Fernfeuer

Hier soll die Geschichte von ein paar armen Schweinen erzählt werden, die fünf vor zwölf noch verheizt werden sollten. Man Nannte sie nur die Lumpen der fünften Panzerjägerstrafkompanie. Da war Horst, ein ehe­maliger Hauptmann der Wehrmacht. Er war in Ungnade gefallen weil er einen Kettenhund bei einer Kontrolle auf die Schnauze geschlagen hatte. Horst war zweifacher Ritterkreuzträger und besaß bereits neun Panzervernichtungsorden und eine Nahkampfspange in Silber. Wenn irgendwo die Luft brannte war er an der vordersten Front. Noch nie hatte man einen so lebensmüden Hund gesehen, denn er schonte sich kein bisschen und erweckte bei seinen Kameraden den Eindruck das er nicht am leben hing. Im Zivilberuf war er Landwirt und besaß einen kleinen Bauernhof in der Lüneburger Heide. Doch nun musste seine Frau Hanna und die beiden Kinder den Hof allein Bewirtschaften. Horst bekam von uns die meiste Post mit den größten Fresspaketen. Denn in so einen Riesen passt ja auch eine ganze Menge hinein, denn Horst war ein wahrer Riese von Wuchs und maß Zwei Meter und sieben. Bei der Größe verteilten sich seine Einhundeerdreisig Kg. Unauffällig am gesamten Körper. Er war harte Arbeit gewohnt und hatte die Hände voller Schwielen, auch seine Oberarme übertrumpften so manchen Oberschenkel. Er hatte Kraft wie ein Stier und war sehr helle im Kopf. Otto der zweite im Bunde, ein ewiger Feldwebel. Die Natur hatte ihn etwas benachteilig was

 

 

 

1.

Seine Größe anbelangte, so dass ihn die Truppe nur den Erdnuckel nannte. Er war zwar klein aber gewieft und zurückhaltend. Wenn sie zu irgendeinem Gefecht ausrückten war er stets der letzte, dafür lief er beim einrücken an der Spitze um der erste am Futtertrog zu sein. Otto kam aus der Ecke bei Dresden und hatte eine unmögliche Aussprache, so dass alle sich über ihn lustig machten wenn er redete. Doch meisten machte Otto einen auf blöd und kam durch damit, denn die meisten

Unterschätzten ihn. Wissen ist macht, sagte Otto einmal zu mir, und was ich nicht weis brauche ich nicht zu machen. Nebenbei betrieb unser kleiner Erdnuckel einen florierenden Schwarzhandel. Rolf ein Ehemaliger Scharfschützenausbilder von der Gebirgsjägerschule in

Bad Reichenhall. Er hatte den verkehrten zu lange und zu hart geschliffen. Er konnte ja nicht wissen dass die Memme ein Generalssöhnchen mit Adligen Stammbaum war und hintenherum seine Kameraden anschiss. Das brachte ihn den Marsch an die Ostfront und wieder zurück ein. Nun hatte er den Befehl den Rest des Haufens im Eiltempo zu Scharfschützen auszubilden. Oberst von Ringberg hatte aus der Strafkompanie die besten herausgesucht und gab ihnen die Möglichkeit sich zu bewähren. Als Scharfschützen sollten wir in Dreiergruppen losziehen und jeden Russischen Offizier umlegen der uns vor den Karabiner kam. Bei dem zehnten Offizier sollte die Dreiergruppe rehabilitiert und mit vollem Wehrsold in den alten Dienstgrad wieder eingegliedert werden. Das bedeutete für uns alles. Rolf, auch ein hoch dekorierter Major, der schon lange auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt

 

 

2.

War, gab sich als guten Kameraden zu erkennen. Dazu

kamen die Fresspakete von Horst und was sonst noch

fehlte holte Otto, wie auch immer heran. So konnte man es aushalten. Es war ein sehr heiserer Sommer und die Sonne brande gnadenlos auf uns herunter. Unsere Stahlhelme wurden so heiß das man sich die Finger verbrennen tat wen man sie anfasste. Horst hatte das Maschinengewehr entladen und stellte die Munitionskisten in den Schatten um selbstenzündungen zu vermeiden. Wir hatten in der Nähe von den Seelower Höhen Stellung bezogen. Zwischen Reitwein und Wuhden gab es einen Ca, dreihundert Meter breiten Waldstreifen, wo der Volkssturm Schützengräben ausgehoben hatte. In dieses Waldstück gab es einen vor gelagerten Waldzipfel wo wir in Ruhestellung gingen

Und auf die neuen Gewehre und die Spezialausrüstung Warteten. Von hier hatten wir ein freies Schussfeld bis fast zur Oder herunter. Wir hatten die Harthenower Wiesen vor uns und sahen den Bauern Frauen zu wie sie das Heu einbrachten. Als sich die eine Frau tief bückte um eine Heugabel aufzuheben, sagte Rolf. Mein lieber man, hat die einen Geilen Arsch. Genau das hat mir der Stabsarzt verordnet und ging hinüber zu den Frauen. Uns fiel auf, dass es nur Frauen waren. Kein einziger Mann, sagte Otto. Die Sind bestimmt beim Volkssturm an der Front oder schon Geschichte, antwortete Horst mit einen Grinsen im Gesicht. So nah und unbeschwert hatten wir schon seit Monaten keine Frauen gesehen. Sie wendeten das Heu um es an der sonne zu trockenen und beluden den alten Leiterwagen mit den schon

getrocknetem Heu. Sie schwitzten bei der Arbeit und zogen deshalb ein paar Kleidungsstücke aus um sich

 

3.

etwas mehr Luft zu verschaffen. Das halte ich nicht aus, sagte Otto und ging in den Wald um etwas Schatten zu tanken.Am Oder Ufer wurden von Pionieren Panzersperren errichtet und hinter uns gingen Tigerpanzer der SS in Stellung. Scheiße sagte Otto, sieht nach Panzerabwehrschlacht aus. Rolf kam mit einen Lächeln im Gesicht zurück und sagte, ich habe da was für heute Abend klar gemacht. Gegen Einbruch der Dunkelheit kommen drei von ihnen wieder um das Heu anzuhäufeln. Wie hast du das denn geschafft, fragte Erdnuckel Otto. Das war nicht schwer, ich habe ihnen reinen Wein eingeschenkt und die Weiber sind noch

geiler wie wir. Die hatten auch schon lange keine Gelegenheit mehr und sehnen sich nach einen sexuellen Abenteuer, was ich ihnen für heute Abend versprochen habe. Die Mittagssonne war einfach gnadenlos, Wir schwitzten wie die Schweine und es war weit und breit keine Abkühlung in Sicht. Otto sah durch sein Fernglas und sagte, Oh, die Schweine fressen schon, nichts wie hin. Wir nahmen unsere Kochgeschirre und gingen an den Ortsrand von Reitwein, wo die Feldküche untergebracht war. Erbsen mit Speck, das gibt wieder Blähungen, sagte Horst und nahm sich noch einen Riesen Stapel Brot mit dazu. Otto munkelte in einer Ecke mit den Küchenbullen und kam mit einem kleinen Päckchen in der Hand zurück. Schöner Räucherschinken

Und ein Stück Butter, sagte er zu Rolf. Für heute Abend habe ich noch ein paar Flaschen Mosel organisiert. Wie hast du das wieder angestellt, fragte Horst. Ich habe mein EK1 verscheuert, sagte Otto und zwinkerte dabei. Nach dem Essen sagte Horst, kommt wir gehen in

 

4.

unsere Stellung zurück. Du hast wohl Angst das dir die Russen das Mg. Klauen, sagte Otto. Nein, dass würde ich ehr dir zutrauen, sagte Horst und lachte dabei. Also machten wir uns auf den Weg in unsere Stellung zurück.

Da wir außer warten nichts anderes zutun hatten, versuchten wir etwas Schlaf zu finden. Doch das war bei der Affenhitze einfach unmöglich. Es waren gute vierzig Grad im Schatten, ein wahrer Jahrhundertsommer. Rolf las in dem kleinen Buch was er immer mit sich führte. Horst putzte sein Mg. Otto rief, Achtung da kommt Oberst von Ringberg mit seinen Fahrer. Der gesamte Kübelwagen war mit Ausrüstungsgegenständen für uns voll gestopft. Die

neuen Gewehre, kistenweiße Munition, Tarnplanen und neue Tarnuniformen. Während wir die Sachen in Empfang nahmen, sagte Oberst von Ringberg zu uns. Ihr seit ab sofort in eure alten Dienstgrade wieder eingeteilt bei vollen Wehrsold, hier sind ihre Schulterstücken und die Soldbücher. Major Rolf Müller hat das Kommando über den Haufen. Ihr seit jetzt eine selbstständige Einheit und nur ich und der Führer sind euch gegenüber befehlsberechtigt. Euer Ziel ist klar und Major Müller erstattet mir jeden Tag auf dem vorgeschriebenen Weg Raport und lässt mir euere Materialahnenfortrungen zu kommen. Dieses Schreiben ist sehr wichtig, denn es ermöglicht euch die Inanspruchnahme anderer Truppenteile und dient zur Materialbeschaffung wo immer ihr seid. Dieses

Schreiben ist vom Führer persönlich gefertigt und unterschrieben worden. Weiterhin soll ich vom Führer grüße ausrichten und bestellen das er ein Auge auf euch hat. Also enttäuscht mich nicht. Der Oberst salutierte

 

5.

und schlug die Hacken zusammen, bevor er seinen Kübelwagen bestieg. Wir zogen die neue Uniform an und befestigten die Schulterstücke. Als frischgebackene Elitesoldaten fühlten wir uns wie neu geboren. Nun befreiten wir die neuen Gewehre aus dem Ölpapier und endfetten sie gründlich. Rolf unterwies uns im Umgang mit den neuen Waffen und zeigte wie die Zielfernrohre kalibriert wurden. Wir gingen in den Wald und veranstalteten ein Übungsschießen. Schnell hatten wir heraus wie die Waffe eingestellt wurde. Nun unterwies uns Rolf bei Schüssen im freien Feld. Er zeigte wie die Entfernung abgemessen wurde und wie man den Seiten wind berechnete. Nun schossen wir wie auf dem Rummelplatz und auf weit entfernte Ziele bis jeder Schuss ein Treffer war. Übt noch ein bisschen, sagte Rolf zu uns. Ihr könnt noch viel Erfahrung brauchen.

Wir hatten jeder bereit an die zweihundert Schuss verfeuert als Rolf zurückkam und sagten, Feierabend für heute. Es ist bald wieder Zeit zum Essen fassen, putzt euere Waffen gründlich und macht euch abmarschbereit in Richtung Feldküche. Wir hörten plötzlich laute Motorengeräusche aus der Richtung wo die SS in Stellung gegangen war und Rolf sagte, kommt wir gehen heute bei denen Essen. Vielleicht erfahren wir etwas Neues. Die SS wurde bedeutend besser versorgt als die Deutsche Wehrmacht und mit unseren Briefchen in der Tasche konnten wir in Zukunft essen wo wir

wollten. Die SS lies gelegentlich die Motoren der Panzer warmlaufen um immer einsatzbereit zu sein. Rolf sprach mit einem Panzerkommandanten während wir uns an der Feldküche verpflegen ließen. Die Stimmung war hier auch bedeutend besser und wir

 

6.

erfuhren von ihnen dass sie sich hier auf eine Panzerabwehrschlacht einrichteten.

Als Rolf zurückkam sagte er, verdammte Scheiße hier sind wir bald in den dicksten Schlamassel. Die Russen sind keine fünfzig Kilometer mehr weit und brechen fast ungehindert zur Oder vor. Morgen in der Frühe treffen Panzerabwehr Einheiten und schwere Haupizen ein und gehen unterhalb von Reitwein in dem Baumgürtel der die Landschaft durchquert in Stellung. Hier wo wir

Liegen soll Flak 8,8 in Stellung gebracht werden wo man sie mit im Bodeneinsatz verwenden will. Die 8,8 War im Bodeneinsatz wegen ihrer verteufelten Wirkung berüchtigt.Wir legten uns in unsere Stellung und ließen den Blick über die Harthenower Wiesen schweifen wo wie abgesprochen drei Frauen in den besten Jahren das Heu anhäufelten. Es war schon ziemlich dunkel als wir zu ihnen herunter gingen und uns mit ihnen in das Heu legten. Es war eine wunderschöne Sommernacht und die Grillen zirpten leise vor sich hin. Wir hatten uns auf eine lange Nacht eingestellt und ließen die Sache langsam angehen. Otto der ein paar Flaschen Mosel aufgetrieben hatte, öffnete sie jetzt und wir tanken genussvoll den süßen Wein. Rolf, ein Mann der immer wusste was er wollte hatte schon lange seine Hand unter

dem Rock der Strammen Bäuerin und sie begann leise vor sich hin zu stöhnen. Otto hatte sich mit der blonden Eva ein bisschen abseits in einen Heuhaufen gelegt und nahm sie her nach allen Regeln der Liebeskunst. Horst lag mit Margot am Rande des kleinen Feldweges und lernte ihr das Reiten ohne Sattel und ohne Pferd. Gegen Morgen sagte Rolf, Kameraden wir holen unsere Sachen und erkunden von wo wir die besten Schussfelder haben

 

7.

wen es losgeht. In Reitwein inspizierten wir den Kirchturm und die Dachböden der höheren Häuser und gingen auf einen Bauernhof in Stellung, wo sich abends die Bäuerinnen zum Federschließen, stricken oder zu anderen Handarbeiten trafen. Hier gab es eine bis zum Rand gefüllte Speisekammer und hausgemachten Wein und Obstbrand im Überfluss. Hier waren wir so richtig die Hähne im Korb und wurden von den Frauen verwöhnt. Aus lauter Dankbarkeit machten wir dann nachts einen Stoßtrupp durch ihre Betten. In den folgenden Tagen erkundeten wir das gesamte Gebiet und suchten uns die optimalsten Schützenstellungen mit guten Rückzugsmöglichkeiten heraus und verzeichneten sie in unserer Karte. Rolf sagte zu uns, kommt ihr müsst noch weitere Tarnübungen durchführen. Denn umso schlechter ihr vom Feind ausgemacht werden könnt, des so besser sind eurer Überlebensmöglichkeiten. Er erzählte uns das sie sich während der Ausbildung in einen Acker eingegraben hatten und dort zwei Tage lang aushalten mussten ohne sich groß zu bewegen oder das er eine ganze Nacht auf einen Baum in voller Tarnung verbrachte. Tarnung und gute Rückzugsmöglichkeiten sind die halbe Miete Kameraden, sagte Rolf. Kommt wir schauen uns einmal die Haubitzenstellungen an. Vielleicht wissen die etwas Neues. Denn bis jetzt hatten wir nur Gerüchte und Latrinenparolen gehört.

Wir setzten uns mit an die Haubitzenstellungen und redeten mit den Ladeschützen und wer sonst noch alles so da war. Aus Richtung Oder kamen nun Fahrzeugkolonnen Panzereinheiten Verwundetentransporte USW. Hohe Offiziere Winken die Verwundetentransporte durch und alle anderen

 

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Einheiten wurden sofort wieder mit aufgestellt. Und so wurden die gesamten Seelower Höhen mit in das Kampfgebiet einbezogen. Der Volkssturm sicherte die Orts - Verteidigungen ab und hob überall Schützengräben aus. Andere Gruppen der HJ und

Wehrwölfe errichteten Mg und Panzerabwehrstellungen ein. Wir dagegen hatten den perfekten Lenz und latschten den gesamten tag durch die Gegend oder Badeten in irgendwelchen Wasserlöchern oder Gräben. So war die verdammte Hitze einigermaßen erträglich. Otto machte das alles nicht viel aus, denn er war damit beschäftig neue Geschäftsverbindungen aufzubauen.

Was immer wir brauchten, Otto schaffte es heran. Wie er das alles machte war mir einfach unerklärlich. Er tauschte ein Stück fetten Speck bei einem Landser gegen ein paar Damenseitenstrümpfe ein und gab sie wieder den Küchenbullen für einen kleinen Schinken und zwei Flaschen Weinbrand. Eine Flasche Weinbrand tauschte er wieder bei einem Landser gegen eine Goldene Armbanduhr ein und so ging es den gesamten lieben langen Tag. Otto war in einen regelrechten Tauschwahn verfallen. Uns schien er habe es auf den gesamten Gold und Silbervorrat der gesamten Armee abgesehen, denn er hatte einmal zu uns gesagt, wenn ich den Krieg überleben sollte, dann nur als reicher Mann, arm war ich lange genug. Schweren Mutes stand Horst an der Koppel eines Bauernhofes und sah die Kühe an, er dachte wie so oft wieder an zuhause, Hanna und die Kinder. Er hatte schon oft von ihnen erzählt und gab uns auch ein jeden Brief zum lesen den er bekam. So hatten wir den eintrug seine Familie gut zu kennen. Wir hatten ja auch genug Bilder gesehen, Horst besaß ein Bild von

 

9.

seiner Frau, wo sie nackt darauf war. Das besagte Bild hatten wir schon ein paar Mal heimlich angeschaut und ihn beneidet um diese dralle Frau die eine super Figur besaß und wunderschöne große Brüste hatte. Von Oderufer drang nun ein Riesen

Lärm herüber. Ein Offizier brüllte herum wie ein Geisteskranker und ließ das gesamte Gebiet verminen. Panzersperren wurden in rauen Massen aufgestellt und Stacheltratrollen in Position gebracht.

Rolf der im waren Leben das Forsthandwerk ausübte war noch Junggeselle und wohnte bei seinen Eltern in einen kleinen Forsthaus in der Jachenau ( Baiern ). Sie unterhielten nebenbei ein kleines Sägewerk und einen Forellenteich den jetzt seine jüngere Schwester Froni bewirtschaftete und um das Sägerwerk musste er sich auch keine Sorgen machen, denn das war in seiner Abwesenheit bei Froni auch in den besten Händen. Um den Wald kümmerten sich sein noch sehr rüstiger Vater und zwölf Waldarbeiter. Rolf war ein hübscher blonder großer Porsche mit blauen Augen und in seinen

Heimatort liefen ihn die Mädchen scharenweiße hinterher. Doch Rolf stand mehr auf ältere Frauen mit ordentlichem Holz vor der Hütte, wie er immer so schön sagte. Davon konnte er nicht genug bekommen, was wir auch merkten, denn er war jede Nacht auf einen Bauernhof verschwunden. So konnte es passieren dass Rolf schon bei einer im Bett lag als einer von uns ein Lüstchen verspürte und den Weg umsonst machte. Rolf war ei hochpotenter Bock mit einer wahnsins Ausdauer. Und so konnte es schon einmal vorkommen dass er des Nachts mehrere Bäuerinnen oder andere Damen besuchte, denn er wurde immer mit offenen Schenkeln

 

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empfangen und war ein sehr begärter Hengst in der Damenwelt. Otto unser Erdnuckel kam aus den Dresdner Raum und war der Sohn eines kleinen Kaufmannes, er war ein Einzelkind zuhause und in dem gesamten Ort wollte kein Hund mehr was mit Otto zutun haben, denn er hatte alle schon mehrmals über den Tisch gezogen und war als Schlitzohr verschrien.

Einmal hatte er es fertig gebracht den Gastwirt abzufüllen um ihn beim Poker das Wirtshaus abzunehmen, was ihnen Auch glatt gelang. Der Gastwirt betreibt zwar heute noch das Gasthaus, aber der Eigentümer ist Otto. Der Geschützdonner aus der Ferne rückt auch immer näher, sagte Rolf. Ein Glück das wir uns aussuchen können wo wir sind, antwortete Otto und schaute dabei gegen Westen. Denn es war auf alle Fälle besser die Amy in die Hände zu fallen als den Russen. Rolf kante sich da ja ganz gut aus und hatte die Kampftaktiken der Russen gut studiert. Denn die kämpften immer nach Schema F. Erst kamen die Lkws und brachten Brot und Speck, dazu gab es Wodka der

Aus Fässern in die Kochgeschirre abgefüllt wurde, als die Stimmung auf dem Höhepunkt war kamen die Politkommissare und heizten die Stimmung mit ihren Hassreden bis zum Morgengrauen auf. Mit Anbruch der Morgendämmerung wurden sie zu einem verlustreichen Sturmangriff an die Front geworfen. Rolf erzählte uns dass er einmal miterlebt hatte wie sich die Russen vor ein Mg. Nest warfen bis der Leichenhaufen so hoch war das man nicht mehr durchschießen konnte. Die Kommissare hielten sich mit geladenen Waffen im Hintergrund und erschossen jeden der nicht Stürmte oder versuchte zurückzuweichen bevor die Schlacht

 

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gewonnen war. Auf den Harthenower Wiesen versammelten sich mehrere hohe Offiziere um die Lage zu besprechen. Wir machten es uns am Rande unseres Schützengrabens Gemütlich und ließen uns die Heiße Sonne auf den Pelz brennen. Ist das ein heißer Sommer, hörten wir den einen General sagen. Last im Wald schon einige Gruben ausheben. Wenn es erst los geht müssen die Toten schnell unter die Erde. Wen es erst so richtig losgeht, dann bin ich an einen sicheren Ort mit meiner Knarre im Anschlag und warte auf die Russischen Lamettaträger, worauf ihr einen lassen könnt. Schaut einmal darüber, was die da für ein Monster in Stellung bringen. Das muss ich mir aus der Nähe ansehen, sagte Rolf und ging in die Richtung wo der überschwere Panzer in Stellung gebracht wurde. Komm wir schauen auch einmal, sagte Horst zu Otto und sie Gingen Rolf hinterher. Warte, wir kommen mit, rief Otto Rolf hinterher. Kannst du den Panzertyp erkennen, fragte Otto? Ja, antwortete Rolf. Das ist ein Ellenfant, ich wusste gar nicht dass wir noch welche haben. Die kenne ich noch aus Russland. Sie sind so schwer das eine jede Brücke schon bei dem Anblick kapituliert. Seine Riesenkanone hat die beste Durchschlagskraft die ich kenne. Aber er ist lahm wie eine Schildkröte und für ein Panzergefecht denkbar ungeeignet. Er hat auch keine Maschinengewehre zu Selbstverteidigung, aber seine starke Panzerung lässt ja ohnehin kein Schuss durch. Ach schau mal da, rief Horst. Der bekommt noch sechs Mark vier Panzer als Geleitschutz. Nun begann man in einen Halbkreis vor dem Ellenfant Pak Geschütze aufzustellen. Dahinten wo

 

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die Staubwolke aufsteigt, rollen unsere neuen Tiger zwei heran. Der Tiger zwei, allgemein nur Königstiger genannt, war der neueste und modernste mittlere Kampfpanzer der Welt und bei der

Verteidigung besonders wirksam. Komm die schauen

Wir uns an, sagte Otto mit weit aufgerissenen staunenden Augen. Es ist ein wahres Wunderwerk der Technik. Schau dir mal die Verarbeitung an! Da sind alle Schweißnähte sauber verputzt und es gibt nicht die kleinsten Lackfehler. Den muss ich mir einmal genauer ansehen, sagte Rolf und redete mit einem Panzer Kommandanten der Waffen SS. Halt mal sagte Rolf zu Horst und hielt ihm sein Gewehr hin. Als Rolf den Panzer verließ, sagte er. Ein wunderschöner Panzer, doch ich bin etwas zu groß für ihn, aber Otto könnte sich hier drinnen wie zuhause fühlen. Na dann lass mich auch einmal hinein schauen, sagte Otto und kletterte auf den Panzer. Hier komme ich nicht mehr heraus, sagte lachend Otto, der gibt mir so ein Gefühl von Sicherheit. Nun wussten auch die Kameraden der Waffen SS lachen. Rolf ging nun mit dem Panzerkommandanten ein Stück den Feldweg entlang und sie redeten über die momentane Situation. Klaubst du das wir die Russen wirklich noch aufhalten können, fragte Rolf. Es ist egal was ich klaube, sagte der Kommandant. Wichtig ist, dass wir es versuchen. Schau einmal, hier fliest die Oder, das ist ein Natürliches Hindernis. Es Wirt den Russen verdammt schwer fallen seine schwere Technik da herüber zu bekommen. Denn der Fluss liegt im Feuerbereich von all unseren Geschützen und Panzern. Da ist nichts mit Pontonbrücken und wenn es doch Jemand schaffen sollte dann muss er durch das

 

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Mienenfeld. Wenn er dann die Wiesen überqueren will, muss er gegen schwere Maschinengewehre ankämpfen und Hunderte M, Pis so wie Karabiner usw. Nein in denen ihrer Haut möchte ich nicht stecken, sagte der

Kommandant. Rolf sagte, ich kenne deren Kampftaktik. Da werden wir es schwer haben, einen Kommissar oder Offizier vor den Lauf zu bekommen, denn die feige Bande hält sich immer nur im Hintergrund auf und sie verheizen lieber die Muschkoten.

Die Hunde werden richtig besoffen gemacht und dann mit Hurra an die Front gejagt. Ich habe bei Minsk selber erlebt, wie sie zweihundert Mann mit Ca. fünfzig Flinten besoffen durch ein Mienenfeld gejagt haben. Wenn einer gefallen war der eine Waffe hatte, so wurde diese sofort von einen anderen übernommen. Ein jeder besaß drei Ladestreifen. Wenn die verballert waren, dann war der Iwan wehrlos und nur noch Kanonenfutter. Die hatten gar keine andere Wahl, sagte Rolf zu den Kommandanten. Wenn sie zurückkamen, wurden sie

sofort von den Kommissaren wegen Feigheit vor dem Feind umgelegt. Wenn sie aber ohne Waffe und Munition weiter stürmten, wurden sie von uns umgelegt und galten für sie als Helden. Wenn sie aber gefangen genommen wurden, waren es für die Kommissare Verräter. Ein Verräter zu sein war das schlimmste was einen Russen passieren konnte, denn da wurde sogar seine Familie mitbestraft und es drohte die Verbannung nach Sibirien. Das sind schon arme Schweine, diese Russen, sagte der Kommandant. Sie sind aber selber schuld, sie hätten ja alle auswandern können als wir kamen, Jetzt ist es zu spät, lachte der Kommandant. Rolf sagte, ich habe noch nie so eine

 

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Schlachtvorbereitung gesehen wie es hier gerade der Fall ist. Das ist nur die Speerspitze, du müsstest einmal sehen was hinter uns liegt. Da bietet der Führer seine besten SS Divisionen auf vom Panzer bis zur schweren Artillerie, Infanterie Jede menge Jagdpanzer vom Typ Hetzer, Sturmpanzer usw. Als sie zum Tigerpanzer zurückkamen, fragte Rolf. Wo sind meine Kameraden? Essen fassen sagte ein schneidiger junger Unteroffizier, knallte dabei die Hacken zusammen und salutierte dabei. Komm Kamerad, wir holen uns auch einen tüchtigen Schlag, sagte der Panzerkommandant. Übrigens ich heiße Kurt Hackl. Ich bin Rolf Müller, aus welcher Ecke kommst du Kurt, fragte Rolf neugierig? Ich bin aus Thüringen, ein kleines unbedeutendes Nest in der Nähe von Eisenach. Ach so, ich hätte mehr auf die Rhön getippt. Stimmt auch fast, ich bin in Stadt Lengsfeld geboren und in Öchsen aufgewachsen. Als wir an der Feldküche ankamen, sahen wir Otto mit dem Küchenbullen mauscheln und Horst saß bei dem

Kameraden der Waffen SS und verputzte gerade ein Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln. Kommt Herüber sagte Horst, hier ist noch genügend Platz. Wir setzten uns mit auf den Baumstamm und aßen unser Eisbein. Ich musste immer wieder Hackl anschauen, denn der war der Prototyp eines Deutschen schlecht hin, Er war groß und besaß einen gut durchdränierten muskulösen Körper, stahlblaue Augen und blondes Haar. In seinen Adern floss an stelle von Blut Eiswasser und er war sehr klug. Erzogen wurde er auf der Ordensburg und war Jahrgangsbester in seiner Klasse. Nun saß er als Elitesoldat neben mir und as Eisbein.

 

 

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Kommt wir müssen wieder, rief Otto zu uns herüber und ging schon vor in die Richtung zu unseren Schützengraben. Im Graben angekommen, sagte Rolf, Kameraden, wir bekommen einen eigenen Kübelwagen

Und ist ab sofort eine Motorisierte Einheit. Als nächste steht die Erkundung der gesamten Seeloverhöhen auf dem Programm. Und dreimal dürft ihr raten wo wir heute Nacht sind! Wir setzen uns in Marsch um an der Versorgungsstelle des Hehres, die bei Seelow lag den Kübelwagen und das noch benötigte Material in empfang zu nehmen. Wollen sehen ob jemand da hin fährt und uns mitnimmt, sagte Horst. Bist du denn vom Wahnsinn umzingelt, lachte Otto, wir gehen zu Fuß und mit viel Glück sind wir weit weg wenn es losgeht. Horst schüttelte den Kopf und sagte Otto-Otto mit dir nimmt es noch ein böses Ende. Rolf was sagst du dazu? Otto hat Recht, wir gehen zu Fuß. Denn wir müssen noch einige Geländeaufklärungen durchführen und ein paar Übungen würden auch nicht schaden. Denn ihr wist das ihr beim Anschleichen und Tarnen noch einige Übung braucht. Die Übermittlung durch Zeichensprache ist euch auch noch völlig unbekannt. Wir gehen Quer durch die Felder und über die Wiesen, wir meiden alle Dörfer bei Tag. Wenn wir bis Seelow kommen ohne nur ein einziges Mal gesehen zu werden, höre ich sofort auf euch zu schleifen. Da es bereits später Nachmittag ist können wir uns noch ausruhen und nach dem Abendessen setzen wir uns in Bewegung. Der erste Ort den ihr zwei aufklären dürft ist Harthenower. Ich wünsche einen genauen Lageplan mit eingezeichneten Schussfeldern, danach treffen wir uns am Östlichen

 

16.

Ortsrand von Sachsendorf. Bei Einbruch der Dunkelheit, machten sich Horst und Otto auf den Weg. Rolf folgte den zweien heimlich und musste schon auf halber Strecke das die zwei ihr bestes gaben. Gut sie

Machten hier und da noch Fehler, aber das würde sich auch noch legen. Rolf notierte einen jeden Fehler um später mit dem zweit darüber zu reden und zu besprechen wie man es besser machen kann.

Horst und Otto flüsterten nur und gaben sich so gut wie möglich Handzeichen, sie liefen sehr leise und vorsichtig, es war kaum ein Geräusch zu hören. Am Ortsrand von Sachsendorf hatte Rolf sich niedergelassen und wartete bis die zwei eintrafen. Gutgemacht Jungs, sagte Rolf, das Kaff werden wir zusammen durchforsten und treffen uns danach am Ortsrand von Friedensdorf. Den nächsten Ort ( Friedensthal ).lasst ihr links liegen, denn der hat für uns keine Bedeutung, sei dem ihr seht ein paar geile Weiber. Gegen Morgengrauen trafen sie bei Friedensdorf ein und waren bereits jetzt ziemlich

Fertig. Kurze Pause, sagte Rolf und dann im Eiltempo nach Seelow wo unser neuer Wagen auf uns wartet. Auf dem Fuhrpark der Versorgungsstelle sagte Rolf, soll das unser Wagen sein? Ja sagte der Versorgungsoffizier! Der hat ja die Hoheitszeichen der Waffen SS, sagte Rolf erstaunt. Das macht nichts, ihr Jungs dürft ja alles benutzen was der Kriegsschauplatz hergibt. Ich habe mir erlaubt den wagen mit den angeforderten Material zu beladen, überprüfe das alles in ruhe, Kamerad. Wenn noch etwas fehlen sollte oder ihr noch etwas braucht, dann meldet euch bei mir, ich bin Hauptmann Jansen. Otto ließ sich das nicht zweimal sagen und durchstöberte das gesamte Heereslager nach

 

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brauchbaren dingen und belud das Auto damit. Allein die Munition und Lebensmittel versetzten uns in die Lage den Krieg allein zu gewinnen. Komm Otto es reicht, sagte Rolf und schickte ihn mit einer Handbewegung zum Auto zurück. Horst, du besorgst noch ein paar Kanister Benzin und schau einmal nach ob du etwas zu lesen findest, ein Buch oder Romane, was eben so da ist ich lese alles. Der Aufenthalt im Versorgungslager dauerte doch länger als geplant und so beschlossen wir erst nach dem Mittagessen die Fahrt zu unseren Schützengraben wo der Rest der Ausrüstung lagerte zu fahren. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir, wie es für Scharfschützen üblich war alle Kirchtürme und hohen Gebäude. Rolf hielt unterwegs öfter einmal an und sprach mit den zweien was sie für Fehler wo gemacht haben und sprachen darüber wie man sie vermeiden kann. Otto staunte Bauklötze, denn auch er hatte nicht bemerkt dass Rolf pausenlos bei ihnen gewesen war um sie auf Schritt und Tritt zu

Beobachten. Das ist ja unheimlich Rolf, wie machst du das? Auch Horst schaute Rolf voller Ehrfurcht an und sagte, das will ich auch Können. Kommt alles noch Jungs, es ist nur eine Frage der Übung und Erfahrung.

Unterwegs rollten Panzer beladen mit Panzerkanonier in Richtung Front. Noch nie hatte man so eine geballte Streitmacht auf einen Haufen gesehen. Der Führer warf alles an die Front was noch schießen konnte, denn man musste Zeitgewinnen um die Wunderwaffe fertig zu stellen. Josef Göpels hatte ja deren Vollendung bekannt gegeben und nun brauchte man noch etwas Zeit um sie in hoher Stückzahl zu produzieren. Unser neuer Düsenjäger ist bereit am ende seiner Testphase

 

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angekommen und auch der Tiger zwei wird bereits in hoher Stückzahl hergestellt und an die Front geworfen.

Göpels sagte das wir mit dem Amy kippe machen und mit ihnen gemeinsam über die Kommunistischen Horten herfallen und sie bis Siebiren im Eiltempo zurück jagen. Am Schützengraben eingetroffen, luden wir gemeinsam unsere Ausrüstung mit auf den Kübelwagen und fuhren damit zu dem Bauernhof wo sich die Frauen am Abend zu ihrer Handarbeit einfanden. Otto hatte ein Kg. Kaffee und ein Sack Zucker besorgt und gab es der Bäuerin, die sich dafür mehrmals bedankte. Heute Abend würde es seit langem wieder einmal richtigem Kaff geben. Horst steuerte drei Flaschen Weinbrand bei und Rolf besorgte Eierlikör bei einem Krämer in Seelow. Es war ein fröhliches Zusammensein, der Geschützdonner in der Ferne war auch verstummt. Wenn da nicht die vielen Flüchtlingsströme und das gesamte Militär wären könnte man annehmen es sei Frieden. Die Frauen zauberten uns ein reichhaltiges Abendessen und wir verwöhnten sie mit Kaffee und Schokolade. Nach fortgeschrittener Stunde, tranken wir mit den Frauen Wein und Eierlikör. Otto hatte ein altes Schifferklavier aufgetrieben und spielte damit Lilly Marlen und andere Aktuelle Schlager wie Bald ist alles vorüber usw. Es war kurz vor Mitternacht als Rolf mit seiner strammen Bäuerin im Bett verschwand. Nun konnte Horst sich auch nicht mehr zurückhalten und belegte mit der Blonden die Gesindekammer. Otto der mit seinen Schifferklavier und zwei Frauen noch in der guten Stube saß, wusste nicht wie ihn geschah als von links und rechts ihn eine stramme Frau an die Wäsche ging und er

 

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sie beide bedienen musste. Als wir gegen Morgen aufstanden und uns im Hof unter der Pumpe wuschen

Kamen die Frauen bereits aus dem Stall wo sie bereits alle anfallenden Arbeiten verrichtet hatten. Kommt rein Jungs ich mache euch ein Bauernfrühstück damit ihr wieder zu Kräften kommt.

Wir frühstückten gemeinsam als auf dem Hof ein Kradmelder vor fuhr. Er stellte seine BMW auf den Ständer und zog seine Handschuhe aus, nahm den Helm und die Brille ab. Er rief Major Müller, ich habe einen Befehl zu überbringen. Einen befehl, sagte Rolf. Na da geben sie ihn einmal her. Gehen sie rein in die Küche, da gibt es bestimmt noch etwas für sie. Rolf rief Horst und Otto nach draußen und sie gingen ein Stück den Feldweg entlang. Wir haben den Befehl bekommen unverzüglich unterhalb der Harthenower Wiesen in Stellung zu gehen. Auf der anderen Oderseite wurden Russische Offiziere ausgemacht wie sie das Gelände

Erkunden. Der Befehl ist mit von Ringberg unterzeichnet. Da müssen wir wohl, sagte Horst und sie drehten um und gingen zurück zum Bauernhof wo der Kübelwagen stand. Langsam – langsam, sagte Otto. Immer mit der Ruhe, vielleicht haben wir Glück und der Iwan ist schon wieder weck wenn wir dort sind. Otto – Otto, du bist auf den besten Weg zurück in die Strafkompanie, sagte Horst und lächelte dabei. Am Bauernhof angekommen ging Rolf zu den Frauen und sprach mit ihnen. Als er zurück kam sagte er, nehmt euerem Krempel und kommt. Die Frauen fahren uns mit dem Heuwagen, da kommen wir unbemerkt an die Oder. Rolf schrieb etwas auf die Rückseite des Befehls und schickte den Kradmelder wieder zu Oberst von

 

20.

Ringberg zurück. Sie legten sich mit einen teil der Ausrüstung auf den Leeren Heuwagen und die Frauen gabelten etwas Heu über sie. Nun fuhren sie los bis sie auf der Wiese die ersten Heuhaufen erreicht hatten. Nun begannen sie das Heu aufzuladen und fuhren Weiter bis zum nächsten. So ging es weiter bis nach kurzer Zeit das Oderufer erricht wurde und sie den Wagen verlassen konnten. Die Frauen beluden weiter den Heuwagen und die Drei krochen in Windeseile der Uferböschung hinab und suchten sich eine gute Stellung. Achtung signalisierte Rolf und zeigte auf die andere Uferseite. Da standen vier Ranghohe Offiziere rotzfrech auf einer kleinen Lichtung am Ufer und notirden etwas auf Landkarten und schrieben irgendwelche Berichte und Protokolle. Rolf gab den Befehl Feuer auf mein Kommando. Blitzschnell schoss Rolf zweimal und traf sie mit Kopfschüssen. Otto und Horst legten die andern beiden um. Achtung da will einer türmen. Etwas weiter

Hinten stand ein Fahrzeug unter einen Gebüsch, das hatten wir übersehen und nun gab der Fahrer Fersengeld und war bereit Ca. Vierhundert Meter entfernt als Rolf ihn noch mit einem Genickschuss zu Boden streckte. So das war es, Befehl ausgeführt. Die Frauen hatten gerade den halben Wagen beladen als sich die drei wieder unter dem Heu versteckten. Die Frauen wendeten die Pferde und es ging zurück zum Bauernhof wo schon Oberst von Ringberg auf uns wartete um zu kratikulieren.

Gut gemacht Jungs, ich werde beim Führer persönlich bericht erstatten. Es sollte doch mit dem Teufel zugehen wenn das kein EK1 mit Urlaubsschein wird. Der Oberst salutierte mit dem Gruß der Deutschen Wehrmacht und

 

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bestieg seinen Wagen. Als sich der Wagen in Bewegung gesetzt hatte drehte sich der Oberst noch einmal herum

Und rief, viel erfolg noch, ihr Himmelhunde. Rolf rief alle zusammen und machte eine Auswertung des Einsatzes. Kameraden, sagte er, so ein Schnitzer darf nicht wieder vorkommen. Wir sahen die Optimale Schussgelegenheit und haben ohne nur einen Moment zu zögern gehandelt und dabei die Lebensnotwendige Aufklärung unterlassen. Kameraden das kann tödlich sein, fast wäre einer abgehauen und hätte Meldung erstattet. Ihr könnt mir klauben, der Iwan hätte sofort das gesamte Gebiet unter Feuer genommen. Ist das einer von uns, fragte Otto? Nein, ein Iwan, Luftaufklärer .

Der dürfte gar nicht hier sein, wo ist denn die Luftwaffe Herr Göring? Oder sollte ich lieber Maier sagen. Spottete Horst. Egal sagte Rolf, lasst uns hineingehen bevor die Sonne noch unerträglicher wird, denn es

Waren schon wieder über dreißig Grad. Kommt rein der Wehrmachtsbericht beginnt um elf Uhr. Laut Wehrmachtsbericht sind die Russen keine sechzig Km. Entfernt. Die beste Methode etwas Neues zu erfahren, ist der Flüchtlingsstrom oder die zurückweichenden Lazaretteinheiten. Stimmt sagte Horst zu Rolf, wenn man dann noch die zurückgelegte Entfernung der zurückweichenden mit der Vorstoßgeschwindigkeit der Russen zusammenzählt! Der Wehrmachtsbericht verheißt heute auch nichts neues, nur das übliche Pl-Pla und Durchhalteparolen wie immer. Los Jungs auf geht’s, wir gehen auf Erkundung und schauen selbst nach wo der Iwan steht. Das könnte euch so passen, ertönte, ertönte eine Stimme im Hintergrund. Oberst von Ringberg, stand in der Tür und sagte, ich habe

 

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soeben die Meldung hereinbekommen das die Wehrmacht Landsberg räumen tut. Wie weit das noch weg ist könnt ihr euch an allen zehn Fingern ausrechnen. Von der Westfront weiß ich dass der Amy kurz vor Braunschweig sieht. Überlegt doch selbst einmal wie sicher sich der Iwan seien muss, wenn seine Offiziere bereits an der Oder bei Gurzyga Erkundungen unternehmen. Stimmt sagte Rolf leise. Und wir sind mittendrin antwortete Otto kleinlaut. Die Amys sollen ja ihre Gefangenen besser behandeln als die Russen, habe ich gehört, sagte der Oberst. Also Jungs ihr baut jetzt Stellungen für euch in der Nähe der Straße zwischen Reitwein und der Oder. Da wo der kleine Graben ist, ihr weist schon zwischen den Pak Geschützen ist es günstig. Von jetzt an seit ihr nur noch auf euch selbst gestellt, denn ich werde an die Westfront abkommandiert und klaube kaum das ich wieder hierher

Komme. Haltet die Ohren steif und macht mir keine Schande. Der Oberst verabschiedete sich ohne Gruß und ohne zu salutieren, das hatte es noch nie gegeben. Oder wollte er uns etwas damit sagen. Horst schaute ihn noch nach und sah wie er in den LKW Kolonnen verschwand.

Jungs ihr habt gehört was der Oberst gesagt hat, Stellungen bauen! Das haben wir schon lange erledigt und zu erkunden gibt es für uns auch nur noch die Betten der Weiber. Nun lachten alle laut los. Otto sagte kommt mit wir gehen zu den Graben, die Pioniere haben ihn angestaut damit die Kameraden baden können. Gute Idee, sagte Horst. Das ist das Beste was mir bei der Hitze einfällt, lachte Otto. Also nahmen sie eine Decke aus ihren Bestand und Waschzeug. Am Graben

 

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angekommen, mussten sie sehen wie sich die Kameraden der Waffen SS schon im Wasser dummelten

Und einen Riesenspaß hatten. Otto breitete die Decke aus und sie legten ihre Waffen griffbereit zusammen hin. Kommt lasst uns erst einmal den Schweiß vom Körper waschen bevor wir uns einölen und in der Sonne braten wie die Spanferkel. Spanferkel, wiederholte Otto, man das ist die Idee für heute Abend. Stimmt, würde gut zu unserer ersten Abschussfeier passen, Lachte Horst. Nur dass Fressen im Schädel, sagte Rolf kopfschüttelnd. Von hier aus konnte man gut die gesamte Straße übersehen und die sich auf dem Rückmarsch befindenden Truppenteile.Die alle neu gruppiert wurden und irgendwo auf den Seelower Höhen wieder zum Einsatz kamen. Rolf stand vorn an der Straße und fuchtelte mit den Händen herum. Schau mal sagte Otto zu Horst! Was macht denn Rolf da? Sie gingen auch zur Straße vor. Rolf hatte zwei alte

Kameraden von der Ostfront wieder gefunden und rekrutierte sie zu unseren Haufen. Dank Otto hatten wir ja jeden Ausrüstungsgegenstand fünffach und konnten die beiden einkleiden und bewaffnen. Der eine war lang und dünn wie eine Bohnenstange, Kurt Heinze, Rolf nannte ihn Kurty. Er war verheiratet und hatte vier Kinder, seine Frau Marta kam aus einer reichen Bauernfamilie in Niedersachsen bei Hameln. Dort betrieben sie in Friedenszeiten einen Bauernhof den seine Frau jetzt auch allein mit verwand und die Kinder betreiben musste. Der andere Kamerad hieß Rudolf Bäcker, von uns wurde er Rudy genannt. Rudy kam vom Rhein und besaß eine kleine Küferei, wo er mit seiner Frau Adelheid und zwei angestellten seinen

 

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Lebensunterhalt verdiente. Die zwei berichteten uns von der Ostfront und erklärten die gewohnte vorgehensweiße der Russen und ihrer gefürchteten Kutjuscha, von den Deutschen auch Stalinorgel genannt. Es war ein Raketenwerfer mit einer ungeheueren Wirkung auf die Nerven der Kameraden. Die Raketengeschosse kamen in einer unglaublichen schnellen Schussfolge und erzeugten dabei eine Pfeifdon in der Luft und verdunkelten mit ihren Abgasen den Himmel so stark das man nur noch das Pfeifen hörte und rote Striche sah wie sie am Himmel vorbei rasten wie Leuchtspurmunition. Man ich kann euch sagen, wir haben die Schnauze gestrichen voll. Ich habe Acht paar Stiefel durchgelaufen, auf der Grimm oder Sebastopol, Minsk, die Ukraine oder am Kurskerbogen überall waren wir dabei. Die meiste Zeit verbrachten wir in der Fortersten Front, seit fast zwei Jahren habe ich meine Familie nicht gesehen, sagte Kurty zu uns und wurde

dabei ganz nachdenklich. Was meine Frau Marta wohl macht, ob sie mir treu war? Denn Marta war ein Prachtweib mit einer Kurvereichen Figur und alle Männer stiegen ihr schon damals nach. Marta hatte schon immer gerne Sex und ich möchte bezweifeln, dass sie mir treu war. Egal wie auch immer, die Hauptsache ist doch das wir alle überlebe und uns wieder sieht. Verzeihen kann ein jeder den anderen, denn Gelegenheit macht Liebe und ich hatte ja auch genug Gelegenheiten.

Während sie redeten, marschierten immer weiter Panzer auf und gingen in Ruhestellung um sich auf die große Schlacht vorzubereiten. Rudi sagte, ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt einfach abzuhauen,

 

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aber wohin? Die Russen legen uns Offiziere sofort um, an die Westfront müsste man kommen, da gäbe es

vielleicht Möglichkeiten. Rudi behalte dass für dich, sagte Rolf. So ein Geschwätz darf ich mir nicht anhören, und an welcher Front wir kämpfen entscheiden wir selber. Ihr könnt es nicht wissen, aber wir haben Sondergenehmigungen vom Führer persönlich und nur der Führer selbst hat die Befehlsgewalt über uns. Warum denn das, fragte nun Kurty? Wir haben den Sonderbefehl, jeden Russischen Offizier umzulegen der uns in das Fadenkreuz kommt. Ach so ist dass, sagte Kurty. Ich kenne da einen Bauernhof hier in der Nähe, dort werdet ihr euch erst einmal von den Strapazen der letzten Wochen erholen. Otto besorgte von den Küchenbullen die er kannte was er konnte und brachte alles zum Bauernhof wo er im Keller ein Hamsterlager einrichtete. Gegen Abend saßen wir alle im Hof unter der alten Linde und tranken ein Schlückchen Moselwein. Es war ein Wunderschöner warmer Abend, aus der Ferne konnten wir den Geschützdonner hören und versuchten die Explosionen den passenden Geschützen zu, zu ordnen. Otto hatte noch zwei Flaschen Weinbrand aus seinem Lager geholt und man feierte die Abschüsse der Russischen Offiziere bei Gurzyga. Rolf der nicht also viel vom trinken hielt ging lieber mit der Bauersfrau ins Bett und tobte sich da richtig aus. Gegen Morgen machten wir unserem Spähtrupp durch das Gelände und unterwiesen die zwei neuen Kameraden. Bei den Schützengraben, wo wir vorher unsere Stellung hatten war ein Panzerabwehr Kommando eingezogen und bestückte den Graben reichlich mit Panzerfäusten. Ein kleines Stück oberhalb

 

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sahen wir Granatwerferstellungen. Und Kistenweiße Granaten dazu. Was habt ihr denn da vor, fragte Rolf?

Wollt ihr etwa den Krieg allein gewinnen? Lasst uns bloß noch ein paar Iwans übrig, sagte Horst lachend. Kommt wir gehen zur Waffen SS, die haben ein fantastiges Frühstück für uns.

Wir setzten uns immer auf den Baumstamm wenn wir zum essen kamen. Na schon zu fünft sagte der Versorgungsoffizier und lachte dabei, man ihr habt ein Leben beim Barras, mein lieber Mann, so möchte ich einmal Urlaub machen, sagte er und ging in einen der Kommandowagen die am Waldrand standen. Nach kurzer Zeit kam er zurück und sagte, ich hab hier jemanden für euch. Unteroffizier Hartwig Klein Frontberichterstatter. Er würde gerne einmal mit euch in einen Einsatz gehen. Das hat uns gerade noch gefehlt, sagte Rolf. Wissen sie was es bedeutet Stundenlang regungslos in einer Stellung auszuharren, egal ob der

Lehm oder die Blase trügt. Die kleinste Bewegung im falschen Moment kann die Stellung verraten und das Feindliche Feuer auf sich ziehen. Nein Kamerad, dazu brauchst du eiserne Nerven. Denn wenn es darauf ankommt darfst du nicht einmal au sagen wenn dir der Russe sein Bajonett in den Arsch rammt. Nichts für ungut gehe lieber rüber in die Granatwerferstellung, das ist sicherer.Wir und einen Kriegsberichterstatter! Das fehlte noch, ich muss mich auch so schon mit vier unerfahrenen Scharfschützen herumquälen. Der Krieg ist sicherlich bald zu ende und es ist meine Hauptaufgabe dafür zu sorgen das die Jungs das Ende unbeschadet erreichen. Sagte Rolf zu den SS Versorgungsoffizier und den Kriegsberichterstatter. Als

 

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sie fertig gefrühstückt hatten, sagte Rolf. Kommt Jungs auf geht’s packen wir es. Rolf Hatte beschlossen seine Kameraden bis zu letzt weiter auszubilden. Schießen, das kann ein jeder Trottel aber über weite Entfernungen genau treffen ist schon etwas anderes. Am wichtigsten ist es so nah wie möglich an den Feind heran zukommen ohne gesehen oder bemerkt zu werden. Das ist aber erst der leichte Teil, die Hauptschwierigkeit besteht darin sich wieder unbemerkt abzusetzen wenn der Feind mit offenen Augen aufpasste. Kameraden, ich gehe in den Funkwagen um meinen Rapport an Oberst von Ringberg abzusetzen. Ihr Wartet auf dem Bauernhof auf mich, sagten Rolf und verschwanden. Gegen Mittag kreuzte er wieder auf und sagte, Jungs die Lage ist beschissen. Oberst von Ringberg ist gestern Abend gefallen. Sein Kübelwagen bekam einen Volltreffer aus einer Amerikanischen schweren Feldhaubitze, er war sofort tot. Weiterhin rücken die verdammten Russen im Eiltempo in Richtung Küstrin vor. Wir werden noch heute nach Küstrin Kietz aufbrechen und die Lage erkunden. Horst und Otto, ihr geht zusammen und ich nehme unsere Frischlinge in die Mangel, (Feldübungen usw. ihr wisst schon).Horst und Otto fertigten die Karten mit den besten Schussfeldern und Positionen an und erkundeten die höheren Häuser und den Kirchturm. Der Ort wurde von der Zivilbevölkerung geräumt und die Waffen SS hielt Einzug. Der Volkssturm hob Schützengräben aus und verbarrikadierte die Straßenzugänge mit S – Rollen. Rolf lesen die zwei Kameraden in der Mittagshitze über die Felder robben und Tarnübungen durchführen. Hinter einer Bahnlinie bei Neu Manschnow machten sie bis in die späten

 

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Abendstunden hinein Schissübungen bis der mitgeführte Munitionsvorrat erschöpft war. Man ist das

eine laute Gegend hier, bemerkte Rudi. Es rollte Panzer, Lkws und was sonnt noch Räder haben. Die Züge fuhren Auch am laufenden Band und der

Flüchtlingsstrom wollte auch kein Ende nehmen. Auf dem Bauernhof saßen Horst und Otto schon seit einiger Zeit beim Mosel, als Rolf mit den Kameraden ganz verdreckt ankam. Kurty und auch Rudi hatten die Schnauze gestrichen voll von Rolfs Schleiferei. Wozu das alles noch, sagte Kurty. Damit ihr den verdammten Scheißkrieg überlebt, sagte Rolf. Kommt wir gehen noch eine Runde Schwimmen und bringen unsere Klamotten in Ordnung. Lasst euere Waffen da und nehmt unsere Flinten, wir putzen sie so lange für euch, sagte Otto und hab dabei sein Weinglas an und prostete den zweien zu. Rolf du hast ja Recht, sagte Kurty, endschuldige bitte die Sache von vorhin, wir sind alle mit den Nerven runder. Denn die zwei waren von der ersten Stunde an mit dabei. Sie waren gerade auf dem Rückweg als sie sahen wie zwei Kettenhunde einen Landser in die Mangel nahmen. Die Schweine sagten Rolf und luden seine null acht durch. Was ist denn hier los, schrie er die Kettenhunde an. Die zwei treten sich um, als sie sahen das sie drei Scharfschützen gegenüber hatten, bekamen sie weiche Knie und salutierten. Feldgendamerieposten 771 bei einer Routinekontrolle, meldete der Ranghöhere. Lassen sie den Mann los, sagte Rolf und fragte was gegen den Soldaten vorliegt. Er versuchte zu türmen als er uns sah, Herr Major. Sie können ihn jetzt mir übergeben, er gehört zu meinen Haufen. Die Kettenhunde entschuldigten sich bei Rolf

 

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und verschwanden mit ihren Kettenkrad in Richtung Polen. Na mein Junge, gerade noch einmal Glück gehabt, sagte Rolf. Was machst du hier? Wo ist deine Einheit. Meine Einheit gibt es nicht mehr, sagte der Junge Soldat. Ich bin der einzige der überlebt hat. Und

Das auch nur weil ich gerade unterwegs war um einen Befehl zu überbringen.Wir lagen Östlich vor Landsberg in einen Waldstück in Stellen und warteten auf das vorrücken des Iwans, aber er kam nicht. Alles was wir von ihnen sehen konnten waren tonnenweise Granaten und die Raketen der Stalinorgel. Unser Funkgerät war ausgefallen und ich bekam den Befehl die neuen Werte in der Feuerleitzentrale zu holen. Als ich zurückkam, waren alle tot und immer noch kein Iwan zusehen. Nach einer Stunde setzte das Feuer wieder ein und danach kamen die T34 den Hügel herunter, dicht gefolgt von den Muschkoten. Es war schrecklich wir wurden vollkommen überrumpelt und bekamen nicht das kleinste Ziel vor die Augen. Sie verschossen schwere Granaten und Kampfnebel, was hätten wir da tun

Können? Was? Ist schon gut mein Junge, sagte Rolf. In Seelow ist die Sammelstelle für versprengte, dort meldest du dich. Rolf hielt ein Fahrzeug an das nach Seelow unterwegs war und lies den Landser einsteigen. Es war ein wahres Glück für den Jungen, denn die Kettenhunde hätten ihn wegen Feigheit vor dem Feind umgelegt. Sie gingen zum Bauernhof zurück und setzten sich mit auf den Hof. Horst erzählte dass die Kettenhunde auf dem Gehöft waren um nach irgendwelchen Drückebergern zu suchen. Die habe ich aber Beine gemacht, lachte Horst. Kommt Kameraden, ab in das Bett. Morgen müssen wir beizeiten auf

 

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Spähtrupp, sagte Rolf mit einer entschlossenen Stimme. Aber nicht allein, lachte Otto und verdrückte sich. Nun ging auch Rolf zu der Bäuerin in die Kammer und man konnte sie wieder eine Weile stöhnen hören. Man das war aber auch eine Frau, groß, stramm mit Riesen Brüsten und einen geilen knackigen Arsch. Bei der saß alles an der richtigen Stelle und ihre wohlgeformten weichen Kurven konnte ein Mann schon Schwach werden lassen. Sie war sehr gütig und großzügig. Selten habe ich so eine dankbare Frau gesehen, dachte sich Horst und ging auch mit einen zufriedenen Gesicht schlafen. Kurty und Rudi lagen schon ein Weilchen in ihrer Ecke und sprachen leise miteinander bis sie auch einschliefen. In den frühen Morgenstunden wurden wir durch heftige Flak Feuer aus dem Schlaf gerissen. Rolf kam aus der Kammer der Bäuerin gelaufen und schrie Alarm, ich klaube es geht los. Abmarsch ist in zehn Minuten, wir treffen uns beim Kübelwagen. Kaum auf dem Hof angekommen, sahen wir auch schon am Himmel eine Brennende Maschine abstürzen. Blinder

Alarm, sagte Rolf. Die haben mit der 8,8 einen Russischen Aufklärer runter geholt.Auf der Bahnlinie rollt auch schon wieder ein Zug mit Tigerpanzern heran und machte einen Riesen Lärm. Man, verdammt, sagte Otto, es wird immer schwerer hier einmal richtig auszuschlafen. Da ziehe doch in den Keller, lästerte Rudi über ihn. Das würde ich auch machen wenn es dort nicht so nach faulen Kartoffeln und Moder stinken Würde, da fühlt man sich ja gleich wie in einer Gruft. Kommt Jungs, sagte Rolf, das ist kein Urlaub hier sondern bald schon die HKL ( Hauptkampflinie ). Suchen wir uns lieber schon eine

 

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zweite Unterkunft die ein wenig weiter hinten liegt, denn ich habe keine Lust von Russischen T34 Feuer in Bekleidung von Stalinorgelmusik geweckt zu werden, sagte Rolf mit einen eiskalten Blick. Was ist mit den Frauen, fragte Otto. Sie kommen bei Freunden auf einen Gehöft in der Nähe von Neu Mahlisch unter und wir übrigens auch. Lächelte Rolf. Otto du kennst doch hier jeden Küchenbullen weit und breit? Ja, sagte Otto, warum. Wir brauchen LKW’s um das gesamte Viehzeug und Futter so wie Heu und Stroh auf das andere Gehöft zu überführen. Das bekomme ich hin, sagte Otto! Wenn es sein muss sogar mit den Sonderbefehl des Führers. Otto kurbelte den Umzug an in dem er mit einen Logistikoffizier einen Kuhhandel machte bei den wir nicht durchblickten. Der Logistikoffizier stellte uns einen kleinen Wagenpark mit Fahrer und Hilfskräften zur Verfügung. In Handumdrehen war der Umzug von statten gegangen und wir bezogen unser neues Quartier in einer Scheune. Rolf dagegen wohnte mit bei seiner Bäuerin. In den nächsten Tagen machten wir Geländeaufklärungen und legten Karten mit den verzeichneten Schussfeldern an.

Ab jetzt mussten wir jeden früh von hier bis an die Oder fahren um auf den laufenden zu sein. Hier erfuhren wir das die Hauptstoßrichtung der Russen sich jetzt gegen Stubice und Frankfurt Oder richtete. Unverzüglich machten wir uns auf den Weg, um unser neues Einsatzgebiet genauer zu erkunden. Gewiss wir waren schon des öfteren in Frankfurt Oder, der Frauen wegen oder im Kino. Öfters waren wir in den Hiesigen Kneipen und Gasthäusern, auch auf Volksfesten hatte man schon getanzt. Ach, das waren noch Zeiten, da hat

 

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noch keiner geklaubt das der Iwan bis hierher kommen würde.Und nun brachte man hier alles in Stellung was noch schießen Konnte und erklärte Frankfurt oder zur Festung. Wir gingen der Uferstraße entlang bis hoch zum Holzmarkt. Man haben die hier alles befestigt,

Sagte Otto, hier brauchen wir uns nur noch einzunisten wo die Übersicht und Deckung am besten ist. Kommt wir schauen uns noch die höheren Häuser der Uferstraße an! Rolf sagte, die beste Schussposition haben wir Westlich der Brücke. Aber auch die schlechteste Deckung. Rolf ging zum Festungskommandanten und ließ einen Tigerpanzer an der Stelle platzieren und die HJ zog mit dem Volkssturm einen Rückzugsgraben. Nun ließ Rolf den gesamten Tiger in Sandsäcke einhüllen und mit zersplitterten Holzbalken und Bauschutt tarnen. Wer es nicht wusste dachte da sei eine Müllsammelstelle für Bauschutt, der von Lastkähnen abgeholt werden sollte und die Kampfhandlungen es verhinderten. Die Kanone und das Maschinengewehr ließen wir weiterhin von der Waffen SS besetzen, aber der Panzerturm gehörte Rolf. Ein Stück weiter vorn hatten die Pak Geschütze ihre Stellungen und Sandsackbarikaten. Hier suchten sich Horst und Otto die besten Stellungen und ließen sie ausbauen. Östlich der Oderbrücke gingen Kurty und Rudi in Stellung. Nun ließ Rolf auf der Brücke Ziele anbringen und ließ Zielübungen durchführen. Ein SS Offizier lachte und sagte, das ist doch alles Kinderkram. Auf Pappkameraden zu schießen, da gehören ein paar Juden her sonst Wirt das nichts. Rolf erstarte als er das hörte und dachte der Offizier habe nur einen schlechten Scherz gemacht. Da nun die endgültigen Einsatzgebiete

 

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feststehen für die nächste Zeit, richtete man sich auch häuslich ein, damit es an nichts fehlte wenn es losgehen sollte. Otto organisierte wie ein Weltmeister Lebensmittel Kaffee, Zucker, Dosenmilch und Zigaretten. Nun zogen wir uns wieder in unser Biwak

zurück. Man das wird ja immer enger in den scheiß Kübelwagen, sagte Rolf, Morgen besorge ich noch einen zweiten oder einen LKW mit Fahrer. Auf dem halben weg zum Biwak kamen uns wieder Panzerkolonnen entgegen und wir mussten dauernd ausweichen und die Straße verlassen. So kommen wir nie heim sagte Rolf und fuhr einen großen Umweg.

Pünktlich zum Abendbrot kamen wir auf dem Gehöft an. Wir rissen uns sofort die Uniformen vom Körper und stritten uns um die Pumpe im Hof. Man war das wieder eine mörderische Hitze heute, den ganzen lieben langen Tag brannte uns die Sonne auf den Pelz. Nach dem Waschen setzten wir uns zu Tisch und langten richtig zu. Wir saßen noch eine ganze Weile und redeten über unser Einsatzgebiet. Kommt Jungs ab in den

Garten, noch ein bisschen an der lauen Abendluft schnuppert. Otto hatte sich wieder ein paar Flaschen

Mosel unter den Arm geklemmt und sagte zu uns, bringt ein paar Gläser mit. Im dem Garten der hinter dem Haus lag hatten die Frauen zwei Tische und genügend Stühle unter einen großen Birnenbaum gestellt und machten jeden Nachmittag dort ihren Kaffeeklatsch. Es war wirklich ein warmer trockener Sommerabend, wo man auch hinschaute da staubte die Erde, denn es hatte schon seit Wochen nicht mehr geregnet. Wir saßen in geselliger Runde und tranken in aller Ruhe ein Gläschen Moselwein. Rudi erzählte ein paar neue Witze, die er an

 

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der Front aufgeschnappt hatte. Unser Erdnuckel beobachtete die Frauen beim gießen und Unkraut zupfen. Immer wenn sich eine tief bückte, versuchte er einen Blick unter ihren Rock zu erhaschen. Auf Grund seiner geringen Größe, gelang es ihnen auch meistens. Anschließend berichtete uns Otto immer wer was für einen Schlüpfer anhat. Doch heute sollte alles anders sein! Rolf hatte schon lange mit den Frauen über Ottos neues Hobby gesprochen und sie erlaubten sich einen Scherz mit den kleinen. Heute hatten sie keine Schlüpfer unter ihren Röcken und rafften sie beim bücken besonders weit hoch. Als Otto wieder versuchte, einen Blick zu erhaschen, bückten sie sich aus dem Stand besonders tief runder und gaben ihn den Blick in das Paradies frei. Nach einer Weile hatten sie ihre Arbeit beendet und verschwanden. Stotternd versuchte Otto uns zu erzählen was er da gesehen habe, doch man klaubte ihn kein Wort. Du hast wohl zu viel vom Mosel genascht, Sagte Rolf, oder geht nur deine Fantasie mit dir durch? Jetzt machten sich auch die anderen über ihn

Lustig und spotteten was nur das Zeug herhielt. Ich weiß doch was ich gesehen habe, stammelte Otto und schaute dabei sein Glas an. Rolf sagte, gute Nacht Kameraden, ich gehe schlafen und ging vor zu den Frauen um ihnen von der durchschlagenden Wirkung zu berichten.Der wird sich noch wundern sagte die eine, das war erst der Anfang. Rolf sprach mit den Kameraden, hinter Ottos Rücken und erklärte ihnen den ausgeheckten Scherz. In den kommenden Tagen trieben es die Frauen wirklich bis auf die Spitze mit dem armen Frontschwein. Ausgerechnet Gerda zog ein sehr weites

 

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Kleid mit einem verdammt großen Ausschnitt an. Als wir vom Dienst zurück in unser Biwak kamen war sie am Brunnen auf dem Hof und wusch Milchkannen aus, dabei bückte sie sich in eine gekonnte Position. Ihre

Riesen Brüste hingen wie Kuheuter noch unten und vielen fast aus dem Ausschnitt. Otto stieß Kurty und Horst an, habt ihr das gesehen, fragte er? Was meinst du, fragte Kurty? Na die Titten, stammelte Otto. Was für Titten, fragte Horst ganz hellhörig, wo sind Titten wollte er wissen. Von hinten ertönte eine Stimme, Otto bekommt bestimmt einen Samenkoller. Samenkoller, was ist das? Das habe ich noch nie gehört. Na eine Geisteskrankheit, wusstest du das nicht? Sagte Rolf, an deiner Stelle würde ich morgen einmal zum Regimentsarzt gehen. Woher bekommt man das eigentlich, etwa in Russland fragte Otto? Nicht unbedingt, antwortete ihn jetzt Rudi, dass basiert wenn man zu lange keine Frau hatte, das staut sich der Samen und das steigt wiederum zu Kopf. Rolf erzählte, ich kannte einmal jemanden, bei denen war das so schlimm geworden das er regelmäßige Halluzinationen bekam und nackte Frauen überall sah wo gar keine Waren. Das war aber erst der Anfang, später bekam er einen Dauerständer und konnte sich nur noch auf Frauen konzentrieren. Wir haben ihn später noch einmal getroffen. Mein lieber Mann, war der runter gekommen. Wir kannten ihn eigentlich nur als reichen vornehmen Pinkel, und nun stand er vor uns wie ein alter Straßenköter. Er hatte es auch nicht leicht gehabt, denn er war sehr Hässlich und schielte, seine langen Ohren und der Haarwirbel auf dem Kopf waren auch nicht unbedingt zu seinen Vorteil. Und dazu einen

 

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Dauerständer, sagte Horst, das stelle ich mir grausam vor. Ja, sagte Rolf, dem armen Schwein ist nur der Puff geblieben, aber er ist jetzt geheilt. Stimmt sagte Horst, die Damen haben seien Ständer und sein Bankkonto

Erleichtert, lachte Horst jetzt spöttisch. Otto, den gerade warm und kalt wurde bekam Schweißperlen auf die

Stirn und sagte, kann man da gar nichts dagegen unternehmen? Doch, man kann. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Frauen, Wixen oder Notschlachten, sagte Rolf mit trockener Stimme. Otto ging zu seinen Nachtlager und legte sich hin um wieder einen klaren Gedanken zu fassen, kalt Duschen soll manchmal auch Wunder wirken, rief Kurty ihn noch hinterher. Mann versteckte sich hinter der Scheune und sah durch die Ritze in der Bretterwand wie nun zwei Frauen ganz nackt mit Heugabeln bewaffnet in die Scheune kamen um einen Schubkarren mit Heu zu beladen und wieder verschwanden. Otto war unter seine Decke gekrochen und zweifelte an was er gerade gesehen hatte. Am kommenden Tag war Otto ganz still und redete nur wenn er gefragt wurde, das war neu, denn Otto hörte sich sonst gerne reden und quasselte den ganzen Tag wie ein Wasserfall. Hinter vorgehaltener Hand lachten alle und machten ihre Witze auf Ottos kosten. Die Frauen trieben es immer bunter mit der armen Sau und zu guter letzt vernaschten sie ihn auch noch nach allen Regeln der Kunst und wir redeten ihn ein er habe alles nur geträumt, denn wir waren ja alle die gesamte Zeit bei ihnen gewesen und hätten ja so etwas bemerken müssen. Otto war den Tränen nah als Rolf den Scherz aufklärte, ihr Sauhund schrie er. Aber die Sache hatte ja

 

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auch was gutes, Otto wurde mal wie der so richtig durchgenagelt. Gegen morgen wurden wir schon wieder von Panzerlärm geweckt. Man hat das denn nie ein Ende, beschwerte sich Horst, wie viel Panzer wollen die

Denn noch hier auffahren. Wer weiß sagte Rolf, ist vielleicht nur wieder ein Stellungswechsel. Die gruppieren ja andauernd um, sagte Kurty mit

verschlafener Stimme. Wie spät ist es denn eigentlich, Murmelte Otto aus seiner Ecke? Fast vier sagte Rudi. Ich stehe jetzt auf, sagte Rolf, ich kann ja doch nicht mehr schläft und verlies mit seinem Waschzeug die Scheune. Im Haupthaus brannte auch schon licht, die Bäuerin war aufgestanden und wusch sich in der Küche. Rolf sah ihr dabei ein Weilchen durch das Fenster zu bis sie fertig war. Er klopfte an der Tür an und öffnete sie, guten Morgen, ich habe Licht gesehen und dachte mir, ich schau einmal nach ob es schon Kaffee gibt. Ja komm herein ich mache gleich welchen. Bei dem Krach kann ja kein Mensch mehr schlafen, sagte Rolf und die Bäuerin deckte den Tisch ein. So nach und nach kamen auch die anderen Frauen aus ihren Betten. Da die Frauen sich jetzt in der Küche nicht waschen konnten, weil Rolf da saß, setzten sie sich im Nachthemd an den Frühstückstisch. Durch ihre Nachthemden konnte man die die gesamten Formen und Rundungen der Frauen gut sehen und Rolf wurde es ganz warm um sein Hertz zwischen den Frauen. Nach dem Frühstück ging er auf den Hof und wusch sich an der Pumpe wobei er von den Frauen hinter den Gardinen beobachtet wurde. Rolf lies die anderen heute ausschlafen und ging allein auf Spähtrupp. Gegen Mittag kam er zurück und sagte, bei uns ist alles noch reuig, Witnica bekommt die ersten

 

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Granaten ab und der Flüchtlingsstrom hat noch weiter zugenommen, Verwundetentransporte, Wehrmachtseinheiten und SS kommen jetzt in Scharen über die Oderbrücke. Ihr habt Dienstfrei heute, und morgen ich, sagte Rolf, zu seinen Kameraden. Die nahmen sich den einen Kübelwagen und fuhren damit

Nach Frankfurt Oder um einen drauf zu machen. Rolf fuhr mit den anderen Kübelwagen die Frontlinie ab und sammelte Informationen um auf den laufenden zu sein, denn es konnte ja auch jeden Moment hier losgehen.

Gegen Nachmittag kam die gesamte Truppe zurück gefahren, denn in Frankfurt oder war alles geschlossen und die Zivilbevölkerung bereits weitgehend evakuiert. Ein paar Kneipen hatten noch geöffnet, aber es war unmöglich einen Platz zu bekommen da die Kameraden der SS Wehrmacht alles belagerten. Sie hatten beschlossen sich lieber im Garten bei einer guten Flasche Mosel sich zu erholen. Rolf blieb mit seinen Kübelwagen andauernd zwischen irgendwelchen Panzern stecken oder musste anderen Truppenteilen den Vorrang lassen. Deshalb versuchte er das gesamte

Gebiet weiträumig zu umfahren. Egal wo er es auch versuchte war es kaum möglich. Scheiße dachte Rolf, jetzt müssen wir unser Biwak an den Einsatzort verlegen. Bei dem Höllenlärm an der vordersten Linie kann doch kein Hund schlafen. An einen Feldweg stand ein alter Mann und Rolf befragte ihn um herauszubekommen ob es hier irgendwelche Abkürzungen oder Querverbindungen gab. Rolf legte seine Karte auf die Motorhaube des Kübelwagens und der Mann erklärte ihn verschiedene Schleichwege die in keiner Karte verzeichnet waren. Rolf vervollständigte

 

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seine Karte und bedankte sich bei den alten. Nun machte er sich auf den Weg um die Angaben des alten zu überprüfen. Es ging kreuz und quer durch den Wald und über Wiesen und Felder, kleine Ortschaften und Bauernhöfe lagen auf dem Weg. Streckenweise waren die Wege saumäßig, aber man konnte sie befahren und es ging bedeutend schneller als wie über den regulären Weg. Es war ein Umweg von fast fünfzig Kilometern, aber das war immer noch besser wie an der Verteidigungslinie zu schlafen. Hier in die kleinen unbedeutenden Ortschaften und Gehöfte gab es bedeutend weniger Militär und Panzer. Am Straßenrand stand eine Junge Frau mit einem kleinen Jungen an der Hand und winkte. Nehmen sie uns bitte ein Stück mit, fragte sie, den kleinen tun die Füße weh und das laufen fällt ihn schwer? Aber natürlich, sagte Rolf mit freundlicher Stimme. Komm kleiner Mann leg dich auf den Rücksitz, da hast du es bequem und deine Mama setzt sich mit vorn zu mir hin, sagte Rolf mit einen Lächeln im Gesicht. Ich bin nicht die Mutter, sagte die junge Frau, das ist mein Bruder und wir sind auf den

Weg zum Bauernhof von meiner Tante. Woher kommt ihr, fragte Rolf neugierig? Aus Fürstenwalde sagte sie nachdenklich. Warum seid ihr allein, wo sind euere Eltern? Vater ist an der Westfront und Mutter kommt mit meiner anderen Schwester nach. Nun mussten sie eine größere Straße für ein stück benutzen und die war wie sollte es anders sein Panzer verseucht.

Zum Glück mussten wir ja nur Ca. sieben Kilometer in der Panzerkolonne mitfahren. Das Mädchen schaute Rolf an und er hatte es plötzlich gar nicht mehr so eilig wie vorhin. Sind sie verheiratet, fragte sie und haben sie

 

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eine feste Freundin, wollte sie noch wissen? Als Rolf verneinte und sie merkte das er keinen Ring trägt, seufzte sie an klammerte sich an seinen Arm. Nach einer weile legte Rolf seinen Arm um ihre Schulter und sie lehnte sich an seiner Brust an und schlief ein. Das

Gehöft wo sie hinwollten lag auf halber Strecke und war bedeutend besser zum Biwak geeignet als die jetzige Unterkunft. Rolf sprach mit der Bäuerin und stellte auch sofort fest dass es hier auch nur Frauen gab. Er besichtigte die Unterkunft und verabschiedete sicht. Nach einer weiteren guten Stunde hatte er sein Ziel erreicht. Die Kameraden hatten sich im Garten ein paar Decken ausgebreitet und genossen die Abendsonne bei einen Glas Wein und etwas Musik aus einer Göpelsschnauze. Es war ein Anblick wie im Ferienparadies, wenn man nicht wüsste dass es Krieg ist würde man denken die sei ein Erholungsheim. Otto lag zwischen zwei Frauen in Badebekleidung, Horst hatte sich eine Wanne mit Wasser gefüllt und aalte sich darin mit einer alten Zeitung, Rudi und Kurty taten ihre Wäsche und hängten alles zwischen den Bäumen auf, wo sie eine Leine gezogen hatten. Rolf legte seine Uniform ab und erfrischte sich an der Gartenpumpe.

Jungs, sagte er, morgen früh ist Stellungswechsel und legte eine Erklärung ab warum. Sie packten so nach und nach die nicht mehr benötigten Sachen zusammen und verstauten alles auf dem Kübelwagen. Otto hatte eine gute Idee und sagte wir können nicht einfach so abhauen. Lasst uns doch eine art Abschiedsfeier veranstalten. Warum nicht, sagte Rolf, feiern wir mit den Frauen einen gebührlichen Abschied. Otto sauste sofort los zu einem Küchenbullen, der im nächsten Dorf

 

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mit seiner Einheit stand und besorgte was er alles so brauchte. Horst hatte die Bäuerin überredet ein Ferkel zur Verfügung zu stellen und machte sich sofort daran es zu schlachten. Kurty und Rudi bauten aus ein paar Eisenstangen ein Gestell mit einen Bratspieß wo das gut

Gewürzte Ferkel daran gebraten wurde. Man aß und feierte ausgelassen bis in die späten Abendstunden. Otto hatte heimlich den Süßen Moselwein mit Weinbrand versetzt und den Frauen immer wieder nachgeschenkt. Sie tranken nicht viel da sie gegen morgen wieder ihre Arbeit in den Ställen und auf dem Bauernhof verrichten mussten, aber das bisschen was sie tranken reichte aus um sie der reihe nach noch einmal flach zu legen. Gegen Morgen beluden wir die Fahrzeuge mit unserer restlichen Habe und fuhren mit einen Hupkonzert vom Hof auf die Panzer blockierten Straßen und kämpften uns durch bis zu unseren neuen Unterkunft.

Gegen Mittag kamen sie auf dem neuen Gehöft an und bezogen ihre Quartiere. Das Mädchen was Rolf mit ihren Bruder mitgenommen hatte stand schon am Hoftor

Und begrüßte Rolf al ob er seit Jahren ihr Mann sei. Wer ist denn das, fragte Otto hinter vorgehaltener Hand? Reichlich naiv die Kleine, scheint mir. In nächster Zeit rückte sie immer weiter Rolf auf die Pelle und folgte ihn auf Schritt und Tritt, wo er auch hin ging. Die Kameraden lachten schon heimlich, weil sie ihn folgte wie ein kleiner Dackel. Dackellilly, sagte Otto, ab heute ist sie Dackellilly und wurde ab sofort so genannt wenn sie nicht in der Nähe war. Immer wenn sie sich näherte pfiff der erste der sie sah das Lied Lilly – Marlen und warnte die anderen damit, denn man spielte ihr die herrlichsten Streiche und lachte gerne über ihre

 

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Naivität. Sie versuchte uns immer über Rolf auszufragen und wir erzählten ihr den größten Unsinn und machten sie so richtig scharf auf Rolf. Einmal hatte sie uns erzählt dass sie abends im Park spazieren ging als zwei Jungs ihr den Rock über den Kopf zusammengebunden haben und sie so richtig vernaschten. Am Anfang habe sie Angst gehabt und wollte schreien, aber dann war es irgendwie doch schön gewesen. Sie ging noch Wochen lang in den Park spazieren und hoffte dass die Jungs noch einmal wiederkommen. Rudi fragte sie gerne aus was sie für Unterwäsche anhat, und sie machten eine Art Ratespiel daraus, einer sagte blau. Nein sagte sie, ich habe rosa Unterwäsche an. Zeig sie uns, sonst glauben wir es nicht. Sie zog sich bereitwillig aus und zeigte jeden ihre, rosa Wäsche. Kurty wollte gerne wissen was unter der Wäsche sei, auch das zeigte sie ohne Hemmungen zu haben. Ein ander mal hatten sie ihr eingeredet, das sie ohne Unterwäsche sich bei Rolf auf den Schoss setzen solle, denn Rolf würde da drauf stehen. Sie machte es

Und Rolf ergriff die Flucht vor ihr denn sie ging ihn schon lange auf die Nerven mit ihrer Aufdringlichkeit.

Otto nutzte die Gelegenheit für sich aus und verschwand des öfteren mit ihr in der Scheune oder im Strohschober und was sich sonst noch für Gelegenheiten ergaben. Als Otto zusammen mit Rolf auf Spähtrupp war, Sprang Kurty für ihn in die Breche oder Rudi übernahm seine Stelle im Strohschober.Auser Rolf hatten alle einen Höllenspaß mit der kleinen und die kleine mit ihnen. Rolf bekam die Meldung, dass etwa zehn Kilometer vor Krosno ( Crossen ) russische Einheiten in Stellung gingen. Es sah so aus als sei es die

 

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Vorhut für eine Großoffensive. Rolf sagte zu seinen Kameraden, jetzt ist es aus mit Speck ansetzen und Dackellilly vögeln, wir gehen vor bis über die HKL und beziehen Stellung. Unsere Aufgabe ist es die russische Führung auszuschalten. Wann geht es los, fragte Otto? Bei Anbruch der Dunkelheit, sagte Rolf, damit wir beim Morgengrauen in unseren Stellungen liegen. Und noch eins Kameraden, ein jeder von euch ist auf sich selbst gestellt. Ich will keine übereifrigen Aktionen von euch, schießt nur wenn ihr auch hundertprozentig trefft, nutzt ihren eigenen Gefechtslärm aus und schießt Zeitgleich mit ihren Geschützen. Wem es möglich ist von den getöteten Offizieren die Hundemarke und das Soldbuch mitzubringen, der tut es. An sonsten kein Risiko, ich will euch alle lebend zurück. Ab sofort gibt es kein Essen oder trinken mehr vor den Einsatz. Wer will kann Ricinusöl einnehmen um sich zu entleeren, denn während eines Einsatzes konnte man auf keine Toilette gehen und es war auch so nicht möglich seine Deckung

zu verlassen. Wir schliefen noch ein paar Stunden und ruhten uns aus bis das Komanto Abmarsch kam. Und wir uns quer durch die Stellungen arbeiteten an Panzern und Kanonen vorbei, bis an die andere Ufer Seite. Von hier an ging es bedeutend schneller voran je näher wir den russischen Linien Kamen. Ca. acht Kilometer hinter Krosno stellten wir die Kübelwagen gut getarnt in einen Waldstück ab und arbeiteten uns stück für Stück vor bis zur HKL. Rolf machte noch eine kurze Lagebesprechung und wir gingen einzeln vor bis hinter die Front.Gegen Morgen, als die Dämmerung hereinbrach hatte ein jeder eine Stellung bezogen und lag lauernd mit der Waffe im Anschlag regungslos in

 

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seiner Tarnung und wartete auf ein optimales Ziel. Gegen sechs bemannten die Russen ihre Geschütze und

Begannen nach Befehl zu feuern. Nach ein paar Feuerstößen kamen keine Befehle mehr zu den Geschützen durch, denn die Befehlshaber lagen regungslos am Boden. Rolf hatte sich zu einem Munitionswagen durchgearbeitet und versah ihn mit einer Handgranate die mit einer langen Schnur verbunden für die Detonation sorgte.Da auf dem Rückmarsch gegen Abend kein lohnenswertes Ziel mehr ausgemacht werden konnte, schwiegen die Waffen. Als man die Kübelwagen aus der Tarnung holte, zeigte Otto seine Tropfehen, die er den Toten Offizieren abgenommen hatte. Rolf sammelte die Hundemarken und Soldbücher ein und als man die eigenen Linien wieder erreicht hatte ging Rolf zu den Befehlsstand der Waffen SS und lies die Marken und Bücher mit einer Meldung per Sonderkurier direkt zum Führer Hauptquartier bringen. Posen ist gefallen, sagte ein Oberstleutnant der Wehrmacht. Die Meldung ist gerade hereingekommen, die Zitatelle wurde vollständig zerstört.Was soweit sind die schon, fragte ein Unterleutnant? Da kann es nicht mehr lange dauern bis sie hier sind, sagte Rolf und verließ den Kommandowagen. Als er bei seinen Kameraden ankam, verkündete er die Neuigkeit. Was, Posen sagte Horst. Posen war eine gutausgebaute Festung und galt bis jetzt als uneinnehmbar. Die Russen haben mit schwerem Kalieber alles zusammengeschossen und den Rest aus der Luft mit Bomben in die Knie gezwungen. Wieweit ist es von hier bis Posen, fragte Otto? Ungefähr 380 Km. Antwortete Rolf. Bei der

 

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Vormarschgeschwindigkeit brauchen die wirklich nur noch zwei bis drei Wochen, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Hier baute man eine Russen unmöglich machen sollte die Oder zu überschreiten.

Hunderte Panzer und Geschütze wurden aufgeboten, sechs Millionen Mienen wurden entlang der Oder verlegt und dreihundert Km. Schützengraben wurden ausgehoben und befestigt. Kommt Jungs, sagte Otto, lasst uns an etwas anderes denken. Los ab in unser Biwak bevor die Nacht herum ist, sagte Rolf. Sie bestiegen die Kübelwagen und fuhren los. Gegen Morgen trafen sie auf dem Bauernhof ein, die Frauen waren schon damit beschäftigt die Kühe zu melken und die Ställe auszumisten. Hundemüde krochen die Kameraden in ihre Lagerstätten und schliefen sofort ein. Gegen Mittag kam ein Gradmelder auf den Hof

Gefahren. Ich habe hier einen Befehl für Major Müller, sind sie das, fragte er. Ja das bin ich, sagte Rolf mit

gähnender Stimme. Er öffnete den Umschlag und erstarrte dabei für einen Moment. Kameraden, rief er, macht euch abmarschbereit, wir haben den befehl uns noch Heute um vier Uhr Nachmittags in der Reichskanzlei zwecks Auszeichnung beim Führer zu melden. In Windeseile machte man sich abmarschfertig und bestieg die Kübelwagen. Los geht’s sagte Rolf und sie versuchten mit Volldampf durch die verstopften Straßen nach Berlin zu kommen. Auszeichnungen hatten die Kameraden schon oft erhalten, aber vom Führer persönlich noch nie. Keiner der fünf Kameraden hatte den Führer schon einmal vom nahen gesehen und nun würden sie ihn bald gegenüber stehen. Sie fuhren wie die Teufel, denn sie hatten Angst zu spät

 

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zukommen. Das währe eine Katastrophe für die fünf, wenn sie ausgerechnet heute zuspäht kämen. Da vorn liegt Berlin, schrie Rolf ganz aufgeregt und schaute dabei auf die Uhr. Wir schaffen es rief er laut, es ist erst halb drei, das müssen wir schaffen. Gegen viertel nach drei kamen sie an der Reichskanzlei an und konnten noch schnell in ihre Ausgehuniformen schlüpfen und die Stiefel Putzen. Auf dem Hof der Reichskanzlei waren verschiedene Truppenteile zu einem Appell angetreten. Wir wurden aufgerufen und traten einen Schritt vor. Der Führer schritt die Front ab und zeichnete die Kameraden mit dem Eisernen Kreuz erster klasse aus schüttelte ihnen die Hand, mit den Worten, Kameraden weiter so. Deutschland zählt auf euch. Mit dem Kommando zurück ins Glied traten die fünf wieder einen Schritt zurück und andere Kameraden traten vor

Um ihre Metalien in empfang zu nehmen. Kurz bevor der Apel sein ende nehmen sollte wurden die fünf zum

Zweiten mahl aufgerufen und befördert. Am ende des Apels, sagte der Führer, auf ein Wort und sprach eine Weile mit seinen Scharfschützen und lies sich die Vorgehensweise des letzten Einsatzes berichten und sagte, gut, weiter so. Was ist eine Schlange ohne Ihren Kopf noch wert. Nun wurden sie vom Führer verabschiedet und gingen in die ihnen zugewiesenen Quartiere und weckselten ihre Schulterstücke und Rangabzeichen aus. Rolf als frischgebackener Oberst, sagte zu seinen Kameraden, das muss begossen werden. Ich lade euch alle für heute Abend in das Adlon ein.

In der nähe des Bauernhofes führte ein Schützengraben vorbei, darin hatten sie es sich bequem gemacht und beobachteten die Umgebung. Eine Woche Sonderurlaub

 

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Hatten sie bekommen und beschlossen ihn so richtig zugenießen. Alle hatten einen Grund zum feiern, waren

Sie doch der Leiter heraufgefallen und aus Feldwebel Otto Asch wurde der Unterleutnant Otto Asch.Otto, der besonders von seinen neuen EK1. Angetan war, putzte das Ding den halben Tag lang und zeigte es jeden mit stolzgeschwollener Brust. Horst war in den Rang eines Majors aufgestiegen und Rudi wurde Hauptmann. Kurt Heinze gefielen seine neuen Schulterstücke auch sehr gut, denn ein jeder konnte nun sehen dass er es mit einen Oberleutnant zu tun hatte.Rolf dagegen sagte, in meinen Urlaubstagen würde ich am liebsten Zivil tragen, aber das kommt ja hier nicht in frage, also werden meine Turnsachen mein Zivil sein.In den nächsten Tagen trug Rolf nur Turnzeug und rasierte sich nicht, mit seinen Brustbeutel um den Hals lag er oft in der Sonne herum und genoss den Tag. Abends machte er einen Bummel durch die Schützengräben und saß am Lagerfeuer des gemeinen Soldaten und heizte die Stimmung an.Da im Graben niemand seinen Rang kannte hild man ihn bestenfalls für einen Feldwebel oder Unteroffizier.Er war mit jeden Landser per du und sie tranken aus der selben Flasche.Horst meldete sich nach Frankfurt oder ab, er wollte einen Friseur aufsuchen und schauen wo es eine gepflegte Speisegaststätte gibt, seit langen wieder einmal so richtig mit Stiel zu Abend essen, das war schon lange sein Wunsch. Otto hatte sich unter Dackellilly’s Rock verkrochen und Kurty faste mit Rudi den Frauen auf dem Hof tüchtig unter die Arme, besonders nachts standen sie ihren Mann. So lies sich die Hitze

 

 

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Einigermaßen ertragen und sie konnten einmal wieder so richtig ausspannen. Rolf, der die Nacht im Graben verbracht hatte, frühstückte mit den Kameraden am Rande des Schützengrabens.

Und sahen dabei zu wie die Kameraden an einer 8,8 Flak Wartung und Reinigungsarbeiten durchführten.

Wie im Flug, vergingen die paar Urlaubstage. Urlaub an der Front war für uns normalerweise nichts besonderes, denn wir konnten ja fast alles machen was wir für richtig hielten. Aber diesen Urlaub hatte der Führer persönlich genehmigt und sogar den Urlaubsschein eigenhändig unterschrieben, das war schon etwas Besonderes für uns.Ein Unterleutnant tauchte auf und schrie, was ist denn hier los? Wer ist das? Was hat der Kerl bei uns zu suchen? Stehen sie gefälligst stramm und machen sie mir eine Korrekte Meldung, sonst

Können sie sich noch heute auf den Weg zur Ostfront machen, schrie der Unterleutnant in einen fuhrt. Rolf den das alles kalt lies, stand langsam auf und erlaubte sich einen Scherz mit den Offizier, doch der wurde nur noch Wütender und schrie, machen sie gefälligst Meldung, man oder ich bringe sie persönlich vor ein Kriegsgericht.Rolf salutierte und schlug die hacken dabei zusammen. Oberst Rolf Müller auf persönlichen befehl des Führers beim verbringen seines Sonder­urlaubes, meldete Rolf den Unterleutnant und übergab ihn den Urlaubsschein vom Führer und sein Soldbuch mit dem Sonderbefehl des Führers. Nun stand der Unterleutnant stramm und stotterte. Da sie so viel von der Ostfront halten, sagte Rolf, dürfen sie sich noch heute dorthin in March setzen, ich bin mir sicher daß die da noch einen schneidigen Unterleutnant brauchen

 

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können.Weggetreten, schrie nun Rolf. Die übrigen Kameraden sahen ihn nur verwundert an, nie hätten sie zu klauben gewagt das sich ein so hohes Tier zu ihnen in den Schützengraben verlaufen würde und mit ihnen das Essen und trinken teilte.Der Oberleutnant hat uns schon lange die Hölle heiß gemacht, sagte ein Gefreiter mit gesenkten Kopf leise vor sich hin. Rolf sammelte seine sieben Sachen zusammen und machte sich auf den Weg zurück zum Bauernhof. Otto der sich mit seiner naiven blonden Dackellilly in der Scheune ein Liebesnest eingerichtet hatte, war gerade dabei ihr Reitunterrichtsstunden zu erteilen, aber ohne Pferd und Zügel.Horst war enttäuscht aus Frankfurt zurückgekommen, er war zwar beim Friseur und ließ sich die Haare kurz schneiten, aber mit dem Essen war das so eine Sache. Erst musste er lange suchen bis er ein Gasthaus mit Ein so einigermaßen gutes Speiseangebot fand. Dann muste er wieder warten bis ein Platz frei wurde. Horst hatte sich schon lange auf einen Rinderbraten mit Klößen gefreut, und ausgerechnet der war schon aus. Nun nahm er mit einer Schweinshaxe vorlieb und trank ein Bier dazu. Doch das schmeckte alles irgendwie fad, es fehlten Gewürze und das Sauerkraut war viel zu sauer. Auf dem Weg zurück bekam er zuguterletzt noch einen Durchfall von dem Sauerkraut und stürmte mehrmals in den Wald.

Rolf sagte zu seinen Kameraden, Morgen gehen wir wieder über die Feindlichen Linien, also ist für den Rest des Tages Ruhe angesagt. Wir werden morgen bis zum Mittagessen schlafen und gegen zwei Uhr brechen wir

Einsatzausrüstung zu überprüfen und legen alles griffbereit neben unser Nachtlager. Kameraden, heute

 

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Abend können wir uns noch einmal richtig austoben. Ich schlage vor zum kleinen Trepliner See zu fahren um beim Einbruch der Dunkelheit ein Lagerfeuer zu errichten. Wer Lust hat kann schwimmen oder sonst was anstellen, Otto hat von mir den Auftrag, genügend Getränke und Fressalien herbeizuschaffen. Dürfen wir die Weiber einladen, fragte Kurty? Eigentlich wollte ich mit euch die Einsatzbesprechung durchführen! Na gut, das können wir auch noch Morgen vor dem Einsatz erledigen. Die Kameraden machten sich sofort an die Arbeit und bestückten ihre Ausrüstung für einen etwas längeren Einsatz mit genügend Wasser, Lebensmittel und vier Kampfsätze Munition. Da die Sonne schon im begriff war unterzugehen, machten sie sich geschlossen auf den Weg zum See. Obwohl der See nur Ca. 800 Meter weit weg war, nahmen sie die Kübelwagen, damit sie nicht alles schleppen mussten was sie brauchten. Am See hatte sich bereits eine Gruppe Mädchen vom BDM breitgemacht und pflegten die Deutsche Freikörperkultur. Nun hielt die Kameraden auch nichts mehr in ihren Stiefeln und sie richteten sich mit ihren Decken ein kleines Lager ein, was im Halbkreis um ein Lagerfeuer angelegt wurde. Schon nach kurzer Zeit, folgten ihnen die Frauen vom Bauernhof. Es wehte ein laues Lüftchen aus Richtung Westen und es war noch sehr warm für diese Jahreszeit. Otto ging schwimmen und tauchte immer zwischen den nackten Mädchen durch und versuchte irgendetwas zu sehen. Es war aber bereits viel zu Dunkel unter Wasser und man konnte die

Hand vor den Augen kaum noch sehen. Die Mädchen kicherten und lachten nur über Otto. Nach einer weile stand er vor der drallen Bäuerin und die sagte zu ihn,

 

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Mach es wie ein Blinder und verlass dich auf deinen Tastsinn. Otto berührte sie überall und sagte, du hast recht so kann ich mehr unter Wasser spüren als man sehen kann.Es war ein wunderschöner Sommeraben, Die BDM Mädels machten am Lagerfeuer Stockbrot und grillten Würstchen dazu.Otto fragte eins der Mädels ob sie wissen was BDM eigentlich bedeuten soll. Bund Deutscher Mädchen, sagte sie stolz. Otto lachte und sagte, wer hat euch denn diesen Bären aufgebunden. Was meinst du damit, fragte sie neugierig. Was das heißt, weis ja ein jeder. Bald Deutsche Mutter, lachte Otto und ging zum Lagerfeuer. Horst lag nachdenklich im Gras und grübelte, was mag das wohl für ein Kampfeinsatz sein der da auf uns zukommt, fragte er sich. Rolf ging nicht raus mit der Sprache und sagte nur, wartet ab bis es soweit ist. Rudi, der gerade mit einer

Bäuerin aus dem dunklen Wald kam, sagte ich gehe mit runder auf den Hof und lege mich hin. In Ordnung, sagte Rolf und ließ ihn ziehen. Kurty tummelte sich noch im Wasser mit den anderen Frauen, vom Ufer aus konnte man sie nur schemenhaft im Mondlicht erkennen, aber was die Frauen da mit ihm trieben, verriet schon das plätschernde. Als sich Rolf auf den Boden legte und seinen Blick über den See gleiten ließ, konnte er gut sehen wie sich ihre Silhouette vom Hintergrund abzeichnete.Horst meldete sich auch zum schlafen ab und verschwand im dunkel der Nacht.Rolf wollte wieder zu den BDM Mädels herübergehen, doch Dackellilly hielt ihn am Arm fest und sagte hiergeblieben, du geiler Bock, deinen Samen kannst du auch bei mir verschießen. Rolf drehte sich schnell weg, damit keiner sah wie er lachen musste. Zwei BDM

 

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Mädels kamen herüber und setzten sich mit an unser Lagerfeuer und begannen Rolf ein Gespräch aufzuzwingen. Wir werden als Luftwaffenhelverinnen hier in dieser Gegend eingesetzt und absolvieren auf der anderen Seeseite eine Ausbildung als Geschützführerinnen an einer 8,8. Mein lieber Mann, sagte Rolf und bewunderte dabei ihre Oberweite, an der 8,8 würde ich auch gerne einmal die Werte einstellen, lachter er und machte dabei eine Symbolische Handbewegung. Aber die kleine war auch nicht auf den Mund gefallen und konterte mit den Worten, na, wenn du den passenden Ladestock dazu hast, können wir darüber reden. Und ob, sagte Rolf! Das kann ja ein jeder sagen, lachte die andere und zog sich dabei aus um noch einmal baden zugehen. Komm wir gehen auch in das Wasser und kühlen uns ein bischen ab, sagte sie mit

einen geilen Blick zu Rolf. Warum, bist du so heiß, lächelte Rolf sie an und begann sich auszuziehen. Im Wasser machten sie es Kurty nach und hatten zu dritt ihren spaß.Vom Ufer ertönte eine Stimme über den See, Rolf, ich melde mich ab, rief Kurty und ging mit den Frauen im Arm nach Hause.Die beiden BDM Gören machten Rolf so richtig fertig bevor sie auch mit den anderen abrücken mussten. Rolf kleidete sich in aller ruhe an und wollte gerade gehen als ein Geräusch hinter einen Buch hervortönte. Als Rolf nach sah, sah er Dackellilly vor Otto knien, und da sie gerade den Mund so richtig voll hatte wollte er auch nicht stören und rief dann von weitem, Feierabend für heute. Er ging langsam in Richtung Bauernhof und Otto folgte ihn in einen geringen Abstand mit Lilly im Arm. Auf dem Gehöft Mosel. Rolf kam in den Garten und sagte,

 

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Feierabend meine Herren, keinen Alkohol mehr den bald werden euch eiskalte russische Fallschirmjäger im Genick sitzen und da braucht ihr einen klaren Kopf. Und nun ab in euer Bett, wer weis wann ihr mal wieder eins seht.Nachts lagen bis auf Otto alle wach und konnten nicht einschlafen. Ob das an der heißen Tropischen Nacht lag oder an der Bemerkung mit dem Fallschirmjägern konnte man nicht so genau sagen, vielleicht war es auch nur die Ungewissheit was die nächsten Tage bringen würden. Im Morgengrauen sagte Rolf, ich stehe jetzt auf und fahre zu SS Leitstelle um unseren genauen Einsatzplan entgegen zu nehmen. Ihr bleibt liegen und versucht noch ein wenig Schlaf zu finden, ihr werdet es brauchen denn die nächsten Tage werden hart.Rolf hatte Gerade den Hof verlassen als die anderen die Frauen hörten wie sie aus dem Betten kamen. Denen scheint der wenige Schlaf überhaupt nichts auszumachen, flüsterte Kurty zu Rudi.Ja du hast Recht, gestern haben wir sie noch bis tief in die Nacht rein durchgevögelt und nun stehen sie schon wieder ihren Mann und bereiten sich auf die schwere Arbeit in den Ställen vor. Das ist alles nur Gewohnheit, flüsterte Horst von hinten. Wenn du es dein halbes Leben so gemacht hast, geht das alles automatisch, denn dein Körper kennt es ja auch nicht anders. Aus Ottos Ecke kamen Geräusche und die Kameraden bemerkten erst jetzt das Dackellilly mit in sein Feldlager campierte und am frühen Morgen von Otto einen von der Seite verpasst bekam. Horst sagte das ist es, noch mal so richtig eine Frau gebrauchen bevor Rolf zurückkommt. Du hast Recht, es könnte ja auch die letzte sein, sagte Rudi. Kommt ab in die Küche, da waren die ersten zwei

 

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Frauen gerade dabei sich zu waschen und waren bereits nackt und willig wie sie der liebe Gott geschaffen hat. Horst half der drallen Bäuerin beim betten machen. Als man sich noch einmal so richtig ausgetobt hatte machte man seine Morgentoilette und setzte sich mit an den Frühstückstisch.Nach geraumer Zeit gingen die Frauen an ihre Arbeit und Rolf kam der Tür herein. Kameraden, sagte er mit ernster eiskalter Stimme, wir haben einen Einsatz hinter der Frontline. Folgendermasen, im Raum Sulechow sind russische Fallschirmjäger abgesprungen um einen Artellerileidstant einzurichten um von dort das feindliche Feuer zu koordinieren. Unsere Aufgabe ist es den Leitstand ausfindig zu machen und zu eliminieren. Es gilt unbedingt nachrückenden Russische

Verbände auf zuhalten oder empfindlich zu stören in dem wir ihre Offiziere eliminieren. Weiterhin wirt es unsere Aufgabe sein ihre Nachschubwege ab zuschneiten oder empfindlich zu stören.

Benötigte Ausrüstung, wurde von den Kameraden der Waffen SS im Operationsgebiet für uns deponiert. Wir müssen also nicht alles selber schleppen. Kameraden, leichtes Sturmgepäck ist angesagt und acht Kampfsätze Munition.Also zieht euer Drillich und vergesst euer Tarnzeug nicht. Den größten Teil der Strecke können wir noch fahren, bei Krosno werden wir die Fahrzeuge in einen Waldstück getarnt zurücklassen und unser Einsatzgebiet zu Fuß erreichen. Fertig machen und aufgesessen befahl Rolf und die Fahrzeuge setzten sich in Bewegung in Richtung Frankfurt Oder.An der Oderbrücke herrschte absolute Panik, Flüchtlings

Kolonnen schoben sich ohne Ende über die Brücke bekleidet von unzähligem Verwundetentransport. Ein

 

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Hauptstantartenführer Kam herüber und sagte zu Rolf, kommen sie mit in die Leitstelle.In der Leitstelle sagte er, nehmen sie platz. Die Lage ist folgende, ich muss noch warten bis die Munitionstransporte die Brücke passiert haben, dann kann ich für ein paar Minuten sperren lassen und ihr könnt hinüber.Möchten sie etwas trinken, fragte der SS Offizier mit freundlicher Stimme? Ja das wäre nicht schlecht, sagte Rolf. Im Radio kam der Wehrmachtsbericht und alle wurden plötzlich ganz still. Eine Sondermeldung wurde verlesen, heute in den frühen Morgenstunden, haben Russische U.Boote das Flüchtlings und Lazarettschiff Wilhelm Gustloff torpediert und versänkt. Die Gustloff hatte zwölftausend Flüchtlinge die vorwiegen aus Frauen und Kindern

Bestanden an Bort. Es gab keine Überlebenden. Die Dreckrussen, sagte ein Offizier und gab den Befehl heraus, ab sofort keine Gefangenen mehr. Rolf ging zurück zu seinen Kübelwagen um seinen Kameraden von dem Angriff der Russen zu berichten. Gott sei dank die Munizionswagen kommen, aufsitzen Männer, es geht gleich los. Kaum hatte der Letzte LKW die Brücke erreicht, begannen die Posten sie abzusperren bis wir sie passiert hatten. Wir fuhren den entgegenkommenden Flüchtlingskolonnen entgegen. Die Straßen waren an den meisten Stellen hoffnungslos verstopft und wir fuhren soweit es Möglich war über die Felder sofern sie nicht mit Wassergräben durchzogen waren. Wir hatten unser Ziehgebiet erreicht und tarnten die Fahrzeuge ab.Otto besetzte das Funkgerät um unsere Ankunft zu melden. Er gab unsere Koordinaten bei Brzezie Breite N52°5’46,7743“ Länge O 15°35’32,4202“ durch und erhielt die Order hier auf eintreffenden Spähtrupp zu

 

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warten. Otto machte bei Rolf Meldung und verstaute das Funkgerät im Kübelwagen. Sie arbeiteten sich die paar Meter bis zum Waldrand vor und beobachteten die Gegend. Man konnte jetzt deutlich das Feuer der Geschütze hören und Rudi Sagte das ist keine drei Km. Weit weg von hier. Leider gab der Wald die Sicht nicht frei aus der die Salven zu hören waren. Es folgte Salve auf Salve und kurz danach waren die Einschläge zuhören. Man das müssen schwere Haubitzen sein, meinte Horst. Ja sagte Rolf, die schießen die Gegend sturmreif und dann kommen die T34 und machen den Rest, wenn wir sie lassen. Aber um genau das zu verhindern, waren sie ja an die Front beordert worden. Nun traf der erwartete Spähtrupp ein um die Kameraden

Über die Lage zu informieren und sie zum Einsatzort zu dirigieren. Man hatte gerade das Waldstück durchquert und wurde zeuge wie die Russen rücksichtlos ein Dorf mit Mann und Maus zusammenschossen.

Diese Schweine, sagte Rolf, gestern die Gustloff und heute dass. Eine Wut machte sich unter den Kameraden breit und mann schwor sich nicht nur die Offiziere sondern ab sofort einen jeden Russen umzulegen den man gefahrlos umlegen Könne. Seht ihr diese kleine Anhöhe dort oben, fragte der Feldwebel des Spähtrupps, da haben sie ihre Feuerleitzentrale eingerichtet. In der gesamten Gegend sind Fallschirmjäger als Artilleriebeobachter in Stellung gegangen, wenn es uns gelingt ihren Leitstand auseinander zunehmen, dann sind ihre Geschütze Bind und Wirkungslos.Die Dunkelheit begann sich breit zu machen als Rolf sagte, Kameraden wir gehen wie besprochen vor und beziehen unsere Posten. Im Morgengrauen machen wir sie fertig.

 

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Da der Leitstand sehr gut bewacht wurde, dauerte das anschleichen die halbe Nacht ehr man die vorbestimmten Stellungen erreicht hatte. Am Morgen, genau deckungsgleich mit dem ersten Granateinschlag, eliminierten sie die gesamte Leitstandbesatzung und besetzten selbst den Leitstand. Otto besetzte das Funkgerät und gab ihnen per Tastfunk die falschen Koordinaten durch und lenkte ihr Feuer Wirkungsvoll auf die eigenen vorgelagerten Stellungen. Ein Muschkote der die Nerven verloren hatte sprang aus seiner Deckung und wollte die Flucht ergreifen. Da will einer türmen, sagte Rudi und stand auf um einen gezielten Schuss aus Maximaler Entfernung anzubringen, als ein MG bellte und eine Garbe über das Feld peitschte. Rudi sank regungslos zu Boden, die Garbe hatte seine Brust zerfetzt und das Blut strömte heraus.Er hat nichts mehr davon gemerkt, sagte Rolf und brach ihn die Hundemarke ab und nahm sein Soldbuch an sich. MG. Nest ausschalten, befahl Rolf und arbeitete sich mit seinen Kameraden aus allen Richtungen heran und schoss ihnen mit gezielten Schüssen durch den Kopf. Alles erledigt, sagte Horst, jetzt können wir ja den Rückzug antreten. Nein sagte Rolf, die merken was hier los ist und schicken eine neue Besatzung in die Stellungen. Wir werden ihnen die Suppe gut versalzen, holt Sprengstoff her, wir verminen alles und jagen die neue Besatzung gleich mit in die Luft.Sie schliffen auf dem Bauch kriechend ihren toten Kameraden Rudi mit bis an den Waldesrand um ihn dort zu begraben. Verdammter Krieg, sagte Kurty,

Er war ein prima Kamerad, seit fast drei Jahren waren wir zusammen und dann das! Verdammte Russen sagte

 

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Horst wütend, wartet nur ab, das bekommt ihr zurück. Volle Deckung befahl Rolf, da trüben tut sich was.Wir konten sehen wie ein Aufklärungstrupp die Gegend observierte.Ruhebewaren, sagte Rolf leise, die sollen denken dass wir über alle Berge sind und die Anlage neu bemannen. Nach einer Weile kam eine neue Besatzung und eine Einheit Muschkoten sammelte ihre Toten ein um sie schnell zu bestatten, denn es war ein sehr heißer Sommer und sie begannen sofort an zu verwesen und zu stinken wie es nicht einmal die Hölle konnte.Sie fühlte sich ziemlich sicher, denn sie bewegten sich ohne Deckung auf offenen Gelände.Der Iwan hat Mut, sagte Otto. Für meinen Geschmack etwas zu viel Mut, sagte sich lenken soll um festzustellen ob wir noch da sind und unsere Stellung verraten, in den wir ihn umnieten. Rolf suchte die ganze Zeit die Gegend mit seinem Fernglas ab und sagte plötzlich, das habe ich mir doch so gedacht. Auf der dicken Eiche hockt ein Russischer Scharfschütze der nur darauf wartet dass wir den Muschik umlegen. Meist sind die Russen allein unterwegs aber das ist nicht sicher wir wollen erst die

Sprengladungen zünden und während der Detonation holen wir ihn runter von der Eiche aber vorher überprüfen wir noch die gesamte Gegend auf weitere Scharfschützen. Da sie nur einen Köter laufen ließen konnte man davon ausgehen das es nur diesen einen Präzisionsschützen gab.Und man zündete die Ladungen wie besprochen und schaltete den Scharfschützen aus

Und zum Schluss bekam der Muschik eine verpasst, denn er hatte lange genug den Lockvogel gespielt. Die Kameraden blieben in ihren Stellungen und klärten weiter die Gegend auf bis sie sicher waren, und traten

 

59.

den Rückzug an. Man ging zu den Deutschen Linien zurück und folgte den Spähtrupp in den Gefechtsstand der Wehrmacht und ließ sich verpflegen und legte sich schlafen. Gegen Morgen kam die Meldung herein das russische Panzer in etwa fünf Km. Ausgemacht wurden. Es müsse sich hierbei um die Panzerspitzen der fünften roten Panzerarmee hanteln.Man ließ uns noch etwas schlafen eher man die Meldung an Rolf weitergab. Kameraden, sagte Rolf, das ist ein ganz dicker Hund. Die fünfte Panzerarmee wird von General Schuzkow angeführt, man wenn wir den aus dem Verkehr ziehen könnten, das währe ein ordentlicher Schlag. Leider trauen sich die feigen Hund nicht soweit vor das wir sie erwischen können, sagte Horst mit spöttischer Stimme.Russichen Generälen war es verboten sich einer Gefahr auszusetzen, denn ein Armeegeneral war zu wertvoll um ihn wegen Kleinigkeiten zu verlieren. Aber zum Glück gibt es ja genügen andere wichtige Offiziere an die man durchaus herankommen kann. Sie mussten jetzt nur noch warten bis die Spähtrupps wieder hereinkamen und ihre Meldungen machten. In der Zwischenzeit sollten die Männer nur essen und schlafen, damit sie beim nächsten Einsatz frisch und ausgeruht sind. Mit Einbruch der Dämmerung kamen die Spähtrupps zurück und machten ihre Meldungen. Bei Skape ein kleiner Ort ohne jede Bedeutung, hat sich das russische Offizierscor zu einer Lagebesprechung in ein kleines Waldstück eingefunden. Na dann wollen wir

Mal wieder, sagte Rolf und wir folgten dem Spähtrupp der uns Geleitschutz gab und den Weg zeigte.

Am Ortsrand von Skape lag eine Koppel mit toten Kühen, man hatte sie mit Panzern

 

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zusammengeschossen. Auf de Dorfstraße lagen unzählige tot e Frauen, Kinder und Kreiße. Die Frauen waren alle auf grauenvolle art und weiße vergewaltigt und erschlagen wurden. Am Straßenrand lag eine in zwei Stücke zerrissene Frau mit Ketten um die Beine und andere Alte Frauen die zu tot geschliffen wurden. Der größte teil des Dorfes stand in Flammen.

Die blanke Wut stieg in den Kameraden hoch, denn noch nie hatten sie so viele Grausamkeiten an der unschuldigen Zivilbevölkerung gesehen. Das waren Polen, was würden sie erst mit unseren Frauen und Kindern anstellen, fragten sie sich. Es sollte zur

Abschreckung dienen, aber es machte die Männer nur noch kampfentschlossene als vorher. Haus für haus schlichen die Kameraden sich vor und entdeckten auf einer Straßenkreuzung einen russischen T34. Der Teufel macht wohl Feierabend, sagte Rolf, den Drecksack werden wir tüchtig einheizen. In einer alten halb zerfallenen Scheune stand ein alter defekter Lanz Bulldock, aus denen zapften sie den Diesel ab und schlichen sich damit leise von hinten an den Panzer heran und schütteten alles über das Abdeckgitter das über den Motor als Abdeckung angebracht war und stopften ein paar in Diesel getränkter Lappen mit hinein und zündete den Panzer an. Rolf und Horst lauerten die gesamte Zeit mit dem Karabiner im Anschlag darauf dass die Saubande aus dem Panzer klettern wollte. Otto hatte sich in einer sicheren Entfernung in eine günstige Schussposition gelegt damit er die Bodenluke des Panzers im Fadenkreuz hatte. Langsam aber sicher begann der Panzer zu brennen, höher und höher schlugen jetzt die Flammen. Denen wirt gleich heiß am

 

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Arsch, lachte Kurt schadenfroh. Nach einem Moment öffnete sich die Turmluke und ein Kopf kam zum Vorschein. Ohne nur einmal mit der Wimper zu zucken drückten die Männer ab und der Kommandant viel leblos in den Panzer zurück. Ein anderer versuchte sei Glück durch die Bodenluke und bekam sofort einen Plattschuss von Otto verpasst. Der Fahrer des Panzers hatte seine Luge geöffnet um aussteigen zu können. Die sehr versuch stellte sich auch als ein tödlicher Irrtum heraus. Nach kurzer Zeit hörte man zwei Schüsse aus dem Panzer, der Rest der Besatzung hatte sich selbst erschossen.Langsam schlichen die Kameraden

Aufklärend weiter durch das Dorf und stellten fest das es jetzt ein Friedhof war, denn es gab kein Leben mehr im gesamten Ort. Man hatte nicht einmal die Tiere verschont. Etwa zweihundert Meter hinter dem Ortsrand begann das Waldstück. Man musste ein Kartoffelacker überqueren und wollte die Tiefe der Furchen ausnutzen und kroch in ihnen entlang bis zum Waldrand. Nach einer kurzen Einsatzbesprechung schickte Rolf seine Männer in ihre Positionen mit dem Befehl, volle Tarnung denn es könne seien das sie hier Tage aushalten mussten. Im Morgengrauen nutzten sie wie meistens den Gefechtslärm aus um ihre Deckung nicht zu verraten. Die Russen hatten eine große Generalstabskarte an einen Baum befestigt und ausgerollt.Sie standen davor und ein General erörterte die Lage an der Front und sie erarbeiteten die neuen

Einsatzbefehle. Sie standen alle da wie auf dem Schießstand, aber Rolf gab keinen Feuerbefehl. Na der wird schon wissen was ertut, dachte sich Otto und beobachtete Rolf durch sein Zielfernrohr, der

 

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signalisierte ihnen abwarten bis Feuer frei, weiter geben. Otto gab das Signal an seine Kameraden weiter. Aber was hatte Rolf vor, hatte er angst das uns im Dunkel der Nacht einer türmen geht oder auf was wartete er.Erst als der General die Einsatzbefehle an die Front durchgegeben hatte gab Rolf im Morgengrauen mit dem Einsatz des Gefechtslärms den Feuerbefehl und alle schossen bis sich nichts mehr regte. Rolf signalisierte, jetzt die Posten. Schuss für Schuss legten sie die Posten um und Rolf holte von den Offizieren die Erkennungskapseln und die Soldbücher, erpackte das gesamte Kartenmaterial zusammen und sagte Rückmarsch Kameraden, aber im Eiltempo wenn ich bitten darf. Die Beutekarten müssen sofort in die Heeresleitung. Schnell aber vorsichtig schlichen sich die Kameraden zurück bis an die Stelle wo sie der Spähtrupp erwartete. Von jetzt an war alles nur ein Katzensprung bis in die eigenen Linien. Im Befehlsbunker übergab Rolf die Karten mit den Erkennungskapseln und setzt sich hin mit den Worten, Man bin ich müde. Im Radio lief leise Musik und ein Unterleutnant fragte, Kaffee Herr Oberst? Ja gerne sagte Rolf das ist genau das was ich jetzt brauche. Im Radio kam eine Sondermeldung, der Amy hatte wieder große Bodengewinne erzielt.Können die nicht einmal was neue bringen, sagte Rolf gelangweilt. Die Tür öffnete sich und ein Hauptmann kam mit einer blonden vollbusigen Jungen Frau herein, darf ich bekannt Machen, Fräulein Gerlinde Ruge von der Truppenbetreuung. Angenehm, sagte Rolf und starrte dabei auf ihren gut geformten Busen. Rolf bemusterte sie von Oben bis unten und sagte darf ich sie auf eine

 

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Tasse Kaffee zu mir einladen? Warum nicht erwiderte sie, wenn die anderen auch einen kriegen. Als sie vor dem Bunker traten, standen da noch weitere drei Mädchen und zwei Männer. Gerlinde stellte die gesamte Truppe vor und sagte dabei, das ist noch der Rest des Haufen, die anderen sind tot oder verwundet.

Ein Major kam um die Ecke und sagte zu den Frauen, ihr könnt mit dem Tross bis Frankfurt Oder mitfahren und dann müsst ihr selbst sehen wie ihr weiter Kommt!

Schade, sagte Rolf und half ihr beim aufsitzen auf dem LKW. Sie winkten noch mit ihren Taschentüchern bis sie außer Sichtkontakt waren. Mit der hätte ich gerne

Etwas angefangen, murmelte Rolf vor sich hin und ging zu seinen Kameraden, die noch mit dem Essen beschäftigt waren. Guten Appetit, sagte Rolf und setzte sich dazu. Jungs heute müsst ihr etwas schneller schlafen als sonst, denn es geht bei Zeiten wieder los.

Gegen Mittag setzen wir uns wieder in March. Nach einer gründlichen Wäsche legten sich alle hin und versuchten einzuschlafen, was bei diesem Lärm nicht so einfach war. Die Zeit verging im Fluge und man stand schon wieder neben der Feldküche und holte sich seine Mahlzeit ab und Aß sie mit Genuss, denn man wusste nie ob es die Letzte seien würde. Ihr geht mit dem Spähtrupp Franke raus, sagte ein Hauptmann zu Rolf. Abmarsch ist in einer halben Stunde. In Ordnung, erwiderte Rolf kopfnickend und sagte Jungs kurze Einsatzbesprechung, die Russen haben etwa zwanzig Km. Von hier Stalinorgeln in Stellung gebracht und planen einen Angriff. Unsere Aufgabe ist wie immer die selbe.Nach diesem Einsatz gehen wir Wieder in Ruhestellung nach Treplin zurück. Die Männer brachen

 

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in Jubel aus und warfen ihre Stahlhelme in die Luft. Langsam – Langsam, sagte Rolf, erst nach dem Einsatz habe ich gesagt und sie setzten sich zusammen mit dem Spähtrupp in Bewegung. Die ersten paar Km. Wurden wir wie immer gefahren und dann begann die ewige Latscherei quer durch die Pampa. Sie waren an einer Waldzunge in Stellung gegangen und klärten das gesamte Gebiet auf. Von wegen ein paar Stalinorgeln, da hinten schien die Gesamte rote Armee in Stellung zu liegen. Das war eine vollkommen neue Situation, die schnellen Handlungsbedarf bedurfte. Hier müssen wir passen, sagte Rolf, aber die Schweine ungeschoren

davonkommen lassen, kam auch nicht in Frage.Sie berechneten die genauen Koordinaten und schlichen zum Spähtrupp zurück und forderten mit Hilfe dessen Funkgerätes ein Schweres gezieltes Artillerie Kreuzfeuer an in genau zwanzig Minuten. Sie gingen in ihre Deckungen zurück und legten beim einsetzen der Granateinschläge jeden um der seine Deckung verließ.

Ein Stahlgewitter prasselte auf sie nieder wie sie es noch nie erlebt hatten. Spätestens jetzt begriff die russische Führung das Deutschland noch über eine enorme Kampfkraft verfügte. Nach zehn Minuten war der ganze Stuk vorbei und die Kameraden lagen in ihren Schützenstellungen und schalteten aus was ihnen vor den Lauf kam. Als die Dunkelheit hereinbrach gab Rolf das Kommando zum Rückzug, den sie aus Munitionsmangel vorzeitig antreten mussten, denn sie

hatte hier ganze Arbeit geleistet und zwölf Kampfsätze verschossen. Wo ist Kurty, fragte Otto? Kurty war noch nicht da. Wir warten noch genau fünf Minuten, dann gehen wir ihn suchen. Die zeit verstrich im nu und die

 

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Männer machten sich auf den Weg in Kurtys letzte Stellung. Sie waren fast da, als sie eine Stimme wimmern hörten, helft mir mich hat es am Oberschenkel erwischt. Der Kamerad Kurt Heinze hatte einen großen Granatsplitter im Oberschenkel stecken und biss sich vor lauter Schmerzen bald den Finger ab. In Windeseile hatten die Kameraden vom Spähtrupp aus Ästen und einer Zeltplane eine Trage gezimmert und legten Kurty darauf und der Rückmarsch begann. Die Wunde blutete wie verrückt, es musste eine Vene zerfetzt sein und Rolf versuchte mit allen Mitteln die Blutung zu stillen, was ihn nur mit mäßigem Erfolg gelang. Endlich wieder am LKW angekommen, war man froh das die ewige Schlepperei ein Ende hatte und man wieder gefahren wurde. Rolf versuchte mit allen Mitteln Kurty wach zu halten doch er verlor kurz vor dem Sanitätspunkt das Bewusstsein. Zu spät sagte der Feldarzt, verblutet, ein paar Minuten früher und wir hätten vielleicht noch etwas tun können. Mit hängenden Köpfen standen die Männer um ihren toten Kameraden und waren ganz still geworden. Ausgerechnet Kurty, sagte Rolf, er hinterlässt vier Kinder und eine Frau. Ich schreibe seiner Frau einen Brief, das sind wir ihr schuldig, meinte Rolf und ging zum Kommandobunker um Bericht über den letzten Einsatz zu erstatten. Die Kameraden standen noch lange neben dem Sanitätszelt und starrten auf die Trage des toten Freundes.Rolf erstattete sein en Bericht an einen General im Führerhauptquartier. Der neue

Befehl lautete Scharfschützenausbildung, Rolf und seine Kameraden hatten sich hervorragend im Fronteinsatz bewährt, so das der Führer beschloss weitere Scharfschützeneinheiten aufzustellen und so schnell wie

 

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nur möglich an die Front zu werfen. Der General schlug vor die Ausbildung gleich im Frontnahen Bereich durchzuführen. Rolf der die Gegend bereits ausgespäht hatte entschloss sich für die Gegend am kleinen Trepliner See, denn so konnte er das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Um die neuen Schützen kümmerte sich Rolf selbst. Als sie wieder in ihren Biwak auf dem Bauernhof bei Treplin waren, fuhr er die kommenden Tage mit dem Kübelwagen die umliegenden Einheiten ab und suchte die besten schützen mit viel Fronterfahrung aus. Auf der anderen Seeseite wo die BDM Mädels an der 8,8

Ausgebildet wurden lies Rolf seinen Rekruten ein Sommerlager aufbauen und sie an Ort und stelle ausbilden. Horst und Otto setzte er ab sofort nur noch als Ausbilder ein. Es war ein wunderschöner Sommer und die Natur sehnte sich nach etwas Regen, denn es war überall knochentrocken und die Erde staubte wie in der Wüste.Der Grundwasserspiegel in den Seen war um über ein Meter zurückgegangen. Das Wasser wurde immer Wärmer und färbte sich langsam grün. Trotz alledem war der See für uns die einzige Abkühlung, die wir abends genossen. Als die Kameraden wieder im Garten des Bauernhofes ihren Mosel tranken war alles wieder beim alten. Otto schacherte wieder wie ein Jude und hatte seine Dackellilly wieder, Horst verschonte keinen Rock und auch Rolf lag wieder bei seiner drallen Bäuerin. Nur Rudi und Kurty fehlten in der Runde und sie sprachen in den nächsten Tagen viel über die zwei und das gemeinsam erlebte. Hoffentlich kommen wir nicht noch einmal an die Front, sagte Otto. Das wirt sich wohl kaum vermeiden lassen, antwortete Rolf mit

 

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nachdenklicher Stimme. Aber jetzt sind wir erst einmal als Ausbilder eingesetzt und solange ich noch Schützen finden kann, bleibt das auch so Kameraden. Rolf fuhr herum und besorgte Nachschub an Scharfschützen und Horst bildete sie mit Otto aus. Der größte teil der Ausbildung lag in der Theorie und begann mit dem Erfahrungsaustausch. Otto übernahm die Praxisausbildung und Überwachte die Tarn und Schießübungen. Rolf redete viel mit den Männern und erklärte ihnen wo es am meisten darauf ankommt. Es ist wichtiger einen Feind laufen zulassen als selber dabei getötet zu werden. Denn an Stelle des einen kann man bei anderen Gelegenheiten mehrere erledigen und das wiegt das eine laufegelasse Opfer wieder auf. Denkt an meine Worte bevor ihr in den Einsatz geht, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und überleben ist alles.

Es war schon eine Bunte Truppe, die Rolf da zusammengestellt hatte. Sie kamen aus allen Truppenteilen und trugen auch die Verschiedensten Uniformen und hatten noch ihre alte Bewaffnung.Rolf sagte zu Otto, klasse die Ausbildung der ersten Kameraden ist fast abgeschlossen und die neuen Waffen und Uniformen sind noch nicht da, bis jetzt ist noch nicht einmal der kleinste Ausrüstungsgegenstand eingetroffen, kümmerst du dich bitte darum. Wir sind doch keine Russen, die mit einer Flinte und fünf Mann an die Frond geworfen werden. Denn diese art zu kämpfen hatten sie an der Front zu genüge beobachten

können.Einer stürmte solange vor bis er erledigt war, erst dann kam der nächste um seine Waffe zu übernehmen bis auch er fiel. Sie waren stets die beste Beute für die Scharfschützeneinheiten. Tontauben

 

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schießen nannten sie es, denn es war leichter wie auf den Jahrmark. Die Russen wurden besoffen mit Hurra an die Front gejagt und starben den Heldentot. Wer nicht wollte bekam von einem Kommissar eine verpasst und starb als Feigling. Die Muschkoten waren für die Russischen Offiziere weniger wert als Kellerasseln für uns.Komm Rolf wir gehen essen, die Frauen haben Krautwickel mit Hackfleisch gemacht. Die Auszubildenden wurden mit an der Flakstellung versorgt und naschten zum Kompott öfters einmahl an den BDM Mädels und ließen auch an sonsten die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wir Ausbilder schauten da großzügig trüber hinweg so lange sie ihre Aufgaben erfüllten. Wir hatten ja auch unseren Spaß, Rolf sagte immer zu uns, leben und leben lassen. Die Gegend hier ist so wie so nur mit einer Flasche oder einer Frau zu ertragen, an sonsten liegt hier der Hund begraben und da ist die Fickerei noch die beste Möglichkeit den scheiß Krieg für einen kurzen Augenblick einmal zu vergessen. Auf dem Bauernhof hatten die Frauen im Garten den Tisch eingedeckt und Horst half dabei die heißen Speisen von der Küche in den Garten zutragen. Man habe ich einen Kohldampf, sagte Otto und rien sich dabei die Hände. Sie wuschen sich kurz an der Gartenpumpe und setzten sich mit zu Tisch. Wir haben kaum noch Kaffee und Zucker, sagte die Bäuerin und schaute dabei Otto an. Aber nicht mehr lange antwortete Otto und lachte dabei. Die Frauen

Hatten wie immer reichlich aufgetafelt und reichten danach noch einen Stachelbeerkompott. Ich laufe dann zum See, sagte Rolf, das geht bestimmt schneller als wie der Slalom um die Schützengräben und

 

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Panzerstellungen am Ortsrand.Sie machten sich zu dritt auf den Weg und genossen es wie ein Spaziergang nach dem Sonntagsmahl. Sie liefen zwischen Panzern und Pak herum bis zu den Schützengraben, wo sie noch eine Ausgedehnte Diskussionspause Machten um über die Ausbildung zu fachsimpeln. Man nahm die Ausbildung der Männer sehr ernst und gab sein bestes, denn sie sollten ja nicht nur gut schießen, sondern auch überleben. Als sie am Ausbildungsplatz angekommen waren, sagte Otto, ich gehe einmal rüber zur Feuerleitstelle der Flak und versuche eine Verbindung zum Stab zu bekommen, Wollen doch einmal sehen wo das angeforderte Material bleibt.Horst nahm die Jungs zusammen um Praktischen Unterricht an der Waffe durchzuführen. Sie mussten noch lernen das Zielfernrohr richtig zu kalibrieren und das war gar nischt so einfach, da sie nur ihre eigenen Karabiner hatten und die waren heilig und wurden nie aus der Hand gegeben. Rolf saß auf ein paar Sandsäcken und schaute den Mädchen bei ihren Flakübungen zu. Mein Gott, dachte er, ungeschickter geht es wirklich nicht. Die eine war zu schwach um eine Grande in den Lauf zu schieben, eine andere stolperte ständig über ihre eigenen Füße. Nur eins beherrschten sie perfekt, mit ihren Figuren zu provozieren wenn man ihnen zu sah.Besonderst das Biest mit den dunklen Haaren, sie hatte einfach einen geilen Arsch und herrliche pralle Titten und wusste auch für was der Liebe Gott sie so geschaffen hat. Ob man wollte oder nicht, beim längeren hinsehen bekam man einen Ständer. Um diese Peinlichkeit zu vermeiden, suchte man immer nur kurze Blickkontakte und versuchte zwischendurch auf andere

 

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Gedanken zukommen. Doch heute war alles anders.Rolf sprach sie einfach an und lud sie zu einer Fasche Wein am Abend ein. Wenn ich hier weck komme gerne, sagte sie mit wolllüsterner Stimme. Das regel ich schon, sagte Rolf lächelnd und ging zu seinen Kameraden herüber. Affenhitze, sagte er zu Horst, mach zum Schluss noch eine Übung mit Wasserdurchquerung und komm pünktlich zum essen, die Frauen machen uns Schaschlik auf dem Holzkohlegrill mit frischen Bauernbrot. Ich will noch einmal schauen wo Otto bleibt. Auf dem Weg zum Feuerleitstand kam Otto ihm entgegen und schimpfte vor sich hin. Die haben angeblich unsere

Anforderungen nicht bekommen und die benötigten Waffen sind auch nicht am Lager, die haben sie jetzt erst in der Rüstungsfabrik aus dem Lagerbeständen angefordert. Dass kann ja noch Wochen dauern, sagte Rolf lachend, weist du was das bedeutet? Kriegsende, lachte Otto, denn der verdammte Russe gewann täglich an Boden und konnte schon in zwei oder drei Wochen an der Oder stehen.Was machen wir, fragte Otto? So weiter wie bis her, bloß keine schlafenden Hunde wecken, sagte Rolf mit nachdenklicher Stimme. Du hast Recht, gehe nie zu deinen Fürst, wenn du nicht gerufen wirst. Komm wir sollen pünktlich zu essen kommen, übrigens ich habe heute Abend etwas vor und brauch zwei Flaschen Wein! Hast du noch was? Für dich immer, sagte Otto und sie gingen zum Bauernhof. Als sie den Hof betraten stand Kradmelder schon wartend vor der Tür um einen Befehl zu überbringen. Erschrocken nahm Rolf den Befehl entgegen und ging ein paar Schritte abseit um ihn zu lesen. Er steckte das Papier in seine Brusttasche und ging zu dem

 

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Gradmelder zurück und sagte, richten sie aus, es geht in Ordnung. Beim essen sagte Rolf wir bekommen einen Kindergarten zur Ausbildung. Was sagte Otto, einen Kindergarten? Ja,alles neu eingezogene Rekruten ohne die geringste Erfahrung, seit einer Woche bei der Wehrmacht. General Jodel hat angst das sie beim ersten Schuss die Nerven verlieren und laufen wie die Strauchdiebe und die alten Hasen mit sich reisen. Hier können wir sie wenigsten noch ein bisschen Ausbilden und ihnen die wichtigsten Dinge noch im Eiltempo einbläuen. Wie viele sind es, fragte Horst? Sechsundzwanzig, antwortete Rolf und sie sind bereits auf dem Weg von Hildesheim hierher. Sie werden vermutlich gegen Morgen eintreffen. Nur wo bringen wir sie unter? Nun meldete sich die Bäuerin zu Wort, und sagte, wir haben oben am Waldrand noch eine Scheune mit einem kleinen Garten. Da gibt es Wasser und auch ein Klo. Gute Idee, sagte Rolf und sie besichtigten die Scheune nach dem essen.Horst, lass von deinen Rekruten hier ein bisschen Ordnung schaffen damit die Jungs eine Unterkunft bekommen. Ich gehe hinüber zur BDM Stellung und sehe zu das sie mit dort verpflegt werden können, sonst haben wir das auch noch an der Backe.Rolf hatte seine zwei Faschen Wein in einer Wolldecke eingewickelt und ging anschließend zu seiner Verabredung. Er ging mit dem Mädchen ein Stück am Ufer des Sees entlang und genossen den Sonnenuntergang. An einer einsamen

Stelle breitete Rolf die Decke aus und öffnete eine Flasche von den mitgebrachten Wein. Sie schaute ihn die ganze Zeit musternd an und fragte ob er Kinder hat oder Verheiratet ist. Rolf beantwortete diese Fragen mit

 

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nein, worauf hin sie sagte, es ist ja auch egal. Leben und lieben wir jetzt, so lange wir es noch können. Morgen können wir schon Geschichte sein. Stimmt sagte Rolf und legte seinen Arm um sie.Sie lehnte sich an ihn und sagte ich habe Lust zum baden, lass uns ins Wasser gehen. Sie streiften ihre Uniformen ab und gingen der Uferböschung herunter. Es war eine wundervolle Vollmondnacht, man konnte Weit sehen und hörte ein plätschern Was von der anderen Uferseite herüber schalte. Da machen auch welche noch etwas, sagte sie und ergriff die Initiative. Da sie eine sehr seichte Stelle erwischt hatten, ging ihnen das Wasser nur bis an die Hüften und sie mussten sich schon einmal lang legen um überall nass zu werden. Rolf nahm sie in seine starken Arme und fühlte ihre schönen großen Brüste ab und sie begann ihm zwischen seinen Beinen zu stimulieren. Als sie wieder auf der Decke lagen, setzte sie sich auf ihn und sie hatten bis in die frühen Morgenstunden Hemmungslosen Sex zusammen bis die gute alte Sonne wieder den Tag erhellte und unerträglich heiß werden ließ. Rolf begab sich in seine Unterkunft um noch ein paar stunden auf dem Ohr zu liegen. Gegen Mittag trafen die neuen Rekruten ein und wurden in Rolfs Abwesenheit von Horst übernommen und in die Scheune bekleidet. Jungs, sagte er, ich bin Major Horst Klein der Stellvertreter hier, in meiner Abwesenheit hat Unterleutnant Otto Asch das Kommando, oder wenn es besonders wichtig ist könnt ihr auch direkt mit eueren Sorgen zu Oberst Müller gehen. Dass ist hier der Boss vom ganzen. Ihr werdet hier in der Scheune Biwak beziehen Es gibt hier eine Gartenpumpe für das Wasser und auch ein Scheißhaus

 

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ist vorhanden. Baut euere Feldlager und richtet euch hier häuslich ein, denn das wird für die nächsten Tage oder auch Wochen euer neues Zuhause sein. Verpflegt werdet ihr drüben beim BDM. Den Rest des Tages gebe ich euch frei, damit ihr euch hier umsehen Könnt. Otto kam herüber und sagte, Schweinerei, die neuen sind mit allen hervorragend ausgerüstet und haben keine Ahnung was man mit dem Zeug überhaupt anstellt. Und unsere alten Kampferprobten Kameraden sehen immer mehr aus wie ein Haufen abgerissener Lumpen. Wenn Männer von der Frond angefordert werden müssen wir welche Schicken, und die müssen ausgerüstet sein. So wie es jetzt aussieht werden dass unsere Pimpfe sein, und die haben null Ahnung. Eine Schweinerei ist das, schimpfte Otto erneut.Wollen doch einmahl sehen was Rolf dazu sagt? Wo steckt der eigentlich, fragte Horst? Der wirt bestimmt noch etwas schlafen, ein Nachteinsatz, wenn du verstehst was ich meine, sagte Otto lachend und fasste sich dabei in seinen Schritt. Na da lassen wir doch den Kameraden noch etwas liegen, das er wieder zu kräften kommt. Die neuen Rekruten waren im Durschnitt sechzehn Jahre alt, also noch ein richtiger Kindergarten, wie Rolf schon so vortrefflich angemerkt hatte. Sie richteten sich ihre Feldlager ein und unternahmen die ersten Streifzüge in die nähere Umgebung. Als die Ersten von ihnen in der Nähe der Flakgeschütze auftauchten, vergasen die Weiber glatt ihre Übungen und begannen sofort mit den Jungs herum zu schäkern. Da die Ausbilder die Weiber so wie so nur als eine Modeerscheinung ansahen, inertisierten sie sich nicht sonderlich für die Disziplinlosigkeit. Gegen drei

 

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Uhr stand Rolf wieder auf und machte seine Toilette wie gewöhnlich mit kühlen frischen Wasser unter der Gartenpumpe.Nun kam auch Horst dazu und berichtete über das eintreffen der neuen Rekruten und über die hervorragende Ausrüstung die sie mitgebracht hatten. So sagte Rolf, was haben die sich dabei nur gedacht, hoffentlich haben wir in den nächsten tagen keine Kampfeinsätze. Denn da würden die unerfahrenen Jungs fallen wie reife Apfel im Herbststurm. Otto verbrachte die meiste Zeit am Fernsprecher um dampf zu machen dass die Ausrüstung herankommt. Als er am späten Nachmittag wieder am Fernsprecher saß, brüllte er plötzlich los, Scheiße, so eine Scheiße, jetzt sind wir als endgültig im Arsch. Der Amerikaner hat das gesamte Ruhrgebiet überrannt und steht bereits bei Paterborn. Unsere Waffenanforderungen haben Grupp nicht mehr verlassen. Von der Wehrmacht bekommen wir normale Karabiner und Uniformen der Deutschen Wehrmacht.Die ausgebildeten Scharfschützen werden alle der Wehrmacht überstellt und an die Westfront beordert. Die Marschbefehle sind bereits per Gradmelder unterwegs. Na wenigsten sind wir wieder ein Problem los, sagte Horst. Rolf stand auf und sagte so geht das nicht, wir sind Ausbilder, aber keine Hexenmeister, gib mir einmal den Hörer rüber. Er ließ sich eine Verbindung zu General von Brock aufbauen

Um mit seinen alten Freund und Kameraden das Problem anzugehen. Rolf du alte Wildsau, lebst du auch noch, schrie der General aus lauter Freude in den Hörer, wie geht es dir? Danke gut und dir, fragte Rolf? Na alles beim alten, aber deswegen rufst du doch bestimmt nicht bei mir an. Nein, ich habe da eine Sache, wobei ich

 

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deine Hilfe brauche. Das kriegen wir doch hin, sagte der General. Wo steckst du eigentlich, du alter Heckenschütze. Als Rolf ihn sein Standort mitteilte, lachte der General und sagte was du bist auch hier? Ich bin in Seelow komm doch einfach herüber, da besprechen wir alles bei einen Spaziergang wie in alten Zeiten. Ich gebe Vollgas, sagte Rolf und legte den Hörer auf die Gabel. Mit den Worten, bis später, verabschiedete er sich bei seinen Kameraden.

Rolf machte bei Seelow mit seinen Freund und anderen

Namhaften Generälen eine Geländebegehung und sie sprachen gemeinsam über das Problem. Sie sicherten zu, ihn für die Ausbildung so viel wie nur möglich Zeit zu schinden, wenn er im Gegenzug die Jungs schnell und Präzise fronttauglich machen würde. Gegen Abend war Rolf zurück und ordnete eine Dienstbesprechung nach dem Abendessen an um seine Kameraden von der Absprache zu unterrichten. Rolf setzte sich in den Garten an den Tisch und begann damit einen effektiven Ausbildungsplan zu erarbeiten. Otto lungerte schon wieder bei den Versorgungsoffizieren herum und mauschelte mit den Küchenbullen. Horst überwachte die neuen Rekruten und machte sich bekannt mit ihnen. Am folgendem Morgen begann eine knallharte Ausbildung, besonders Deckung, Tarnung, schleichen und Rückzug so wie Strategie waren die ersten Dinge die mann ihnen mit eiserner Faust jetzt im Eiltempo einbläute. Rolf fragte Otto nach den Leistungen der Jungs? Die geben sich besonders viel Mühe und lernen auch noch in ihrer knapp bemessenen Freizeit. Horst bestätigte das, und regte an jetzt schon mit der Ausbildung an der Waffe zu beginnen, denn die Jungs hatten noch nie einen scharfen

 

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Schuss abgegeben. Die Waffen waren noch in Kisten mit Ölpapier und Fett verpackt. Na gut lasst ihnen die Knarren auspacken und Kalibrierübungen durchführen bevor sie auf alles ballern was wir ihnen hinstellen. Rolf hatte den Endschluss gefasst die Jungs, auch auf sich schnell bewegende Ziele zu trainier. Die Jungs schlichen in den nächsten Tagen nur auf dem Bauch in voller Deckung zwischen den Panzern und Stellungen herum und wurden wahre Meister der Tarnung. Rolf ließ das zackige Menschen bauen und Marschieren weg

Und pflegte einen sehr engen Kontakt zu seinen Rekruten. Rolf bekam von ganz oben einen Nahkampfspezialisten zugeteilt und musste ihn mit in sein Ausbildungsprogramm einbauen.Fritz Buchmann, Major der Luftwaffe, Fallschirmjäger und Nahkampf Ausbilder. Er war ein langer lustiger Kerl mit allerhand Schabernack im Feldgepäk. Er war verheiratet und hatte zwei Töchter. Im Zivielberuf war er Gleisbauarbeiter, obwohl er lang und Tratig war besaß er eine enorme Kraft und Schnelligkeit. Dienst ist Dienst, sagte er und machten den Jungs jeden Tag ein paar Stunden die Hölle heiß. Ihr wurde der Beweis erbracht, das mann mit dem richtigen Tranig auch in kürzester Zeit brauchbare Soldaten schmieden konnte.

Die Ausbilder gaben sich stehst mühe bei all der unmenschlichen Schinderei Menschen zu bleiben und

Erklärten ihnen ständig das ihr Leben von dieser Ausbildung abhängen kann. Sie wussten genau dass die Ausbilder es nur gut mit ihnen meinten und strengten sich an gute Soltaten und Scharfschützen zu werden. Als die meiste Zeit der Ausbildung beendet war, wurden sie in dreier Gruppen gruppiert und in der Umgebung in

 

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Dreiergruppen einzeln weiter ausgebildet. Rolf veranstaltete regelrechte Wettbewerbe um die Jungs zu motivieren und holte so noch das letzte aus ihnen heraus.Die Ausbildung ist besser gelaufen als ich dachte, sagte Fritz, ich weiß nicht was ich den Jungs noch beibringen könnte. Was ihnen noch fehlt ist eine Übung unter Gefechtsbedingungen, meinte Rolf. Morgen gebe ich ihnen von neun bis zweiundzwanzig Uhr Ausgang. Und Übermorgen sind die meisten schon an der HKL, Man hat mir zwölf Mann angefordert. Deshalb werden wir uns heute Abend beim Wein, versteht sich, hinsetzen und sie aussuchen. Ich möchte wirklich nur bestes Material an die Front schicken und ich glaube einige sind noch nicht so weit, sagte wolf mit nachdenklichem Gesicht. Am Abend saß man in geselligem Rund im Garten bei einer Flasche Wein und diskutierte über die Rekruten. Es war wie schon seit langen, ein fantastiges Wetter. Die Frauen waren fertig mit ihrer Arbeit auf dem Hof und wuschen sich in der Küche den Scheiß des Tages vom Körper.Die Kameraden genossen die noch heiße Abendsonne im Garten. Was für ein Wetter, sagte Horst, so einen heißen langen Sommer habe ich noch nicht erlebt. Der Garten am Hof war noch die einzige grüne Oase weit und breit, denn es gab viel Schatten von den Obstbäumen und die Frauen wässerten ihn täglich bis zu dreimal. Otto stand

Auf und sagte, ich will einmal sehen wo das Essen bleibt. Horst rief ihm nach, warte ich komme mit, da können wir ja den Frauen unter die Arme greifen. Oder zwischen die Beine, machte sich Fritz über die zwei lustig.Rolf sammelte seine Unterlagen zusammen und verstaute sie wieder in der Aktentasche, mit dem

 

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Worten, damit es Platz gibt beim essen.Die Frauen kamen mit dem Geschirr und Speisen in den Garten, Otto und Horst, beide mit einen Tablett beladen folgten ihnen.Rolf stand auf und sagte, komm Fritz gehen wir noch ein Stückchen. In der Zwischenzeit können die Frauen in ruhe decken. Fritz nahm die Einladung dankend an. Was glaubst du, wie lange geht der scheiß Krieg noch, fragte Fritz? Na das sind höchstens noch zwei Monate, antwortete ihn mit nachdenklicher Stimme Rolf. Rolf ich habe keine Lust

Kurz vor Toresschluss noch drauf zu gehen. Die Rekruten sind doch soweit ausgebildet, kannst du mich nicht an die Westfront versetzen lassen. Wollen einmal sehen was ich da machen kann. Essen rief eine Frauenstimme quer durch den Garten und alle gingen zu Tisch. Nach dem Essen, sagte Rolf, auf Kameraden, wir wollen doch einmal sehen was unsere Rekruten gerade machen und verkünden die frohe Botschaft vom Ausgang. Aber vom Fronteinsatz will ich kein Wort hören, das erfahren sie noch früh genug. Man schickte einen Melder mit dem Befehl los, dass sich alle sofort an der Scheune einzufinden haben.Gegen einundzwanzig Uhr waren alle in voller Montur angetreten und Rolf verkündete ihnen, dass die Ausbildung abgeschlossen sei und gab den Jungs

Ausgang bis zum nächsten Tag zweiundzwanzig Uhr. Er verabschiedete sich mit den Worten, dass mir keine Klagen kommen und vergisst das Wiederkommen nicht. Rolf nahm Fritz bei Seite und sagte zu ihm, ich habe beschlossen dich mit der nächsten Anforderung als Einsatzleiter mit an die Westfront zu schicken. Wann geht es los, wollte Fritz wissen? Schon bald, erwiderte

 

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Rolf und ging wieder herüber zu den anderen Kameraden. Die Rekruten gaben Fersengeld damit sie so schnell wie nur Möglich von Horst ihre Ausgangsscheine erhielten um damit nach Frankfurt Oder zu verschwinden. Otto hatte in der Zwischenzeit am See einpaar Wehrmachtsdecken ausgebreitet und ein paar Flaschen Wein in Ufernähe im Wasser versenkt um sie etwas herunter zu kühlen. Die Frauen vom Bauernhof folgten uns mit einen großen Fresskorb und den passenden Geschirr. Jetzt wo die Rekruten endlich nicht mehr überall herum lungerten hatte man wieder den benötigten Platz am See um unbemerkt mit den Frauen die Sau heraus zu lassen. Es wurde wie immer gesoffen und durcheinander gevögelt bis in die frühen Morgenstunden. Rolf beschäftigte sich mit seiner drallen Freundin am Seeufer und da er sehr Musikalisch war, spielte sie ihm ein Flötenstück, das ihn hören und sehen verging. Die ersten Frauen gingen in den frühen Morgenstunden nach hause um noch etwas vor der Stallarbeit zu schlafen. Nun blieb nur noch Dackellilly, die es noch einmal so richtig wissen wollte und spielte mit den Jungs Flaschendrehen und gab ihnen ein Orgelkonzert mit drei Pfeifen bis die Sonne auf ging. Die Kameraden nahmen ein belebendes Bad im kühlen See und machten es sich mit ihren Decken im Schatten

So richtig gemütlich und schickten Dackellilly zum Bauernhof um Kaffee zu besorgen. Fresserei war ja noch genug vom Vorabend da und dass musste so schnell wie nur möglich vernichtet werden, bevor die Sonne es tat und die Fliegen ihre Eier ablegen konten.

Gegen Mittag, schlenderten sie wieder zum Bauernhof zurück um den Rest des Tages im Garten unter den

 

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schattigen Obstbäumen zu verbringen. Die Männer nutzten die Freizeit um ihre Ausrüstung auf Vordermann zu bringen und schrieben Briefe an ihre lieben zuhause, ob wohl man genau wusste dass die Heimatorte bereits vom Feind überrannt wurden, schrieb man noch Briefe in der Hoffnung das sie doch noch irgendwie ankamen. Rolf rasierte sich an der Gartenpumpe und auch die anderen Kameraden übten sich in Körperpflege. Dackellilly, die einmal wieder

Nichts anderes zu tun hatte, schlich im Garten herum und beobachtete die Männer, wie sie an der Gartenpumpe ihre stahlharten muskulösen Körper einseiften und mit eiskaltem Wasser aus dem Brunnen abspülten. Otto sagte leise zu Horst, sehe die einmal das geile stück an, die folgt uns auf schritt und tritt. Mir scheint, sie hatte letzte Nacht nicht genug, lachte Horst und beendete seine Wäsche. Otto nahm sich jetzt besonders viel zeit und rief, kann mir einmal jemand den Rücken waschen. Bevor noch die Kameraden, antworten konnten, hatte Dackellilly die Seife bereits in der Hand um Otto einzuseifen. Die Kameraden machten es sich auf einer Decke bequem und beobachteten heimlich das Treiben an der Gartenpumpe. Sie seifte ihn ein und ruppelte ihn ab. Wie sie sehen konnten genoss Otto es mit vollen Zügen und lies sich sein bestes Stück bis zum Orgasmus bearbeiten. Rolf stand auf und sagte, ich haue jetzt ab, denn die ist jetzt Rattenscharf und Otto hat sein Pulver schon verschossen. Du hast recht, sagte Horst und suchte auch das Weite.Bevor Fritz begriff was los war, streichelte sie ihn schon an seinen Gänsehals und nahm sich was sie brauchte. So verging der Tag im Fluge. Rolf, sagte, Jungs ich gehe zum

 

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Raport. Wir sehen uns heute Abend am See.Beim Raport bekam er die neuen Anforderungen über sechs Scharfschützen. Rolf, schlug vor Fritz als Einsatzleiter einzusetzen und bekam auch sofort die Genehmigung. Am See teilte Rolf, Fritz den Einsatzbefehl mit und bemerkte dass die Marschbefehle bereits per Gradmelder unterwegs sein und er Morgen mit sechs Schützen zur Westfront aufbrechen würde. Alle weiteren Anweisungen würde der Gradmelder mitbringen. Am See wurde Rolf unfreiwillig Zeuge eines Gespräches, die Bäuerin hatte einen Brief in der Hand und sagte, das ist von der Bank, Die Hypothek auf den Hof ist fällig und sie mahnen jetzt zu letzten mal.Ich weis nicht wo ich die Restsumme herbekommen soll. Ich habe schon die gesamte Verwandtschaft angeborgt aber denen geht es auch nicht viel besser als mir. Wie viel brauchst du noch, fragte Rolfs Freundin? Drei tausend Reichsmarken antworteten sie. Rolf ging langsam zurück, damit man ihn nicht bemerken konnte. Otto ich brauche Geld, sagte er zu seinen Kameraden und erklärte ihn für was. Eintausendachthundert habe ich mir von meinen Wehrsold gespart und wer weis was es noch wert ist, bei Kriegsende. Du hast Recht, sagte Otto, der Iwan kann uns schon in die Suppe spucken

Und die verdammten kleinkarierten Amtsschimmel von der Reichsbank haben nur das verdammte Geld im Kopf. Denen würge ich es gönnen, wenn das Geld nach den Krieg weniger als Klopapier wert ist, fluchte Otto. Jetzt kam auch Horst dazu, als er hörte worum es ging, sagte er, mir ging es auch schon einmal so.Als ich den Hof von meinen Schwiegervater übernommen habe. Kameraden, ich sag euch, ich kann da ein Lied davon

 

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singen, achthundert Mark habe ich noch in meiner Feldkiste, die könnt ihr gerne haben, wer weis ob ich es überhaupt noch ausgeben kann. Am nächsten Morgen gegen sieben, traf der Gradmelder mit den Marschbefehlen auf dem Bauernhof ein und sagte dass ihnen ein LKW folgt, der die Männer nach Braunschweig bringen wirt. Rolf läst die Männer sich feldmarschmäßig fertig machen und die Frauen schmieren noch schnell ein paar scheiben Brot mit Fett oder Leberwurst. Nun musste alles schnell gehen, denn der LKW holperte schon über das Kopfsteinpflaster der Dorfstraße. Fritz verabschiedete sich noch schnell von allen und gab Rolf dabei ein Bündel zusammen gerolltes Geld in die Hand und sagte dabei, in meinen Zukunftstraum zahle ich alles in Dollar. Schon kurz danach, reihte sich der LKW in eine Kolonne ein und entfernte sich. Rolf sah das Geld in seiner Hand und zählte es heimlich auf dem Klo beim Morgenschiss. Nach seiner Morgentoilette die Rolf immer an der Gartenpumpe vollzog, packte er sein Kulturbeutel zusammen und ging zu Horst und Otto, die auf einer Bank im Hof saßen. Fritz hat mir etwas über achttausend Mark dagelassen. Ich nehme an das er an der Westfront Dollars bracht, sagte Rolf mit einen

Lachen im Gesicht. Horst sagte, gib es für die Bäuerin und die Frauen aus, sehe zu dass du ihnen irgendwie eine Freude machst. Damit sie ihren Hof nicht an die scheiß Bank verlieren, sagte Otto. Sie gingen in die Küche, wo die Frauen schon beim zweiten Frühstück saßen und schenkten sich auch eine Tasse Kaffee ein. Rolf sah die Bäuerin an und sagte, zieh dir nach den Essen etwas Vernünftiges an, ich möchte mit dir einen

 

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Ausflug nach Frankfurt Oder machen. Erstaunt sah sie Rolf an und fragte, was wollen wir da? Die Jungs und ich haben noch etwas Kleingeld übrig und dachten wir lösen deine Hypothek damit ab und schauen uns einmal um was ihr sonst noch so alles brauchen könnt, sagte Rolf mit einen freundlichen Lachen im Gesicht. Während sich die Frau reisefertig machte, trank Rolf mit

seinen Kameraden noch Kaffee in der Küche. Otto sah durch das Fenster einer Frau beim Holzhacken zu. Immer wenn sie sich bückte um ein Stück Holz aufzuheben um es auf den Hackklotz zu stellen, senkte Otto seinen Kopf um einen Blick in das Paradies zu erhaschen. Frauen können schon etwas wunderbares sein, sagte er mit einen Schlafzimmerblick und schloss die Augen. Otto – Otto, sagte Horst mit schüttelten Kopf, Dackellilly reicht dir wohl nicht? Rolf fuhr mit der Bäuerin in die Stadt und erledigte die Bankgeschäfte. In diesen oder jenen Laden machte man noch Besorgungen, soweit es irgendwie überhaupt noch möglich war. Die Stadt ist auch nicht mehr was sie einmal war, sagte die Bäuerin und lud dabei die neuen Töpfe und Pfannen auf den Kübelwagen. Es war zwar noch reichlich Geld vorhanden, aber es gab nichts mehr wofür man es hätte ausgeben Können. Industriewahren gab es ohne Ende, aber Lebensmittel und Kaffee waren knapp. Lass uns fahren, sagte die Bäuerin, daheim ist es doch am schönsten. Stimmt sagte Rolf, ihr habt da einfach alles was man braucht zum glücklich sein. Eine schöne Natur, genug zum Essen und trinken, sagte Rolf zu ihr und meinte, alles was euch fehlt ist Frieden und Ruhe. Die Bäuerin bedankte sich noch einmal für die

 

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Hilfe und sie waren beide froh wieder auf dem Hof zu sein.Wie ist es gelaufen, rief Otto, der ihnen entgegen gelaufen kam. Alles in Butter, sagte Rolf und sie gingen in das Haus, wo schon das Mittagessen auf sie wartete.

Die Frauen waren Sichtpaar erleichterter und fröhlicher als in den letzten Tagen. Außer Dackellilly, die war immer gut drauf und genoss einen jeden Schwanz den sie kriegen konnte. Für sie war die Welt zwar klein aber

Sehr Bund und farbenfroh und diese kleine Welt durchschritt Sie geil und bauäugig. Mann hatte noch nie soviel Naivität in einen einzigen Kopf gesehen, denn wo die anderen Frauen ein Gehirn hatten war bei ihr vermutlich eine Pfotze, und die benutze sie zum denken.Wenn sie irgendetwas nicht verstand lachte sie nur darüber und tat als ob sie die Frage einfach nicht gehört hat. Wenn man die Frage wiederholte, steckte sie sich die Finger in die Ohren und sang, la, lala, la ich kann nichts hören und verschwand von der Bildfläche.

Sie war schon ein sonderbares Mädchen, Blond, groß und üppig, supergeil und dumm wie Brot. Kurz und gut, die perfekte Frau für eine Nacht, denn beim ficken konnte sie es mit jeder anderen Frau aufnehmen und tat es auch. Nach dem essen gab es eine kleine

Lagebesprechung im Garten. Ich habe beim Generalstab erfahren dass der Amy schon weit hinter Dessau seine HKL ( Hauptkampflinie ) hat und auch der Russe hat weitere Bodengewinne gemacht. Also kann es sich nur noch um ein oder zwei Wochen handeln ehr der Schlamassel hier auch losgeht. Unsere Aufgabe ist es weiter auszubilden was wir können. Die vierzehn Rekruten die wir noch haben, sind ZBV ( zur besonderen Verwendung ) gestellt und sollen bis zuletzt

 

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weiter ausgebildet und auf einen Spezialeinsatz vorbereitet werden. So viel zur Lage, sagte Rolf und ließ den Kameraden ihren normalen Dienst wieder aufnehmen. Rolf machte seinen Rundgang durch die Stellungen und inspizierte die Rekruten. Als ihn sein Weg wieder am See vorbei führte sah er die BDM Mädels wieder bei ihren Flak Übungen zu und dachte als er sah wie sie sich nach einer Granate bückten um sie in den Lauf zu schieben dir würde ich auch wahnsinnig gerne eine Granate von hinten reinschieben und abschießen. Am Feuerleitstand erfuhr er dass die Flakausbildung nach Berlin Marzahn verlegt werden soll. Scheiße sagte Rolf, da müssen die Jungs jetzt immer gute drei Kilometer laufe um etwas essen zu können. Denn die nächste Möglichkeit war oben bei der Waffen SS. Aber den Weg konnte man ja mit in die Übungen einbauen. Heute Abend tanzt der Bär noch einmal so richtig am See, wenn du verstehst was ich meine und morgen Mittag sind wir schon in Marzahn. Schade dachte Rolf, es wirt immer schwerer hier eine gute Nummer zu schieben, na wenn alle Stricke reißen haben wir ja noch unsere Reserven auf dem Hof, und da

Ging immer etwas. Außer Dackellilly hatte Rolf da auch schon alles flachgelegt, was willig war. Na da wollen wir den Mädels eine Abschiedsfeier ausrichten die sie so schnell nicht vergessen. Zum ersten Mal konnte man hier Gefechtslärm hören, aber wo kommt das her? Rolf lief im Eilschritt zum Flak- Gefechtsstand zurück und ließ sich eine Verbindung zum Generalhauptquartier

Herstellen um zu erfahren was los sei und wo der Gefechtslärm herkommt. Es dauerte ewig bist die Verbindung endlich stand. Die andere Oderseite wird

 

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von starken Russischen Verbänden massiv angegriffen um unseren restlichen Truppen den Rückzug ab zuschneiten. Stubice auf der anderen Oderseite liegt bereits unter Dauerfeuer und musste von unseren Truppen endgültig aufgegeben und geräumt werden. Es besteht ab sofort erhöhte Alarmbereitschaft im gesamten

Frontabschnitt. Ach du scheiße, sagte Rolf, das ging ja schneller als ich dachte, wo steht der Amy jetzt genau, fragte Rolf den General? Einen Moment bitte ich schaue auf die Karte. Ah ja, hier bei Jüterbog, aber die Meldung ist auch schon ein paar Stunden alt. Rolf pass auf, wir haben veranlasst, dass du und dein Haufen nach Storkow verlegt werdet. Der Generalsstab ist der Meinung das ihr zwischen den Fronten besser einsatzbereit bleiben könnt, denn ihr könnt dann an der Ost und Westfront Operieren.Ich schicke noch heute die Marschbefehle heraus, sehe zu das ihr schnell an euer neuen Einsatzort kommt. Warum wir, wenn ich fragen darf, fragte Rolf seinen Freund den General, ihr habt doch dort genug Scharfschützen aus der Ausbildungseinheit Zossen oder irre ich mich da. Rolf du irrst dich gewaltig. In Zossen ist schon lange kein Hund mehr, die Hatte man alle nach Stendal versetzt und dort hat sie der Amy überrollt. Rolf legte den Hörer auf die Gabel und ging Nachdenklich zum Bauernhof und gab den Befehl die Truppe abmarschfertig zu Machen. Otto und Horst erzählten den Frauen was die Russen mit ihnen so alles anstellen würden und empfahl ihnen sich in Richtung Westen abzusetzen um die Amerikanischen Linien zu überqueren. Eine der Frauen hatte eine Schwester in der Nähe von Halle, dort wollten sie sich alle nach dem

 

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Krieg wiedersehen. Otto verkaufte das gesamte Vieh an den Versorgungsoffizier der Waffen SS und bekam einen Spitzenpreis dafür.Die Frauen begannen damit ihre gesamte Habe auf Pferdewagen zu verladen um in den frühen Morgenstunden zusammen mit den Scharfschützen den Hof zu verlassen. Doch den letzten

Abend und die letzte Nacht, wollte man noch einmal so richtig genießen. Am See branden ein paar Lagerfeuer und man badete wie immer, nackt in der warmen Abendsonne. Der Alkohol floss in Strömen und für genügend Fressereien war auch gesorgt. Die Männer vergnügten sich mit den Mädels vom BDM und standen auch sonst ihrem Mann so lange und oft er stand. Die dralle Bäuerin wollte es heute zum ersten mahl in ihren Leben so richtig wissen und erfüllte sich einen Traum und lebte ihn auch mit drei Rekruten voll aus. Die Jungs hatten alle Hände voll zu tun um sie so richtig auf Touren zu halten. Selten hatte man so eine kurze Nacht, denn die Zeit verging im Flug. Der Morgen graute bereit als die Bäuerin sagte, was ist denn bloß mit mir los, ich bin schon wieder scharf und fuhr einen der Rekruten in die Hose.Plötzlich brach in der Ferne ein Rießen

Gefechtslärm aus und man konnte zum ersten mahl den

Klang der Stalinorgeln auf Deutschen Boden hören. Ein grauenvolles zischen und Pfeifen durchschnitten die Luft und in geringen Abständen waren die Einschläge der Raketen deutlich zu vernehmen. Rolf sagte kommt, Kameraden, fertig machen wir treffen uns in zwei Stunden Abmarschfertig auf dem Hof.Rolf bekleidete noch seinen Engel der letzten Nacht zur Flakstellung wo sie noch ihre Adressen austauchten, denn man wollte sich nach dem Krieg wieder sehen. Mit schweren

 

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Köpfen von der Nächtlichen Sauferei saßen die Kameraden auf dem Bauernhof und warteten auf die LKW’s mit den Marschbefehlen für die Rekruten. Horst, Otto und Rolf hatten ja das Privileg sich überall frei bewegen zu dürfen um immer schnell einsatzbereit zu seien und handelten selbstständig wenn die Lage es erforderte, an sonsten wurden sie angefordert. Die Frauen hatten zum letzten Mal den großen Tisch im Garten eingedeckt und für sie Rekruten hatte man den Küchen und Stubentisch herausgeholt und eingedeckt. Das sollte unser letztes gemeinsames Frühstück werden, bevor wir nach Storkow in Marsch gesetzt werden sollten. Man aß in aller ruhe und genoss den Morgenkaffee, die Vögel zwitscherten in den Ästen der Obstbäume und ein Hauch von frischen Heu wehte aus der Scheune herüber. Wenn die Idylle nicht laufend durch den Lärm der Granateinschläge unterbrochen wurden wäre könnte mann denken, der Krieg sei noch weit weg von uns. Als das Mahl beendet war, verabschiedeten sich die Frauen und brachen auf in die Ungewissheit. Rolf stand mit ein paar Kameraden am Gartenzaun und sah der kleinen Wagenkolonne nach bis

Sie am Horizont verwunden waren. Hoffentlich kommen die heil durch, sagte Otto mit gesenktem Kopf. Horst lächelte, und fragte Otto, du hast wohl jetzt schon Sehnsucht nach deiner Dackellilly? Die Granateinschläge kamen hörbar näher und man konnte schon deutlich die Kalieber und Art der Granaten unterscheiden. Hauptsächlich waren es schwere Feldhaubitzen die aus maximaler Entfernung damit begonnen hatten die Deutschen Stellungen sturmreif zu schießen. Eine feige Bande, diese Russen, bemerkte ein

 

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Rekrut, sie schicken ihre Artilleriebeobachter vor die die genauen Positionen durchgeben zum Feuerleitstand wo der Einsatz der Geschütze koordiniert wird. Immer wen die Dreckschweine einen Deutschen Luftaufklärer

Bemerken und ihn nicht herunter holen können, machen sie einen Stellungswechsel der Geschützstellungen. An der HKL kommen nur Granaten an und keine nennenswerten Ziele. Sie demoralisieren damit unsere Truppenteile, die in ihren Stellungen lagen und hofften dass die nächste Granate nicht die Ihrige ist. Man kann nicht kämpfen gegen einen übermächtigen Feind dessen Standort und Bewaffnung man nicht kennt. Über die Stalinorgeln wusste man auch nur dass sie keine große Reichweite besitzt und meistens vor dem Sturmangriff der Muschkoten eingesetzt wurde. Die Stalinorgel besaß durch ihren pfeifenden und heulenden Anflugsklang eine sehr hohe Psychologische Wirkung und verbreitete den blanken Terror in den Deutschen Stellungen und Schützengräben. Rolf sagte zu seinen Kameraden, ich schaue einmal nach wo die LKW’s bleiben und ging herüber zum See, wo der Flakleitstand war um sich eine Verbindung zum Stab aufbauen zu lassen. Er ging am Seeufer entlang wo das Feuer der letzten Nacht noch klimmte und die Partyreste verstreut im Grase lagen. Ein Busch an der Uferböschung war mit den Schlüpfern der BDM Mädels geschmückt und eine Kette BH’s überspannte den Weg zu Flakstellung, Unmengen an leeren Flaschen, Kippen und Lebensmittelresten lagen noch herum. Mein Gott, sagte Rolf so vor sich hin, das ist ja ein wahrer Saustall hier. Und wurde dabei durch Otto’s Stimme aus den Gedanken gerissen. Die LKW’s sind da, Rolf, sagte er. Ich komme, erwiderte Rolf und

 

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drehte sich herum. Als Otto den Busch mit den Schlupfern entdeckte, lachte er und sagte, dass nenne ich einmal ein gelungenes Kunstwerk. Sie lachten und gingen dabei den Weg zurück zum Bauernhof wo die

LKW’s bereits auf sie Warteten. Rolf nahm von einem Unteroffizier der Wehrmacht die Mappe mit den Befehlen entgegen und las sie in aller Ruhe auf der Gartenbank. Die zwei LKW’s mit den Fahrern wurden ihn auf Kriegsdauer unterstellt. Jetzt habe ich die auch noch an der Backe, aber wer weiß, viel leicht ist es gut so, auf alle Fälle war man so schneller beweglich und konnte große Entfernungen in kürzester Zeit zurück legen. Er übergab das Kommando über den kleinen Fuhrpark, der jetzt immerhin aus zwei LKW’s und zwei Kübelwagen bestand an Otto und ließ sofort einen größeren Treibstoffvorrat anlegen.Kostrzyn wurde unter starkes Feindfeuer gelegt und aus der Luft angegriffen, in der Nähe von Lugi Gorzxckie auf de Polnischen Uferseite brachte der Russe seine schweren Feldhaubitzen und Selbstfahrlafetten in Stellung und begann damit ein massiertes Feuer über Kostrzyn zu entfachen. Rolf schob sich mit seiner kleinen Kolonne langsam in Richtung Westen über die tuttal verstopften Landstraßen, die gesamte Frond, war wieder in Bewegung geraden, und dass spürte man jetzt wieder deutlich auf den Straßen. Ein paar Kilometer vor einer Hauptkreuzung staute sich der Verkehr auf ein paar Kilometer länge. Eine ganze Panzerarmee wurde verschoben mit der dazu gehörenden Logistik. Da Rolf wusste was das für ein enormer Zeitaufwand das ist, lies er die Kameraden absitzen, damit sie sich die Beine vertreten konnten, denn die harten Holzbänke auf den

 

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LKW’s waren alles andere als Zuckerschlecken.Otto und Horst machten sich auf den Weg zur Kreuzung ob nachzusehen was da los war und vorl allen ob die Frauen die Kreuzung mit ihren Pferdewagen schon passiert hatten. Sie stellten fest, ja sie hatten die Kreuzung noch rechtzeitig erreicht und fuhren weiter in Richtung Halle.Als die zwei wieder am Kübelwagen ankamen, sagte Horst, das kann noch bis späht in die Nacht herein dauern. Rolf antwortete, ich bin schon dabei eine andere Route auszuarbeiten. Wir umfahren Berlin von der Nördlichen Seite, da müsste der Verkehr am dünnsten sein und in der höhe von Velten stoßen wir südlich durch das Hertz Berlins in Richtung Storkow über Buckow und Königs Wusterhausen müssten wir am schnellsten vorankommen. Rolf lies die Fahrzeuge Wenden und man nahm die neue Route und kam auch ganz gut voran. Gegen Mitternacht hatten sie Velten erreicht und gingen den Rest der Nacht in einen Wirtshaus in Biwak um sich zu verpflegen und eine

Mütze voll Schlaf zu erhaschen, bis es in den frühen Morgenstunden weiter ging. Rolf wollte unbedingt vor neun Uhr Berlin durchquert haben um in Buckow eine Rast von einer Stunde einzulegen.

Dank zweier Kradregulierungsposten kamen sie in Windeseile ins Buckow an und Rolf gab den befehl zum Rasten und ging zur nächsten Einsatzstelle um im Generalstab Meldung zu erstatten und die neue Position durchzugeben. Hier erfuhr Rolf, dass zwei Schützenpanzer zu seiner Unterstützung in March gesetzt wurden und in Storkow auf ihn treffen würden. Ich brauche doch keine Schützenpanzer, protestierte Rolf und beschwerte sich über die LKW’s die man ihn

 

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schon an das Knie gebunden hatte. Wir sind Scharfschützen und müssen schnell, leicht und beweglich sein um effektiv operieren zu können. Und sollen wir da noch den erwarteten Anforderungen genügen? Wollen sie meine Entscheidung in Frage stellen, brüllte der General in den Hörer. Nein natürlich nicht, entschuldigte sich Rolf und sagte, ich mein ja nur.

Unter uns, Rolf, ich beabsichtige ein ganz besonderes Ziel, was du noch merken wirst.

Rolf lies die Männer aufsitzen und sie bewegten sich durch Panzerkolonnen der Waffen SS in Richtung Königs Wusterhausen. Rolf saß nachdenklich in seinen Kübelwagen und versuchte den Worten des Generals einen Sinn zu geben. Denn sein Platz währe ja mit seinen Jungs an der HKL und nicht in Ruhestellung im Hinterland. Entweder sollten sie sich für einen knallharten Kampfeinsatz ausruhen oder man hatte was auch sonst für eine Spezialaufgabe für sie wo man auch

Schützenpanzer brauen würde. Was haben die mit uns vor und warum wurden sie zwischen zwei Fronten in ihrer Handlungsfreiheit so stark gelähmt, das ist hier die große Frage? In Königs Wusterhausen Hatte die Waffen SS einen Versorgungsstützpunkt eingerichtet den Rolf gerade Wegs ansteuerte um Proviant und benötigte Ausrüstung so wie genügend Treibstoff aufzunehmen. Es war bereits gegen Mittag und Rolf fasste den Entschluss die Kameraden hier essen fassen zu lassen bevor es weiter ging. Es waren nur noch ungefähr fünfunddreißig Kilometer bis zum Ziel und Rolf beschloss mit Otto zum Quartier machen schon voraus zu fahren. In Storkow fanden sie etwas abseits ein geeignetes Grundstück mit einer Scheune und

 

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Stallungen, daneben gab es ein Fischerhaus mit einem kleinen Bootsanleger für das Fischerboot. Ein kleines Räucherhäuschen qualmte vor sich hin und das Ufer war keinen Steinwurf entfernt. Perfekt, sagte Otto. Stimmt, erwiderte Rolf, das nehmen wir. Neben der Scheune lassen wir ein großes Zelt unter den Obstbäumen aufstellen, damit uns die verdammten Vögel nicht wieder andauernd den ganzen Tisch vollscheißen, sagte Otto mit einen Lachen auf den Lippen. Und dort trüben gibt es sogar fliesendes Wasser zum Waschen wir müssen nur noch die benötigten Scheißhäuer vom Stützpunkt mitbringen lassen und wir können einziehen. Rolf ging zur nächsten Befehlsstelle und veranlasste dass die benötigten Latrinen von den Kameraden mitgebracht wurden und setzte sie in March. Gegen Abend traf die Gesellschaft dann ein und begann sich häuslich nieder zulassen. Kameraden, sagte Rolf wer fertig ist mit seinen Feldlager kann schon einmal baden gehen. Natürlich war es wieder Otto der mit einer zusammengerollten Decke zum See rannte. Er sah sich um und staunte. Weiber, hier gab es jede Menge badende Weiber. Neugierige Kinder kamen herüber um zu sehen was das für Soldaten seien. Noch nie hatten sie die Uniformen gesehen und zeigten Respekt vor der Spezialeinheit. Die Jungs besichtigten voller Begeisterung die Orden und Auszeichnungen der drei Offiziere. Ein paar hundert Meter neben uns waren Flakstellungen eingerichtet und eine Artillerieeinheit untergebracht.Auf der anderen Uferseite in einen Waldstück lagen Panzereinheiten des Totenkopf Bataillon Viking in Ruhestellung.

Die Kameraden die ihr Feldlager bereits eingerichtet

 

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hatten gingen baden oder erkundeten die nähere Umgebung wie es Rolf mit Horst tat um herauszufinden

Was es für Angriffs oder Rückzugsmöglichkeiten gab um in Ernstfall schnell und sicher handeln zu können. Sie nahmen eine genaue Inspektion der Gegend und des Geländes vor und zeichneten wie immer ihre Karten um damit die Kameraden zu unterrichten und um die benötigten Angriffs oder auch Verteidigungsstellungen einzurichten. In den nächsten Tagen, stand Geländeaufklärung ganz oben auf dem Dienstplan, um perfekt einsatzbereit zu sein wenn es darauf ankommen würde.im Ort gab es mehrere Gasthäuser wo man noch ein Bier bekam und sich mit den älteren Leuten aus der Bevölkerung ungestört unterhalten konnte. Rolf interessierte sich wie immer für die Wege, Straßen, Brücken und Schleichpfade die nicht auf den Karten verzeichnet waren um seine persönliche Karte zu komplettieren. Denn wie die Vergangenheit schon oft gezeigt hatte ist eine genaue Ortskenntnis reines Gold wert. Horst hatte Rolf und Otto noch auf ein Bier eingeladen und sie hörten dabei den Wehrmachtsbericht aus der Göpelsschnauze. Der Amerikaner stößt mit seinen Panzerspitzen unter General Patten bereits auf Brandenburg zu. Der Iwan kam nun auch in Scharen über die Oder wo sie sich bereits mit den Amy vereinten. Und Göpels hild weiterhin seine Propagandareden und sülzte seine Durchhalteparolen durch den Äder. Kommentarlos schaltete der Gastwirt das Radio ab und ging Kopfschüttelnd in die Küche. Die Männer zechten noch eine geraume Zeit und begaben sich in ihr Quartier zurück, wo inzwischen die zwei

 

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Schützenpanzer mit Besatzung eingetroffen waren. Horst unterwies die Kameraden und teilte ihnen ihr

Biwak zu. Gegen Morgen machte sich Rolf wieder auf den Weg zum Raport wo man ihn riet sich hier nicht zu sehr einzurichten denn er solle schnell und leicht beweglich bleiben. Die Kameraden nahmen ihr morgendliches Bad im See und erledigten ihre Morgentoilette. Gegen neun Uhr als alle Einheiten mit dem Frühstück fertig waren, gingen die Scharfschützen als letzte essen.Gegen zehn bekam Rolf den Befehl von einen Melder überbracht. Fronteinsatz mit drei dreier Gruppen. Die Gruppen sind sofort nach Frankfurt Oder in Bekleidung der Schützenpanzerwagen in March zu setzen. Rolf beschloss selber mitzukommen. Otto, Horst und Rolf suchten sich ein jeder die besten zwei Schützen unter den Rekruten aus und Rolf bestimmte einen Zugführer der in seiner Abwesenheit das Kommando im Biwak Übernahm. Rolf ließ die Schützenpanzer für seine Zwecke umrüsten und nahm nur den Fahrer mit dem MG Schützen mit.Er warf alles heraus was sie an Ausrüstung nicht brauchen konten und belegte den Platz mit der Ausrüstung der Scharfschützen.Gegen elf setzten sich die zwei Fahrzeuge auf den Weg zur HKL in Bewegung. Rolf saß im Führungswagen mit der Karte in der Hand und sagte zum Fahrer des Schützenpanzers, wir fahren über Beeskow biegen sie links ab und folgen sie der Hauptstraße. Es sind zwar nur noch sechzig Kilometer bis Frankfurt Oder, aber bei den verstopften Straßen konnte man einfach nie sagen wann man dort seien würde. Otto saß mit seiner Dreiergruppe mit im Führungsfahrzeug und Horst folgte mit seinen Männern

 

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im zweiten Schützenpanzer. Frankfurt Oder, lächelte Rolf. Hoffentlich existieren unsere vorbereitete Stellungen noch, sagte Otto nachdenklich und studierte dabei die Karten die sie vor ein paar Wochen dort angelegt hatten. Horst sprach seinen Kameraden Mut zu und munterte die auf wo er nur wusste oder konnte.Immerhin würde es für die Rekruten der erste Kampfeinsatz werden und da durfte keine Panik ausbrechen. Horst wusste das es vier bis fünf Kampfeinsätze bedarf eher der Spreu vom Weizen getrennt war. Langsam, meisten sogar nur im Schritttempo bewegten sich die Fahrzeuge der Beeskower Landstraße in Richtung Front. Die Straßen waren tudtal mit Flüchtlingen aus Pommern, Schlesien oder wo her auch immer verstopft und wir waren auch nicht die einzigen die an die Front mussten.Teilweise kam der Verkehr ganz zum erliegen.die Straßenränder waren von liegen gebliebenen Fuhrwerken und

Fahrzeugen eingefasst und unpassierbar. So eine Scheiße, schrie Rolf, das ist ja zu Hühnermelken. Es ist bald zwei Uhr und wenn ich mich umdrehe sehe ich Storkow noch. Eine vor uns fahrende LKW Kolonne hatte die Männer absitzen lassen damit sie sich die Füße vertreten konnten. Wer will kann auch absitzen, aber ihr bleibt hier beim Fahrzeug oder lauft in Richtung Beeskow, da können wir euch wieder einsammeln.

Rolf ging zu fuß nach vorn um herauszufinden warum es nicht weiter geht. Schon nach ein paar hundert Metern kannte er die Antwort, es hatte sich wie ein Lauffeuer nach hinten durchgesprochen, in der nähe von Wendisch Rietz werden Panzer der Waffen SS auf die

 

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Straße geführt. Ihnen folgt das Hermann Göring. Scheiße, sagte Rolf jetzt sitzen wir fest. Er ging zu

Seinen Fahrzeug zurück und studierte die Karte mit den Schleichwegen die er von den Einheimischen hatte, aber da war auch nichts Brauchbares dabei. Also hieß die Devise warten. Wenn es doch nicht wenigsten so eine Affenhitze wäre, da stand man schon auf einer Waldstraße im Schatten und schwitzte doch wie ein Hund. So einen heißen und langen Sommer hatten sie Noch nie erlebt. Otto saß ein Stück abseits im Wald mit Rolf und sie redeten über die Frauen vom Bauernhof und hätten gerne gewusst ob sie durchgekommen sind. Die Zeit mit Dackellilly war sehr schön, sagte Otto, man die kann ficken und geil ist die. Ich werde sie in meinen ganzen Leben nicht vergessen. Rolf sagte, ich wäre jetzt auch viel lieber bei meiner gut gepolsterten Bäuerin. Aber es soll nicht sein, sagte Rolf und schaute dabei in Richtung Südwesten, wo Halle lag. Für einen kurzen Moment, konnte man denken, Rolf wolle der Frau folgen. Doch er stand auf und ging zum Schützenpanzer und holte sich etwas zu essen und setzte sich mit an den Straßenrand wo die Kameraden aus einen liegen gebliebenen Fuhrwerk die Tische und Stühle geholt hatten und zu einer Tafel zusammenstellten. Horst zerte sich mit seinen großen Pranken ein Sofa vom wagen und machte darauf seine Beine lang und schlief ein wie ein Baby. Schaut euch den an, der macht es richtig und sie suchten sich alle Matratzen zusammen und hauten sich hin. Es sah aus wie ein Zigeunerlager, aber es war bequemer als im Schützenpanzer. Am folgenden Vormittag hieß es wieder aufgesessenen es geht weiter. Die Fahrer starteten die Motoren und kiesen sie warm

 

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laufen. Stück für stück setzte sich die Kolonne in Bewegung und es ging im Schritttempo weiter. Im

Ersten Gang und Standgas fuhren die Fahrzeuge im Schneckentempo in Richtung Front. Der Fahrer hielt an und schaltete den Motor ab, das machen die Motoren nicht mit, das Wasser kocht im Kühler und verdampfte in Windeseile so dass die Fahrer laufend nachfüllen mussten. So kommen wir ja nie an, sagte Rolf, aber was sollte er tun, tragen konnte man die Schützenpanzer ja auch nicht. Rolf mach dich nicht verrückt, lachte Horst, du findest deinen Krieg schon noch früh genug und

Wenn nicht warten wir hier bis er uns findet. Stimmt, sagte Rolf, denn immerhin bewegen wir uns aufeinander zu. Die Sache hat nur einen Schönheitsfehler, denn wir wollen ihn bei Frankfurt nicht über die Oder lassen. In der Zwischenzeit wurde Frankfurt mit allen Kaliebern zusammengeschossen und zerbombt, aber die benötigte

Sturmreife besaß es noch lange nicht. Über den Seelower höhen ging ein Stahlgewitter nieder wie man es noch nie gesehen hatte, dach die Deutschen Verbände hielten der Übermacht stand.Am Abend, bei Einbruch der Dunkelheit hatte Rolf mit seinen Verband den Ortsrand von Beeskow erreicht und sie standen schon wieder still wegen irgendwelchen Truppenverlegungen. Scheiße, tobte Rolf wieder, na wenigsten kommen kaum noch Flüchtlinge, bemerkte Otto.Stimmt, also entweder haben sie die Brücke gesprengt oder geschlossen denn das alle Flüchtlinge schon die Brücke passiert hätten,konnte man sich beim besten Willen nicht vorstellen. Über Dreißigtausend Mann der Wehrmacht waren noch auf der anderen Oderseite und mussten durch das Nadelöhr Oderbrücke bei Frankfurt

 

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geschleust werden. Wo der Iwan im Moment genau stand, konnte ohnehin keiner genau sagen. Rein theoretisch konnte der Iwan auch schon wieder durchgebrochen sein wie es schon einmal der Fall war bevor er zurückgeworfen worden wurde. Auf den Seelower höhen tobte eine erbitterte Abwehrschlacht wo es unseren Schweren SS Verbänden gelang den Feind zurück zu werfen. Der Wehrmachtsbericht brachte auch nichts Neues außer Göpels Propaganda. Die Männer machten schon seit längerem Witze über ihn, wie ZB. (Auch wenn der Feind sagt, ich hätte einen Klumpfuß, so lügt er. Denn das ist die Badarie für mein unerschütterliches Mundwerk) usw.Man konnte nur noch mit dem Kopf schütteln und sich sein Teil dabei denken. Es geht endlich weitern nur wie lange wusste keiner. Sie fuhren ziemlich zügig bis kur vor einen anderen Ort namens Müllrose. Was ist den das für ein

Ortsnamen, lachte Otto, das klingt ja wie eine Mülldeponie auf der man Rosen züchtet. Nun brach ein allgemeines Gelächter im Schützenpanzer aus. Für einen Müllhaufen ist es aber ziemlich groß, ich schätze drei tausend Einwohner, sagte Rolf und schaute dabei auf seine Landkarte. Auf den Feldern waren überall schon Geschützstellungen zu sehen, dessen Rohre nach Osten gerichtet waren.Sie begannen damit eine Salve nach der anderen zu verschießen. Spätesten hier wussten wir, der Krieg hat uns wieder eingeholt. Das ist unsere 8,8 sagte Rolf und gab seinen zwei Rekruten einen Anschauungsunterricht. Voller Ehrfurcht schauten die zwei Rolf dabei an und ihre blauen Augen strahlten. Sie waren jetzt heiß und branden darauf endlich die Feuertaufe zu bekommen. Rolf, komm, es geht weiter,

 

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rief Otto ihn zu und sie Bestiegen die Fahrzeuge und verschwanden damit in Richtung Hohenwalde. Sie versuchten im Schützenpanzer eine Mütze voll Schlaf zu nehmen, doch das wurde von der Schüttelei und dem Geschützdonner verhindert. Man fuhr erst ein Stück durch ein Waldgebiet und kam dann auf freies Feld, wo man die ersten Granateinschläge sehen konnte.ab hier sah man auch nur noch Fahrzeuge die sich in Richtung Front bewegten. Man kam nun bedeutend schneller vorwärts und sie trafen in Hohenwalde gegen Mittag ein. Rolf Organisierte sofort die Verpflegung der Männer und ging in die Kommandozentrale und ließ sich wieder eine Verbindung zum Generalsstab aufbauen. Er erhielt die Order bis auf weiteres in Hohenwalde Stellung zu beziehen. Na wenn die Herrn es so wünschen, dachte Rolf und suchte eine ruhige Ecke, etwas abseits vom Geschehen und befahl den Männern sich auszuruhen. Kaum das sie sich etwas hingelegt hatten, wurden sie von einen lauten Granatenheulen und dicht Folgenten Einschlägen wieder hochgerissen. Eine Salve Granaten war im Ortskern eingeschlagen und setzte dabei einen kompletten Häuserzug in Flammen. Als sich zahlreiche Männer zusammen mit der Ortsfeuerwehr am Brandherd eingefunden hatten und mit den Löscharbeiten begannen, folgte den Granaten ein heftiges Schrapnell und Kartätschenfeuer was alle sich am Brandherd befindliche Männer tötete. Des Russen Lieblingstaktik, sagte Rolf und machte seinen Rekruten klar sich niemals in Frontnähe an Löscharbeiten oder Bergungsaktionen zu beteiligen, weil die Gefahr zu groß sei von Folgegranaten erwischt zu werden. Rolf suchte

 

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nun eine Unterkunft in einen alten, etwas abgelegenen Haus was keine Granate wert war und befahl den Männern sich so gut wie möglich auszuruhen, da jeden Moment ein Kampfeinsatz folgen Könne. Die Männer befolgten den Befehl und legten sich hin. Rolf dagegen musste zur Befehlsstelle um den Standortwechsel bekannt zu geben.Er ging an Trümmer und ausgelaugten Soldaten vorbei und fragte sich wo das alles noch enden werden sollte. Aber er war ja ein Soldat und kein Politiker und konnte ohnehin nichts an der Sache entern.Im Ortskern schlugen wieder schwere Granaten ein und stellten schwerste Beschädigungen an der Infrastruktur an. Es schlug immer eine Sechser Salve ein und nach einer kurzen Feuerpause folgte ein Schrapnell und Kartätschenbeschuss in schneller Folge. Die Russen legten so nach und nach den gesamten Abschnitt unter Fernfeuer. Sie schossen alles zusammen ohne das wir

Nur einen Russen sehen Konten. Ihre alte Taktik, Fallschirmjäger die als Artilleriebeobachter eingesetzt wurden. Sie waren bestimmt in der Nähe in einer Stellung wo sie alles beobachten konten. Rolf machte seine Meldung und äußerte beim Generalstab seine Meinung. Dieselbe Meinung vertreten wir hier auch im Stab und es soll deine Aufgabe werden sie unschädlich zu machen. Du wirst mit deinen Jungs das gebiet säubern und in Frankfurt wie befohlen in Stellung gehen. Sein Freund der General, sagte noch, Rolf hald die Ohren steif, bevor er den Hörer auflegte. Am nächsten Tag kamen die Marchbefehle und sie setzten sich in Bewegung. Rankfurt und Umgebung wurde von Rolf und seinen Kameraden mehrmals erkundet und man wusste genau welche Stellen für Beobachtungen

 

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taugten. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichten sie Frankfurt. Rolf gab den Befehl zum absitzen. Er schickte die Schützenpanzerwagen zum Einsatzort vor zu Oderbrücke und unternahm einen Erkundung’s und Aufklärungsmarch um die Gesamte Stadt. Rolf verteilte seine Männer an den Markanten Stellen die in Frage kommen würden und sollte Recht behalten. Es gelang ihnen in dieser Nacht alle vier Beobachtungsstellungen aus zuschalten. Nun schossen die Russen wieder Blind ihre Granaten in der Gegen wirkungslos herum. Als sie gegen Morgen in den Befehlsstand vor der Oderbrücke kamen und die Erkennungskapseln und Soldbücher der Russischen Fallschirmjäger auf den Tisch legten, sagte der Oberbefehlshaber, gut gemacht Kameraden und willkommen in der Hölle.Rolf wies seinen Männern ihre Stellungen zu und bezog selber Stellung in den extra für ihnen hingestellten Jagdpanzer. Die Anderen Kameraden

Lagen hinter Sandsäcken oder Geschützschieden getarnt in ihren Stellungen und warteten auf den optimalen Schuss. Sie hatten den ausdrücklichen Befehl nur auf Russische Offiziere zu schießen. Der Rest des Tages verlief relativ ruhig und es gab keine nennenswerten Angriffe der Russen. Das Oberkomanto hatte die gesamte Frontlinie umgruppiert und die Oderlinie weiter verstärkt. Gegen Morgen begann der Russe zu Stürmen mit alten Polnischen Ausflugsdampfern und Fischerbooten versuchten sie die Oder zu Überqueren.Es war für uns wie ein schlechter Witz. Im ersten Augenblick wussten wir nicht ob wir lachen oder schießen sollten. Ein paar gezielte Schüsse aus unserer Pak und ein paar MG Garben machten den Spuk sofort wieder ein Ende. Horst gelang es bei diesen

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angriff einen Politkommissar zweiter Klasse auszuschalten. Schon nach kurzer zeit folgte eine zweite und eine dritte Welle mit leichten Booten aller Art, es war wie auf einen Schießstand. Die Männer warfen ihnen Handgranaten in die Gummiboote oder schossen ihnen ihre Fischerkähne einfach unter den Arsch weg. Die Russen begannen damit an der Polnischen Uferseite Sandsäcke und Bauschutt aufzustapeln, Rolf beobachtete gerade einen Russischen Major der da gerade Anweißungen gab. Rolf legte langsam aber gekonnt seinen Karabiner an und hatte sofort seien Kopf im Fadenkreuz, aber noch bevor er den Abzug betätigen konnte, sackte er leblos zusammen. Einer der Rekruten hatte ihn einem gezielten Schuss zwischen die Augen gesetzt. Das war ein Meisterschuss, dachte sich Rolf, aber eigentlich sollte es sein Schuss werden. In den nächsten Stunden konnte man keinen Offizier in der Odernähe sehen. Es begann schon wieder langweilig zu werden als Rolf auf der anderen Seite einen Russischen Scharfschützen ausmachte wie er auf ein Potenzielles Ziel auf unserer Seite anlegte. Rolf zielte gut und genau, kurz danach löste sich der Schuss und verließ den Lauf um sein Ziel zu erreichen. Mit weit aufgerissenen Augen sackte er zusammen und das Blut kam wie aus einen Wasserhahn aus seiner Stirn gelaufen. Sorgfältig beobachtete er das andere Ufer mit seinen Feldstecher. Am Himmel waren wieder Russische Aufklärer zu sehen, wie sie von unserer Flak beharkt und heruntergeholt wurden. Weit im Hintergrund konnte man auf der anderen Uferseite sehen wie die Iwans aus Bauholz von den zerstörten Häusern Floße bauten und

 

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unter heftigen Beschuss an das Oderufer schleppten Otto machte sich einen Spaß und schoss sie in ihren

Arsch und hatte seine wahre Freude daran wie die Muschkoten jaulend davon hüpften. Dieses Treiben wurde von einem Oberst der Wehrmacht beobachtet und an den Generalsstab weitergemeldet. Die Herren im Stab hielten es für eine verdammt gute Idee. Denn die verwundeten würden jede Menge Männer binden, denn sie musten versorgt werden. Tote dagegen ließ man einfach liegen aber verwundete machten Arbeit und lähmten die Einheiten.Ab sofort sollten sie ein jeden Verwunden den sie vor den Lauf bekamen und alle Offiziere weiterhin töten. Otto machte es einen Rießen Spaß den Vergewaltigern die Eier wegzuschießen. Rolf schoss sie meisten durch die rechte Schulter oder in die Beine, Horst war ein guter Schütze und versuchte seine Feinde auch so schwer wie nur möglich zu verwunden. Die Muschkoten lagen meist auf freiem Feld und schrien wie die Schweine am Spieß. Ein jeder der versuchte ihnen Zuhelfen bekam auch sofort eine verpasst und konnte sich glücklich schätzen wenn es nicht Ottos Kugeln waren. Sie musten aushalten bis die Nacht hereinbrach und selbst da wurde Routinemäßig alle paar Minuten Leuchtspur verschossen.Der Himmel erhellte sich und gab sein gesamtes licht über das Zielgebiet preis, so dass die Kameraden ein sehr gutes Schussfeld hatten und dies auch ausnutzten. Da die Russen bemerkt hatten mit was sie es zu tun haben, wagten sie sich kaum vor. Unsere Aufgabe war es sie zu demoralisieren und ihre Kampfmoral damit zu schwächen. Doch die meisten Muschkoten waren ständig so besoffen das sie nicht einmal merkten dass

 

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sie an der Front waren. Die Kommissare sorgten dafür dass immer genügend Wodka vorhanden war. Ihr Wodkaverbrauch war so enorm dass er mit Kesselwagen der Eisenbahn in das Kriegsgebiet geschafft werden

Musste und wurde in Feldflaschen oder Kochgeschirre ausgegeben, wer das bereits verloren hatte, soff den Schnaps aus seinen Stahlhelm oder den Stiefeln.Der Wodka machte ihnen Mut und lies sie wie die Wahnsinnigen kämpfen. Die Muschkoten wurden von den Offizieren wie Ungeziefer behandelt und hatten bei einem Kampfeinsatz die Lebenserwartungen von nur wenigen Minuten. Sie waren meist auch nur dumme ungebildete Bauern, Jäger oder was auch immer aus allen teilen Russlands zusammengewürfelt, Sie sprachen meist nicht einmal dieselbe Sprache und konnten sich untereinander nur selten verstehen, und nichts des zu

Trotz hatten sie alle dasselbe Ziel. Sterben für ihr Volk und Mütterchen Russland. Sie wurden zu allen aufgaben herangezogen die für einen Parteigenossen, Kommissar

Oder Offizier unzumutbar waren. Sie musten mit den bloßen Händen Mienen räumen oder Blindgänger entschärfen. Aber in ihren Suff begriffen die armen Idioten sowieso nicht was sie das gerade machten. Die meisten von ihnen kamen aus der Tundra oder Sibirien und waren schon von Haus aus Inzuchtgeschädigt, außer ihren kleinen Dorf wo jeder Jede vögelt hatten sie in ihren Leben noch nichts erlebt und waren sogar noch dankbar für die lange schöne Abenteuerreise an die Front, wo es den Wodka gratis gab. Heute floss der Wodka wieder in Strömen und die Kommissare hielten wieder ihre Propaganda und Hassreden. Das sieht nach einem Großangriff aus, sagte Rolf und befahl seinen

 

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Männern sich sofort in den Ortskern zurück zu ziehen, bis das Sturmfeuer der Stalinorgeln und Haubitzen beendet sei und wenn der Sturm einsetz die Stellungen wieder zu bemannen. Es war ein Mörderisches Trommelfeuer! Auf unserer Seite gab es zahlreiche Verluste die sofort durch frische Truppen aufgefüllt wurden bevor der Sturmangriff begann. Die Verwundeten wurden so schnell wie nur Möglich von den Sanis und Hilfstruppen zum Verbandsplatz gebracht.Wenn Möglich wurden die gefallenen Kameraden auch in das Hinterland verbracht und in einen Massengrab beigesetzt. Denn es war ein verdammt heißer Sommer und man musste Säuchen mit allen Mitteln verhindern. Denn in der Hitze setzte der Verwesungsprozess schon nach wenigen Stunden ein und ein Höllischer Leichengestank machte sich breit.

Die Russen versuchten wieder mit selbstgebauten Flößen über zu setzten. Es war ein jämmerliches Bild wie sie volltrunken über ihre eigenen Füße stolperten

Und mit den Floß auf die Schnauze vielen noch bevor sie am Ufer angelangt waren. Die Scharfschützen leisteten ganze Arbeit, sie hatten schon zahlreiche Offiziere und Kommissare ausgeschaltet und hunderte Verwundete Produziert. Ihnen wurde Postum das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen und durch den Befehlshabern Übereicht.In Reihe und Glied standen die Rekruten im Ascheregen stramm um ihre Auszeichnungen entgegen zunehmen. Ihre Uniformen färben sich von der Flugasche der Brennenden Häuser in Windeseile ganz weiß und ließ sie wie Schneemänner aussehen. Uns ereilte die Nachricht das Armeegeneral Schuzkow mit der fünften Russischen Panzerarme auf

 

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dem Weg zur Oder sei und müsse unbedingt aufgehalten werden. Das hatte uns Gerade noch gefehlt, sagte Rolf zu Otto, denn sie Wussten das die Fünfte mit den berüchtigten T34 ausgestattet war und unseren Panzern durchaus Ebenwürdig oder sogar besser waren. Es waren leichte wendige und sehr gut bewaffnete Panzer und durch seine geniale Form gibt es keinen guten Aufschlagwinkel für Panzerbrechende Granaten. Rolf hatte selbst schon in einen früheren Gefecht erlebt das die Granden wie Tennisbälle einfach nur abprallten und dabei keine nennenswerten Kratzer hinterlassen hatten, doch er war verwundbar. Die Pak Einheiten hatten deshalb den Befehl erhalten auf den Drehkranz zwischen Turm und Wanne zu feuern. Ein so angebrachter Schuss, sprengte meistens den Turm von der Wanne. Es war nur fast unmöglich so einen Schuss zu setzen, dass die Panzer ständig in schneller Bewegung waren. Da rollt was auf uns zu, sagte Otto, und sie gingen in ihre Stellungen zurück um weiter den Russe in den Augen zu haben. Sie bauten am anderen Ufer eine große Leinwand auf und wir fragten uns was sie damit bezwecken wollten. Nach Einbruch der Dunkelheit gab es Frontkino für uns, sie zeigten alte Bilder von St. Petersburg und Moskau aus Friedenszeiten, anschließend brachte man einen Streifen über Deutsche Kriegsgefangene die auf einer Paradiesischer Südseeinsel zusammen mit nackten Frauen in saus und braus gefangen gehalten wurden. Die Russischen Generäle bedienten sie von vorn bis hinten mit den erlesensten Speisen und Stalin schenkte dazu Wodka aus. Nun wollten sie uns mit einem Lautsprecher

 

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der oben an der Leinwand angebracht war zur Aufgabe über reden, doch Horst schoss mitten im Satz das Kabel

Durch um die Rede zu unterbrechen. Nun rollten sie ihre Leinwand wieder zusammen und machten die Übertragung aus sicherer Entfernung aus einem Lautsprecherwagen den sie nicht unter Feuer nehmen konten weil er hinter Ruinen stand. Nun müssen wir uns das Gesülze anhören, sagte Otto und versuchte sich die Ohren zu zuhalten. Rolf ging zu einer Haubitzenstellung und überredete den Geschützführer den Spuk ein Ende zu bereiten.Es bedurfte keiner langen Überredungskunst, denn den armen Hunden taten auch schon die Ohren weh von den Gejaule was der Lautsprecher mit seinen Rückkopplungen von sich gab. Der Geschützführer hatte in Wirklichkeit schon lange auf so einen Feuerbefehl gewartet um eine Granate punktgenau in das Zielgebiet zu setzen. Schon beim ersten Schuss Konnte man sehen wie der Funkwagen der Russen sich ein paar Meter in die Luft erhob und dabei exploitiert. Die gesamte Deutsche Oderfront stand geschlossen auf und klatschte Beifall. Endlich war die alte Ordnung wieder hergestellt und die Leute versuchten wenigsten etwas Schlaf zu erhaschen. Gegen Morgen gab Rolf den Rückzugsbefehl für seine Männer durch. Er hatte bemerkt dass sie unkonzentriert und nervös wurden. Das ist für einen Scharfschützen das Todesurteil wenn er seine Nerven nicht behalten kann, also mussten sie in Ruhestellung gehen um neue Kraft zu sammeln. Sie hatten ja auch eine enorm hohe Abschussquote erzielt. Rolf forderte den Rest seiner Schützen an, die immer noch in Storkow in Ruhestellung lagen an um mit ihrer Hilfe eine Art

 

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Vierschichtbetrieb an der Front einzurichten. Die Kameraden wurden unverzüglich in March gesetzt und folgten mit den LKW’s und Kübelwagen. Gegen Abend sollten sie eintreffen und sofort die Frontstellungen übernehmen. Rolf wollte die Front nicht den gesamten Tag ohne Scharfschützenunterstüzung lassen und ging in dem Jagdpanzer rechts neben der Oderbrücke in Stellung. Der Iwan versuchte schon seit Tagen die Brücke zu stürmen und schaffte es sogar einmal mit gepanzerten Fahrzeugen bis in das erste Drittel vor zu dringen. An der gesamten Front war man sich sicher dass die T34 nahezu ungehindert die Brücke passieren würden wenn wir sie nicht sprengen würden, doch einen solchen Befehl gab es nicht, es hieß nur offenhalten so lange es möglich ist. Die Pioniere sind auch jetzt angerückt und sehen nicht die geringste Möglichkeit da noch eine Ladung anzubringen denn die Russen hatten auch gute Scharfschützen in ihren Reihen, und die gingen auch nicht zimperlich mit unseren Jungs um.

Sie waren Meister ihres Fachs und scheuten sich auch nicht einen stinkenden Leichenhaufen als Tarnung zu wählen und gruben sich darin ein um solange auszuhalten bis sie ein lohnendes Ziel ausmachen konnten. Da war nichts für empfindliche Deutsche Nasen aber den Russe machte das schon lange nichts mehr aus, sie lauerten in Feldlatrinen oder waren im Schlamm vergraben, sie machten einfach vor nichts halt um an ihr Ziel zugelangen und dabei waren sie unheimlich erfolgreich. Die Deutschen Scharfschützen waren zwar auch gefürchtet und berühmt berüchtigt, aber sie hatten auch einen gewissen Ehrenkoteschs der sie nicht zu Leichenflätteren deklarierte. Rolf verbrachte

 

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Den Tag ohne besondere Zwischenfälle im Jagdpanzer und observierte die feindlichen Linien wo er gelegentlich einZiel ausmachte und auch sofort ausschaltete. Sei größter Feind war nach wie vor die Sonne, die den Panzer meisten unerträglich aufheizte.Wenn die Kameraden der Waffen SS nicht gelegentlich mit einen Wasserschlauch den Panzer von hinten besprengten würden könnte es kein Hund im inneren aushalten. Gegen sieben traf die Ablösung ein und wurde von Rolf sofort unterwiesen und an den richtigen Stellen platziert. Mit hängenden Schultern und schweren Schrittes schlenderte er jetzt zurück in die Ruhestellung um wieder einmal so richtig auszuschlafen, sofern man das überhaut in Frontnähe konnte. Otto, Horst und die anderen Kameraden waren schon wieder auf den Beinen und durchstöbern die Gegend nach ein paar Flaschen Bier oder Wein, doch die gesamte Mühe war umsonst.Frankfurt Oder war bereits leergesoffen.So eine Schweinescheiße, schimpfte Otto, nichts zu saufen, nichts zu ficken, nur einen Höllenlärm und das nennt sich neuerdings Erholung, wo soll das bloß enden? Horst sagte ich habe einen tiefen Keller gefunden, der scheint mir so einiger maßen still zu sein, sagt Rolf bescheid, und bringt meine Klamotten mit ich warte hier auf euch. Die Kameraden weckten Rolf und packten all Sachen zusammen und zogen um.Als sie am anderen Morgen die Kameraden an der Front ablösen wollten, führte sie der Weg wieder an den Platz vorbei wo Rolf Schlief. Jetzt war da ein Grader und es lagen noch rauchende Trümmer herum. Rolf erschrak und sagte, meine Herrn, beinah wehre der Krieg für uns aus gewesen. An der Frontlinie ist das

 

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geräumt und ein wilder ungeordneter Abzug begann, was ist den los wollte Rolf von einem Major wissen? Der Russe ist auf breiter Front in den Morgenstunden durchgebrochen, die fünfte russische Panzerarmee steht nur noch zehn Kilometer von hier. Wir haben den Befehl für den Rückzug erhalten und sollen um Großberlin eine neue HKL aufbauen.

Bei den verstopften Straßen machte es sich jetzt bezahlt, das Rolf hier in der Gegend genaue Geländeaufklärungen durchgeführt hatte und einen jeden Schleichweg kannte. Er beschloss in einen weiten Bogen nach westen in Richtung Berlin vorzustoßen und wählte eine Route über Lübben aus. Man entschied sich die meiste Zeit durch die Wälder zu fahren in Richtung Friedland.Am Tage fuhr man in den Wäldern und

Größere freie Flächen bezwang man bei Nacht. In der Nähe bei Schernsdorf blieb der erste Schützenpanzer wegen Spritmangel liegen, da der Tank des zweiten Panzerwagens auch bereits fast leer war beschloss Rolf das bisschen Kraftstoff auf die zwei LKW’s aufzuteilen und die Schützenpanzer unbrauchbar stehen zu lassen. Sie zerstörten die Zündanlage und ließen das Motorenöl ab. Otto hätte sie ja am liebsten gesprengt, aber das konnte unsere Position verraten. Da wir ohne Informationen und ohne Funkgerät den Wald durchquerten und uns nur auf die Karte und einen Kompass verlassen konten. Gegen Abend als die Dämmerung einsetzte ging Rolf mit Otto auf Spähtrupp um Schernsdorf zuerkunden und um neue Informationen zu bekommen. Das gesamte Dorf war wie ausgestorben, es gab zwar jede Menge Flüchtlingsschrott an den Straßen, aber die Menschen schienen auf dem ersten

 

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Blick weg zu sein. Sie schlichen von Haus zu Haus bis sie ein paar Stimmen hörten, das scheint mir ein Wirtshaus zu sein, sagte Otto und nach einem Moment gingen sie langsam hinein. Hier saßen sie, die restlichen Dorfbewohner, am Stammtisch und zechten wie in Friedenszeiten. Otto sprach mit dem Wirt, wehren dessen befragte Rolf die alten Männer am Stammtisch. Sie tranken mit ihnen zwei Bier und machten sich auf den Rückmarsch. Als sie bei den übrigen Kameraden wieder eintrafen, hatten die sich bereits schlafen gelegt. Rolf ließ von Otto alle wieder wecken und antreten. Kameraden, sagte Rolf, wir können nicht weiter nach Westen, da ist bereits der Amy, wir müssen wieder die verstopfte Strecke über Storkow nehmen, und dass im

Eiltempo! Sonst kassiert uns der Russe ein. Sie machten sich wieder auf den Weg so schnell wie möglich wieder Anschluss an Deutsche Truppenverbände zu bekommen.Rolf hatte die Landkarte auf der Motorhaube des Kübelwagens ausgebreitet und Horst stand mit Otto daneben als Rolf mit ihnen die neue Route besprach. Kameraden, sagte er, wir werden den Weg über Mixdorf nehmen von dort aus geht es weiter über Merz und bei Ragow werden wie wieder auf die Hauptstraße in Richtung Beeskow abbiegen. Wenn wir jetzt richtig Gas geben, könnten wir noch vor den Odertruppen auf der Hauptstraße sein und währen somit auch eher an der neuen HKL und könnten noch ein paar Stunden schlafen bevor die Scheiße von vorn los geht.Die Besatzungen aus den Schützenpanzern hatte ihre Ausrüstung mit auf die LKW’s geladen und sich mit zwischen die anderen Kameraden gezwängt. Aus allen Himmelsrichtungen stießen sie auf irgendwelche Fahrzeuge die alle dasselbe

 

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Ziel hatten. Kurz vor Merz kam eine Gradmeldereinheit aus dem Wald und machte ihnen die Straße dich, so das Rolf’s Einheit schon wieder zum stehen kam und erst nach einer halben Stunde die Möglichkeit bekam den Gradmeldern im Schneckentempo zu folgen. Langsam aber sicher hatten sie in den Morgenstunden Ragow erreicht. Es standen Regulierungsposten der Waffen SS auf der Straßenkreuzung und die hatten den strickten Befehl, erst die gesamten Panzer dann die dazu gehörige Logistik, danach würden sie die Straßen wieder für jedermann freigeben. Rolf ging wieder zu seiner Einheit zurück und sagte zu seinen Kameraden, wir hängen hier für Stunden fest und schilderten die Lage. Ein jeder legt sich hin und versucht noch etwas schlaf zu finden. Doch die im Eiltempo näher rückende Front machte das fast unmöglich, denn nun wurden sie auch fast Pausenlos aus der Luft angegriffen. Rolf sagte zu Otto, wir haben noch das Glück in einer kleinen Seitenstraße zu stehen, auf der Hauptstraße wären wir bereits den Feuer der Bortkanonen der Russischen Tiefflieger ausgesetzt, und das macht mir Kopfschmerzen. Ich habe deshalb den Entschluss gefast, die Kameraden noch ein paar stunden schlafen zu lassen und dann geht es per Schusters Rappen weiter. In großen ganzen werden wir immer parallel der Hauptstraßen folgen und so wenigstens die benötigten Lebensmittel von den fahrenden Truppen abzuzweigen. Das halte ich auch für eine gute Idee, lachte, Otto und unterrichtete Horst von den Vorhaben. Rolf machte sich wieder auf dem Weg zur Kreuzung und sprach dort mit einem SS Gruppenführer. Rolf hatte

Erreicht dass die Kameraden der SS seine gesamte Ausrüstung so wie die LKW und

 

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Schützenpanzerbesatzungen mit zur HKL nehmen würden.Nun waren sie nur noch siebzehn mann, die sich mit leichten Gepäck auf dem machten. Bereits nach wenigen Stunden, ließ Rolf rasten. Mittagspause sagte er, und setzte sich auf einen umgefallenen Baum der am Rande des Waldweges lag und überprüfte an Hand der Karte mit seinen Kompass den Weg. Rolf winkte Horst und Otto zu sich und sagte zu ihnen, setzt euch und seit einmal leise. Sie taten es, wussten aber nicht warum sie es tun sollten bis Rolf fragte, na was hört ihr. Sie lauschten noch einmal richtig in die Gegend und Otto sagte, nichts, ich höre auch nichts, sagte Horst und schaute Rolf mit großen Augen an. Eben sagte Rolf, wo

Ist der Krieg? Stimmt sagte Otto, die schießen nicht mehr. Merkwürdig, warum konnten sie nichts hören, fragten sich die Männer, und Otto sagte scherzhaft, wir werden doch nicht den Russen doch noch besiegt haben. Die anderen Kameraden waren alle aufgestanden und versuchten etwas zu hören was mit dem Krieg zu tun hatte, aber es war Still bis kurz danach wieder ein heftiges Feuergefecht in der Ferne zu hören war. Komisch, sagte Horst zu Otto, ich habe schon für einen Moment geklaubt, der Krieg sei aus und ich würde Zuhause sein und hinter dem Ackerpflug herlaufen, mein Junge brächte mir das essen und eine Flasche Hagebuttentee auf das Feld und ich nahm ihn in meine Arme um mit ihm zu knuddeln.Meine Frau steht in der Küche und bereitet das Mittagessen zu. Otto lachte laut und sagte dabei, ich habe an Dackellilly gedacht wie sie mir im Garten den Buckel gewaschen hat. Mir scheint

 

 

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die Front hat sich wieder festgefahren, sagte Rolf, das Geschützfeuer scheint sich nicht zu nähern. Auf Männer, befahl Rolf, wir haben noch ein schönes Stückchen Weg bis zur HKL Berlingürtel die Rekruten traten an und horst befahl, ohne Tritt March und die Männer setzten sich wieder in Nordwestlicher Richtung in Bewegung. Rolf ließ sie bis in die Späten Abendstunden hart Marschieren und sie übernachteten in einen Waldstück südwestlich von Beeskow.Die gesamte Nacht hindurch hörten die Kameraden das Feuer nur aus der Ferne. Rolf sagte, es hört sich an als ob unsere Truppen den verdammten Russen mit Arschtritten wieder über die oder jagen, wo sie hergekommen sind. Leider waren es nur Vermutungen, die man nicht überprüfen konnte. Bei Morgengrauen,

Ließ Rolf die Kameraden weitermarschieren bis sie wieder auf die Deutschen Linien stießen. Sie erreichten schon nach drei Kilometern Geschützstellungen der Wehrmacht, wo Rolf seine Männer verpflegen ließ und sie als Flankenschutz in Stellung brachte.

Hier war es wenigstens noch ruhig und die Kameraden hatten nichts anderes zu tun als wie essen und schlafen, denn der Feind war ja noch weit weg. Komisch, sagte Otto zu Rolf, ist dir eigentlich schon aufgefallen das alle Kanonen nach Osten ausgerichtet sind, obwohl im Westen der Amerikaner stark im Vormarsch war. Stimmt, sagte Rolf das kann ich mir auch nicht so richtig erklären und fragte den Batterieführer. Das kann ich mit einen Wort beantworten, sagte er, Befehl, der Erklärung lautet befehl, natürlich weiß ich das der Amy uns im Genick sitzt, aber das ist uns noch lieber

Als der Russe von vorn, antwortete der Batterieführer.

 

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In der Tat, der Mann hat recht,sagte Rolf nachdenklich, vom Amy wussten sie kaum etwas und hatten aus diesem Grund auch keine Angst vor ihn, aber die verdammten Dreckrussen hatten sie schon oft genug hautnah erleben müssen und waren ihnen hasserfüllt bist in den Tot. Mann hatte gesehen was die Muschkoten mit den Frauen in Polen gemacht hatten und wie sie kinder vergewaltigt und dann totgeschlagen hatten. Dabei waren die Polen doch gar nicht ihre feinde, das waren doch wir die deutschen. Mann konnte sich nicht in seinen größten Albträumen vorstellen was sie mit unseren Frauen und Kindern anstellen würden. Genau diese Gedanken machten uns Kampfentschlossener denn je. Rolf war gerade damit fertig geworden eine Schützenmulde in einen dichten Schlehengebüsch auszuheben als Horst kam und sagte was in diesem Wurzelwerk puddelst du herum warum nicht, fragte Rolf? Da vermutet doch keiner dass sich jemand so eine Arbeit macht und wo keiner vermutet wird, schoss man auch nicht gleich hin. Stimmt sagte Horst und schaute dabei zu wie Rolf seine Stellung weiter ausbaute und sie komplett abtarnte bis nichts mehr von ihr zusehen war. Nun ging Rolf zusammen mit Horst los und überprüften die Stellungen der Rekruten, mein lieber mann, die haben aber schnell gelernt wo es darauf ankommt, denn die zwei alten Hasen hatten Schwierigkeiten die Stellungen auszumachen. Erstklassig, sagte Rolf und lobte seine Jungs und stärkte damit die Kampfmoral seiner Männer. Unermüdlich ging Rolf auch durch die Stellungen der Wehrmacht und sorgte dafür dass die Tarnung verbessert wurde wenn es nötig war. Er lag mit

 

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den Rekruten und Den unteren Rängen der Wehrmacht in denselben Stellungen und machte ihnen Mut.

Es war bereits eine Bunde Truppe die zum teil aus Fallschirmjäger und Panzergrenadieren Bestand. Rolf hatte schon die zeit vergessen als jemand sagte Herr Oberst, Essen fassen. Nun schaute er auf seine Uhr und sagte oh, ist es schon wieder so weit, und ging mit den Kameraden zur Feldküche um etwas zu essen. Otto sagte, man Rolf leg dich nach dem essen etwas hin, du hast schon seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen.stimmt, antwortete Rolf und legte sich nach dem essen in seine Stellung und schlief auch gleich ein. Otto schlich wie gewöhnlich um die Küchenbullen, wie ein kleiner Köter der einen Knochen abfassen wollte und es gelang ihnen tatsächlich eine Flasche Korn zu besorgen. Rolf schlief tief und fest wie schon lange

nicht mehr, In seinen Traum war er zuhause und saß mit seinen Vater unter der Linde im Hof. Sie sprachen über das Dammwild während sein Vater sein altes Jagdgewehr von Pulverrückständen befreite und mit etwas Öl wieder auf Hochglanz brachte. Seine Schwester stand vor dem kleinen Gehege wo sie die Fundtiere wieder aufpebbelden und später wieder in den Wald entließen. Seine Mutter hatte Kuchen gebacken und den Tisch im Hof unter der eingedeckt, man saß gemeinsam am Tisch und genoss den duftenden Kaffee.Rolf nahm ein Fernglas und sein Gewehr aus dem Schweren Eichenschrank und tat sich Brot und Speck in seinen Rucksack, während ihn seine Mutter eine Thermoskanne Jägertee zubereitete. Rolf ging in seinen Traum wieder in seinen eigenen Wald um zu Jagen wie er es früher immer getan hatte. Einmal, als er

 

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wieder auf seinen Hochstand im Wald war und gerade einen kapitalen Bock ausgemacht hatte, wurde dieser von knackenden Ästen vertrieben. Als Rolf sein Fernglas ansetzte um zu sehen warum der Bock weggerannt war, sah er deutlich die Frau eines Bauern aus der Nachbarschaft wie sie mit einen Jungen von nur sechzehn Jahren Hand in Hand durch den Wald schlich und sich ausgerechnet vor den Hochstand legten und mit ihren Liebesspielen begannen. Wie gelähmt saß Rolf auf dem Hochsitz und traute sich nicht das geringste Geräusch von sich zugeben. Er wollte nicht das seine Nachbarin mitbekommt das er sie beim ficken mit seinen Fernglas genau zwischen die Beine sehen konnte, sie waren so nah das er mit seinen Feldstecher ihre Haare an der Pflaume hätte zählen können, wenn er nur gewollt hätte. Der Junge war der Sohn des Knechtes der

Bei ihnen angestellt war. Sie stand auf junge Burschen und es war für sie das größte wenn sie einen jungen Schanz mit ihrer Rießen Möse verschlingen konnte. Sie hatte gewaltige Brüste und stand auch so ganz gut im Futter. Während Rolf ihnen bei dem treiben zusah, regte sich etwas in seiner Hose und er wäre am liebsten dabei, denn die Pralle Frau hatte genug für zwei, doch Rolf traute sich damals noch nicht und heute bereute er es beinahe täglich. Rolf wurde von sich nähernden Granateinschlägen aus dem Schlaf gerissen, die Front kam wieder in Bewegung, doch diesmal wieder in Richtung Berlin.Rolf stand auf und ging zu Horst herüber und sagte, kein Grund zu Panik, das ist auf der anderen Seite von Beeskow. Hier gibt es ein fach zu viele Gräben Teiche und Sumpf. Es ist ein größerer Fluss vor uns und Unzählige Dränaschegräben, hier

 

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kommen sie nicht mit schwerem Gerät durch ohne stecken zu bleiben. Kaum hatte Rolf seinen Mund geschlossen hörten sie auch schon Motorengeräsche. Panzer, das müssen Panzer sein, sagte Horst. Stimmt ich tippe auf T34. Das Motorengeräusch war heftig aber näherte sich nicht ganz im Gegenteil, sie gaben Vollgas aber blieben auf der Stelle.Sie klärten die Lage sofort auf und stellten fest, es waren tatsächlich zwei T34 die sich da im Sumpfigen Gelände festgefahren hatten.

Rolf gab den Befehl die Panzer außer Gefecht zu setzen, die Kameraden schlichen sich von allen Seiten heran und gingen in Deckung. Die Russen versuchten die Panzer wieder flott zu bekommen, in dem sie vor und zurück fuhren oder auf der Stelle drehten. Doch sie versanken deutlich tiefer. Nun durfte man keinen Iwan

Aus dem Panzer lassen damit sie ihn nicht von Hand ausgraben konnten. Als der erste seinen Kopf aus der Turmluke steckte um auszusteigen, viel er sofort leblos wieder in das innere den Panzers zurück. Nun drehten sie den Gefechtsturm und feuerten wahllos überall hin wo sie einen Scharfschützen vermuteten und schossen jede Menge Fahrkarten. Der eine Panzer hatte seine Kanone nach hinten geschwenkt um das gebiet abzusichern und der andere sicherte nach vorn. Sie schwenkten die Panzertürme ständig im neunzig Gradwinkel hin und her, damit sie sofort feuerbereit waren wenn ein Ziel auftauchte.Rolf forderte von hinten zwei Panzergrenadiere an denn sie kamen mit ihren Stahlkernen nicht durch die Panzerung des T34. Langsam robbten die Grenadiere mit ihren Panzerfäusten auf ihr Ziel zu um eine geeignete Schussposition zu finden die Scharfschützen hielten die

 

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Panzer im Schach in dem sie abwechseln aus verschiedenen Richtungen auf ihn feuerten. Sie schwenkten ihre Kanone und bekamen nicht mit von wo genau der jeweilige Schuss abgefeuert wurde. Wahllos feuerten sie in der Gegend herum doch ihre Schüsse waren alle samt zu hoch, denn die Kameraden waren weiter am Panzer als die Russen vermuteten. Eine höllische Detonation sprengte den Turm des ersten Panzers ab und die gesamte Munition im inneren begann zu explodieren. Wie bei einen Feuerwerk schossen die Leuchtspurgeschosse der Maschinengewehre aus der Panzerwanne und durchpflügten den Himmel. Die zweite Explosion folgte und durchschlug den Motor, der kurz darauf feuer fing. Nun waren die Schützen wieder gefragt und sie

Belauerten den angeschlagenen Panzer wie ein Rudel Wolfe auf der Jagt. Bis die Turmluke durch eine heftige Explosion aufgerissen wurde, weil man im inneren des Panzers mehrere Handgranaten gezündet hatte. Die Kameraden lagen in ihren Stellungen und sahen zu wie die zwei Panzer völlig ausbranden und zogen sich erst zurück als sie sicher waren das kein anderer Russenpanzer den zweien gefolgt war, aber wahrscheinlich waren die dummen Schweine sowieso nur vom Weg abgekommen.Im Kommandobunker war in der Zwischenzeit der befehl eingegangen, Feindkontakt und Kampfhandlungen vermeiden wenn möglich und auf neue Befehle warten, danach brach der Funkkontakt einfach zusammen und konnte bis jetzt nicht wieder aufgebaut werden. Rolf nutzte die Situation und gab Seinen Leuten den Befehl, die Ausrüstung zu überprüfen und erfuhr dadurch dass die Männer nur

 

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noch über wenige Kampfsätze Munition verfügten und das benötigte Kalieber gab es in dieser Artillerieeinheit nicht. Rolf wusste das die Lage ernst war, denn mit dem bisschen könne man einen längeren Kampfeinsatz nicht durchstehen. In der gesamten Einheit war es nicht möglich geeignete Waffen oder Munition aufzutreiben. Wo die eigenen Linien waren oder die versorgungsstüzupunkte hin verlegt wurden waren wusste man nicht und sag auch keine Möglichkeit es heraus zu bekommen, da das einzige Funkgerät noch immer schwieg. Eine mörderische Idee fuhr Rolf in den Kopf, wenn unsere nichts für uns haben, bedienen wir uns doch bei den Russen! Er stellte einen Spähtrupp zusammen und übernahm selbst die Führung und schlichen bei Nacht über die HKL Östlich von Beeskow. In ein kleines Waldstück hatten sich die verdammten Russen breit gemacht. Sie schlichen heran um die gesamte Lage aufzuklären. Schon nach kurzer Zeit bemerkte man das es sich hier um russische Flintenweiber handelte die als Regulierungsposten eingesetzt wurden und mit Maschinenpistolen bewaffnet waren. Sie waren gerade dabei in einen großen Kessel ihre Wäsche zu waschen und hatten dementsprechend wenig an. Die Dummen Weiber haben noch nicht einmal eine Wache aufgestellt, sagte Otto leise zu Rolf. Die Weiber haben einfach ihre MPI’s an einen Baum gestellt und kümmerten sich nicht um sie.Rolf sagte, wenn es noch etwas dunkler ist, läs lässt du zwei Mann heranschleichen und die Dienger einfach klauen. Bis es so weit war, beobachtete man die Gegend und sah den

Weibern zu wie sie ihre hässlichen Liebestöter wuschen und wie die Schulmädchen herumalberten. Die haben

 

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noch nie einen ernsten Beschuss mitgemacht, flüsterte Otto; Rolf in das Ohr und sie sahen dabei zu wie ihre MP’s mit samst den Munitionstrommeln den Besitzer wechselten. Otto grinste Rolf mit einem hinterlistigen Blick an und sagte, jetzt wo die wehrlos sind gehören sie noch richtig durchgevögelt. Dass lass mann lieber, sagte Rolf, nicht dass dir noch der Schwanz abfällt, wer weis was die am Wanst haben und gab den Befehl zum Rückzug. Als sie gegen Morgen mit den Beutewaffen in die Stellungen zurückkehrten gab es immer noch keine Funkverbindung.Acht MP’s hatten sie erbeutet mit je vier Munitionstrommeln, das entsprach einen Kampfsatz, also nicht viel. Ein Tropfen auf den heißen Stein, sprach Rolf, aber es war besser als nichts. Hätten wir doch die Weiber lieber richtig Maß genommen, lachte Otto und sagte, da hätten wir mehr davon gehabt als wie ein paar fast leere Knarren. Otto hat mal wieder nur das ficken im Schädel, schüttelte Horst den Kopf und ging in den Kommandobunker um zu sehen ob die Verbindung wieder steht. Rolf sagte zu den Kameraden, legt euch hin und ruht euch aus, esst und sammelt Kräfte, denn wie es im Moment aussieht können wir hier nicht mehr lange bleiben. Denn mit so wenig Munition waren sie nur noch bedingt einsatzfähig und ohne Funk bestand auch keine Möglichkeit welche im Kampfgebiet abzuwerfen. Sie hatten nur zwei Möglichkeiten, abrücken und sich zu den Deutschen Linien nach vorn durchkämpfen, oder einen Melder losschicken und hoffen dass er durchkommt, was die schlechtere Alternative war. Rolf fasste den Endschluss noch bis zum Morgengrauen zuwarten und dann seine Endscheidung noch einmal zu überdenken. Er ging mit

 

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in den Befehlsbunker um mit den anderen Offizieren über das Problem zu sprechen. Die machten sich auch gerade ihre Gedanken, weil die Lebensmittel langsam aber sicher zur Neige gingen und man entschloss sich mehrere Melder auf verschiedenen routen zur HKL zu schicken um die Bedarfsanforderung bei der nächsten Funkmöglichkeit oder Befehlsstelle durchzugeben. Der Befehlshaber lies die gesamte Truppe in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen. Rolf sendete von seinen Haufen zwei Spähtrupps aus um auf den laufenden zu bleiben.Die übrigen Kameraden genossen mit vollen Zügen die sengende Nachmittagssonne und bräunten ihre Körper, als es nichts anderes zu tun gäbe. Rolf

Wurde es im Bunker zu stickig da einige der Kameraden sich eine Zigarre angesteckt hatten. Rolf als eingefleischter Nichtraucher ergriff bei solchen Gelegenheiten die Flucht an die frische Luft.

Er stand jetzt mit anderen Offizieren hausen in den flachen Graben und sie schauten mit den Feldstechern in die Runde ob irgendwelche Bewegungen auszumachen waren. Langsam verlagerte sich der Geschützdonner immer weiter in Richtung Berlin und hier wurde es zunehmend leiser. Rolf studierte seine Karte und sagte, zu seinen Kameraden, wir sind hier in einer Stratetieg unwichtigen Stellung und es lohnt sich nicht uns anzugreifen, vielleicht hat uns der Russe auch schon lange überrannt und wir haben nichts davon mitbekommen. Das wäre wenigsten eine logische

Erklärung für den sich entfernenden Geschützdonner, sagte Horst und schaute Rolf mit großen Augen an. Aber eines war sicher, so lange sie Gefechtslärm hörten, war auch Krieg. Die Spähtrupps waren auch noch nicht

 

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wieder zurück und dabei waren sie auch schon Wieder seit wenigstens einer Stunde überfällig. Die Offiziere wurden zunehmend nervöser und diskutierten noch einmal über den letzten Befehl den sie erhalten hatten. Rolf beschloss am nächsten Morgen abzurücken, wenn sich bis dahin nichts an der Lage geändert haben sollte. Mit Einbruch der Dunkelheit kamen die Spähtrupps wieder zurück und berichteten das sie weder Deutsche noch russische Truppen im Umkreis ausgemacht haben, nur in der Ferne ist ´Gefechtslärm auszumachen. Weiterhin konnte man im Westen sich zurückziehende Einheiten ausmachen. Rolf entschloss sich mit seinen Schützen sofort sich in Richtung Westen in Bewegung zu setzen, denn er fürchtete zwischen zwei Fronten zu geraden. Jetzt informierte er auch die anderen Offiziere und äußerte seine Bedenken. Sie wahren mit ihm einer Meinung, aber ohne Befehl konnten sie nichts tun als da zu warten wo man sie hingestellt hatte.Rolf befahl seinen Männern ihr Marschgepäck noch einmal abzuspecken und überließ den hier ausharrenden Männern die russischen MPI’s mit der Munition. Rolf sorgte dafür das seine Kameraden so leicht wie nur möglich voran kamen und da wollte er ihnen nicht zumuten die schweren Fremdwaffen mit der Munition auch noch zu schleppen. Die Kameraden waren bereits nach zehn Minuten marschbereit und setzten sich in Bewegung. Rolf hatte zusammen mit Horst eine Route

Ausgesucht die wenig natürliche besaß. Zum Glück spielte der Mond mit und erhellte die Nacht auf angenehme weise und gab den Kameraden genügend Sicht um die gesamte Nacht durch zu marschieren.Gegen Morgen als die Morgendämmerung

 

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anbrach, begann ein heftiger Beschuss, aber das Feuer ging über die Männer trüber. Sie befanden sich also doch im Niemandsland.Die russischen Stalinorgeln gaben ihnen ein höllisches Konzert in denen die Feldhaubitzen die Paukenunterstützung zu sein schienen. Rolf machte eine Bahnunterführung aus und die Männer konten sie als Splitterschutz nutzen. Sofort stellte Rolf einen Spähtrupp zusammen der den genauen Abschussort der Stalinorgeln ausmachen sollte und Rolf erkundete mit Otto wo die Geschosse genau einschlugen. Die Einschlagsstellen würden ihnen verraten wo sich die Deutschen Linien befinden. Der Spähtrupp meldete dass die Stalinorgeln keine drei hundert Meter von hier ohne Außenposten in Stellung waren. Sie mussten also in der Nacht ohne es zu bemerken an ihnen vorbei gegangen sein. Nun ließ Rolf die Letzte Munition der Siebzehn Kameraden auf sechs Mann aufteilen und beschloss sie mit zwei Scharfschützengruppen anzugreifen. Er gab den Befehl dass alle gleichzeitig schossen, wenn sie gerade eine Salve abfeuerten. Die Kameraden schlichen sich langsam heran und nutzen die Nebelbänke die der Sumpf und die Gräben in den Morgenstunden aufsteigen ließen. Als die Kameraden ihre Stellungen bezogen hatten, schossen sie wie immer zuerst auf die Offiziere und zuletzt auf die schlecht ausgerüsteten Muschkoten, sie sprengten kurzer Han die die Raketenwerfer und zog sich zurück zu Bahnunterführung, wo die restlichen Kameraden sich verschanzt hatten. Langsam aber Zielbewusst arbeiteten sich die Kameraden bis an die Deutsche HKL heran. Sie waren bereits so nah, dass sie die ersten Geschütze

 

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sehen konnten. Rolf ließ mit der Signalpistole Leuchtkugeln verschießen und Rief, Scharfschützenzug Rolf Müller kommt herein, nicht schießen. Sie standen aus ihrer Deckung auf und gingen auf die Deutschen Stellungen zu. Rolf sah wie ein jeder schritt von ihnen und seinen Kameraden, von zahlreichen Maschinengewehren belauert wurde. Als sie die Deutschen Stellungen erreicht hatten, übergab Rolf die Erkennungshülsen der Russen, mit den Worten, ein kleines Souvenir von den Kameraden. Wir sind buchstäblich mit der letzten Patrone hier angekommen, habt ihr das Passente Kalieber für uns in eueren Beständen, fragte Rolf? Nein bekam er von dem Major zu hören, aber hinter uns liegt Infanterie! Rolf ließ seine Männer erst einmal an der Feldversorgung Essen fassen und er ging herüber zur Infanterie um ein paar Kisten Munition zu besorgen, was ihnen auch gelang. Die Kameraden wurden alle mit sechs Kampfsetzen aufgerüstet und Rolf gelang es weiterhin genügend Verpflegung für die nächsten paar Tage zu beschaffen. Nach dem Mittagessen, marschierten sie weiter in Richtung Berlin, wo sie für den Häuserkampf eingesetzt werden sollten. Sie quälten sich durch Sümpfe oder überquerten zahlreiche Bäche, Flüsse oder Gräben. Die Wälder und Wiesen bzw. Felder wollten einfach kein Ende nehmen. Immer Wieder stießen sie auf Deutsche Truppen die hier überall in Stellung lagen und auf den Russen warteten. Rolf hatte keine Schwierigkeiten seine Männer zu versorgen und bekam überall, mit seinen Führerbefehl ausgestattet was sie benötigten. Nach einem verdammt harten Marsch stießen sie mitten auf den Schmoeldesee. Rolf ließ die Männer Rasten und

 

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studierte mit Horst die Karte.Sie mussten über die andere Seite, den See zu umwandern, würde noch einmal fünf bis sechs stunden oder mehr dauern. Überqueren wir den See doch einfach, sagte Horst. Daran habe ich auch schon gedacht, aber sehe dir doch einmal die Kameraden an, sie sind Fertig und die hälfte von ihnen kann nicht Schwimmen.Rolf ging mit ein paar Kameraden den See aufklären und sie entdeckten im Schilf ein altes Ruderboot das halb. Rolf sagte zu Horst, wir setzen sofort über und rasten auf der anderen Seeseite, da liegen bestimmt Truppen. Denn so ein natürliches langes Hindernis bot sich an als Schutz für Artillerie oder andere schwere Geschütze die durch den See nur noch eine Flankendeckung brauchten. Horst ließ von den Kameraden das Boot fertig machen und Rolf ließ vorsichtshalber Leuchtkugeln verschießen um ihre Ankunft anzumelden. Sie setzten in vier Etappen über und waren in einer Stunde schon in den Deutschen Artilleriestellungen angekommen. Rolf besorgte mit Otto den Kameraden eine Warmverpflegung und suchte eine geeignete Stelle zum biwakieren. Sie legten sich hin und schliefen wieder im freien, wie sie es in den letzten Tagen nur getan hatten. Rolf der wie immer nicht schlafen konnte, lag nur da und grübelte über alles Mögliche nach.Rundherum konnte man Ottos

Schnarchtöne vernehmen, denn der schlief so fest wie schon lange nicht mehr. Im Morgengrauen, stand Rolf auf und erkundete die gesamte Gegend. Durch Gespräche mit den anderen Offizieren, erfuhr Rolf das sich keine zwei Kilometer von hier eine Flack Ausbildungseinheit für Frauen des BDM befindet. Das musste Rolf natürlich sofort aufklären. Es war die ihnen

 

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bekannte Ausbildungseinheit. Er sprach mit den Ausbilder und erfuhr dabei das ein großer Teil der Mädels noch dabei sei und erst in ein paar tagen ihre Stellungen vor und in Berlin beziehen würden. Denn es seien schon wieder einhundertfünfzig neue Auszubildende unterwegs.Rolf durchkämmte das gesamte Lager nach seiner Freundin, aber sie war schon mit als erste nach Berlin Ausbildungseinheit und Organisierte, das seine Männer wieder mit hier versorgt werden und besetzte eine schöne Stelle unweit vom Seeufer. Rolf ging zurück und gab den Befehl die neue Ruhestellung zu beziehen. Otto bekam den Auftrag ein paar Zelte von den Artilleristen zu leihen und ein paar Feldbetten wenn möglich. Sofort machte er sich mit ein paar Kameraden auf dem Weg um den Befehl auszuführen. Host fragte Rolf, da drüben war es dir wohl nicht schön genug? Doch, sagte Rolf, aber hier ist mehr Abwechslung, lachte Rolf und erzählte das die BDM Mädels hier sind und schon seit langen keinen Kontakt zu Männern hatten. Na, das nenne ich mal wieder eine gute Nachricht, lachte Horst und ging zu den Kameraden um die Neuigkeit preiszugeben. Otto kam mit den benötigten Zeltausrüstungen und für jeden ein Feldbett zurück und sie machten sich unermüdlich daran ein Zeltlager zu errichten. Die Sonne schien schon wieder unerträglich heiß durch die Baumkronen und die Männer wollten wieder seit langen ein erfrischendes Bad nehmen und eine gründliche Körperpflege durchführen. Die Wäsche musste gewaschen werden und die Stiefel hatten es auch sehr nötig. Nach dem Mittagessen, sagte Rolf, Kameraden, von zwei bis sieben ist putz und Flickstunde angesagt, von sieben bis

 

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acht Abendessen und dann Ausgang bis sechs Uhr Morgens.Die Männer brachen in regelrechte Freudenschreie aus und machten ihre Arbeit besonders gründlich. Denn frisch gewaschen und rasiert wollte man ja den Mädels imponieren. Rolf saß zum Mittagessen mit dem Schaf der Ausbilder zusammen und veranlasste daß die Mädels auch in den Ausgang dürfen. Die Offiziere waren ganz froh darüber, endlich einmal wieder etwas Ruhe zu haben, denn das Geschnattere der Weiber war auf die Dauer ganz schön anstrengend.Von der Frond war kaum noch etwas zu hören, das bedeutete nichts Gutes. Entweder bereitet der Iwan eine Offensive vor oder er ist schon wieder durchgebrochen. Rolf ging zum Artillerieleitstand um etwas Neues zu erfahren, aber da wusste mann noch nichts von einen Durchbruch, als blieb nur noch ein Großangriff übrig. Die Frage war nur noch, wann? Rolf ging zu seinen Kameraden und nahm auch ein gründliches Bad und eine Rasur, denn die hatte er auch dringend nötig. Otto lag bis zur Brust im Wasser und rauchte dabei eine dicke Zigarre, wo hat der die denn schon wieder her, fragte sich Rolf und schüttelte den Kopf dabei. Einige gelaufen die zu starken Entzündungen führten und nun vom Sani behandelt werden mussten. Rolf befreite die Kameraden vom Dienst und befahl ihnen alles dazu beizutragen damit sie so schnell wie nur möglich genesen, denn man wusste noch nicht wann es weiter gehen musste. Für den Nachmittag war eine Lagebesprechung für die Offiziere anberaumt wurden an der Rolf teilnahm um Neuigkeiten über die Frond und die Gesamtlage Deutschlands zu erfahren. Kurz und gut, sagte ein einst für die

 

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Besprechung herbeigeeilter General, die Lage ist beschissen und das ist noch geprahlt. Der Amy schießt schon bis Brandenburg und der Russe drückt auf Eberswalde zu. Und wie es hier aussieht, teilen sich die Russen und umgehen das gesamte Wassergebiet um Dolgenbrodt und Umgebung. Es ist möglich dass schon in den nächsten Stunden der Rückzugsbefehl rausgeht, damit ihr nicht eingeschlossen werdet. Der Russe hat nur noch Berlin im Kopf, denn wenn er das, hat er gewonnen. Unsere Aufgabe lautet, den Russen mit allen Mitteln aufhalten. Denn wenn schon, dann soll der Amy sich uns einverleiben und nicht die krummlinigen Kosaken. Das hörte sich alles gar nicht gut an und Rolf überlegte wie der seine Fußkranken so schnell wie möglich nach Berlin bekommen würde und sprach mit den General darüber.Der veranlasste sofort das die Elf Männer mit dem Sanitätszug der gerade nach hinten verlegt wurde mitgenommen wurden. Rolf viel ein stein von der Seele, die Verantwortung war er los und die verbleibende Kampfstärke reichte noch aus um jeden Kampfeinsatz durchzuführen. Sie waren jetzt noch sechs mann, drei alte Kampferfahrene Haudegen und drei gerade Feuergetaufte Jungschützen die sich gerade ihre Sporen verdient hatten. Zusammen waren sie ein sehr disziplinierter Haufen mit Eiswasser in den Artern die Ihre Kampfeinsätze mit höchster Genauigkeit planten und in die Tat umsetzten. Rolf forderte seine Kameraden auf sich auf einen schnellen Stellungswechsel einzustellen. Langsam brach der Abend herein und die übrigen Männer gingen zum Essen in die BDM Feldversorgung wobei sie schon einmal einen Blickkontakt mit den Mädels pflegten und

 

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sie für den Abend zu See einlud. Bei Einbruch der Dunkelheit, füllte sich das Seeufer mit en Mädels, die sich nackend zum Baden begaben. Die Kameraden kamen sich plötzlich vor wie Hechte in einen Karpfenteich und gingen wildern. Die Mädels wussten

Genau was in absehbarer Zeit auf sie zukommen würde und wie ihre Überlebensquoten waren. Deshalb dachten sie gar nicht erst an Morgen und genossen das Leben noch Heute mit vollen Zügen und Zügeloser Hemmungslosigkeit. Sie hatten alle denselben Gedanken, nach einmal hemmungslosem leidenschaftlichem Sex, bevor sie vor ihren Schöpfer treten würden. Die Kameraden die schon seit längerer Zeit abstinent leben mussten hatten ihre wahre Freude daran und sie konnten für ein paar Stunden den Kriegsalltag vergessen. Die Weiber führten sich auf wie nymphomane Schlampen in einen Frontpuff. Sie konnten einfach nicht genug bekommen und machten selbst vor einen Oberst nicht halt, als der Alkohol seine Wirkung getan hatte, zwei junge Damen gaben Rolf ein ausgiebiges Flötenkonzert in D- Moll. Es war ein angenehmer und entspannender Abend für die Kameraden und es tat ihnen sehr gut, wieder einmal so richtig Dampf abzulassen bis die Männer ihrem Mann nicht mehr stehen konnten. Das Vergnügen zog sich hin bis in die frühen Morgenstunden wo dann auch die letzten erschöpft ihr Feldquartier aufsuchten um noch schnell etwas Kraft für den neuen Tag zusammen. Rolf ließ seine Kameraden ausschlafen damit sie fitt seien würden wenn der Rückzugsbefehl kommen würde. Denn das er kommt war ja jetzt schon so sicher wie das Ahmen in der Kirche, man wusste nur noch nicht genau

 

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wann. Damit seine Männer keinen Rost ansetzen würden und scharf bleiben, teilte er sie für den Nachmittag mit zur Flankensicherung ein und lies sie Stellung an der Südwestflanke beziehen. Er selber ging

zum Befehlstand um auf den Laufenden zu bleiben. Er sorgte sogar für einen Platz auf einen der LKW’s der Feldküche den sie belegen konnten, falls der Befehl kommen würde.Gegen Abend als die Männer ihren Dienst beendet hatten, trafen sie sich alle an der Feldküche und aasen gemeinsam ihr Abendessen. Otto hatte sich beim Küchenbullen ein paar Konserven organisiert und ein halbes Kommissbrot was er in sein Brotbeutel verschwinden ließ. Langsam schlenderten die Kameraden durch die Stellungen der Frauen und ließen dabei verlauten dass sie jetzt zum See gehen würden um den Schweiß des Tages sich vom Körper zu waschen. Am See angekommen, zogen sie ihre Sachen aus und gingen in das erfrischende Nass um sich die Strabanzen des Tages vom Körper zu spülen. Ihnen waren Tatsächlich ein paar Mädchen gefolgt die ihnen den Rücken waschen wollten. Natürlich nahmen die Kameraden die Hilfe dankend an und man wusch sich jetzt gegenseitig von hinten bis vorn und oben bis unten bis die Seife alle war. Anschließend gingen die Kameraden zu Bett um Energie für den folgenden Tag zu tanken. Das war mal wieder ein Dienst den mann gerne machte, dachte sich Otto und verputze noch ein paar Scheiben Brot mit der Geschnorrten Leberwurst. Leise schlichen sich noch ein paar Mädels durch das Zeltlager und verschwanden in das eine oder andere Bett, was bald darauf anfing seine eindeutigen Geräusche preiszugeben. Lächelnd und zufrieden hörte

 

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Rolf den Treiben zu, denn er wusste das diese art von Sport die Männer besonders ausgeglichen und ruhig machte. Denn er konnte nur Scharfschützen brauchen die in jeder Situation die Nerven behalten konnten und den Tot gelassen in das Auge blickten. Denn vielmals waren es die Nerven die über den Ausgang eines Kampfeinsatzes entschieden. Im Morgengrauen war es soweit, der Schon seit langen erwartete Rückzugsbefehl der BDM Mädel's wurde gerade durchgegeben als das letzte Bettenknarren verstummte. Rolf wartete noch ab bis auch das Funkgerät verstaut wurde und die Flakbaderin mit den Mädels verschwand. Rolf bekam noch mit das sie nach Berlin – Friedrichshain verlegt wurden, wo man schon die neuen BDM Rekrutinen hin delegiert hatte.Doch für die übrigen Truppenteile kam noch kein Befehl. Da Rolf jetzt ohne Funkverbindung war, beschloss er sich ab jetzt immer in der Nahe des Artillerieleitstandes herum zu drücken damit er sofort

Handeln könne wenn der Befehl einging. Die übrigen Kameraden hatten bereits ihre Habe zusammengepackt und warteten Gewehr bei Fuß auf den Marschbefehl, doch der wollte und wollte einfach nicht kommen.

Die Kameraden standen das und warteten darauf dass Rolf mit einer neuen Order zurückkommen würde. Otto hatte seine Ausrüstung am Boden deponiert und sich darauf gelegt um sich noch etwas auszuruhen. Stellungswechsel, tönte eine laute Stimme durch die Gegend. Kurz danach kamen die Schlepper um die Geschütze anzuhängen. Rolf rief aus der Ferne, hierher Kameraden, es geht los. Im Laufschritt kamen sie gerannt um ihren Platz auf dem LKW zu belegen. Kaum

 

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das sie saßen rollten sie auch schon los. Der Koch stand zwischen den LKW und der Feldküche auf der

Zuggabel und verschloss schnell noch die Feuerklappen und sprang dann mit einen Satz hoch und kletterte über die hohe Bordwand. Zwei Kameraden packten sofort mit zu und halfen dem Mann auf die Ladefläche.

Sie fuhren jetzt einen ausgefahrenen Waldweg in Richtung Südwesten. Die Kameraden wurden auf den harten Holzbänken ganzschön durchgeschüttelt. Es dauerte fast zweieinhalb Stunden ehr man kurz vor dem Paetzer Vordersee auf die verstopfte Landstraße kam. Hier staute sich wieder alles, weil der Panzerverkehr den Vorrang genoss mussten alle anderen warten. Rolf ließ seine Männer wieder Absitzen, damit sie sich die Beine vertreten konnten. Verdammt, sagte Rolf zu Horst der gerade neben ihn stand, das kann dauern, das sieht ja aus als wolle das gesamte Deutsche Reich nach Berlin. Rolf, sagte Horst, weißt du überhaupt welche Kriegsmacht momentan die größte Flotte besitzt? Der Amy nehme ich an, antwortete ihn Rolf. Nein, sagte Horst, das sind wir, denn wir verfügen über ein paar Millionen Kohldampfer und den größten Zerstörer aller Zeiten. Rolf konnte sich das Lachen nicht verkneifen und sagte zu Horst, das erzähle lieber keinen weiter, denn der Zerstörer hat eine enorme Reichweite. Mittlerweile hatte auch schon die Artillerie den Anschluss wieder gefunden und der Koch kümmerte sich in aller ruhe um seine Feldküche. Andere Kameraden lagen im Straßengraben und sonnten sich in der Warmen Nachmittagssonne. Otto lief aufgeregt wie ein Wiesel hin und her und schlich um den Koch wie die Katze um den heißen Brei. Rolf saß mit den anderen

 

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am Straßenrand und beobachtete das Treiben. Mal verschwanden sie hinter dem LKW, mal wieder auf dem

LKW und plötzlich kam unser Otto mit einer halben Speckseite unter der Jacke und packte sie um in seinen Brotbeutel. Horst schüttelte den Kopf und sagte zu Rolf, wie mann jetzt nur an das Fressen denken kann. Eine laute Stimme rief, Tiefflieger und im selben Moment hörten sie schon die Bortkanonen der Russischen Jagtmaschinen. Alles warf sich in Deckung und die Männer sprangen von den Fahrzeugen um Schutz vor dem Beschuss zu finden, Die Jäger kamen sehr tief und wendeten am Horizont, auf dem Rückflug warfen sie ihre Bomben.Die Bordwaffen hatten ganze Arbeit geleistet, Horst hatte einen Oberschenkel Durchschuss und die drei Frischlinge hatte es erwischt durch einen Bombenvolltreffer. Hunderte von Leichen zierten jetzt die Straßengräben und duzende Fahrzeuge standen jetzt

Auf den Straßen und Brannten aus. Geistesgegenwertig, schrie Rolf Otto an und sagte anpacken und ab in den Wald. Sie nahmen ihren Kamerad Horst über die Schulter und schleppten den Rießen abwechselnd zurück in den Wald wo der Sani Wagen im Verkehr feststeckte. Nun flogen die Russen ein Angriff nach den anderen auf die sich zurückziehenden Truppen. Rolf verabschiedete sich zusammen mit Otto von ihren Kameraden Horst, mehr konnten sie nicht für ihn tun. Otto sagte mit getrübter Stimme, wir sind der Rest vom Schützenfest. Sie zogen sich etwas weiter zurück, wo keine Fahrzeuge mehr standen um nicht weiter den Angriffen der Tiefflieger ausgesetzt zu sein. Ob ich mein Dresden noch einmal wiederseh, sagte Otto und schaute dabei Rolf mit großen fragenden Augen an. Du

 

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wirst, sagte Rolf, das verspreche ich dir. Bei Einbruch der Dunkelheit hörte der Tieffliegerbeschuss auf und die zwei Kameraden machten sich zu Fuß auf den Weg in Richtung Berlin. Sie gingen wie schon gewohnt kreuz und quer über die Felder und durchquerten die Wälder mit ihren zahlreichen natürlichen Hindernissen. Tags über schliefen die zwei im Wald und nachts Marschierten sie über Stock und Stein, bis sie nach Tagen der Anstrengung sich bis Eichwalde vorgearbeitet hatten. Hier brach ein gewaltiger Feuersturm los der von einen Stahlgewitter begleitet wurde. Stalin orgelt wieder, sagte Otto mit schon gleichgültiger Stimme und die Männer liefen so schnell wie sie nur konnten in Richtung Berlin wo sich der Ausgang des Krieges in den nächsten Wochen oder auch Tagen entscheiden würde. Sie hatten mit müh und Not den Ort durchquert und befanden sich jetzt auf der

Landstraße in Richtung Bohnsdorf. Instinktiv schauten sich die Kameraden ständig nach Tieffliegern um, aber es kamen keine. Rolf schaute auf die Karte und sagte komm wir durchqueren den Wald, das ist sicherer. Kaum hatten sie die Straße verlassen, da schrie Otto, Achtung Mienen. Nun merkte auch Rolf dass sie geradewegs in ein Mienenfeld geraden waren. Vorsichtig drehten sie sich einer nachdem anderen Um und ging in seinen eigenen Fußspuren auf die Straße zurück. Scheiße sagte Otto, hier sind wir ohne Deckung. Sie hörten ein lautes schnell näherkommendes Motorengeräusch, das sind Tiger, schrie Rolf und stellte sich mitten auf die Straße um sie zu stoppen. Sie stiegen auf und brausten mit ihnen in Richtung Berlin davon.

 

 

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In den späten Abendstunden erreichten sie bereits Berlin Tempelhof wo sie sich für ein paar Stunden ausruhten.

Dank Ottos Geschäftssinn hatte man ja noch Brot Speck und Wurstkonserven. Sie setzten sich am Straßenrand auf eine Bank und begannen mit dem essen, als ein kleiner Junge kam um ihnen dabei zuzusehen, sagte Otto zu ihm, na kleiner, auch Hunger und schmierte ihn eine dicke Leberwurststulle und drückte sie den kleinen in die Hand. Doch kurz danach kam der Steppke schon wieder und brachte seine etwas ältere Schwester mit. Die Kameraden waren bereits fertig mit dem Essen und Otto gab den Kindern den Rest. Auf dem Straßen wurden von Männern des Volkssturmes Splittergräben ausgehoben, wo ein paar Jungen de HJ eine Flak in Stellung bringen wollten. Man sah auf dem ersten Blick dass die Jungs keinerlei Ahnung hatten, denn sie stapelten die Munitionskisten mitten auf der Straße und viel zuweit weg vom Geschütz. Jungs, sagte Rolf, so lauft ihr euch den Wolf und könnt nicht schnell genug feuern mit euerer 8,8. Wo wurdet ihr den ausgebildet, fragte Otto? Ein Unterleutnant hat uns heute Morgen kurz eingewiesen. Auch das noch, stöhnte Rolf und erklärte den Jungs erst einmal was es für eine Schinderei ist, so eine8, 8 schnell und richtig zu bedienen. Er überwachte jetzt den Ausbau des Splittergrabens. Die alten Männer des Volkssturmes waren alle samt im Ersten Weltkrieg an der Westfront und kannten sich aus mit Schützengräben. Schon wieder begannen die Sirenen ihr grausames Lied zu heulen, es war Voralarm. Menschenmengen strömten jetzt in die Luftschutzbunker, Keller oder U Bahnschächte. Die Jungs gaben Volldampf um ihr Geschütz in Stellung zu

 

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bringen. Die Sirenen verkündeten jetzt den Hauptalarm. Starke Amerikanische Bomberverbände hatten bereits

Den Stadtrand von Berlin erreicht, und keiner konnte genau vorhersagen wo die Eier herunter kamen. Die Ammy’s kamen für gewöhnlich in drei Wellen. Die erste Welle warf für gewöhnlich Schwere Sprengbomben, die durchschlugen die Häuser bis in den Keller bevor sie explodierten. Die zweite Welle warf Brandstäbe, die im Volksmund auch Christbäume genannt wurden. Diese Christbäume hatten die Aufgabe die gesprengten Häuser in Brand zu setzen. Die letzte Welle warf für gewöhnlich Starke Luftmienen, die Über dem Boden Explodierten und mit ihrer Druckwelle das Feuer weiter anfachte. Die enorme Splitterwirkung sollte jede Art von lösch oder Rettungsarbeiten unmöglich machen.Rolf ging mit Otto in einen der nahe gelegenen Keller um den Luftangriff abzuwarten. Es war ein fürchterlicher kleiner stinkender Keller. Die Kameraden hatten den Eindruck als würden sie zwischen verfaulten Kartoffeln sitzen. Der Keller war voll mit Frauen und Kindern. Eine Kinderstimme sagte, Mamma das sind die Männer. Die Frau bedankte sich noch einmal für das essen, was die Kinder bekommen hatten. Das ist schon in Ordnung, sagte Rolf und lächelte die Kinder an und fuhr den Jungen mit seiner Hand zärtlich durch sein Haar. Von draußen konnte man die Motoren der Bomberflotte hören wie sie Berlin überflogen und ihre Totelast in unmittelbarer Entfernung zu Boden fallen ließen. Es folkten heftige Explosionen und ein Feuersturm raste durch die Straßen.Im Keller herrschte Totenstille, die nach einer Weile von den heulenden Kindern unterbrochen wurde.

 

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Die Sirenen gaben Entwarnung und die Leute atmeten wieder auf und gingen wieder auseinander. Es folgte jeder seiner Tätigkeit als nichts geschehen wäre, der Krieg hatte sie auch abstumpfen lassen und hartherzig gemacht. Rolf sagte zu Otto, wären wir doch nur im Wald geblieben. Denn Berlin wurde zu einem Hexenkessel wo die halbe Welt reinspukte. Die Kameraden gingen die Straße in Richtung Kreuzberg entlang und kamen an einen großen Grader vorbei der eben noch eine Flakstellung mit acht Jungs von vierzehn Jahren war. Auf beiden Straßenseiten standen Häuser in Flammen. Es war eine enorme Hitze zu spüren, obwohl die Kameraden noch weit weg von den Brennenden Gebäuden waren. Schon wieder begannen die Sirenen mit ihrer teuflischen Melodie, im selben Moment stürzten Russische Tiefflieger sich wie Aasgeier auf die Menschen die gerade mit den Bergungsarbeiten der Frauen und Kinder Begonnen hatten die in einen Keller verschüttet waren. Wieder und immer wieder stürzten sich die Russenjäger vom Himmel herab bis sich am Boden nichts mehr bewegte.Orientierungslos liefen die Kameraden durch Kriegsschrott und Bombentrümmer um irgendwo eine Befehlsstelle zu finden. Es war wie verhext die Befehlstellen hatten untereinander keinerlei Verbindungen mehr und jeder Befehlshaber machte was er für richtig hielt. Es machte das Gerücht die Runde das manche Befehlshaber ihre Kameraden aufforderten, nicht auf Amerikaner zu schießen, sondern sich ihnen zu ergeben. Doch was war dran an so ein Gerücht, fragte sich Rolf? Otto sagte, ich mache mir sowieso schon seit längeren meine Gedanken wie das ausgehen wird für uns, ich zum Beispiel bin schon seit Polen dabei und

 

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Immer mit beiden Beinen voll in der Scheiße und jetzt wo es bald vorbei ist, möchte ich schon das Ende miterleben. Ich bin auch vom ersten Tag an dabei und möchte es auch am letzten sein, sagte Rolf mit wehmütiger Stimme.Im Westlichen teil von Kreuzberg fanden sie eine Versorgungsstelle der SS. Rolf ging mit Otto dorthin um Verpflegung für die nächsten fünf Tage zu fassen.Ein Unterscharführer sagte mit lascher Stimme, nichts mehr da für euch, nur noch für die SS werden Lebensmittel ausgegeben. Rolf stieg die Zornesröte ins Gesicht und er brüllte den Unterscharführer an, Was sagen sie da, das wiederholen sie mir bitte noch einmal, denn ich will ausschließen das es an einen Hörfehler lag, wenn ich gleich im Führerbunker meine Meldung mache und legte den schriftlichen Führerbefehl in auf den Schreibtisch. Der Unterscharführer sprang auf wie von der Terrändel gestochen und stand stramm, ich wusste ja nicht, stotterte er und beteuerte dass er nur auf Befehl hanteln würde. Schon gut sagte Rolf, während er den Führerbefehl wieder zusammen faltete und zurück in sein Soldbuch legte. Geben sie mir den Gram und die Sache ist vergessen. Egal wo die Kameraden auch hinkamen, da herrschte Stille. Die Kampfmoral war den meisten Soldaten gründlich vergangen und jeder hatte nur den einen Wunsch, macht endlich Frieden. Rolf hatte volles Verständnis für die Männer, denn die sprachen offen aus, was er dachte. Aus einen Haus kamen Schüsse, Deckung, rief Otto. Sie sahen wie SS. Aus dem Haus kam und zwei alte Männer vor sich herschoben. Rolf fragte was das werden soll? Drückeberger, sagte einer der SS Männer, das sind alles

 

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Drückeberger, jetzt wo ein jeder Mann gebraucht wird für die Verteidigung. Otto zerte Rolf am Ärmel und sagte Komm, denen kann noch nicht einmal ein guter Arzt helfen. Komm Rolf, sagte Otto noch einmal mit Nachtruck, weil er Rolf gut kannte und genau wusste das er jeden Moment aus der Haut fahren würde, versuchte er die Situation zu entschärfen. Rolf beruhigte sich nur langsam und sagte zu Otto, ich muss hier weck bevor ich noch völlig durchdrehe. Langsam gingen sie der Straße entlang und Rolf beruhigte sich nur langsam. Dass man auf den Feind schoss, war ja normal in einen Krieg, aber die eigenen Leute, alte Männer die man vor Verdun im Ersten Weltkrieg schon fertig gemacht hatte. Das konnte Rolf nicht verstehen und ließ ihnen an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln. Seine Gedankengänge wurden nun durch schwere

Granateinschläge in neue Bahnen gelenkt. Die Russen schossen bereits bis in das Stadtzentrum. Aus alter Erfahrung wusste Rolf wie lange ein Häuserkampf dauern konnte und sagte zu Otto, jetzt ist die Kacke erst so richtig am dampfen und sie bewegten sich immerweiter in den Westlichen Stadtteil Charlottenburg zu.Hier wusste schon lange keiner mehr was der andere tat und die bunt zusammen gewürfelten Truppenteile besaßen zum teil noch nicht einmal die benötigte Munition. Sie stießen auf eine Pak Einheit die man mit Flak Munition beliefert hatte oder Volkssturmmänner ohne Waffen. In gesamt Berlin brach der Handel zusammen und es gab kaum noch Lebensmittel oder Zigaretten, denn die wurden jetzt wie pures Gold

Gehandelt. Da Rolf Nichtraucher war gab er seine Ration immer an Otto weiter, denn der qualmte

 

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mittlerweile wie ein Schlot. Kein Wunder bei diesem Nerventerror den sie seit Jahren ausgesetzt waren. Nun folgte ein Luftangriff auf den anderen und Rolf wusste genau, das ist jetzt der Todesstoß. Die Alleiherten würden jetzt nicht mehr aufhören bis eine Entscheidung herbeigeführt worden ist und sich Großdeutschland ergibt oder besiegt am Boden liegt. Die zwei Kameraden verbrachten jetzt schon mehr Zeit im Keller als im Freien. So hatten sie sich den Häuserkampf nicht vorgestellt. Die Russen ließen nur noch ihre Kanonen sprechen bis sie keine Gegenwehr mehr spürten und dann erst, rückten die feigen Muschkoten vor um ihr Aasgeierdasein zu fristen. Sie vergewaltigten alles was ihnen vor den Schanz kam und machten auch vor Kindern und alten Frauen kein halt mehr. Denn die Russen wurden immer mehr und die Frauen immer weniger. Berlin war nun völlig eingekesselt und es gab kein entrinnen mehr. Was nun tun, dachte Rolf, einen sinnlosen und aussichtslosen Kampf weiter führen, oder sich auch auf die Seite der Amerikaner durchschlagen. Alles bloß nicht den Russen in die Hände fallen, denn die würden sie an der nächsten Laterne sofort aufhängen. Sie hatten Reihenweise Offiziere und Kommissare auf ihrer Abschussliste abgehakt und das wussten die Russen und machten Kurzen Prozess mit allen Scharfschützen oder SS Offizieren. Aber auf der anderen Seite war er ein Soldat und hatte den Eid auf den Führer geschworen, es war ihnen sogar vergönnt mit dem Führer mehrmals zusprechen einmal sogar unter vier Augen. Durfte er denn da feige sein und

Weglaufen? Anderen seits wollt er aber auch überleben. Luftangriff, schrie Otto und sie liefen

 

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geistesgegenwärtig in einen Bombentrichter und warfen sich hin und nahmen Deckung. Im Stürzflug kamen die Aasgeier der Lüfte herunter um ihre totbringende Last über einen Kindergarten abzuladen. Die Bortwaffen bellten wie ein paar bösartige Straßenköter und verspritzten ihre Stahlgarben funkenschlagend auf dem Kopfsteinpflaster. Behalt den Kopf unten, schrie Rolf und Otto blieb liegen bis der Angriff vorbei war. Rolf schrie Otto an, komm schnell weg, die kommen gleich wieder. Denn Rolf wusste dass sie wiederkommen würden, dass sie nur darauf warten würden dass viele Leute zusammen laufen um den Brand zu löschen. Sie rannten in einem U Bahnschacht um Schutz zu suchen. Ein Pfeil mit den Hinweis Tiergarten war an der Wand aufgezeichnet und unzählige Frauen, Kreise und Kinder belagerten den U Bahnschacht. Otto fragte, wie geht es nun Weiter, Rolf? Wenn ich das wüsste, antwortete Rolf und zog die Schulterblätter nach oben. Sie setzten sich mit unten in eine Ecke zwischen ein paar Frauen um darauf zu warten dass der fürchterliche Bombenangriff vorüber gehen würde. Ein lauter Ohrenbetäubender Knall, ließ die ängstlichen Menschen in dem U Bahnschacht zusammen zucken. Unmittelbar vor dem Eingang, war eine Luftmiene explodiert und ihre nachfolgende Druckwelle blies tonnenweise Bauschutt der Eingangstreppe herunter und deckte die dort ausharrenden Einwohner mit einer dicken Schuttwolke zu. Es dauerte einen Moment bis sich die Staubwolke gelegt hatte und die Menschen weisgrau aussehen lies wie der Bäckerburschen. Kinder weinten und zahllose Frauen und Kreise erlitten einen Nervenzusammenbruch und wollten raus in das Freie rennen. Der Schutthaufen

 

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auf der Treppe verhinderte dass sie in den Bombenhagel nach draußen rennen konnten. Rolf hatte plötzlich eine Junge Frau an seinen Arm hangen, sie krallte sich richtig fest in seinen Ärmel und sah ihn hilfesuchend an. Rolf legte seinen Arm um ihre Schultern um sie zu beruhigen und rettete mit leiser sanfter auf sie ein. Es zeigte Wirkung, denn sie wurde ruhiger und ihr zittern hörte langsam auf. Otto saß daneben und sprach mit anderen Frauen, die alle aus denselben Haus gegen über kamen. Sie hatten gerade alles verloren durch den Bombenangriff. Denn das explorierte haus was den Eingang verschüttete war ihr Wohnhaus gewesen. Sie besaßen nur noch die Kleider auf ihren leib und einen kleinen Koffer mit den nötigsten an Papieren und etwas Unterwäsche. Otto Hatte ja schon viel mitgemacht in diesem Krieg, aber das übertraf so ziemlich alles. Noch nie hatten sie so Ohnmächtig den Feind gegen übergestanden, man konnte ihn sehen und sich wehren, aber hier blieb nur die Flucht oder Gevatter Tot.

Die Sirenen gaben nach einer gewissen Zeit wieder Entwarnung, aber die Menschen zögerten damit aufzustehen, viel zu tief saß noch der Schock in ihren Gliedern. Ein paar Männer und der Luftschutz machte sich daran den Eingang freizulegen. Und als sie den U Bahnschacht verließen, konnten sie das Unheil sehen. Alle Hauser waren in sich zusammen gefallen und branden. Es war ein schrecklicher Anblick, das müsse der schwerste Angriff gewesen sein der je auf Berlin stattgefunden hatte, sagte der Luftschutzbeauftragte.

Eine gewaltige hitze verhinderte das die Leute in das

Freie gelangen konnten, was vielleicht sogar ihr nacktes Leben rettete, denn in diesen Moment setzte ein heftiger

 

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Artilleriebeschuss ein um die Leute vom löschen abzuhalten. Die Granateinschläge waren laut und deutlich im Schacht zu hören. Diese unmenschliche Knallerei versetzte die Frauen und Kinder erneut in Panik. Rolf beruhigte weiterhin die Junge Frau und zwang ihr ein Gespräch auf um sie Abzulenken. Bei dieser Gelegenheit erfuhr er dass sie auch aus dem Haus gegenüber stammt und ihre Eltern schon bei einen Früheren Angriff der Russen ums Leben kamen. Sie standen nach etwas Brot vor einer Bäckerei an, als die Jagdflieger mit dem roten Stern auf dem Flügeln kamen um ihre Totbringenden Kugeln unter der Bevölkerung zu verteilen. Mein Vater war sofort tot hieß es, aber Mutter hat gar fürchterlich leiden müssen, denn sie hatte zwei Bauchschüsse aus der Bortkanone abbekommen und lag minutenlang schreien vor Schmerz auf der Straße bis ein weiterer Jäger sie mit einer Salve erlöste.

Weinend schüttete der kleine Rolf ihr Herz aus und zitterte am gesamten Körper. Sie war zwar erst dreiundzwanzig, aber die unmenschlichen Anstrengungen der letzten Wochen ließen sie rein äußerlich auf dreißig altern. Sie schaute Rolf hoffnungsvoll an und fragte ihn, wohin, wohin kann ich noch gehen, ich habe niemand und nichts mehr. Geh über die Amerikanischen Linien, sagte Rolf und schrieb seine Adresse auf einen Zettel und legte ein Bild von sich dazu und sagte zu ihr, da wirst du eine neue Heimat finden, grüß schön meine Eltern und meine Schwester von mir. Voller Hoffnung sah sie das Bild an, worauf Rolf mit seinen Vater vor dem Haus unter der Linde

Saß, bevor sie es einsteckte. Nach Stunden des Terrors, trennten sich ihre Wege und Rolf gab der kleinen ein

 

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paar Lebensmittel und einen dicken langen Kuss mit auf dem Weg, er hatte sich in die kleine verliebt und vor lauter Aufregung sogar vergessen nach ihren Namen zu fragen. Ein paar Soldaten kamen auf der Straße angerannt uns schrien, haut ab die Russen kommen. Horst schrie Feuerstellung und suchte sich sofort einen Geeigneten Platz wo man den Iwan gebührend empfangen Konnte. Sie beobachteten eine Weile die Gegend und klärten die Trümmerfelder auf, doch da war kein Russe. Wahrscheinlich sind den Kameraden die Nerven durchgegangen, sagte Rolf und sie marschierten weiter Westwerts. Du, sag mal Rolf, was machst du wenn die Scheiße hier einmal vorbei ist, wollte Otto wissen? Na als erste möchte ich ein stundenlanges Vollbad genießen und dann ein gutes Mahl mit einen erlesenen Wein und Schlafen, eine ganze Woche lang nur schlafen. Der Rest findet sich danach aber erst nur schlafen. Otto du weist gar nicht wie Müde ich bin, mein Gott bin ich Müde von den allen hier. Otto hörte aufmerksam zu und sagte, wer weiß was ich zuhause noch vorfinde, denn da haust schon seit langen der Russe, ich wage einfach nicht daran zu klauben das da noch ein Stein auf den anderen steht oder mein Wirtshaus noch existiert. Sie stießen immer wieder auf deutsche Abwehreinheiten oder Pak Stellungen, selbst Tigerpanzer hatte man im Bauschutt eingegraben und mit alten Bauholzsplittern abgetarnt. Man wollte seine starken Kanonen zur Panzerabwehr einsetzen um die Teuflischen T34 aufzuhalten. Pioniere Verminten mit Fernzündern die gesamte Kanalanlage und packten alle Schächte und Gullis mit hoch brisanten Sprengstoff voll um den Russen den Boden unter den Füßen

 

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wegzuziehen. Überall wo noch Mauerreste standen wurden Sandsäcke aufgefüllt um MG Nester zu errichten Zahlreiche Panzerjäger suchten sich Deckungen mit einen guten Schussfeld um mit ihren Panzerfäusten einen Volltreffer zu erzielen. Soll das etwa die neue HHL werden, lachte Otto und sagte diese Idioten holten sowieso keinen Hund mehr auf. Was auch stimmte, denn wenn die Russen ein schweres Widerstandsnest sahen, umgingen sie es einfach und überließen es der Artillerie. Sie hatten nur ein Ziel, den Führer vor dem Amy gefangen zu nehmen. Rolf sprach eine Weile mit den OVD (Offizier vom Dienst), Sie hatten zwei LKW Ladungen, schwerer Kalieber bekommen aber keine Geschütze dazu. Rolf schlug vor die Granaten so einzugraben das der Zünder der Kartusche noch herausschaut um sie mit einen

Karabiner zur Explosion zu Bringen.

Rolf empfahl die besten Schützen für diese Aufgabe auszusuchen. Sie suchten die Stellen aus wo der Russe vermutlich in Stellung gehen würde und verminten sie mit Sprengstoff oder Granaten. Die Sache hatte nur den einen Haken, keiner wusste wann und ob der Iwan kam oder die Amerikaner schneller hier waren. Komisch sagte Otto zu den OVD, nach Westen zeigt bei euch nicht ein einziger Lauf. Der OVD sagte, stimmt, jetzt wo sie es sagen. Erließ sofort ein paar Stellungen nach den Westen ausrichten, aber bemannte sie nicht. Laute Panzermotoren Geräusche und das Rasseln von Antriebsketten brachten den Straßenzug zum beben, ein T34 schob sich um die Ecke genau vor die Tigermündung und schwenkte bedrohlich seinen Panzerturm in alle Richtungen. Es ertönte ein lauter

 

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Knall in Bekleidung eines langen Mündungsblitzes, der Panzerturm des T34 flog in einen hohen Bogen gegen die Trümmer eines Hauses und die vorhandene Munition im inneren begann zu explodieren und veranstaltete ein schauriges Feuerwerk. Die Kameraden in der Tigerstellung hatten mit der erste Panzerbrechenden Granate einen Volltreffer erzielt. Ein zweiter T34 der ihm gefolgt war, legte sofort den

Rückwärtsgang ein um Fersengeld zugeben. Ein Panzerjäger hatte im aber schon seit geraumer zeit im Visier seiner Panzerfaust und drückte ohne Verzug ab und sprengte seine Ketten vom Antrieb. Rolf belauerte den Panzer voller Zorn und schaltete ein jeden aus der den mittlerweile brennenden Stahlkoloss verlassen wollte. Brennen sollt ihr Hunde, brennen, schrie Otto

Ihnen herüber und schoss mit Rolf deckungsgleich auf jedes Ziel. Nun entfernten sich die Übrigen Motorengeräusche und auch kein Muschkote lies sich blicken. Rolf empfahl dem OVD seine Männer sofort in eine sichere Deckung zu schicken, da gleich ein schwerer Beschuss folgen würde und die Stellungen erst nach dem Beschuss wieder zu bemannen. Es dauerte nur ein paar Minuten bis die ersten Geschosse der Stalinorgeln deckungsgleich im Zielgebiet einschlugen um ihre mörderische Wirkung frei zusetzen. Die Kameraden lagen alle in ihren Deckungen, weit ab vom Zielgebiet und stürmten nach dem höllischen Beschuss in ihre Stellungen zurück um auf die feigen Muschkoten zu warten. Der Straßenzug war durch die einstürzenden Gebäude für Panzer jetzt unbrauchbar geworden und die Muschkoten mussten einen Sturmangriff auf die Deutschen Stellungen durchführen. Sie kamen wie

 

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immer sehr schlecht bewaffnet zu Einsatz. Ein jeder hielt einen Ladestreifen mit fünf Schuss in der Hand und folgte seinen Vordermann mit em Karabiner und wartete auf dessen tot um seine Waffe zu übernehmen. Sie torkelten stark alkoholisiert über den Bauschutt und vielen vor den MG Stellungen reihenweise zu Boden biss sie alle wahren und neue Muschkoten herangeführt wurden um den sinnlosen Sturm zu wieder holen. Zwischen zwei Wellen erfolgte immer wieder ein schwerer Beschuss, den die Kameraden außerhalb der Stellungen abwarteten. Es war ein verlustreicher Stellungskrieg für die Russen, die bereits an die zwei hundert Soldaten verloren hatten und auf der Deutschen Seite gab es nur ein defektes Maschinengewehr. Rolf

Gab Otto den Befehl seine Stellung um Ca. einhundert Meter nach hinten zu verlegen, weil da die Trümmerhaufen höher waren und ein besseres Schussfeld frei gaben.Sie platzierten sich links und rechts der Straße hinter Tonnen von Bauschutt und Stahlbewehrungen, vor Rolf lag ein Rießen Bündel Baustahl wie zu einen Garnknäuel zusammengedreht, dort musste er durchschießen und benutzte es gleichzeitig als Kugelfangeinrichtung für die Feindlichen Geschosse.Otto hatte sich eine Kuhle im Bauschutt gegraben und einen Sehschlitz freigelassen um hindurch mit seinem Gewehr den Tot zu versenden. Es zog an den Nerven, nur dazuliegen und auf einen Angriff zu warten. Mit starrem Blick lagen die Männer in voller Tarnung regungslos in ihren Schützenstellungen und warteten darauf dass ein Muschkote seinen Kopf aus der Deckung hob um ihnen einen sauberen Plattschuss aufzusetzen.Mit stahlharten

 

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Nerven lagen die zwei Scharfschützen in der Stellung und ignorierten die um sie detonierten Granaten die dicht neben ihnen einschlugen und den Bauschutt umpflügten. Nervenaufreibend starrten sie in die Richtung aus der der Feind durch die zerstörten Häuserfronten kommen musste um zum nächsten Sturm anzusetzen. Sorgfältig wie Luchse beobachteten sie jede kleine Bewegung auf der Gegenseite und werteten sie aus. In den vorderen Stellungen ging nun ein Granatwerferhagel nieder und zerfetzte die Besatzung einer MG Stellung und dicht getränkt folgten wieder die Muschkoten um die Stellung einzunehmen. Rolf gab Otto den Rückzugsbefehl und sie schlichen in einen größeren Bogen um das Gebiet und schalteten die Offiziere der Granatwerferbrigade aus. Und beschossen die Muschkoten auf ihren Rückzug, und platzierten sich wieder in ihrer Stellung. Die Muschkoten trauten sich nicht ohne Befehl die Werfer zu bedienen und blieben in ihrer Deckung liegen. Zwei Panzerjäger hatten ihre Panzerfäuste in die von Russen besetzte MG Stellung abgefeuert und sie damit wieder vom Feind gesäubert. Durch die Explosionen vermischten sich die Leichenteile mit einander und ließen nicht einmal ahnen was zu wem gehörte. Langsam machte sich die Nacht breit und die Russen stellten den Häuserkampf wie üblich bis zum Morgengrauen ein. Rolf ging zum OVD um neue Munition zu Fassen, aber der zuckte mit den Schultern, denn sie waren auch am Ende und wussten nicht ob sie noch einen Angriff durchstehen würden. Rolf besaß noch sieben Schuss und Otto zwei. Da können wir auch gleich mit Steinen werfen, sagte Rolf entsetzt und sie zogen sich zurück um zu anderen

 

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Einheiten durchzustoßen die sie mit neuer Munition wieder Kampffähig machen konnten.

Sie durchstreiften eine Parkanlage, wo schwere Haubitzen feuerten und Flak in Stellung lag, aber keiner hatte noch passende Munition für sie. Komm weiter Otto, sagte Rolf irgendwo muss doch noch etwas zuholen sein. Rolf überlegte schon ob er sein Gewehr gegen eine Mpi tauchen sollte, nur damit konnte er nicht so gut umgehen wie mit seiner Waffe die ihn quasi in die Wiege gelegt wurde durch die Försterei seines Vaters. Wenn es nach Otto gehen würde, säßen sie schon lange neben einer Feldküche und würden den Krieg den anderen Überlassen, denn er hatte die Schnauze gestrichen voll und wusste schon lange nicht mehr für was und warum wir überhaupt noch kämpfen. Ich weis es ja selber nicht einmal warum ich noch

Schoss, wahrscheinlich nur weil die anderen es auch noch taten. Nun schlichen sie schon wieder durch die Trümmer um den Granatfeuer zu entgehen. Es regnete Stahl aus allen Rohren und Kalibern auf Berlin und es schien kein entrinnen mehr zu geben. Nur der Mut der Verzweiflung ließ die Kameraden überhaupt noch vorwärts gehen. Sie hatten beide denselben Gedanken, bloß nicht den Kosaken in die Hände fallen, doch für diesen Moment, hatten sie ja noch ihre 0,8 im Futteral. Langsam schleppten sie sich vorwärts mit dem Kompass quer durch die Trümmer in die Richtung wo sie der Amerikaner vermuteten. Denn von Heldentot und solchen Fraßen hielten sie schon lange nichts mehr, nur das nachte überleben stand im Vordergrund. Sie schlichen von Stellung zu Stellung und niemand hatte für sie die passende Munition, das ist zu Mäuse melken

 

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schrie Rolf aus seiner Ohnmacht heraus! Sagt mir mit was wir kämpfen sollen? Schmeiß die Knarre weg und nimm ein Maschinengewehr, schlug ihnen ein Dienstjüngerer Oberst vor.Was soll ich damit, sagte Rolf, ich bin ein Mann fürs Feine und kein Holzhacker. Sie setzten sich am Rand eines Vorgartens auf eine Bortsteinkante und überlegten, wie es weiter gehen solle. Bombenangriff, schrie eine Stimme, und alle liefen in Deckung. Jetzt ertönten noch nicht einmal mehr Sirenen, sagte Rolf auf der Kellertreppe und schaute durch die offene Tür gegen den Himmel.Sie luden ihre Todeslast genau über dem Zentrum von Berlin ab. Das ist ein gutes Zeichen, sagte Rolf. Warum wollte Otto wissen? Na das heißt das sie noch nicht bis zum Stadtkern vorgedrungen sind oder glaubst du die

Bombardieren die eigenen Leute. Stimmt, sagte Otto und zündete sich eine Zigarette an. Komm Rolf setz

Dich endlich hin und nimm mir nicht die Sicht zum Himmel. Stundenlang saßen sie in den stickigen Keller, bevor sie sich entschlossen nach Pichelsberg herüber zugehen, denn da könnte der Amy schon sein oder bald kommen. Sie waren fest entschlossen diesen fürchterlichen Krieg zu überleben. Als der Abend herein brach, lagen sie hinter einen Mauervorsprung um zu verschnaufen als sie von anderen Soldaten hörten, dass der Führer im Kampf gefallen sei. Rolf sprang auf und fragte die Landser wann? Doch die wussten es auch nicht genau und so wusste Rolf nicht was er davon halten sollte. Er hielt es für eine Latrinenparole wie sie schon einmal durch Staufenberg in die Welt gesetzt wurde. Otto fand einen Kellereingang unter dem Schutt und sagte fass einmal mit an vielleicht kann man darin

 

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noch übernachten. Rolf räumte mit Otto den Schutt zur Seite und sie schauten in den Keller, der war völlig unversehrt und sie krochen durch das Loch herunter. Regale mit eingeweckten und Weinflaschen standen darin. In der Ecke lagen Kartoffelsäcke und Otto baute ein Nachtlager und die zwei blieben die nächsten drei Tage im Keller. Nach einer Zeit sagte Rolf, du Otto, ich höre keinen Gefechtslärm mehr. Vorsichtig schlichen sie auf die Straße, die Sonne schien und nur vereinzelte Schüsse waren in der Ferne zu hören. Hunderte Soldaten kamen der Straße entlang, angeführt von einen General der eine Weiße Fahne aus einem Bettlagen in der Hand hatte.Kommen sie Herr Oberst, sagte der General, der Krieg ist aus. Großdeutschland hat kapituliert, werfen sie die Waffen weg und schließen sie sich uns an, bevor sie der Russe einsackt. Geschlossen gingen sie mit erhobenen Händen über die Amerikanischen Linien.

 

 

 


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