Die letzte Hürde

 

Oberst von Ebstein hatte gerade seinen Stubenapell beendet und die gesamte Kompanie durfte anschließend geschlossen in Ausgang gehen. Kurt Hackel, ein Leutnant der Wehrmacht sagte, also Jungs macht was ihr wollt, ich habe da was im Staatsforst laufen und verabschiedete sich vom Rest der Truppe. Kurt war ein Schlosser aus Erfurt und kein Kussverächter. Seine Devise lautete stets, was bei drei nicht auf dem Baum ist wirt flachgelegt, und wenn alle oben sind wird geschüttelt bis etwas herunterfällt. Ein anderer Lieblingsspruch lautete, es gibt keine hässlichen Frauen, sondern nur zu wenig Alkohol.Eimal mussten wir so richtig über ihn lachen, er kam schon beizeiten von einer Frau verfolg aus dem Ausgang zurück. Als der Torposten fragte warum er schon rein wolle, drehte er sich um und schaute zu der Frau herüber. Die kann ich mir noch nicht einmal zu Recht saufen, sagte er und schüttelte sich dabei wie ein nasser Köter. Die Posten am Tor lachten sich krumm und schief, natürlich machte das auch die Runde in der Kaserne. Mein Gott, das war aber auch eine Schabracke. Im Staatsforst wartete schon seine Flamme mit einer Wolldecke im Gepäck. Komm wir gehen Baden, sagte sie! Warum nicht, und wo, fragte Kurt. Marienburger Höhe am See, sagte sie. Da sind wir ganz ungestört, denn dort gibt es noch ein paar unzugänglich ecken. Sie schlenderten langsam durch den Staatsforst und küssten sich an einer Tour wie jung verliebte Bümpfe. Es gab da eine Bank, etwas abseits

 

1.

Vom Weg und gut versteckt, doch die Landser kannten sie alle und rissen sich manchmal darum.Doch heute, wo es so verdammt heiß war, saß kein Schwein auf der Bank. Komm wir machen eine Pause, sagte Kurt. Sie setzten sich hin und Küssten sich schon wieder. Kurt konnte jetzt seine Hände nicht mehr im Zaum halten und sie waren überall, wo es was zum fummeln gab. Nun kamen die zwei erst richtig in Fahrt und merkten nicht wie die Zeit verging. Als Kurt danach sich eine Juno anzündete, sagte sie zu ihm, es ist schon wieder um vier. Was, sagte Kurt, da haben wir jetzt zwei Stunden lang gevögelt. Sie waren beide durchgeschwitzt bis auf die Haut und genossen anschließend das schön kühle Bad im See. An einen schattigen Plätzchen unter einen Weisdornbusch hatten die zwei Turteltäubchen die Decke ausgebreitet und fummelten schon wieder gegenseitig an sich herum und gingen zwischendurch auch ab und zu einmal schwimmen bis zum Zapfenstreich. Paul, von allen nur Paule genant hatte es mit sein achtundzwanzig Jahren gerade so zum Feldwebel geschafft und zwischendurch auch wieder mal zu Gefreiten. Paul konnte einfach seine Schnauze nicht halten und setzte sich für jeden ein der ungerecht behandelt wurde, da konnte es schon einmal vorkommen dass ein Vorgesetzter was auf die Schnauze bekam und Palle wieder einmal degradiert wurde, aber Paule hatte auch mächtige Freunde im Generalsstab die mit ihm verwand waren. Das brachte ihm einen Freibrief in vielen Dingen ein. Paule wurde zwar degradiert aber sein Gegner bekam auch jedes Mal den Marchbefehl an die Ostfront, um die Ruhe wieder herzustellen. Paul goss sich gerne mal ein paar hinter

 

2.

Die Binde und war als Weiberheld verschrien. Er war groß und Blond mit Blauen Augen, der Prototyp eines Deutschen schlecht hin, und das ließ die Weiber in seinen Händen zu Wachs werden. Paul hätte eine Riesen Laufbahn bei der SS haben können, aber er zog es vor ei Flakschütze zu sein. Es gab für gewöhnlich keinen Ausgang wo Paule nicht ohne Schlüpfertropfehe in die Kaserne zurückkam. Gerd, ein Gefreiter aus Höxter am Weserstrande war ein sehr ruhiger und zurückhaltender Typ der fast Täglich seiner Frau schrieb und sein kleinen Sohn abgöttisch liebte.Seine Eltern hatten einen großen Bauernhof den er nach dem Krieg übernehmen sollte.Bernd, ein Schlitzohr was seines gleichen sucht, gerade einmal achtzehn Jahre alt und Jura Student hatte so eben seine Grundausbildung hinter sich gebracht und entwickelte sich immer mehr zum Geschäftsmann, denn es wurde kaum ein Handel auf dem Kasernenhof abgeschlossen ohne das er seine fettigen Finger darin hatte. Er war ein sehr kluger junger Mann der seine Bildung auch voll einsetzte. Wenn mann etwas brauchte, schaffte er es heran, egal was es war. Er hatte einen großen Handelskreis erschlossen und saß wie eine Spinne mittendrin und zog seine Fäden. Er fungierte als Geldverleiher und wurde Miteigentümer einer Uniformschneiderei in Hildesheim. Er konnte seien wie er wollte, wenn es darauf ankam war er ein Kamerad auf denen man zählen konnte. Öfters gingen die Kameraden zusammen in den Ausgang aber zurück kamen sie regelmäßig getrennt und vereinten sich kurz vor dem Kasernentor ers wieder, ihre Interessen waren zu verschieden Die Jungs gingen gemeinsam zu Bett und schliefen auch schon bald danach tief und fest, bis sie

 

3.

Von einer Trillerpfeife und einer lauten Stimme aufgeweckt wurden. Gefechtsalarm, Feldmarschmäßig raustreten schrie der Spieß vor jeder Tür und hämmerte wie ei wilder mit seinen Schlüsselbund vor die Tür.Die Männer zogen sich in Windeseile an und stürmten auf den Kasernenhof um Aufstellung zu nehmen. Im selben Augenblick kam der Batalionskomantör und gab einen Kurzen Lagebericht ab.Der Amerikaner seht kurz vor dem Saarland und wir sind mit zur Rheinbefestigung abkommandiert wurden. Im selben Augenblick kamen auch schon die LKW’s mit den angehängten Flakgeschützen auf den Hof gefahren und die Kameraden mussten aufsitzen. Schon nach ein paar Minuten setzte sich die Kolonne in Richtung südwest in Bewegung. Kurt sagte als Jungs seit doch nicht so aufgeregt, schlaft noch ein bischen, die nächsten zwei bis drei Tage werdet ihr sowieso nur hier auf dem LKW verbringen. Gegen Mittag gab es den ersten zwischen stop in Einbeck. Am Ortsrand in Richtung Nörten Hardenberg Hatte die Versorgungseinheit ihre Zelte aufgeschlagen und wir durften uns mit in die Reihe der zu verpflegenden anstellen. Vom Küchenwagen hörten wir eine Stimme rufen, Flak Hildesheim kann vor drei Uhr nicht mit Verpflegung versorgt werden. Eine SS Panzereinheit muss vorgezogen werden. Klasse, sagte Kurt, jetzt dürfen wir auch noch Kohldampf schieben wegen den Traufgängern. Die Kameraden gingen zurück zu ihren Fahrzeugen und lungerten in der Gegend herum um die drei Stunden Wartezeit tot zu schlagen. Ein paar der Kameraden gingen in die Kleinstadt um sich die Historischen Fachwerkhäuser

 

 

4.

Anzuschauen und andere wollten einfach nur ihre Ruhe haben und legten sich auf die Wiese neben die LKW’s.

Scharen von Schaulustigen, Kindern und Junge Mädchen kamen angelaufen um die neuen Tiger zwei Panzer zu bewundern. Die waren schon schaurig schön anzusehen mit ihren gut verarbeiteten Panzerplatten wo die Lackierung darauf glänzte wie auf einen Sportwagen der extraklasse. Das ist ein Wunderwerk der Technik, sagte Kurt zu seinen Kameraden und beneidete die Jungs von der SS darum, denn die Panzer waren von jungen Frauen und Mädchen umringt, die alle einen Blick in das innere werfen wollten. Ob Paul oder Gerd, alle waren neugierig auf den Panzer. Paul kletterte von der Seite hoch und sah staunend herein. Du meine Fresse ist das ein Monster, bemerkte Bernd mit aufgerissenem Mund. Kurt ging zurück zur Verpflegungsstation um sich seine Feldflasche mit frischen Tee zu füllen, als er Oberst von Ebstein traf. Herr Oberst, wissen sie schon wenn es weiter geht? Nein mein lieber, die ziehen überall die SS vor und wir sind auf der Warteliste, ich kann nur mit Sicherheit genau sagen das wir hier noch bis heut Abend festliegen. Wenn ihr wollt, könnt ihr in die Stadt gehen. Aber ab um fünf müssen alle wieder zurück sein, denn das kann es jeden Moment losgehen. Jawohl. Herr Oberst, salutierte Kurt und setzte seinen Weg zum Teekübel fort und füllte seine Flasche auf. Paul hatte da ein paar etwas ältere Frauen um die fünfzig ausgemacht und machte ihnen seine Aufwartung. Als Kurt kam und ihnen von dem Stadtausgang berichtete, sagte Paul leise zu ihm. Siehst du die zwei Frauen da trüben! Ja, was ist mit denen, fragte Kurt? Ich habe mit ihnen vorhin

 

5.

Gesprochen, der einen ihr Mann ist vor vier Jahren schon gefallen und die andere hat seit Stalingrad nichts mehr von ihren Mann gehört. Und was hat das mit uns zu tun, fragte Kurt? Man die sind Topf geil und legen es auf die schnelle Nummer an, da kommt doch der Ausflug wie gerufen. Stimmt, sagte Kurt und musterte die zwei Frauen etwas genauer. Sie waren groß von Wuchs und hatten auch ordentlich Holz vor der Hütten, Wie der Bayer sagt. Sie hatten wahrhaft stramme Figuren und einen Arsch wie ein Pferd der Holsten Brauerei. Aber bei Landfrauen um die fünfzig war das nun einmal so. Paul machte die Sache klar und sie gingen sofort los. Da es nicht weit war und man vom Küchenfenster aus immer noch die Wiese mit den LKW’s sehen konnten, konnte man ja die Zeit auch perfekt ausnutzen. Mann hatte ja keine Zeit zu verlieren und zog sofort die Uniformen aus. Ob wohl es geübte Soldaten waren im an und ausziehen, waren die Frauen schnell. Die eine nahm Kurt an seinen besten Stück und führte ihn in das Schlafzimmer ab, wo Paul schon zugange war und mit den Riesgen Brüsten der blonden Gerda sich vergnügte. Die Frauen waren richtig heiß als sie in Fahrt gekommen waren und wollten öfters die Partner tauschen oder sie wollten beide mit einmal in sich vereinen. Es war eine fantastige Nummer mit den zweien die uns aus Dankbarkeit noch ein Flötenkonzert gaben und die Brotbeutel füllten. Kurt schaute durch das Küchenfenster zur Wiese hinüber und sagte das sieht nicht aus als ob wir bald abrücken werden. Da habt ihr ja noch ein wenig Zeit, sagte die schon wieder geile Eva und lies ihre Hand in seiner Hose verschwinden um den kleinen Mann zu stimulieren, der kurz danach auch

 

6.

Schon wieder seinen Mann sehen konnte und es ihr von Hinten besorgte, wobei ein Auge immer auf die Wiese mit den LKW’s gerichtet war. Gerd der bedeutend jünger war entwickelte eine Energie und besorgte es der Frau bis zu Vollendung. Sie waren beide fix und fertig, doch auf der Wiese tat sich immer noch nichts. Ich gehe einmal rüber und spreche mit dem Oberst, ob er schon was Neues weiß, sagte Kurt und ging. Paul, der noch immer auf dem Bett lag wie ihn Gott geschaffen hatte.beobachtete die zwei nackten Frauen durch die Verbindungstür zur Küche, wo sie neben einander in gebückter Körperhaltung durch das Fenster in Richtung Wiese schauten. Paul schlich sich langsam von hinten heran und fasste sie beide gleichzeitig von hinten zwischen die Beine um sie wieder an zu heizen, was ihm auch mit Leichtigkeit gelang. Er hatte sie gerade so richtig stimuliert als Kurt zurück kam und sagte, jetzt heißt es dass wir keinesfalls vor Morgen Mittag abrücken können. Prima, sagte Paul und sagt dabei seine Finger aus den Frauen, bleiben wir doch einfach hier. Stimmt, antwortete Kurt und zog sich wieder aus. Es war ja auch besser eine heiße Nacht mit den Frauen im Bett zu verbringen als eine kalte mit den Kameraden auf dem LKW. Die Nacht wurde mehr als nur heiß, sie wurde richtig geil. Die Frauen hatten aber auch ein paar Nummern drauf. Gegen Morgen hörten sie das aufheulen der LKW Motoren und sprangen aus dem Bett um in ihre Uniformen zu schlüpfen und rannten los zur Wiese. Die ersten LKW’s rollten bereits an und die Kameraden schafften es gerade noch so auf den richtigen Wagen aufzuspringen. Ganz außer Atem setzten sie sich auf die harte Bortwandbank und

 

7.

Brachten ihre Klamotten in Ordnung, denn sie waren nur notdürftig bekleidet. Als Paul seinen Hosenstall schloss, spottete der Rest der Truppe über ihn, mit den Worten, jawohl mach den Stall zu dein Pferdchen rennt sonst weg.

 

Hier ist euere Kaltverpflegung, sagte der Gefreite Frank! Danke Gerd, antwortete Kurt und bot ihm eine Zigarette an. Oh Juno, das ist auch meine Marke, murmelte Bernd im Hintergrund, um sich eine zu schnurren. Komm Bernd, du sollst auch nicht leben müssen wie ein Hund, sagte Kurt und warf im eine Zigarette zu. Ich bin doch einmal gespannt wo der nächste längere Aufendhalt für uns ist, sagte Paul während er sich eine Schlafstätte in der Ecke des LKW’s aus Tarnplanen einrichtete. Zerwühl nicht die ganzen Planen, sagte Kurt, sonst kannst du sie allein wieder zusammenlegen! Der Tag hatte gerade

 

8.

Angebrochen und die Sonne ging auf und brachte die Männer mit ihren erbarmungslosen heißen Strahlen zum kochen unter der LKW Plane, ob wohl sie hinten offen und umgeschlagen war, konnte man es vor Hitze kaum aushalten. Paul kletterte über die Planbespannung des LKW’s nach vorn und begann die Riemen der Frontplane zu öffnen um eine art Durchzugswirkung entstehen zu lassen damit die heiße Luft besser entweichen konnte. Paul der sich jetzt hingelegt hatte, beschwerte sich über das holpern auf dem Kopfsteinpflaster und sagte da bei, mein Gott, da fallen ein ja die Popel von ganz allein aus der Nase. Er war hundemüde und wollte etwas Schlaf von der letzen Nacht nachholen, denn da kam er ja vor lauter geilen Weibern nicht dazu. Er kauerte sich jetzt in seine Ecke und schloss die Augen um die letzte Nacht noch einmal im Geiste zu durchleben. Sie fuhren durch zahlreiche Ortschaften wo immer Leute standen und ihnen zu winkten und so mansche junge Frau einen Kuss und noch mehr verschenkte, wenn man nur die nötige Zeit mitbrachte. Es war ja auch kein Wunder, es gab überall nur alte Männer und Kinder, denn die Männer der Frauen waren alle an der Ost oder jetzt auch an der Westfront. Die Ewige Selbstbefriedigung ging ihnen genau so gegen den Strich wie uns, und deshalb nutzte man ja auch jede Gelegenheit, unabhängig vom Alter war von sechzehn bis sechzig wurde bekanntlich alles flachgelegt. Je älter die Frauen waren des so dankbarer wahren sie für einen ordentlichen Orgasmus.Bernd und Gerd saßen genau über der Hinterachse und wurden die ganze Zeit kräftig durchgerüttelt. Wir waren gerade in einer kleinen Ortschaft namens Dellingsen eingefahren,

 

9.

Als wir in die Seitenstraßen abgetränkt wurden. Was ist denn jetzt schon wieder los, fragte Paul? Ich gehe mich erkundigen, antwortete Kurt und kletterte vom LKW und ging nach vor zum Kommandofahrzeug um etwas neues zu erfahren. Oberst von Elbstein stand an der Straßenkreuzung und sprach mit einen Regulierungsposten über die Situation. Kurt stieß dazu und erfuhr das Schwere SS Artillerieeinheiten auf Selbstfahrlafetten unbedingt vor ihnen durch das Nadelöhr Hann- Münden geschleust werden mussten denn deren Einsatz war Kriegswichtig und vom Führer persönlich angeordnet worden. Oberst von Elbstein lies unsere Fahrzeuge zum Ortsrand dirigieren und lies die Feldküche anheizen, damit zum Mittag warme Verpflegung ausgegeben werden konnte. Die Kammerden richteten sich am Rande einer kleinen Gartenkolonie häuslich ein und machten es sich mit ein paar Decken am Wegrand bequem. Am Rande eines Gartens gab es eine Schwengelpumpe wo die Jungs sich gegenseitig mit den Frischen Nass bespritzten. An sonsten war da nur tote Hose angesagt und mann musste schon vor zur Hauptstraße gehen um irgendwelche Menschen zu sehen. Kurt Rasierte sich und wusch sich erst einmal die Spuren der letzten Nacht ab, denn er stank noch immer wie ein alter Hurenbock. Als er so da stand ganz wie ihn Gott geschaffen hatte,bemerkte er das in einer Gartenlaube jemand sich versteckt hatte und ihnen beobachtete, Kurt tat als ob er nichts davon bemerkt hätte und wusch sich weiter. Ers sah immer wieder unauffällig zur Garten laube und sag das sich dort eine Frau versteckte und ihnen mit großer Interesse beim Waschen zu sah. Als kurt seine Waschung beendet

 

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hatte, zog er sich wieder an und legte sich mit noch immer freien Oberkörper auf eine Decke die er so platziert hatte das die Frau an ihnen vorbei gehen musste wenn sie den Garten verließ. Paul stand mit den Kameraden an der Hauptstraße um die Schweren Selbstfahrlafetten zu bewundern. An der Hauptstraße herrschte eine art Volksfeststimmung denn fast alle Bewohner hatten sich dort eingefunden um die Monsterkanonen einmal aus der Nähe zu sehen. Paul nahm Tuchfühlung bei den Frauen und fand auch wieder wie fast immer ein paar willige Opfer für die kommende Nacht, falls sie dann noch hier seien würden.

 

Die Schweren Lafetten sollten in Naensen Verladen werden, das war ein paar Orte weiter, aber Paul wusste aus Erfahrung das die Schweren Geschütze für Stunden die Straße blockieren würden. Der Tross mit der gesamten Logistik folgte ihnen ja auch noch und musste mitverladen werden. Die schweren Kampflafetten waren

 

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So genannte Langsamläufer auf Grund ihres hohen Gewichtes.Bernd machten seine Streifzüge durch die Gemeinde und organisierte hausgemachten Pflaumenwein und einen Schinken. Im Ort gab es noch eine alte Dorfkneipe wo die alten Männer den Tag ausklingen ließen und ihre Diskussionen über den Stand des Krieges zu diskutieren. Gerd fühlte sich bei ihnen besonderst wohl, da er selber Landwirt war und über alles mitreden konnte was so auf einen Dorf los war. Kurt lag so da und tat als sei er auf seine Decke eingeschlafen um der Frau in der Laube die Gelegenheit zu geben herauszukommen. Es dauerte auch nicht lange, und sie kam heraus. Es war eine sehr große kräftige Frau in den Besten Jahren. Langsam schlich sie an Kurt vorbei, der wie durch einen Zufall munter wurde und sagte, guten Tag schöne Frau, wohin des Wegs. Nach hause, sagte sie, ich bin fertig mit der Gartenarbeit und habe jetzt noch im Stall zu tun. Sie fragte Kurt was er da mache und wo sie hinwollen. Kurt erklärte ihr alles und bemerkte dass sie vielleicht noch für Tage hier festhingen. Sie verabschiedete sich und sagte dass sie heute Abend im Garten noch Gießarbeiten durchführen muss, damit ihr Gemüse nicht vertrocknet. Das klang ja in Kurts Ohren wie eine Einladung. Er zog sich an und machte sich auch auf den Weg, das Dorf zu erkunden. Als Deutsche Heimatwerteitiger waren sie ja auch in einen jeden Haushalt willkommen und wurden von der Landbevölkerung gut aufgenommen. Er musste sofort herausbekommen, wer die Frau war und wo sie Wohn. Ein alter Landser der aus Altergründen die Armee bereits verlassen hatte, klärte Kurt auf. So erfuhr er dass sie allein lebt, da ihr Mann schon vor fünf Jahren in den

 

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Ersten Kriegstagen gefallen war. Sie hatte keine Kinder und versorgte ihre Eltern mit auf den kleinen Bauernhof.

Kurt setzte seinen Weg fort und ging auch zur Hauptstraße, wo die anderen Kameraden standen um den Schauspiel beizuwohnen. Oberst von Elbstein Sprach mit einem SS Offizier und schüttelte dabei immer nur den Kopf und kam zu Kurt herüber. Wir hängen noch bis mindesten in die frühen Morgenstunden hier fest. Die Kameraden versuchten die Zeit irgendwie herumzubekommen und stellten allerlei Unsinn an. Ein paar Kameraden spielten mit ein paar Jungs aus dem Dorf Fußball und andere amüsierten sich mit ein paar blutjungen Mädchen in einen Maisfeld. Kurt ging an einen Hof vorbei wo Paul mit ein paar Leuten bei Kaffee und Kuchen saß. Komm rein Kurt, rief er über den Zaun. Nun winkten ihn auch schon die Hausherren zu, er solle eine Tasse Kaffee mit trinken. Gerne, sagte Kurt und folgte der Aufforderung. Sie saßen gemeinsam am Tisch und redeten über alle möglichen Dinge. Bevor sie sich versahen war es schon wieder Zeit zum Essen fassen, da es sowieso nur Kaltverpflegung gab hatten sie keine Lust sich beim Küchenbullen anzustellen und machte lieber noch einen kleinen Abendspaziergang um das Dorf. Paul sagte zu Kurt, ich hoffe das wir die Nacht noch hier verbringen, denn ich habe da was am laufen. Kurt lachte und sagte, viel Spaß dabei. Ich habe auch eventuell etwas vor, aber ganz sicher ist das noch nicht. Man dann komm doch mit mir mit, ich habe da wieder zwei dralle Damen in den Fünfzigern am Haken. Mahl sehn, sagte Kurt wenn meine Sache nicht klappt, dann komme ich darauf zurück. Ist gut, sagte Paul und erklärte ihnen wo er

 

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Sollte. Es wurde langsam Dämmrig und Kurt ging zu der Gartenlaube, wo die Frau gerade mit den gießen der Pflanzen beschäftigt war, Kurt bemerkte sofort das die Frau bedeutend leichter angezogen war als am Vormittag. Na wenn das kein Signal ist, dachte er und ging in den Garten, guten Abend schöne Frau, sagte er höflich und setzte sich auf die kleine Bank vor der Laube. Sie war gerade fertig mit der Arbeit und wusch ihre Hände an der Schwengelpumpe im Garten. Sie setzte sich mit auf die Bank und sie begannen miteinander zu reden. Nach einer Weile holte sie selbst gemachten Holunderwein aus der Gartenlaube und sie tranken langsam einpaar Fläschchen von dem süßen Nektar. Die frau war ganz willig und kurt hatte schon seit geraumer Zeit seine Hand in ihrer Bluse uns fuhr zärtlich über ihre Brüste.Sie zogen sich in die Laube zurück und genossen die Laue Sommernacht. Paul war bei den zwei drallen Frauen gelandet und bediente sie nach allen Regeln der Kunst. Gegen drei Uhr war die Straße wieder frei und die Einheit sollte sich zur Abfahrt bereit machen, doch ein Paar Kameraden fehlte. Da Oberst von Elbstein keine Lust hatte mitten in der Nacht mit einer Trillerpfeife durch den Ort zu rennen, lies er eine Flak 8,8 feuerbereit machen und eine Serie von zwei mal fünf Granaten abfeuern. In windes eile war die volle Kampfstärke wieder hergestellt und die Fahrzeuge wieder auf der Straße. Sie kamen gut voran und erreichten gegen zwei Uhr Nachmittags Dransfeld, wo sie in Ruhestellung gehen mussten um auf die Überschleusung über die Weserbrücke bei Hann. Münden zu warten. Oberst von Elbstein ordnete Kaltverpflegung an und ließ die Feldküche erst für den

 

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Abend befeuern. Die Kameraden hatten den Befehl sich nicht weiter als hundert Meter von der Einheit zu entfernen, denn dass sollte nicht noch einmal vorkommen das er seinen Leuten den Weitermarsch mit der Flak mitteilen musste.Die Kameraden zogen ihre Oberbekleidung aus und nahmen ein Sonnenbad.Kurt saß mit Paul auf dem Holmen der Flak und sprachen miteinander über die letzte Nacht. Wie das so üblich war, bauschten sie alles noch ein bisschen auf und machten noch so Mansches dazu was sie gerne gemacht oder gehabt hätten. Im Tema Frauen waren sie ja in der gesamten Kompanie die ungeschlagene Nr.1. Keiner hatte so eine große Abschussquote wieder Beiden, denn sie kannten keine Gnade. Alles, aber wirklich alles von sechzehn bis sechzig war fällig wenn sie vor ihr Rüssel kamen. Bernd schacherte wieder mit allen in der Gegend herum und versilberte was nicht niet und Nagelfest war an die Landbevölkerung. Am beliebtesten waren Zeltplanen, Äxte oder Schrotsägen. Wenn Bernd etwas verschob, dann war es aus einer anderen Einheit erst vor kurzen zu uns herüber gewandert. Denn Oberst von Elbstein achtete sehr darauf dass seine Truppe einsatzfähig blieb und alles Werkzeug an seinen Platz lag. Paul hielt schon wieder Ausschau nach dem weiblichen Geschlecht und Kurt wollte einfach nur seine Ruhe haben, denn die letzte Nacht steckte ihnen noch in den Knochen. Schlafen, nur noch schlafen, dachte er und legte sich an einer ruhigen Stelle aufs Ohr. Bei Paul waren die Augen wieder weiter als der Schniedel, denn der war einfach nur schlapp und ausgepumpt, aber das konnte er doch vor Kurt nicht zugeben, deshalb tat er so als ob. Sie hatten den ganzen

 

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Tag nur herumgelungert und bekamen jetzt ihre Warmverpflegung. Kameraden, macht ein bisschen schneller, ich rechne jeden Moment mit dem Befehl zum Übersetzen. Das hieß in Wirklichkeit das sie sich nur auf der Straße in die große Reihe einreihen durften, denn bis nach Hann. Münden war es noch verdammt weit. Die Heeresleitung ließ bewusst die Truppenteile in einen größeren Radius antreten um nach genügend Platz für Schnelldurchfahrten der SS Einheiten zu haben, denn die kamen fast alle mit Sonderbefehlen an und hatten es brateilig. Es war gerade Mitternacht als wie den Ort Vollkmarshausen durchquerten. Nun wussten wir dass es nur noch Ca. vier Kilometer sind bis zur anderen Weserseite. Hier gab es den letzten Zwischenstopp. Die Kameraden durften nicht weiter wie fünfzig Meter sich vom Fahrzeug entfernen, damit es ein schnelles und reibungsloses übersetzen gab. Wer hier den Anschluss verpasste, der konnte nur noch rennen damit er den letzten LKW erreichte. Gegen Mittag erreichten sie den Ort Immenhausen, wo ein Versorgungsstützpunkt der Wehrmacht eingerichtet war um die Durchfahrenden Truppen zu verpflegen. Dort machten sie Halt um Essen fassen zu können und um die persönliche Körperpflege durchzuführen. Es gab eine große Bretterwand wo sich Duschen dahinter befanden. Die Kameraden hatten ein paar hundert Meter Schlauch ausgerollt, damit die Sonne das Wasser vorwärmen konnte. Es war höchste Zeit wieder einmal eine schöne heiße Dusche zu genießen und die Haare zu waschen. Die Männer rasierten sich und wuschen ihre Kleidung wenn erforderlich. Gegen Abend setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung. Oberst von Elbstein

 

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Hatte beschlossen lieber in der Kühlen Nacht zu fahren und am Tag in irgendeinen Wald zu kampieren. Die Nachtfahrt verlief ruhig und reibungslos und gegen Morgen erreichten sie die Gegend um Marburg wo sie in ein Waldstück bei Welda in Ruhestellung gingen. Die Kameraden hatten sich die gesamte Nacht auf den Fahrzeugen ausgeschlafen und waren jetzt putz minder, bis auf die Fahrer, die waren erledigt und fielen in ihr Feldquartier und schliefen sofort ein. Oberst von Elbstein sagte, Kameraden wir fahren heute Abend gegen acht Uhr weiter, ihr könnt wenn ihr wollt in das nächste Dorf gehen oder sonst was machen! Ich bestehe aber darauf dass zum Essenfassen heute Mittag alle kommen, denn ich hasse es wen der Koch für die Mülltonne kocht! Und am Abend ist selbst der letzte gegen sieben Uhr da, sonnst qualmt es in der Küche, haben wir uns da verstanden, fragte er noch einmal. Jawoll, Herr Oberst, sonst Qualm in der Küche, salutierte Paul zackig und schlug dabei die Hacken zusammen. Na dann weggetreten, lachte der Oberst und ging zu seinen Kommandofahrzeug um sich auch auf das Ohr zu legen. Das Dorf war wie ausgestorben, hier und da bellte ein Köter und eine alte Frau von siebzig oder mehr, fegte mit einen Reisigbesen die Straße vor ihren Haus. Paul fragte sie gleich wo ihr mann ist, aber sie war auch noch schwerhörig und reagierte nicht auf die Frage. Kurt sagte zu ihm, du wirst doch nicht. Nein, lachte Paul und sagte das ist nur ein Scherz gewesen. Nur ein scherz, sagte Kurt, und wer es nicht klaubt kommt auch in den Himmel. Sie stießen auf das Wirtshaus, und weil es noch geschlossen war trommelten sie an die Tür bis der Wirt sie öffnete.

 

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Guten Morgen, sagte Paul, zwei Bier bitte. Der Wirt gewährte ihnen Einlass und hatte kurz danach die gesamte Kompanie in seiner Kneipe zu Gast. Die Jungs hatten alle einen gesunden Appetit und Durst. Das dürfte für den Kneiper der größte umsatz seit Jahren gewesen sein, denn er war gegen zwei total ausverkauft und schenke von seinen Privaten Apfelwein aus bis auch der zur Neige ging.

 

Pünktlich waren die Kameraden zurück in der Ruhestellung und nahmen ihre Verpflegung in empfang. Als sich die Fahrzeugkolonne wieder in Richtung süßtest in Bewegung setzte, sagte Kurt zu Paul, Ich möchte doch zu gern wissen wo wir das nächste Mal halt machen werden? Denn mit den Flakpanzern an der Spitze kamen sie nur sehr langsam voran, aber sie waren unverzichtbar. Vor einen halben Jahr bekamen sie fünf Flakpanzer vom Typ Wirbelwind zugeteilt, die hatten

 

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den Vorteil,das sie immer und überall einsatzbereit waren und eine sehr hohe Feuerkraft dank ihrer Vierlingslafetten hatten und auch im Bodeneinsatz einfach unschlagbar sich bewährt hatten.Paul sagte, man war das ein beschissener Tag, in den Nest gab es noch nicht einmal was for die Flinte und das Bier war auch schon beizeiten alle, und er war gerade erst auf den Appetit gekommen. Kurt sagte, auch ich hatte Pech, aber es kann ja auch nicht jeder Tag ein Sonntag sei, übrigens ich habe gehört, das am Edersee fünf Badarien mit Flakweibern auf uns warten um sich uns anzuschließen. Quatsch, sagte Paul, das glaube ich nicht. Die würden ja den Bock zum Gärtner machen. Doch du kannst es mir ruhig klauben, ich habe vorhin den Funkspruch mitbekommen als ich beim Oberst war. Lachend, fragte Paul, und was sagt der Oberst dazu? Der ist natürlich stink sauer darüber, aber was will er denn dagegen tun? Stimmt, sagte Paul, denn dann sind wir ja die größte Flakeinheit die es je gegeben hat und noch schwerfälliger kann eine Einheit kaum noch werden. Kurt sagte, weist du noch in der Flakschule Rerik auf Wustrow, wo wir sie kreuz und quer durch die Splittergräben gebumst haben. Und ob, lachte Paul. Wenn das hier auch wieder so losgehen sollte wie an der Küste, dann stände ihnen ein lustiges Leben vor der Tür. Langsam kamen sie voran, als sie den kleinen Ort Berndorf bei Korbach passierten, sagte Kurt, ich haue mich jetzt hin und versuche etwas Schlaf zu finden, wer weiß was uns Morgen erwartet! Es war sowieso eine böte Idee nur bei Nacht zu fahren, zugegeben die Straßen waren leerer und es gab auch keine Luftangriffe, aber war es nicht eigendlich ihre Sache

 

19.

Diese abzuwehren? Die Flakpanzer waren ja sofort einsatzbereit aber der Rest musste erst aufgebaut werden und das dauerte zu lange, und genau das machte sie so stark verwundbar. Die Kameraden lagen zusammengekauert auf den Fahrzeugen und versuchten sich auszuruhen so gut es eben Möglich war. Vor Korbach standen Regulierungsposten und Liesen sie

 

 

 

nicht durch. Die Stadt ist unpassierbar, Herr Oberst, sie müssen sie weiträumig umfahren. Der beste Weg ist über Strote, Meinringhausen, Alraft und Bei Obernburg wieder auf die Hauptstraße, sagte der Posten und zog sich zurück. So eine Scheiße, hörte man den Oberst schimpfen, das bedeutet wieder zwei bis drei Stunden Verzug, denn er musste noch bei Dunkelheit am Edersee eintreffen um sich in einen Waldgrundstück für die Feindlichen Flugzeuge unsichtbar machen. Er befahl, mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren. Doch das brachte kaum etwas, das die schwerfälligen Flakpanzer schon

 

20.

Von Geburt an zu langsam waren, blockierten sie mehr als sie fuhren. Mit den ersten Sonnenstrahlen, erreichten sie den Wald bei Thalitter. Der Oberst sprach im Ort mit dem Förster und lies sich einen Waldweg bis zum Edersee zeigen. Langsam fuhren sie durch den Wald und hofften dass sie es schaffen würden, denn der Kraftstoff ging langsam zur Neige und der Tross war bereits am Edersee. Der Oberst ließ jede Stunde eine kleine Rast von zehn Minuten einlegen, damit sich die Kameraden die Füße etwas vertreten konnten. Kurt und Paul, malten sich bereits aus, was das für Weiber seien würden. Sie hofften doch stark das es richtige Reife Frauen seien würden und keine jungen BDM Ziegen. Gegen Mittag erreichten sie den Treffpunkt und trauten ihren Augen kaum, die Frauen waren Baden gegangen und die Feldküche erwartete sie schon mit einer Warmen Mahlzeit, doch was war dass. Sie führten Polnische Fremdarbeiter mit sich, als Ladepersonal. Denn es war Schwerstarbeit bei einen Sperfeuerteppich tonnenweise Granaten an die 8,8, cm zu schleppen und dazu waren Frauen einfach nicht geeignet, so hatten sie auch noch jemanden der ihnen die Splittergräben anlegte und auch an sonsten jede körperliche Arbeit abnahm. Die Frauen waren in allen Altersklassen von sechzehn bis fünfzig reichlich vorhanden. Paul atmete auf und sagte Gott sei dank, richtige Frauen und nicht nur junges Gemüse, denn er hatte schon vor langer Zeit begriffen, dass in einen alten Gesangbuch doch die schönsten Lieder stehen. Das junge Gemüse wollte erst umworben werden und mit den älteren kam man gleich zur Sache. Gerade in dieser Zeit, wo mann nicht wusste ob man den nächsten Tag noch erleben würde, nutzte

 

21.

Mann natürlich jede Gelegenheit, und die Frauen waren da nicht anders. Man nahm sich einfach nicht die Zeit um lange um den heißen Brei zu reden, meistens genügte schon ein Blick um die Sache klar zu machen. Das war bei den meisten jüngeren nicht so einfach, aber irgendwann gaben sie gewöhnlich auch nach und kamen nach ein paar Nummern auf den Geschmack und hatten auch keine Zeit mehr zu verlieren. Nach den Essen gab der Oberst seinen Jungs bist sieben wieder Freizeit und die Fahrer gingen wieder schlafen um genügend Energie für die nächste Nervenaufreibende Nachtfahrt zu schöpfen.Kurt und Horst waren natürlich sofort am See mit einer Decke in der Hand, nahmen sie die ersten Tuchfühlungen auf um zu sehen wo da etwas williges war. Sie breiteten ihre decken aus und einleiteten sich um zu erst ein Bat zu nehmen. Sie schwammen langsam und genüsslich auf den See heraus und bemerkten in Ufernähe einen Weißdornbusch wo sich die Frauen dahinter umzogen. Mit Stielaugen schauten sie in die Richtung, man hat die ein paar Glocken, sagte Kurt. Die möchte ich auch einmal läuten, schmunzelte Paul. Nun schwammen sie langsam hin und her um die Frauen zu beobachten. Die Frauen dagegen beobachteten die beiden Männer und steckten die Köpfe zusammen um zu flüstern. Nun stand eine von ihnen auf und nahm ihren Badeanzug in die Hand und ging damit hinter die Weißdornhecke. Als sie merkte dass die zwei ihr unauffällig zusahen, provozierte sie die zwei mit ihren Reizen. Langsam zog sie ihre Sachen aus und bückte sich dabei tief nach unten um die Schuhe zu öffnen. Sie machte eine aufreizende Bewegung nach der anderen bis sie völlig nackt war, nun drehte sie sich

 

22.

Etwas nach links und spreizte die Beine um sich nach den Badeanzug zu bücken. Nun bekamen die zwei Kameraden die volle Bracht zu sehen und ihnen wurde plötzlich ganz anders und bevor sie sich versahen, bemerkten sie dass sich etwas in der Badehose regte und aufrecht stand. Die Frauen begannen zu lachen und gingen jetzt auch schwimmen. Sie alberten miteinander herum und machten sich mit einander bekannt. Der Tag verging wie im Fluge und es war wieder Zeit sich seine Kaltverpflegung zu schnappen und auf die Fahrzeuge zu klettern um der nächsten Nachtfahrt entgegen zu sehen.

Der Tross fuhr mit der gesamten Logistik wieder voraus um bei Biedenkopf In Ruhestellung zu gehen, und auf unsere Ankunft warteten. An unserer Spitze fuhr wie immer der Kommandowagen mit Oberst von Elbstein, dann Folgten die Flakpanzer und die Fraueneinheit fuhr in der mitte. Da Kurt mit Paul wie gewöhnlich am Ende fuhr, machten sie sich Gedanken, wie sie bei die Weiber nach vorn kamen. Da sie, sie noch nicht gut genug kannten, war auch noch nichts mit einen Frontalangriff und sie mussten weiter schmachten.Langsam schlängelte sich der Kampfverband wie ein Lindwurm durch die dunkle Nacht. Komm wir versuchen etwas zu schlafen, stammelte Paul. Ist gut antwortete Kurt mit gähnender Stimme. Das Kopfsteinpflaster rumpelte unter dem Reifen und verursachte einen Höllenlärm und erschwerte es den Kameraden eine Mütze voll Schlaf zu finden. Kurt sagte, wer müde genug ist schläft selbst bei einen Mörserbeschuss werter, denen kann nix aufwecken. Stimmt, sagte Paul und erzählte wie er an der Ostfront manchmal bei einer Artilleriesalve aus dem

 

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Schlaf gerissen wurde. Wenn ich nicht genau da neben gelegen hätte, währ ich wahrscheinlich auch da nicht wach geworden. Übertreib doch nicht immer so, sagte Kurt und drehte sich um. Gegen Mitternacht hatten sie die Kleinstadt Frankenberg erreicht und das war wieder mit einen unvorhergesehenen Aufendhalt verbunden. SS Tiger Panzer kreuzten den Weg und wurden wie immer vorrangig durch gelotst. Noch vor der Kreuzung, standen die Tankwagen unserer Logistikeinheit. Sie hatten den Sprung über die Kreuzung auch nicht mehr geschafft. Oberst von Elbstein ließ die Motoren abstellen damit die Zivilbevölkerung etwas mehr Ruhe bekam und sie Kraftstoff sparten. Jetzt hielt Paul und Kurt nichts mehr in ihrem LKW. Sie gingen der Kolonne entlang nach vorn um zu sehen was da los ist. Als sie sich schlau gemacht hatten, schlichen sie wie zwei Kater um die Fahrzeuge der Frauen. Sie vertieften ihre Bekantschaft und schäkerten mit den Frauen herum. Kurt schaute der einen auf ihre schönen großen Brüste und sein Blick war starr wie festgenagelt. Die Frau sah ihm an und sagte, die hättest du wohl jetzt gern. Und ob, erwiderte Kurt. Sie sagte komm und ging um eine Hausecke wo es dunkel war. Kurt folgte ihr und kurz danach konnte man sie stöhnen hören. Paul beschäftigte sich in der Zwischenzeit mit den anderen Frauen auf dem LKW, wo er eine gerade mit der Hand im Schritt befriedigte. Jetzt waren die zwei wieder glücklich, denn sie hatten das Paradies gefunden. Die Frauen würden jetzt vermutlich noch für Monate an ihrer Seite stehn und das malte malten sie sich in den schönsten Farbenaus. Gegen ein Uhr konnten sie die fahrt fortsetzen um mit den ersten Sonnenstrahlen in einen

 

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Waldgelände bei Biedenkopf einzutreffen. Es wurde hell und die Kameraden schwärmten aus um die Gegend zu erkunden, Kurt und Paul zogen es vor ihre Erkundungen viel lieber in den Blusen der Frauen durchzuführen.

 

Es war gerade Mittag, die Kameraden saßen gerade beim essen und machten ihre Witze. Fliegerallarm, brüllte eine Stimme aus dem Hintergrund. Eine andere Stimme schrie, Gefechtsallarm.Die Flakpanzer fingen an mit ihren Vierlingskanonen zu hämmern. Im selben Moment stürzte sich eine Staffel Amerikanische Jagdbomber aus der Sonne kommend mit ratternden Maschinenkanonen auf sie. Als die Jäger kurz vor dem Boden waren klinkten sie ihre Bomben aus und verschwanden wieder in den Wolken. Den Flakpanzern war es gelungen zwei Maschinen abzuschießen, aber die eigenen Verluste waren enorm. Eine Bombe war genau

 

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Auf dem Platz eingeschlagen wo die Frauen saßen und richteten einen großen Schaden unter ihnen an. Kurt kam mit Paul aus dem Wald gelaufen, sie hatten sich mit ein paar Frauen etwas Abseits gesetzt um besser reden zu können. Sie Schauten sich den Schaden sprachlos an. Überall lagen tote Frauen, Zwangsarbeiter und mitten unter ihnen lag Gerd, ihr Freund Gerd, der lustige Landwirt aus Höxter.Warum trifft es die besten immer zu erst, fragte Paul.Oberst vonElbstein ordnete einen sofortigen Stellungswechsel an und strich den Kameraden den Ausgang. Sie überprüften die Fahrzeuge und Geschütze auf Beschädigungen und vollzogen den angeordneten Stellungswechsel. Sie fuhren im Eiltempo in Richtung Süden, wo sie bei Steffenberg erneut Rasteten um den Einbruch der Nacht abzuwarten. Die Kameraden hatten den Befehl, sich nicht mehr zusammen auf einen Haufen zu stell, stattdessen nur in kleinen Gruppen sich zu bewegen. Die Fahrzeuge waren kaum beschädigt und auch alle Flakgeschütze waren noch in Takt, aber dreißig Prozent der Flakbedienungen waren bei dem Angriff ums leben gekommen. Besonders bei den Polen und den Frauen war es hart. Von Neunzig Frauen gab es jetzt nur noch siebenunddreißig, der Rest war tot oder muste auf Grund einer Verwundung von der Batterie abgezogen werden. Der Rest der Kameraden wurde nun auf die freien Batterien aufgeteilt um sie so wenigsten bis an den Bestimmungsort zu bringen. Der Oberst hatte die Verluste an den Generalsstab weiter gemeldet und neue Geschützbedienungen angefordert. Bernd kam zu Kurt herüber und erzählte wie er mit Gerd gerade beim essen noch über seinen Sohn gesprochen hatte. Der Kleine

 

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Wirt heute drei Jahre und Gerd wollte nach dem essen einen Brief nach Hause schreiben, um ihn zu gratulieren. Seine Junge Frau wird den kleinen jetzt allein aufziehen müssen. Das ist schlimm, aber was will mann dagegen tun, sagte Kurt und ging in den Wald.Als die Dunkelheit hereinbrach, befahl Oberst von Elbstein den Kameraden aufzusitzen und die Kolonne setzte sich in Mach. Noch immer fassungslos, saßen die Kameraden auf den Fahrzeugen und machten sich Gedanken. Wo wusste der Ammy her wo sie lagen? War es Zufall oder Verrat, denn sie standen in einen dichten Waldstück, das von Oben kaum einzusehen war. Bestimmt wieder der verdammte Widerstand, sagte einer der Kameraden. Kurt und Paul hatten sich den Frauenbatterien zuteilen lassen um das angenehme mit den Nützlichen zu verbinden.Sie fuhren mit ihren Tarnscheinwerfern durch die dunkle Nacht. Es war stock dunkel und durch die kleinen Schlitze der Tarnscheinwerfer kam kaum Licht und die Straßenränder konnte man nur schemenhaft wahrnehmen. Stundenlang nur diese monotone Fahrt. Die Besatzungen versuchten jetzt für den Rest der Nacht noch etwas Schlaf zu finden. Gegen Morgen gingen sie dann bei Greifenstein erneut in Ruhestellung. Der Oberst ließ die Fahrzeuge weit auseinander stellen und ließ die leichten Flakgeschütze Feuerbereit machen. Nach dem alles gut abgetarnt war, ließ er die Kameraden in Bereitstellung bei den Geschützen liegen.

Die Kameraden sprachen zum Teil noch immer über den gestrigen Angriff, denn das war ihr erster Einsatz im Scharfen Schuss. Die alten Hasen dagegen waren schon seit langen abgestumpft und konnten den kleinen

 

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Angriff keine besondere Bedeutung zumessen. Kurt und Paul hatten sowieso immer nur das eine im Kopf und sie taten es, als seihe es das letzte was sie tun würden in ihren Leben. In dieser harten Zeit, wusste mann nie wann man nach Walhalla fahren würde. Jeder versuchte den Krieg so angenehm wie nur möglich zu überstehen. Kurt kletterte mit einer blutjungen Rekrutin einen kleinen Aussichtsturm hoch der da auf einen Hügel stand um mit der kleinen eine Geländeerkundung zu unternehmen. Rauch, sagte die kleine, da ist überall Rauch. Kurt sah nach und bemerkte dass an vier Stellen um sie herum eine Rauchsäule in den Himmel stieg. Im Laufschritt rannten sie sofort zum Kommandowagen des Oberst und erstatteten Meldung. Stellungswechsel, schrie er sofort und ließ alle aufsitzen uns mit Vollgas in Richtung Süden fahren. Zu den vier Rauchsäulen wurden Spähtrupps in March gesetzt mit dem Ziel der Gefangennahme der vorhandenen Personen. Die Ruhestellung war gerade drei km nach Süden an den Ortsrand von Elkershausen verlegt wurden als eine Luftflotte von B17 Bombern den alten Standort großflächig bombardierte. Da sie zuweit weg waren ließ der Oberst nicht auf sie feuern, denn das hätte nur ihren neuen Standort verraten. Aus der Ferne hörte mann leises Gewehrfeuer und das rattern von Schmeisser MP 40 Maschinenpistolen. Die Spähtrupps müssen Feindberührung haben, sagte der Oberst zu Kurt. Hoffentlich kriegen sie die Drecksäcke, gab Paul seinen Senf dazu. Ja hoffentlich, sagte der Oberst, denn da würden die Luftangriffe wieder aufhören. Nach Stunden der Warterei kamen die ersten zwei Spähtrupps mit den Gefangenen rein. Der Oberst fing sofort an sie zu

 

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Verhören, aber er bekam nur heraus dass es Widerstandskämpfer waren. Als ich gebe euch noch die Möglichkeit meine Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten, sagte der Oberstgerade, als er von Kurt unterbrochen wurde. Herr Oberst die anderen Spähtrupps sin zurückgekehrt, sie hatten erhebliche Verluste. So, sagte der Oberst wütend und fragte, jemand den ich kenn? Ja, sagte Kurt, Bernd und Rolf. Scheiße, schrie der Oberst. Die Schweine werde ich in Limburg der Gestapo übergeben und ließ sie abführen.

 

Der Oberst beschloss jetzt auch bei Tag zufahren soweit es im Wald möglich ist und setzte den Weg fort um hinter Limburg den Logistiktross wieder zuerreichen. Langsam fuhren die Panzer, Geschützschlepper und LKW’s den engen Waldwegen in Richtung Hahnstätten entlang. Abseits von Hahnstätten in einen Waldgrundstück lag die gesamte Logistik in

 

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Wartestellung um sie wieder Aufzutanken und mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. Die Kolonne kam zum stocken und Kurt ging sofort los um nachzusehen was die Ursache dafür war. In einen Hohlweg den sie nicht umfahren konnten, lag der zweite Flakpanzer fest. Sein Kraftstoff war am Ende. Nun versuchten die Kameraden ihn mit ein paar Kanistern wieder notdürftig zu bedanken um die Fahrt fortzusetzen. Doch schon an der nächsten Waldkreuzung lauerte die nächste Katastrophe. Eine Brigade Jagdtiger blockierte die Kreuzung.

 

Nun mussten sie wieder stundenlang warten und für alle Fälle die Tarnung aufziehen. Für eine Andere Route hatten sie keinen Kraftstoff mehr. Die SS Panzerbrigade blockierte die Straße mehrere Kilometer weit und hatten noch keinen Befehl erhalten den March fortzusetzen.

Kurt nahm eine Decke und legte sich in den Wald um

 

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die Warme Abendsonne zu genießen. Paul schnappte sich eine Frau an der Hand und zog sie auf die Seite um ihr was in das Ohr zu flüstern. Sie lächelte ganz verschwitzt und ihr Kopf nahm eine feuerrote Farbe an. Eine andere Frau sagte, musst du es immer wieder bei den jungen Gemüse versuchen und ging provozierend mit dem Hindern wackelnd in den Wald. Paul ließ nicht lange auf sich warten und folgte ihr. Auch Kurt hatte in der Zwischenzeit auf seiner Decke Damenbesuch erhalten und flirtete mit derselben. In den Holweg herrschte ein reges treiben die Jungs kümmerten sich um die jüngeren Mädchen und machten sich für sie zum Trottel und kamen doch nicht zum Zuge. Andere gingen zur Waldkreuzung um die Jagdtiger anzuschauen. Die Fahrer der Fahrzeuge hatten sich wieder schlafen gelegt um neue Kraft zu tanken. So verbrachten sie die nächsten Stunden bis es endlich wieder weiter ging. Oberst von Elbstein fragte sich sowieso warum sie nicht mit der Bahn verschickt wurden, aber wahrscheinlich sollten feindliche Aufklärer nichts von der Truppenverlegung an den Rhein mitbekommen. Das war auch der Grund warum sie sich durch die unwegsamen Wälder schlängelten und nur bei Nacht die freien Felder passierten. Nach ein paar weiteren Stunden hatten sie ihren Logistiktross erreicht und konnten die Fahrzeuge erneut betanken, Der Oberst ließ Kaltverpflegung ausgeben und sie setzten sofort den Weg wieder fort bis in ein Waldgebiet bei Nastätten. Die letzte Etappe, sagte der Oberst, morgen früh, Jungs, sind wir am Rhein an unserem Bestimmungsort. Nun ließ der Oberst wieder die Feldküchen befeuern und ließ die Fahrzeuge wieder abtarnen. Ab jetzt herrschte absolutes

 

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Lichtverbot und die Kameraden blieben alle in Bereitstellung. Kurt und Paul hatten sich wieder ein paar Frauen weit über die vierzig geangelt. Da es sich hier um reife erfahrene Frauen handelte, mussten sie nicht lange um den heißen Brei schleichen, sondern konnten direkt zur Sache kommen. Die Frauen waren genau so geil und liebeshungrig als die beiden. So kamen sie immer schnell zur Sache und verloren keine Zeit dabei, denn sie klaubten alle das jede Nummer auch die letzte sein könnte. Pünktlich bei Einbruch der Dunkelheit setzten sie ihren Weg fort und erreichten im

 

Morgengrauen den kleinen Ort Heide, wo sie in der Nähe der Burg Katz in Stellung gingen. Nun begann der Ausbau der Splittergräben und das befüllen von Sandsäcken. Man spannte Tarnnetze und Planen. Äste

 

 

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Büsche und was die Natur sonst noch so alles hergab wurde mit in die Tarnung einbezogen.

Es war eine Knochenarbeit die Geschütze durch den Wald und bergauf zuwuchten bis endlich jedes in seine Stellung eingebaut war. Kurt fragte Paul, weist du überhaupt wo wir genau sind? Irgendwo am Rhein, antwortete er. Nicht irgendwo, sagte Kurt, sondern unweit von dem berühmten Loreleyfelsen. Als Ruhe in den Stellungen eingekehrt war und die Kameraden wieder durchatmen konnten, organisierte Kurt einen Ausflug um das Umland zu besichtigen. Der Oberst ließ sie in kleinen Gruppen nach einander losziehen. Sie begannen mit einen Besuch auf der Burg Katz.Kurt hatte es wieder so einfädeln können, das sie ein paar Frauen mit in der Gruppe hatten, was den Ausflug erst recht zum Erlebnis machte. Sie besichtigten nicht nur die Burg und das Umland, sonderern wanderten einen kleinen schmalen Weg zum Loreley Felsen entlang. Auf dessen Spitze machten sie halt und bewunderten die Gegend. Noch nie waren sie am Rhein gewesen und der größte Fluss den sie kanten war die Weser, aber das stellte doch alles in den Schatten. Sie beobachteten wie die letzten Raddampfer den Rein herunter kamen. Denn am nächsten Tag sollte die Rheinschifffahrt aus Kriegsgründen eingestellt werden und alle Schiffe und Boote sollten auf der rechten Rheinseite verteut werden. Die Kameraden saßen noch lange auf den Felsen befohr sie ihren Weg zu Napsmühle fortsetzten und auf dem Rückweg bei einen Winzer einkehrten. Paul bestellte den herlichsten und süßesten Weiswein den der Rheingau hergab. Der Winzer reichte hausgemachte Spezialitäten zum Wein und sorgte sich um das

 

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wohlergehen der Kameraden. Sie saßen auf einer schönen Terrasse die den Blick zum Rhein frei gab. Es war ein wunderschöner Nachmittag, sie feierten Ausgelassen und Kurt mischte heimlich etwas Weinbrand den Damen unter den Wein um ihn besonderst gut abzurunden. Für so einen schönen Nachmittag gaben die Kameraden gerne ihren Wehrsold aus und nutzten die Gelegenheit um noch ein paar Flaschen mit auf den Weg zunehmen. Mit Einbruch der Dunkelheit erreichten sie Wieder den Loreleyfelsen und beschlossen den herzlichen Sonnenuntergang mit den Frauen hier zu genießen. Es war ein schöner lauer Abend der von den restlichen Sonnenstrahlen seine Abrundung fand. Kurt legte seinen Arm um Helga um mit ihr den Sonnenuntergang zu feiern. Sie hatten eine Flasche Wein vor sich stehen, woraus sie gelegentlich einen Schluck Namen. Helga war eine große reife Frau aus Eisenach. Sie war vierundvierzig Jahre alt und Bäuerin vom Beruf, ihre Eltern besaßen einen enorm großen Bauernhof den sie jetzt nach den tot ihres Bruders Franz übernehmen sollte. Ihr Bruder ist als Junggeselle bei Stalingrad gefallen. Er hat in sein ganzen Leben noch nie eine Freundin gehabt und hinterlis auch keine anderen Erben. Ihre Eltern waren bereit über siebzig und genossen ihren Altenteil. Der Hof wurde in Abwesenheit von ihren Onkel verwaltet und so sollte es auch bleiben wenn es nach Helga ging, denn sie war führ höheres geboren und die Landwirtschaft lag ihr überhaupt nicht. Sie genoss das Leben mit dem großen Löffel und langte tüchtig zu wenn es eine Gelegenheit wie heute gab. Der Rhein färbte sich ganz golden in der untergehenden

 

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Abendsonne. Jetzt weis ich auch wo der Ausdruck Rheingold herkommt, sagte Paul mit lachender Stimme. Sie sahen zu wie die Sonne immer mehr versang und bemerkten nicht dass es um sie immer dunkler wurde. Als die letzten Strahlen der Sonne hinter den Rheinfelsen verschwunden waren, war es plötzlich Stockdunkel und die Kameraden sahen die Hand vor den Augen nicht mehr. Es befand sich kein Stern oder

 

Mond am Himmel der ihnen etwas Licht auf den Weg warf, so mussten sie sich im Dunkeln mit ein paar Streichhölzern zurück durch den Wald und über die Felsen tasten. Schritt vor Schritt kamen sie vorwärts

Und waren froh, endlich wieder in der Nähe der Flakstellungen zu sein, denn hier kannte man sich bereits aus und es konnte nichts mehr schief gehen wie auf den Felsen, wo man sich schnell ein Bein brechen konnte oder abstürzte. Kurt sah auf die Uhr und sagte,

 

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Wir haben noch etwas Zeit und küsste sie auf den Mund und später auch wo anders. Paul war mit Renate, einer Straßenbahnschaffnerin aus Halle hinter einen Gebüsch verschwunden und die übrigen Kameraden gingen so nach und nach in ihre Stellungen zurück um sich schlafen zulegen. Paul dagegen ließ es so richtig krachen und man konnte seine Geräusche noch nach fünfzig Metern deutlich hören, so das sich ein teil der Flakstellungen darüber amüsierte und versuchte zu erraten welche Frau die stöhnenden Laute von sich gab. Am folgenden Morgen nach dem Frühstück, Ließ Oberst von Elbstein die Kameraden zu einen Appell antreten und gab die Beförderungen bekannt. Kurt wurde endlich zum Oberleutnant befördert und wurde der neue Kompaniechef. Auch Paul wurde in den Rang eines Unterleutnantes erhoben und weiter drei Kameraden kamen zu Ehren. Das ist ein Grund zum Feiern, sagte Paul, doch leider hatte er seinen letzten Wehrsold gestern schon versoffen und hatte nur noch eine halbe Flasche Weißwein davon übrig. Kurt schickte seinen Wehrsold zum größten Teil nachhause um seine Familie zu unterstützen. Als luden sie sich bei den anderen Kameraden ein und feierten mit denen bis in die Frühen Morgenstunden. Es war eine herrliche Stimmung, einer der Kameraden hatte ein Schifferklavier dabei und ein anderer eine Gitarre. Sie sangen und tanzten die halbe Nacht. Paul kam mit einer Flasche Wein angetorkelt und forderte Renate auf zum Tanz. Gefechtsallarm tönte eine laute Stimme durch die fröhliche Runde und der Lärm von Trillerpfeifen unterstützten die Schreie dabei. Gefechtsallarm ertönte es wieder und immer wieder. Die Jungs rannten wie die

 

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Wiesel in ihre Stellungen und machten die Geschütze in Rekordzeit feuerbereit. Übung ist das halbe Leben, lachte der Oberst und gab Endwarnung. Die Jungs entluden die Geschütze und verstauten die Munition wieder. Ihnen war die Lust zum feiern gründlich vergangen. Am kommenden Tag, ging Kurt ind das naheliegende Dorf Heide um sich umzusehen. Oh Gott, dachte er, das muss der Arsch der Welt sein. Hier gab es außer ein paar Häuser nichts weit und breit. Ein Matrose kam aus einen der Häuser und rief hierher Kamerad und Kurt folgte der Aufforderung. Sie setzten sich in den Garten und tranken Wein. Der Matrose erzählte dass er vom Kreuzer M sei und Heimaturlaub habe. Für Monate auf einen Schiff eingesperrt zu sein, stelle ich mir schrecklich vor, sagte Kurt. Man gewöhnt sich an alles, sagte der Matrose, mit der Bemerkung, was sollen da erst die grauen Wölfe in ihren U-Booten sagen. Stimmt, sagte Kurt und drang sein Glas aus. Wie lange bist du noch hier, wollte Kurt wissen? Morgen in der Frühe mache ich mich wieder auf die Socken, wir liegen in Kieler Haven und das ist eine schöne Strecke von hier. Wenn ich erst einmal in Wiesbaden bin dann geht es so Einigermasen. Kurt verabschiedete sich und ging wieder herüber in seinen Gefechtsstand.Paul war mit anderen Kameraden wieder auf die Burg Katz gegangen und beobachteten wie die gesamte Uferstraße zur Festung ausgebaut wurde. Der Volkssturm schichtete Sandsäcke auf die von Schulklassen befüllt wurden. Hinter den Sandsäcken wurden Geschütze und MG’s in Stellung gebracht, vom Tiger bis zur Pak war alles vorhanden und wurde nach einen bestimmten Schema in den Festungsgürtel eingebaut. Dadurch wurde die Uferstraße

 

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So schmal das nur noch die Munition’s LKW’s langfahren konnten. Alle zwei hundert Meter wurde eine breite Überhohlnische freigelassen und an diesen Stellen wurden die MG Nester eingerichtet. So konnte man die linke Seite des Rheins unter Feuer nehmen wenn die Alliierten anrücken sollten. Vom Turm der Burg aus konnte man sehen das an der gesamten rechten Rheinseite die Felsen und Berge mit Flakeinheiten besetzt war um ein starkes Sperrfeuer zu legen wenn feindliche Flugzeuge in den Luftraum eindringen sollten. Paul sagte, kommt Kameraden, genug gesehen. Wir gehen zurück in unsere Stellungen. Kurt saß mit den Oberst und einen Major im Kommandostand und hörte den Wehrmachtsbericht. Da berichteten sie von starken Feuergefechten an der Oberkasseler Brücke, die gerade noch so in letzter Minute gesprengt werden konnte. Mein Gott, sagte der Oberst, jetzt sind sie schon bei Bonn, dann kann die Scheiße auch jeden Moment hier dampfen. Seine Worte wurden vom klingeln des Feldtelefones unterbrochen und er nahm den Hörer ab, mit den Worten hier Oberst von Elbstein, meldete er sich und stand erschrocken mit dem Hörer in der Hand da. Seine Gesichtszüge waren plötzlich wie gelähmt. Jawoll, schrie er in den Hörer und stand Stramm dabei, Jawoll konnte man ihn wieder sagen hören und sah wie er die Hacken zusammen schlug und den Hörer wieder auf die Gabel legte. Auf uns hält ein starker Bomberverband mit Jagdschutz zu, geben sie Gefechtsallarm, fügen sie noch hinzu, das ist keine Übung. Kurt stürmte mit seiner Trillerpfeife ins freie und blies was das Zeug herhielt, Gefechtsallarm schrie er immer Wieder, Gefechtsallarm, das ist keine Übung.

 

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In kürze wurden die Geschütze feuerbereit gemeldet. Im selben Augenblick sahen sie bereits die Bomberspitzen am Wolkenlosen Himmel. Der Himmel begann sich silbern einzufärben und die Vorhaltrechner der Geschütze spielten verrückt. Was ist dass denn, fragte der Oberst und befahl, Sperrfeuer eins bis zehn. Es gelang ihnen zwei Bomber abzuschießen und die Flakpanzer holten sieben Jäger herunter. Die Geschützführer meldeten, Sperrfeuer eins bis zehn

 

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Durchgeschossen. Der Oberst befahl, Waffen reinigen

.und Kampfbereitschaft wieder herstellen. Die Kameraden waren ganz aus dem Häuschen über die Abschüsse, denn das bedeutete eine Auszeichnung vor der versammelten Mannschaft. Aufklärer, schrie eine Stimme und alle schauten an den Himmel, wo ein Aufklärer der Amys in aller ruhe seine Aufnahmen machte. Hoffentlich hält unsere Tarnung jetzt stand, sagte Kurt und schaute dabei auf die Kameraden die gerade damit beschäftig waren den Reinigungsstock durch das Flakrohr zu stoßen. Kein einziges Geschütz war feuerbreit, das kommt mir nicht noch einmal vor, sagte der Oberst, in Zukunft reinigen wir Etappenweiße. Ungeschoren drehte der Aufklärer Ab und flog in Richtung St. Goarsthausen, wo er beim überqueren des Rheins in höhe der Burg Rheinfels von einer 8,8 runtergeholt wurde. Das war knapp, sagte Kurt zu Paul, wenn die nur den geringsten Anhaltspunkt haben wo unsere Stellungen sind, da regnet es Bomben oder sie nehmen uns unter Fernfeuer. Der Oberst lies die Geschütze in Alarmbereitschaft, denn er rechnete damit dass die Bomber auf demselben Weg zurückkommen würden. Es wurde Mittag und die Kameraden gingen zur Feldküche um zu essen. Auf halben Weg kam Kurt im Laufschritt ihnen entgegen mit seiner Trillerpfeife in der Hand, zurück, schrie er, Gefechtsallarm und blies in seine Pfeife. Die Kameraden rannten wie der Teufel in ihre Stellungen zurück und machten die Geschütze feuerbereit. Am Himmel tauchten die ersten Maschinen auf und warfen wieder Tonnenweise Staniolpapierstreifen ab um unsere Vorhaltrechner außer

 

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Gefecht zu setzen. Der Oberst befahl, Feuer nach Sicht für die Flakpanzer und Sperrfeuer eins bis dreißig für die 8,8. Die Fla-MG’s feuer nach sicht. Kurt Stand mit dem Oberst im freien und sie schauten mit ihren Ferngläsern in den Mittagshimmel. Herr Oberst, sagte Kurt, ich sehe einen hochfliegenden Aufklärer. Scheiße, sagte der Oberst, die sehen unser Mündungsfeuer, was dass heißt wissen sie ja. Der Oberst ging in seinen Gefechtsstand und nahm Verbindung mit dem Oberkommando auf um Erlaubnis für einen Stellungswechsel zu erhalten, doch das wurde Abgelehnt. Nach Stunden der Anspannung ließ der Oberst die Geschützbedienungen wegtreten und hob die Allarmbereitschaft wieder auf. Die Sonne war gerade im begriff unter zu gehen als der Oberst eine Flasche Wein öffnen wollte. Ein Läuten unterbrach sei Ritual und er nahm den Hörer von der Gabel, jawoll, hörte man ihn wieder sagen bevor er den Hörer wieder auf die Gabel legte. Er tat den Wein in seine Feldkiste zurück und befahl alle Offiziere zu sich. Kameraden, sagte er ich habe den Befehl erhalten unverzüglich einen Stellungswechsel durchzuführen. Unsere neue Stellung liegt achtzig Kilometer weiter Rheinaufwärts zwischen Erpel und Orsberg. Wir sind für den Bodeneinsatz vorgesehen, meine Herren, was das bedeutet könnt ihr Euch doch an allen zehn Fingern ausrechnen. Ich wünsche einen schnellen und reibungslosen Stellungswechsel. Gegen vier Uhr Morgens müssen wir bereits auf der Uferstraße sein, meine Herrn. Weggetreten, befahl der Oberst und begann auch sofort seine Utensilien in seinen Kommandowagen zu verstauen. Die Langsam fahrenden Flakpanzer wurden

 

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sofort in Marsch gesetzt damit sie einen Vorsprung erarbeiten konnten. Diesmal hatten die Geschütze Vorrang und die gesamte Logistik folgte zum Schluss. Im Morgengrauen Rollten die Fahrzeuge vom Loreleyfelsen in das Tal nach St.Goarshausen herunter und fädelte sich in den laufenden Verkehr Vorrangig auf die Uferstraße in Richtung Westen ein. Am himmel kreisten wieder die Aufklärer in angemessener höhe und beobachteten die Truppenverlegung. Sie kamen gut voran und passierten gegen Mittag Neuwied wo sie einen Kurzen Aufenthalt hatten um eine Entgegen kommende Artillerieeinheit erst durch zulassen.

Gegen drei Uhr, setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung und erreichte nach kurzer Zeit Leutesdorf. Kurt der mittlerweile seinen Platz mit im Kommandogabe hatte, sagte zum Oberst, ich geh einmal nachschauen ob alles in Ordnung ist bei den Kameraden und stieg aus. Er stellte sich an den Straßenrand mit der Absicht die Kolonne an sich vorbei zulassen um hinten wieder aufzusteigen. Er musste nur noch warten bis die Flakpanzer und die schweren Schlepper mit der 8,8 durch seien würden bis endlich die erwünschten LKW’s mit den Frauen kamen, wo auch Paul wie der Hahn im Korb saß. Er war gerade im Begriff als er hörte wie die Flakpanzer auf die andere Rheinseite Feuerten. Da waren Amerikanische Stellungen mit Pak und MG’s angelegt wurden und feuerten wie die Teufel herüber um die gesamte Kolonne zu stoppen. Volle Deckung, rief Kurt und sprang vom LKW. Paul hatte sich auch sofort mit den drei Frauen auf den Boden des Fahrzeuges geworfen als ein paar MG Garben durch die Planen peitschten und ihre Körper nur leicht verfehlten.

 

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Von vorn waren Laute Explosionen zu hören, das Kommandofahrzeug war von einer Granate zerfetzt wurden und weiter Einschläge trafen den zweiten Flakpanzer und sprengten ihn die linke Kette ab. Nun begannen auf der Rechten Rheinseite alle Geschütze und MG’s zu feuern, obwohl die Flakpanzer bereits die feindlichen Stellungen weggeputzt hatten. Mann wollte wohl auf Nummer sicher gehen. Als das Gefecht beendet war, ging Kurt nach vorn um den Schaden zu begutachten. Der Kommandowagen war völlig zerstört, der Oberst wurde grausam verstümmelt aus dem Frack geborgen und in eine Plane eingewickelt. Kurt lies ihn sofort wegbringen, damit keiner seiner Kameraden ihn so sehen konnte, denn er hatte Angst das dieser Anblick demoralisierend auf sie wirken könnte, und so behielten sie ihn in Erinnerung wie er zu Lebzeiten war. Der zweite Flakpanzer hatte erhebliche Beschädigungen an der Antriebsachse. Die gesprengte Kette ließ Kurt sofort in stand setzen und sie hängten den Panzer an um ihn bis zum Bestimmungsort mit zu schleppen um ihn dort wieder instand zu setzen. Ein LKW hatte einen zerschossenen Motor und brannte völlig aus, andere Fahrzeuge hatten nur zerfetzte Planen. Zum Glück hatte der Oberst in weißer Voraussicht den Tankwagen und die Munitionswagen zum Schluss fahren lassen. Ein Glück, sagte Kurt, die Munition hätte alles von der Platte geputzt, aber so wurden die Fahrzeuge mit ihrer Teufelsladung nicht mit in das Gefecht einbezogen. Kurt machte Meldung beim Oberkommando der Wehrmacht und bekam den Befehl das Kommando zu übernehmen. Im nächsten Ort Hammerstein ließ er halt machen und alle Offiziere zu sich rufen. Kameraden,

 

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Sagte er, ich habe jetzt den Befehl bekommen die Einheit zu übernehmen und meine erste Endscheidung lautet, runter von der Uferstraße. Er breitete auf der Motorhaube eines PKW’s der am Straßenrand stand eine Landkarte aus und suchte die Neue Route aus.Kameraden, sagte er , wir fahren über die Nebenstrecken und durchkreuzen wieder die Wälder wenn erforderlich. So können wir wenigsten die Uferstraße weitgehendst mieten. Auf diesem Wege erreichten sie unbehelligt im Morgengrauen die vorherbestimmten Stellungen oberhalb von Erpel. Kurt ließ die Geschütze in Stellung bringen und die nötigen Splittergräben anlegen. Es war eine harte Schinderei in den Harten Boden überhaupt ein loch hinein zu bekommen. Die Kameraden schufteten noch bis in die späten Abendstunden um die Tarnung zu komplettieren. Da die Logistik mit der Feldversorgung noch nicht eingetroffen war, ließ Kurt an die Kameraden Kaltverpflegung ausgeben und die Feldlager einrichten. Es dauerte die Halbe Nacht bis die letzte Grande seinen Platz gefunden hatte und die ersten Kameraden sich schlafen legen konnten. Kurt lies die Fahrzeuge in ein nahegelegenes Waldstück fahren um sie dort gut abzutarnen. Die Flakpanzer wurden zwischen Bäumen in Stellung gebracht und mit Tarnnetzen überzogen. Ein Reparaturtrupp machte sich sofort an die Arbeit um den beschädigten Panzer instand zu setzten. Die Sonne war im Begriff aufzugehen als der Logistiktrupp ein paar hundert Meter weiter oben Stellung bezog. Kurt ließ sofort die Feldküchen befeuern um für die Kameraden warmen Kaffee oder Tee mit einen kräftigen Frühstück vorzubereiten. Die Uhr zeigte bereits sechs und Kurt

 

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War der einzige der Einheit der noch kein Auge zugemacht hatte. Er war unermüdlich damit beschäftigt den Kommandopunker und die Funkstube einzurichten. Die Vorhaltrechner mussten Justiert werden und die Stellung musste dem Oberkommando mitgeteilt werden. Kurt machte noch einen Rundgang um die Stellungen, denn jetzt wo es hell war konnte man noch sehen wo noch Handlungsbedarf an der Tarnung bestand. Paul, der bereits wieder auf den Füßen war kam ihm entgegen und sagte, guten Morgen Kurt, du kannst jetzt das Feldtelefon benutzen, die Strippenzieher sind fertig. Danke erwiderte Kurt und ging auf den Kürzesten Weg in seinen Kommandostand um Meldung zu machen. Der Generalstab gab ihnen bekannt dass sie eine Kompanie Flakhelfer zu ihnen in March gesetzt haben und er solle ihnen schon ein Quartier machen und sie bei Ankunft auf die benötigten Stellen aufteilen. Weiterhin erfuhr er dass man ihnen in den Rang eines Hauptmannes erhoben habe und für den Kriegsverdienstorden vorgeschlagen hat. Er bekam eine Ordonnanz zugeteilt und den Befehl über die gesamte Flakeinheit mit der Logistik. Paul bekam den Rang eines Leutnantes und durfte als frischgebackener Ordonnanzoffizier nach Kurts Pfeife tanzen. Kurt teilte ihnen mit was nun Sache war und sagte, hab ein Auge auf die Jungs und teile dann die neuen ein, ich bin hundemüde und hau mich ein paar Stunden auf das Ohr.Paul übernahm das Kommando und ließ noch einige Ergänzungen an den Stellungen vornehmen und Splittergräben im Zickzack zwischen den Stellungen ziehen und mit Netzen abtarnen. Gegen Mittag war Kurt bereits wieder auf den Beinen und machte mit Paul einen Rundgang oberhalb

 

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der Ludendorfbrücke um sich einen Eindruck von der Gegend zu verschaffen. Paul schaute durch seinen Feldstecher und sagte, die Pioniere treffen ihre Vorbereitungen. Dann wird es bestimmt bald losgehen, erwiderte Kurt, und sagte die wollen sprengen. Ich habe mich schon gewundert, dass wir kein freies Schussfeld auf die Brücke haben. Warum auch, antwortete Paul und lachte dabei. Am Waldrand stand eine Bankgruppe im Halbkreis mit einem großen runden Tisch in der Mitte, dort setzten sich die zwei Kameraden hin und beobachteten die andere Rheinseite. Alles ruhig, sagte Kurt und lehnte sich zurück mit den Worten, ein herrliches Fleckchen Erde ist das hier, da im Sonnenuntergang mit einer Flasche Wein und einen drallen Mädel. Was will man noch mehr, lächelte Paul und fragte, wie ist es mit heute Abend, das Wetter ist schön und die Weiber sind willig? Warum nicht, sagte Kurt, wer weiß ob wir nicht schon morgen in Walhalla vögeln. Sie standen auf und gingen langsam zurück zu den Flakstellungen. Pauls sagte was ist denn das und zeigte dabei auf die gerade eintreffenden Flakhelfer. Ach du schreck erwiderte Kurt, da sind ja noch halbe Kinder dabei. Es war eine wahrhaft bunte Truppe die man ihnen da zugeteilt hatte. Sie bestanden aus jungen Mädchen von nicht mehr als sechzehn Jahren. Es waren alles Freiwillige wie sich herausstellte. Teil sie mit auf die Stellungen auf, sagte Kurt zu Paul, und ging in seinen Unterstand um den Wehrmachtsbericht zu hören. Die Russen brechen auch in einen Höllentempo vor, sagte er und ging zur Feldküche um einen Kaffee zu trinken. Helga lief ihn über den Weg und er fragte ob sie heute Abend Lust habe um etwas zu unternehmen. Ja,

 

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Sagte sie und sie machten alles klar um einen angenehmen Sonnenuntergang am Rhein zu erleben. Bei Anbruch der Dunkelheit gingen sie mit den Damen zu der Bankgruppe und schauten herüber auf den Rhein und beobachteten das geschehen auf der Ludendorfbrücke, wo tausende Kameraden auf dem Rückmarsch waren und den Rhein überquerten. Sie drangen süßen Rheinwein und umarmten ihren Schatz im Sonnenuntergang. Paul stand mit Renate auf und sie gingen ein paar Schritte in den Wald um das schönste Spiel der Welt zu spielen. Kurt unterhielt sich mit seiner Helga über die Pferdezucht und gab ihr Reitunterricht ( ohne Pferd ). Die Frauen keuchten und stöhnten lustvoll durch die Nacht bis in die frühen Morgenstunden. Mit Anbruch der Morgendämmerung gingen sie in ihre Unterkunft um sich etwas auf dem Feldlager zuerholen bevor sie ihren Dienst wieder aufnehmen würden. Es war ein schöner sonniger ruhiger Morgen, die Kameraden unter wiesen die neuen Flakhelfer in ihre aufgaben und genossen einfach die warme Morgensonne. In Kurts Unterkunft klingelte das Feldtelefon, er sprang auf von seinen Feldbett und riss den Hörer von der Gabel. Flakgefechststand einunddreißig Hauptmann Hackel am Aperrat. Jawoll Herr General, hörte mann ihnen sagten und er legte den Hörer wieder auf. Er verließ seinen Kommandostand und gab Voralarm. Paul ließ die Geschütze in Alarmbereitschaft versetzen und fragte Kurt was los ist?

Starke Bomberverbände halten auf das Ruhrgebiet zu und wir sollen soviel wie nur möglich abfangen. Wenn die wieder Staniolpapierstreifen abwerfen sollten, dann lass von der 8,8 Sperrfeuer von eins bis dreißig

 

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Durchschießen und der Rest feuert nach Sicht. Die Alliierten hatten irgendwie mitbekommen das die Messtechnik verrücktspielte wenn sie Täuschkörper abwarfen. Die Kameraden warteten nervenaufreibende Minuten an ihren feuerbereiten Flakgeschützen, mit der Frage im Hinterkopf, wann kommen sie, und werden wir bombardiert oder von Jägern angegriffen. Aus der Ferne waren die ersten Geschütze zu hören und Kurt sagte, das kommt aus Richtung Bonn. Geschütze fertig machen zum feuern, gab Kurt den Befehl durch. Sie starrten alle zum Himmel, als im Bunker das Feldtelefon wieder klingelte. Es wurde Entwarnung gegeben, die Bomberflotte war in das Ruhrgebiet abgedreht und alle Maschinen blieben außerhalb der Reichweite von Kurt’s Batterien. Entwarnung, gab er seinen Kameraden durch und ließ die Geschütze entladen und die Munition verstauen. Gerade noch

 

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Einmal gut gegangen, sagte Paul, wenn die unsere Stellungen ausmachen können, dann gute Nacht Mary. Stimmt erwiderte Kurt, und sagte zu Paul, lass die Leute in Alarmbereitschaft. Jawoll, antwortete Paul in strammer Haltung, salutierte und schlug die Hacken zusammen. Denn wie aus dem Nichts stand ein General in der Tür des Erdbunkers, im Rücken von Kurt. Paul begrüßte ihn sofort und machte Meldung. Nun drehte sich auch Kurt um und Salutierte. Es war General von Bock, der gekommen war um die Auszeichnungen vor zu nehmen.Paul ließ die Kameraden zu einen Appell antreten, wo der General die Ortensverleihung durchführte. Kurt der nun träger des Kriegsverdienstkreuzes war und Paul der endlich das Ritterkreuz erster Klasse verliehen bekam, waren ganz aus dem Häuschen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist, sagte der General und zeigte auf seinen Kübelwagen, wo der Fahrer zwei Weidenkörbe mit Wein und Schnaps entladen hatte. Der General verabschiedete sich und fuhr los. Kurt sah ihm noch nach bis er am Horizont verschwunden war. Lachend sagte Kurt, alle die eine Auszeichnung erhalten haben sind heute Abend zu einem Umtrunk eingeladen. Diesmal waren es neun Mann die Ausgezeichnet oder befördert wurden, als allen Grund zum trinken, aber die Tatsache das sie in Alarmbereitschaft waren, brachte sie schnell auf den Teppich der Tatsachen zurück. Paul organisierte eine kleine Feier für die Kameraden an der Feldküche, wo er vom Küchenbullen ein paar kalte Wurst, Käse und Schinkenplatten zaubern lies und für jeden Kameraden eine Flasche Wein bereitstellte. Kurt und Paul zogen es vor wieder auf der Bankgruppe mit

 

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ihren Freundinnen zu feiern und eine heiße Nacht zu erleben. Am kommenden Morgen, wurde Kurt von Paul geweckt. Da ist ein Aufklärer am Himmel und will uns rotzfrech ausspionieren, dürfen wir den Hund herunter holen, sagte Paul mit Sarkastischer Stimme. Kurt ging mit noch freiem Oberkörper hinaus und legte sich mit seinen Feldstecher auf den Boden und suchte den Himmel ab, das könnte dem so passen, lachte er und sagte zu Paul. Das ist kein Aufklärer, das ist ein Gott verdammter Köter. Schau, der Aufklärer ist bedeutend weiter oben und wartet nur darauf dass wir das Feuer auf den Köter eröffnen, damit wir ihnen unsere Stellungen verraten. Nein den lassen wir mal schön in Ruhe weiter fliegen. Nach kurzer Zeit brach ein paar Kilometer weiter aus Richtung Bad Honnef ein Geschützdonner aus allen Rohren und Kalibern los. Der Köter stieg in Windeseile in die Wolken auf und wurde nicht mehr gesehen. Idioten, schimpfte Kurt, auf so einen plumpen hereinzufallen. Was willst du von Kleisner auch anderes erwarten, sagte Paul. Major Karl von Kleisner war ein waschechter Preußischer Aristokrat bei denen alles nur nach Schema F ablief und den mann direkt vom Schreibtisch hierher kommandierte hatte. Er führte ein hartes und gnadenloses Regiment was nur den Weg nach vorn kannte. Kurt sah in der Ferne einen Kübelwagen auf seine Stellungen zu fahren und nahm sein Feldstecher um zu sehen wer ihn da die Ehre geben wollte. Jungs das ist der Feldpostbriefträger, schrie er jubelnd und bestellte alle Geschützführer und Offiziere zu sich um eine Dienstbesprechung abzuhalten. Kameraden, sagte er, ihr habt sicherlich alle das Feuerwerk von eben mitbekommen. Ich verlange

 

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Von euch dass so etwas nicht bei uns passiert, denn die müssen jetzt mit einen Angriff auf ihrer Stellungen rechnen. Wenn es soweit ist will ich das die Gesamte 8,8 nach sicht wenn es sein muss mir den hochfliegenden Aufklärer herunterholt und alle anderen Geschütze kümmern sich um die Jagdbomber. Wir sind diesmal im Vorteil, denn sie wissen nichts von unseren Stellungen und damit es auch so bleibt Jungs, will ich mit allen Mitteln den Aufklärer.Hier ist die Feldpost meine Herren, sagte Kurt und ließ die Kameraden wegtreten. Was denkst du, wann sie kommen, fragte Paul? Lass mich mahl nachdenken, jetzt ist er vermutlich gerade gelandet, dann müssen die Luftbilder zum entwickeln gebracht werden, dann ist es Mittag, es folgt eine Stapsbesprechung und die Vorbereitungen, da wirt es am späten Nachmittag oder besser gegen Abend sein. Dann kommt noch der Anflugsweg bis hierher. Ja ich bin mir sicher, im Morgengrauen werden sie von Osten aus der Aufgehenden Sonne angreifen. Lass alle wegtreten und sie sollen sich schlafen legen, ab drei Uhr lasse ich die Geschütze wieder bemannen und feuerbereitschaft herstellen. Kurt ging mit Paul durch das Gelände und gruppierte die Flakpanzer um damit sie ein freies Schussfeld gegen Osten haben würden. Er Ließ auch alle Fla MG’s nach Osten ausrichten in der Hoffnung des Erfolges.Die Kameraden kamen zum Abendessen aus ihre Feldquartiere und aßen ohne große Worte ihr Abend oder Henkersmahl, das wusste zu diesen Zeitpunkt keiner so genau. Die Stimmung war betrübt und die Männer steckten ihre Glieder wieder auf ihre Feldbetten und warteten voller Anspannung auf den befohr stehenden Angriff. Kurt ging mit Paul die

 

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Stellungen ab und sagte ich habe vom General noch zwei Planko Urlaubsscheine erhalten, die sind Bestanteil unserer Auszeichnung. Ich habe die Namen von Helga und Renate eingetragen, ich will sie Morgen nicht dabei haben, jag sie sofort nachhause, bevor ich mir es anders überlege.Sie können in einer Stunde etwa mit den Tross bis Siegen mitfahren, sie holen Munition dort und soviel wie ich weiß gibt es dort einen Bahnhof. Paul nahm die Urlaubsscheine und brachte sie den beiden Frauen, Erstaunt schauten sie ihm an und Renate sagte, Urlaub, wir und ausgerechnet jetzt, danke und viel ihm um den Hals um sich zu bedanken für die Freudenbotschaft. Kommt schnell packen ihr könnt mit den Munniwagen bis Siegen mitfahren und erreicht heute noch den Zug nachhause. Nach ein paar Minuten hatten sie alles zusammengepackt und saßen wie auf Kohlen. Paul sagte zu Renate komm es ist noch Zeit und sie verschwanden noch einmal schnell in der jetzt lehren Unterkunft bist die LKW’s los fuhren.Kurt war wieder zu der Bankgruppe gegangen und schaute in den Sonnenuntergang, als Paul dort auftauchte und zu ihm sagte, sie sind weg. Still schauten sie in den Abendhimmel und lauschten dem Gefechtslärm aus der Ferne. Es dauert nicht mehr lange bis sie hier sind, sagte Kurt mit gedämpfter Stimme. Komisch, sagte Paul, ich bin hell wach obwohl ich eigendlich müde seien müsste. Es ist schon eine Nervenbelastung auf so einen Angriff zu warten. Stimmt, sagte Kurt, aber trotzdem legen wir uns hin und versuchen wenigsten ein paar Stunden auszuruhen. Ich bekomme kein Auge zu, sagte Paul, mir gehen tausend Dinge durch den Kopf. Sie schlenderten langsam den schmalen Weg durch den Wald zurück zu

 

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Ihrer Unterkunft und legten sich auf das Ohr. Kurt starrte die Bunkerdecke an und bekam kein Auge zu. Auch Paul starrte andauernd auf seinen Feldwecker und die Minuten verwandelten sich zu Stunden. Gegen vier gab Kurt Gefechtsalarm und lies die Geschütze feuerbereit machen. Und mit den ersten Sonnenstrahle kamen sie wie vermutet.

 

Drei Staffeln und ein hochfliegender Aufklärer. Als sie im Feuerbereich waren begann die 8,8 mit ein konzentrierten Dauerfeuer den Aufklärer abzuschießen, der brennend zu Boden stürzte. Die leichten Geschütze und MG’s fegten in Kombination mit den Flakpanzern alle drei Staffeln vom Himmel. Die Falle hatte hervorragend hingehauen und die Brennenden Maschinen und Trümmerteile kamen alle über Kleisners Stellungen herunter und brachten ihn einen erheblichen Schaden an seinen Splittergräben, die zum Teil

 

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Vollkommen in sich zusammen brachen. Kurt ließ sofort ein paar Leute ausschwärmen um die Piloten gefangen zu nehmen die mit dem Fallschirm abgesprungen waren. Das ungewollte Gefecht war ein voller Erfolg und das beste an der Sache war, das die Unsichtbarkeit der Stellungen noch weiter gewahrt war und beim nächsten Angriff wieder genau so zuschnappen konnte.Sie hatten keine Verluste zu verzeichnen und waren sehr froh über diesen Gefechtsausgang. Jetzt tat es Kurt schon fast wieder Leit das er die Frauen weggeschickt hatte, denn so einen Ausgang hatte er sich noch nicht einmal zu erträumen gewagt. Paul machte das alles nichts aus und er wilderte bereits unter den Rest der Weiblichen Besatzung. Die Kameraden waren all damit beschäftigt nacheinander die Geschütze zu reinigen um die Feuerbereitschaft wieder herzustellen. Wer mit seiner Arbeit bereits fertig war, stellte sich an der Feldversorgung an um auf das verdiente Frühstück zu warten. Kurt nahm Verbindung mit dem Oberkommando auf und meldete die Abschüsse der drei feindlichen Bomberstaffeln und des Aufklärers. Kurt legte den Hörer auf die Gabel und begann nachzudenken, hatte doch General von Bock tatsächlich zu ihnen gesagt, dass er ihn für das eiserne Kreuz und eine Beförderung vorschlagen würde. Was soll das, dachte sich Kurt, ich bin doch erst befördert wurden und habe eine der höchsten Auszeichnungen erhalten die es überhaupt geben konnte. Verrückt erst jahrelang Unteroffizier und dann fall ich im Eiltempo der treppe herauf, dass konnte es nur im Krieg geben wo man nach Leistung befördert wurde und nicht nach Dienstjahren usw. Er hatte dem Befehl erhalten einen genauen Bericht

 

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Anzufertigen wer genau wem wo und wann heruntergeholt habe. Gerne wälzte er diese Arbeit auf Paul ab, denn die Schreiberei lag ihm nicht sonderlich. Er war mehr ein Mann der Tat und nicht des geschriebenen Wortes. Ein Fronberichterstatter sollte mit einen Kamerateam zu ihnen in die Stellung kommen um Aufnahmen für den Frontbericht zu machen. Man, sagte Paul, da kommen wir ja in das Kino und unsere Freunde und Verwanden können uns bewundern. Lachend gingen sie zur Feldküche um ihr Frühstück im empfang zu nehmen, auch bei den anderen Kameraden gab es nur das eine Tema, die Abschüsse, Kurt sagte, Jungs bleibt in der Deckung, ich rechne damit das andere Aufklärer bald wie Aasgeier am Himmel ihre Kreise ziehen. Er gab den Befehl das feuer in den Feldküchen zu löschen und verlegte die Warmversorgung auf die Nacht. Kurt saß wieder auf der Bank und beobachtete die Ludendorfbrücke, wo noch immer tausende Kameraden übersetzten und ein Zug nach dem anderen die Brücke ünerquerte.von unten arbeiteten immer noch die Pioniere an der Brücke und brachten Sprengladungen an, damit sie wenn erforderlich in die Luft gejagt werden konnte. Neben der Brücke lag ein vertäuter Lastkahn der mit mehreren MG Nestern belegt war. So wie die Brückentürme die auch mit MG’s besetzt waren. Die Uferstraße war voller Pak und Haubizenstellungen. Da kommt keiner rüber, dachte sich Kurt, und stand auf um in seine Stellung zurück zugehen. Paul hatte es sich mit einer Decke im Schatten des Waldes niedergelassen und arbeitete an seinen Bericht. Kurt kam dazu und legte sich mit auf die

 

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Decke. Eine himmlische Ruhe ist das, sagte Paul, beinah wie im Frieden. Stimmt, antwortete Kurt, für meinen Geschmack etwas zu ruhig, ich denke das ist die Ruhe vor den großen Sturm der bald über uns herein brasseln wird. Paul holte eine Flasche Wein aus der Aktentasche und öffnete sie. Schon wieder Wein, sagte Kurt, schick lieber einmal ein paar Jungs los und lass ein paar Kästen Bier heranschaffen und nicht immer nur den süßen Wein. Ich bekomme schon Sodbrennen wenn ich ihn nur sehe. Wie sie so da lagen, hörten sie die Stimmen zweier Frauen. Neugierig schauten sie wo sie hin gingen. Die Frauen gingen immer tiefer in den Wald und kurz danach folgten zwei Unteroffiziere. Die tun was mir fehlt, sagte Paul zu Kurt. Ja du hast Recht, mir geht es genau so, warum machen wir nichts für heute Abend klar, sagte Kurt und sie standen beide auf und nahmen ihr Sachen und gingen in ihren Bunker zurück um zu sehen ob alles in Ordnung ist und um den Wehrmachtsbericht zu verfolgen. Gegenüber im Splittergraben standen zwei Frauen und rauchten eine Zigarette, Paul ging hinüber und wechselte einpaar Worte mit ihnen. Kurt sah wie sie nickten und Paul kam zurück und sagte, alles in Butter Herr Lutter. Das ging aber schnell, sagte Kurt. Ja bei denen schaute schon die Geilheit aus den Augen und ich bin hin und hab sie gleich gefragt ob sie heute Abend Lust zum ficken haben, und ohne nur einen Moment zu zögern, sagten sie Ja. Wir treffen uns gegen zehn vorn bei den Bänken. Die Frauen lebten schon seit längerer Zeit in Abstinenz und da sie beide weit über die fünfzig waren interessierten sich die jungen Burschen nicht für sie und deshalb waren sie besonderst dankbar für das eindeutige

 

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Angebot und nahmen ohne zu zögern die Gelegenheit war sich wieder einmal richtig befriedigen zu lassen. In den frühen Morgenstunden brach ein hefiges Feuergefecht im Rheintal aus und es gab eine heftige Explosion die Kurt aus dem Schlaf riss. Er sprang in seine Klamotten und gab Gefechtsalarm ohne zu wissen was überhaupt los ist. Es waren keine Flugzeuge am Himmel auszumachen und er ging zu der Stell mit den Bänken um zu sehen was im Rheintal vor sich ging.

 

Man hatte versucht die Ludendorfbrücke zu sprengen, doch sie wurde nur stark beschädigt und stand noch. Auf der Remagener Seite standen Amerikanische Panzer und beschossen die Deutschen Stellungen auf der Uferstraße. Ein gerade heranrollender Munitionszug

 

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Auf der Remagener Rheinseite wurde von unserer Pak in Brand geschossen und zur Explosion gebracht. Ein Teuflisches Feuergefecht tobte auf beiden Seiten des Rheins. Kurt rannte zurück in seinen Bunker und telefonierte mit dem Oberkommando, wo er den Befehl erhielt seine Flakpanzer in Stellung zu bringen um gegebenen Falles das übersetzen der Amerikaner zu verhindern. Weiterhin war Deutsche Luftwaffe im Anflug um die Brücke zu bombardieren. Kurt knallte den Höre auf die Gabel und tat was man ihn befohlen hatte. Er platzierte die Flakpanzer am oberen Waldrand, wo sie noch ausreichende Tarnung besaßen und zu jeder Zeit in die Kampfhandlungen einbezogen werden konnten. Unser Bomber waren im Anflug um die Brücke zu vernichten do sie konnten unter den starken Feuer ihre Bomben nicht zielgenau ausklinken und der Versuch schlug fehl, so das die Bomben wirkungslos im Rhein explodierten. Die Amerikaner versuchten Pausenlos die Brücke zu stürmen und wurden immer wieder zurückgeworfen. Das Oberkommando Beschloss die Brücke mit Fernlenkraken vom Typ V zwei zu zerstören und zog die eigenen Truppen von der Brücke zurück bis an die Uferstraße. Schon nach kurzer Zeit folgten die heftigen Explosionen der Raketen links und rechts der Ludendorfbrücke. Heftige Detonationen ließen das Rheinwasser hunderte von Metern in die Luft spritzen und als feiner Sprühregen wieder zu Boden fallen, aber die verdammte Brücke stand noch immer fast unversehrt da und überspannte den Rhein bei Remagen. Paul kam zu den Bänken gelaufen und schrie, Stellungswechsel, wir sollen hier abrücken in Richtung Siegen, den genauen Ort erfahren wir noch unterwegs.

 

60.

Kur fiel ein Stein vom Herzen und er ließ seine Truppe sofort marschbereit machen. Nach einer Stunde setzte sich der Zug in Bewegung über die Felder nach Linz und es gelang Kurt hinter Linz in den Wald einzutauchen wo sie in der Nähe von Roninghof in Ruhestellung gingen um die neuen Befehle abzuwarten. Renate erfuhr bereits auf dem Bahnhof das sie nicht mehr nachhause fahren konnte, denn da war bereits der Russe.Helga lud sie ein ihren Urlaub mit bei ihr zu verbringen. Ihre Eltern freuten sich über den Besuch und sie saßen die Halbe Nacht nur da und sprachen mit einander über alles Mögliche. Gegen Morgen gingen sie mit in die Ställe und halfen beim Melken ausmisten oder füttern. Helga fühlte sich wie in Friedenszeiten, nur Renate tat sich schwer mit der Landarbeit, denn sie war so etwas nicht gewohnt. Als Straßenbahnschaffnerin hatte sie einen geregelten dienst und keine körperliche Arbeit. Sie frühstückten gemeinsam und gingen danach zu Bett um sich erst einmal richtig auszuschlafen. Ihr alter Vater dagegen, rannte in das Wirtshaus um bei allen voller Stolz zu verkünden, das seine Tochter auf Urlaub nachhause gekommen war und jetzt im Dienstgrad eines Unterleutnantes stand. Voller Stolz gab er eine Runde auf das Wohl seiner Tochter aus und versprach sie am Abend mitzubringen. Die alten Veteranen aus dem ersten Weltkrieg waren alle neugierig was es neues an der Front geben würde.

Die Frauen schliefen bis zum Mittagessen, wuschen sich in aller Ruhe und setzten sich zu Tisch. Es schmeckt einfach fantastig, die Thüringer Küche war ja auch bis über ihre Grenzen hinaus bekannt und belieb, besonderst die hausgeschlachtete Wurst war ein Genuss.

 

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Nach dem Essen, brachen die zwei Frauen auf um einen Spaziergang durch Eisenach zu machen. Helga wollte alte Schulkameraden besuchen oder Freunde. Sie waren alle nicht zuhause, entweder im Krieg, gefallen, im Arbeitsdienst oder an der Front. Es sah schlimm aus in irrer Heimatstadt, auf den Straßen trafen sie nur alte Leute die den Volkssturm bildeten oder halbe Kinder die in HJ. Uniformen mit den Männern am Bahnhof Sandsäcke füllten. Die zwei hatten sich ihren Urlaub ganz anders vorgestellt. Komm wir gehen zum Burchenschaftsdenkmal, sagte Helga, da gibt es ein beliebtes Ausflugslokal, da kenne ich den Kellner, der kann uns bestimmt sagen wo wir hier noch etwas erleben können. Sie stiegen den Berg hinauf und gingen einen schmalen Weg zwischen Gärten entlang bis zum Denkmal. Helga setzte sich hin um zu verschnaufen, es ist nur noch um die Ecke, sagte sie zu Renate. Sie rauchten in aller Ruhe eine Zigarette und als sie wieder bei Atem waren setzten sie den Weg fort. Als sie nach ein paar Metern das Ausflugslokal sahen, machte sich die nächste Enttäuschung breit, es war wegen Ruhetag geschlossen. Ein älterer Mann kam mit einen Bündel Holz vorbei und sagte, die haben schon seit ein paar Monaten geschlossen, der Junge und auch der Kellner sind eingezogen wurden und die alten Wirtsleute schaffen es alleine nicht. Aber wenn ihr was trinken wollt, ich habe Wein in meiner Laube und lade Euch gerne auf ein Gläschen ein.Die Frauen gingen mit und sie setzten sich in den Garten auf eine Bank. Von hier aus konnten sie über halb Eisenach blicken und Helga erklärte was wo war. Der alte Mann brachte eine Flasche selbst gemachten Johannniesbeerwein und drei

 

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Gläser, er schenkte ein und sagte wohl bekommt’s. Sie saßen noch eine ganze Weile in den Garten bis die Dunkelheit hereinbrach. Komm wir müssen, sagte Helga, die Wege sind alle nicht beleuchtet und ich habe keine Lust mir die Knochen zu brechen. Renate stand auf und sie verabschiedeten sich bei dem alten Mann und sie gingen langsam den Weg wieder herunter. Konnte es kein etwas jüngerer Mann sein, sagte Renate, ich bin so geil, den hätte ich schon die Flötentöne beigebracht. Helga sagte, ich habe mir den Urlaub auch anders vorgestellt aber hier ist überall nur tote Hose angesagt und wir müssen uns nun mit der Tatsache abfinden das wir für die Jungen Spunde einfach zu alt sind und die paar Opas die noch hier sind kriegen bestimmt keinen mehr hoch. Als bleibt uns wieder nur die Selbstbefriedigung wie meistens. Irgendwie sehne ich mich sogar in unsere Einheit zurück, denn ich habe mich an das Leben da gewöhnt und hier ist mir plötzlich alles so fremd und ungewohnt. Ja, Früher sind mir die Jungs scharenweise hinterher gelaufen, und heute bin ich froh wenn es einer tut. Renate, fragte Helga, was ist eigendlich wenn wir einfach zurück fahren und unser Urlaub in der Nähe der Stellungen verbringen, ich habe genug Geld das wir uns in einen Gasthaus ein Zimmer nehmen können. Das ist eine Gute Idee, morgen fahren wir wieder zurück und sehen weiter wenn wir dort sind.

Am nächsten Vormittag gingen sie zum Bahnhof zu Leitstelle der Wehrmacht um zuerfahren ob ihre Einheit noch an Ort und Stelle liegen Würde.Nein hieß es, sie sind nach Siegen in March gesetzt worden, meldet euch in Siegen auf den Bahnhof in der Leitstelle, da erfahrt ihr dann wo ihr genau hin müsst. Das ist doch

 

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wunderbar, da sind wir vielleicht sogar noch vor ihnen dort und haben noch etwas vom Urlaub.Kurt bekam den Befehl sich unbemerkt nach Siegen abzusetzen, wo man plante eine starke Verteidigungslinie einzurichten um den Amerikanern den March in das Herz des Deutschen Reiches abzuwürgen und sie gegebenenfalls noch einmal zurückzuwerfen um Zeit für die V. Waffenproduktion zu gewinnen. Rolf wollte noch vor Sonnenuntergang den Ort Hühnen durchquert haben und auf dem halben Weg nach Heeg eine größere Pause einzulegen um das Gerät und die Mannschaften aufzumöbeln, denn er sah auf der Karte das er die Kolonne von Heeg aus quer durch den Wald führen musste um unerkannt zu bleiben und den Weg um einige Kilometer abzukürzen. Entschloss er sich direkt nach Lache die Waldwege zu benutzen. Die Erfahrung zeigte dass man im Wald lieber am Tage fahren sollte und die freien Gelände lieber bei Nacht. Kurt machte sich mit Paul daran einen Zeitplan zu erarbeiten wo sie alle eventuellen Zwischenfälle mit einbezogen. Er ließ die Fahrzeuge Betanken und teilte die Kolonne in drei Einheiten auf, die Flakpanzer fuhren wie immer zu erst, dann würde wieder die Logistik folgen und der Rest der Einheit würde über eine andere Route fahren um schneller an das Ziel zugelangen, um dort schon mit den Bau der Stellungen zubeginnen. Ein einfacher aber wirkungsvoller Plan war das, der leider vom Oberkommando abgelehnt wurde.Nun krochen sie wieder Im Schnecketempo durch den Wald. Kurt ließ die Nachtlager vorbereiten und er ging zusammen mit Paul zur Feldküche um einen Kaffee zu trinken. Sie setzten sich auf den Rand eines ausgefahrenen

 

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Hohlweges und sprachen über alles Mögliche um den Krieg mit seinen Folgen für einen Moment zu vergessen, sofern man das überhaupt konnte, denn er war allgegenwertig.

 

Sie sprachen wie meisten, über die Frauen und ihre wohlgeformten Körper. Dabei beobachteten sie die zwei etwas älteren Flakhelferinnen mit denen sie bereit eine Nacht auf der Bankgruppe verbracht hatten. Als sich die eine bückte um etwas aufzuheben, sagte Paul, die hat aber auch einen geilen Arsch, prall und rund wie eine Bahnhofsuhr. Irgendwie musste sie mitbekommen haben das sie von den beiden beobachtet wurde und zwinkerte ihnen zu. Das war der Startschuss für die kommende Nacht. Paul ging hinüber zu ihr und sagte um elf an dieser Stelle, und vergiss deine Freundin nicht. Die beiden benutzten das Licht des Vollmontes um ein gemütliches Lager abseits im Wald zu errichten.

 

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Der Vollmond kam da gerade wie gerufen und lies die Nacht zu einen Erlebnis werden. Bei Tagesanbruch setzten sie die Fahrt fort. Sie durchquerten den kleinen Ort Heeg und bogen nach rechts in den Wald ein, wo der Förster bereits wartete um mit Kurt die Strecke abzusprechen. Ger Förster war ein alter komischer Kauz mit einem dreibeinigen Dackel. Mit seinen urigen großen Försterhut und seinen Vollbart, sah er ehr aus wie ein lustiger alter Waldschratt, Paul musste sich das lachen verkneifen und suchte schnell das weite. Kurt übernahm mit einem Bleistift die Angaben in seine Generalstapskarte. Er bedankte sich bei dem alten Mann und stieg auf das Führungsfahrzeug um die Kolonne durch den Wald zu lotsen. Es war ein alter tief ausgefahrener und katastrophaler Weg, der sich jetzt nach den Anbruch eines Dauerregens in reinen Schlamm verwandelte und sich das Führungsfahrzeug an der Spitze ständig im Morast festfuhr. Da der Holweg zu eng war um zu überholen, machten sie einen dicken Ast gegen den ersten Flakpanzer halten und schoben damit das Führungsfahrzeug aus dem Schlammloch bis an eine breitere Stelle wo es überholt werden Konnte. Die fünf Flakpanzer waren die einzigen Fahrzeuge die überhaupt noch in der Lage waren sich nach vorn zubewegen. Die gesamte Fahrzeugkolonne hatte sich festgefahren und blieb im Schlamm liegen. So eine Scheiße, schrie Kurt. Vom Himmel schüttete es wie aus Eimern, das hatte gerade noch gefehlt, Paul sagte, wie ist es wenn wir alle Fahrzeuge mit den Schleppseilen verbinden. Das könnte klappen, sagte Kurt erleichter, die Fünf Neunundsiebzigtonner mit ihren achthundert Ps. Maibachmotoren bilden doch

 

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einen ganz beachtlichen Zugverband. Doch die Schleppseile rissen wie Schnürsenkel und das Oberkomanto ordnete an, warten bis sich die Wetterlage gebessert hat um die Fahrzeuge freizuschleppen. Kurt war damit nicht einverstanden und versuchte auf eigene Faust die Fahrzeuge freizubekommen, denn wie es aussah konnte es noch Tage lang regnen. Er zog die Flakpanzer vor und ließ Bäume fällen um damit den Holweg aufzufüllen. Paul war dem Weg weiter gefolgt und festgestellt dass nur dieser Abschnitt so beschissen ist und dort sogar Kieswege waren die sie leicht befahren konnten. Nun schleppten sie die Fahrzeuge einzeln frei bis auch das letzte auf der festen Straße stand. Da es noch immer regnete ließ Kurt ein paar Planen aufspannen und die Feldküchen beheizen, damit die Kameraden Kaffee und eine warme Mahlzeit bekamen. Das war ein hartes Stück Arbeit, sagte Kurt, die Männer sind erledigt. Ich gebe ihnen genug Zeit um sich auszuruhen befohr ich dem Oberkommando melde das wir wieder einsatzbereit sind. Sie legten sich nach dem Essen noch für ein paar Stunden auf das Ohr bevor sie die Kolonne wieder in March setzten. Gegen Abend erreichten sie den Ortsrand von Gersthahn und Kurt ließ halt machen, da es noch zu hell war,beschloss er, erst die Kaltverpflegung an die Kameraden auszugeben und mit Einbruch der Dunkelheit weiter zufahren, denn sie kamen in ein offenes Gelände und mussten bis zum Morgengrauen wieder Waldgelände erreicht haben. Da sie im Oberkommando immer noch der Meinung waren das die Einheit im Schlamm feststeckt, schickten sie folgenden Funkspruch. Starke Amerikanische Panzerverbände haben bei Remagen den Rhein

 

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Überquert und einen Brückenkopf gebildet. Wenn Fahrzeuge nicht freizukriegen sind, Geräte zerstören und den March zu fuß fortsetzen. Das Oberkommando der Wehrmacht. Kurt setzte seine Meldung an das Oberkommando ab und gab den momentanen Standort verschlüsselt bekannt und setzte den Weg mit dem Einbruch der Dunkelheit bis in die Gegend von Flammersfeld fort. Der Regen ließ langsam nach und der Himmel hielt sich bedeckt, Kurt befahl bis zum Einbruch der nächsten Nacht, in Ruhestellung zugehen und die Fahrzeuge soweit wie möglich vom restlichen Schlamm zuberfreien. Kurt ging mit Paul in den Ort um eventuell Zigaretten und etwas zusaufen zubesorgen.

 

Hier ist noch kein Mensch auf den Beinen, sagte Paul zu Kurt und sie gingen der Hauptstraße entlang bis sie ein Gasthaus sahen wo ein Rinderstall in der Nähe war.

 

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Dort ist jemand, sagte Paul und sie gingen hin. Guten Morgen, sagten sie höflich und fragten nach einer Möglichkeit hier im Ort etwas zu Essen und Zigaretten zu bekommen. Einen Moment, sagte der Mann, ich bin der Gastwirt, ich muss nur noch fertig melken, geht schon in die Gaststube, der Huntereingang ist offen.

Nach einer Weile kam der Gastwirt und verkaufte ihnen was sie wünschten. Kurt saß mit Paul am Stammtisch vor dem Tresen und ließen sich ein kräftiges Frühstück servieren. Draußen auf der Straße brach ein Höllenlärm aus und Kurt ging zu Fenster um zu sehen was da los war. Es kamen hunderte von Fahrzeugen und Marchkolonnen auf der Straße an und bewegten sich in Richtung Norden. Kurt lief mit Paul auf die Straße und fragte, was da los sei, Der Ammy ist durchgebrochen, wir sind auf dem Weg nach Siegen wo die neue HKL (Hauptkampflinie) aufgebaut wirt. Eine Stimme rief, Tiefflieger und alle gingen in Deckung. Am Himmel tauchte eine Staffel Jäger auf und feuerte in die Kolonne. Ach du Scheiße schrie Kurt und sie machten sich schnell auf den Weg zu ihrer Einheit. Kurt ließ sofort die Flakpanzer in Abwehrstellung gehen, aber die Feindlichen Staffeln blieben außerhalb ihrer Reichweite.

Und Kurt wollte auch seine Stellung nicht gefährten und sie blieben im Schutze des Waldes stehen. Die Straßen waren nun von Flüchtlingen und sich zurückziehenden Truppen verstopft. Kurt sagte wir müssen einen Weg über die Felder finden den wir in der Nacht passieren können oder wir müssen uns in die Schlange einreihen, was wegen der Tiefflieger aber zu gefährlich war. Denn wenn die Amerikaner die Flakpanzer ausmachen

 

69.

Würden konnten sie mit einen Angriff nach dem anderen rechnen. Die würden erst wieder aufhören bis auch der Rest der Flak zerstört ist. Sie lagen den ganzen Tag im Wald und beobachteten den Himmel, wo die feindlichen Maschinen kreisten.

 

Kur hatte den ausdrücklichen Befehl bekommen in die laufenden Kampfhandlungen nicht einzugreifen, sei dem sie würden entdeckt und angegriffen. Aus der Ferne hörten sie einen Höllischen Gefechtslärm und konnten an Hand der Lautstärke ungefähr die Entfernung abschätzen, da der Lärm gleichbleibend laut blieb, wussten sie das sich die Frontlinie wieder verhärtet haben musste, denn auch die Fahrzeuge auf der Straße wurden weniger und Panzereinheiten kamen aus der Gegenrichtung und fuhren nach Süden in die Richtung der Front. Paul sagte hoffentlich hält die alte

 

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HKL noch bis wir weg sind, denn ich habe keine Lust hier schon in das Gras zu beißen. Kurt antwortete, noch ein paar Stunden und wir können unbemerkt die Straße passieren. Die Kolonne war schon lange abfahrbereit als Kurt bei Einbruch der Dämmerung die Motoren starten ließ damit sie warmlaufen konnten. Auf geht’s packen wir’s, sagte er zu seinen Fahrer damit er das Fahrzeug in Bewegung setzt.Nach wenigen Metern erreichte er die Straße, wo er sofort einen Posten platzierte um den laufenden Verkehr zu unterbrechen, damit sie sich in einer Reihe einfädeln konnten und nicht auseinander gerissen wurden. Bereits nach einer halben Stunde war der gesamte Kampfverband mit seiner gesamten Logistik auf der Hauptstraße um seine Nachtfahrt bis zum Morgengrauen durchzuführen. Sie kamen langsamer voran wie angenommen, da sich viele Flüchtlinge mit Traktoren oder Pferden und Leiterwagen auf der Route befanden. So kommen wir unmöglich in einen Zug bis Siegen, sagte Paul und faltete die Karte auseinander um zu sehen wo sie sich noch einen Tag verstecken konnten. Laufend kam die Kolonne zum stehen weil irgendwelche Fahrzeuge aus dem verschiedensten Gründen liegen blieben, oder die Straße von schweren Fahrzeugen der SS überquert wurde.Helga kam mit Renate auf dem Bahnhof in Siegen an, sie gingen sofort zur Einsatzstelle der Wehrmacht um zu erfahren wo ihre Einheit liegt. Doch alles was sie erfuhren war der Platz wo sie in den nächsten Tagen in Stellung gehen sollte und das sie noch auf dem Marsch dorthin waren. Sie müssten jetzt bei Hachenburg sein und wenn alles klappt, sind sie Morgen früh hier und können in die neue HKL

 

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Eingegliedert werden. Hier habt ihr die Adresse vom Soldatenheim, dort könnt ihr die Nacht verbringen, sagte der Hauptfeldwebel und gab Renate ein Stückchen Papier mit der Adresse. Helga sagte, komm wir wollen einmal sehen ob es noch ein Hotel Gibt. Hotel, lachte der Hauptfeldwebel und sagte, wenn es hier ein Hotel gibt, dann ist es auch schon von den höheren Dienstgraten belagert, da sehe ich schwarz. Ihr vergeudet nur euere Zeit damit, geht lieber gleich zum Soldatenheim, mit viel Glück, kommt ihr da noch unter.Die zwei Frauen gingen durch die fremde Stadt mit ihren gesamten Marschgepäck auf dem Rücken, war das alles andere als leicht. Zwei ältere Landser die auf einer Bank am Straßenrand saßen, boten den Frauen ihre Hilfe an. Was in das Soldatenheim, sagte der eine und lachte, da waren wir vor Stunden schon, die haben nichts mehr frei. Hier sind wenigsten keine Wanzen, sagte der andere und hielt den Frauen eine Kornflasche hin. Sie nahmen einen kräftigen Schluck und setzten sich mit auf die Bank. Hinter uns ist bereits der Wald zum Buberg, sagte einer der Landser, da hauen wir uns in die Büsche wenn es soweit ist. Der andere sagte, wir haben aus unserem Marschgepäck ein Nachtlager errichtet und wenn ihr Lust habt, könnt ihr ja mitkommen. Lust hatten die beiden ohne Ende, aber nicht zum schlafen. Warum nicht, sagte Helga und Renate willigte auch mit ein. Im Wald war es wie üblich wieder stockdunkel und zum Glück besaß einer der Landser eine alte Taschenlampe mit einen Dynamoantrieb, wo man mit einen Hebel das Schwungrad antrieb in dem man ständig drückte und so der benötigte Strom erzeugt wurde den die Birne

 

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Brauchte um zu leuchten. Langsam gingen sie in den Wald hinein. Wie weit denn noch, fragte Renate? Nur noch ein paar Meter, wir sind extra etwas weiter reingegangen, damit wir nicht wieder von den Kettenhunden geweckt werden. Da ist es schon, sagte der andere und leuchtete auf die zwei kleinen Planenzelte die in einen Abstand von Ca. zwei Metern aus einander standen. Er öffnete den Eingang und leuchtete hinein, sie sahen ein sauberes Nachtlager aus Wolldecken und einen Tornister als Kopfkissen liegen. Klein aber wenn wir zusammen rücken reicht es für zwei. Wir dürfen es nur nicht verschlafen. Morgen früh gegen neun fährt unser Zug nach Hamburg. Die Frauen holten ihre Decken aus dem Gepäck und krochen damit in das Zelt um die Liegeflächen zu verbreitern. Wie Renate da so auf dem Knien lag um in der gebückten Stellung die Decke auszubreiten, fasste sie der eine Landser unter den Rock, sie spreizte ihre Beine noch etwas und sagte, du kannst es wohl nicht abwarten. Im Nachbarzelt war bereits ruhe eingekehrt und man hörte Helga nur leise flüstern, konnte aber kein Wort davon verstehen. Renate war noch damit beschäftigt sich ihrer Kleider zu entledigen. Kurt trieb die Kolonne an so gut es ging. Er verzichtete weitgehend auf Pausen, denn sie kamen ohnehin oft genug zum stehen, wo die Kameraden Pinkeln konten. Es war bereits gegen vier und ein dichter Nebel machte sich breit. Haben wir ein Glück, sagte Paul, wenn die Suppe dicker wird, können sie nicht fliegen und wir können in einen Stück durchfahren. Jetzt trieb Kurt die Fahrzeuge erst recht nach vorn an und es gab keine extra Pausen mehr. Wo sind wir eigendlich, fragte Paul? Kurt sah nach draußen

 

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Und zuckte mit den Schultern, Moment, wir müssten jetzt etwa hier sein und zeigte auf eine Stelle auf der Karte zwischen, Betzdorf und Kirchen. Es ist ja nur noch ein Katzensprung, sagte Paul. Ja, wenn mann die Katze springen lässt, lachte Kurt und wurde gleich wieder Ernst, denn die Situation war einfach zu ernst um Spässchen zu machen.

 

Langsam aber sicher tasten sie sich durch den immer lichter werdenden Morgennebel. Die ersten Sonnenstrahlen brachen durch und Kurt rechnete damit dass die ersten Aufklärer am Himmel erscheinen würden. Sie mussten unbedingt wieder in ein schützendes Waldstück eintauchen um den Tag abzuwarten, dabei waren sie doch kurz vor dem Ziel. Kurt machte Meldung beim Oberkommando und bekam den ausdrücklichen Befehl die nächste Deckung aufzusuchen. Kurt gab den Befehl vor Kirchen links in

 

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Den Wald abzubiegen und die Fahrzeuge sofort abzutarnen. In Windeseile hatten die Männer ihre Tarnnetze über die Fahrzeuge und Geschütze gespannt und mit frischen Ästen überzogen. Kurt ließ Kaltverpflegung ausgeben, denn er wollte nicht dass man die Rauchsäulen der Feldküchen am Himmel sehen konnte. Er schickte ein paar Leute los um im Dorf jemanden zu finden der ihnen heißen Tee zubereiten würde. Der Rest der Truppe konnte sich ausruhen oder die Beine vertreten. Helga und Renate saßen jetzt wieder auf der Bank, wo alles begann und winkten den zwei Landsern hinterher. Renate sagte, es war doch eine Gute Idee von uns hierher zufahren, in Eisenach hätten wir uns nur selbst befummeln können. Sie redeten über die letzte Nacht und wie sie, sie verbracht hatten in den kleinen Zeltlager. Komm ich habe gestern eine Bahnhofsmission gesehen, vielleicht bekommen wir dort etwas zu Essen und zu trinken, Sagte Renate und sie standen auf und gingen wieder zum Bahnhof zurück. Kurt hatte sich schlafen gelegt, nach dem er die Wachen eingeteilt hatte und Paul schrieb schon wieder einen Brief an irgendeine Stoßdame. Die Kameraden brachten frischen heißen Tee aus dem Ort und ein teil der Bevölkerung kam am Mittag und brachte warmes Essen für die Männer. Gegen Nachmittag erwachte Kurt und ging durch das Lager, der Himmel war wieder bedeckt, sied nach Regen aus, sagte er zu Paul. Na hoffentlich erst wenn wir auf der Straße sind, erwiderte Paul und holte dabei tief Luft, denn ihn fiel sofort ein wie sie erst vor kurzen im Schlamm abgesoffen waren. Kurt lies die Truppe abmarschbereit machen, denn er wollte sofort aufbrechen wenn der Regen einsetzte, denn da waren

 

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Auch die Aufklärer blind und blieben am Boden. Der Himmel verdunkelte sich immer weiter und nahm den Jägern die Sicht, Kurt gab den Befehl zum Abmarsch und die Kolonne setzte sich wieder in Bewegung. Wenn nun alles Reibungslos laufen würde, könnten sie noch vor Nachteinbruch in den Neuen Stellungen sein und die Geschütze aufbauen. Helga ging mit Renate schon in die Richtung des Buberges, denn sie wussten dass die Kolonne irgendwann dieselbe Straße benutzen würde und sie sich ihnen wieder anschließen konnten. Am Rande des Berges gab es eine kleine Wanderhütte, wo sie sich hineinsetzten um den jetzt einsetzenden Regen abzuwarten. Schau da kommen sie, rief Renate und lief auf das Führungsfahrzeug zu. Kurt ließ kurz halten damit sie zusteigen konnten und schon bald danach schlängelte sich die Einheit den Buberg hinauf. Paul stieg aus dem Führungsfahrzeug und ließ nach alt bewährter weiße die ersten Fahrzeuge an sich vorbei, um auf den LKW der Frauen wieder aufzuspringen. Hallo ihr zwei, wie geht es euch, was macht ihr denn schon hier, euer Urlaub ist doch noch nicht vorbei. Löscherde er die Frauen. Renate sagte, schöner Urlaub. In Halle sind bereits die Russen und in Eisenach bekommst du noch nicht einmal ein Bier. Und wie geht es euch, fragte Helga? Am Rhein mussten wir stiften gehen, sonst hätte uns der Amy den Arsch aufgerissen. Wir sind mit hängen und würgen gerade noch entkommen und schleichen seit Tagen wie die Wilddiebe durch die Wälder. Nun beziehen wir hier die neuen Stellungen und hoffen dass wir nicht gleich wieder flitzen müssen. Kaum auf dem Berg angekommen Lies

 

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Kurt die Stellungen einrichten und Planen spannen. Er wallte fertig sein mit den Nötigsten bevor es sich eingeregnet hat und sie wieder im weichen Waldboden versanken.

 

Am anderen Morgen schien die Sonne durch die Äste und alle Geschütze und Fahrzeuge waren unsichtbar im Wald versteckt und warteten wie befohlen auf ihren Einsatz. Kurt gab einigen Kameraden Ausgang in die Stadt und andere Bauten im Wald eine Duschanlage auf wo man seine Körperpflege durchführen konnte. Etwas weiter abseits wurde der Donnerbalken errichtet und zwei Bretterhäuschen für die Damen und die Offiziere. Die Kameraden hatten einen Putz und Waschtag eingelegt um sich wieder auf Fortermann zu bringen. Langsam aber sicher kehrte der normale Soldatenalltag wieder ein und alles lief seinen gewohnten gang. Wollen

 

 

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Wir heute Abend auch einmal nach Siegen runter, fragte

Paul? Die haben bestimmt ein Kino und ich bin neugierig ob sie den Streifen von uns bringen. Warum nicht, sagte Kurt, nehmen wir die Frauen mit und kaufen uns eine Loge. Unteroffizier Müller kam in den Kommandounterstand und sagte, wir haben einen Dieb auf frischer tat erwischt, wie er aus der Feldkiste eines Kameraden dessen Zigaretten gestohlen hat. Wer ist es, wollte Kurt wissen und befahl den Mann sofort an die Feldgendarmerie zu übergeben. So ein Trecksack hatte uns gerade noch gefehlt, fluchte er und sagte ich will ihnen nicht mehr sehen. Einen Kameraden bestehlen oder verpetzen war das schlimmste was man tun konnte, worauf in besonderen Fällen sogar das Standgericht in kraft trat. Unteroffizier Müller lies den Dieb abführen und übergab ihn am Bahnhof den Kettenhunden. Kurt sagte mir ist die Lust auf Kino vergangen, geh ohne mich, ich werde mich hier einmal so richtig besaufen um die Scheiße zu vergessen. Er musste ja auch noch die Materialanforderungslisten überprüfen und genügend Treibstoff und Munition anfordern. Beim Oberkommando Meldung machen und die Posten einteilen. Eigentlich hatte er soviel Arbeit das er nicht einmal die Zeit hatte um sich zu besaufen, denn es kam andauernd irgendetwas dazwischen. Paul machte sich mit Renate auf die Socken um mit ihr vor dem Kino noch durch die Stadt zu bummeln. Sie gingen durch die Straßen und Gassen um nach irgendwelchen Wirtshäusern zu suchen wo sie etwas zu Essen bekommen würden. Doch es war überall nur tote Hose angesagt und das Kino war auch schon seit Wochen geschlossen. Die einzige Stell war das Soldatenheim

 

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Oder die Bahnhofsmission, und dass wollte man sich um das Verrecken nicht antun. Jetzt wo sie den Park durchstreiften begann es wieder zu regnen und sie setzten sich in einen kleinen Park unter eine Linde. So ein Scheißabend, sagte Paul, heute geht aber auch alles schief, denn nun setzte ein heftiges Gewitter ein und die zwei rannten in ein nahegelegenen Pavillon Wo sie wenigsten vor dem Regen sicher waren. Sie saßen auf einer Bank und sahen den Gewitter bei seinen Naturschauspiel zu und Pauls Hand verschwand in Renates Feldbluse wo er begann ihre großen Brüste zärtlich zu streicheln. Der Regen wurde immer stärker und Kurt watete Knietief im Wasser in seinen Kommandobunker herum und brachte seine Unterlagen in Sicherheit. Sein Erdbunker war so unglücklich angelegt das ein Rinnsaal genau auf ihn zu lief und das Wasser sich in dem Bunker sammelte. Er verbrachte alles mit Hilfe zweier Landser in den Kommandowagen und verbrachte dieses Unwetter im Fahrzeug. Als er es gegen Morgen wieder verlas, standen die Splittergräben zusammen mit den Stellungen unter Wasser. Kurt gab die Anweisung ein paar Entwässerungsgräben zu ziehen damit das Wasser ungehindert dem Hang herunterlaufen konnte Er ließ einen neuen Erdbunker mit entwässerunggraben anlegen und richtete sich wieder häuslich ein. Paul der mit Renate die gesamte Nacht im Park verbracht hatte kam jetzt mit ihr langsam und durchgefroren den Berg herauf und sah das Kaos was das Gewitter angestellt hatte. Dutzende Bäume hatte der Gewittersturm entwurzelt und kreuz und quer im Wald auf einander geworfen. Klasse, sagte Paul, jetzt dürfen wir auch noch Waldarbeiter spielen, denn der Weg

 

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Musste für den Fall eines schnellen Rückzuges frei sein und die gesamte Versorgung lief auch hier entlang. Kurt schickte die Kameraden an die Arbeit um das Kaos zu beseitigen. Sie schufteten bis zum Umfallen. Aber etwas Gutes hatte die Sache auch, genügend Brennholz für die Feldküchen die ab sofort nur noch nachts betrieben werden durften. Kurt hörte wie immer den Wehrmachtsbericht ab und der verhieß nichts Gutes. Im Osten brächten die Russen in einer Höllischen Geschwindigkeit vor das ihnen schwindelig davon wurde. Die Amerikaner gewannen auch an Boden und konnten nicht mehr aufgehalten werden. Wenn die Wunderwaffen nicht bald fertig werden, dann gute Nacht Mari, sagte Kurt und ging aus dem Bunker um zu sehen wie weit seine Leute mit der Arbeit waren. Er bemerkte dass einige der Kameraden erschöpft waren und kaum noch konnten. Das gröbste ist weg und der Hauptweg wieder frei, meldete ein Unteroffizier. In Ordnung, sagte Kurt, lassen sie die Arbeiten für heute einstellen damit sich die Kameraden ausruhen können und sorgen sie dafür das für alle genügen Verpflegung ausgegeben wird. Jawoll Herr Hauptmann, sagte er Und knallte die Hacken zusammen. Weggetreten reagierte Kurt mit kurzen Worten und drehte sich um und ging zurück.Paul kam ihm entgegen und erzählte von dem Reinfall mit dem Kinobesuch und wie sie beim schönsten Gewitter im Park gevögelt haben. Hurt erzählte davon wie ihnen der Bunker abgesoffen ist und er barfuß darin herumgestampft ist um seine Akten in Sicherheit zubringen. Es war schon ein besonderes Verhältnis mit den zweien. Sie kannten sich bereits seit der Flakschule und gingen seit Jahren zusammen durch

 

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Dick und dünn, sie teilten sogar die Frauen mit einander und Sex war die schönste Sache der Welt für die Beiden. Wenn sie allein waren redeten sie sich mit du an und in der Öffentlichkeit hielten sie den Dienstweg ein. Im Bunker klingelte das Feldtelefon, der General von Bock war wieder am Aperrat und gab die neuesten Befehle und Beförderungen durch. Ab sofort sollten sie alles vom Himmel fegen was sie erblickten an feindlichen Maschinen. Und dies galt besonders für Aufklärungsflugzeuge. Da zur Krönung noch schwere Bomberverbände in ihre Richtung flogen, gab Kurt auch noch sofort Allarmbereitschaft. Was die sich denken, sagte er zu Paul, jetzt verraten wir das gesamte Regiment wegen eines Aufklärers den wir vielleicht noch nicht einmal herunter bekommen. Das konnte er nicht gut heißen und protestierte gegen diesen Befehl, doch es half nichts, es kam direkt aus dem Führerhauptquartier, das dieses versteck spielen ein Ende haben sollte. Da gab es nichts zu rütteln.Die Bomber drehten hinter Köln wieder ab und brachten ihre Todesladung in das Ruhrgebiet. Die Allarmbereitschaft aber blieb jetzt bestehen. Gegen Nachmittag war es dann soweit, ein Aufklärer flog rotzfrech im Tiefflug ohne Bortbewaffnung über die Stellungen. Schon nach ein paar kurzen Feuerstößen viel er total zerfiept brennend vom Himmel und krachte in unmittelbarer Entfernung neben den Flakpanzerstellungen zu Boden. Dieser Abschuss sollte sich schon kurz danach als einen schweren Fehler herausstellen, am Himmel befand sich noch ein zweiter hochfliegender Aufklärer, den sie schlicht und einfach übersehen hatten. Die Zerstörte Maschine brannte noch

 

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Immer am Boden als ein Mörsertrommelfeuer einsetzte und begann punktgenau die Stellungen der Flakpanzer zu beschießen. Die Kameraden machten am Himmel wieder einen kreisenden Aufklärer aus, es sah aus als ob er das Mörserfeuer in das Ziel dirigierte. Kurt gab den befehl, feuer aus allen Rohren und sie fegten ihn vom Himmel. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurden sie Weiter mit Fernfeuer eingedeckt und blieben in den Splittergräben bis der Angriff beendet war. Kurt ging mit Paul durch die Stellungen und musste schmerzlich feststellen dass ihre Verluste erheblich waren. Alle fünf Flakpanzer brannten aus und sieben Geschütze vom Typ Flak 8,8 Waren völlig zerstört. Eine Vierlingslafette hatte einen Volltreffer abbekommen, die Splittgräben wurden vollkommen zusammengeschossen und siebzig Prozent der Geschützbedienungen war tot oder verwundet. Und Kurt wusste zu genau damit das nur der Anfang, die Amerikaner würden jetzt nicht mehr aufhören bis der Berg gesäubert ist. Kurt lies in der Nacht alle Verwundeten abtransportieren und zweihundert Meter von den Geschützen entfernt, Splitterlöcher ausheben wo die Kameraden in Deckung gingen. Die noch in takten Geschütze lies er an einen sicheren Ort in der Nähe aufstellen. Als im Morgengrauen wieder Aufklärer am Himmel ausgemacht werden konnten, ließ er nicht feuern. Gegen Mittag kam der Aufklärer zurück und überflog die zerstörten Stellungen im Tiefflug. Da sie noch keine Zeit gefunden hatten die herumliegenden Leichen zu begraben und die Panzer noch immer vor sich hin qualmten, musste der Feind annehmen das die Stellungen vollkommen zerstört wurden sind. Paul sagte

 

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Zu Kurt, jetzt hat der Führer einmal wieder mehr bewiesen dass seine Befehle dem Volk mehr schaden als nützen. Paul hör auf, sagte Kurt, du weist genau das uns solche Äußerungen nicht zu stehen und als Zersetzung der Wehrkraft gewertet werden. Ich mein ja nur, erwiderte Paul und ging. Kurt lies die gesamte Nacht die neuen Stellungen ausbauen. Die Funkanlage war noch immer außer Betrieb und es würde auch noch etwas dauern ehr sie wieder laufen würde. Das Oberkommando, das die Funksprüche der Amerikaner mit abhörte nahm auch an das die gesamte Flakeinheit vernichtet sei und ausfallen würde. Im Morgengrauen war es dann soweit. Starke Bomberverbände wurden am Himmel ausgemacht wie sie im Begriff waren die Stellungen zu Überfliegen.

 

Kurt lies sofort aus allen Rohren feuern und erwischte die Amys auf dem linken Fuß. Die Vorhaltrechner arbeiteten einwandfrei weil nichts sie stört. Wie

 

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Überreife Pflaumen purzelten die brennenden Maschinen vom Himmel und explodierten zum teil noch in der Luft. Das ist ja wie das Scheibenschießen auf dem Rommel, lachte Paul und sah mit seinen Feldstecher sich den Himmel an ob wieder irgendwo sich Aufklärer in den Wolken verstecken würden, er konnte aber nichts ausmachen. Es war zwar aus militärischer Sicht gut gewesen das sie restlos alles vom Himmel gefegt hatten, aber schlecht war das ein großer Teil der Abgeschossenen Maschinen im Stadtgebiet herunter kamen und dort große Schäden anrichteten und ganze Häuserzüge in brand setzten. Ist es das wert, fragte sich Kurt, da können wir sie ja auch gleich durchlassen damit sie alles bombardieren. Ein Landser kam und sagte, Herr Hauptmann das Funkgerät ist wieder einsatzbereit. Danke, sagte Kurt und ging sofort zum Kommandopunker und nahm Verbindung mit dem Hauptquartier auf und meldete siebzig Prozent Verlust in seiner Einheit. Sie erhielten den Befehl die Stellungen aufzugeben und sich mit allen noch Kriegsfähigen Material nach Gießen abzusetzen, wo die neue HKL errichtet werden sollte. Kurt lies die Männer sich abmarschbereit machen und setzte die kleine Kolonne in Bewegung und lies sie kurz vor dem Waldausgang im Schutz der Bäume stehen um die Nacht abzuwarten. Oben auf dem Berg wo noch immer die zerstörten Kriegsgeräte waren tobte plötzlich ein Mörderischer Bombenangriff. Die Amerikaner hatten den Berg mit einen Bombenteppich überzogen und warfen Luftmienen ab. Die Explosionen waren bis unten hin deutlich wahrzunehmen, denn die Erde bebte wie bei einen mittleren Erdbeben. Wie Aasgeier kreisten die

 

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Bomber am Himmel und lauerten auf die Gelegenheit im Zielgebiet ihre Todeslast auszuklinken. Die gesamte Bergspitze ging in Flammen auf und verwandelte sich in einen heißen Feuersturm. Mit Einbruch der Dunkelheit setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung. Als sie die andere Seite von Siegen erreicht hatten und bei Bürbach in den Wald eintauchten, konnten sie aus der Ferne den noch immer wütenden Feuersturm auf dem Berg sehen. Der gesamte Horizont wurde ausgeleuchtet und bot ein schauriges schönes Bild in der Landschaft dar.

 

Obwohl es Dunkel war fuhr Kurt langsam weiter, er wollte soviel wie möglich Abstand von den Amerikanern gewinnen und sie fuhren zum teil nur im Schritttempo durch den Wald und erreichten im Morgengrauen bereits Wilsdorf und gingen im Schutz des Waldes in Ruhestellung. Kurt konnte für die nur

 

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Noch Kaltverpflegung ausgeben, da er auch alle Feldküchen durch einen Bombentreffer eingebüßt hatte.

Es war eine bedrückte Stimmung in der Truppe und ein jeder sprach nur wenn er unbedingt musste. Sie hatten sich noch nicht mit dem Verlust der Kameraden abgefunden. Am härtesten traf es die Frauen und die neuen Flakhelfer, denn für sie war es die Feuertaufe. Einige von den jüngeren Mädchen hatte es erwischt und andere wurden zum Teil schwer Verwundet und wurden in das Lazarett verbracht. Die alten Hasen dagegen verloren kein einziges Wort mehr über den Angriff, denn der War Gestern und zählte bereits zu der Vergangenheit. Sie versuchten jetzt und heute zu leben, denn was Morgen sein würde wussten nur die Götter. Der lange Krieg hatte sie abgestumpft und gefühllos werden lassen. Es war für sie alles nur noch Soldatenalltag und da hieß es, nimm mit was du kannst, so lange du es noch kannst. Damit waren vor allen die Frauen gemeind und zum Glück hatten sie ja auch ein paar willige in der Einheit. Die alten Landser hatten schon ein Gespür für dicke Luft und gingen dementsprechend auch bei Zeiten in Deckung. Bei jeder Explosion wusste man sofort wie weit weg sie stattfand und wie gefährlich sie ist. Am besten konnte man die Entfernung von Geschützen einschätzen. Kurt sagte zu Paul, komm hau dich hin, heute Abend möchte ich auf einen Ritt soweit wie nur möglich kommen, damit wir wieder für ein paar Tage aus der Scheiße sind. Sie brauchten unbedingt Erholung, denn so schwer wurden sie noch nie zusammengebombt. Sie hatten ihre Tankwagen verloren und besaßen nur noch den Kraftstoff den er hatte nach dem Gewittersturm noch in

 

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Die Fahrzeuge tanken ließ. Mit Munition sah es noch schlechter aus, denn sie verfügten nur noch über leichte Flakmunition für die Vierlingslafetten, und damit würden sie keinen Angriff überstehen. Die Verpflegung würde auch nur noch für zwei Tage reichen und Heißgetränke waren auch nicht mehr drin.Das Oberkommando ließ ihnen Treibstoff und Munition zusammen mit Lebensmitteln im Wald von Haiger- Kalteiche bereitstellen. Da würden sie gerade noch mit den letzten Tropfen hinkommen. Weiterhin, sagte General von Bock, das sie in Hildesheim wieder auf ihre volle Kampfstärke aufgefüllt werden würden und dann nach Nordhausen abkommandiert werden Würden um die V zwei Produktionen mit abzusichern. Das war ja ganz was neues, aber warum denn erst nach Gießen, denn das ist ja ein Umweg, dachte sich Kurt und lachte dabei. Die werden schon wissen was sie machen. Hoffentlich verladen die uns nicht auf die Reichsbahn, mischte sich Paul ein, und sagte, das hätte uns gerade noch gefehlt als Zielscheibe durch die Gegend geschaukelt zu werden. Sie legten sich jetzt auch mit einer Decke in den Wald um ein paar Stunden Schlaf zubekommen. Gegen Mittag wurde es unerträglich heiß und die Sonne brande gnadenlos auf sie herunter. Die Männer wachten schweißgebadet auf und entledigten sich ihrer Oberbekleidung um sich die Lage etwas angenehmer zu gestalten. Die Frauen die etwas absetz lagen, machten es ihnen nach und Sonnten sich oben ohne, bis es sich gegen Abend wieder etwas abkühlte. Kurt hielt mit den Kameraden noch eine kurze Lagebesprechung ab und setzte die Kolonne wieder in Bewegung um rechtzeitig das neue Ziel zu erreichen.

 

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Sie bogen auf die Reguläre Straße ein und stellten fest dass sie verstopft war und an den Meisten Stellen sogar unbasierbar ist. Kurt machte sich sofort zu Funker um beim Oberkommando Meldung zu erstatten und das mann ihnen einen LKW mit Kraftstoff entgegen schicken müsse, da die Reserven nicht ausreichten um bei der Verkehrslage den vorgesehenen Treffpunkt zu erreichen. Langsam schob sich die Kolonne über die überfüllten Straßen der Nacht. Etwa zwei Kilometer vor Kalteneiche ließ Kurt die Kolonne in einen Waldweg abbiegen um dort den Kraftstofftransport abzuwarten. Der Sprittlaster hing in Kalteneiche fest das sich der Flüchtlingsstrom in Richtung Osten bewegte war es unmöglich für den LKW die Straße in die Gegenrichtung zu benutzen. Da er Kanister geladen hatte mussten die Kameraden sie jetzt zu Fuß bei der Dunkelheit durch den Wald schleppen und an ihren Fahrzeugen eine Notbetankung vornehmen. Gegen Morgengrauen fädelten sie die Kolonne wieder in den Fliesenden Verkehr ein um auf der anderen Ortsseite den Treffpunkt zu erreichen. Gegen sieben erreichten sie den Treffpunkt und Kurt schickte die Fahrer schlafen und der Rest außer den Frauen nahm die Betankung der Fahrzeuge vor und lud die Munition um.Anschließend verstauten sie die Lebensmittel und führten angefallene Reparaturen an den Gerätschaften und den Fahrzeugen durch. Die Kameraden waren unermüdlich im Einsatz, sie Wechselten eine Zylinderkopfdichtung, zogen neue Reifen auf oder spleißten neue Schleppseile. Gegen Mittag gab es seit geraumer Zeit endlich wieder einmal eine Warme Mahlzeit. Am Abend setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung um ihren Bestimmungsort

 

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Zu erreichen. Sie schlängelten sich nach altbewährter Weiße durch die Wälder, die zwar Unwegsam waren aber sicherer und bei den verstopften Straßen, meisten auch noch schneller. Bei Sonnenaufgang, lagen sie Südlich von Herborn und Kurt ließ für die Tagesrast die Fahrzeuge abtarnen und die Fahrer genossen ihre wohl verdiente Ruhe und legten sich schlafen. Beim Rest der Truppe war der normale Trott wieder eingekehrt und die Luftangriffe vergessen. Übermütig kokettierten die Frauen durch den Wald und zogen mit ihren Bewegungen all Blicke wieder auf sich. Paul stieß Rolf kurz mit der Schulter an und sagte, hier braucht wieder jemand etwas für seine Pflaume. Lachend rollten sie etwas abseits der Fahrzeuge ihre decken aus und legten sich schlafen.

 

 

 

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Unter dem Tarnnetz war es etwas kühler und auch dunkler. Kaum waren sie eingeschlafen, schon bekamen sie Besuch von Helga und Renate. Die zwei waren wieder scharf wie eine Rasierklinge und wollten es wissen. Unbeobachtet für die nächsten Stunden, frönten sie ihren Vergnügen und bevor sie sich versahen, gab es schon wieder Mittagessen. Da sie jetzt alle hundemüde waren ließen sie es ausfallen und versuchten einen Teil des verpassten Schlafes nach zu hohlen. Kurz vor dem Aufbruch, machte Kurt wie gewohnt seine Meldung Beim Oberkommando und erhielt den Befehl sich jetzt auf den Kürzesten Weg nach Göttingen zur Heimatkaserne Abzusetzen. Weil der Güterbahnhof in Gießen völlig zerstört wurden ist, war jetzt ein Transpoart mit der Bahn nicht mehr von dessen Bahnhof möglich. Kurt zog langsam und gelassen seine Karte aus der Tasche und legte die neue Route fest, die von hier bis Biedenkopf nur durch die Wälder führte und sie dann auf der Route waren die sie gekommen sind und sie nun in der Gegenrichtung befahren würden bis nach Göttingen. Langsam setzten sie sich wieder in Bewegung und folgten der neuen Route.Gegen Morgen erreichten sie den Wald bei Angelburg und mussten eine verzeitige Zwangspause einlegen, da der vorderste Geschützschlepper einen Getriebeschaden vorwies. So ein Ersatzteil hatten sie natürlich nicht im Werkzeugwagen und Kurt musste es erst anfordern. Er ließ die Fahrzeuge wie gewohnt Tarnen und der Reparaturtrupp begann damit das Getriebe auszubauen. Da sie noch immer keine Warme Feldversorgung hatten ging Kurt mit Paul in das Dorf um warmen Getränke zu beschaffen. Der Gastwirt, ein alter kauziger kleiner

 

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Mann, kam ihnen freundlich entgegen und bot an für den Mittag eine Erbsensuppe mit Speck und Bockwurst zu kochen. Das war mehr als Kurt erwartet hatte und bedankte sich bei dem Mann und für die Bezahlung einigten sie sich mit ein paar Kisten Fleischkonserven.

 

Am Himmel tummelte sich wieder ein Aufklärer der im Stürzflug auf die kleine Waldschneise zuraste wo sie ihre Stellungen hatten. Der muss uns ausgemacht haben, sagte Paul und sah dabei seinen Freund Kurt an als ob er auf einen Befehl oder irgendeine Reaktion von ihn wartete.Das ist noch nicht raus, sagte Kurt, aber Sicherheit ist nun mal die Mutter der Porzellankiste.Wir werden sofort einen Stellungswechsel vornehmen. Sie schauten schnell nach einem Weg den sie nehmen konnten um das Dorf im Wald zu umfahren ohne den Wald zu verlassen. Es gab eine Möglichkeit, mann

 

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Musste da nur ein paar Bäume flachlegen um aus dem Hohlweg herauszukommen. Das defekte Fahrzeug ließen sie stehen und zogen dessen Mannschaft mit ab um sie auch in Sicherheit zu verbringen. Sie begannen auf der anderen Seite die Tarnnetze wieder zu spannen und sie Tarnten die Gerätschaften wieder komplett bis zur Vollendung. Schon bereits nach wenigen Stunden kam ein neuer Aufklärer und raste zuerst im Stürzflug auf die Waldschneise zu und später noch ein paarmal im Tiefflug. Wahrscheinlich waren sie sich nicht sicher ob es lohnen würde hier einen Angriff zu fliegen und kamen zurück um die Lage noch einmal zu überprüfen. Doch jetzt konnten sie erst recht nichts mehr finden und die Gefahr war wieder einmal abgewand. Kurt erhielt einen erneuten Funkspruch vom Stab, sie konnten kein Getriebe auftreiben, er müsse das Fahrzeug schleppen lassen wenn möglich oder zerstören. Da der Geschützschlepper noch lenkfähig war entschied sich Kurt für das Abschleppen und setzte einen Schlepper durch den Ort auf die andere Seite um in der Waldschneise das defekte zu bergen. Die abgehängte 8,8 ließ er hinter einen LKW spannen. Als die Dunkelheit herein brach machten sie sich wieder auf den Weg. Es lief reibungslos und die Waldstraßen waren in einen beachtlichen Zustand und kaum befahren. Sie schafften bis in die Frühen Morgenstunden die gewaltige Entfernung bis hinter Frankenberg. Voller Stolz sagte Paul, mit den Lahmarschigen Flakpanzern hätten wir das nie geschafft. Die Dienger haben zwar eine gewaltige Feuerkraft in ihren Vierlingskanonen, aber unter der Haube stecken ein paar Gäule zu wenig. Eigentlich bin

 

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Ich froh das sie uns nicht mehr im March behindern, aber bei jeden Gefecht fehlen sie hinten bis vorn. Sie gingen wieder für den Tag in Ruhestellung und erreichten am nächsten Morgen wieder die Edertalsperre. Als die Fahrzeuge sich getarnt waren erlaubte Kurt seinen Kameraden ein Bad zu nehmen und gab ihnen bis zum Späten Nachmittag keine besonderen Aufgaben.Paul klemmte sich wieder seine Decke unter seinen Arm und machte mit Renate einen Waldspaziergang bis die Bäume bebten. Kurt saß vor dem Führungsfahrzeug und brachte Ordnung in seine Unterlagen und überprüfte noch einmal die Route ob es noch andere Möglichkeiten gab die ihn schneller an sein Ziel bringen würden, denn ers sehnte sich nach der Kaserne und einen richtigen Bett. In Göttingen kannte er Frauen ohne Ende und da wollte er mal wieder Wildern gehen. Andere Truppenteile die auch alle um den Edersee herum verteilt waren, versorgten sie mit warmen Mahlzeiten und frischen Tee.Helga kam auf ihn zu und sagte, na Kurt, keine Lust zum Baden? Doch erwiderte er, ich habe nur mein Kram in Ordnung gebracht und gehe jetzt auch. Ich habe eine schöne ruhige Stelle ausgemacht, sagte Helga und zeigte ihn eine kleine Bucht wo das Wasser zwar nur bis zum Bauch ging, aber dafür war die Stelle nicht einzusehen. Den Platz habe ich schon beim letzten mahl gesehen, lächelte Helga und zog dabei langsam und provozierend ihre Uniform aus bis sie nur noch im Adamskostüm vor ihm stand und tief Luft holte das sich ihre Lungen füllten und den Brustkorb besonderst groß werden ließ und die Brüste weit abstanden. Jetzt konnte Kurt seine Hände nicht mehr im Zaum halten und griff zu um ihre

 

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Großen festen Brüste in seinen Pranken zu spüren. Komm in’s Wasser sagte sie zu ihm, und sie dingen bis in das knietiefe. Man ist das kalt, sagte Kurt, das steht er ja nach hinten! Unterstehe dich, sagte Helga mit einer gefährlich drohender Stimme und fasste ihn zwischen die Beine und führte ihm an seinen besten Stück aus dem Wasser um sich mit ihnen auf der Decke unter dem Gebüsch zu beschäftigen. Paul war in einen alten nahegelegenen Steinbruch gelandet. Hier war alles verwildert und mit Weißdornbüschen zugewachsen. Es war der ideale Ort um mit Renate nicht gesehen zu werden. Es gab zwar einige Liebeleien in der Truppe und alle Frauen waren auch gut ausgelastet, aber er als Vorbild, musste es ja nicht unbedingt jeden auf die Nase binden das er doch mit Renate. Er hatte es stets abgestritten wenn jemand fragte. Sie hatten auch ein paar Nymphomaninnen dabei, zu mindest wurde es ihnen angedichtet, weil sie immer und überall konnten, wollten und wenn es möglich war auch taten. Darum wurden die Kameraden der Flakeinheit von allen anderen Truppenteilen beneidet die kein Weibliches Personal zu Verfügung hatten. Kurt ging nach seinem Vergnügen vor zur Hauptstraße und fragte die ihm entgegenkommenden Offiziere und Kraftfahrer wie die Straßenbeschaffenheiten sind um sich wenigstens ungefähr auszurechnen wieweit sie in der nächsten Nacht kommen würden. Kurt ging zurück auf seine Decke, wo noch immer Helga lag und auf einen kräftigen Nachschlag wartete, und er bediente sie noch einmal von allen Seiten, befohr er endlich zu seinen verdienten Schlaf kam. Gegen Nachmittag, die Uhr ging schon langsam auf fünf, wurde er aus dem Schlaf

 

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Gerissen. Ein brummen war zu hören. Das müssen hunderte sein, sagte Paul, der schon ein Weilchen aus dem Steinbruch zurück war und schaute mit seinen Feldstecher an den Himmel.

 

Kurt sagte, das gilt nicht uns, wie es aussieht, fliegen die in Richtung Kassel, Hannover oder Braunschweig. Hier gibt es schon lange kein lohnendes Ziel mehr in der Gegend. Wir brauchen im Moment nur auf Aufklärer oder Jäger achten, die uns im Tiefflug zur Sau machen wollen. Komm wir gehen zur Feldküche und lassen uns noch einen Kaffee geben, ich muss erst einmal wieder richtig munter werden sagte Kurt. Paul erzählte dass er mit Renate den Steinbruch erforscht hatte und sich in ihrer Höhle vergnügte bis die Hügel unter ihn bebten. Und wie hast du den Tag verbracht, wollte Paul wissen? Bei mir lief es mit Wasserkühlung, sagte Kurt lachend

 

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Und zeigte auf den See. Am liebsten würde ich mal wieder eine richtige Orgie feiern und mit allen durcheinander vögeln, sagte Paul lachend und holte sich noch einen Kaffee.Renate ging jetzt auch noch eine Runde durch den See schwimmen um den Schweiß des Tages endlich loszuwerden. Kurt ließ alle Offiziere zu sich kommen um noch eine Einsatzbesprechung durchzuführen, bevor sie nach Einbruch der Dunkelheit die Straßen wieder mit Vollgas befuhren. Ich lasse gegen acht die letzten Kaltrationen ausgeben, sagt den Kameraden das es die letzten sind und sie vor Göttingen kaum mit neuen Futter rechnen können. Gegen neun machten sie sich wieder auf den Weg und kamen schnell und reibungslos bis hinter Warburg, wo sie die nächste Zwangspause verbringen mussten und am folgenden Tag, schafften sie es sogar bis kurz vor die Weser, wo sie bei Reinhardshagen- Vaake sich an die große Warteschlange anstellen durften. Nun mussten sie wieder das Nadelöhr über die Weser in Hann. Münden passieren und der Rest würde auch noch schnell gehen, wenn keinerlei große Störungen vorkamen. Kurt ging die Straße entlang und sprach mit den Kameraden aus anderen Einheiten und musste feststellen dass sie schon seit Tagen auf das Übersetzen warteten. Das hat uns gerade noch gefehlt. Hinter ihnen hatte bereits eine Artillerieeinheit sich eingereiht und machte es ihnen unmöglich noch nach hinten auszuweichen um die Weser bei Gieselwerder zu überqueren. Die Luftangriffe auf die Warteschlange vor der Weserbrücke, nahmen immermehr zu und Kurt bekam vom Oberkommando den Einsatzbefehl, aus dem Tross auszuscheren und die Flak’s in Stellung zubringen um den überquerenden

 

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Truppen ein gewisses Maß an Feuerschutz zugeben. Auch dass noch, schrie Paul und warf seinen Stahlhelm vor lauter Wut in den Straßengraben. Kurt beschloss den Schlepper der den defekten Schlepper zog mit den Kampfunerprobten Frauen weiterfahren zu lassen und ließ dieses von General von Bock genehmigen. Kurt hatte schon lange begriffen das es mit groß Deutschland den Ende zuging und wollte die Frauen nicht einfach sinnlos verheizen, denn für ihn waren es sowieso nur Modeerscheinungen an der Front um die Kampfmoral zu stärken, denn da wo eine Frau oder ein Junge stürmte, konnte der Landser nicht kneifen. General von Bock setzte sofort eine neue Logistikeinheit in

 

Bewegung um sie zu versorgen und den Nachschub an Munition nicht abreißen zu lassen, denn sie verfeuerten bis zu zwanzigtausend Schuss bei einen Großangriff, wo

 

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Die vierlingsflah’s den höchsten Anteil daran hatten. Sie waren gerade damit fertig die Vorhaltrechner zu justieren als ein Bomberverband am Himmel ausgemacht wurde. Kurt gab sofort den Feuerbefehl und es gelang ihnen zwei Fernbomber P17 vom Himmel zufegen. Da die Amerikaner mit dem Verlust nicht einverstanden waren, schickten sie wieder Aufklärer die, die Flakstellungen ausspionieren sollten. Kurt gab striktes Feuerverbot für Flugzeuge die zu hoch waren und kein hundertprozentiges Ziel abgaben. Da jetzt nie ein Aufklärer allein kam und einer aus taktischen gründen weit oben flog um den anderen zuüberwachen, ließ Kurt bewusst sie nur von den Bort MG’s beschießen die auf den Panzern und den LKW’s waren die sich auf der Straße befanden.

 

 

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Und wenn die nächste Staffel angriff holten sie alle mit gezielten Schüssen vom Himmel. Ungewollt hatte Kurt eine Taktik entwickelt, wo die Amerikaner eine ganze Weile darauf hereinfielen. Als der erste Jäger nur angeschossen zurück kam wussten sie wo die Flak stand. Kurt der auch gut denken konnte ließ sofort nach jeden Angriff einen Stellungswechsel vornehmen. Die Frauen hatten bereits die andere Weserseite erreicht und fuhren ohne nennenswerte weiter Störungen nach Göttingen, wo sie sich in der Kaserne einfinden mussten um dort auf den Rest der Einheit zu warten. Kurt erfuhr das General Patten seine Panzerspitzen bereits gegen Paterborn peitschte und ihnen keine Ruhe gönnte bis sie in Berlin ankommen würden.Der Name Patten fiel nun immer öfter im Wehrmachtbericht. Patten, Patten aber wer war dieser Patten? Ein Fünfsternegeneral der auf einen Panzer ritt und dabei einen Säbel schwang, oder war er ehr der kühne Taktiker der wohl besonnen aber gründlich vorging. Was sollte man sich für ein Bild von einem Amerikaner eigendlich machen? Bei den Russen war das einfach, da hatten sie ein passendes Feindbild gründlich eingehämmert bekommen.Bei beginn des Kriege gab es sogar Kameraden die klaubten das die Russen noch nicht einmal richtige Menschen seien und dass machte es ihnen einfach sie zu töten. Aber der Amerikaner gab ihnen ein Rätsel auf. Die Nacht brach herein und es war nicht mehr vor Morgenfrüh mit Angriffen zurechnen. Paul ging durch die Stellungen um die Tarnung zu überprüfen als er zwei Landser erwischte wie sie ihren Sprit aus dem LKW’s klauen wollten. Er zog seine Luger und zog den Ladehebel durch. Hände hoch schrie er wütend. Kurt kam dazu und

 

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Fragte warum sie ihnen den Treibstoff klauen würden. Sie lagen mit einem Verwundetentransport zwischen Reinhardshagen und Vaake fest, da ihnen niemand Treibstoff geben wollte, beschlossen sie zu klauen um die verwundeten Kameraden in das nächste sicher Lazarett zu bringen. Kurt ließ die Angaben überprüfen, und weil es stimmte gab er ihnen den Kraftstoff und ließ sie ungeschoren laufen. Kurt gab den Befehl ab sofort Wachen aufzustellen, denn so viel Kraftstoff hatten sie auch nicht um so etwas auf die Dauer verschmerzen zu können. Die Logistik war eingetroffen und Kurt ließ sofort die Feldküchen befeuern um eine Warme Mahlzeit und frischen Tee für die Kameraden zu bekommen. Am Morgen hörte er auf dem Funkgerät mit das der verfluchte Patten gerade Höxter Kampflos eingenommen hatte und seine Panzerspitzen weiter auf beiden Seiten der Weser vorbrächten. Die Straße zur Weserbrücke war bereits geräumt und alle Fahrzeuge hatten das andere Ufer erreicht, als auch sie den Marschbefehl bekamen abzurücken und ihren Weg nach Göttingen fortsetzen sollten. Nach einer weitern Stunde, hatte die Kolonne die Brücke überquert. Paul rief noch den Pionieren zu die gerade damit beschäftigt waren die Brücke für die Sprengung vorzubereiten, gebt Gas Jungs, sonst hat euch der Amy an den Eiern. Erleichtert ließ Kurt seine Fahrzeuge in der höchst möglichen Geschwindigkeit durch die Nacht fahren. Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten ihn durch die Windschutzscheibe als sie bereits Einbeck wieder erreicht hatten. Sie Konnten die Stadt nicht durchfahren da aus der Gegenrichtung schwere SS Panzerverbände

 

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Geführt wurden um sich bei Uslar mit Patten einer Panzerschlacht zustellen. Kurt ließ die Geschütze in Feuerstellung bringen und gab seinen Leuten Allarmbereitschaft. Am Himmel war alles ruhig und die Fernmelder schwiegen auch, wie es den Anschein hatte würde es ein ruhiger Tag werden. Als sich nach stunden die Situation nicht geändert hatte, hob Kurt die Alarmbereitschaft wieder auf und sagte den Kameraden, sie sollen in der Nähe der Geschütze bleiben und nicht alle mit einmal in die Stadt rennen. Paul organisierte den Ausgang der Jungs, damit trotz alledem die Geschütze Weitgehns Einsatzbereit blieben, gingen sie nur in kleinen Gruppen um seit langen wieder einmal ein kleines Abendteuer zu erleben, in so fern man unter diesen Umständen am Tag in einer fremden Stadt in ein paar Stunden überhaupt eins erleben konnte. Meistens blieb den Leuten sowieso nur der Puff und dort war Schlangestehen angesagt und wer wollte schon sein bestes Stück im Samen des Vorgängers baden lassen. Der Krieg und die Not machten vieles einfacher in dieser Zeit. Die Bevölkerung hungerte bereits, die paar Lebensmittelmarken gaben ihnen nur das notwendigste. Es war bekannt das die meisten Soldaten immer ein paar Kleinkonserven im Brotbeutel hatten und das lies so mansche brave Hausfrau schon einmal die Schenkel öffnen. Die meisten hatten einen Stall voller Kinder und ein Mann an der Ostfront oder auf dem Friedhof. In den Kneipen und Hotels gab es meisten noch nicht einmal Bier und man schenkte hausgemachten Obstwein und schwarzgebrannten Kartoffelschnaps aus. Wer etwas zum tauschen hatte ging damit zum Bauern, denn die hatten alle ihre Hausschlachtung und die Keller voller

 

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Glaskonserven und gegen einen goldenen Ehering, bekam man schon einmal ein Glas Schweineschmalz.

Mit dem Einbruch der Dunkelheit kamen die Kameraden aus dem Ausgang zurück und die nächsten konnten bis in die Morgenstunden verschwinden. Kurt und Paul wussten schon lange wo sie die Nacht verbringen würden. Beim letzten Aufendhalt in Einbeck hatten sie zwei dralle Damen kennengelernt, bei denen so richtig die Post ab ging. Sie waren zwar schon ein paar ältere Semester aber besonders dankbar für jeden Stoß und man brauchte auch nicht Schlangestehen. Kurt ging noch einmal durch die Stellungen um nach dem rechten zu sehen und sprach sich mit den Unteroffizieren ab. Paul war schon ein paar Schritte vorgegangen und wartete ungeduldig mit seiner prallgefüllten Aktentasche, dass Kurt endlich nachkommen würde. Sie gingen ein paar Meter um die Ecke und standen bereits vor dem Haus der Damen. Paul klopfte an die Tür und sie öffnete sich nach einem kurzen Moment. Eine der Drallen Damen stand im Türrahmen und sagte nach kurzen zögern, ihr seit das, und viel sofort Paul um den Hals. Sie küssten sich im Hausflur und sie rief nach hinten in die Wohnung, komm und schau einmal wer wieder da ist. Nun schaute auch schon die zweite Frau aus der Stubentür und staunte. Sie legten ihre Kleider abund nahmen Platz auf der Kautsch im Wohnzimmer. Paul stellte ein paar Flaschen Rheinwein auf den Tisch und fragte nach ein paar Gläsern. Die Frauen bereiteten ihnen ein ordentliches Abendessen und legten eine Platte auf. Es war schon eine Sache mit der Verdunkelung, man hängte die Fenster zu damit kein Licht nach außen dringen konnte um so den Feindlichen

 

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Jägern oder Bombern als Orientierung diente. Sie zündeten ein paar Kerzen an und die richtige Stimmung wurde so schnell erzeugt. Die Frauen setzten sich neben sie und sie fingen an wie kleine Kinder die sich gegenseitig betasten und feststellen dass der andere anders ist als sie. Kurt spielte an ihren Brüsten und Paul verschwand im Schlafzimmer. Langsam steigerten sie sich alle hinein und es endete wieder mit der schönsten Orgie wo jede mit denen ihren Spaß hatte. Helga und die anderen Frauen der Einheit wurden in Göttingen neu aufgefüllt und ausgerüstet, und nach Nordhausen weiter dierigiert um dort westlich vor dem Mittelbau Dora Stellung zu beziehen um die V- Waffenproduktion mit abzusichern.

 

Im Mittelbau wurden die Vergeltungswaffe vom Typ V- zwei produziert. Die Wunderwaffe des Führers, die den

 

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Großen Endsieg herbeibringen sollte. Die gesamte Produktion war unterirdisch und für den Feind unangreifbar. Die gefährlichsten Momente war der Abtransport mit den LKW’s oder der Bahn. Die Deutsche Luftwaffe besaß schon lange nicht mehr genügend Maschinen um solche Absicherungen durchzuführen geschweige die Lufthoheit. Die wirkungsvollste Sache war und blieb immer noch die Flak 8,8 die auch im Bodeneinsatz als Panzerknacker gefürchtet war, weil sie mit ihrem großen Kaliber jeden Panzer im Umkreis von drei Kilometern zerfetzen konnte. Die kleineren Kaliber mit ihrer hohen Schussfolge legten ein Sperrfeuer was kaum ohne Beschädigungen zu durchdringen war und auch am Boden eine tödliche Gefahr darstellte. So viele Flakeinheiten wie um Nordhausen gab es noch nicht einmal um groß Berlin zu diesem Zeitpunkt und man stockte sie immer weiter auf. Kurt hatte wieder sein Vergnügen frönen können und sie saßen wieder im Wohnzimmer um nackt weiter wein zu konsumieren und vieles mehr. Von der Hauptstraße dröhnte pausenloser Panzerlärm durch die Nacht und hinderte die Stadtbevölkerung am schlafen, bei den ewigen Kettengerassel bekamen einfach die Leute kein Auge zu und sahen aus den Fenstern auf die Straße, wie jetzt auch die zwei neugierigen. Da ihre Fenster die zur Straße lagen ziemlich klein und niedrig waren, mussten sie sich tief bücken um ihre Köpfe herauszustecken. Paul und kurt machte es einen riesen Spaß, sie hinter der Gardiene zubedienen. In der Stellung war alles ruhig, kein Nachtjäger am Himmel und die Kameraden waren auch vollzählig vom Stadtausgang zurückgekommen

 

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Und hatten sich jetzt schlafen gelegt. Die Frauen kochten noch einen starken Kaffee den Paul mitgebracht hatte und machten sich wieder auf den Weg. Am Morgenhimmel waren Amerikanische Flugzeuge auszumachen. Komm jetzt aber schnell, schrie kurt und sie rannten zu den Flakstellungen, wo ein Unteroffizier bereits in Kurt’s Abwesenheit Gefechtsallarm gegeben hatte.

Ein starker Bomberverband überflog die Stadt in Rischtun Harz. Kurt lies das Feuer eröffnen um sie bei ihren Anflug so gut wie nur möglich zu hintern. Sie waren auf den Angriff nicht vorbereitet und die Vorhaltrechner machten genaue Arbeit, was ihnen ermöglichte in kurzer Folge vier Fernbomber vom Typ P17 abzuschießen. Aus den Wolken stürzten sich jetzt die Geleitjäger auf die Flakstellungen und feuerten mit

 

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ihren Bordkononen im Stürzflug auf die Männer und Geschütze. Die Vierlingslafetten hielten mit ihren starken Dauerfeuer sich die Jäger vom Hals und verwandelten die Show in ein Scheibenschießen und verbannten sie vom Himmel. Kurt ging nach dem Gefecht durch die Stellungen und besah den Flurschaden. Es war einen Stürzbomber gelungen eine gut platzierte Bombe im Zentrum der Geschützstellungen zu platzieren. Paul kam dazu und sah in den Bombentrichter, die Sauhunde haben hier ganze Arbeit geleistet, sagte er und schaute wie die toten und verwundeten Kameraden fortgebracht wurden. Die letzten vier Geschützschlepper brannten aus und die 8,8 waren so scher beschädigt wurden das die Reparatur nicht lohnte. Besonders hatte es bei den jüngeren Besatzungen reingehauen und Paul sagte zu Kurt, mein Gott das waren doch alles noch halbe unerfahrene Kinder. Lass den Saustall aufräumen, sagte Kurt und ging zu seinen Fahrzeug um dort nach dem schaden zuschauen, er war beachtlich, eine Garbe aus der Bortkanone eines Jägers hatte den Motorblock durchschlagen. Paul machte eine Bestandsaufnahme und verteilte die Leute an die übrigen Geschütze. Wenigsten haben sie die Feldküche nicht wieder mit erwischt, sagte Kurt und holte seine Sachen aus den defekten LKW und brachte sie in ein anderes Fahrzeug. Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und die Kameraden blieben ab sofort alle an ihren Geschützen. Kurt sagte, macht euch auf einen schnellen Aufbruch gefasst, die Panzer sind bald durch und dann sind wir an der Reihe. Der gesamte Nachmittag verlief ruhig und außer ein paar Aufklärer war auch weiter nichts zusehen. Gegen sieben war die

 

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Straße wieder frei und die kleine Kolonne setzte ihren Weg fort. An den ersten Häusern auf der linken Seite, standen die zwei Frauen und winkten ihnen zu. Lächelnd und verschwitzt winkte Kurt und Paul zurück. Da sie bei allen Fahrzeugen gewunken hatten wusste keiner wem das Winken eigendlich galt. Es war für die Einheit ein riesen Umweg den großen Bogen über Einbeck zu fahre, wo sie doch buchstäblich erst einmal an ihren Bestimmungsort Göttingen vorbei fahren mussten. Aber die Zerstörung der Brücken und Bahntunnel machte es immer wieder erforderlich dass sie die direkten Wege nicht mehr benutzen konnten, und außerdem Hatte es sich schon allein wegen den Frauen gelohnt. Wenn jetzt keine weiteren Störungen auftreten würden, konnten sie um Mitternacht in der Kaserne sein. Langsam schlängelten sie sich durch die Nacht und Kurt bemerkte dabei ein besonderes Phänomen. In den Gebieten wo keine SS lag, marschierten die Flüchtlingstrups nach Westen und wo die SS in der nähe war Marschierten alle in das Landesinnere. Das lag vermutlich daran, dass sie vor der SS noch mehr Angst als vor den Russen hatten. Kurt teilte Paul seine Theorie mit und sie beobachteten das Phänomen zusammen und kurt kam auf den Gedanken wie es wär wenn man für Renate und Helga Zivilkleidung heimlich beschaffen würde und ließ sie sich in so einen Flüchtlingszug mit einen Handwagen einreihen und mit gegen Western marschieren. Paul sagte, das ist eine gute Idee, es stehen ja genug alte Hand und Kinderwagen an den Landstraßen herum und ein paar Frauenklamotten würden sie mit links auftreiben. Mit Paul konnte er über alles reden, das war sein Kamerad und Kumpel

 

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zugleich. Ich kenne da noch ein paar Damen in Göttingen die sogar dieselbe Größe und Figur haben. Wenn jemand nach ihren Ausweisen fragt, dann sind sie eben bei einem Bombenangriff verloren gegangen. Du kennst doch noch den kleinen Niedermaier von der Stadtverwaltung mit denen wir die geilen Orgien in seiner Laube gefeiert haben? Ja sagte Kurt, was ist mit dem? Man der ist doch auf der Pass und Meldestelle, mit denen können wir bestimmt etwas drehen, und echter können Papiere nicht sein, lachte Paul. Da kurt an die Akten der zwei in der Kaserne herankam, war es ein Kleinigkeit die Passenden Taten und ein Bild zubesorgen. Wir müssen es nur alles unauffällig machen und keinen etwas davon zuerzählen. Den kleinen Beamten Niedermaier hatten sie sicher, denn der hatte so etwas schon öfters durchgezogen und sogar einigen Juden eine neue Identität verschafft. Auf denen konnte man sich verlassen, den kannten sie schon lange und besonders seine Frau, die bei jeder Orgie mit von der Party war. Sie mussten es besonders vor Helga und Renate geheim halten, damit die sich nicht verplaudern konnten. Langsam kamen sie Göttingen näher und standen schon wieder vor einer zerstörten Brücke. Kurt schaute auf die Karte und sagte, das macht wieder sieben Kilometer Umweg. Paul wusste nicht was schlimmer war, dass sie der Amy auf Schritt und Tritt verfolgte oder dass sie einfach nicht schnell genug abhauen Konnten wenn er kommen würde. Kurt sagte die paar Wochen bis Kriegsende werden wir auch noch irgendwie überleben. Die Kolonne kam wieder zum stehen und Kurt machte sich auf den Weg um

 

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Nachzuschauen, warum. Es war wieder der zweite LKW in der Kolonne, der Kraftstoff war all und die Fahrer mussten mit Kanistern erst wieder eine Notbetanking durchführen. Da sie einmal alle standen, befahl Kurt den anderen Fahrern auch die Tanks zu überprüfen und gegebenenfalls nachzutanken. Das war jetzt die Quittung dafür dass sie den Verwundetentransport mit ihren Sprit hatten abhauen lassen. Die Kameraden sprangen alle von den Fahrzeugen um ihre Notdurft im Straßengraben zu vorrichten. Paul schaute auf seine Uhr und sagte, jetzt wirt es womöglich doch noch hell bevor wir da sind. Kurt zog die Schultern hoch und sagte, besser spät als nie und stieg wieder auf seinen Platz im ersten LKW um zu warten das sie endlich weiter fahren konnten.

 

 

 

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Am Himmel zog wieder eine Bomberflotte in Richtung Nordosten wo der Harz mit seinem Gebirge lag. Vermutlich Braunschweig, sagte Paul, und sah mit seinen Feldstecher zum Himmel. Das sind alles P17 Bomber, die haben Mut, sie fliegen ohne Jagdschutz. Warum denn auch, lachte Kurt, wir haben schon lange keine Jäger mehr und Göring könnte eigendlich als Schrankenwärter gehen. Lachen sagte Paul, stell dir den dicken einmal als Schrankenwerter vor, wenn da ein Zug kommt muss der sich nur auf die Straße stellen und sie ist dicht. Kurt lachte laut los und sagte, das erspart ihn das Kurbeln an der Schranke.Nun musste auch Paul wieder lachen, weil er sich das bildlich wie in einen Film vorstellte und den dicken mit sein gesamten Lametta und seinen Klempnerladen an der Jacke vor sich sah. Endlich waren sie wieder auf der Hauptstrecke und näherten sich mit Maximalen Tempo der Stadt. Er schaute auf den Stadtplan um die Kaserne zusuchen. Es ist zwar nicht die Heimatkaserne die in Hildesheim lag, aber sie hatten den Befehl sich hierher zubegeben um neu aufgestellt zu werden. Sie sollten wieder die volle Kampfkraft zurückbekommen und LKW’s mit Flakaufbau übernehmen, das war eine neue Errungenschaft in der Einheit und machte sie schneller und beweglicher. Sie passierten gerade das Ortsschild von Göttingen und steuerten auf die erste Kreuzung zu, von wo sie mit Regulierungsposten in die Kaserne durchgelotst wurden. Endlich, sagte Kurt und sprang vom LKW um den zuständigen Kommentierenden Offizier vom Dienst Meldung zu erstatten. Die Kameraden bekamen sofort ihre Unterkünfte zugewiesen und lagen nach einer Stunde alle im Bett.

 

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Am anderen Tag ließ man sie bis Mittag schlafen und begann sie Ärztlich zu versorgen wo nötig und rüstete sie neu aus. Bis in die Abendstunden, wo ein Appell stattfand und die neuesten Auszeichnungen und Beförderungen bekantgegeben wurden. Kurt rutschte die Treppe herauf bis zum Oberstleutnant, was in diesen Tagen nicht ungewöhnlich war, denn man hoffte so mit, die Kampfmoral beizubehalten, oder sogar noch zu steigern. Nun folgten vierundzwanzig Stunden Ausgang im Stadtgebiet. Kurt hatte gerade seine neuen Kragenspiegel und Ehrenzeichen befestigt als Paul der Tür hereinkam und mit stolzgeschwollener, sein neues EK1 präsentierte. Was immer noch nicht fertig, sagte er mit Nachdruck, um zu erreichen dass sich Kurt etwas mehr beeilte. Die Sonne war schon im Begriff unterzugehen als sie das große Kasernentor mit seinen Posten passierten. Wo gehen wir zuerst hin, fragte Paul? Zum Niedermaier, natürlich, antwortete Kurt und sie suchten ihn zuhause auf. Seine Frau war schon wieder leicht beschwipst als sie die Tür öffnete. Kurt und Paul begrüßten sie freundlich und fragten nach ihren Mann? Sie drehte sich herum und rief in die Wohnung, das ist für dich. Der kleine Niedermaier schaute aus seinen Arbeitszimmer heraus und sagte, was für eine Überraschung, wir haben uns ja schon Jahre nicht gesehen. Sie begrüßten sich standesgemäß, und gingen hinein in die gute Wohnstube, wo die Hausherrin leichtbekleidet mit einen Gläschen Sekt saß und eine Platte von Sara Leander hörte. Sie hatten an der Gaterobe alles abgelegt und machten es sich bequem. Das Dienstmädchen brachte die Getränke und Kurt ging mit seinen alten Freund in dessen Arbeitszimmer um

 

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Über die Pässe zu reden. Das bekomme ich hin, sagte er und ließ sich die neuen Daten geben die in den Pässen enthalten sein sollten. Wann braucht ihr sie, fragte er und bekam die Antwort, Gestern. Was so dringend, aber vor Morgen früh, geht das nicht, sagte er lachend und fragte ob sie seine Gäste seien würden und sie eine kleine Feier veranstalten würden? Kurt erklärte ihnen, das sie noch Klamotten auftreiben müssen und wo sie ihr Glück versuchen würden. Da die Damen den kleinen Niedermaier besten bekannt waren, sagte er, bringt sie doch einfach mit, wir fahren raus in die Laube, da ist kein Schwein und wir können Krach machen soviel wir wollen ohne das einer etwas mitbekommt. Der kleine bettelte regelrecht bis Kurt einwilligte. Niedermaier war ein Schlitzohr, er besaß ein paar Benzinkanister die man wie Koffer aufklappen konnte, ideal zum schmuggeln, sagte er. Kurt fragte ihn wo er die Dinger herhaben? Um die Ecke haben wir einen Spenglermeister, von denen habe ich sie mir umbauen lassen. Die sind ideal, sagte Kurt, da brauche ich auch zwei. Aber nicht bis morgen, lachte Niedermaier, das ist unmöglich, hier nehm zwei von meinen, ich lasse mir neue machen. Kurt ging mit ihm zusammen in das Wohnzimmer und trank auch ein Gläschen Sekt. Paul es wird Zeit, wir müssen erst einmal unsere Besorgung machen. Sie standen auf und zogen sich an. Bis nachher, rief der kleine ihnen hinterher. Auf der Straße, fragte Paul was das heißen sollte, bis nachher? Kurt erzählte was er mit ihm ausgemacht hatte um an die benötigten Papiere zu kommen. Weiterhin erzählte er von dem genialen Versteck im Benzinkanister. Paul sagte, warum nicht, das ist ein Opfer was ich für die Frauen gerne bringe.

 

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Langsam gingen sie durch die Stadt und sprachen miteinander. Sie kamen nur langsam voran, wegen der Verdunkelung sahen sie in den meisten Straßen die Hand vor den Augen Kaum und es machte einige Mühe die zwei Damen zuhause Ausfindig zu machen. Am Zeil angelangt, viel man sich um den Hals und erzählte erst einmal wie es ihnen in den letzten Monaten ergangen war. Es gelang ihnen genügend Kleidung zu besorgen, da sie von Frauen für Frauen zusammengestellt wurden, fehlte auch nichts. Sie verstauten alles in zwei Persielkartons und brachte alles zu Niedermaier.Der wartete schon ungeduldig mit seiner Frau darauf das sie endlich zur Laube aufbrechen konnten. Sie waren schon ein seltsames paar, sie war eine schone große Frau, stramme Schenkel, knackiger Arsch und wunder schöne Brüste. Ein Teufelsweib, wonach man sich alle Finger leckte. Niedermaier war zwar klein, aber reich an Geld und Grundbesitz. Er nannte mehrere Mietshäuser und Gartengrundstücke sein Eigen, das ermöglichte ihr ein Sorgenfreies Leben und Sexuell war sie genau so eine Hure, wie er ein absoluter Hurenbock war. Sie ließen beide nichts anbrennen und berichteten sich gegenseitig da von, wenn sie nachts im Bett lagen um sich so gegenseitig anzuheizen. Aber die zwei waren verschwiegen und mann konnte da schon einmal richtig die Sau heraus lassen. Gegen elf Uhr kamen sie an der Laube an und machten es sich gemütlich. Der Alkohol war in allen Sorten reichlich vertreten und machten die Frauen schnell zugänglich. Gegen Morgen machten sie sich erst einmal auf den Weg zu Niedermaier um ein Bad zunehmen, denn er musste neun Uhr zum Dienst im Rathaus sein. Kurt frühstückte mit Paul und der

 

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Hausherrin in der Küche und sie sprachen unverblümt von der letzten Nacht. Das machte sie so scharf, dass sie es noch einmal wissen wollte und beide mit Stumpf und Haar vernachte. Sie war eine feuerrige Frau mit jeder menge Temperamet was sie bei solchen Gelegenheiten auch gerne heraus ließ. Die Zeit verging im Fluge, die Uhrzeiger rutschten schon wieder auf elf. Komm wir müssen, sagte Kurt und sah Paul an. Ja ich weiß, antwortete der und gab ihr noch eine langen Kuss bevor sie sich auf den Weg zum Rathaus machten. Er hatte bereits die Papiere fertig und übergab sie Kurt, mit den Worten, lasst euch bald einmal wieder blicken. Aber ja doch, lachte Kurt und sagte, wir müssen ja noch die Kanister holen. Sie gingen mit den Worten, bis heute Abend. Komm wir suchen uns in der Stadt ein Kaffee, ich habe einen riesen Appetit auf ein großes Stück Kuchen. In der Nähe vom Rathaus gab es ein kleines Eckkaffee, da waren sie schon des öffteren und genossen die Aussicht auf den Marktplatz. Nur mit Kuchen sah es nicht mehr rosig aus und sie freuten sich schon über ein Stück Rührkuchen mit einer Tasse Kaffee. Es fehlte an allen Ecken und Kanten, aber so war nun einmal der Krieg und sie hofften das er bald sein ende finden Würde. Hallo wer ist denn da, hörten sie eine Frauenstimme und drehten sich um, Adelheid stand hinter ihnen mit einem Einkaufskorb in der Hand. Kurt lud sie kurzer Hand auf einen Kaffee ein um ihr Wiedersehen zu feiern. Wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen, sagte sie und erzählte das ihr Mann Rudolf als vermisst gilt und zuletzt bei Kharkov stationiert war.Seit fast zwei Jahren hatte sie schon nichts mehr gehört. Und was machen die Kinder, fragte

 

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Kurt? Die sind alle bei der Oma in Lauenstein. Paul sagte Lauenstein bei Salzhemmendorf? Ja, sagte sie. Ich will hoffen dass sie etwas Englisch sprechen, sagte Paul. Warum wollte Adelheid wissen? Man bist du so naiv, dort ist jetzt Patten.

 

Wer ist das, wollte sie wissen? Bist du so oder tust du nur so, fragte Paul und Kurt klärte sie darüber auf wer dieser Patten war. Da er nichts über ihn wusste und sie auch nicht beunruhigen wollte, stellte er ihn ehr als den reichen Onkel aus Amerika dar der mit verschiedenen Geschenken kommt und auch für jeden das Passende dabei hat. Die guten bekommen Schokolade und die

 

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schlechten versorgt er mit Granden, lachte Paul darüber.Kurt sagte zu ihr, wenn der Amerikaner kommt, und er würde kommen, dann sollte sie keine Angst haben und mit den anderen nach Osten fliehen, denn da käme sie zu den Russen und dort wäre sie schlimmer dran. Paul erzählte ihr einige Gräuelmärchen, die er an der Frond gehört hatte. Mit großen Kulleraugen sah sie ihn an und wusste nicht was sie darauf sagen solle und sag Kurt an um zu sehen ob er es bestätigen würde. Stimmt, sagte der und forderte sie auf, nicht nach Osten zu gehen. Voller Endsetzen verließ sie das Kaffee und rannte nachhause um ihr persönlichen Dinge schon einmal in einen Koffer griffbereit zusammen zu packen. Die zwei bezahlten und schlenderten noch langsam durch die Stadt um zusehen was es noch alles gab.Komm es wirt Zeit, sagte Kurt, ich habe auch keine Lust mehr hier herumzulaufen. Ich bin hundemüde. Sie gingen zurück zur Kaserne und hauten sich eine Stunde auf das Ohr. Komm wir wollen einmal ansehen was die uns für Material unter jubeln wollen. Die Ausrüstung war ja in Ordnung und alle Waffen und Geschütze neu und sie hatten sogar wieder Kübelwagen und ein gepanzertes Kommandofahrzeug. Das war alles in Ordnung, aber wo ist der Pferdefuß an der Sache, dachte Kurt und schaute sich alles weiter an und konnte nichts finden. Paul sagte, ist dir eigendlich schon aufgefallen das die Kaserne fast leer ist. Stimmt, sagte Kurt, jetzt wo du es sagst, fällt es mir erst einmal so richtig auf, und ich frage mich wo die alle sind. Sie gingen zum OVD ( Offizier vom Dienst ) um sich schlau zu machen. Dort erfuhren sie das die neuen Rekruten gegen Abend eintreffen würden und sie schon morgen wieder in

 

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Marsch gesetzt werden würden. Ach du Scheiße, sagte Paul, neue Rekruten, wenn es geht noch unausgebildet. Und es war so sie trafen alle in Zivilkleidung ein mit den Einberufungsbefehl in der Hand. Die Kinder haben sie wohl direkt aus dem Klassenzimmer herausgeholt. Paul sagte, es sind aber immer noch zu wenige, wenn ich nur sehe was sie Führ Gerät bereitgestellt haben. Der OVD, hatte sich mittlerweile dazugesellt und erklärte dass sie noch Volkssturmmänner und Flakhelferinnen erwarteten. Und einige aus einer Strafkompanie die zum Granatenschleppen eingesetzt werden sollen. General von Bock tut alles um die Einheit wieder vollzählig zu bekommen, lachte der OVD und zog wieder von Tannen. Vollzählig vileicht, sagte Paul, aber nicht Kampffähig. Was sollen wir mit Kindern und alten Läuten, Verbrechern und kleinen Mädchen, fragte Kurt? Zu den kleinen Mädchen fällt mir schon was ein, schmunzelte Paul wie ein Kater der um den Vogelkäfig schlich. Kurt sagte ich habe die Schnauze vol, beim ersten Angriff läuft mir doch die hälfte weg, die haben ja noch nie einen scharfen Schuss erlebt, protestierend rief er General von Bock an ihn die Lage vor Ort zu schildern. Doch der General kannte sie nur all so gut und konnte auch nichts daran ändern. Nach und nach füllte sich die Kaserne und die Kammerbullen hatten alle Hände voll zutun um die Jungs und Mädels einzukleiden. Kurt sagte zu Paul das er die Sache überwachen sollte und er das durcheinander ausnutzen wollte um die Kanister bei Niedermaier zuholen. Erpassierte das Tor und fuhr direkt zu Niedermaier. An der Willa angekommen, schellte er und Frau Niedermaier öffnete ihnen, endschuldige, mein Mann ist

 

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Nicht da und die Sachen stehen in der Garage. Sie gingen um das Haus, damit sie unbemerkt die Garage von hinten betreten konnten. Kurt staunte, es waren jetzt vier Kanister, zwei noch mit Männersachen. Das hatte sie auf eigene Faust getan und legte sich jetzt mit hochgestreiften Rock auf die Motorhaube des Wagen ihres Mannes um für die Sachen ihren Lohn zuempfangen. Als Kurt nach dem Vergnügen die Kanister wie Koffer zusammen klappte und mit denen am Kübelwagen vertauschte, fasste sie ihm zwischen die Beine und sagte, pass auf ihn auf und bring ihn mir irgendwann einmal wieder heil zurück. Kurt war schon so manches im Leben Passiert, aber die Dame stellte alles in den Schatten. Kurt verabschiedete sich und fuhr zurück in die Kaserne. Paul kam ihm entgegen und sagte, so klein sind die Mädels gar nischt, aber es gibt ein neues Problem, wir haben viel zu wenig Fahrer. Warum denn das, wollte Kurt wissen? Die Jungs und Mädels hatten noch nie etwas mit einem LKW. Zu tun. Die alten vom Volkssturm kannten sich nur mit Pferdewagen aus und die Jungs aus den Strafeinheiten wollte er nicht trauen. Kurt ging wieder zum Telefon und ließ sich mit dem Hauptquartier verbinden und schilderte die Katastrophale Lage. Er bekam die Vollmachten und konnte verfahren wie er wollte solange es dazu diente die Kampfkraft und Moral herzustellen. Kurt ließ die Jungs aus den Strafkompanien antreten und versprach ihnen, dass sie alle rehabilitiert werden und in ihr alten Rang und Dienstgrad wieder eingegliedert werden, wenn sie im Gegenzug den nötigen Gehorsam leisten. Ich gebe ihnen eine Stunde Bedenkzeit meine Herren, sagte Kurt und

 

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Ging zu den Volkssturmmännern und stellte fest das sie nur Ballast für die Truppe seien würden und teilte sie der Logistik zu. So waren sie wenigsten weit weg vom Geschehn. Seine alte Garte musste er so aufteilen das an jeden Geschütz ein erfahrener Mann stand der die neuen ausbilden konnte. Gegen Morgen hieß es dann, aufgesessen und sie rückten ab um in der Gegend von Herzberg am Rande des Harzes eine einwöchige Grundausbildung durchzuführen. Die Kolonne setzte sich langsam in Bewegung mit den rehabilitierten Kameraden an den Steuern in Richtung Ebergötzen. Sie waren kaum ein paar Kilometer gefahren, als sie an einer Kreuzung wieder gestoppt wurden, weil die Frond wieder in Bewegung geraten war und man die Einheiten umgruppieren musste. Kurt nutzte die Zeit und begann mit der Grundausbildung der Geschützbedienungen. Paul ließ die Geschütze in Stellung bringen und die Feuerbereitschaft herstellen und gab das Kommando fertig machen zum Stellungswechsel. Er war noch unzufrieden mit der Zeit, lobte die Jungs und Mädchen aber trotzdem um ihnen Mut zuzusprechen. Kurt sagte auch dazu, beschränke dich auf das Nötigste und mache ihnen das Leben nicht noch unnütz schwer. Kurt hatte von Anfang an die Mädchen nicht mit den Jungen gemischt, da es nach seiner Erfahrung nur zu Problemen führte und so konnte er sie immer gegen einander ausspielen, in dem er in den Stellungen der Jungs verbreitete das die Mädchen flink wie die Wiesel seien und ihnen noch etwas vor machen würden. Das zerrte an der Ehre der Jungs und sie gaben ihr bestes um sie zu übertrumpfen. Bei dem Mädchen dagegen sagte ehr nur, gebt euch keine Mühe, ihr schafft das sowieso nie.

 

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Frauen sind eben doch nur für den Herd und das Bett zugebrauchen. Das machte sie wütend und sie holten aber auch das letzte aus sich heraus um ihnen das Gegenteil zubeweisen. Der Regulierungsposten gab die Straßenkreuzung wieder frei und lotste sie schnell durch befohr die Panzer anrollen konnten. Langsam fuhren sie der Landstraße dem Harz entgegen. Die Jungs und Mädels waren von den Stress hundemüde und schliefen auf den Fahrzeugen ein.

 

Vor gieboldehausen war die Brücke über einen Graben zerstört und die Kameraden mussten eine Behelfsbrücke aus Holzbalken benutzen. Kurt hatte schon die Befürchtung dass die Geschützschlepper einbrechen könnten, doch der Major von der Pioniereinheit versicherte ihnen dass sie sogar dem Jagtpanzer Ferdinand tragen könnte und er sie beruhigt benutzen könne. Langsam aber sicher überquerten sie die zwei

 

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Brücken von Gieboldehausen und kamen auf dem halben Weg nach Herzberg doch wieder zum Stehen, da auch hier die Brücke zerbombt vor ihnen lag und die Pioniere noch nicht das benötigte Material herangeschafft hatten. Der Major der mit ihnen bis zur Brücke mitgefahren war, versicherte ihnen das sie im Morgengrauen den sichern Wald bei Herzberg erreichen würden. Wenigsten war es für die Jäger zum fliegen bereits zu dunkel und man musste nicht mit Überraschungen aus der Luft rechnen. Kurt lies die Kameraden absitzen die sich die Füße vertreten wollten und suchte ständig den Kontakt zu seinen rehabilitierten um sich ein Bild von den Jungs zu machen. Sie waren aus den verschiedensten Gründen in der Strafkompanie gelandet. Das fing an beim verschieben von Wehrmachtseigentum und ging bis zur Befehlsverweigerung selbst Feigheit vor dem Feind war dabei. Kur war selber ein alter erfahrener Frontoffizier und wusst nur zu gut, die Akten sind nur die eine Seite der Medaille und deshalb suchte er pPersöhnlichen Kontakt um die Männer kennen und einschätzen zulernen. Er sprach mit den Leuten über alles Mögliche und ließ sie an der langen Zügel laufen, aber er ließ sie nicht aus den Augen. Paul kam hinzu und sagte, komm wir wollen einmal sehen ob die Kinder noch schlafen. Kurt ging mit ihnen die gesamte Kolonnenlänge ab und sie schauten nach dem rechten. Seh die nur einmal diese Jungs an, die sind alle noch Jungfrau und ein teil der Mädchen ist es auch. Ich finde es furchtbar in das Gras zu beißen ohne vorher einmal so richtig gelebt zu haben.

 

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Was wissen die schon vom Leben, wer gibt denen überhaupt das Recht die Kinder an die Frond zu schicken, fragte Paul und wurde plötzlich ganz still und Nachdenklich. Kurt sagte, wir können sie nur gut ausbilden und ihnen lernen wie man am Leben bleibt und gab Alarm um erneut zusehen wie sie jetzt im dunkel der Nacht mit dem Geschützen klarkommen würden.

 

Kurt staunte nicht schlecht, hatten doch die Mädels ihre Geschütze bedeutend schneller feuerbereit als die Jungs. Es war schon erstaunlich wie die kleinen zarten Dinger die große Technik in so kurzer Zeit beherrschte. Man konnte beinahe denken, dass es ihnen Spaß machte die Jungens auszustechen. Paul lobte sie in den Himmel und kurt spottete bei den Jungs, ich hab euch doch gesagt das die Mädels besser sind. Die Jungs ließen die Köpfe

 

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Hängen und schauten dumm aus der Wäsche. Was sie nicht wussten war, dass sich die Mädels mit ihren Sachen schlafengelegt hatten und die Jungs mussten sich erst anziehen bevor sie an die Geschütze rannten.

Genug für heute, sagte Kurt zu Paul und ging vor und sah den Pionieren zu wie sie die Behelfsbrücke aufbauten und den Schutt der alten Brücke bei Seite räumten. Der Major sagte zu Kurt, legen sie sich ruhig schlafen, ich wecke sie schon, wenn es weiter gehen kann, Herr Oberstleutnant. Ist gut, ich verlasse mich darauf, sagte Kurt und ging schlafen. Der Major hatte ihm erzählt dass sie die Brücke bereits zu vierten mal wieder aufbauten. Am tage zerstörte sie der Amy und in der Nacht bauten sie, sie wieder auf, so wurde keiner Arbeitslos. Die LKW Kolonnen stauten sich nur am Tag vor den Brücken und wurden zu einer leichten Beute für ihre Jäger. Wie durch ein Wunder gab es seit Gestern keinen Angriff mehr, wahrscheinlich würden sie warten bis ein Aufklärer die Brücke als wieder im Takt meldet. Gegen fünf war es soweit, der Major kam zum LKW und klopfte an die Wagentür. Herr Oberstleutnant, die Brücke ist soweit das sie schon unbeschadet befahren werden kann. Danke dröhnte es aus dem Wageninneren. Kurt ließ die Fahrer wecken und die Kolonne bewegte sich langsam wie eine zäh fließende Masse nach vorn, bis auch der letzte die Brücke passiert hatte. Die ersten Fahrzeuge durchquerten bereits Herzberg, als die letzten die Brücke verließen. Zielgenau steuerte Kurt nordöstlich den Waldrand rechts oberhalb von Herzberg an. Nun werden wir sofort mit der Ausbildung beginnen, sagte Kurt zu Paul und sie zuerst die Flakstellung und die Splittergräben ausheben, bevor die

 

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Geschütze in Stellung gebracht wurden. Die Jungs und Mädels ackerten wie die Tier um ihre Aufgaben zuerfüllen. Paul teilte die Fahrer so ein das der größte Teil von ihnen, den Mädchen beim Ausbau der Stellungen half, da die Erdarbeiten für Mädchen in dem Alter, von Kurt doch etwas zu schwer eingeschätzt wurden. Es kam ihnen ja auch nicht darauf an das sie schufteten bis zum Umfallen, sondern sollten sie lernen wie es gemacht wird und wo es darauf ankommt.Gegen Mittag meldeten die ersten Jungs ihre Stellung fertig. Paul lachte laut los und erzählte ihnen, dass sie noch nicht einmal die Hälfte gemacht hätten und jetzt der wichtigste Teil in Angriff genommen wird, und ließ sie mit der Tarnung beginnen. Auch die Mädels spannten unermüdlich ihre Tarnnetze und begannen alles mit Tannengrün zu tarnen. An manschen Stellen legten sie die Zweige sogar so dick auf das sie einen Regenguss abhalten konnten. Die Jungs klaubten wieder einmal fertig zu sein, als Kurt sie fragte wo sie ihre Notdurft verrichten wollen? Mit großen Augen sahen sie ihm an und meinten irgendwo im Wald. Kurt schrie, sind wir denn hier bei den Russen oder was, und ließ die Toilettenhäuschen für die Frauen und Offiziere aufbauen und einen Graben ausheben, wo der berühmte Donnerbalken seinen Platz darüber fand. Die Kameraden die bereits fertig waren begannen schon die Erdbunker auszuschachten und einzurichten. Es gab einen Funkraum, eine Feuerleitstelle und den Kommandobunker, die alle durch Splittergräben miteinander verbunden werden mussten und gegen Feindeinsicht gut getarnt wurden. Die Dunkelheit brach herein und die Jungs und Mädels waren erledigt, doch

 

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Sie mussten ja noch ihre Zelte im Wald aufstellen und die Fahrzeuge von den Stellungen wegfahren und im Wald Tarnen. Erst dann würde die erste Hürde genommen sein und sie konnten zu Abend essen und schlafen. Nach sechs Stunden gab Kurt Gefechtsallarm und nahm die Zeit. So Kameraden das war jetzt euer Frühsport, wie ihr in der Kommenden Zeit täglich erleben werdet bis ihr es auf eine akzeptable Zeit geschafft habt. Und nun gibt es Frühstück, danach werdet ihr mit dem Bau der Mannschaftsbunker beginnen, den bis heute Abend werdet ihr alles unter der Erde haben, und das erste Mal in einen Erdbunker schlafen. Sie arbeiteten den gesamten Tag an der Bunkeranlage bis sie endlich fertig waren.Kurt ließ die Verpflegung ausgeben und gab den Kameraden für den Rest des Tages frei und ließ sie machen was sie wollten.Paul war am Waldrand oberhalb von Herzberg entlang gelaufen um die Aussicht zu genießen. Kurt ließ von den alten Kameraden die Vorhaltrechner überprüfen und er richtete sich in den Erdbunker ein, den er sich mit Paul teilte. Paul hatte schon lange sein Bett hergerichtet und seine Ecke eingeräumt. Kurt ging nach seiner Arbeit auch ein paar Schritte am Wald entlang. In einer Einbuchtung standen ein paar Bänke mit Tischen, wie sie von Wanderern gern benutzt wurden. Hier hatte sich Paul niedergelassen um die Landschaft zugenießen. Kurt setzte sich daneben und sie unterhielten sich über allen Tot und Teufel. Kurt erzählte dass er jetzt auch für sie Zivilklamotten habe und wie er daran gekommen sei. Nur nützen tuen sie uns nicht viel denn ich habe keine Papiere für uns. Sie hatten immer nur an Helga und Renate gedacht und wollte ihnen die

 

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Kriegsgefangenschaft ersparen. Zu der Zeit sah auch alles noch ganz anders aus als wie jetzt, wo mann ihnen eine große Verantwortung über die Jungs und Mädels aufgebürdet hatte.Paul sagte, ich habe vorhin einmal die Akten der Mädels überflogen und festgestellt das die eine sogar schon neunzehn ist und andere fast achtzehn. Die Jüngsten hatten gerade ihren sechzehnten Geburtstag hinter sich gebracht. Aber ich weis nichts mit ihnen anzufangen, die sind alle noch zu unerfahren und ich habe keinen Bock ihnen erst die Feinheiten beizubringen. Da lobe ich mir Renate, die gehört zwar zu den älteren Semestern, aber sie weis wie die Post ab geht. Kurt sagte nur dazu, also deine Sorgen müsste ich haben und war innerlich dankbar über die Altersaufklärung und ging zurück zum Bunker um auch Einsicht in die Papiere zu nehmen. Irgendwie musste er doch einmal lernen wer hier was ist, und warum nicht mit den Mädels anfangen. Bis in die späten Abendstunden wälzte Kurt die Akten der neuen Kameraden. Paul kam in den Bunker und sagte, ich habe dir dein Abendessen mitgebracht. Ich konnte mir schon denken wo du steckst. Kurt taten schon die Augen weh von den flackernden Petroleumlampen. Ich mach Schluss für heute, sagte Kurt und machte noch seinen gewohnten Rundgang durch die Stellungen. Aus dem Wald kamen leise Geräusche und Kurt sah nach, was da wieder los sei. Die Jungs hatten nichts anderes zutun als die Mädels beim Waschen zubeobachten. Kurt lächelte und zog sich geräuschlos wieder zurück, denn er sah nicht ein, warum die Jungs nicht auch einmal etwas Spaß haben sollten. Solange wie sie ihren Dienst reibungslos versahen war das schon in Ordnung

 

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so.Wieder im Bunker legte sich kurt hin um auch etwas Schlaf zubekommen. Paul ließ ihm am kommenden Morgen ausschlafen und ging durch die Stellungen um nach dem rechten zu sehen, als er gerade noch aus den Augenwinkeln heraus gesehen hatte wie ein paar Mädchen aus dem Bunker der Jungs kamen. Was die da wohl gemacht haben, dachte er sich und dachte natürlich wieder nur an das eine was auch er mit dem Mädchen gemacht hätte. Als er Kurt zum Frühstück essen gegen sah, sagte er, wenn wir hier nicht aufpassen, verkommt die Einheit zu einen Frontpuff. Kurt schaute ihn an und sagte, das ist mir schon klar das sich so etwas entwickeln kann, aber wie willst du es verhinder? Denk doch einmal daran, was wir nicht alles angestellt haben nur um unser Ziel zuerreichen. Das ist das selbe hier, nur im größerem Stiel und dass machte die Sache so auffällig. Solange sie in den Wald gehen und wir es nicht sehen ist die Sache ja in Ordnung, aber in den Unterkünften werden wir so etwas nicht dulden, Sagte Kurt. Sie saßen nun beide in der Nähe der Feldküche und frühstückten gemeinsam und sprachen darüber wie sie es einfädeln konnten damit sie jedem Gerecht werden würden, denn schließlich blieben sie noch höchsten zwei bis drei Tage hier zur Ausbildung. Die Dunkelheit brach herein und Kurt gab allen Frei und ließ sie gewähren. Er setzte sich mit Paul wieder vor auf die Bank und sie schauten über Herzberg wie es langsam im Sonnenuntergang verschwand. Ein Funkmelder kam ihnen nachgelaufen und sagte, mir habe einen wichtigen Funkspruch für sie Herr Oberstleutnant. Kurt nahm das Dokument und las es. Hier sch selber, sagte er zu Paul und reichte es ihn

 

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Herüber, mit den Worten, die haben uns die Ausbildungszeit um zwei Tage beschnitten und wir hauen Morgen Früh bereits hier ab. Komm wir wollen noch ein paar Stunden schlafen, das wird wieder ein harter Tag. Gegen vier Uhr standen sie auf und begannen ihre Ausrüstung zu verstauen. Lass die Jungs noch bis um fünf liegen, dann gibst du das Kommando Stellungswechsel, sagte Kurt und schleppte dabei mit Paul die Feldkisten zum Kübelwagen. Erst als sie alles verstaut hatten gingen sie zur Feldversorgung und sagten ihnen dass sie sich schon auf einen Stellungswechsel vorbereiten sollen und informierte auch die Logistik, die auch sofort damit begannen sich Marchbereit zu machen. Paul stand vor den Unterkünften der Jungs und Kurt bei den Mädels, sie holten ihre Trillerpfeifen heraus und Pfiffen was das Zeug hielt und riefen fertig machen zum Stellungswechsel. Nun kamen die Mädels aus den Bunker der Jungs und Umgedreht. Verschlafen und nur halb bekleidet rannte jeder in seine Unterkunft um seine Sachen zu komplettieren. In Windeseile packten sie ihr Feldgepäck und Brachen die Stellungen ab. Kurt der noch immer mit der Uhr in der Hand dastand, war erstaunt wie schnell sie mit der Situation zu Recht kamen und abmarschbereit die Fahrzeuge bestiegen. Paul sagte auch, das ging aber fix, hätte ich denen gar nischt zugetraut. Langsam setzte sich die Kolonne in Bewegung um ihre neue Gefechtsstellung in einen Waldgrundstück bei Hörmingen vor Nordhausen zuerreichen. Sie waren die rund vierzig Kilometer reibungslos vorangekommen und Kurt ließ die neuen Stellungen komplett errichten. Sie lagen nun ein paar

 

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Kilometer vor dem Mittelbau Dora und überwachten die gesamte Einflugschneise des westlichen Raumes. Kurt ließ die Stellungen soweit wie möglich auseinander anlegen, damit bei einem Treffer der Schaden geringer war. Die Jungs und Mädels schufteten die kommenden drei Tage gnadenlos durch bis alles zur Zufriedenheit erlegt war. Die Muniwagen karden eine Fuhre nach der anderen ran um im Wald ein Nachschublager einzurichten. Kartoffel und Gemüse, alles was die Mannschaft benötigte wurde heran gefahren. Kurt ging mit Paul zum anderen Waldende, wo sich der Gefechtsstand der Frauen befand um Helga und Renate zu treffen. Das wiedersehen war groß und wurde gebührend gefeiert. Sie gingen nach alter gewohnter weiße im dunkeln in den kleinen Wald um sich miteinander zubeschäftigen. Da sie alle großen Nachholebedarf hatten, verging die Nacht wie im Fluge. Kurt hatte mit Paul die Feldküche erreicht und schenkten sich einen Kaffee ein und setzten sich auf einen Baumstamm um ihn genüsslich zu schlürfen. Luftangriff, ertönte eine Stimme und im selben Moment stürzten sich Jäger vom Himmel die mit ihren Bordkanonen auf die Versorgungsfahrzeuge schossen die gerade den Feldweg verließen um in dem Wald einzutauchen. Die Vierlingsflaks gaben ein paar kurze Feuerstöße ab und die zwei Jagdbomber explodierten über der Wiese am Waldhang. Erschrocken schrie Kurt, so eine Scheiße, die Dummen Weiber haben die runter geholt obwohl hochfliegende Aufklärer mit am Himmel waren. Feuer schrie Kurt, feuert aus allen Rohren und holt mir den Aufklärer runter. Der Aufklärer verschwand in den Wolken. Feuer einstellen rief Kurt

 

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Und ging zu den Mädchen herüber und fragte wer ihnen den Feuerbefehl gegeben habe. Niemand, wir dachten das es unsere Flicht ist, das die uns angegriffen haben. Da jetzt sowieso alles zu spät war und man die Sache nicht mehr ändern konnte, fing sich Kurt wieder und erklärte den Mädels, das sie durch ihre Ballerei den Feind nur den Standort der Stellungen preisgegeben haben und sie jetzt ständig mit gezielten Angriffen rechnen müssen. Die Maschinen waren zu dicht über den Boden und die Piloten konnten nicht mehr abspringen, als die Kisten in die Luft gingen. Ab sofort gab Kurt erhöhte Allarmbereitschaft, denn sie mussten auf der Hut sein. Paul ging mit Kurt zusammen ein stück durch den Wald, wo Paul fragte, was meinst du, haben die uns ausgemacht? Ich hoffe doch nicht, denn sonst hätten wir bestimmt schon irgendetwas davon gemerkt. Ich schätze einmal, wenn sich bis heute Abend nichts getan hat, war es Zufall dass sie nur die LKW’s gesehen haben und wollten sie Jagen. Langsam und Nervendaufreibend vergingen die Stunden und bei Einbruch der Dunkelheit viel ihnen ein Stein vom Herzen. Kurt rief alle Geschützbesatzungen zu einer art Appell zusammen um über den Vorfall noch einmal zu sprechen und um ihnen klarzumachen das ohne Befehl nicht geschossen werden darf. Er ließ die zwei weiblichen Bestzungen vortreten, schaute sie an und sagte, Das waren die besten Treffer die ich seit langen gesehen habe, Hochachtung meine Damen. Aber nie wieder auf eigene Kappe, das dürft ihr nur bei dem Befehl Feuer nach ermessen oder bei Sicht. Verstanden meine Damen oder soll ich lieber Fräuleins sagen, sagte Kurt lächelnd und fügte noch hinzu, weggetreten. Das

 

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Sind schon süße Biester, sagte Kurt zu Paul und der antwortete, was, das merkst du auch schon. Wenn sie doch nur nicht so furchtbar Jung wären. Wir könnten ihre Väter sein.Die Kommende Nacht verlief reibungslos Paul konnte nicht schlafen und streifte die halbe Nacht durch das Lager und schaute sich noch einmal die abgeschossenen Maschinen an um zu überprüfen, ob sie gut genug getarnt waren, damit sie der Amy nicht findet. Geistesgegenwertig lies Kurt den Brand löschen und die Absturzstellen mit Tannenreisig abdecken. Der Mond schien ziemlich hell und Paul hatte mit seinen Fernglas gute sicht, er suchte das gesamte Gebiet ab um seine lange Weile zu überbrücken. Im Wald war es ziemlich lebendig, da trafen sich die Jungs heimlich mit den Mädchen. Was die Können kann ich schon lange und auch viel besser, dachte er und ging quer durch den Wald, wo die Flakstellung von Renate lag. Sie schlief bereits und er ging langsam zu ihren Feldlager und nahm ihre Hand um sie zärtlich in den Handinnenflächen zu kitzeln. Das war ihr Geheimzeichen um den anderen Partner mitzuteilen, dass man Sex mit ihnen haben möchte. Renate wachte langsam auf und begriff sofort das Zeichen als sie Paul im halb dunkeln neben ihren Bett sah. Sie rückte ein wenig damit er Platz bekam, denn sie wollte sich gleich hier begatten lassen, denn der Nervenkitzel dabei von jemand heimlich gesehen zu werden, machte sie scharf. Nein nicht hier, erwiderte Paul und zog sie Symbolik an der Hand in die Rischtun des Ausganges von dem Erdbunker. Renate nahm ihre zwei Wolldecken mit und sie Breiteten die Decken in der Nähe hinter einen Gebüsch aus. Den Rest der Nacht verbrachten die

 

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Zwei damit das Liebesleben der Vögel zu studieren. Der Wald war zwar nicht groß, aber studiert wurde da hinter den meisten Bäumen. Mein Gott dachte sich Paul, als er auf dem Rückweg war und es überall Rascheln oder Stöhnen hörte, so jung wie die Mädchen sind, so geil sind auch die meisten. Er musste noch einmal mit Kurt über die Sache sprechen, zu welchem Zeitpunkt sie eingreifen müssen um das zu unterbinden, damit keine Eifersuchszenen sich abspielen und die Kampfmoral schwächen. Er machte noch einen kurzen Rundgang und legte auch sich noch für ein paar Stunden in sein Feldlquartier. Gegen Morgen kam Nebel auf und das bedeutete wieder Freizeit und warmes Essen am Mittag, denn bei so einer Waschküche lies Kurt immer die Feldküchen befeuern. Paul nutzte die Zeit um sich noch ein wenig im Bett herumzuwälzen. Du hattest wohl eine schwere Nacht, fragte Kurt? Das kann man wohl sagen, antwortete Paul, zuerst habe ich kein Auge zubekommen und bin in der Gegend herumgestolpert und dann habe ich mir bei Renate die nötige Bettschwere abgeholt. Und auf dem Rückweg durch den Wald. Du klaubst nicht was da alles los war, sagte Paul und begann, Kurt alles zuerzählen. Kurt lachte und sagte, lass sie doch. So lange die Kampfmoral oder die Stimmung unter den Kameraden nicht darunter leitet, ist das alles nur halb so wild. Oder möchtest du die in Walhalla vorwerfen lassen, schuld zu sein das sie noch Jungfer sind? Nein, natürlich nicht, sagte Paul und ließ den Kopf hängen. Kurt sagte, wir haben den ausdrücklichen Befehl erhalten sie in kürzester Zeit mit allen Mitteln in allen Gebieten auszubilden, und das gehört vielleicht dazu. Meinst du, fragte Paul höhnisch

 

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Und sagte von der Seite aus betrachtet habe ich es noch nie gesehen. Sie gingen beide frühstücken und Kurt viel auf das so manche Mädels ihre Partner schneller wechselten als ihre Unterwäsche. Grinsend tranken sie ihren Kaffee und sahen die Mädels viel intensiver an als zuvor. Einige hatten schon allerhand in der Bluse und auch an sonsten reif genug um gepflückt zuwerden. Was Kurt ammeißten erstaunte, war das ihre Blicke erwidert wurden und so mansche Mädels Bereitschaft signalisierte. Es war ein ruhiger Tag und Paul ordnete eine Putz und Flickstunde an, um die Kameraden zu beschäftigen, damit sie nicht auf den Gedanken kamen sich wieder gegenseitig nur dumme Streiche zu spielen. Denn das bedeutete auch wieder Ärger im großen Stiel und dem wollte Paul entgegen wirken. Kurt nahm den Kübel und fuhr nach Nordhausen um sich Zigaretten zu besorgen. Links und Rechts am Straßenrand, standen Kaputte Handwagen mit irgendwelchen Kram beladen, Pferdefuhrwerke, wo der Gaul tot davor lag und jede Menge weggeworfene Koffer zierten die Straßengräben. Kurt setzte sich in Nordhausen in eine Urige Kneipe um seit langen einmal wieder ein richtiges Bier vom Fass zu trinken. Er hörte die Leute reden das der Amy schon auf der anderen Harzseite bis Quedlinburg durch ist und weiter auf Hettstedt zuhalte. Kurt bezahlte und machte sich durch den Nebel auf den Rückweg. Wieder an der Landstraße angekommen, musste er unbedingt einmal schiffen, weil das Bier drückte. Er hielt an um seine Notdurft zu vorrichten, als seine Augen wieder auf ein paar Koffer viel. Langsam schloss er seine Hosenstall und beugte sich herunter um einen der Kaffer zu öffnen, Kurt staunte nicht schlecht, der war voller weißer

 

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Bettwäsche. Man wie lange haben wir nicht mehr in Bettwäsche geschlafen, dachte er und warf den Koffer auf den Kübelwagen. Wieder in der Stellung angekommen, kam ihm schon ein Funkmelder entgegen und meldete dass sie schon seit Stunden keinen Empfang mehr haben. Verfluchter Nebel, schrie Kurt, denn jetzt wo es so wichtig war konnte er noch nicht einmal mit dem Oberkommando Verbindung aufnehmen. Er stürzte in seinen Erdbunker und faltete die Karte auseinander, um sich einen Überblick zu verschaffen wo eigendlich genau Geografisch Quedlinburg lag. Paul kam hinzu und sagte, was ist denn mit dir los? Kurt erklärte was er gerade erfahren habe und ging davon aus das es stimmen könnte. Da hat der Amy den gesamten Harz auf der linken Seite umgangen. Das macht aber nur Sinn wenn sie es auch auf der anderen Seite tun würden. So konnten sie die lästigen Gebirgskämpfe vermeiden, die nur Unmengen an Zeit und Material kosteten. Aber das könnte bedeuten dass sie bereits in dem Kessel eingeschlossen sind oder zumindest, bald werden. Paul entdeckte den Koffer und fragte, was hast du den da drin, wollte er wissen? Bettwäsche, sagte Kurt, saubere schone Weiße Bettwäsche. Sie bezogen damit ihre Wolldecken und spannten die Lagen auf die Feldbetten, nur für die Kissenbezüge hatten sie keine Verwendung. Paul sagte, lass sie hier, vileicht können wir sie mit zum Stiefelputzen nehmen. Langsam wurde es lichter und die ersten Sonnenstrahlen begannen sich ihren Weg durch den Nebel zu bahnen. Die Kameraden saßen noch zu Teil beim essen, als der Funkmelder kam und sagte wir können wieder. Kurt sprang auf und nahm Verbindung mit General von Bock auf und lies sich den

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Neuesten Lagebericht durchgeben. Danach war der Amy ach schon auf dieser Harzseite bei Leinefelde und bewegte sich in Richtung Sondershausen. Kurt aber erhielt den Befehl mit allen Mitteln die V-Waffenprudukzion bis zu letzt zu verteidigen. General von Bock gab weiterhin bekannt das Kurt zum Oberst befördert wurden sei. Kurt wusste genau dass es ein Himmelfahrt Kommando sei und es für sie keine Möglichkeit des Entsatzes gab. Scheiße dachte er und machte sich wieder auf den Weg wo Paul noch immer an der Feldküche saß und seinen Kaffee genoss. Luft allarm ertönte eine Stimme und alle rannten zu den Geschützen und machten sie Feuerbereit. Es waren wieder P17 Fernbomber die sofort damit begannen ihre Todeslast über den Mittelbau zu verteilen. Kurt schrie, Sperrfeuer eins bis fünfzig. Was soviel wie mindestens ein gezielter höchsten fünfzig. Die zweite Bomberwelle begann mit den Angriff und kurt befahl Feuer nach eigenen ermessen. Die Jungs und Mädels feuerten bis die Rohre glühten und der vorhandene Munitionsworrat vollkommen verbraucht war und sie zum Ende des Gefechte nichts mehl liegen hatten. Kurt gab den Befehl Munition heranschaffen bis die Bestände von zwei Kampfsätzen wieder aufgefüllt waren. Die alten Hasen Schmunzelten, denn sie waren bedeutend sparsamer mi den Granaten umgegangen und das machte sich jetzt beim Munnischleppen bemerkbar. Kurt wartete bis die Dämmerung einsetzte und ließ erst dann die Geschütze reinigen und für den nächsten Einsatz vorbereiten. Er saß mit Paul beim Abendessen und sie werteten das Gefecht aus. Es hatte ja alles wie am Schnürchen geklappt, nur die Abschussquote war sehr gering, was

 

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An den Hochfliegenden Bombern lag. Die Stimmung in der Truppe war riesig, denn sie wussten nicht das ihnen die Einkesselung drohte und auch kein Nachschub mehr zuerwarten sei. Kurt wollte sie einfach nicht beunruhigen und somit die Kampfkraft schwächen. Er hatte ein gutes Verhältnis zu den Kameraden und sie vertrauten ihm blind. Hunger und durst habe ich nicht mehr, sagte Paul, aber einmal schön fffff, könnte ich jetzt und stand auf, um durch den Wald zugehen. Kurt trank noch in aller ruhe seinen Kaffee und wollte dann auch zu Helga gehen um mit ihr fffff zu machen. Sie trafen sich im Wald auf einer kleinen Lichtung und ließen es so richtig krachen. Paul der mit Renate auch in der nähe war, verursachte die unmöglichsten Geräusche mit ihr und lockte damit die Mädchen an die ihm heimlich dabei beobachteten. Kurt zog sich leise mit Helga zurück und ein jeder ging wieder seines Weges. Bei Tagesanbruch kam Paul im Laufschritt auf die Stellungen zu und rief, Luftangriff, volle Deckung. In den Gesamten Gebiet wurden wallos Bomben abgeworfen. Die meisten Bomben gingen über der Wiese herunter, wo die abgeschossenen und getarnten Jäger lagen, die mussten sie mit den Flakstellungen verwechselt haben im Wald gab es einen großen Knall, das Munnilager hatte einen Treffer und brande völlig aus. Die explodierenden Granaten zischten wie Feuerwerkskörper zum Himmel und boten ein schaurig schönes Schauspiel am Morgenhimmel. Die zweite Bomberwelle überflog die Stellungen in geringer höhe um gezielte Bombenabwürfe über Dora durchzuführen. Kurt gab den Feuerbefehl und sie feuerten solange bis der Himmel wieder Feindfrei war. Die Kameraden

 

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Standen da mit ihren Feldstechern und suchten den Himmel ab um festzustellen ob sich Aufklärer in ihrer sicht bzw. schussweite befanden. Alles sauber, sagte Paul zu Kurt, und sie ließen die Gefechtsbereitschaft aufrecht erhalten. Nun kam von den meisten Geschützen die Meldung, das ihre Munition zu ende ging und nur noch wenige Granaten für die 8,8 vorhanden waren. Die kleineren Kaliber konnten eventuell noch einen Angriff durchstehen. Am Rest des Tages ließen sich nur hochfliegende Aufklärer sehen und sie konnten sich den Verwundeten zuwenden und ihre toten begraben. Sie hatten starke Ausfälle zu verzeichnen, besonderst bei den alten Hasen und der Logistik, die fast vollständig zusammengebomt wurden war. Eigentlich hatten sie ja noch Glück im Unglück, da sie fast alle noch in ihren Erdbunkern waren, und so nicht der Splitterwirkung ausgesetzt wurden. Kurt fragte sich, warum greifen die uns nicht gezielt an, es wäre doch ein leichtes gewesen sie auszuradieren, oder wussten sie immer noch nicht wo sich die Stellungen genau befanden und handelten deshalb so. In der Ferne konnten sie bereits hören wie sich die Frond in Windeseile näherte und die Detonationen der Granaten immer deutlicher den Geschützen zugeordnet werden konnten. Kurt ließ eine genaue Bestandsaufnahme durchführen und er setzte sich mit Paul in den Kübel um nach Dora zufahren, in der Hoffnung Munition und Lebensmittel aufzutreiben. Aber alles was sie sahen war die SS beim abrücken. Der Weg nach Bayern war noch frei und sie hatten ganze Züge beladen mit Allen möglichen Kriegswichtigen Materialien. Da die Züge alle mit Flak bewaffnet waren versuchte Kurt es hier, aber vergebens. Er erhielt nur

 

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den Befehl den Rückzug zu decken. Wo Kurt fragte ob er mit Steinen werfen solle bekam er nur zuhören, wenn nötig auch dass. Stinksauer fuhren die zwei Freund wieder zu ihren Stellungen zurück und behielten die Auskunft über die Lage für sich um die Kameraden nicht zubeunruhigen. Es gab da noch ein paar altgediente Kameraden die Kurt einweite und sie beschlossen die Jungs und Mädels durchzubringen. Bei Dunkelheit fuhren sie herunter zur Landstraße und sammelten dort die Koffer ein mit den Zivilklamotten um die Jungs und Mädels damit auszustatten wenn die Zeit reif wäre. Bis dahin bewahrten sie Stillschweigen. Damit sein striktes Feuerverbot auch eingehalten wurde ließ er die Restliche Munition in einen Erdbunker bringen und stellte eine Wache davor. Sie saßen in ihren Erdbunkern und hörten den Wehrmachtsbericht, nach dessen Meldung war Nordhausen schon aufgegeben worden und wurde gerade vom Amy überrannt. Sie hatten in ihren Waldstück noch nichts davon mitbekommen und hielten die Meldung geheim. Sie trafen sich wieder mit den alten Kameraden um einen Plan zuerarbeiten der für sie den größten Nutzen erbringen würde. Einer schlug vor wir gehe als Familien in Zivil einfach unter die Bevölkerung und geben uns als ausgebomd aus wenn wir in eine Kontrolle kommen sollten. Das ist eine gute Idee. Am kommenden Tag gingen sie unermüdlich durch die Stellungen um die Gesichter der Kameraden zu studieren, wer zu wem gehören konnte um die Ähnlichkeit so genau wie nur möglich zu wählen um nicht sofort aufzufallen. In den kommenden Tagen wimmelte es auf den Landstraßen von sich zurückziehenden Deutschen Einheiten und der

 

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Luftverkehr am Himmel nahm zu, das sie das strikte Feuerverbot einhielten, wurden sie auch nicht mehr von den Aufklärern ausgemacht. Das verschaffte ihnen die Nötige Luft um einen Übergabeplan der noch intakten Stellungen an die Amerikaner vorzubereiten. Unbemerkt beobachteten sie die Landstraßen und werteten den näherkommenten Gefechtslärm aus um zu berechnen wie viel Zeit sie noch im Wald unbemerkt verbringen mussten. Jetzt war es soweit das die Flüchtlingskolonnen wieder nach Westen einsetzten, Das ist das sichere Zeichen das die SS bereits weg ist, sagte Kurt und befahl einen Appell wo er den Kameraden reinen Wein einschenkte und ihnen die freie Wahl ließ, ob für sie der Krieg jetzt und hier zu Ende gehen sollte oder ob sie die paar Granaten noch verfeuern wollten um an Ort und Stelle den Heldentot zu sterben. Weiterhin erklärte er wie er sich den geregelten Rückzug von der Frond vorstellte. Da sich ausnahmslos alle für das Leben entschlossen hatten, begannen sie die Familien zusammen zustellen und kleidete sie ein. Ab sofort wurden sie in größeren Abständen auf verschiedenen Landstraßen in Marsch gesetzt um unbeschadet die Front zu passieren, mit den Ziel sich in Duderstadt den Amerikanern zu ergeben. Es war ihnen gelungen so ein großen Teil der Kameraden durch die Frond zu bekommen, aber die Klamotten reichten bei weiten nicht für Alle aus. Es war ihn wenigste gelungen die Frauen und die Mädchen zusammen mit einem beachtlichen Teil der Jungs einzukleiden und loszuschicken. Der Rest der Besatzungen blieb noch vor Ort mit dem Ziel sich von dem Amy einkesseln zu lassen, um sich später zu

 

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Ergeben. Sie hatten einen Großteil der letzten Lebensmittel den Flüchtenden mit auf dem Weg gegeben und mit dem Rest konnten sie es noch bis zu einer Woche aushalten. Sie hatten nichts weiter zutun in den Kommenden Tagen als wie sich zu verstecken. Denn schließlich konnte es ja auch sein, das die Amys noch einmahl zurückgeworfen werden konnten und hier SS auftauchte, und für diesen Fall mussten sie Feuerbereit sein und in den Saueren Apfel beißen. Die Kameraden blieben im Schutz des Waldes und warteten bis die Entscheidung fallen würde. Kurt hatte am Waldrand einen alten anstand eines Jägers gefunden und wieder in Stand gesetzt. Da saßen die zwei die meiste Zeit um die Straßen nicht aus den Augen zulassen. Ob all heil durchgekommen sind, fragte Paul? Ich hoffe es und wenn mein Plan aufgeht wie ich mir das denke, dann mache ich mit Renate den größten Freudenfick meines leben. Renate die mit Helga vor gegangen war hatten beide zwei Mädchen und einen Jungenmitgenommen mitgenommen und gaben sie als ihre Kinder aus und würden sagen dass ihre Männer noch folgen würden. Sie meldeten sich alle bei den Amys und bekamen anstandslos einen Passierschein. Auf den Straßen nahm der Verkehr wieder zu. Das blanke Kaos war ausgebrochen und zeigte wie einige LKW’s und Schützenpanzer mit Vollgas den Landstraßen entlang rasten. Paul sah durch seinen Feldstecher, am Horizont zeichneten sich die ersten Silhouetten von Patten’s Panzern ab. Nun wussten sie, noch bis Morgen oder Übermorgen und sie würden im Hinterland sein und die Frond hätte sie weit eingeholt. Kurt holte die weisen Bettlagen und Bezüge aus den Betten und legte sie

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Neben die 8,8, dessen Kanonenlauf wollte er im Notfall als Fahnenmast benutzen und sie mit den Bettlagen senkrecht gegen den Himmel ausrichten. Als nach Tagen die Fond sie schon weit überholt hatte war es soweit, er hisste die Weiße Fahne und die Kameraden gingen geschlossen mit den schwenkenden Bettlagen herunter zur Straße wo ein Amerikanischer Truppentransport vorbei zog. Kurt und Paul hatten den Inhalt ihrer Kanister angezogen und liefen in Richtung Duderstadt wo sie sich alle wieder trafen. Kurt und Paul gingen zur Meldestelle und gaben ihre Soldbücher ab um sich zu ergeben, Ein hochrangiger Colonel sagte zu ihnen als er im Soldbuch sah das sie bei der Flak waren, to Go homward andGood Luck. Dann bekamen sie ihren Passagierschein und konnten gehen.

 

 


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