Frauen mussten am anderen Morgen wieder zu Messerschmitt an das

 

 

 

 

94.

Fließband. Zuhause angekommen,

Machten sie schnell ein Feuer in dem Kachelofen,

Denn die Wohnung war eiskalt, und sie Frohren schon bei dem Gedanken den Mantel auszuziehen.

Sie saßen in der Stube auf dem Sofa und schauten den

 

 

Kachelofen an, der zwar brannte wie

Verrückt, aber seine Wärme noch nicht an die Stube abgab. Zusammen geschlungen saßen sie da und wärmten sich gegenseitig bis es in der Stube behaglich warm wurde und sie ihre Sachen ablegen konnten.

Nun tat der Ofen seinen Dienst, die Stube wurde angenehm warm, so dass sie die Tür zum Schlafzimmer

 

 

 

 

95.

Öffnen konnten damit die Wärme den Raum temperieren konnte.

Sie kuschelten sich wie schon so oft zu viert in ein Ehebett und gaben so richtig Gas bis sie sogar schwitzten.

Am frühen Morgen, verschwanden die Frauen wieder an die Arbeit, sie räumten die Wohnung auf und besorgten genügend Lebensmittel,

Denn Werner wollte eine Fischsuppe kochen, wie sie jeden Thüringer unbekannt war.

Wenn er was vom kochen verstand, dann waren es Fischgerichte.

Sie hatten in Polen schon an manchen See

Geangelt und Werner musste den Fisch immer zubereiten. Seine Eltern waren Fischer und hatten eine Fischräucherei, da musste er seit frühester Kindheit mit anpacken, wie das so üblich in einem Familienunternehmen war.

Sie durchstöberten alle Geschäfte, bis sie die passenden Kräuter und Gewürze zu dem Passenden Fisch zusammen hatten. Zum Hauptgericht sollte es gebratene Schölle mit Kräuterbutter geben. Hans hatte ein paar Flaschen passenden Moselwein dazu besorgt,

Und sie gingen in die Wohnung zurück. Damit der Ofen nicht ausgehen konnte.

Sie holten genügend Kohlen aus dem Keller und Hans saß am Fenster und schaute zu wie es schneite,

Während Werner wie ein Wiesel in der Küche herumwuselte. Schau dir die Weiber an, rief Hans,

Und Werner kam angelaufen und sagte was,

Weiber, wo.

Hans zeigte ihn ein Fenster.

 

 

 

96.

Du hast Recht, was machen die da, fragte Werner? Es schien der Umkleideraum der Druckerei Koch zu sein. Sie sahen eine stramme vollbusige Frau beim umkleiden zu. Man die hat aber auch ein Holz vor der Hütte,

 

 

Sagte Hans.

Sie schauten weiter zu bis die Frauen fertig waren und merkten sich die Uhrzeit. In den kommenden Tagen hatten sie jetzt pünktlich ihre Peepshow.

Ihre Freundinnen kamen immer pünktlich nach Hause und sie aasen zusammen und machten es sich in der schönen warmen Wohnung bequem.

Bei der Saukälte hatten sie auch keine Lust in der Gegend

 

 

 

 

97.

Herum zu stolpern. Ihn wurde schon ganz anders wenn sie nur daran dachten,

Das der Urlaub auch schon bald vorüber war. Tag für Tag immer dasselbe. Essen, kuscheln,

Vögeln. Ich muss wieder einmal heraus, sagte Werner, mir stürzt die decke auf den Kopf. Du hast Recht, sagte Hans. Die zwei haben morgen

Sowieso arbeitsfrei, gehen wir doch wieder einmal auf den Seeberg in die Sternwarte.

Warum nicht, sagte Werner.

Beim Einkaufen gingen sie wieder an den Brauhof vorbei und tranken ein paar Biere.

Sie ließen vom Kellner in ihren Namen einen Tisch für Sonnabend in der Sternwarte reservieren.

Sie gaben wie immer ein gutes Trinkgeld und machten sich auf den Nachhauseweg.

Sie hörten den Frontbericht in der kleinen Göpelschnauze (Volksempfänger, Radio)

und hörten, dass die Ostfront festgefahren war,

Auf Grund der Wetterlage gab es im Moment keinerlei Angriffe von größerer Bedeutung.

Das klingt doch gut, sagte Hans. Der Amy steht auch als haben die Jungs eine wohl verdiente Atempause.

Es war Sonnabend, die Sonne schien angenehm warm auf den Schnee,

Sie gingen langsam und

Gemütlich auf den kleinen Wanderweg zur Sternwarte rauf, bis Werner an der Bewussten Bank stehen blieb und sagte, hier haben wir das letzte mahl eine schöne lange Pause eingelegt.

 

 

 

 

98.

Sie lächelten alle, und Werner sagte,

Nur Scheiße das es heute so kalt ist. Sie gingen langsam weiter und machten ihre Späßchen.

Da sie noch sehr früh an der Sternwarte ankamen,

Sagte Hans, kommt wir laufen noch bis zum Steinbruch. Arm in Arm verschlungen liefen sie mit ihren Freundinnen langsam bis zu den Steinbruch und wieder zurück. Sie setzten sich in die Sternwarte und ließen sich ein angemessenes Mittagsmahl servieren.

Hans sagte, für Rotkohl und Thüringer Klöße, könnte ich sterben, und dann noch der Gänsebraten. Nach dem essen, machten sie sich auf den Rückweg,

Denn sie hatten Kinokarten für Quax den Bruchpiloten mit Heinz Rühmann.

Sie kannten zwar den Film schon,

Gingen aber immer wieder gerne hin, schon allein wegen der Ufa Wochenschau mit den Frontbericht.

Sie saßen wie immer in einer Vierer Loge und konnten im Dunkeln gut munkeln,

Wie sie es im Kino immer taten. Oft waren sie nur deswegen mit den Mädchen in das Kino gegangen.

Da sie keine Kostverächter waren, nahmen sie jede Gelegenheit war,

Denn sie wussten nicht wie lange sie noch leben würden, und dass wollten sie auf alle Fälle so gut genießen wie nur möglich. Nach dem Kino trank man noch ein paar Biere im Schwarzburger Hof und ging zum letzten mahl mit zu den Frauen.

Sonntag wollten sie ihre Persönlichen Dinge ordnen, und am Montag in aller frühe, ging es für zwei Wochen auf den Truppenübungsplatz zur Winterausbildung der

 

 

 

99.

Rekruten.

Sonntagnachmittag, sie hatten alles erledigt, und obwohl sie noch Urlaub hatten, nahmen sie an einer Einsatzbesprechung über die nächsten

Wochen mitteilen. Der Schwerpunkt war, wie schon vermutet, Panzernahkampfabwehr.

 

 

Hans brachte da gute Erfahrungen mit und war der richtige Mann für das Kommando.

Seine frischgebackenen Feldwebel waren auch schon seit ein paar Stunden aus dem Urlaub zurück und ahnten noch nichts von ihrem Glück.

Mann Kassel sieht schlimm aus, sagte Korst zu Werner, die haben alles platt gemacht. Da rollt so schnell kein

 

 

 

 

100.

Panzer mehr vom Band.

Max hatte die gesamte Feldkiste voll mit Selbstgeschlachteter Wurst mitgebracht, und ihre gesamte Stube roch appetitlich nach Räucherware.

Den Rest des Tages verbrachten sie in Gothas Kneipen bis sie am Abend zum Zapfenstreich die Kaserne wieder betraten.

Pünktlich fünf Uhr, standen die Offiziere auf und machten sich abmarschfertig, Dann gingen die Feldwebel durch die

Kaserne und ließen ihre Drillerpfeifen durch die Flure hallen, und schrien Alarm,

Alles Feldmarschmäßig heraustreten. In zwanzig Minuten, verließen die LKWs die Bürgeraukaserne in Richtung Ortruf wo der Truppenübungsplatz sich befand. Kaum auf dem Übungsplatz angekommen,

Hatten sie sich auch schon in Meterhohen Schneewehen festgefahren und missten mit den Feldspaten die Fahrzeuge ausgraben und sich Stück für Stück den Bestimmungsort nähern. Auf dem Übungsplatz,

Gab es vorgefertigte und beheizte Bunker,

Wo die Offiziere ihren Einzug hielten. Hier nistete sich Hans mit Werner ein und die Feldwebel überwachten das aufstellt der Zelte,

Wo die Rekruten ihren Platz fanden.

Die Zelte wurden Schneefrei gemacht und mit Kanonenöfen beheizt.

Sie zimmerten aus Ästen und Stämmen ihre Feldbetten, damit sie nicht auf der blanken Erde liegen mussten.

Die Feldküche, stand auch in einen großen Mannschaftszelt und bildete den Wärmsten Ort für die Rekruten. Werner hatte genügend Getränke,

 

 

 

101.

Vor allen hochprozentiges besorgt und Max brachte seine Feldkiste mit ein.

Der Bunker bestand aus drei Räumen. Das Vorzimmer, wo Max und Horst ihren Platz hatten,

den Waschraum mit den Toiletten und den Raum für die Offiziere. Sie gaben ihr bestes um die Rekruten so auszubilden, damit sie in der Lage waren,

Im Ernstfall auch selbstständig zu handeln. Denn sie hatten bei den Russen immer wieder gesehen,

Dass sie einfach abgehauen sind wenn ihre Offiziere gefallen waren.

Sie waren nur reine Befehlsempfänger und ohne Führung machtlos. Hier wurde ein jeder so ausgebildet das er seinen Vorgesetzten sofort ersetzen konnte und essen Kommando übernehmen würde für den Fall das er fallen würde. Sie hatten einige

Beutepanzer der Russen auf dem Übungsplatz, an denen sie den Erstfall üben konnten.

Sie wurden auch ausgebildet die Panzer zu fahren, denn sie hatten schon Situationen erlebt,

Wo sie fahrtüchtige Panzer erbeuteten und sie zum Aufbau einer Falle benutzten.

Sie bekamen die neuen Panzerbüchsen, die hatten den Vorteil, dass man sie nachladen konnte.

Außerdem besaßen sie einen Schild,

Die sie gegen Verbrennungen schützte beim Ausstoß Panzerbrechenden Granate.

Sie war allerdings bedeutend schwerer und unhandlicher zu handhaben und kam deshalb bei den Kameraden nicht gut an. Sie bevorzugten den alten Typ.

Hans hatte ein paar Probeschüsse auf einen Panzerfrack

 

 

 

102.

Abgefeuert und betrachtete sie auch mit gemischten Gefühlen und forderte ausdrücklich immer nur den alten Typ an und stufte sie als denkbar ungeeignet für den Panzerabwehrnahkampf ein.

Sie erhielten speziell für sie entwickelte Nahkampfhaftmienen, die klein und leicht waren wie eine Stielhandgranate. Sie waren im Durchmesser größer, der Stiel war kürzer und sie verfügten über Magneten,

Die sie am Stahl der Panzer haften ließ. Weiterhin verfügten sie über einen guten Zündverzögerer,

Der ihnen die benötigte Zeit für den Rückzug einräumte. Mit diesen Waffen, übten sie die kommenden Tage vorrangig.

Sie erhielten einen guten Unterricht in Taktik und lernten die Kampfweise und Fehler der Feinde kennen. So vergingen die nächsten Tage und Wochen im Flug und Weinachten standen vor der Tür.

In der Kaserne hatte man allen Familienvätern Urlaub gegeben und die Junggesellen kamen dann Silvester dran. Hans nutzte die Gelegenheit um mit Werner bei ihren Freundinnen zu sein,

Denn zuhause waren sie schon Jahre nicht mehr, und hatten auch keine Lust dazu. Obwohl Hans aus Oberhof stammte, was nicht weit von Gotha weg war.

Er hatte sich mit seinen Vater überworfen, denn der würde es am liebsten sehen,

Wenn Hans die Schlosserei übernehmen würde, doch er hatte sich lieber für eine Militärlaufbahn entschieden.

Der Winter verlief schleppend,

Und sie froren sich die Ärsche ab auf dem zugigen

 

 

 

103.

Truppenübungsplatz. Mittlerweile hatten sie die sechste Generation Rekruten hier,

Es war ein kommen und gehen. Sie machten sich noch nicht einmal mehr die Mühe sich ihre Namen einzuprägen, denn kaum hatten sie sich die Namen in das Oberstübchen eingehämmert,

Da waren sie auch schon wieder fort.

Langsam machte ihnen die Ausbildung keinen Spaß mehr, denn es lief mittlerweile alles nach Schema F ab und wurde langweilig.

Nie hätte Hans geklaubt das ihn die Front einmal fehlen würde. Hier versahen sie ihren

Dienst, ging abends wenn Möglich zu ihren Freundinnen und kam sich langsam wie ein paar Pantoffelhelden vor. Wenn sie nicht ab und zu einen Abstecher auf die Dörfer wie Mühlberg Wandersleben oder Wölfis machten, würden sie hier ganz versauern. So gab es hier und da wenigsten so manche kleine Liebelei nach irgendwelchen Volksfesten oder anderen Veranstaltungen.

Der Schnee war bereits wieder geschmolzen und die ersten Sonnenstrahlen ließen die Schneeglöckchen erblühen, deutlich sichtbar,

Stellte sich der Frühling ei. Auf und um den Übungsplatz begann alles zu erblühen. Es setzte ein Frühjahrsregen ein wie er seine gleichen suchte.

Hier grünten alle und die Wege verwandelten sich in einen undurchdringlichen Morast.

Ideales Übungswetter, sagte Hans lächelnd. Denn die Russen griffen ja auch bei

Jeden Wetter an und sie mussten abwehrbereit sein wenn es darauf ankam.

 

 

 

104.

So ein Wetter hatte sehr viele Vorteile für sie. Die Panzer fuhren sich öfters im Schlamm fest und lagen wie Zielscheiben vor ihnen. Sie kamen auch langsamer im Morast voran, was ihren Abschuss erleichterte.

Die Kameraden konnten sich schneller und leichter tarnen als wie im Winter oder so.

Sie nahmen eine Plane und zogen sie durch den Schlamm bis sie gleichmäßig mit Schlamm bedeckt war und krochen mit ihrer Panzerfaust darunter,

Und wurden so auf offen Feld für die Russen unsichtbar, bis sie eine Panzerfaust in die Flanke bekamen.

Das Wetter wurde zu sehend besser,

Die Kameraden konnten schon wieder in den Mittagsstunden mit freiem Oberkörper in der Sonne liegen. Hans hatte mit Werner und seinen zwei Feldwebeln einen Ausflug auf die Burg Gleichen bei Wandersleben unternommen.

Nach der Besichtigung, saßen sie im Biergarten des Gasthauses Freudenthal. Sie tranken ein paar Biere und genossen eine leckere Thüringer Bratwurst dazu.

Aus dem offenen Fenster der Gaststube,

Konnten sie die Musik aus dem Radio hören. Die Stimmung war locker und ausgelassen,

Bis der Frontbericht durchgegeben wurde.

Die Verfluchten Treckrussen, haben eine Frühjahrsoffensive begonnen und die HKL auf breiter Front überrannt. Scheiße, sagte Hans.

Die Stimmung war hin und sie bezahlten ihre Rechnung. Als sie auf dem Weg nach Mühlberg die Autobahn unter einen Tunnel durchfuhren, hörten sie große und kleine

 

 

 

 

105.

Explosionen aus der Ferne. Was ist das,

Fragte Werner?

Keine Ahnung, aber bald werden wir es wissen. Hans gab gas und sie durchquerten Mühlberg,

Bevor sie auf dem Truppenübungsplatz wieder ankamen. Hier wurden sie schon von dem Funker empfangen.

Gotha wurde

Bombardiert, meldete er. Erschrocken starrten sie sich gegenseitig an.

Hans ließ sich eine Verbindung zur Kaserne herstellen und erfuhr, dass am Eckhofplatz eine Bombe schweren Schaden angerichtet hatte und dass die Messerschmitt Flugzeugwerke und der Fliegerhorst vollkommen zerstört wurden.

Es gab kaum überlebende.

Geschockt setzte sich Hans auf das Rad einer Pak und versank in seinen Gedanken.

Werner konnte es auch noch nicht fassen, denn ihre Freundinnen arbeiteten beide bei Messerschmitt, und mussten jetzt in der Fabrik gewesen sein.

Nervös lief er wie ein Tiger hin und her, bis Hans sagte, komm wir fahren hin.

Im Eiltempo, rasten sie der alten Gothaer Landstraße, die von Ortruf kam in Richtung Gotha.

Sie sahen schon vom Weiten die Rauchsäulen aufsteigen und Hans trat das Gas bist zum Boden durch.

Sie waren so in Eile, dass sie den enormen Verkehr auf der Autobahn gar nicht für Wahr nahmen.

Als sie endlich in Gotha Ost angekommen waren, liefen die Löscharbeiten bereits auf vollen Touren.

Es war alles abgesperrt, und man wollte sie nicht

 

 

 

106.

Durchlassen. Ein Feuerwehrhauptmann der Betriebsfeuerwehr, den Hans aus der Bahnhofswirtschaft kannte, kam zu ihnen und fragte ob er helfen könne.

Hans sagte ihnen wen sie suchen.

Ich will sehen ob ich etwas herausbekomme.

Nervös liefen sie hin und her und schauten vom weiten den Löscharbeiten zu.

Der Feuerwehrhauptmann kam zurück und sagte,

Ich habe schlechte Nachrichten.

Die Halle wo sie gearbeitet haben brennt noch lichterloh und wir kommen wegen der zu großen Hitzeentwicklung noch nicht in ihre Nähe. Aber eins steht fest,

Wenn sie wirklich in der Halle einundneunzig waren,

Dann bleiben sie es für immer.

Hans sagte vielleicht waren sie ja gerade in der Pause und haben irgendwo ihr Brot gegessen und schauen jetzt von einer anderen Stelle den Löscharbeiten zu.

Er versuchte Werner zu trösten denn der war den Nervenzusammenbruch nahe. Komm wir gehen,

Sagte er wir können sowieso nichts hier ausrichten.

Sie fuhren wieder zurück,

Und hielten in Wechmar auf dem Markt an und gingen in das weise Ross.

Werner bestellte sich ein Bier und sie tranken jede Menge Schnaps dazu um ihren Kummer zu ertränken.

Nach ein paar Tagen stand es nun endgültig fest,

Sie waren in der Flammenhölle mit gestorben und zu Asche verbrannt,

Man fand nichts von ihnen wieder so wie von über vier hundert anderen Personen. Langsam hatten sie sich mit dem Schicksalsschlag abgefunden,

 

 

 

107.

Denn die Front hatte sie hart und gefühllos werden lassen. Von der Ostfront bekamen

Sie jetzt auch laufend neue Anforderungen. Ob wohl man ihnen die Ausbildungszeit bereits stark beschnitten hatte, konnten sie in der kurzen zeit nicht genügend Rekruten ausbilden.

Die zu schlecht und zu kur ausgebildeten Landser waren an der Front meisten nur hoffnungslos überfordert und hatten nur eine kurze Lebenserwartung.

 

 

Die Rekruten wurden immer jünger und nun schickten sie sogar schon junge Frauen vom BDM,

Die an der Pak und in Taktik ausgebildet werden sollten. Bis jetzt hatten immer nur die Flakeinheiten die Weiber

 

 

 

 

108.

Bekommen, und sie hatten sich bewährt.

Aber mit einer Panzerfaust oder einer Haftladung in der Hand sich von einem Panzer überrollen lassen um ihnen von unten oder hinten zu knacken,

Das traute man den Frauen doch nicht zu. Hans hatte keine Wahl.

Obwohl er Bedenken angemeldet hatte,

Blieb ihnen nichts anderes übrig.

Es waren achtzig junge Frauen. Hans wollte sie als Fraueneinheit ausbilden,

Doch sie waren kaum in der Lage ihre Bewaffnung und noch eine Panzerfaust oder Miene zu schleppen.

Sie waren ja noch nicht einmal in der Lage eine Handgranate weit genug zu werfen. So kam es,

Dass Hans anordnete sie mit in die Männerdomäne zu intrigieren,

Das er damit den Bock zum Gärtner machte,

Konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Aber als die Ausbildung beendet war, waren achtzig Prozent von ihnen schwanger.

Und der Rest von ihnen war immer noch nicht einsatzfähig. Es war ein voller Schlag in das Wasser,

In der Zeit hätten sie Männer ausbilden können.

Es gab da nur ein Problem, die Männer,

Sie waren bereits alle schon an der Front,

Und deswegen kamen jetzt die Jungs und immer wieder einmal ein paar Weiber.

Dauert nicht mehr lange, dann kommen die Federahnen an die Reihe, sagte Werner.

Die Frauen wurden auch immer älter,

Und so hatten sie welche dabei die die Vierzig schon

 

 

 

109.

Lange überschritten hatten.

Was sollen wir mit denen noch anfangen,

Sagte Werner, die sind doch nur noch zu ficken gut, bemerkte er. Hans erwiderte,

Du merkst auch alles. Sie bauten die Frauen mit in die Ausbildung ein wie vorgeschrieben,

 

 

Aber in der Freizeit sah die Sache schon wieder anders aus. Schon seit Monaten waren sie auf den verdammten Truppenübungsplatz und bildeten nach Schema F aus, doch nun war es wieder soweit,

Ihn fiel die Decke auf den Kopf. In den Umliegenden Dörfern, waren sie bereits in jedem Wirtshaus bekannt, und es gab kaum eine Witwe die sie noch nicht getröstet hatten. So wie die dicke nach der Kirmes in Mühlberg, die

 

 

 

110.

Sie gleich zu weit hinter dem Schützenhof auf dem Weg zur Mühlburg vernascht hatten.

In Wandersleben, in der Gemeindeschenke, kamen sie zu einer schönen Schlägerei dazu. Als ein bedungener Panzerjäger, den sie nicht kannten sich mit anderen aus dem Dorf klopfte. Hans fragte was das soll,

Und er meldete es ist eine Privatsache Herr Major.

Hans sah die Nahkampfspange in Gold mit Diamanten auf seiner Brust und er sagte,

Mein Gott ich wusste gar nicht, dass die überhaupt verliehen wird, davon müssen sie mir mehr erzählen. Sie sprachen die ganze Zeit miteinander,

Bevor sich Hans mit Werner eine etwas ruhigere Schenke suchten.

Täglich saßen sie jetzt vor der Göpelschnauze und lauschten dem Frontbericht.

Der Russe drückte schon auf die Oder. Dort errichtete die SS das größte Bollwerk was

Die Welt bis jetzt gesehen hatte, es sollte unmöglich sein, das ein Russe seinen Fuß auf Deutschen Boden bekommt. Sie zogen alles mit heran was noch nicht an der Front war. Hans musste seine kaum ausgebildeten Rekruten nach Frankfurt Oder in Marsch setzen.

Sie bekamen Schüler der siebenden und achten Klasse aus den Umliegenden Dörfern Städten und gemeinden. Hans musste sie nur an ihren Stellplätzen zur vorherbestimmten Zeit abholen.

Frauen und Lehrer flehten ihn an, die Kinder nicht an die Front zu schicken, doch Hans konnte nicht anders und merkte erst jetzt dass die Generäle ihn zum Buhmann

 

 

 

 

111.

Gemacht hatten. Täglich kamen die Mütter an den Truppenübungsplatz und flehten ihn an,

Sie boten sich sogar an, wenn er sie verschonen würde. Doch Hans konnte nichts für sie tun,

Denn wenn er einen half, was möglich war, würde er die anderen verraten. Es war der undankbarste Posten in der gesamten Kaserne, den er jetzt hatte.

Und um all denen noch die Krone aufzusetzen, wurde er auch noch einmal befördert und wusste nicht so richtig warum. Er war jetzt Oberst Hans Schmidt aus Oberhof. Das war schon was,

Aber der Preis dafür war ihnen zu hoch.

Er hatte gute Verbindungen zu den Feldärzten und kannte so manchen hohen Dienstgrad,

Was ihn ermöglichte, wenigsten die jüngsten Dienstuntauglich zu schreiben.

Den Rest konnte er nur besonders gut ausbilden lassen um ihr Leben zu schützen. An der Front dagegen ging es heiß her, Posen in Schutt und Asche,

Und was hatten sie da nicht alles aufgefahren. Jetzt hatten sie nur noch die Oder als natürliches Hindernis zwischen den Russen und sich.

Göpels versprach wie immer Sack und Seil, doch keiner konnte ihnen noch so richtig trauen.

Nur keiner wagte auszusprechen was er wirklich dachte, denn

Seine nützlichen Idioten wie er sie nannte, klaubten nach wie vor an den Endsieg. Hans saß in der Mittagssonne und aas seine Erbsensuppe aus der Feldküche,

Als ein Gradmelder den Truppenübungsplatz überquerte und ihnen einen schriftlichen Befehl übergab.

 

 

 

112.

Der Gradmelder machte seine Meldung dabei und verabschiedete sich um den Rückweg anzutreten.

Hans hatte sein Kochgeschirr in das Gras gestellt und las den Befehl.

Mann hatte ihn den Abschnitt Jonastahl entzogen und ihn

 

 

Auch untersagt es zu betreten.

Es war eine geheime Kommandosache. Hans war das egal, denn er musste erst einmal auf der Karte nachsehen, welcher Teil das überhaupt war,

Und sah dass es das Einschlagsgebiet bei Artillerieübungen war.

Da war er sowieso noch nie gewesen, und er würde auch nicht zu

Grunde gehen wenn er nie dort hinkommen würde. Sie

 

 

 

113.

Hielten ihre Übungen sowieso mehr in der Nähe von Wechmar und Mühlberg ab.

Ein alter Mann kam zum Truppenübungsplatz und brachte einige Bilder mit um sie Hans zuzeigen,

Es waren seine Söhne darauf abgebildet.

Der alte zeigte mit den Finger auf den ersten und sagte, das war Fritz,

Gefallen bei Sebastopol dann kam der nächste,

Hermann in Stalingrad gefallen, hier das ist Karl,

Er liegt mit U42 auf dem Grund im Nordatlantik und das ist der kleinste, er ist hier und ich möchte gerne wissen wo er sterben soll.

Hans wurde ganz ruhig und nachdenklich, er fragte den alten noch einmal nach den Namen und ging.

Hans hatte ihn später zum Räumpersonal einteilen lassen und er konnte den Truppenübungsplatz mit ein paar anderen vom Schrott befreien und blieb hier stationiert, weil er keinerlei Ausbildung genossen hatte.

Seit langer Zeit hatten sie wieder einmal Stadtausgang genommen und wollten auch das gesamte Wochenende bleiben. Hans hatte wieder ein Hotelzimmer mit Bad im Hotel Stadt Coburg bestellt.

Sie nisteten sich ein und nahmen beide ein Vollbad,

Bevor sie im Brauhof wieder die Jagdsaison eröffneten. Es hatte sich wieder jede Menge Wehrsold angesammelt, und der musste weg.

Hier konnte man die Puppen so richtig tanzen lassen.

Es dauerte auch nicht lange und sie hatten genau das was ihr einsames Herz begehrte.

Der Brauhof war voll wie immer am Abend,

Vor der Tür versammelte sich eine Menschentraube,

 

 

 

114.

Die versuchte irgendwie hereinzukommen.

Werner hatte etwas Kopfschmerzen von dem vielen Qualm in der Kneipe, und sie beschlossen mit den Damen das Lokal zu wechseln.

Komm wir gehen wieder in das alte Brauhaus, sagte Hans, da kannst du unterwegs an der frischen Luft deine Kopfschmerzen auskurieren.

 

 

Sie gingen am

Eckhofplatz vorbei und sahen den Rest der Trümmer,

von den Bombeneinschlag.

Mein lieber Mann, sagte Hans,

Das war wenigstens eine zwanzig Zentnerbombe.

Sie gingen weiter am Katholischen Bahnhof vorbei und

 

 

115.

Hörten den Kneipenlärm aus dem Thüringer Hof. Überall war Trubel, und sie gingen lieber in den Biergarten des alten Brauhauses,

Denn da waren sie an der Luft und hatten ihre Ruhe.

Sie unterhielten sich miteinander und tranken in aller Ruhe an den wunderschönen milden Frühlingsabend ihren Moselwein und befummelten die Damen im Dunkel des Biergartens.

Es war bereits nach zehn und es wurde wieder kühl hausen, so beschlossen sie im Hotel an der Bar noch etwas zu trinken, bevor sie mit den Damen auf

Das Zimmer ginge.

Sie verlebten mit den zweien ein wunderschönes Wochenende, was sie wieder auf andere Gedanken brachte. Montag pünktlich um sechs Uhr,

Waren sie wieder auf dem Truppenübungsplatz.

Sie überwachten die Ausbildung wie gewohnt.

Sie saßen in einen Unterstand und werteten die Übungen aus, als ein Gradmelder an die Tür klopfte.

Herein sagte Hans, und er trat ein um einen Befehl zu übergeben. Sie sollten sich alle für den Abmarsch an die Front vorbereiten, und auf dem Marschbefehl warten. Scheiße sagte Hans,

Wir müssen auch mit. Wenn sie die Ausbilder schon mitverheizen, dann ist der Krieg auch schon verloren, sagte Werner.

Sie ließen die Übungen abbrechen und sie rückten alle in die Kaserne ein und machten sich Transportfertig. Es herrschte Ausgangssperre und die Kameraden standen Gewehr bei Fuß.

 

 

 

116.

In der Kaserne herrschte eine gemischte Stimmung, einige waren froh, dass es endlich los ging, andere wären am liebsten weggelaufen. Hans wusste genau was ihnen an der Front blühen würde,

Und mit den jungen Hüpfern konnte er sowieso keinen Blumetopf mehr gewinnen. Gegen Mitternacht, kam dann der Befehl. Sie rückten aus zur Verladung auf den Hauptgüterbahnhof.

Die Feldwebel überwachten die Verladearbeiten, und Hans ging mit Werner um die Ecke in die Bahnhofswirtschaft. Na geht es wieder los,

Sagte der alte Gastwirt zu den beiden. Ja, sagte Werner mit knochiger Stimme.

Sie bestellten zwei Bier und unterhielten sich miteinander. Als gegen Morgen die Feldwebel das beladen der Waggangs abgeschlossen hatten, warteten sie auf die Lok, die der Fahrdienstleiter besorgen sollte.

Doch der zog nur die Schultern hoch und sagte,

Ich kann mir keine aus den rippen schneiten.

Es war

Ihnen nicht gelungen eine Lok oder eine Rangierlok zu besorgen, denn die Hatten sie auch schon in Richtung Berlin geschickt. Der Wehrmachtsbericht,

Gab bekannt, das die Russen bei Torgau bereits die Oder überschritten hatten und das Bei Seelow eine erbitterte Abwehrschlacht tobte.

Und wir sitzen auf dem Bahnhof fest, sagte Hans.

Um den Weg mit den Fahrzeugen zurücklegen zu können, hatten sie zu wenig Benzin und keinerlei Befehle erhalten.

Hans wollte bei der Obersten Heeresleitung nachfragen,

 

 

 

117.

Als Werner ihn an der Schulter festhielt und zu ihm sagte, gehe nie zu deinen Fürst,

Wenn du nicht gerufen wirst. Hans dachte kurz nach und setzte sich wieder hin.

 

 

Es war ja auch nicht seine Aufgabe,

Und so hielt er lieber

die Füße still. Er Ärgerte sich nur das sie auf den Rußgeschwärzten Güterbahnhof standen und den Kohlentrümmern beim beladen ihrer Fuhrwerke zusehen mussten. Denn sie mussten ja auch damit rechnen,

das sie irgendwoher.

Langsam machte sich Unmut unter den Kameraden breit, denn es fehlte wie immer bei der Bahn an sanitären Anlagen, und die Kameraden mussten an den wenigen

 

 

 

118.

Örtlichkeiten Schlange stehen,

und da es so mancher nicht halten konnte,

Pissten sie alle am Güterboden an die Bretterwand,

Die in der Sonne Höllisch zu stinken anfing.

Zwischen den Gleisen vermehrten sich die Scheißhaufen wie Pilze. Wenn wir hier nicht bald wegkommen,

Sagte Werner,

Ist der gesamte Bahnhof zu geschissen.

Hans ließ am Gleißende eine Latrine errichten und einen Sichtschutz aus Planen um den Donnerbalken spannen,

So konnten sie die Flut wenigsten eindämmen. Eigentlich sollten sie schon lange an der Front sein,

Aber sie hingen nach wie vor hier fest.

Hans schaltete das Radio in der Bahnhofswirtschaft ein, doch Goppels hielt die Schnauze.

Es kam keine Meldung mehr an und der gesamte Funkverkehr war zusammengebrochen.

So saßen sie gemütlich beim Bier und warteten noch immer auf ihren Einsatz. Der Küchenbulle meldete,

Das die Lebensmittel langsam knapp werden würden,

Doch Hans bekam nichts mehr heran,

Er tat sein bestes aber egal an wen er sich wenden wollte, er bekam einfach keine Verbindung.

Er ließ einen Kübelwagen abladen und fuhr in die Kaserne, doch außer einer Wache war da keiner. Im Fliegerhorst hatte er auch kein Glück,

Hier war auch schon lange keiner mehr. Die Panzerkaserne vor den Toren der Stadt war auch schon seit Tagen geräumt.

Der Stadtkommandant von Gotha,

Teilte ihn mit, das der

 

 

 

119.

Führer bereits in einen Heldenhaften Einsatz gefallen war, und das Karl Dönitz sein Nachfolger geworden war. Verzweifelt ging Hans zu seinen Kübelwagen zurück und fuhr zum Bahnhof.

Er wies die Küchenbullen an nur noch halbe Rationen herauszugeben und fuhr mit Werner zum Schlachthof. Unterwegs erzählte er ihm,

Das der Führer bereits von der Geschichte eingeholt wurden war und das Dönitz sich in die Lüneburgerheide verkrochen hatte.

 

 

Es gelang ihnen einiges auf dem Schlachthof aufzutreiben. Und ihnen viel ein,

Das seine Rekruten fast alle aus der Gegend kamen und zum Teil sogar Bauernsöhne waren.

 

 

 

120.

Hans sprach wieder mit dem Fahrdienstleiter und die Lage war unverändert, sie waren sich einig geworden,

Das er nicht mehr suchen sollte,

Sondern nur wenn sie ihn eine schicken würde er sie

Annehmen würde.

Werner hatte in der Zwischenzeit zwei LKWs abladen lassen und schickte die Bauernsöhne los zuhause Lebensmittel zu besorgen.

Seine Rechnung ging auf, so wurden sie so einigermaßen gut versorgt und bekamen auch regelmäßig besuch von ihren Lieben.

Hans war in den letzten Tagen viel beim Stadtkommandanten.

Der Krieg ging verloren, im Westen waren die Amerikaner bereits von Aachen bis Bad Hersfeld vor gebrecht. Seit sie über dem Rain sind,

Stoßen sie kaum noch auf Widerstand. Die Städte und Dörfer ergeben sich schneller als die Amys vorrücken können. Auch der Stadtkommandant,

Wolle Gotha retten und hatte bereits ein paar Maßnahmen ergriffen. Er wollte die gesamte Stadt am liebsten Militärfrei haben,

Doch das war noch lange nicht der Fall.

Es befanden sich außer Hans seine Panzerjäger auch noch SS in der Stadt,

Die nichts von den Vorbereitungen mitbekommen durften. Hans hatte Werner den Befehl erteilt,

alle Waffen einzusammeln und in einen Waggong unter Verschluss zu halten,

Damit keiner auf krumme Gedanken kommen würde,

 

 

 

 

121.

Wenn der Amy anrücken würde.

Die Einheit war so gut bewaffnet, so dass sie noch einigen Schaden hätten anrichten können, aber wem hätte es noch genützt. Hans spielte Schach mit dem Stadtkommandanten und traf so manche Vereinbarung. Er

 

 

Brauchte Marschbefehle,

Damit die Kameraden ungehindert mit den LKWs Lebensmittel besorgen konnten.

Denn in den Letzten Tagen war vermehrt Feldgendarmerie unterwegs,

Und die Lumpen legten jeden um der keine Papiere bei sich hatte. Am liebsten hätte er die Jungs nach Hause geschickt, aber die verfluchten Feldgendarmen

 

 

 

122.

Durchsuchten überall alles nach Drückebergern und legten sie an Ort und Stelle um,

Wenn sie auf eine größere Ansammlung stießen, wurden sie von der SS verstärkt.

Der Güterbahnhof war und blieb für sie das sicherste Versteck und das beste Alibi. In der Nähe des Güterbahnhofes, gab es noch einige Hotels,

Wo sie einige Lebensmittel für die Kameraden besorgen konnten. Denn irgendwie mussten sie sich über Wasser halten bis der Amy da sein würde,

Und dann sei es ihr Problem die Gefangenen zu versorgen.

Der Fahrdienstleiter kam zum Güterbahnhof herüber,

Und erzählte Hans, dass der Amerikaner gerade den Eisenacher Bahnhof erreicht hat und die gesamte Stadt mit ihren Gemeinden kampflos in ihre Hände gefallen ist. Sich gab es hier und da noch kleine Feuergefechte mit ein paar unbelehrbaren Fanatikern,

Doch die waren kaum der Rede wert. In Gothawest, ganz in der Nähe der Freundwarte,

Standen die Flakabwehrbatterien für den Feind schon vom weiten gut sichtbar auf den Feldern.

Die waren vom Volkssturm besetzt und würden als erste die weißen Fahnen hissen,

Das würde vom Schloss aus zu sehen sein, und sie würden flaggen. Als nächstes würde das Rathaus drankommen und die Kirchen sollten Leuten.

Das sollte das Hauptsignal sein,

für die übrige Bevölkerung.

Doch noch immer befanden sich Teile der SS Totenkopfdivision in der Stadt und warteten auf einen

 

 

 

123.

neuen Einsatzbefehl.

Die waren in der Lage die gesamte Stadt in wenigen Minuten in Schutt und Asche zu verwenden,

Doch wie konnte man sie nur loswerden?

Hans fuhr zu den Gruppenführer der SS um sie nach Lebensmittel zu fragen,

Und erfuhr, dass sie nur aus Treibstoffmangel hier festlagen. Ich habe Treibstoff,

Sagte Hans! Ich kann sogar zwei Tankwagen Endbären. Das ist doch ein Wort,

Sagte der Gruppenführer.

Ich kann ihnen Lebensmittel geben,

Und wie sieht es mit Verbandszeug aus,

Ich habe zu viel von dem Mist, das ist nur Ballast für uns, sagte der Gruppenführer mit einen Grinsen im Gesicht. Hans hatte jetzt ein Problem,

denn um an die Tankwagen zu kommen,

Musste er den Halben Zug wieder abladen.

Und um das zu machen, brauchten sie eine Lok oder ein anderes Zugfahrzeug.

Da er weder das eine noch das andere Hatte,

Schickte der Gruppenführer einen Tigerpanzer.

Der zog mut einer Stahltrosse den Güterzug in die richtige Position,

Und sie luden die Tankwagen ab.

Sie entleerten sogar noch heimlich die Tanks der Fahrzeuge, nur damit die SS endlich abhauen würde. Hans sein Plan schien aufzugehen, und der Gruppenführer war zufrieden. In der Lüneburger Heide

Tobten die erbittertsten Kämpfe.

 

 

 

 

124.

Karl Dönitz schien der

Einzige zu sein der noch heftigen Widerstand leistete Die Sonne schien schön warm, und die Kameraden, verdrückten sich in den Schatten,

Denn der rußgeschwärzte Güterbahnhof heizte sich erbarmungslos auf, und verwandelte die Waggongs in Backröhren. Die hatten sich ein paar Wasserschläuche besorgt, womit sie den Bahnhof sprengten um die starke Staubentwicklung etwas einzudämmen,

Denn sie sahen alle schon wieder aus wie die Kohlentrümmer von nebenan.

 

 

Auf dem Güterbahnhof, standen noch jede Menge beladene Waggongs und Züge herum,

Wo sich Max und Horst sehr für den Inhalt interessierten,

 

 

 

125.

Und sie stießen auf einen Kesselwagen mit reinen Alkohol und drei Waggongs aus Nordhausen,

Die beladen waren mit Zigarren und Juno Zigaretten. Andere Waggongs

Enthielten Uniformen oder Lebensmittel, Munition oder Ausrüstungsgegenstände. Alles für die Front, sagte Max, und sie bedienten sich wie in einen Kaufhaus.

Es blieb nicht lange geheim, und dann rauchten alle den guten Juno dick und rund.

 

 

Der Amerikaner war in Eisenach stehen geblieben.

Die Hauptstoßrichtung ging sowieso über Hannover,

Da hatten sie den gesamten Harz nicht beachtet und sind bis Potsdam vorgedrungen.

 

 

 

 

126.

Und hier konnten die meisten es nicht mehr abwarten. Langsam aber sicher begann Max die Zigaretten und en hochprozentigen an die Zivilbevölkerung zu verscheuern. Er baute einen regelrechten Schwarzhandel zusammen mit Horst auf. Nachts durchstöberten sie die Waggongs nach brauchbaren Dingen,

 

 

Am Tag verkauften sie alles

heimlich hinter dem Schlachthof. Sie hatten Waggongs voller Dosenfleisch und Wurst auf den Abstellgleisen gefunden. Hans und Werner hatten da kein Auge dafür, sie hielten sich lieber an die Weiber,

Das machte auch mehr Spaß.

Seit gestern war kein einziger Zug mehr angekommen.

 

 

 

 

127.

Der gesamte Zugverkehr war zusammengebrochen.

Die Städte und Gemeinden,

Wurden immer mehr von den aus dem Osten kommenden Flüchtlingen besiedelt.

Sie schliefen auf dem Bahnhöfen oder in den Parkanlagen, Hausfluren und was sonst alles ihnen noch

 

 

Einen Wetterschutz bot.

Einige hatten sich einfache Decken oder Planen zwischen den Bäumen und Büschen aufgespannt,

Und wohnten darunter mit ihren Kindern. Hans beschlagnahmte die Waggongs mit dem

Lebensmitteln und ließ sie an die Flüchtlinge verteilen um deren größte Not etwas zu lindern.

 

 

 

 

128.

In der Stadt brach immer mehr das Kaos aus,

Die Kneipen öffneten ihre Pforten nicht mehr,

Denn sie wurden zusammen mit den Schulen und Kirchen als Flüchtlingslager verwendet.

Fleischermeister Urban verteilte Kostenlos Fleischbrühe

 

 

an jeden Morgen,

Die von den Leuten gern angenommen wurde. Am Schlachthof standen die Leute Stundenlang,

Um etwas Freibankfleisch zu ergattern.

Die Panzer der SS rollten aus der Stadt und es blieb nur noch eine kleine Nachhut von einer Hand voll Männern zurück bis die Gesamte Stadt von der SS aufgegeben werden würde.

 

 

 

 

129.

Hans saß wieder beim Stadtkommandanten und sie feierten ihren Erfolg mit einer Flasche Mosel. Sie hatten sich gut angefreundet und

Hans blieb bis nach den Essen,

Sie rauchten noch zusammen eine Zigarre im Garten, bis sich Hans wieder verabschiedete.

Am Güterbahnhof gab es auch nichts neues,

Und Hans ging wie die anderen auch schlafen. Schlitzohr Max ging in der Zwischenzeit mit Horst wieder

 

 

Schachern, was das Zeug herhielt.

Am Morgen kam der Fahrdienstleiter und sagte, sie kommen, ich hatte gerade einen Anruf vom Bahnhof in Waltershausen, das bedeutete das sie bereits in ein bis zwei Stunden hier seien würden.

 

 

 

130.

Nie hätte Hans gedacht, dass sie ein mahl so sehnsüchtig und voller Freude den Feind erwarten würden.

Gut gelaunt suchte er den Stadtkommandanten auf um die Nachricht zu verbreiten,

Doch der Hatte auch eine, Großdeutschland hatte bedingungslos Kapituliert.

An den Flakgeschützen

Wehten die ersten Weißen Fahnen, sofort wurden sie auch aus dem Schloss gelassen, und im Rathaus Wurden weiße Laken aus dem Fenster gehängt.

Die Kirschenglocken begannen zu Leuten, und Hans machte sich mit seinen Kübelwagen auf den Weg um die Übergabe vorzubereiten.

Hans hatte weiße Tücher mitgebracht, die sie an die Waggongs und Kanonenrohre der Pak und Jagdpanzer banden. Die gesamte Stadt hatte bereits die Weiße Flagge gehisst, als ein Rathausmitarbeiter mit seiner BMW zu Güterbahnhof kam und sagte,

Die SS hat den Stadtkommandanten und den Bürgermeister verhaftet. Hans bewaffnete sofort ein paar Kameraden und sie fuhren los.

Mann hatte sie auf dem Kranberg auf gehangen,

Bevor sie die Flucht antraten.

Sie nahmen

Sofort die Verfolgung auf, doch sie waren bereits zu weit weg. Feige Trägsäcke, sagten Hans und sie fuhren wieder zum Güterbahnhof und verschlossen die Waffen wieder in den Waggongs. Hans war so wütend,

Dass er die Hunde mit Panzerfäusten zusammenschießen wollte. Sie standen an der Ecke des Kohlehandels,

als die ersten Panzer der Amerikaner Straße endlang auf

 

 

 

131.

Sie zurollten.

Hans und Werner gingen mit einem Weißen Kissenbezug, den sie an einen Stock gebunden hatten auf die Straße und hielten ihre Luger zur Übergabe hin.

Die Panzer stoppten und es raste ein Jeep der US.

Army vor, aus denen ein hochrangiger sprang Major sprang und sagte, ich erkenne ihre

 

 

Kapitulation an, bitte stecken sie die Waffen wieder ein. Sie unterhielten sich mit Hilfe eines Dolmetschers,

Und besichtigten den Güterbahnhof, er ließ eine Wache vor die

Waggongs mit den Waffen stellen und befahl ihnen den Güterbahnhof nicht zu verlassen,

Dann fuhren sie Weiter. Das war der erste Streich,

 

 

 

132.

Sagte Hans zu Werner. Was wird die mit uns machen, fragte ein Rekrut?

Hoffentlich nicht dasselbe was die Russen mit uns machen würden, antwortete Werner auf die Frage.

Nach ein paar Tagen, kamen Befragungsoffiziere,

 

 

Die sie befragten und alle Rekruten mit Endlassungspapieren aus der amerikanischen Gefangenschaft nach Hause schickten.

Die Offiziere wurden nach Bad Hersfeld zur weiteren Befragung Übersandt. Nach weiteren verhören,

Die sich wochenlang hinzogen,

Wurden sie entnazifiziert und aus der Gefangenschaft endlassen.

 

 

 

 

133.

Hans der nicht bei seinen Vater zu Kreuze kriechen wollte, ging mit Werner nach Hamburg und heiratete später dessen Kusine

. Er Zeugte

Zwei Kinder mit ihr und verstarb im Mai 1992. Werner blieb Junggeselle und verstarb nur wenige Wochen später. Sie waren die besten Freunde bis zu letzt.

Sie hatten sich nie gestritten und nie ein Wort über den Krieg mit einem anderen gewechselt.

 

 


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